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Online Marketing & SEO

B2B-Websites 2026: Brauchen Unternehmen noch Websites?


Spätestens seit KI-Antworten, AI Overviews und Plattform-Content immer häufiger vor dem Klick sichtbar werden, stellt sich auch im B2B eine Budgetfrage: Braucht es die eigene Website noch?

Hände eines Menschen auf der Tastatur eines Laptops mit Schriftzug B2B im Vordergrund des Bildes.B2B-Websites 2026: Brauchen Unternehmen noch Websites?

Ist eine Website im Jahr 2026 noch die Plattform der Wahl für ein B2B-Unternehmen?

Warum brauchen B2B-Unternehmen 2026 noch eine Website?

Eine Untersuchung von B2B-Marketingstrategien aus dem Jahr 2025 bestätigt: Neben dem persönlichen Austausch ist die digitale Präsenz nach wie vor die stabilste Säule im B2B-Marketing.

Denn die Website erfüllt im B2B mehrere Aufgaben gleichzeitig, die andere Kanäle nur teilweise abdecken:

  • Eigene Botschaften senden: Design, Sprache, Struktur – auf Deiner Website bestimmst Du selbst, wie sich Dein Unternehmen präsentiert.
  • Plattform zum Bündeln: Produktseiten, Anwendungsfälle, Dokumentationen, Preislogiken, Case Studies und Download-Ressourcen: Genau diese Seiten werden in Suche, Ads, Vertrieb und zunehmend auch in KI-basierten Antwortsystemen referenziert.
  • Leads gewinnen: Die Website unterstützt Conversion-Ziele, wie Demo-Requests, Newsletter-Anmeldungen oder Angebotsanfragen.

Im Jahr 2026 ist die B2B-Website mehr als eine digitale Visitenkarte oder eine Verlängerung des Messeauftritts: Hier finden Interessierte technische Details, Nachweise, Ansprechpartner und nächste Schritte an einem Ort.

Grafik als Symbol für B2B-Websites als Infohub. Alle Infos und Formate werden auf einer Website gebündelt.Grafik als Symbol für B2B-Websites als Infohub. Alle Infos und Formate werden auf einer Website gebündelt.

Auf Deiner Website fließen alle Informationen über Dein Unternehmen, Deine Produkte oder Dienstleistungen zusammen.

Websites bieten Beständigkeit in langen und komplexen Kaufprozessen

Eine Studie von 6sense zu B2BEinkäufen in Europa zeigt: Der durchschnittliche Kaufzyklus in Deutschland dauert 9,5 Monate. In so langen Prozessen ist es entscheidend, dass Informationen über Monate hinweg konsistent, auffindbar und intern teilbar bleiben.

An einem Kaufprozess im B2B-Bereich sind im Durchschnitt 10 Personen (Buying Center) involviert. Diese benötigen viele unterschiedliche Inhalte. Da die Personen aus so verschiedenen Bereichen wie der technischen Fachebene, dem Einkauf und dem Management kommen, haben sie nicht nur unterschiedliche Wissensstände, sondern stellen auch verschiedene Fragen:

  • Was kostet die Leistung?
  • Löst sie unsere Probleme?
  • Wie leicht kann ich sie im Unternehmen etablieren?

Das führt zu sehr unterschiedlichen Informationsbedürfnissen hinsichtlich Länge, Tiefe, Aufmachung und Formaten.

Dementsprechend spielen verschiedene Ressourcen im B2B eine Rolle, wie etwa Webinare, Kostenvergleiche und Events.

Diese Inhalte können über verschiedene Kanäle verteilt und beworben werden, wie beispielsweise Social-Media. Für dauerhaft auffindbare Fachinformationen bleibt die Website jedoch meist der geeignetere Ort.

Darstellung einer Customer Journey im B2B-Bereich mit verschiedenen Kontaktpunkten wie Email, Whitepaper, Website-Besuch. Darstellung einer Customer Journey im B2B-Bereich mit verschiedenen Kontaktpunkten wie Email, Whitepaper, Website-Besuch.

Die Customer Journey im B2B ist meist lang und umfasst zahlreiche Kontaktpunkte.

Der Großteil der B2B-Recherche passiert online – auf Websites

Laut der B2B-Studie „“ finden etwa 60 Prozent des Einkaufsprozesses online statt.

Welche Informationsquellen sind demnach am wichtigsten?

  • ¾ sagen: Anbieter-Websites (genauso viele: Online-Fachpublikationen)

Gerade in technischen Branchen spielen fundierte Inhalte weiterhin eine große Rolle.

Für B2B-Unternehmen bedeutet das: Die eigene Website bleibt ein zentraler Informationshub im Buying Process.

Das spiegelt sich auch in einigen LinkedIn-Diskussionen wider, die ich verfolge:

Screenshot von Kommentaren zu einem LinkedIn-Post zum Thema Brauchen B2B-Unternehmen überhaupt noch eine klassische Website?Screenshot von Kommentaren zu einem LinkedIn-Post zum Thema Brauchen B2B-Unternehmen überhaupt noch eine klassische Website?

Screenshot eines LinkedIn Posts (inkl. Kommentar) zum Thema „Ist eine Website im B2B-Bereich noch relevant?“.

Marketingstrategien im B2B folgen zu oft Trends

Ein häufiger Kritikpunkt am Marketing von B2B-Unternehmen ist: Ihre Maßnahmen orientieren sich an Marketingtrends statt an den Informationsbedürfnissen ihrer Zielgruppe.

Welche Inhaltsformate sind beispielsweise bei Ingenieur*innen im Buying Process die beliebtesten? Social Media Posts vielleicht? Weit gefehlt!

Es sind:

  1. Datasheets (79 %)
  2. Technische Fachartikel (61 %)
  3. danach CAD-Zeichnungen, Produktdemo-Videos und Testberichte.

Für technische Zielgruppen wie Ingenieur*innen zählen belastbare Informationen: Spezifikationen, Anwendungsdetails, Nachweise, Tests und konkrete Einsatzszenarien – keine Marketing-Buzzwords.

Technische Zielgruppen sind im B2B-Marketing sehr häufig vertreten. Sie bevorzugen faktenbasierte, detaillierte Inhalte statt Marketing Storytelling. Für B2B bedeutet das: Du musst das Suchverhalten Deiner Zielgruppe kennen, denn Vermutungen anzustellen oder Trends hinterherzujagen, vergeudet Zeit und Geld.

Screenshot eines LinkedIn-Post zum Einkaufs- und Informationsverhalten von Ingenieuren und technischen Einkäufern.Screenshot eines LinkedIn-Post zum Einkaufs- und Informationsverhalten von Ingenieuren und technischen Einkäufern.

Screenshot eines LinkedIn Posts zum Informationsverhalten von Ingenieur*innen: 60 % des Einkaufsprozesses findet online statt. (Quelle)

Social Media spielt eine Rolle – Aber anders als oft angenommen

Natürlich ist Social Media Engagement für Unternehmen wichtig – insbesondere, um junge Zielgruppen zu erreichen. Auch hier zeigt die Studie interessante Unterschiede.

Ingenieure nutzen zur Informationssuche im B2B-Buying-Prozess:

  • 1/3 (31 %): YouTube
  • Nur jeder Siebte (15 %): LinkedIn

Als besonders wertvoll werden folgende Plattformen bewertet:

  • YouTube (84 %)
  • LinkedIn (60 %)
  • Danach folgen: GitHub (45 %), Stack Overflow und Reddit.

Plattformen helfen also beim Entdecken von B2B-Unternehmen, etwa über Anwendungsvideos von Maschinen oder Software auf YouTube.

Wichtig: Social Media ersetzt Websites nicht. Plattformen wie YouTube sind zwar wichtig für Reichweite, Distribution und Inspiration, jedoch nicht als primäre Informationsquelle.

Plattformen helfen beim Entdecken von Inhalten. So können beispielsweise detaillierte Anwendungsvideos von Maschinen oder Software auf YouTube das Interesse der Zielgruppe auf das Unternehmen lenken. Am Ende landen Nutzer*innen häufig auf Websites.

Darstellung von B2B Marketingkanälen mit Bezug zur WebsiteDarstellung von B2B Marketingkanälen mit Bezug zur Website

Die B2B-Website als zentraler Ort, an dem Marketing- und Vertriebsaktivitäten zusammenlaufen

KI wird genutzt – Aber das Vertrauen ist gering

KI-Ergebnisse „klauen“ im B2B-Bereich Traffic, da sie Nutzerfragen beantworten und zu Zero Click Searches führen. Laut einer Umfrage von Salesforce berücksichtigen 85 Prozent der Marketer dies in ihrer SEO-Strategie.

Doch wie gehen B2B-Kunden mit KI im Kaufprozess um?

  • Die Engineers-Studie zeigt, dass nur etwa 10 Prozent der Befragten KI aktiv zur Recherche nutzen und den KI-Ergebnissen nur ein sehr geringes Vertrauen (4,4 von 10) entgegenbringen. In Europa ist das Vertrauen sogar noch niedriger als in den USA.
  • Laut der Studie „Role and Influence of the Technology Decision-Maker Survey“ von Foundry sagen 81 Prozent der IT-Leader, dass KI ihre IT-Kaufentscheidung beeinflusst. Dabei sind die Werte bei den Millennials und der Gen Z deutlich höher, als bei den Babyboomern.

Die Studien zeigen kein einheitliches Bild. In technischen Zielgruppen ist die aktive Nutzung von KI für Recherche bislang noch begrenzt und das Vertrauen eher verhalten. In anderen Kontexten, etwa bei IT-Entscheider*innen, wird KI bereits stärker als Einflussfaktor im Kaufprozess wahrgenommen. Entscheidend ist daher nicht, ob KI überall gleich relevant ist, sondern in welchen Zielgruppen und Phasen sie an Bedeutung gewinnt.

B2B-Unternehmen müssen sich dessen bewusstwerden und entsprechend handeln:

  • Viele KI-basierte Such- und Antwortsysteme greifen auf Webinhalte, indexierte Quellen und weitere strukturierte Informationen zurück.
  • Gut aufbereitete Inhalte erhöhen die Chance, in solchen Umfeldern sichtbar und referenzierbar zu werden.
  • Auf B2B-Websites sind strukturierte, verständliche und crawlbare Inhalte essenzielle Bestandteile einer GEO-Strategie (Generative Engine Optimization).

SEO muss heute die Website, KI-Oberflächen und die Distribution gemeinsam denken. Nach einer Community-Befragung des Bundesverbands Industrie Kommunikation e. V. sind fast 90 Prozent der Befragten überzeugt: „Generative Engine Optimization (GEO) wird in den nächsten zwei Jahren für die Content-Erstellung und Webseitenoptimierung unseres Unternehmens ein Must-have.“

Die Konsequenz für B2B-Marketing: KI ersetzt fundierte Inhalte nicht. Gerade technische Zielgruppen bleiben skeptisch gegenüber generierten Antworten.

Unser Geschäftsführer Julian hat seine zentralen Thesen zum Thema SEO und KI in einem Blogpost zusammengefasst: „SEO & KI 2026: Warum Suchmaschinenoptimierung wichtiger wird – nicht unwichtiger“.

Praxisbeispiel B2B-Website

Gerade in erklärungsbedürftigen Märkten – wie Naturgraphit für Flammschutz, Leitfähigkeit und Schmierstoffe – ist eine gut strukturierte Website unverzichtbar. Dabei werden verschiedene Wissensstände in der Zielgruppe berücksichtigt.

LinkedIn-Post zum Relaunch einer Unternehmenswebsite. LinkedIn-Post zum Relaunch einer Unternehmenswebsite.

Gerade in erklärungsbedürftigen B2B-Märkten bleibt die Website in vielen Fällen der zentrale Ort für vertiefende Information, Vertrauen und Conversion.

Eine Website hat im B2B-Bereich verschiedene Funktionen:

  • Websites sind ein zentraler Bestandteil der B2B Customer Journey, insbesondere für Vergleiche und vertiefende Recherchen.
  • Gleichzeitig bleibt die Website der Ort, an dem SEO, Expertise und Kontaktmöglichkeiten zusammengeführt werden.

Zwar gewinnen Social Media und Plattformen an Bedeutung für Reichweite und Distribution, doch gerade bei komplexen Produkten bleibt die Website der Ort, an dem Vertrauen aufgebaut und fundierte Informationen bereitgestellt werden.

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Implikationen für SEO: Websites bleiben wichtig – Aber ihre Rolle verändert sich

Websites sind ein zentraler Bestandteil der B2B Customer Journey, besonders bei technischen Entscheidungsprozessen.

Beispiel Pipedrive-Website

Alle Inhalte sind unter einem Dach vereint. Das Beispiel zeigt, wie eine Website unterschiedliche Suchintentionen bedient: Vergleiche mit der Konkurrenz (HubSpot), Preisübersichten reduzieren Reibung in der Vorauswahl, Fallstudien schaffen Vertrauen und branchenspezifische Landingpages erhöhen die Relevanz für konkrete Zielgruppen.

Bearbeiteter Screenshot des Menüs von Pipedrive.Bearbeiteter Screenshot des Menüs von Pipedrive.

Screenshot der Menüstruktur der Website von pipedrive: Auf dieser Website sind alle Inhalte übersichtlich vereint.

Die Formatvielfalt wird sichtbar: Blog, Videos, Webinare, eBooks und Dokumentationen:

Bearbeiteter Screenshot des Menüs von Pipedrive mit Blog und verschiedenen Formaten.Bearbeiteter Screenshot des Menüs von Pipedrive mit Blog und verschiedenen Formaten.

Auf ihrer Website bietet das Unternehmen pipedrive Inhalte in verschiedenen Formaten an

Owned Media wird wertvoller

Plattformreichweite ist immer an fremde Regeln gebunden – an Algorithmen, Formate, Sichtbarkeitslogiken und Werbekosten. Die eigene Website bietet im Vergleich dazu mehr Kontrolle über Inhalte, Conversion-Pfade, Datenpunkte und Prioritäten.

  • Inhalte: Technische Inhalte, komplexe Sachverhalte, verständliche Produktinformationen, Services und Tools. Websites bieten beispielsweise mit Rechnern und Konfiguratoren einen klaren Vorteil gegenüber Social-Media-Plattformen. Auch für SEO zahlt sich dieser Nutzer-Mehrwert aus.
  • First-Party-Daten und Conversion-Messung: Auf der eigenen Website lassen sich Interaktionen, Downloads, Formularpfade und Seitennutzung deutlich gezielter auswerten als auf vielen Drittplattformen.
  • Conversion-Pfade, UX und interne Verlinkung: Die Website ist nicht nur eine Content-Plattform, sondern bei komplexen B2B-Produkten auch die Brücke in die persönliche Beratung.

Eine gute Website kann die Seriosität eines Unternehmens stärken. Dies kann beispielsweise durch inhaltliche Tiefe, den Fokus auf eine starke Marke, ein professionelles Design und eine passende Domain erreicht werden. Schlechte, lieblose Websites werden in Zukunft vermutlich nicht nur Nutzer*innen verlieren, sondern auch an Sichtbarkeit einbüßen.

Die zentrale Frage lautet daher nicht, ob B2B-Unternehmen 2026 noch eine Website brauchen. Sondern ob ihre Website den Kaufprozess tatsächlich unterstützt.

Wenn Du noch tiefer in das Thema B2B-SEO-Strategie einsteigen willst, empfehle ich Dir den Blogpost meiner Kollegin Kim: „7 Tipps, für Deine B2B-SEO-Strategie“

 

Bildnachweis: Titelbild: Media Srock/stock.adobe.com; Bild 2: generiert mit ChatGPT/Seokratie; Bild 3: Seokratie; Bild 4: Screenshot LinkedIn, bearbeitet; Bild 5: Screenshot LinkedIn; Bild 6: generiert mit ChatGPT/Seokratie; Bild 7: Screenshot LinkedIn; Bild 8: Screenshot des Menüs von Pipedrive, bearbeitet; Bild 9: Screenshot des Menüs von Pipedrive, bearbeitet

Quellen:

  • (oder hier:



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Studie der Deutschen Post: Dialogmarketing treibt den Werbemarkt auf Rekordniveau


Für Online-Marketing wird das meiste Werbegeld ausgegeben

Der Aufschwung des deutschen Werbemarktes geht auf das Konto der Dialogmedien: Diese steigern ihren Anteil am Werbekuchen, während TV- und Anzeigenwerbung weiter verlieren. Der Dialogmarketing-Monitor der Deutschen Post zeigt zudem auch, wie KI zunehmend Einzug in die Werbepraxis hält.

Der deutsche Werbemarkt ist 2025 erneut gewachsen, getragen von digitalen Kanälen. Einer aktuellen Studie der Deutschen Post zufolge stiegen die Netto-Werbeausgaben für den Gesamtmarkt um 2,7 Prozent und damit von 44,1 auf 45,3 Milliarden Euro. Wachstumstreiber bleiben die Dialogmedien – Online-Marketing, Werbesendungen und Telefonmarketing. Gegenüber der starken Performance digitaler Kanäle fallen klassische Medien wie Anzeigen- und Fernsehwerbung weiter ab. Gleichzeitig behaupten sich papiergebundene Werbesendungen als stabiler Bestandteil im Mediamix, insbesondere für Kundenbindung und Bestandskundenmarketing. KI wird zunehmend genutzt, stößt auf Verbraucherseite jedoch noch auf erhebliche Vorbehalte.

Dialogmedien bauen ihre Dominanz weiter aus und steigerten ihre Ausgaben dank höherer Ausgaben je Unternehmen und einer wachsenden Nutzerbasis um 1,4 Milliarden Euro auf 26,6 Milliarden Euro. Ihr Anteil am gesamten Werbebudget stieg auf 59 Prozent, während Klassikmedien leicht zurückgehen und nur noch auf 18,6 Milliarden Euro (-0,3 Milliarden Euro) kommen. 92 Prozent aller Unternehmen setzen inzwischen Dialogmedien ein, 44 Prozent davon steigern 2025 ihre Investitionen in diese Gattung, 11 Prozent nahmen Kürzungen vor. Klassikmedien werden von 69 Prozent der befragten Unternehmen genutzt, wovon 18 Prozent ihre dortigen Ausgaben erhöhen und nur 3 Prozent sie reduzieren.

Genau wie bei Dialogmedien insgesamt betrachtet wachsen auch die Ausgaben der Untersektion Online-Marketing um 1,4 Milliarden Euro und belaufen sich jetzt auf 19,9 Milliarden Euro. Damit erweist sich Online-Marketing als Haupttreiber des Dialogmedien-Wachstums. So werden im Handel 34 Prozent des Werbebudgets für Online-Marketing investiert, gefolgt von volladressierten Werbesendungen (21 Prozent). Besonders groß ist der Vorsprung von Online-Marketing mit 57 Prozent Budgetanteil im Dienstleistungssektor, wo Anzeigenwerbung erst mit weitem Abstand folgt (15 Prozent). Im produzierenden Gewerbe wiederum sind die Werbeinvestitionen für Online-Marketing (33 Prozent) und Fernsehwerbung (29 Prozent) ausgeglichener verteilt.

Werbesendungen (Print-Mailings) kommen wie im Vorjahr auf eine Bilanz von 5,8 Milliarden Euro an Werbeinvestitionen. Dagegen setzt sich in der Kategorie der Klassikmedien der Abwärtstrend bei den Investitionen für Fernsehwerbung (-0,2 Milliarden Euro) und Anzeigenwerbung (-0,3 Milliarden Euro) fort.
In welchen Mediengattungen Unternehmen im Schnitt am meisten für Werbung investieren, hängt von der Unternehmensgröße gemessen am Umsatz ab. So fokussieren sich Kleinstunternehmen (<0,25 Millionen Euro) auf Online-Marketing (64 Prozent) und Anzeigenwerbung, während Unternehmen mit 0,25 bis unter 1 Million Euro Umsatz fast gleich viel in Anzeigenwerbung (39 Prozent) und Online-Marketing (40 Prozent) investieren. Großunternehmen (≥ 25 Millionen Euro Umsatz) wiederum diversifizieren vergleichsweise stärker und geben neben Online-Marketing (39 Prozent) auch einiges an Budget für Fernsehwerbung (19 Prozent) und volladressierte Werbesendungen (15 Prozent) aus.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz greift unter anderem bei postalischer Werbung, wo 68 Prozent der befragten Unternehmen KI bereits anwenden oder dies planen. Mit 81 Prozent ist in diesem Bereich die Texterstellung mittels KI am beliebtesten, primär um Kosten zu sparen. Auch zur Ideenfindung und bei der Konzeption von Print-Mailing-Kampagnen lässt sich knapp ein Drittel (32 Prozent) der Nutzer von KI unterstützen, ebenfalls zumeist aus Kostengründen. Eine Befragung von 1500 Verbraucherinnen und Verbrauchern im Rahmen des Dialogmarketing-Monitor zeigt allerdings: 82 Prozent erwarten eine klare Kennzeichnung von KI in Werbetexten oder Werbebildern und 65 Prozent finden mit KI generierte Inhalte weniger vertrauenswürdig als solche, die ohne KI auskommen.

Die Deutsche Post hebt hervor, dass Print-Mailings im Dialogmarketing-Monitor 2026 damit punkten, dass die Befragten zu 69 Prozent positiv oder neutral gegenüber postalischer Werbung eingestellt sind. Von dieser Gruppe schauen sich 87 Prozent adressierte Werbesendungen auch tatsächlich an und bei 66 Prozent werden die Print-Mailings zudem von weiteren Personen im Haushalt angesehen, wodurch sich ihre Reichweite erhöht.
Den vollständigen Report zum Download mit allen Details zu den verschiedenen Mediengattungen und Werbeinvestitionen gibt es hier.

Über die Studie

Für den Dialogmarketing-Monitor 2026 hat das Marktforschungsinstitut Statista+ 1.500 Marketingentscheider zu ihren Werbeaktivitäten und Budgets im Jahr 2025 befragt. Die Werbetreibenden geben detailliert darüber Auskunft, welche Medien sie einsetzen, wie hoch die Ausgaben für die einzelnen Medien sind und wie viel in die Phasen der Wertschöpfungskette investiert wird. Der Monitor berücksichtigt alle Ausgaben von der Konzeption über die Produktion und Distribution bis zur Response-Erfassung und Erfolgsmessung. Er steht für eine Grundgesamtheit von rund 3,1 Millionen Unternehmen. Ergänzend wurde eine Konsumentenbefragung unter 1.500 Privatpersonen durchgeführt.



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Adobe Summit: Die Zukunft von Marketing, Kreativität und KI


Der Summit bietet dir Einblick in alle aktuellen Adobe-Innovationen, unmittelbare Learnings in hands-on Sessions, echte Erfolgsgeschichten und packende Keynotes von Top Speakern wie Nadine Wolanke, Lara Sophie Bothur, Naveed Arshad und Fabian Paul. Auf diesem Summit lernst du mit und von den Expert:innen, wie du KI in messbaren Business Impact umwandelst.

Sei dabei, sichere dir den exklusiven Community-Zugang, alle Insights und die Chance auf beste Verpflegung im Rahmen außergewöhnlicher Networking-Möglichkeiten.


„Als Marketer willst du immer mehr für deine Kundschaft tun“

– Adobe Enterprise CMO Rachel Thornton über AI Essentials

Rachel Thornton im Portrait vor einer Halle mit Adobe-Logo
© Adobe via Canva

Was dich auf dem Adobe Summit in München erwartet: Inspiration von Top Speakern, die Agentic Garage, ein Sport-Shop und Networking vom Feinsten

Adobes großer Summit im DACH-Raum lädt dich als Fachkraft aus dem Bereich Customer Experience, Marketing, Content und IT ein, Teil der Neugestaltung digitaler Erlebnisse zu werden. Davon stehen auf dem Event selbst einige direkt zum Ausprobieren bereit. Denn Adobe liefert zum Summit ein Live-Innovationslabor, in dem Besucher:innen mit AI Agents zusammenarbeiten können, um reale Marketing-Herausforderungen zu lösen. Der Agent Playground wird in Adobes sogenannter Agentic Garage angeboten. Außerdem können die Teilnehmer:innen zusammen mit Sharpie und Adobe individuelle Designs erstellen und unmittelbar in digitale Erlebnisse umwandeln. Sogar eine Sports Retail Experience zeigt dir immersiv, wie personalisierte Inhalte, nahtlose Customer Journeys und Echtzeitdaten zusammenwirken im zeitgemäßen Retail-Geschäft zusammenwirken können.

Und das ist nur einige der Optionen, die du vor Ort nutzen kannst. Zusammen mit Branchenkolleg:innen, Adobe Executives und Expert:innen aus dem Bereich KI, Marketing und Data Analytics kannst du die neue Ära des Marketing hautnah erleben. Dafür sorgen vor die Keynotes von diversen renommierten Speakern. Mit dabei sind unter anderem LinkedIn Top Voice und Tech-Translatorin Lea Sophie Bothur, Adobes Managing Director Central Europe Nadine Wolanke, der Head of Digital Wealth Management bei der Deutschen Bank, Naveed Arshad, und Fabian Paul, Head of Data & Analytics, Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH.

Diese und viele weitere Expert:innen zeigen dir in Keynotes, aber auch in praxisorientierten Breakout Sessions, wie du mit Adobes AI Agents, Tools und Features deine eigene und die digitale Zukunft der Branche gestaltest und dabei spürbaren Impact generierst. Denn das KI-Zeitalter ist längst angebrochen, die Transformation gilt es voranzutreiben. Sei ein Teil davon und erlebe kostenlos den Adobe Summit in München.

Der Adobe Summit in München nimmt deine Registrierung an, © Adobe, CTA und Text vor buntem Hintergrund
Der Adobe Summit in München nimmt deine Registrierung an, © Adobe

Adobe AI Forum München:

Die 5 wichtigsten KI-Trends im Marketing 2026

Großer Saal des Bergson Kunstkraftwerks in München mit roter und pinker Beleuchtung beim Adobe AI Forum 2026, Blick auf Bühne und Sitzreihen
© Adobe

Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein

Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.





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Musiklizenz für Posts: So performst du besser im Shorts Feed


Diese Neuerung bietet Creatorn den Vorteil, mit Visual-Posts im videodominierten Feed ihre Reichweite zu steigern, weil sie das gelernte Muster der mit bekannten Sounds unterlegten Beiträge bedienen. Ähnlich können Creator auch auf Instagram agieren. Dort können Karussell-Posts mehr Reichweite erhalten, wenn sie mit Musik unterlegt sind, weil sie dann zusätzlich im Reels Feed ausgespielt werden. Für Creator und Marken gilt es indes stets zu beachten, dass sie rechtssicher Musik für ihren Content einsetzen, vor allem, wenn dieser kommerziell ist. Andernfalls drohen Abmahnungen oder gar Geldbußen.


Mit diesem Tipp vom Instagram-Chef bekommt dein Carousel mehr Reichweite

Zwei Smartphone Mockups mit Instagram Carousel samt Musik-Anzeige, Farbverlauf orange-violett im Hintergrund
© Instagram via Canva

Neue Möglichkeiten von NotebookLM könnten ebenfalls die Shorts Performance pushen

Mit NotebookLM können User umfassende Quellen quasi in Podcasts oder Videos umwandeln. Das funktioniert mit den sogenannten Audio und Video Overviews. Vor einiger Zeit führt Google bereits Cinematic Video Overviews ein, die eine immersive Videoerfahrung mit Storytelling ermöglichen. Und eine Reihe neuer Output-Formate wurde jüngst ebenfalls ergänzt. Jetzt gibt es das nächste Update für die Video Overviews. Via NotebookLM können Creator neuerdings bis zu 60 Sekunden lange vertikale Videos erstellen lassen. Dabei können Quellen, aber auch Links zu Beiträgen oder Textbooks als Grundlage dienen. Und auf dieser erstellt das Tool mithilfe des neuen Modells Nano Banana 2 Lite kurze Videos, die zum Beispiel aus langen Recherchedokumenten komprimierte und konzise Erklärungen hervorbringen.

Diese bieten sich für die Rezeption Dritter an und können daher von Marken oder Creatorn ebenfalls genutzt werden, um beispielsweise als Shorts, aber ebenso als TikToks oder Reels ausgespielt zu werden. Gerade für Creator mit Lehrinhalten, beispielsweise auch How-to-Videos zur Anwendung aktueller KI-Tools oder Clips zur Erklärung mathematischer Theorien, eignet sich dieses Format. Leider können bisher nur Google AI Pro- und Ultra-Abonnent:innen mobil und im Web auf diese 60-sekündigen vertikalen Video Overviews zugreifen.





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