Künstliche Intelligenz
Amoklauf in Kanada: OpenAI hatte Hinweise auf mögliche Gefahr durch Täterin
Nach dem Amoklauf in der kanadischen Gemeinde Tumbler Ridge hat das Unternehmen OpenAI eingeräumt, bereits Monate vor der Tat auffälliges Verhalten der psychisch kranken Täterin in Chats mit ChatGPT festgestellt zu haben. Die Transfrau habe im Juni 2025 während mehrerer Tage über Waffengewalt geschrieben und diese Chats seien von automatischen Systemen bei OpenAI markiert worden, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.
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Mitarbeiter hätten daraufhin diskutiert, den Vorgang den Behörden zu melden, heißt es weiter. Letztlich habe sich das Management aber dagegen entschieden. OpenAI habe den Account zwar gelöscht, aber keinen Anlass für die Hinzuziehung der Behörden gesehen, sagte ein Sprecherin dem WSJ. Aus den Chatverläufen habe sich keine „glaubhafte und unmittelbare Gefahr für die körperliche Unversehrtheit anderer“ ergeben.
Bluttat erschüttert kleine Gemeinde
Die Transfrau hat am 10. Februar in Tumbler Ridge in der westkanadischen Provinz British Columbia insgesamt acht Menschen getötet, die meisten davon Schulkinder im Alter von 11 bis 13 Jahren. Danach hat sich die 18-Jährige selbst getötet. Mehr als 20 Menschen wurden zudem bei dem Amoklauf verletzt. Die Tat gehört damit zu den blutigsten in der kanadischen Geschichte. Die betroffene Gemeinde Tumbler Ridge hat gerade einmal rund 2400 Einwohner und liegt am Osthang der Rocky Mountains, mehr als 1000 Kilometer nördlich von Vancouver.
Laut dem Bericht des Wall Street Journals hat OpenAI erst nach dem Bekanntwerden des Amoklaufs den Kontakt zur kanadischen Polizei gesucht. Das Unternehmen unterstütze die Ermittlungen, sagte die Sprecherin. Die KI-Modelle würden so trainiert, dass sie Nutzer und Nutzerinnen davon abhalten, in der realen Welt Schaden anzurichten. Im konkreten Fall seien die Chatverläufe von einem Prüfsystem automatisch gefunden und intern gemeldet worden. Beim Umgang mit solchen Hinweisen wäge man immer das Risiko von Gewalt gegen Datenschutzbedenken ab, zitiert die Zeitung noch. OpenAI hat demnach noch darauf hingewiesen, wie potenziell belastend „eine unnötige Einschaltung der Polizei“ für Einzelpersonen und Familien sei.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Euro-Apps: Diese bewährten iPhone-Anwendungen aus der EU sollten Sie kennen
Das iPhone stattet Apple mit einer langen Liste an guten Apps aus, die den Bedarf vieler Kunden locker abdecken. Dadurch fällt schnell unter den Tisch, dass es spannende Alternativen gibt – auch von Entwicklerteams, die in Europa ansässig sind. Wir haben uns Alternativen zu den zentralen Apple-Apps genau angesehen und besonders interessanteste Kandidaten zusammengestellt. Dabei ging es neben dem Firmensitz der Entwickler primär um die Funktionalität, regelmäßige Updates und ob sich die Software auf dem iPhone bewährt. Eine möglichst nutzer- wie augenfreundliche Bedienoberfläche zählte ebenfalls zu den Auswahlkriterien.
In Europa entwickelte Apps versprechen mitunter besseren Datenschutz sowie DSGVO-Konformität, umfahren aber nicht zwangsläufig sämtliche US-Dienste. Die Grenzen sind nämlich fließend: Viele Apps integrieren SDKs von Drittanbietern, die Daten in die USA übermitteln, und sei es nur für Absturzberichte. Auch im Backend bei Supportsystemen und Newslettern sind US-Anbieter gängig, für die in Apps immer häufiger anzutreffenden KI-Funktionen gilt das ohnehin. Wir haben das – soweit in den Datenschutzerklärungen der Anbieter aufgeschlüsselt – jeweils vermerkt.
Browser
Der norwegische Browser Vivaldi hebt sich mit einer Tableiste – auch in der Hochkantansicht – und einem integrierten Werbeblocker von Safari ab. Adress- und Tableiste finden wahlweise am unteren oder oberen Bildschirmrand ihren Platz. Zudem gibt es praktische Schnelleingaben, um etwa direkt durch Tippen des Buchstabens „w“ im Anschluss die Wikipedia zu durchsuchen; so etwas muss man in Apples Browser erst per Extension nachrüsten. Vivaldi unterstützt Handoff, um die gerade auf dem iPhone betrachtete Seite direkt am Mac im Standardbrowser aufzurufen. Eine Integration von KI-Funktionen lehnt der Hersteller bislang bewusst ab.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Euro-Apps: Diese bewährten iPhone-Anwendungen aus der EU sollten Sie kennen“.
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Künstliche Intelligenz
Wettlauf um Superrechner: Deutschland startet Quantencomputer-Wettbewerb
Die technologische Souveränität Deutschlands soll künftig auch auf atomarer Ebene gesichert werden. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat dazu die offizielle Förderrichtlinie für die „Quantum Computing Competition“ (QCC) veröffentlicht. Der Wettbewerb ist Teil der Hightech-Agenda der Bundesregierung. Sein Ziel: Bis 2030 sollen mindestens zwei neue Quantencomputer zur Verfügung stehen, die sich auf europäischem Spitzenniveau bewegen. Im Fokus steht die industriegeführte Spitzenforschung. Adressiert werden vor allem Start-ups und etablierte Firmen, um die Lücke zwischen theoretischer Exzellenz und praktischer Anwendung zu schließen.
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Schlüsseltechnologie Quantencomputer
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) begründet die Auslobung der QCC mit der Tragweite der Technologie, die weit über reine Rechenleistung hinausgehe. Quantencomputer gelten als Schlüsseltechnologie und versprechen Durchbrüche in Feldern, die für herkömmliche Supercomputer bislang kaum erreichbar sind. So könnten solche Systeme laut Bär die Entwicklung von Medikamenten beschleunigen oder komplexe Verkehrsströme in Echtzeit steuern. Vielversprechend für die Tech-Branche sei der erwartete Synergieeffekt mit Künstlicher Intelligenz: Neue Ansätze beim maschinellen Lernen könnten durch die Quantentechnologie einen erheblichen Leistungsschub für KI-Modelle erfahren.
„Für unsere Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität müssen wir international vorne dabei sein“, erläutert Bär. Sie ist überzeugt: Mit der QCC „sind wir auf dem Weg zum Top-Quantentechnologieland“. Gemeinsam mit deutschen Quanten-Unternehmen werde der Bund den entscheidenden Schritt machen. Der Fokus liegt dabei nicht mehr nur auf der Grundlagenforschung, sondern auf dem Etablieren messbarer Erfolgsparameter für technologisch exzellente Hardware made in Germany.
Technologieoffener Wettbewerb
Der Wettbewerb ist technologieoffen gestaltet und setzt auf Vielfalt statt auf eine frühzeitige Festlegung. Gefördert werden Projekte in den drei derzeit am weitesten fortgeschrittenen Technologieplattformen: Supraleiter, neutrale Atome sowie Ionenfallen. Damit deckt das Ministerium ein breites Spektrum ab, um die jeweils spezifischen Vorteile der unterschiedlichen physikalischen Ansätze zu nutzen. Ein Schwerpunkt der Förderung liegt auf dem Überwinden der größten Hürde der aktuellen Hardware-Generation: der Fehleranfälligkeit. Geschaffen werden sollen die technischen Voraussetzungen für fehlerkorrigiertes Quantencomputing und gleichzeitig Pilotlinien für die Produktion.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt und wird über einen Projektträger abgewickelt. Interessenten müssen zunächst Projektskizzen bis zum 11. Mai einreichen, bevor in einer zweiten Phase die förmlichen Förderanträge folgen. Die Fördersummen liegen zwischen 20 und 55 Millionen pro Firma beziehungsweise Verbundprojekt. Mit diesem Vorgehen will das BMFTR sicherstellen, dass Deutschland den Anschluss an die Weltspitze hält und seine Position als Standort für Quantentechnologien festigt.
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Künstliche Intelligenz
Vorsicht beim Bücherverkauf: Rentner verlieren hohe Summen an Betrüger
Ein Ehepaar aus Frankfurt (Oder) hat viel Geld verloren. Im aktuellen Fall wollte das Paar seine Büchersammlung verkaufen. Daraufhin meldete eine angebliche Vermittlungsfirma aus Düsseldorf und erklärte, einen Käufer gefunden zu haben. Für die Abwicklung des Verkaufs sei jedoch zunächst eine Digitalisierung der Sammlung nötig. Die Kosten dafür sollte das Ehepaar zunächst selbst tragen und später zurückerhalten.
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Die Betrüger konnten die beiden Rentner so zur Zahlung einer größeren Geldsumme bewegen. Danach war die angebliche Vermittlungsfirma nicht mehr erreichbar. Die Kriminalpolizei ermittelt. Zuvor hatte der Tagesspiegel über den Vorfall berichtet.
Betrugsmasche ist kein Einzelfall
Nach Angaben der Polizei häufen sich ähnliche Fälle seit längerer Zeit. So sei es im März in der Uckermark zu einem vergleichbaren Betrug gekommen. Dort habe ein 61-Jähriger für den angeblichen Verkauf seiner Bücher sogar einen Kredit aufgenommen und anschließend einen fünfstelligen Betrag überwiesen.
Die Täter geben sich häufig als seriöse Vermittler aus und versprechen hohe Verkaufspreise für alte Bücher. Teilweise nähmen sie auch persönlich Kontakt zu den Betroffenen auf, hieß es. Die Polizei empfiehlt, bei hohen Gewinn- oder Verkaufserlösen skeptisch zu bleiben.
(mho)
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