Apps & Mobile Entwicklung
Aufgrund steigender KI-Kosten: Meta will 20 Prozent der Belegschaft entlassen

Der Facebook-Mutterkonzern Meta plant Entlassungen, die 20 Prozent und mehr der Belegschaft betreffen könnten. Damit will der Konzern die hohen Kosten für die KI-Investitionen abfedern und sich zugleich auf Effizienzgewinne durch den Einsatz von KI-Assistenten vorbereiten, meldet Reuters.
Die Nachrichtenagentur beruft sich bei dem Bericht auf drei Quellen, die mit den Vorgängen vertraut sind. Ein Datum für die Entlassungswelle steht demnach noch nicht an, ebenso wenig sind die Pläne final. Metas Top-Management hat aber bereits eine Reihe von Führungskräften über das Vorhaben informiert. Die sollen nun konkret ausarbeiten, wie sich die Teams verkleinern lassen.
Ein Meta-Sprecher erklärte auf Anfrage von Reuters, es handelte sich um „spekulative Berichte über theoretische Ansätze“. Ein direktes Dementi ist es also nicht.
Zweite große Entlassungswelle binnen vier Jahren
Wenn Meta tatsächlich 20 Prozent und mehr der Belegschaft entlässt, ist es die größte Entlassungswelle seit Ende 2022 und Anfang 2023. Damals hatte Meta-Chef Mark Zuckerberg ein „Jahr der Effizienz“ verkündet. Im November 2022 mussten dann zunächst 11.000 Mitarbeiter gehen, was rund 13 Prozent der damaligen Belegschaft entsprach. Anfang 2023 folgten dann nochmals rund 10.000 Stellenstreichungen.
Metas enorme KI-Investitionen
Aktuell versucht Meta, bei der KI-Entwicklung wieder zu den führenden Unternehmen wie OpenAI, Anthropic und Google aufzuschließen. Die internen Abteilungen wurden im letzten Jahr umstrukturiert, die Einschnitte waren gravierend. Entstanden ist etwa das neue Superintelligence Lab, für das Rekordsummen investiert wurden, um Forscher und Entwickler von anderen Unternehmen abzuwerben. Yann LeCun, bis dato Top-Forscher bei Meta, hat den Konzern hingegen verlassen. Er verfolgt mit einem neuen Startup nun einen eigenen Ansatz.
Enorm sind zudem die Ausgaben, die Meta für die KI-Infrastruktur plant. Bis zu 135 Milliarden US-Dollar will der Konzern in diesem Jahr investieren. Zusätzlich wurden langjährige Chip-Abkommen mit Nvidia, AMD und Google abgeschlossen.
Bei den Modellen hinkt der Konzern allerdings bislang hinterher, die Llama-4-Generation erwies sich im letzten Jahr als Enttäuschung. Abhilfe sollen die neuen Avocado-Modelle schaffen. Laut Medienberichten bleibt auch hier die Leistung hinter den Erwartungen, die Lücke zu Top-Modellen wie Gemini 3 kann Meta derzeit noch nicht schließen. Aus diesem Grund soll auch der Start von Avocado von März auf Mai verschoben worden sein.
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Qualcomm × Asus: Klares Jein zum Snapdragon X2 Elite unter Linux

Während Qualcomm bereits seit Monaten Kernel-Patches für die Unterstützung des Snapdragon X2 Elite einreicht, vermeldet Asus, dass nach Rücksprache mit dem Chipentwickler vorerst kein Linux-Support kommen wird. Lügt hier eine Partei oder macht es sich jemand einfach nur leicht?
Ein X-Post wirft Fragen auf
Ein aktueller Post auf X gibt die Aussage von Asus wieder, dass vorerst kein Linux-Support für Geräte der Snapdragon-X2-Elite-Platform angedacht ist und dafür bezieht sich der Hersteller auf seinen Chiplieferanten Qualcomm.
Doch Qualcomm selbst liefert bereits seit Monaten Patches für den Linux-Kernel, um die Unterstützung für seine aktuellen Notebook-Chips zu gewährleisten. Zuletzt wurde diese mit dem Kernel 7.0 deutlich ausgebaut.
Mehr Schein als Sein?
Bereits beim Vorgänger, dem X-Elite zeichneten sich jedoch Probleme ab. So hat Tuxedo die Entwicklung einer darauf beruhenden Plattform abgebrochen, da sich die Probleme ohne absehbare Lösung häuften.
Schlechte Laufzeiten, problematische BIOS-Updates und keine Lüftersteuerung. Auch die Video-Hardwarebeschleunigung lief nicht wie gewünscht. Zahlreiche Gründe die Entwicklung nicht fortzusetzen und sich auf den Nachfolger zu konzentrieren, den Qualcomm im Winter 2025 angekündigt hat.
Liegt es an Asus oder Qualcomm?
Qualcomm hat zwar nachweislich Arbeit für die Unterstützung des X2-Elite unter Linux geleistet, doch reichen die Arbeiten, um Linux problemlos auszuführen oder liegt es an der Implementation seitens Asus? Diskussionen von Nutzern deuten darauf hin, dass es unter anderem in der Verantwortung der Gerätehersteller liegt, das UEFI mit ARM Linux-kompatibel zu halten.
Letztendlich werden vielleicht finale Geräte und Modelle anderer Hersteller Antwort bringen. Doch dass Linux und ARM grundsätzlich gut miteinander können, zeigen nicht nur zahlreiche Server-Prozessoren, sondern auch die Unterstützung der M*-Prozessoren von Apple. Der Ausgangspunkt hier ist jedoch aber auch ein komplett anderer.
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Ersteindruck zum eufy C15: Mähroboter schneidet zuverlässig den Rasen – mit Rabatt
Nach der Ankündigung zum MWC 2026 Anfang März kann der Rasenmähroboter eufy C15 von Anker ab sofort vorbestellt werden. Als kleinere Alternative zum eufy E15 und E18 startet er günstiger in den Handel und kann für 899 Euro ohne Garage und 999 Euro mit Garage bestellt werden. Wer bis zum 21. Mai 1 Euro anzahlt, spart 150 Euro.
Denn mit der Anzahlung kann man sich das 999-Euro-Modell für insgesamt 850 Euro sichern. Die Aktion läuft bis einen Tag vor dem offiziellen Verkaufsstart, der am 22. Mai angesetzt ist. Zum Vergleich: Der eufy E15 für bis zu 800 Quadratmeter kostet derzeit 1.099 Euro* und der eufy E18 für bis zu 1.200 Quadratmeter wird für 1.599 Euro* verkauft.
ComputerBase konnte den C15 in den letzten Tagen bereits ausprobieren und liefert zum Vorbestellungsstart einen kurzen Ersteindruck.
TrueVision-Kamerasystem und 500 Quadratmeter Mähfläche
Der eufy C15 ist für Flächen bis 500 Quadratmeter ausgelegt und schafft Steigungen bis zu 32 Prozent – 8 Prozent weniger als die 40 Prozent des E15 und E18. Mit einer Schnittbreite von 180 mm fällt diese aber schmaler aus als bei den beiden größeren Modellen, die 203 mm bieten. Wie die E-Serie setzt auch der eufy C15 auf die eufy TrueVision-Technologie, so dass der Mähroboter ohne Begrenzungskabel, RTK-Antenne und manuelles Kartieren auskommt. Stattdessen erfassen Kameras in Kombination mit KI-Navigation den Garten automatisch und passen ihn bei Veränderung auch automatisch an. Ein Abfahren des Rasenrandes, wie es von anderen Mährobotern bekannt ist, ist beim eufy C15 so auch nicht mehr erforderlich, denn der Mähroboter fährt beim Einrichten automatisch einmal alle Ränder ab, indem er mit der Vorderseite Bahn für Bahn das Feld absteckt.
Sehr positiver Ersteindruck
Das funktioniert in einem ersten Test von ComputerBase hervorragend und angrenzende Beete und Blumen wurden korrekt erkannt und nicht niedergemäht. Auch die allgemeine Navigation ist sehr durchdacht, da es der eufy C15 vermeidet, auf der Stelle zu rotieren, ohne ein Rad zu drehen. Das typische Eingraben und Schieben der Räder über den Rasen ist im Test deshalb bisher nicht aufgetreten. Zudem fährt der C15 Ecken und Engstellen noch einmal rückwärts an, so dass er diese, soweit es bauartbedingt möglich ist, möglichst bündig mäht. Gerade bei engeren, kleinen Gärten überzeugt diese Art der Navigation im bisherigen Vorabtest sehr. Grundsätzlich mäht der C15 zunächst die Rasenfläche und fährt dann noch einmal den Rand ab. Im folgenden Video ist zu sehen, wie der eufy C15 am Ende einer gemähten Bahn wendet.
Erfreulich ist auch, dass die Basisstation im Alltag nicht wie im Handbuch angegeben einen halben Meter Freiraum nach rechts und links benötigt. Denn gerade in kleineren Gärten lässt sich dies nicht immer realisieren. Nach der ersten Einrichtung kann man die Station problemlos auch so versetzen, dass kein Freiraum neben ihr ist, da der eufy C15 nach hinten aus der Ladestation herausfährt. Das folgende Video zeigt den Startvorgang aus der Garage des eufy C15.
Über das Kamerasystem kann man auch jederzeit ein Livebild des Roboters einblenden und über die App selbst die Steuerung übernehmen – wobei sich die Klingen zum Mähen dann nicht drehen.
Viele Optionen in der App
Der bei der automatischen Erfassung der Rasenfläche erkannten Rasen lässt sich anschließend in der App um weitere Zonen, Sperrzonen, erzwungene Fahrbereiche oder virtuelle Wände etwa zu Nachbargärten, falls notwendig, ergänzen. Auch Optionen wie das Mähen von gelbem Gras, die Mährichtung oder Zeitpläne lassen sich konfigurieren. Auch der Abstand zwischen den Bahnen lässt sich einstellen, um selbst entscheiden zu können, wie schnell oder wie präzise der Mähvorgang sein soll. Die Schnitthöhe wird über ein Drehrad an der Oberseite des C15 zwischen 20 und 60 mm eingestellt, sie lässt sich nicht in der App anpassen. Wiederum in der App einstellen lässt sich jedoch der Randbereich, der bewusst vergrößert oder auch reduziert werden kann, etwa wenn Rasenkantensteine verlegt sind.
Regensensor und Kleintiererkennung
Die 3D-Hinderniserkennung identifiziert über 300 typische Objekte und umfährt sie. Gleichzeitig erkennt der C15 auch Kleintiere wie Igel und stoppt automatisch. Anker empfiehlt aber zudem, den Mähroboter weder in der Dämmerung noch nachts fahren zu lassen, um Kleintiere optimal zu schützen. Ein Regensensor auf dem C15 erkennt einsetzenden Regen und kann das Mähen bei Nässe verhindern. Ebenso wie bei wenig Licht kehrt der C15 dann automatisch in die Basisstation zurück. Laut Anker arbeitet der C15 mit 58 Dezibel.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Anker unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Exportverbot für Fabrikausrüstung: Weitere Daumenschrauben für Chinas 7-nm-Fertigung
Die USA haben weitere Exportverbote für Fabrikausrüstung nach China aufgelegt. Die Ziele sind Hua Hong und Huali Microelectronics, beides Zulieferer für Huawei, die wiederum seit vielen Jahren auf der Sanktionsliste stehen. Mit dem Vorgehen soll das rasche Voranschreiten der 7-nm-Fertigung unterbunden werden.
Hua Hong Semiconductor ist nach SMIC der zweitgrößte Fertiger halbwegs moderner Chips in China. Auch dies ist bisher primär westlichen Werkzeugen zu verdanken, denn ohne die Gerätschaften von LAM, KLA, Applied und anderen wäre Chinas Fertigung noch Jahre von dem Stand entfernt, den sie heute hat. Um sie nicht noch zügiger besser werden zu lassen, legt das U.S. Department of Commerce weitere Exportrichtlinien auf. Aktuell sind dies zwar nur „is-informed“-Anweisungen. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass daraus schnell feste Regularien werden.
Hua Hong wird nachgesagt, dass sie ab diesem Jahr Huaweis neue AI-Beschleuniger bauen sollen. Während SMIC bisher den größten Anteil der Chipfertigung primär für mobile Lösungen und SoCs von Huawei/HiSilicon übernimmt, soll Hua Hong nun einen Anteil im Profi-Bereich übernehmen. Die Shanghai Huali Microelectronics Corporation (HLMC) ist ein Tochterunternehmen von Hua Hong und produziert primär in denselben Einrichtungen, der Staat hat hier voraussichtlich maßgeblichen Einfluss. Der Fertiger soll von SiCarrier unterstützt werden, die wiederum von Huawei Unterstützung erhalten und in Hua Hongs neuer Fabrik an zusätzlichen Verbesserungen in der Fertigung forschen und neue Prozesse rund um 7 nm entwickeln. Diese sollen dann in Huawei-Produkte fließen. Für Ende 2026 war hier mit einer Produktion von einigen Tausend Wafern für 7 nm geplant worden, berichtet Reuters. Bisher fertigt HLMC bestenfalls Chips in 28/22 nm.
China-Verkäufe bleiben Milliardengeschäft
Für die Fabrikausrüster könnten die zusätzlichen Einschränkungen weitere Umsatzverluste nach sich ziehen. In den letzten Jahren konnten die Tool-Lieferanten viele Milliarden Dollar in China umsetzen, das Damoklesschwert der plötzlichen Sanktionierung schwebte dabei stets über ihnen. Entsprechende Pläne dürfte es deshalb durchaus in den Schubladen der großen Unternehmen geben. Da die Chipindustrie und Neubauten aber auch außerhalb von China aktuell boomen, sollten die Auswirkungen handhabbar bleiben. Wie üblich ist das Thema ohnehin nicht schwarz oder weiß, denn während vielleicht das eine Produkt nicht mehr geliefert werden darf, können es viele andere weiterhin. Bei LAM Research beispielsweise macht das China-Geschäft auch Anfang 2026 noch 34 Prozent des Umsatzes von insgesamt 5,84 Milliarden US-Dollar aus. Der Wegfall des einen oder anderen Kunden und Geräts geht hier letztlich in der Masse unter.
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