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Be happy, be Pim › PAGE online


Ein bisschen Spaß im Leben können wir alle ganz gut gebrauchen. Da kommt die neue Schrift von Pieter van Rosmalen gerade recht: Pim macht richtig gute Laune.

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Kulleraugen-Umlaute, ausgestreckte Zeigefinger, Emojis, Pfeile und Symbole, die Schriftfamilie Pim hat jede Menge unterhaltsame Features.

Der digitale Font hat einen analogen Vorläufer, Pieter van Rosmalen, zusammen mit Paul van der Laan Gründer der Foundry Bold Monday, entwickelte die ursprüngliche Version eigentlich für den Buchdruck. Die Buchstaben stellte er mit Polymer und Holz her, jeder der Monospace-Buchstaben bildete einen quadratischen Würfel. Die Inspiration zur analogen Pim fand Pieter van Rosmalen in den ikonischen »Pootjesglas« Schaufensterbeschriftungen in niederländischen Ladenfenstern aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, benannt nach Johannes Willem »Pim« Pootjes.

Die breiten, runden Formen, die markanten Kugelenden und die fetten, runden Satzzeichen dieser Beschriftungen faszinierten van Rosmalen und so entwickelte er die analoge Pim, allerdings ausschließlich mit Versalien.

Viele schöne Extra Glyphen

Die jetzt erschienene digitale Pim verfügt dagegen auch über ein umfangreiches Repertoire an Kleinbuchstaben, Alternativen, Piktogrammen, Ornamenten, Rahmen, Mustern und Display-Ziffern, die an ihren Ursprung erinnern. Die Schriftfamilie besteht aus den Schnitten Regular, Medium, Bold und Inline, es gibt sie für das erweiterte lateinische und das kyrillische Schriftsystem. Pieter van Rosmalen zeichnete alle Glyphen auf einem Quadrat, sie haben extrem hohe x-Höhen ohne Unterlängen. Deshalb lässt sich Pim sehr eng setzen, am besten ohne zusätzlichen Zeilenabstand.

Schwünge zum Aufstecken

Wunderbar spielen kann man auch mit den drei verschiedenen Sätze »aufsteckbarer« Schwünge für die Versalien. Tippt man [, { oder ( gefolgt von einem Großbuchstaben, wird die Klammer durch einen Schwung ersetzt, der sich an den Großbuchstaben anschließt. Durch die Eingabe eines Bindestrichs, Gedankenstrichs oder Carets zwischen Klammer und Buchstabe entsteht ein »Verbindungsstrich« für längere Swashes. Und für die Großbuchstaben gibt es auch von Pootjes inspirierte, alternative Art-Déco-Zeichen.

Ein Einzelschnitt der Pim kostet knapp 60 Euro, alle vier zusammen gut 200 Euro. Zu beziehen ist sie über Bold Monday

Sechs Fragen an Pim-Gestalter Pieter van Rosmalen

Wann hast du die analoge Pim entworfen?

Die Letterpress-Version mit 30 × 30 mm großen Blöcken und kleinen Polymerplatten entstand Ende 2016 und Anfang 2017. Damals hieß die Schrift »Pim & The Analogue Pixels«. Die Pixel fungieren als modulare Elemente, mit denen sich sowohl Muster als auch Buchstabenformen erstellen lassen.

Woher kommt deine Begeisterung für »Pootjesglas« Lettern?

Paul und ich waren schon immer in diese Schriftzüge vernarrt. Es gibt sogar eine Website, die sich ihnen widmet. 2009 beschlossen wir, eine kleine Schriftfamilie namens Pootjes zu gestalten. Leider gaben uns die Erben von Pim Pootjes keine Erlaubnis, die Schriftfamilie zu veröffentlichen. Ende 2016 beschloss ich dann, drei Dinge zu kombinieren, die ich liebe: Pootjes-Schriftzüge, Monospaced Fonts und Buchdruck.

Wie überträgt man alte, analoge Buchstaben in eine digitale Form? Was kann bleiben, was muss gehen?

Die Schriftzüge auf Pootjesglas basierten auf geraden Linien und Kreissegmenten. Da jeder Buchstabe von Hand gezeichnet wurde, unterschied sich jedes Zeichen geringfügig von den anderen. Bei der Digitalisierung bestand die Herausforderung darin, die zugrunde liegende Struktur der Buchstaben zu identifizieren und in eine digitale Schrift zu übersetzen. Einige Buchstaben und Ligaturen wurden ursprünglich für bestimmte Wörter gezeichnet; diese haben wir als Alternativbuchstaben hinzugefügt. Pim ist keine direkte Interpretation der Pootjes-Schrift, sondern ein neues Design, das einige der zugrunde liegenden Gestaltungsprinzipien übernimmt.

Wie lange hat der Digitalisierungsprozess gedauert?

Zu lange. Seit 2017 habe ich an der Digitalisierung gearbeitet, wenn auch nicht kontinuierlich. Aber insgesamt habe ich zu lange gebraucht, um sie fertig zu stellen. Insbesondere die Inline-Version hat ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen.

Was war die größte Herausforderung?

Die Formen in ein Raster von 1000 × 1000 Einheiten einzupassen, da jedes Zeichen in den verfügbaren Platz gequetscht werden musste. Das war vor allem beim Bold Schnitt manchmal ganz schön kompliziert

Für welche Anwendungen eignet sich Pim?

Am besten für groß gesetzte positive Botschaften. Ich habe keine bestimmte Anwendung im Sinn, aber fände es großartig, wenn die Buchstaben der Pim, aber auch die Emojis, Symbole und Muster in leuchtenden Farben verwendet werden und etwas Positives vermitteln.



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Make Football My Only Job › PAGE online


Auch im Profifußball verdienen Frauen weniger als Männer. Und zwar so wenig, dass sie zusätzlich noch in einem anderen Job arbeiten müssen. In einer besonderen »Sponsoring«-Kampagne für den FC Zürich Frauen macht Serviceplan das jetzt sichtbar.

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Vor einigen Tagen trugen die Fußballerinnen des FC Zürich Frauen ihr neues Trikot zum ersten Mal. Bei Heimspiel gegen den FC Luzern und das in der AXA Women’s Super League, der höchsten Liga im Schweizer Frauenfußball.

Wie gewöhnlich waren die Trikots mit Sponsoren-Logos versehen. Aber diese sind eben keine gewöhnlichen.

Geworben wurde mit Marken, die Night Shift. Extra Hours. Side/Job oder Endless Work heißen – und darauf aufmerksam machen, was im Profi-Frauenfußball noch immer so selbstverständlich ist, wie im Rest der Arbeitswelt.

Dass Frauen für dieselbe Leistung weniger als Männer verdienen. Und sie mehr arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Für die Profi-Fußballerin bedeutet das, zusätzliche Jobs anzunehmen neben dem Training, Nachschichten zu schieben, ständig zu arbeiten.

Profifußball mit Nebenjob

Sieben von 10 Spielerinnen der Schweizer Liga gehen 20 bis 40 Stunden pro Woche einem Nebenjob nach. Die Bezahlung liegt dabei häufig unter 1.000 Franken im Monat. Und jeder, der die Preise in der Schweiz kennt, weiß, wie wenig Geld das ist. Zusätzlich trainieren die Frauen bis zu 25 Stunden wöchentlich.

Die Folgen: weniger Schlaf, kürzere Erholungszeiten, schlechtere Konzentration.

Vielleicht also ein Energydrink gefällig, für den der fiktive Sponsorenname Night Shift stehen könnte, der auf den Trikots zu lesen ist. Der Name Side/Job, der für die bittere Realität steht, könnte auch ein Fintech-Startup sein, Endless Work ein fancy Productivity-Tool.

Besonderes Sponsoring

Kampagne und Trikots entwickelten Serviceplan Suisse, Serviceplan Hamburg und Serviceplan Culture  in enger Zusammenarbeit mit dem Frauen-Fußball-Team – und die Idee dahinter nennen die Kreativen »Sponsoring-Ästhetik als Waffe«.

Das Trikot ist Teil einer mehrstufigen Kampagne mit Digital Out-of-Home (DOOH) Motiven, klassische Außenwerbung rund ums Stadion und Social-Media-Ads. Am Spieltag gab es zudem Bandenwerbung und zudem bietet die Microsite MakeFootballMyOnlyJob.com Hintergrundinformationen, persönliche Einblicke und Portraits der beteiligten Spielerinnen.

Sie ruft zum Handeln auf und wendet dabei direkt an Sponsoren, den FC Zürich und den Frauenfußball zu unterstützen – und das in einer Zeit, in der das Interesse an Frauenfußball beständig wächst und regelmäßig neue Zuschauerrekorde bricht.

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So viel Dreck hat man in einer Kosmetikkampagne bisher noch nicht gesehen! › PAGE online


Eindrucksvoller kann man kaum zeigen, was für Spuren ein Tag in New York auf der Haut hinterlässt: Die Kreativagentur Uncommon macht für die Kosmetikmarke NIOD sichtbar, was sonst verborgen bleibt – und das mit einer besonderen Gesichtsbehandlung.

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Und einer Gesichtsbehandlung versteht man die Reinigung der Haut, sanftes massieren, vielleicht noch ein Peeling, aber vor allem alles, was die Haut glatter, kleinporiger und strahlender macht.

Nicht so in der Kampagne, die von der Londoner Kreativagentur Uncommon für die Kosmetikmarke NIOD entwickelt wurde.

Denn dort sorgt ein Tag in New York City für das Facial. Und zu dem gehören mehr als 20 Pollenarten, jede Menge Autoabgase mit den unterschiedlichen Inhaltsstoffen, urbane Allergene, Feinstaub und Unmengen anderer toxischer Stoffe, die in der Luft herumschwirren.

Alles, was man sieht, ist das Still eines Gesichts, das die Kreativen mit den Schadstoffen bespachteln, es eindampfen und Emulsionen überziehen.

Spot, der unter die Haut geht

So viel Umweltdreck hat man bisher noch in keiner Kosmetikkampagne gesehen. Doch »The New York Facial« zeigt es alles – und es bleibt im Gedächtnis, was bei einem Tag in der Großstadt alles in die Haut eindringt.

Luftschadstoffe in städtischen Gebieten können die Pigmentierung der Gesichtshaut um mehr als 20 Prozent erhöhen. Und NIOD, eine kanadische Kosmetikmarke, die auf wissenschaftlich fundierte Hautpflege spezialisiert ist, hat das Spray Superoxide Dismutase 3 Enzyme Mist (SDEM3) entwickelt, das Schäden durch Umweltreizstoffe verhindern soll.

Begleitet wird die Kampagne von Kosmetikkits, die in London, New York, Los Angeles und Toronto verteilt wurden und ein »giftiges« »The New York Facial«-Produkt enthalten, das aber nicht zu öffnen war.

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Schriftfamilie Markelius Sans › PAGE online


Auf Basis des Leitsystems für das renovierte Folkets Hus am Norra Bantorget in Stockholm, entstand eine Type mit acht Schnitten.

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Ein Folkets Hus (schwedisch für Haus des Volkes) ist ein traditionelles skandinavisches Gemeinschaftszentrum, das als Treffpunkt für Kultur, Bildung und politische Aktivitäten dient. Ursprünglich von der Arbeiterbewegung ins Leben gerufen, beherbergen diese Häuser heute oft Kinos, Bibliotheken, Cafés und Räume für Vereine. 

Das Folkets Hus am Norra Bantorget in Stockholm ist ein Meisterwerk des Funktionalismus, entworfen vom Architekten Sven Markelius, der eine zentrale Rolle in der Stadtplanung Stockholms nach dem Zweiten Weltkrieg spielte. 

Die Stockholmer Designagentur Figur wurde mit der Gestaltung eines Leitsystems für das nach einigen Jahren Renovierungszeit 2025 wiedereröffnete Folkets Hus beauftragt. Für die Schriftentwicklung holten die Kreativen von Figur Typedesigner Göran Söderström, Gründer der Foundry Letters from Sweden ins Boot.

Zusammen mit dem französischen Typedesigner Léo Guibert, entwickelte Göran Söderström die Markelius Sans, die auf handgezeichneten Interpretationen der Schriftart Helvetica basiert, die sie zwischen Architekturzeichnungen und Schildern im Archiv des Folkets Hus am Norra Bantorget in Stockholm fanden.

»Als das Gebäude 1960 eingeweiht wurde, fanden sie für die Beschilderung mit den Aufschriften stadsteatern, kongresshallen, baldakinen und pelarsalen Verwendung,« so Göran Söderström. »1991 kam die Beschilderung für dansens hus hinzu, die mit dem gleichen begrenzten Satz von Buchstaben hergestellt wurde.«

Söderström und Guibert scannten die Originalbuchstaben und zeichneten sie für die Digitalisierung nach, fehlende Zeichen entwickelten sie nach derselben Grundlogik. Dabei ist die Markelius Sans keine perfekte zeitgenössiche Schrift, sie hat einen ganz eigenen Charme, der sich nicht allein mit Bézier-Kurven konstruieren lässt. »Wir haben nichts verändert. Bei der Markelius Sans handelt sich nicht um eine kommerzielle Modernisierung, sondern mehr um eine Hommage an das Original,« sagt Göran Söderström.

Der Letters from Sweden-Gründer entwarf den Regular Schnitt aus dem Ausgangsmaterial, das nur in einer Stärke vorlag. Damit war der Job, den Söderström von der Agentur Figur bekommen hatte, eigentlich erfüllt. Aber Lukas Nässil, Designer, Art-Director und Gründer von Figur stieß die Idee an, die Schrift weiter auszubauen. Gedacht getan, Léo Guibert erstellte weitere Strichstärken und Kursive. Er zeichnete auch einige noch fehlende Glyphen.

Sechsundsechzig Jahre nach der Einweihung des von Sven Markelius entworfenen Gebäudes hat dieses nicht nur ein wunderbares neues Leitsystem. Es gibt auch die Schrift Markelius Sans in acht Schnitten: Regular, Medium, Semibold und Bold mit passenden Kursiven. Die Familie umfasst auch jede Menge Pfeile: Mit und ohne Kreis, jeweils angepasst an die Ausrichtung von Klein- und Großbuchstaben.

Lizensieren kann man die Type mit dem 60er Jahre Schweden-Flair über Letters from Sweden, Einzelschnitte kosten rund 50 Euro, alle acht zusammen knapp 300 Euro.

Das von der Stockholmer Designagentur Figur entwickelte Leitsystem passt perfekt zum Gebäude.

  

Die Inspiration für die Piktogramme stammt vom Portikus. Die Winkel, Proportionen und Größen der tanzenden Figuren prägen das Erscheinungsbild der Icons. Ihr auffälligstes Merkmal ist die Größe des Kopfes im Verhältnis zum Körper.

Stehende Zeichen sind an einer eigenen Grundlinie ausgerichtet. Alle anderen Symbole wurden optisch vertikal und horizontal zentriert.



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