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Atari VCS vs. Mattel Intellivision: Die Geschichte hinter dem ersten „Kampf der Konsolen“
Mattels Spielkonsole Intellivision gibt es jetzt auch als Retro-Konsole Intellivision Sprint (Test) – von Atari, dem einstiegen Gegner im ersten „Kampf der Konsolen“. Wie es dazu kam und warum Atari als Sieger vom Platz ging, obwohl Intellivision mehr zu bieten hatte? Eine Zeitreise in die 70er/80er Jahre liefert die Antwort.
Zeitreise in die 70er/80er
Die Intellivision galt in ihrer Zeit als die größte Bedrohung für Ataris Vorherrschaft, die das Unternehmen mit seinem 2600er-System (in den USA hieß dieses schlicht „Atari VCS“) seinerzeit innehatte, und löste mit ihrer Veröffentlichung zugleich den ersten „Konsolenkrieg“ aus. Bereits der Name, ein „Kofferwort“ aus „Intelligent“ und „Television“, sollte die Konsole als zukünftiges und zentrales Heimcomputersystem positionieren, das sich mit einer stetig wachsenden Anzahl an Peripherie erweitern ließe.
Die Entwicklung der Mattel Intellivision
Die Entwicklung begann bei Mattel im Jahr 1978, ehe die Intellivision bereits 1979 auf der CES in den USA erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt wurde. Der erste Verkauf an Endkunden erfolgte pünktlich zum Weihnachtsgeschäft am 3. Dezember 1979 zunächst als Test in Form eines Sets mit vier Spielkassetten zu einem Preis von 275 US-Dollar zuzüglich Mehrwertsteuer in den Gottschalk-Kaufhäusern in Fresno, Kalifornien. Die landesweite Markteinführung zog sich anschließend schrittweise über das Jahr 1980 hinweg und erfolgte zu einem etwas höheren Preis von 299 US-Dollar. Ab diesem Zeitpunkt stand die Konsole in direkter Konkurrenz zum Atari 2600, das mit 199,99 US-Dollar deutlich günstiger angeboten wurde.
Stärkere Hardware zum höheren Preis
Der höhere Preis der Intellivision hatte jedoch seine Gründe, denn im Gegensatz zur Atari-Konsole handelte es sich bei der Intellivision um eine echte 16-Bit-Konsole, deren Herzstück der CP1610 von General Instruments bildete, der über einen 16-Bit-Datenbus sowie eine ebenfalls 16 Bit umfassende RAM-Adressierung verfügte. Eine Besonderheit stellte dabei das Decle-Befehlsformat der CPU dar: Anstatt mit Opcodes in 8 oder 16 Bit zu arbeiten, speicherte diese ihre Befehle in 10 Bit, den sogenannten „Decles“, was wiederum 10 Bit breite ROM-Chips erforderte. Atari setzte demgegenüber mit dem MOS 6507 sogar auf eine noch weiter abgespeckte Variante des MOS 6502 und damit auf eine reine 8-Bit-CPU.
Auch beim RAM hatte die Intellivision die Nase deutlich vorne und konnte auf insgesamt 1.456 Bytes zurückgreifen, die sich auf das System, die Grafikeinheit und einen Bereich primär für das Betriebssystem aufteilte. Atari verbaute gerade einmal 128 Bytes an internen Speicher.
Für die Grafikausgabe zeichnete ein Standard Television Interface Chip (STIC) vom Typ AY-3-8900-1 von Generel Instruments verantwortlich, der eine Auflösung von 159 × 196 Pixeln bot, wobei spätere Revisionen diese auf 160 × 196 Pixel korrigierten. Der Bildschirm war dabei in 20 × 12 Kacheln unterteilt. Die Farbpalette umfasste 16 Farben, bestehend aus 8 Primär- und 8 Pastellfarben, die gleichzeitig dargestellt werden konnten. Darüber hinaus verfügte das System über 8 Hardware-Sprites, die bei der Intellivision als „Movable Objects“ bezeichnet wurden. Diese konnten jeweils eine Auflösung von 8 × 8 oder 8 × 16 Pixeln besitzen, waren individuell skalier- und spiegelbar und verfügten zudem über eine Hardware-Kollisionserkennung.
Das Atari VCS bot zwar eine nahezu identische Auflösung, konnte jedoch lediglich bis zu 8 Farben gleichzeitig darstellen und damit nur die Hälfte dessen, was die Intellivision leistete. Auch bei der Anzahl der Sprites zeigte sich eine Einschränkung, da hier lediglich 5 zur Verfügung standen, die zudem ausschließlich in einer Größe von 8 × 8 Pixeln dargestellt werden konnten.
Beim Sound kam in der Intellivision ein AY-3-8914 zum Einsatz, der im Vergleich zum Atari 2600 mit seinen zwei TIA-Kanälen über drei Tonkanäle sowie einen zusätzlichen Rauschkanal verfügte.
Insgesamt verfügte die Intellivision damit über eine deutlich fortschrittlichere und leistungsfähigere Hardware als die Atari-Konsole, was sich auch in der Umsetzung der Spiele bemerkbar machte.
Beim Controller lag Atari weit vorne
Hinzu kam, dass der Joystick von Atari bereits kurz nach seiner Einführung als ikonisch wahrgenommen wurde, wogegen der Controller der Intellivision trotz seines größeren Funktionsumfangs als umständlich und unhandlich galt, was sich ebenfalls nachteilig auf die Wahrnehmung der Konsole auswirkte.
ColecoVision mit mehr Leistung war günstiger
Zu Mattels Leidwesen trat im August 1982 zudem mit Coleco ein weiterer Konkurrent in den Markt ein, der mit der ColecoVision eine technisch leistungsfähige Konsole präsentierte. Diese basierte auf einer Z80-Architektur und konnte sowohl mit einer für die damalige Zeit soliden Rechenleistung als auch mit einer nochmals verbesserten Grafikleistung überzeugen. Trotz dieser technischen Vorteile wurde die Konsole mit einem Einführungspreis von 175 US-Dollar deutlich günstiger angeboten als die Intellivision. Dennoch gelang es auch diesem neuen Wettbewerber nicht, Atari von seiner führenden Position zu verdrängen, insbesondere da Atari im selben Jahr zusätzlich das Atari 5200 veröffentlichte, wenngleich dieses nicht mit seinem Vorgänger kompatibel war. Ungeachtet dessen konnte die Intellivision in ihrer Hochphase einen Marktanteil von rund 20 Prozent erreichen.
Am Ende setzte sich Atari durch
Dennoch stellte der höhere Preis, den Mattel für die Intellivision aufrief, für viele Käufer einen entscheidenden Faktor dar, sich stattdessen für die günstigere Atari-Konsole zu entscheiden. Hinsichtlich der insgesamt verkauften Einheiten existieren unterschiedliche Angaben, im Allgemeinen lässt sich jedoch festhalten, dass zwischen drei und fünf Millionen Konsolen abgesetzt wurden. Die Atari-Konsole hingegen wurde über einen Zeitraum von 15 Jahren hinweg gefertigt und erreichte Verkaufszahlen von über 30 Millionen Exemplaren, womit sie trotz der schwächeren Hardware letztlich als eindeutiger Sieger hervorgeht.
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Copilot Super-App: Scout ist Microsofts OpenClaw-Variante für Windows 11

Wie im Vorfeld der Entwicklerkonferenz Build 2026 erwartet, hat Microsoft eine Copilot-Super-App vorgestellt, die Chat-Funktionen mit Coding-Assistenten und Agenten-Funktionen vereint. Die dauerhaft im Hintergrund laufenden Assistenten erscheinen unter dem Label Autopilots.
Der erste Autopilot-Agent, den Microsoft veröffentlicht, ist Scout. Es ist die Copilot-Version von OpenClaw, die über Desktop und Cloud arbeiten kann und direkt in Microsoft-365-Apps wie Outlook, OneDrive und Teams integriert wird. Im Vergleich zu den herkömmlichen Copilot-Assistenten hat dieser nochmals deutlich mehr Fähigkeiten und kann autonom im Auftrag der Nutzer handeln. Das funktioniert auch im Hintergrund, Nutzer müssen sich also etwa nicht am PC befinden.
Als Anwendungsszenarien beschreibt Microsoft Aufgaben aus dem Büroalltag. Demnach soll der Agent in der Lage sein, autonom den Kalender zu organisieren, Inhalte für Meetings vorzubereiten und Vorlagen für E-Mails oder weitere Texte zu erstellen.
Verfügbar ist Scout zunächst als experimentelle Variante für eine ausgewählte Gruppe von Nutzern, Organisationen sowie Teilnehmenden am Frontier-Programm.
Windows-App für OpenClaw
OpenClaw wird auch als native Windows-App erscheinen. Auf diese Weise soll der Betrieb des Open-Source-Agenten wesentlich intuitiver werden, als es bislang der Fall ist. So lässt sich etwa präzise steuern, auf welche Ordner OpenClaw zugreifen kann. Dabei kann man entscheiden, ob der Agent Schreibzugriff oder nur Lesezugriff hat. Nutzer können so verhindern, dass etwa komplette Ordner versehentlich gelöscht werden.
OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger, der mittlerweile bei OpenAI tätig ist, war ebenfalls auf der Bühne. Er bewarb unter anderem die neuen Sicherheitsfunktionen. Mit der Windows-App könne man OpenClaw auch in Unternehmen laufen lassen.
Microsoft veröffentlicht mit Microsoft Execution Containers (MXC) eine Sicherheitsumgebung, die ein Regelwerk etabliert („policy-driven Layer“), das den Betrieb von Agenten wie OpenClaw unter Windows absichern soll. Das erfolgt über Sandbox-Prozesse sowie eine vom Betriebssystem erzwungene Identität für einen Agenten, damit sich dessen Tätigkeiten immer nachvollziehen lassen.
GitHub Copilot als Konkurrent für Claude Code und Codex
Direkt für das Coding stellt Microsoft die GitHub Copilot App vor. Es ist die Plattform für den Coding-Assistenten, die auf GitHub Copilot CL basiert. Mit der App müssen die Agenten aber nicht mehr im Terminal ausgeführt werden.
Noch handelt es sich bei GitHub Copilot App um eine technische Preview. Verfügbar ist diese für Abonnenten von Copilot Pro, Pro+, Max, Business oder Enterprise.
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Cherry Xtrfy K63W Pro: 70%-Layout und Design toppen optimierte 8.000 Hz

„Ultra-Wideband-Funk“ soll die Cherry Xtrfy K63W Pro spannend machen und Reaktionszeiten verbessern. Flache Tasten, ein schickes Design und das Layout der Kompakttastatur ziehen jedoch viel deutlicher Blicke auf sich.
Die Idee hinter dem 70%-Layout ist simpel: Maximalen Platz in der Breite sparen. Deshalb entfernt Cherry den Nummernblock sowie Pfeil- und Funktionstasten, lässt aber die F-Reihe auf der Tastatur. Damit entsteht ein 60%-Layout mit zusätzlichen F-Tasten und vor allem Tasten in normaler ISO-Größe, die sich damit leichter tauschen lassen. Pfeiltasten können alternativ über das rechte „Strg“ und Co genutzt werden. Wie schon bei der MX 8.3 TKL (Test) können Einstellungen über die Utility-Software des Unternehmens vorgenommen werden.
Zur Signalübertragung sitzen im eng umbauten Tastenfeld Cherry MX Low Profile 2.0, leichtgängige flache Taster. Sie sind fest verlötet, was bei dieser Art Taster tatsächlich der Normalfall ist. Auf den Tastern stecken ABS-Kappen mit Kreuzstempel. Den Aufbau der K63W Pro lässt Cherry offen, der Hersteller spricht lediglich von einer „Gasket-Mount-Konstruktion“, verliert jedoch kein Wort zur Geräuschdämpfung um das Versprechen „verfeinerter Akustik“ zu untermauern.
8.000 Hz – so what?
Die Entscheidung, die hohe Polling-Rate in den Mittelpunkt zu stellen, gehört im Gaming-Segment zum guten Ton. Spürbare Auswirkungen sind davon jedoch kaum zu erwarten, nicht einmal eine Millisekunde wird dadurch selbst im besten Fall von der Latenzkette gestrichen.
„Ultra-Wideband-Funk“, ein breiteres Frequenzband, soll bei der Umsetzung aber Vorteile bieten, verheißt die Produktbeschreibung, und zwar in Form von höherem Datendurchsatz, robusteren Verbindungen und besserer Energieeffizienz. Trotzdem werden 8.000 Hz an der Laufzeit nagen, darauf deuten der 6.000-mAh-Akku und die Angabe von bis zu 1.100 Stunden Betriebsdauer hin – „abhängig von den Einstellungen“. Heißt: Dieser Maximalwert wird mit günstigen Settings, also deaktivierter Beleuchtung und geringer Polling-Rate erzielt. Mit alltagsnahen oder gar ausgereizten Settings ist zu erwarten, dass davon wie anderswo ein Bruchteil, dank des großen Akkus aber immerhin mehr als bei vielen Konkurrenten, übrig bleibt.
Preis und Verfügbarkeit
In Europa plant Cherry die Markteinführung Anfang Juli, die Preisempfehlung liegt bei rund 180 Euro.
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US-Bundesstaat Florida: OpenAI wegen irreführender Sicherheitsversprechen verklagt
Für OpenAI spitzt sich die Lage in Florida zu. Nachdem der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates bereits im April Ermittlungen wegen des Amoklaufes an der Florida State University aufgenommen hatte, wurde nun Klage erhoben. Der Vorwurf umfasst irreführende Sicherheitsversprechen sowie problematische Auswirkungen von ChatGPT.
Bereits vor Monaten wurden Ermittlungen aufgenommen
Im April 2025 drang der mutmaßliche Schütze Phoenix Ikner auf das Gelände der Florida State University ein, tötete zwei Menschen und verletzte zudem sechs weitere Personen. Die Staatsanwaltschaft leitete daraufhin unter anderem auch Ermittlungen gegen OpenAI ein, nachdem Konversationen zwischen ChatGPT und dem mutmaßlichen Täter ausgewertet worden waren.
Generalstaatsanwalt James Uthmeier kam dabei zu dem Schluss, dass ChatGPT dem mutmaßlichen Täter unter anderem Hinweise zur Auswahl geeigneter Waffen und passender Munition gegeben habe sowie Informationen dazu, welche Waffen sich für bestimmte Distanzen besonders eignen würden. Auch Angaben darüber, welche Bereiche des Campus zu welchen Zeiten besonders stark frequentiert seien, sollen Teil der Konversationen gewesen sein. Ausschlaggebend für die Ermittlungen war zudem die Äußerung von Staatsanwälten, dass „wenn es eine Person am anderen Ende des Bildschirms gewesen wäre“, diese wegen Mordes angeklagt worden wäre.
Nicht die erste Klage gegen OpenAI
Darüber hinaus hatte zwischenzeitlich auch die Witwe eines der Opfer OpenAI beschuldigt, den mutmaßlichen Täter bei der Umsetzung der Tat unterstützt zu haben, und ebenfalls Klage gegen das Unternehmen eingereicht.
Florida reicht Klage gegen OpenAI ein
Jetzt sind die Ermittlungen einem Bericht von CNET zufolge zumindest vorläufig abgeschlossen worden, zudem hat Generalstaatsanwalt Uthmeier nun ebenfalls Klage gegen OpenAI erhoben. Dem KI-Spezialisten werden darin unter anderem irreführende Sicherheitsversprechen sowie problematische Auswirkungen von ChatGPT vorgeworfen.
Damit ist Florida der erste US-Bundesstaat, der OpenAI direkt wegen Sicherheits- und Design-Fragen rund um den Chatbot verklagt. Die Klageschrift richtet sich dabei nicht nur gegen das Unternehmen selbst, sondern auch gegen CEO Sam Altman. Bei der Auseinandersetzung handelt es sich zudem um ein Zivilverfahren, das zu Geldstrafen und gerichtlichen Anordnungen führen könnte, jedoch nicht zu Strafanzeigen.
In der am Montag vor dem Bezirksgericht des zehnten Gerichtsbezirks in Highlands County, Florida, eingereichten Klageschrift (PDF) wird OpenAI unter anderem vorgeworfen, falsche öffentliche Aussagen zur Sicherheit von ChatGPT gemacht zu haben. Auch Werbeaussagen wie „Built with safety in mind“ sollen irreführend gewesen sein. Darüber hinaus soll OpenAI ein „Netz aus Täuschung“ aufgebaut und Nutzer bewusst ausgebeutet haben. Ebenfalls im Raum steht der Vorwurf, zur Gewinn- und Marktwertmaximierung gegen Gesetze zu unfairen oder irreführenden Geschäftspraktiken verstoßen zu haben.
Schwerwiegende Anschuldigungen
Auch ein bereits im Rahmen der Ermittlungen erhobener Vorwurf gegen OpenAI findet sich in der Klageschrift wieder: So soll das Unternehmen sowohl interne als auch externe Warnungen über Risiken künstlicher Intelligenz ignoriert und die Zuverlässigkeit von ChatGPT falsch dargestellt haben. Gleiches soll für die Angaben zur Eignung für Kinder gelten, wobei dieser Aspekt einen zentralen Bestandteil der Klage darstellt. Laut Uthmeier ermögliche ChatGPT Minderjährigen einen unkontrollierten Zugang zu schädlichen Informationen, etwa zu Essstörungen oder Selbstverletzung. Durch die Darstellung des KI-Modells als sicher habe OpenAI die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Risiken getäuscht. Neben Sicherheitsfragen kritisiert Florida zudem die Daten- und Datenschutzpraktiken von OpenAI.
Die Klage reiht sich in eine zunehmende politische und juristische Debatte über die Regulierung von KI-Unternehmen ein. Mehrere Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Illinois und New York, haben bereits eigene KI-Regelungen eingeführt.
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