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Crystaldiskinfo 9.9.0: Tool markiert gefälschte Samsung-SSDs als „Fake“


Crystaldiskinfo 9.9.0: Tool markiert gefälschte Samsung-SSDs als „Fake“

Zuletzt mehrten sich Berichte über gefälschte Samsung-SSDs. Der Entwickler des Tools CrystalDiskInfo trägt dem Umstand Rechnung und führt ein „Fake“-Label für solche Fälschungen ein. Nach welchen Kriterien dabei geprüft wird, ist allerdings unklar.

In Zeiten extrem hoher SSD-Preise, die inzwischen gut doppelt so hoch wie im vergangenen Herbst ausfallen, wittern Betrüger das große Geschäft. Sie bringen gefälschte SSDs, gerne vom Marktführer Samsung, in den Umlauf, die auf den ersten Blick oftmals nicht als solche zu erkennen sind. Auch einen Leser von ComputerBase hatte es jüngst erwischt. Seine Fotos zeigen eine täuschend echt wirkende Verpackung einer Samsung 990 Pro. Nur die blaue statt sonst schwarze SSD-Platine stimmte misstrauisch. Letztlich lieferten Tools eindeutige Hinweise auf die Fälschung, die in diesem Fall allerdings nicht einmal funktionierte.

CrystalDiskInfo führt Fake-Label ein

Bei weniger deutlichen Anzeichen einer Fälschung ist es hilfreich, wenn Überwachungstools direkt Alarm schlagen. Das will jetzt die neue Version 9.9.0 des beliebten Datenträgertools CrystalDiskInfo leisten. Laut Entwickler sollen gefälschte Samsung-SSDs nun deutlich mit dem Label [FAKE] markiert werden. Ein auf X geteilter Screenshot zeigt die neue Funktion in Aktion.

Bei der oben erwähnten Fälschung einer Samsung 990 Pro meldete das Tool diese mit korrektem Namen. Lediglich seltsame Angaben zur Speicherkapazität sowie eine unübliche Firmware-Version lieferten konkrete Hinweise auf den Betrug.

Bisher lieferte CrystalDiskInfo nur indirekte Hinweise auf eine Fälschung (hier etwa eine verkehrte Firmware-Version)
Bisher lieferte CrystalDiskInfo nur indirekte Hinweise auf eine Fälschung (hier etwa eine verkehrte Firmware-Version)

Nach welchen Kriterien CrystalDiskInfo nun prüft, ob es sich um eine Fälschung handelt, verraten die Release Notes nicht. Es ist aber denkbar, dass solche Unstimmigkeiten in der Software quasi einen Alarm auslösen und der Datenträger folglich als „Fake“ markiert wird. Ein solcher Hinweis ist dann auch für weniger versierte Anwender zu erkennen.

Wünschenswert wäre sicher ein herstellerübergreifender Fake-Alarm. Doch insbesondere SSDs von Samsung geraten immer wieder ins Visier der Betrüger. Auch das Hersteller-Tool Samsung Magician liefert indirekte Hinweise auf eine Fälschung, wenn zum Beispiel einige Funktionen nicht unterstützt werden. Ein Fake-Label wäre beim Hersteller-Tool aber auch nicht verkehrt.

Was bringt Version 9.9.0 noch?

Flash-Controller der Serie JMicron JMS59x werden von der neuen Version nun unterstützt. Ein Problem mit dem JMS586 sei wiederum behoben. Zudem sei die Sicherheit beim Ladevorgang der DLL verbessert worden.

  • Added: [FAKE] label support for counterfeit Samsung SSDs
  • Added: Support for JMicron JMS59x
  • Fixed: JMS586 New was not working properly
  • Improved: Security of DLL loading process

Crystal Dew World

Im Anschluss kann die aktuelle Version CrystalDiskInfo 9.9.0 über den Download-Bereich von ComputerBase heruntergeladen werden.

Downloads

  • CrystalDiskInfo

    4,9 Sterne

    CrystalDiskInfo ist ein umfangreiches Analyse-Tool für Festplatten und SSDs sämtlicher Hersteller.



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Disc to Digital: Microsoft testet Digitalisierung von Blu-ray-Spielen


Disc to Digital: Microsoft testet Digitalisierung von Blu-ray-Spielen

Die Zeit von Spielen auf Blu-rays geht überall ihrem Ende entgegen. Klassische Spiele in einer Kunststoffhülle gibt es auch bei Microsofts Xbox bald nicht mehr. Eine Ankündigung steht noch aus, der Konzern arbeitet aber an einem Feature zur Digitalisierung von Sammlungen auf alten Speichermedien.

Offiziell hat sich Microsoft zu beiden Punkten bedeckt gehalten. Das ist kein Wunder, denn mit dem Konzept einer ursprünglich rein digitalen Xbox One mit Always-On-Verpflichtung hatte sich Microsoft mit gehörigem Schwung in die Nesseln gesetzt und Sony mit der PlayStation 4 einen PR-Sieg geschenkt – die berühmte Anleitung zum Teilen von Spielen entspringt der Kritik an diesem Konzept. Wie damals vorhergesagt hat es sich Stück für Stück und Schritt für Schritt etabliert. Die Epochenwende kommt nun, nur in seltsam vertauschten Rollen: Ausgerechnet Sony stellt 2028 Spiele auf Blu-ray ein und zeigt negative Seiten dieser forcierten Digitalisierung auf. Vom damaligen Lizenzhandel und dem virtuellen Verleih von Lizenzen ist allerdings keine Rede mehr.

So funktioniert das Feature

Bei Microsoft wird stattdessen an einem Feature gearbeitet, mit dem sich Spiele auf optischen Medien an Nutzerkonten binden lassen, berichtet The Verge unter Berufung auf Quellen aus dem Konzern, das sich im Code der Xbox-App als „enable Disc2Digital“-Schalter bereits angedeutet hatte. Das Feature soll Blu-rays, also Spiele der Xbox One und Xbox Series X, voraussetzen. Es gibt lediglich eine Einschränkung: Das Feature funktioniere nicht automatisch. Abhängig ist es davon, wo und wann die Blu-ray hergestellt wurde, weil bestimmte Marker für das Feature benötigt werden.

Um eine Speicherscheibe zu digitalisieren, muss das Spiel lediglich installiert und gespielt werden, berichtet die Seite. Anschließend wird dem Microsoft-Nutzerkonto eine digitale Lizenz für den Titel hinzugefügt, die an das individuelle Speichermedium gebunden ist. Verleiht man das Spiel, wechselt die Lizenz zum Konto des nächsten Spielers. Funktional soll sich die Lizenz nicht von einem gewöhnlichen Kauf im Microsoft-Store unterscheiden. Ist ein Game-Pass-Abo vorhanden, kann das Spiel dementsprechend gestreamt werden, zudem lassen sich Play-Anywhere-Spiele auf allen verbundenen Plattformen spielen.

Nächste Xbox mit oder ohne Laufwerk?

Ob das Feature zwingend nötig wird, ist offen. Microsoft habe aktuell noch nicht endgültig entschieden, ob die nächste Xbox ein optisches Laufwerk besitzen wird, heißt es abschließend in dem Bericht. Die Voraussetzungen dafür werden jedoch gerade geschaffen und tendenziell spätestens bei einer Modellpflege der Konsole relevant. Digital-only-Versionen von Konsolen bietet der Konzern schon länger an, aktuell aber noch als bloße Option.



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OLED-Monitore für Profis: Asus bringt QD-OLED mit Flip-Kolorimeter auf den Markt


OLED-Monitore für Profis: Asus bringt QD-OLED mit Flip-Kolorimeter auf den Markt

Bild: Asus

Zwei im Vorfeld angekündigte neue ProArt-Displays mit OLED-Technik bringt Asus jetzt auf den Markt. Der PA27USD liefert 4K UHD auf rund 27 Zoll und der PA32USD dieselbe Auflösung auf rund 32 Zoll Diagonale. Beide besitzen ein integriertes Kolorimeter zur automatischen und manuellen Kalibrierung.

OLED-Monitore für Kreativ-Profis

Sowohl der bereits letzten September angekündigte PA27USD als auch der kürzlich auf der Computex thematisierte PA32USD setzen auf ein QD-OLED-Display mit 3.840 × 2.160 Pixeln aus dem Hause Samsung. Dieses bietet die üblichen Vorteile bei Reaktionszeit und Kontrast gegenüber LCDs und arbeitet nativ mit 10 Bit Farbtiefe. Die Helligkeit soll auf ganzer Fläche 250 cd/m² und punktuell (HDR) bis zu 1.000 cd/m² erreichen. Die maximale Bildwiederholrate liegt bei 240 Hz.

ProArt Display OLED PA27USD
ProArt Display OLED PA27USD (Bild: Asus)
ProArt Display OLED PA32USD
ProArt Display OLED PA32USD (Bild: Asus)

Da Asus mit den Neuheiten explizit den Profibereich („Content Creator“) anspricht, werden die Themen Farbdarstellung und -präzision in den Mittelpunkt gerückt. Ab Werk sollen die Displays auf einen Farbabstand von Delta E < 1 kalibriert sein und ein Farbspektrum bieten, das 99 Prozent des DCI-P3-Farbraums abdeckt. An einem kleinen Arm am unteren Display-Rand sitzt ein motorisiertes Flip-Kolorimeter, mit dem sich bei Bedarf (auch automatisiert) nachjustieren lässt. Dieses benötigt keine zusätzliche Software und erlaubt auch geplante Kalibrierungen außerhalb der Arbeitszeiten.

Dass hier eindeutig der Profimarkt bedient werden soll, zeigt sich auch beim Einsatz des Serial Digital Interface (SDI), das zum Beispiel in Fernsehstudios Videodaten unkomprimiert überträgt. Der PA27USD besitzt einen 12G-SDI-Anschluss, beim größeren PA32USD sind es deren zwei. Darüber soll die 4K-Auflösung mit 60 Hz unkomprimiert übertragen werden.

Farbparameterprofile werden direkt auf dem internen Scaler-Chip im Monitor gespeichert. Wird die Look-Up-Tabelle nach einer Kalibrierung neu geschrieben, stehen die Informationen somit unabhängig vom angeschlossenen Gerät stets bereit. Ferner werden die HDR-Standards Dolby Vision, HLG und HDR10 unterstützt.

Als weitere Anschlüsse sind jeweils DisplayPort 2.1, HDMI 2.1 sowie Thunderbolt 4 im Doppelpack vertreten. Jeweils einer der Thunderbolt-Ports dient als Eingang mit 96 Watt Power Delivery, während der andere als Ausgang eine Reihenschaltung mehrerer Displays ermöglicht. Hinzu kommt noch ein USB-Hub mit einmal USB-C und zweimal USB-A sowie ein Kopfhöreranschluss. Eine KVM-Funktion wird über einen weiteren USB-C-Port realisiert. Die integrierten Lautsprecher besitzen eine Nennleistung von zweimal 3 Watt.

ProArt Display OLED PA27USD
ProArt Display OLED PA27USD (Bild: Asus)
ProArt Display OLED PA27USD
ProArt Display OLED PA27USD (Bild: Asus)
ProArt Display OLED PA32USD
ProArt Display OLED PA32USD (Bild: Asus)

Die Profimonitore sind mit einem Näherungssensor und einem Umgebungslichtsensor zur automatischen Helligkeitsanpassung versehen und sollen im typischen Betrieb weniger als 32 Watt (PA27USD) respektive weniger als 50 Watt (PA32USD) benötigen. Der Standfuß ist wechselbar und erlaubt unter anderem eine Höhenverstellung und Pivot. Zum Lieferumfang gehören jeweils eine Blendschutzhaube und ein Kalibrierungsbericht. Asus wirbt zudem mit einer Kooperation mit Adobe, sodass Käufer je nach Region kostenlose Probe-Abos für Adobe-Software erhalten.

Preise und Verfügbarkeit

Die ohne Zweifel üppige Ausstattung mit einigen Besonderheiten hat auch ihren Preis. Das kleinere ProArt Display OLED PA27USD kostet bereits rund 2.250 Euro, während für das ProArt Display OLED PA32USD sogar rund 3.000 Euro fällig werden. Laut Asus sind beide Monitore ab sofort erhältlich. Die unverbindlichen Preisempfehlungen des Herstellers werden von den Online-Händlern aber bereits unterboten, sodass es den PA27USD ab 2.013 Euro und den PA32USD ab 2.800 Euro zu kaufen gibt.



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Eröffnung nach nur 3 Jahren: Infineons Smart Power Fab in Dresden geht in Betrieb


Eröffnung nach nur 3 Jahren: Infineons Smart Power Fab in Dresden geht in Betrieb

Bild: Infineon/Lichtwerke

Es war eine Wette auf die Zukunft, aber sie ging voll auf: Infineons neue Fabrik ist die modernste Europas und genau zum richtigen Zeitpunkt (fast) fertig geworden. Denn die Nachfrage nach modernen Chips unterschiedlichster Art ist hoch und steigt stetig, Infineon kann diese nun in größerem Umfang bedienen.

Sechs Stockwerke auf 40 Meter

Sechs Stockwerke und insgesamt 40 Meter hoch ist das neue Gebäude in Dresden und erst auf der vorletzten Etage liegt das Herz des Gebäudes: der Reinraum. In den Etagen direkt darunter und darüber wird unter anderem die Luft gefiltert und ständig ausgetauscht. Die erste Etage ist wiederum allein der Technik und der Vorbereitung der Produktion wie etwa der Chemikalien ausgelegt. Und im Erdgeschoss findet sich der Wareneingang, im Keller stehen 60 große Tanks, die Wasser aufbereiten und Abwasser beherbergen und dann auch abführen können. Ziel am Standort ist es, bis zum Jahr 2033 45 Prozent des benötigten Wassers aus recyceltem Produktionswasser zu beziehen.

Das alles wiederum findet sich im Schnitt durch den Kern der Fabrik, am Rand des Gebäudes sind noch Büros und viel zusätzliche Technik zu finden, wie im Übersichtsbild deutlicher wird.

Die Fab im Detail
Die Fab im Detail (Bild: Infineon)

In nur 17 Monaten errichtet

In nur 17 Monaten wurde das Gebäude von bis zu 2.400 Arbeitern gleichzeitig auf der Baustelle fertiggestellt. Ohnehin ging es alles ziemlich flott: Der erste Spatenstich erfolgte im Mai 2023, Richtfest war im April 2025, im Juli 2025 war der Reinraum fertig, ab Oktober 2025 wurden die Anlagen installiert. Heute fand nun bereits die Eröffnung statt – vor dem einmal geplanten Termin, erklärt Infineon dazu stolz unter Beisein der kompletten Führungsetage, aber auch vielen Politikern und einem zugeschalteten Bundeskanzler aus Berlin. Fertig ausgerüstet wird aber noch die kommenden Monate, bis es dann so richtig losgehen kann mit der Produktion.

Eröffnung der Smart Power Fab von Infineon in Dresden
Eröffnung der Smart Power Fab von Infineon in Dresden (Bild: Infineon/Livestream)

Infineon ging in Vorleistung

Ein Grund für die rasche Umsetzung war, dass Infineon allein in Vorleistung gegangen war. 5 Milliarden Euro wurden insgesamt für den Bau veranschlagt, Infineon hat sie vorerst ohne externe Mittel geschultert. Zwar wurden Subventionen und Beihilfen in Aussicht gestellt, die wurden im Rahmen des European Chips Act sowie des Innovationsprogramms IPCEI ME/CT (Important Project of Common European Interest on Microelectronics and Communication Technologies) aber erst im Februar 2025 in Höhe von 920 Millionen Euro offiziell genehmigt.

In Zukunft arbeiten am neuen Standort 1.000 Angestellte zusätzlich bei Infineon und produzieren Milliarden von Chips auf 300-mm-Wafern, viele weitere Arbeitsplätze entstehen im Zulieferbereich und dem Umfeld der Anlage – Experten gehen laut Infineon von einem positiven Jobeffekt von 1:6 aus. D.h. auf einen neuen Mitarbeiter bei Infineon kommen sechs weitere bei anderen Firmen hinzu.

Smart Power Fab von Infineon
Smart Power Fab von Infineon (Bild: Infineon/Lichtwerke)



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