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AirTag 2 im Praxistest: 50 Meter statt 15 – ein echter Gamechanger | c’t 3003


Apple verspricht beim AirTag 2 eine deutlich höhere UWB-Reichweite – aber stimmt das auch in der Praxis? c’t 3003 hat den neuen Tracker gegen den Vorgänger und Motorolas Android-Alternative antreten lassen. Das Ergebnis: Bis zu 50 Meter statt 15 Meter Nahfunk-Reichweite machen beim Suchen einen gewaltigen Unterschied.

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(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guck mal hier, das ist ein AirTag 2 und ja, sieht genauso aus wie die Version, die vor 5 Jahren rausgekommen ist, kostet auch genauso viel und ist das zurzeit preisgünstigste Gadget von Apple.

Auch wenn mir das ein bisschen peinlich ist: Die AirTags sind für mich persönlich der Hauptgrund, warum ich wahrscheinlich für ewig im Apple-Ökosystem rumhänge, weil ich ohne die Dinger einfach nicht mehr leben kann. Und der AirTag 2 soll das jetzt alles noch viel besser machen, mit einer deutlich höheren Reichweite, was für mich echt ein Gamechanger wäre. Denn ich habe das ständig, dass ich irgendwas suche, aber mein Handy keine Verbindung zum AirTag aufnimmt – und dann laufe ich da immer so doof rum, bis ich da eine Verbindung bekommen habe.

In diesem Video testen wir das Ganze unter harten, realen Bedingungen am und im Heise-Verlag und finden heraus, ob die neuen AirTags wirklich besser sind. Und ich habe auch noch den härtesten Konkurrenten aus dem anderen Lager in den Test reingenommen: Und zwar den Moto Tag für Android-Smartphones, der auch wie die AirTags über Ultra-Breitband, also UWB, zentimetergenau ortbar ist. Bleibt dran!

Liebe Hackerinnen, liebe Internetsurfer, herzlich willkommen hier bei…

Lasst uns gleich mal reinstarten in unseren Praxistest, bevor ich dann später erkläre, wie das technisch alles funktioniert. Erstmal in Gang setzen die Dinger und das finde ich immer wieder magisch, denn man muss da einfach nur diese Lasche abziehen und schon meldet sich das Smartphone und sagt: „Hey, ich habe einen Tag gefunden, soll ich den installieren?“ Also wirklich richtig schön einfach. Und das klappt beim Moto Tag übrigens exakt genauso wie bei den Apple AirTags.

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Hier ist einmal Keno aus der Zukunft. Mir ist kurz vorm Hochladen dieses Videos aufgefallen, dass die Nahbereichssuche mit Ultra-Breitband im Moto Tag nur mit Google-Pixel-Pro-Telefonen funktioniert und ich habe ein normales Pixel 9 verwendet. Das kann nur Bluetooth, kein Ultra-Breitband. Und deshalb funktionierte mit dem Moto Tag keine Nahbereichssuche, also die Suche mit dem Pfeil und der Meterangabe. Tut mir leid, blöder Fehler, den Test hole ich auf jeden Fall nach, also im Vergleich zu AirTags. Dann machen wir ein Short-Video, das verlinke ich dann hier in diesem Video als angepinnten Kommentar. Trotzdem viel Spaß mit dem Video, die Infos zu den AirTags und die anderen Infos zum Moto Tag, die stimmen alle in dem Video.

Jetzt aber nach draußen. AirTag 1, AirTag 2 und Moto Tag hat mein Kollege Sahin gut versteckt. Ungefähr 50 Meter entfernt von mir. Ich habe dann so versteckenmäßig mir die Augen zugehalten. 50 gezählt. Ja, und dann habe ich versucht mit Moto Tag und dem alten AirTag die Fährte aufzunehmen. So, dann fangen wir mal an mit Google, würde ich sagen. Okay, Moto Tag anmachen. „In der Nähe suchen“, wird verbunden. Also hier funktioniert nicht. Ich probiere aber jetzt mal das alte AirTag. So, AirTag 1, „Suchen“ in der Nähe. AirTag 1 „Suchen“ ist nichts. Ich würde sagen, hier stehe ich schon ziemlich im Mittelpunkt und ist trotzdem bei beiden nichts. Beide haben noch kein Signal. Jetzt probiere ich noch mal den Tag 2. Jetzt, der geht jetzt – und der auch noch nicht, aber zumindest hat er gerade schon mal … bietet er es jetzt wenigstens an. Ah, er hat jetzt kurz „Verbunden“ gesagt, der Google Tag. Wenn ich … mach das mal systematisch, dass ich jetzt hier … Also er sagt „Verbunden“, aber es wird mir hier irgendwie kein Signal schwach … Ja, „Versuche dich an einen anderen Ort zu bewegen“. Keine Chance mit dem AirTag 2, erstmal auch nicht. Und dann bin ich aber einfach ein bisschen rumgelaufen und habe geguckt, wann der AirTag 2 anschlug. Und das war schon relativ schnell der Fall.

Aha! Guck mal, jetzt hat er direkt ausgeschlagen, der AirTag 2. Bei 23 Meter Entfernung. So, und dann habe ich an dieser Stelle auch bei den anderen beiden Tags geguckt, ob die auch schon gesehen werden. Und der AirTag 1? Nicht. Und das Moto Tag zeigt mir nicht mal an, dass ich überhaupt … Also könnte ich das klingeln lassen? Gerät klingelt. Gut, aber das hilft mir jetzt gar nicht weiter. Weil ich höre nichts. Wurden sie nicht. Das bedeutet, ohne AirTag 2 wäre ich hier noch viel länger kopflos rumgelaufen. Aber dank AirTag 2 hatte ich ja dann direkt meinen Pfeil. Ich wusste also, wo es lang geht. Das hat dann mit AirTag 1 und Moto Tag deutlich länger gedauert, bis die dann auch endlich mal die Fährte aufgenommen haben. Da muss ich also deutlich näher dran.

Und was man auch sagen muss, der Moto Tag ist deutlich unpraktischer. Aber klar, man kann alle diese Tags auch einfach piepen lassen. Aber das finde ich A, ziemlich unelegant und B, hört man es oft einfach nicht. Wir haben die Schallpegel bei uns im Labor gemessen. Dazu gehe ich später noch im Detail ein. Ich lasse es mal klingeln. Okay, das höre ich. Ah. Im Reifen? Ah, ja, sehr gut, okay. Also ich hätte es irgendwann wahrscheinlich gefunden mit Moto Tag. Und irgendwann hätte ich wahrscheinlich, wenn ich halt so brainless hier rumgelaufen wäre, wäre irgendwann der AirTag 1 angeschlagen. Und dann zeigt er einem halt auch irgendwann einen Pfeil an, wie jetzt. Das ist jetzt das AirTag 1. Das hat jetzt auch einen Pfeil, aber der Pfeil geht halt erst an, wenn man relativ dicht dran ist. Und beim AirTag 2 hatte ich den Pfeil halt schon 15 Meter weiter. Also ich bleibe hier jetzt einfach mal stehen und lasse alle drei piepen. Das ist der Moto Tag, das ist der AirTag 1. Schon durchdringender. Und jetzt der AirTag 2. Ja, das hat Druck. Ganz klar besser.

Ich habe auf jeden Fall beim Anpiepen beim Draußentest erst was gehört, als ich sehr dicht dran stand. Auch da war der AirTag 2 mit Abstand am lautesten. Die lagen halt auf diesem Radkasten und das schluckt natürlich so ein bisschen Schall. Aber in der Praxis kommt es ja auch mal vor, dass die Teile irgendwo vergraben sind. Deshalb lieber die Nahfunkfunktion benutzen, wie ihr am Anfang ja schon gesehen habt, also mit diesem neckischen Pfeil, zumindest bei den AirTags. Damit lassen sie sich völlig problemlos finden, ohne nerviges Gepiepe. Wenn man sich denn im Nahfunkbereich befindet, das muss man eben, sonst gibt es keinen Pfeil. Und das ist halt bei den AirTags 2 aus deutlich weiterem Abstand möglich, was natürlich praktisch ist. Also draußen mit direktem Sichtkontakt hatten wir beim AirTag 2 fast 50 Meter Entfernung gemessen. Beim AirTag 1 haben wir dann ungefähr ab 15 Meter schon das Signal verloren, ähnlich wie beim Moto Tag. Also das ist ein wirklich riesiger Unterschied. Punkt für den AirTag 2 schon mal.

Direkt mal der Einschub, weil ich das echt ziemlich oft höre. Nein, AirTags sind keine GPS-Tracker. AirTags kommunizieren nicht mit GPS-Satelliten, sondern das funktioniert viel einfacher. Die funken alle zwei Sekunden ein klitzekleines Bluetooth-Low-Energy-Hallo-hier-bin-ich-Signal in die Welt und wenn dann ein Apple-Gerät in Reichweite ist, dann kann das das empfangen und ein Signal ans AirTag schicken und sagen: „Piep mal“, also über Bluetooth. Und dann piept das AirTag und man kann es hoffentlich finden, weil man hört das dann ja – oder auch nicht, weil es unter drei Sofakissen liegt oder da halt im Radkasten von dem Auto oder halt gar nicht in Reichweite ist. Da kommen dann die anderen Funktionen ins Spiel und die sind technisch schon deutlich komplexer.

Denn einmal empfangen dieses Hier-bin-ich-Signal alle Apple-Geräte und im Fall von Google auch viele Android-Geräte, dazu komme ich später aber nochmal, also auch welche, die gar nichts mit dem AirTag zu tun haben. Wenn ihr zum Beispiel gerade dieses Video in der U-Bahn auf einem iPhone guckt, dann ist das nicht unwahrscheinlich, dass euer Telefon gerade AirTags empfängt und deren Position ans Apple-Netzwerk sendet. Anonymisiert und ohne, dass ihr das mitbekommt. Ja, das ist standardmäßig aktiviert, ihr könnt es aber auch abschalten, indem ihr in den Einstellungen auf Apple-ID, also auf euren Namen, dann den Punkt „Wo ist?“, dann auf „Mein iPhone suchen“ und dann den Schalter bei „Wo ist?“-Netzwerk deaktivieren. Aber dann könnt ihr selbst euer Telefon auch nicht mehr orten, ganz wichtig.

So, aber wieder zurück zum Standardfall, wenn ihr das aktiviert habt. Also wenn ihr in dieser U-Bahn zum Beispiel euren Rucksack liegen gelassen habt, ihr aber schon längst wieder woanders seid, dann könnt ihr hier auf der Karte in der „Wo ist?“-App sehen, wo euer Rucksack ist, ohne dass ihr selbst in Funkreichweite seid. Das regeln die anderen iPhones. Und das ist das Coole. AirTags laufen so circa ein Jahr mit so einer ganz kleinen Billo-Knopfzelle und sind super klein und leicht und können zumindest an Orten, wo viele iPhones rumlaufen, genauso gut lokalisiert werden wie echte, viel stromhungrigere GPS-Tracker. Wie AirTags übrigens als Diebstahlschutz funktionieren, dazu hatten wir schon ein eigenes Video, da will ich hier jetzt nicht drauf eingehen.

Aber AirTags haben, wie ich am Anfang ja schon gezeigt habe, noch eine dritte Funktion und das ist eben dieser Ultra-Breitband-Funk, der bei AirTags „Genaue Suche“, bei Moto Tag „In der Nähe suchen“ heißt. Das ist ziemlich faszinierende Technik, finde ich. Im Gegensatz zu Bluetooth, das nur ziemlich ungenau die Signalstärke misst, nutzt UWB extrem kurze Pulse auf einem breiten Frequenzspektrum, das ist so zwischen 6 und 9 GHz. Und die messen die Time of Flight, also die Zeit, die das Signal vom Handy zum AirTag und zurück benötigt. Und weil das iPhone mehrere Antennen hat dafür, erkennt es die Richtung, aus der das Signal kommt und kann deshalb eben diesen neckischen Pfeil anzeigen.

Allerdings, ich habe ja gerade von Antennen im Telefon gesprochen, muss das Handy das unterstützen. Bei Apple heißt das zum Beispiel U1-Chip. Bei Apple wäre das ab dem iPhone 11 und anderen Geräten, die Liste seht ihr hier, könnt ihr Pause drücken. Aber diese verbesserten Ortungsfunktionen des AirTag 2, also die größere Reichweite, die ihr gerade gesehen habt, die funktionieren nur mit U2-Chip und die gibt es erst ab dem iPhone 15. Mit älteren Geräten könnt ihr die AirTags 2 auch problemlos verwenden, aber dann habt ihr eben nicht die höhere Reichweite. Fürs Moto Tag braucht ihr ein Android-Telefon mit UWB-Chip. Das sind recht viele, aber zum Beispiel bei den Google-eigenen Pixel-Geräten nur die Pro-Varianten ab dem Pixel 6.

Leider ist aber auch das Empfangen von anderen Android-Geräten, also was ich euch gerade mit dem U-Bahn-Beispiel erklärt habe, unseren Erfahrungen nach viel unzuverlässiger bei Android, weil die Funktion, dass man fremde Tags meldet, da nicht standardmäßig eingeschaltet ist. Das muss man aktivieren und das machen offenbar nur wenige Leute. Und das ist halt der Grund, warum ich persönlich AirTags verwende. Achso, nur noch mal ganz deutlich gemacht: Für AirTags braucht man Apple-Geräte und für Googles Find-My-Device-Tags braucht man Android-Geräte. Es wäre viel schöner, wenn das übergreifend funktionieren würde, aber leider nein.

So, das war jetzt der Erklärungsteil, jetzt weiter zum Indoor-Test. Die Kollegen haben es irgendwo versteckt bei Heise in den Büros und ich durfte suchen. Jetzt probiere ich das Ganze mal mit meinem AirTag 1. Oh, kriegt direkt eine Verbindung, interessant. Aber genau das gleiche Problem wie gerade, dass mir jetzt zwar „Verbunden“ angezeigt wird, aber nicht in welche Richtung. „Versuche dich an einen anderen Ort zu bewegen“. Ja, so und jetzt mal der Tag 2. „Verbunden“, ja direkt eine Angabe, 24 Meter und ich kann jetzt hier erstmal nicht, also okay, ich komme dem näher, ich kriege auch hier noch kein Signal, da ist ein Pfeil, okay, hier ist falsch, hier ist richtig, ich bin jetzt hier noch mal bei 13 Metern und jetzt gucke ich mal den AirTag 1. „Signal suchen“, weit entfernt. Ja, weit entfernt hilft mir jetzt nicht viel weiter. 4,8. Okay, also hier in diesem Raum im Sekretariat ist auf jeden Fall der AirTag. Ich werde aber jetzt mal den AirTag 2 ausschalten. Ich werde jetzt hier mit dem Moto Tag versuchen. Hier. Hilft mir wenig weiter. Okay, also man sieht hier irgendwie, dass sich das so füllt. Soll irgendwie noch irgendwas bedeuten. Füllt es sich weniger. Ah, hier füllt es sich mehr. Okay. Es ist hier. Sagt Moto Tag. Okay. Klingeln lassen. Ha. Nur mit Moto Tag gefunden. Aber auch nur, weil das AirTag 2 mir hier diese Anfangsarbeit gemacht hat. Wunderbar.

Und ja, da gab es wieder den gleichen Effekt wie draußen. Das AirTag 2 schlug viel früher an als die anderen beiden Tags. Schon bei 24 Meter Abstand innen, drinnen, durch Wände. Das ist extrem viel und sollte deshalb auch für sehr große Wohnungen oder Häuser ausreichen. Und damit war es dann halt wirklich kein Problem, die Tags zu finden. Ich hätte das natürlich irgendwann auch mit Moto Tag und AirTag 1 gefunden, aber das hätte auf jeden Fall deutlich länger gedauert.

Ja, und jetzt noch die Pieper-Tests. Hatte ich ja versprochen aus unserer schallarmen Kammer. Da haben wir beim AirTag 2 einen maximalen Schallpegel von 81 dBA aus einem Meter Entfernung gemessen. Beim AirTag 1 waren es 75 dBA. Näher am echten menschlichen Höreindruck ist der gemittelte Pegel. Und da haben wir 75 dBA beim AirTag 2 gemessen und 66 dBA beim AirTag 1. Den Moto Tag hatten wir nicht in der schallarmen Kammer, der piept aber subjektiv noch leiser als der AirTag 1. Also auch hier ganz klarer Sieger, AirTag 2.

Der AirTag 2 ist jetzt technisch erstmals dazu in der Lage, dass ich in meiner Wohnung wirklich von jedem Punkt aus jede AirTag-Position abrufen kann. Mit dieser genauen UWB-Suche, also inklusive Entfernungsangabe und Richtungspfeil. Vorher musste ich immer rumlaufen in der Wohnung, bis das AirTag irgendwann geortet war, was ich ziemlich nervig finde. Oh ja, und jetzt überlege ich sogar, mir einen AirTag in die Mütze zu nähen. Also AirTag 2 ist für mich echt ein Gamechanger. Vor allem, was ich auch gut finde, dass der Preis sich nicht geändert hat. 35 Euro für einen und man findet öfter mal Angebote für ungefähr 100 Euro für einen Viererpack. Wenn man die direkt bei Apple kauft, kann man die auch so schön gravieren lassen. Finde ich preislich ehrlich gesagt okay, vor allem weil die Dinger echt lange halten und weil man die Batterien selbst tauschen kann.

Ja, also ganz klar, der AirTag 2 zieht mich noch mehr ins Apple-Ökosystem, was ich eigentlich gar nicht will, weil ich geschlossene Systeme nicht mag, aber manchmal muss man die Kröte schlucken, wenn man wie ich ständig Dinge sucht. Zumindest kann ich ja unter Linux einfach im Browser Apple-Geräte piepen lassen, wenn ich mich da bei Apple eingeloggt habe, aber der ganze Ultra-Breitband-Nahfeld-Suchkram, das klappt nur mit iPhones oder Apple Watches. Und genau das brauche ich halt, weil ich meine Mitmenschen privat und auch beruflich vermutlich wahnsinnig machen würde, wenn ich bedenke, wie oft ich so am Tag Dinge suche, also die ich dann die ganze Zeit piepen lassen müsste. Ja, und bei Android funktioniert diese UWB-Nahsuche eben noch nicht so gut. Also noch, ne? Ich hoffe, dass sich das irgendwann ändert. Oder, dass die Teile irgendwann plattformübergreifend funktionieren. Das wäre natürlich noch toller.

Ja, wie seht ihr das? Gerne in die Kommentare schreiben. Wir lesen alles. Gerne c’t-3003-Podcast hören und den Hype-Newsletter abonnieren. Tschüss.

c’t 3003 ist der YouTube-Channel von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


(jkj)



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Bit-Rauschen: KI entwickelt KI-Chips | heise online


KI-Chips mit KI entwickeln: Dieses Ziel haben mehrere Firmen im Visier, nähern sich diesem jedoch auf unterschiedlichen Pfaden. Kürzlich erregte der KI-Beschleuniger HC1 der kanadischen Firma Taalas einige Aufmerksamkeit – nur teilweise aufgrund seiner technischen Eigenschaften, sondern vor allem, weil Taalas mit Tenstorrent verbandelt ist. Und der Tenstorrent-CEO Jim Keller genießt großes Ansehen als CPU-Koryphäe, der KI-Investoren noch weitere Großtaten zutrauen.

In dieser Ausgabe der Kolumne Bit-Rauschen blicken wir außerdem auf die Sorgen der deutschen und europäischen Embedded-Systems-Entwickler. Das sind Hersteller von Industriecomputern und Steuerungen für Autos, Roboter, Medizintechnik, Produktionsanlagen oder auch Rüstungstechnik. Darunter sind viele kleinere bis mittelgroße Firmen, die besonders unter der Knappheit von DRAM- und Flash-Chips zu leiden haben. Zusätzlich erzwingen neue EU-Vorgaben Änderungen an Produkten, was indirekt wiederum die Ersatzteilversorgung mancher alten Systeme gefährdet.


Aufmacher: Prozessor-Kolumne Bit-Rauschen

Aufmacher: Prozessor-Kolumne Bit-Rauschen

Die Idee, KI-Chips mithilfe von KI zu entwickeln, liegt auf der Hand. Die Fachzeitschrift Nature hatte schon 2021 ein Paper dazu veröffentlicht, das unter anderem von der damals bei Google beschäftigten Forscherin Azalia Mirhoseini stammte.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bit-Rauschen: KI entwickelt KI-Chips“.
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Skoda Peaq vorgestellt: Wenn Größe zählt


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This article is also available in
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Skoda rundet in diesem Jahr sein E-SUV-Angebot nach unten und nach oben ab. Wohin es dabei geht, ist schon seit einiger Zeit zumindest grob absehbar. Der kleinere Epiq kommt im Herbst in den Handel. Über den Peaq, der sogar den Kodiaq hinsichtlich der Abmessungen übertreffen soll, wurde nun etwas mehr verraten. Er deutet dabei auch an, wie sich größere Skoda-Modelle optisch verändern werden.

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Der Skoda Peaq wird ein für europäische Verhältnisse sehr großes Auto, wenngleich nicht ganz so riesig, wie es die Studie 7S vor vier Jahren andeutete. Mit einer Länge von 4,87 m übertrifft er den Enyaq und auch den Kodiaq. Der Radstand ist mit 2,97 m fast exakt 20 cm länger als in Elroq und Enyaq. Das Platzangebot in der zweiten Reihe dürfte geradezu verschwenderisch sein. Der Fünfsitzer soll einen Kofferraum von 1010 Litern bieten. Skoda hat ermittelt, dass sich einige Kunden trotzdem noch ein zusätzliches Ablagefach unter der vorderen Haube wünschen. Das gibt es, anders als in Enyaq und Elroq (Test), im Peaq ab Werk. Mit 37 Litern ist es allerdings nicht allzu üppig. Auf Wunsch gibt es auch eine dritte Sitzreihe. Hinter dieser bleiben immerhin noch 299 Liter Gepäckraum übrig.


Skoda Peaq

Skoda Peaq

Der Peaq wird der fast der längste Skoda: Mit 4,87 m erreicht er fast das Format des Skoda Superb Combi (Test).

(Bild: Skoda)

Skoda veröffentlicht noch keine Bilder des Innenraums. Es soll fünf unterschiedliche Stile geben. In anderen Modellen ist die auch hier angebotene Sportline mit reichlich verteilten Mikrofaser-Bezügen ziemlich beliebt. Wer mag, kann Sitze ordern, die mit dem Siegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) versehen sind. Dann ist auch eine Massage enthalten, die hoffentlich mehr kann als die im Enyaq. Dort wird im Prinzip nur ein Kissen im Rücken aufgepumpt und wieder abgelassen – kein Vergleich zu den AGR-Sesseln, die beispielsweise Opel einbaut.

Das Vorserienmodell hat noch versenkbare Türgriffe, die bei Bedarf ausfahren. Das gab es bei Skoda bislang noch nicht und könnte auch eine recht kurze Karriere vor sich haben. Denn auf dem wichtigen chinesischen Markt wird diesem funktional fragwürdigen Design-Element gerade vom Gesetzgeber her ein Riegel vorgeschoben. Fest steht schon jetzt: Wie im Enyaq Coupé muss der Fahrer des Peaq auch Abschied von einem zu öffnenden Glasdach nehmen. Skoda rühmt sich zwar, dass es das größte Glasdach der Firmengeschichte sei und sich auf Knopfdruck elektrochrom milchig stellen lasse, doch eine Öffnung ist nicht mehr vorgesehen.

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Das optionale Soundsystem im Peaq kommt von Sonos. Zumindest in diesem Segment beendet Skoda die seit vielen Jahren bestehende Zusammenarbeit mit Canton. Erstmals wird das zentrale Display in der Mitte vertikal angeordnet. Deutlich größer als in den bisherigen Elektroautos von Skoda wird das Kombiinstrument, das nun 10 Zoll misst. Das Betriebssystem wird Android-basiert sein und weitgehend dem entsprechen, was in anderen Konzernmodellen wie dem VW ID.3 Neo auch gerade ausgerollt wird. Der große Sprung in der Systemarchitektur, also die zusammen mit Rivian entwickelte Elektronik, wird erst in einem späteren Modell debütieren.


Skoda Peaq

Skoda Peaq

Ein Design-Element wird sich bei Skoda künftig wohl öfter finden: Die Rückleuchten in Form eines gekippten „L“.

(Bild: Skoda)

Zum Start sind drei Motorisierungen geplant. Das Basismodell „Peaq 60“ hat schon 150 kW, beschleunigt den Riesen in 8,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und weiter bis maximal auf 160 km/h. Skoda greift beim Speicher nicht auf die neue LFP-Batterie der kleineren Modelle, sondern bleibt bei der Zellchemie aus Nickel, Mangan und Kobalt (NMC). Der Brutto-Energiegehalt liegt bei 63 kWh. Die Reichweite im WLTP gibt Skoda mit rund 460 km an. In 27 Minuten soll sich die Batterie von 10 auf 80 Prozent aufladen lassen. Bezogen auf den Brutto-Energiegehalt würde das eine durchschnittliche Ladeleistung von 98 kW bedeuten. Die maximale DC-Ladeleistung soll bei rund 160 kW liegen.

Das Basismodell setzt wie die nächste Stufe in der Hierarchie auf Heckantrieb. Im Topmodell kommt ein Asynchronmotor an der Vorderachse hinzu, der die Systemleistung allerdings nur von 210 auf 220 kW anhebt. Fest eingeplant ist ein RS-Modell mit erheblich mehr Leistung, das Skoda dann wohl im kommenden Jahr nachreichen wird. Die Fahrleistungen der absehbaren Spitzenmodelle liegen erwartungsgemäß nah beieinander. Beide sind auf 180 km/h beschränkt, die Werte im Standardsprint sind mit 7,1 (Heckantrieb) bzw. 6,7 Sekunden im Allradler kaum nennenswert unterschiedlich.


Skoda Peaq Antriebsdaten

Skoda Peaq Antriebsdaten

Diese technischen Daten gibt Skoda derzeit offiziell an. Dass die Marke dabei an einigen Stellen im Ungefähren bleibt, liegt einfach daran, dass eine abschließende Homologation noch aussteht.

(Bild: Skoda)

Interessant ist, dass die ersten Aussagen bei der Reichweite ebenfalls identisch sind. Die abschließende Homologation steht noch aus, doch für beide Modelle nennt Skoda eine Reichweite von etwa 600 km – bei identischer Speicherbestückung. 91 kWh brutto sind es, von denen sich die 70 Prozent zwischen einem Ladestand von 10 und 80 Prozent in 28 Minuten nachladen lassen. Das entspräche in diesem Bereich einer durchschnittlichen Ladeleistung von 136,5 kW. In der Spitze soll die große Batterie mit bis zu 195 kW geladen werden können. Das ist nah an dem, was an der gängigen, aktuellen Ladeinfrastruktur, die 500 Ampere liefern kann, auf einer 400-Volt-Plattform möglich ist: 500 Ampere mal 400 Volt sind 200.000 Watt, also 200 kW.

Der Peaq soll im Herbst seine Händler-Premiere haben. Es gibt noch keine Hinweise auf die Preise, allenfalls ein paar Indizien. Ein Skoda Enyaq kostete mit der kleinen Batterie, die einen ähnlichen Energiegehalt hat wie die Basisversion des Peaq, rund 44.000 Euro. Dort wird gerade umgestellt auf die LFP-Batterie. Zusammen mit der neuen Hardware im Infotainmentbereich dürfte der Preis leicht steigen. Für den erheblich größeren Skoda Peaq rechnen wir mit einem Aufschlag von etwa 5000 Euro. Wer für das Basismodell also mit circa 50.000, für den Hecktriebler mit etwa 54.000 und den Allradler mit 57.000 Euro rechnet, dürfte der Wahrheit schon recht nahekommen.

Mehr zur Marke Skoda


(mfz)



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Energiewende: Großspeicher zwischen Ausbau, Engpässen und neuen Regeln


Fallende Preise für Energiespeicher und bislang günstige politische Bedingungen haben einen Großspeicher-Boom ausgelöst. Batteriegroßspeicher können die Energiewende unterstützen und das Netz stabilisieren. Sie können das Netz aber auch zusätzlich belasten. Politik und Netzbetreiber wollen sie deshalb stärker regulieren, allerdings in einem Ausmaß, das Investoren, Planer und Betreiber der Anlagen verunsichert.

Die aktuelle Situation trifft aber auch die Verbraucher, denn nur wenn Großspeicher netzdienlich arbeiten, lässt sich die Energiewende mit einem stabilen Netz und moderaten Stromrechnungen vereinbaren. Die Großspeicherbranche steht also vor einem Umbruch.

Während derzeit Containerspeicher in wenigen Monaten aufgestellt sind, warten Betreiber oft Jahre auf den Netzanschluss. Der Genehmigungsstau ist lang: Im November 2025 summierten sich die Anschlussanfragen für Großspeicher ab einem Megawatt Leistung laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft auf über 720 Gigawatt; zusätzlich waren 78 Gigawatt bereits genehmigt, aber noch nicht gebaut. Die tägliche Spitzenlast – also die höchste benötigte Leistung – in Deutschland liegt dagegen nur zwischen 45 und 80 Gigawatt.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Energiewende: Großspeicher zwischen Ausbau, Engpässen und neuen Regeln“.
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