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Das Pitchdeck hat Carsten Maschmeyer und N8n-Gründer überzeugt
Spricht man mit Investoren über mögliche „Megatrends“ und Felder, in denen besonders viel Potenzial für Innovation und neue Lösungen steckt, nennen nicht wenige seit geraumer Zeit: die Industrie.
Deutschland und seine Fabriken. Ziemlich unter Druck, den Anschluss nicht zu verpassen. Und da wollen Firmen wie United Manufacturing Hub (UMH) aus Köln helfen.
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Das Startup versteht sich als „Industrial-Data-Layer“ für die produzierende Industrie – also als Zwischenschicht, die Daten aus Maschinen, Sensoren und IT-Systemen einsammelt, ordnet und so nutzbar macht.
„Datensteckdose“ für moderne Fabriken
Man kann sich das so vorstellen: Eine Fabrik funktioniert wie eine Stadt. Überall Sensoren, Ampeln, Zähler, Busse – alle senden Daten. UMH baut so etwas wie eine einheitliche Verkehrsleitzentrale für diese Stadt: Alle Informationen laufen in einem „Unified Namespace“ zusammen, werden mit Kontext versehen (von welcher Maschine, aus welcher Linie, in welchem Werk, zu welcher Schicht) und stehen dann in Echtzeit zur Verfügung.
So können Unternehmen einfach Dinge bauen wie Live-Kennzahlen für den Shopfloor, Energie- und Ressourcenmonitoring, Zustandsüberwachung von Maschinen oder – etwas komplexer – auch KI-Modelle, die Anomalien erkennen oder Prozesse optimieren.
Wie gesagt: Investoren glauben an dieses Segment, so auch hier. In einer Seed-Runde haben die Gründer Alexander Krüger (CEO) und Jeremy Theocharis (CTO) mehr als fünf Millionen Euro eingesammelt.
Bekannt Investoren und Business Angel an Bord
Angeführt wird die Runde von Kompas VC, dazu kommen Carsten Maschmeyers Seed + Speed Ventures, Sustainable Future Ventures (SFV Capital) und Archimedes New Ventures.
Auffällig ist auch die Angel-Riege: Mit dabei sind etwa Jan Oberhauser, Gründer und CEO des AI-Unicorns N8n, und Jeff Hammerbacher, der Cloudera mitgegründet hat und zu den frühen Data-Science-Pionieren bei Facebook zählt.
Mit dem frischen Kapital will das Startup seine Open-Source-Plattform technisch vertiefen und breiter in den Markt tragen. UMH konnte bereits einige große Kunden gewinnen, so wie den Babynahrungshersteller Hipp, die Supermarktkette Edeka oder das Montagetechnikunternehmen Böllhoff. Parallel dazu sollen Engineering- und Go-to-Market-Teams wachsen, die Expansion in Europa soll spürbar an Tempo gewinnen.
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Große Ziele
Allein auf weiter Flur ist UMH mit dieser Wette auf den Unified Namespace allerdings nicht. In Deutschland und Europa formiert sich ein kleines, aber wachsendes Ökosystem von Anbietern, die ebenfalls daran arbeiten, Produktionsdaten aus der Industrie in standardisierte, in Echtzeit verfügbare Strukturen zu bringen. Aus Deutschland stammt etwa i-flow, das Industrieunternehmen beim Aufbau verteilter UNS-Architekturen unterstützt.
In Bereichen wie ERP, CRM oder HR seien längst milliardenschwere Softwarekonzerne entstanden, so Niklas Hebborn, Chief Commercial Officer von UMH und ehemaliger Partner bei Frank Thelens Freigeist Capital, wo er bereits als Pre-Seed-Investor in UMH investiert hat. Im Digital Manufacturing fehle ein solcher Player noch. UMH sieht seine Chance darin, diesen Slot als Industrial-Data-Company zu besetzen.
Das ist das Pitchdeck
Wir zeigen euch exklusiv das 20-seitige Pitchdeck von United Manufacturing Hub, mit dem das Industrial Startup seine Seed-Finanzierungsrunde sichern konnte. Weitere Pitchdecks anderer Startups findet ihr hier.
United Manufacturing Hub
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Kranksein war für mich als Unternehmer ein No-Go
Während in der öffentlichen Debatte über Krankmeldungen diskutiert wird, arbeiten viele Gründer dauerhaft am Limit – ohne Pause, ohne Auszeit. Mawave-CEO Jason Modemann erklärt, wie er persönlich damit umgeht.
Während Bundeskanzler Friedrich Merz darüber diskutiert, ob die Deutschen zu oft krank sind, sieht die Realität bei vielen Gründern ganz anders aus: Die meisten melden sich nie krank. Sie arbeiten permanent am Limit. Hustle ist sowas wie ein Leistungsnachweis. Jason Modemann, CEO von Mawave, erzählt, wie er damit umgeht.
In meiner gesamten Karriere war ich wahrscheinlich keine zehn Tage offiziell krankgemeldet. Und selbst an diesen Tagen habe ich meistens zumindest kurz das Handy in die Hand genommen oder ein paar Mails beantwortet. Wirklich „off“ war ich so gut wie nie.
„Wem wollte ich etwas beweisen?“
Vor allem in den ersten fünf Jahren als Gründer war krank sein für mich ein absolutes No-Go. Ich hatte dieses Gefühl: Wenn ich einen Tag ausfalle, bleibt alles stehen. Wenn ich nicht da bin, verlieren wir Momentum, Wachstum, Kontrolle. Rückblickend denke ich mir: Wem wolltest du da eigentlich etwas beweisen?
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Denn die Wahrheit ist: Die Welt geht nicht unter, wenn man mal ein oder zwei Tage nicht arbeitet. Ein gesundes Unternehmen hält das aus. Wenn es das nicht tut, liegt das Problem nicht an einem Krankheitstag.
Glücklicherweise bin ich selten wirklich krank im medizinischen Sinne. Aber ich merke alle drei, vier Monate sehr deutlich: Jetzt brauche ich einen Cut. Meine Konzentration wird zäher, die Geduld wird kürzer, die Energie weniger.
Bewusst eine Auszeit nehmen
Früher hätte ich solche Anzeichen ignoriert und abgetan. Heute nehme ich das ernst. Das heißt zwar trotzdem nicht, dass ich mich zwei Wochen abmelde und ins Bett lege. Aber ich nehme mich bewusst einen Tag raus: manchmal einfach Spa, manchmal einfach nur etwas Ruhe. Aber zumindest keine Anrufe, keine Mails, kein Slack. Erstaunlicherweise reicht das oft, um zu rechargen und wieder bei 100 Prozent zu sein.
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Was sich bei mir verändert hat, ist nicht meine Belastbarkeit, sondern mein Mindset. Lange Zeit habe ich Krankheit als Schwäche gesehen. Inzwischen sehe ich sie als Signal, um Verantwortung zu übernehmen. Genau darin liegt für mich der Unterschied.
Warum beide Seiten falsch liegen – und worauf es ankommt
Denn Hustlen heißt: Immer weitermachen, egal was der Körper sagt. Verantwortung heißt: Etwas dafür tun, langfristig leistungsfähig zu bleiben.
Die Hustle-Kultur ist meiner Meinung nach deshalb genauso problematisch wie die Krankheitsdebatte. Denn beide denken in Extremen. Die eine Seite sagt: Ihr fehlt zu oft. Die andere sagt: Du darfst nie fehlen.
Im Grunde genommen messen aber beide Leistung falsch. Denn am Ende geht es nicht darum, wie viele Krankheitstage man (nicht) hat, sondern konstant zu liefern – ohne sich selbst zu verbrennen. Und dafür braucht es vor allem eines: sich selbst ehrlich zu führen.
Jason Modemann ist Gründer und Geschäftsführer von der Social Media Agentur Mawave Marketing. Mit 27 Jahren führt er 150 Mitarbeiter. Zu Mawaves Kunden zählen unter anderem Red Bull, Nike und Lidl. Zudem ist er Autor des Buches „Always hungry, never greedy.“
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150.000 Euro Monatsumsatz – erst dann zahlte sich dieser Gründer Gehalt
In unserer Reihe zeigen Gründerinnen und Gründer, wann sie sich ihr erstes Gehalt ausgezahlt haben, wie hoch es war – und warum sie genau diesen Zeitpunkt ausgewählt haben. Bei Daniel Keinrath, Co-Founder von Fonio.ai, läuft diese Entscheidung auf eine zentrale Frage hinaus: Wie lange stellt man Wachstum an erste Stelle – im Startup und beim eigenen Gehalt?
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„Unser Ziel ist nicht, Gewinn mit Schäden zu machen“: Finn-CEO über Kundenkritik
Finn zählt zu den Aufsteigern der deutschen Startup-Szene. Das Unternehmen setzt auf ein Auto-Abo: Kunden wählen ihr Fahrzeug online, zahlen eine monatliche Rate – und erhalten ein Paket, das Leistungen wie Zulassung, Versicherung, Wartung und Steuern bündelt. Ein Angebot, das auf hohe Nachfrage trifft – und rasant wächst. Der reine annualisierte Abo-Umsatz liegt inzwischen bei über 250 Millionen Euro, ein Wachstum von 60 Prozent im Jahr 2025. Zudem hat Finn erstmals ein positives operatives Ergebnis erreicht, wie CEO Maximilian Wühr im Gespräch mit Gründerszene verrät.
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