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Allrad plus Autogas für Dacia Duster und Bigster: Hybrid-G 150 4×4
Dacia bietet neben der aktuellen 4×4-Variante „Mild Hybrid 130 4×4“ eine weitere Allradantriebsoption für seine Modelle Duster und Bigster. Im Hybrid-G 150 4×4 kombiniert der Hersteller in bewährter Weise einen Mildhybridantrieb mit 48-Volt-Startergenerator, Akku und einem bedarfsgeregelten Elektromotor an der Hinterachse, inklusive bivalenter LPG-Option.
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Duster und Bigster bieten von ihrer Grundkonstruktion gute Anlagen für eine überlegene Durchsetzungsfähigkeit. Ihre Fahrwerke bieten schon in der 2×4-Konfiguration eine deutlich höhere Bodenfreiheit und eine weiche Federung, Voraussetzung für eine hohe Fahrwerksbeweglichkeit. Mit dem Hybrid-G 150 4×4 verspricht der Hersteller dank zweier 50-Liter-Tanks, einem für Benzin und einem für LPG, eine kombinierte Reichweite von bis zu 1500 Kilometern im WLTP ohne Nachtanken.
Günstig und flexibel
Frontantrieb mit Verbrennungsmotor und elektrifizierter Hinterachse ist eine 4×4-Lösung, wie wir sie künftig im Allrad- und Offroad-Bereich häufiger sehen werden, solange nicht ein ständig mitlaufender Hinterachsantrieb für fahrdynamische Aufgaben benötigt wird. Seine Vorteile sind seine Einfachheit, weil eine schwere und potenziell anfällige mechanische Kraftübertragung von vorn nach hinten wegfällt, sowie eine exzellente Regelbarkeit der zweiten Achse. Letzteres ist möglich, weil statt einer starren Verbindung, die nur mit hohem Aufwand in engen Grenzen auf Drehzahlunterschiede oder verschiedene Drehmomentanforderungen reagieren kann, allein der Elektromotor geregelt werden muss. Damit bestehen höhere Freiheitsgrade sowohl bei der Drehzahl als auch beim Drehmoment. Das ermöglicht unter anderem auch eine Anzahl wählbarer Fahrmodi:
- Auto: automatischer Wechsel zwischen den Modi 4×2 und 4×4
- Eco: auf maximale Effizienz ausgelegt, wechselt bei geringer Traktion in den 4×4-Modus
- Snow: sichereres Fahren im 4×4-Modus auf rutschiger Fahrbahn
- Mud / Sand im 4×4-Modus: bestmögliche Traktion für Fahrten auf losem Untergrund
- Lock: bestmögliche Traktion trotz wechselnder ungünstiger Radlastverteilung durch besonders unebenen Untergrund
- Hill Descent Control: Automatische Steuerung von Lenkung und Geschwindigkeit beim Bergabfahren mit 3 bis 30 km/h
Dacia kombiniert die Anordnungen „P0“ und „P3“, wie Ingenieure die Hybridkonzepte je nach Lage der Elektromaschinen nennen: Vorn arbeitet in Duster oder Bigster 4WD ein 103 kW leistender Mildhybridantrieb aus einem 1,2-Liter-Ottomotor und 48-Volt-Startergenerator. Hinten setzt Dacia einen Elektromotor mit 23 kW ein. Zusammen liefert der Antrieb eine maximale Leistung von 113 kW und eine Kraft von 230 Nm aus dem Verbrennungsmotor und bis zu 87 Nm aus dem Elektromotor. Als Zwischenablage für die erzeugte oder rekuperierte elektrische Energie dient ein 48-V-Lithium-Ionen-Akku mit 0,84 kWh Kapazität.

Dacia Bigster
(Bild: Dacia)
Der Verbrennungsmotor arbeitet mit einem 6-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe, der Elektromotor mit einer Antriebskupplung und einem Zweiganggetriebe. Letzteres kann bei niedrigen Geschwindigkeiten im ersten Gang ein hohes Anfahrdrehmoment auf die Räder bringen. Bei hoher Geschwindigkeit (bis 140 km/h) verhindert der zweite Gang zu hohe Drehzahlen am Elektromotor.
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Wird kein hinterer Antrieb benötigt, wird der Hinterachsantrieb entkoppelt, um mit niedrigeren Reibungsverlusten den Kraftstoffverbrauch zu senken. Dacia gibt für den Duster Hybrid-G 150 4×4 einen kombinierten Gesamt-Benzinverbrauch von 7,3 l/100 km, für den Bigster Hybrid-G 150 4×4 7,2 l/100 km an. Laut Hersteller lädt die Batterie beim Verzögern so effizient, dass Duster und Bigster Hybrid-G 150 4×4 im Stadtverkehr bis zu 60 Prozent der Fahrzeit im rein elektrischen Modus fahren können. Dank der niedrigen LPG-Preise sollen die Betriebskosten im Vergleich zur aktuellen 4×4-Variante, dem Mild Hybrid 130 4×4, um bis zu 30 Prozent und die CO₂-Emissionen um 20 g pro Kilometer verringert werden.
Der Duster kostet als Hybrid-G 150 4×4 mindestens 27.490, der Bigster ist ab 30.690 Euro erhältlich, beide sind bereits bestellbar.
Mehr über die Marke
(fpi)
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Artemis II: NASA-Livestream zur historischen Mondumrundung ab 19 Uhr
Die vier Astronauten der Artemis-II-Mission erreichen am heutigen Sonntag den Höhepunkt ihres Flugs: Am Abend (deutscher Zeit) wird die Mondumrundung beginnen – es ist das erste Mal seit Apollo 17 im Jahr 1972, dass Menschen dem Erdtrabanten so nah kommen.
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Zahlreiche Livestreams
Wie die NASA auf ihrer Website mitteilt, beginnt der offizielle Livestream zur Mondumrundung bereits um 19 Uhr deutscher Zeit. Die Übertragung läuft kostenlos über den NASA-YouTube-Kanal, die hauseigene Plattform NASA+ sowie über Drittanbieter wie Netflix, Amazon Prime und Roku. US-Zuschauer können auch den Disney-Streamingdienst Hulu nutzen.
Zudem werden Livestreams auf den Plattformen Facebook, Twitch und X angeboten. Die NASA zeigt bei der Übertragung Live-Bilder aus der Orion-Kapsel, Visualisierungen der Flugbahn und Einblicke aus dem Mission Control Center, der Leitstelle für die Mission auf der Erde.
Bisher sieht der Zeitplan es vor, dass die Besatzung um 19:56 Uhr einen ersten Weltrekord bricht: Sie wird sich dann in der weitesten Entfernung befinden, in der ein Mensch jemals zur Erde war.
Der vorläufige Zeitplan
Orion trat am frühen Morgen deutscher Zeit in die gravitatorische Einflusssphäre des Mondes ein. Um 20:10 Uhr soll die Crew auch den bisherigen Entfernungsrekord von Apollo 13 brechen: Statt 400.171 Kilometer soll Orion mit etwa 406.772 km ihre größte Distanz zur Erde erreichen. Um 20:45 Uhr soll die Mondobservation beginnen. Später um 00.44 Uhr wird der Funkkontakt mit Artemis II erwartungsgemäß für rund 40 Minuten abreißen, wenn sich die Kapsel hinter dem Mond befindet. Die Mondumrundung selbst dauert rund 7 Stunden. Der von der NASA bekanntgegebene Zeitplan ist nur vorläufig und kann im Laufe des Fluges abweichen.
An Bord befinden sich NASA-Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover, Missionsspezialistin Christina Koch sowie Jeremy Hansen von der kanadischen Raumfahrtagentur CSA. Die Crew war am 2. April um 00:35 Uhr deutscher Zeit vom Kennedy Space Center in Florida mit der SLS-Rakete (Space Launch System) gestartet. Die gesamte Mission dauert rund zehn Tage; Orion fliegt auf einer sogenannten Figure-8-Bahn um den Mond und wieder zurück zur Erde.
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Testflug für künftige Mondlandungen
Artemis II ist als Testflug konzipiert, eine Mondlandung ist nicht vorgesehen. Die Mission soll die Systeme von SLS und Orion unter realen Bedingungen mit Besatzung validieren. Die Ergebnisse fließen direkt in die Planung von Artemis III ein, bei der erstmals seit über 50 Jahren wieder Menschen auf dem Mond landen sollen. Langfristiges Ziel des Artemis-Programms ist eine nachhaltige Präsenz auf dem Mond als Vorbereitung für bemannte Mars-Missionen.
Unser Liveticker zur Artemis-Mission:
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Edifier ES20 im Test: Mini-Bluetooth-Lautsprecher für 30 € besser als JBL Go 4
Edifier schickt mit dem ES20 einen Mini-Bluetooth-Lautsprecher ins Rennen, der im selben Preissegment wie der JBL Go 4 spielt – aber besser klingt und länger läuft.
Mini-Bluetooth-Lautsprecher liegen im Trend: Klein, leicht und günstig sollen sie großen Klang zum kleinen Preis liefern. Platzhirsche wie JBL haben sich mit dem Go 4 in Stellung gebracht, der mit rund 40 Euro zu den Tipps für Sparfüchse zählt. Mit dem ES20 hat die chinesische Konkurrenz einen Brüllwürfel am Start, der für dieselbe Summe (aktuell bei Joybuy gar nur 30 Euro) um die Gunst der Hörerschaft buhlt. Ob sich der Kauf lohnt oder Musikfans lieber zur Konkurrenz greifen sollten, finden wir in unserem Test heraus.
Design und Verarbeitung des Edifier ES20
Mit dem ES20 setzt Edifier auf ein elegantes, schlichtes Retro-Design, das an den mehr als doppelt so teuren Marshall Willen II erinnert. Der Mini-Lautsprecher ähnelt optisch einem klassischen Speaker aus den frühen HiFi-Jahren. In der oberen rechten Ecke der Vorderseite prangt eine dezente Metallplakette mit dem Edifier-Logo. Mit Maßen von 90,4 × 93,7 × 49,7 mm ist der ES20 ähnlich groß wie der JBL Go 4, wiegt mit 326 g aber 136 g mehr als das Konkurrenzmodell.
Das Gehäuse besteht aus Kunststoff mit Lederoptik, die Front hat Edifier mit einem massiven Metallgitter versehen. Insgesamt macht der Lautsprecher einen wertigen und robusten Eindruck – anders als die beiliegende Trageschlaufe, die ruhig etwas weniger filigran hätte ausfallen dürfen. Etwas unschön: Auf der Rückseite prangt ein Schild mit Modellnummer und CE-Kennzeichnung.
Eine große Farbauswahl bietet der ES20 nicht: Edifier verkauft den Speaker lediglich in Schwarz und Weiß. Andere Varianten könnten wir uns beim klassischen Design aber ehrlich gesagt auch nicht vorstellen.
Wie der JBL Go 4 ist auch der ES20 nach IP67 zertifiziert. Der Lautsprecher übersteht also das Eintauchen in einem Meter Wassertiefe für bis zu 30 Minuten, ohne Schaden zu nehmen. Staubdicht ist das Gehäuse ebenfalls.
Wie gut klingt der Edifier ES20?
Beim direkten Leistungsvergleich hat der ES20 gegenüber dem JBL Go 4 die Nase vorn: Statt 4,2 Watt schafft er 6 Watt, auch wenn er damit noch deutlich hinter dem Teufel Boomster Go und dem Marshall Willen II zurückliegt – die dafür aber auch spürbar teurer sind. Beim Frequenzbereich zieht der ES20 allerdings den Kürzeren: 93 Hz bis 19 kHz sind ein etwas enttäuschender Wert, zumal der JBL Go 4 90 Hz bis 20 kHz bietet.
Doch die besten Werte auf dem Papier nützen nichts, wenn der tatsächliche Klang enttäuscht. Wie sieht es also in der Praxis aus? Aufgrund der gleichen Preisklasse und ähnlichen Spezifikationen haben wir den ES20 im direkten Soundduell gegen den JBL Go 4 antreten lassen. Das Ergebnis ist eindeutig.
In unserem Test des JBL Go 4 hatten wir kritisiert, dass bei Phil Collins‘ In The Air Tonight der Sound matschig und dumpf klang, mit kratzigen und verzerrten Höhen. Der ES20 macht erstaunlicherweise einen besseren Job: Die Höhen sind klarer, der Bass wirkt weniger verwaschen. Auch bei hoher Lautstärke geht der Klang noch in Ordnung, auch wenn man in dieser Preisklasse keine Höhenflüge erwarten darf. Lediglich bei den Beats ab Minute 3:30 kommt der Edifier an seine Grenzen und liefert ein schrilles, unangenehmes Klangbild.
Bachs Cello-Suite Nr. 1 in G-Dur macht den Unterschied noch deutlicher, denn auch hier ist der ES20 der JBL-Konkurrenz überlegen. Klingt das Cello beim Go 4 erneut verwaschen und dumpf, wirkt der Sound beim ES20 klarer und sauberer.
Dasselbe Bild ergibt sich bei gesprochenen Inhalten: Der JBL Go 4 wirkt ein wenig, als hätte man ihn mit einem Kissen gedämpft, während Podcasts und Hörbücher beim ES20 klarer, auf hoher Lautstärke aber fast schon zu schrill klingen. Insgesamt würden wir den ES20 klar bevorzugen, wenn es rein um den Klang geht.
Was die Codecs anbelangt, gibt es zwischen beiden Speakern keinen Unterschied: Beide unterstützen lediglich den Standard-Codec SBC. Einen AUX-Eingang bietet der ES20 nicht, dafür aber ein eingebautes MEMS-Mikrofon mit Noise-Cancelling. Dadurch eignet sich der Edifier ES20 auch als Freisprecheinrichtung fürs Smartphone.
Bedienung und App des Edifier ES20
Anders als JBL setzt Edifier beim Bedienpanel auf betont schlichtes Design. Vier schmale Tasten an der Oberseite des Gehäuses dienen zum Einschalten sowie zur Steuerung von Wiedergabe und Lautstärke. Eine separate Taste steuert die Beleuchtungsleiste auf der Rückseite, die mit variablen Farben und fünf Effekten für Atmosphäre sorgen soll.
Leider fehlt dem Bedienpanel eine eigene Beleuchtung. Weil die Tasten zudem kaum hervorgehoben sind, lassen sie sich nur schwer ertasten – die Bedienung im Dunkeln wird dadurch erschwert. Immerhin informieren fünf kleine LEDs über den Ladestand des Akkus, ein nützliches Feature.
Der ES20 ist mit der Edifier ConneX App kompatibel (Google Play Store und App Store). Nach dem Download sucht die App direkt nach Geräten in der Nähe und koppelt den ES20 innerhalb weniger Sekunden. Wer möchte, kann außerdem gleich das aktuelle Firmware-Update aufspielen.
Die App bietet alle Steuerungsmöglichkeiten des Bedienpanels und erweitert sie um vier Soundmodi: Musik, Games, Film und Outdoor. Damit lässt sich der Klang an die jeweilige Situation anpassen.
Auch die Lichteffekte lassen sich über die App steuern, wobei sich die Farben sehr präzise einstellen lassen. Praktisch: Eine automatische Abschaltfunktion bietet sechs Zeitintervalle zwischen 10 Minuten und 1,5 Stunden.
Der Akku des Edifier ES20
Der ES20 bringt über 100 g mehr auf die Waage als der JBL Go 4 – ein Blick auf die Akkulaufzeit verrät, warum. Während der JBL-Speaker nur sieben Stunden im Standard-Modus durchhält, schafft der ES20 satte 15 Stunden bei 50 Prozent Lautstärke. Deaktiviert man die LED-Beleuchtung, reicht der Akku bei 80 Prozent Lautstärke noch für knapp 10 Stunden. Die Ladedauer über das beiliegende USB-C-Kabel liegt bei etwa zwei Stunden.
Die Ladestandsanzeige in Form von fünf LEDs an der Oberseite ist zusammen mit der hohen Akkulaufzeit ein echter Pluspunkt, der in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist.
Was kostet der Edifier ES20?
Der Edifier ES20 kostet laut UVP genauso viel wie der JBL Go 4: knapp 40 Euro. Aktuell ist die schwarze Variante sogar für 30 Euro (Joybuy) erhältlich.
Fazit
Wenn wir uns zwischen dem JBL Go 4 und dem Edifier ES20 entscheiden müssten – beide sind zum vergleichabren Preis am Markt –, fällt das Urteil klar aus: Der ES20 bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Klangqualität ist höher, der Akku leistungsfähiger, und eine Freisprechfunktion bringt nur der ES20 mit.
Etwas schade: Die Edifier ConneX App bietet keinen richtigen Equalizer, sondern lediglich vorgefertigte Soundprofile. Auch die Trageschlaufe wirkt nicht hochwertig und das Bedienpanel hätte eine eigene Beleuchtung oder zumindest eine deutlich abgehobene Haptik gebrauchen können.
Als Alternativen bieten sich der noch günstigere JLab Pop Party an, bei dem Nutzer allerdings auf eine IP67-Zertifizierung verzichten müssen. Wer mehr Budget hat, sollte sich den Teufel Boomster Go oder den Marshall Willen II anschauen, die vor allem klanglich überzeugen.
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Blaulicht-Digitalfunk: Bundesregierung hält trotz Kritik an Tetra-Kurs fest
Die Kommunikation der deutschen Sicherheitsbehörden bleibt ein politisches Spannungsfeld zwischen technischem Anspruch und der Realität im Einsatz. So verteidigt die Bundesregierung in ihrer jetzt veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion den aktuellen Status des Digitalfunks für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Rufen nach einer Rückkehr zu analogen Redundanzsystemen erteilt sie eine klare Absage.
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Trotz wiederkehrender Berichte über Funklöcher und einen Netzausfall im Mai 2025 zeichnet das federführende Bundesinnenministerium (BMI) in der Auskunft das Bild eines hochverfügbaren und stabilen Systems, das derzeit fit für die Zukunft gemacht werde. Mit über 5000 Basisstationen gilt der hiesige Blaulichtfunk als das weltweit größte Funknetz, das auf dem internationalen Tetra-Standard basiert.
Forscher haben wiederholt Sicherheitslücken bei Tetra ausgemacht. Selbst eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselungslösung ermöglicht demnach Lauschangriffe. Die Bundesregierung betont trotzdem die Leistungsfähigkeit dieser Infrastruktur, die rechnerisch 99,2 Prozent der Fläche Deutschlands abdeckt. Stolz verweist das BMI auf die zeitliche Verfügbarkeit von durchschnittlich 99,97 Prozent. In der Praxis bedeutet dies eine statistische Ausfallzeit von etwa einer Minute pro Tag. Diese Zahlen stehen im Kontrast zu den Erfahrungen vieler Einsatzkräfte vor Ort. Kritiker bemängeln, die digitale Kommunikation stoße in Tunneln, tiefen Kellergeschossen oder stark abgeschirmten Gebäuden an ihre Grenzen.
Redundanz ohne Analog-Rückkehr
Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Frage nach der Ausfallsicherheit. Die Fragesteller verwiesen explizit auf den großflächigen Blackout des Digitalfunks im Mai, bei dem Polizei und Rettungsdienste über neunzig Minuten lang auf Mobiltelefone oder verbliebene Analogfunkgeräte ausweichen mussten.
Die Exekutive sieht aber trotzdem keinen Bedarf für eine systematische Reintegration analoger Technik, etwa im vormals genutzten 2-Meter-Band. Sie baut stattdessen auf die inhärenten Sicherheitsmechanismen des Tetra-Standards. Dazu gehören der Direktmodus für die Kommunikation von Gerät zu Gerät ohne Basisstation sowie satellitengestützte Anbindungen für mobile Einheiten. Auch externe Lösungen wie Notfunknetze durch Funkamateure spielen in den offiziellen Krisenplänen des Bundes weiterhin keine Rolle, da die vorhandenen Rückfallebenen als ausreichend erachtet werden.
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Um den wachsenden Anforderungen an den Datenaustausch gerecht zu werden, arbeitet die Bundesanstalt für Digitalfunk (BDBOS) dem Bescheid zufolge am „Digitalfunk der nächsten Generation“. Ziel ist die Etablierung einer breitbandigen Lösung, die neben der bewährten Sprachkommunikation auch hochauflösende Videoübertragungen und komplexe Datenanwendungen in Echtzeit ermöglicht. Die Deutsche Telekom hat sich dafür schon in Stellung gebracht.
Der Weg zum Breitband-Standard
Ein konkretes Abschaltdatum für das aktuelle Tetra-Netz gibt es nicht. Die bewährte Technik soll so lange parallel weiterbetrieben werden, bis das neue Breitbandnetz die einsatzkritischen Anforderungen vollständig übernehmen kann. Bis dahin soll das Bestandsnetz laut der Antwort kontinuierlich gehärtet und auf eine moderne IP-basierte Architektur umgestellt werden, um die Resilienz gegenüber Cyberangriffen und technischen Störungen weiter zu erhöhen.
Die Regierung betont dabei den steten Austausch mit den Ländern und Fachverbänden, um die Modernisierung praxisnah zu gestalten. Erst vor Kurzem erläuterte die Exekutive, der Digitalfunk werde kontinuierlich modernisiert. Ein Pfeiler dabei sei der physische Schutz der Anlagen. Die Regierung plant für die Jahre 2026 bis 2028 demnach etwa verstärkte Investitionen in physische Barrieren und moderne Überwachungstechnik.
Dabei steht etwa der Ausbau von Technikgebäuden des Bundes an, um die sensiblen Knotenpunkte des Netzes besser vor unbefugtem Zugriff oder Sabotage zu schützen. Zudem sollen die Basisstationen gehärtet werden, was eine Verfügbarkeit von bis zu 72 Stunden ohne externe Stromzufuhr gewährleisten könnte. Die finanziellen Mittel in den aktuellen Haushalten von Bund und Ländern hält das BMI für ausreichend. Die Verfügbarkeit und Sicherheit der Systeme genössen bei allen Planungsschritten oberste Priorität.
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