Diese modernen Horror-Hits knöpft sich „Scary Movie 6“ vor
Wenn die Angst im Kinosaal plötzlich von schallendem Gelächter abgelöst wird, wisst Ihr genau, was die Stunde geschlagen hat. Eine legendäre Filmreihe erwacht aus ihrem langen Schlaf und hat die Messer gewetzt. Macht Euch bereit für diesen Frontalangriff auf Eure Lachmuskeln.
Nach dreizehn langen Jahren der Stille melden sich die wahren Meister der Parodie zurück. Die Schöpfer Marlon, Shawn und Keenen Ivory Wayans haben das angestaubte Skript neu geschrieben und sich mit Regisseur Michael Tiddes einen echten Fachmann für das Grobe an Bord geholt. Gemeinsam wollen sie das Franchise wieder auf die Erfolgsspur navigieren. Am 11. Juni 2026 ist es endlich soweit und Scary Movie 6 flimmert über die großen Leinwände. Ein brandneuer Trailer liefert Euch bereits jetzt einen wilden Vorgeschmack auf das, was da auf Euch zukommt. Viele bekannte Schauspieler früher Teile kehren zurück.
Altbekannte Gesichter und künstliche Intelligenz
Um das Update der Reihe so authentisch wie möglich zu gestalten, holt das Studio die vertrauten Legenden zurück vor die Kamera. Ihr dürft Euch auf ein Wiedersehen mit Anna Faris als tollpatschige Cindy und Regina Hall als ihre laute Freundin Brenda freuen. Auch Marlon Wayans zieht sich wieder die Klamotten von Shorty an. Diese vertraute Truppe sorgt dafür, dass sich der Reboot sofort wie eine nostalgische Wiederbelebung anfühlt. Doch Scary Movie 6 plant keineswegs nur auf Altbekanntes zu setzen.
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Natürlich braucht ein moderner Film auch aktuelle Antagonisten. Der Trailer bestätigt bereits, dass die künstliche Intelligenz M3GAN ordentlich durch den Kakao gezogen wird. Auch der stumme Killer Art the Clown aus Terrifier sowie der mysteriöse Pärchenschlächter aus Heart Eyes bekommen ihr komödiantisches Fett weg. Wer auf ein Wiedersehen mit Ghostface oder Leatherface gehofft hat, wird ebenfalls nicht enttäuscht. Sie alle müssen sich warm anziehen, wenn die Wayans Brüder ihre Witze abfeuern.
Spannung, Gerüchte und ein Clown im Schatten
Doch die Parodien beschränken sich nicht nur auf reine Slasher. Auch moderne Meilensteine wie A Quiet Place, das düstere Meisterwerk Blood and Sinners oder das brutale Halloween von 2018 werden humoristisch komplett zerlegt. Die Macher haben das gesamte Spektrum des aktuellen Kinos analysiert und die größten Schwächen schonungslos offenlegt. Ihr könnt Euch sicher sein, dass keine Genrekonvention verschont bleibt und jeder noch so ernste Jump Scare gnadenlos ins Lächerliche gezogen wird.
Ein kleines Geheimnis bewahrt sich der Trailer jedoch bis zum Schluss. Obwohl im Vorfeld heiß diskutiert wurde, dass Will Poulter als furchteinflößender Pennywise auftreten soll, fehlt von dem Horrorclown bislang jede Spur. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Datei bereits gelöscht wurde. Die Verantwortlichen heben sich offensichtlich noch einige Überraschungen für den finalen Release auf. Haltet Eure Kalender bereit, denn dieser Kinosommer verspricht ein gewaltiges Unterhaltungspaket zu werden.
Chairman of the board: Dr. Craig H. Barratt übernimmt bei Intel das Ruder
Bild: Intel
Frank D. Yeary gibt die Position des Chairman of the Board bei Intel ab. Er war seit 2009 im Board vertreten, seit 2023 Vorsitzender. Auf seine Kappe gehen dabei gute und schlechte Entscheidungen, zuletzt brachte er Lip-Bu Tan an Board, der nun Intel als CEO umkrempelt. Der Australier Craig H. Barratt übernimmt nun.
Barratt hat erst seit November 2025 einen Platz im Board. Er hat einen technischeren Hintergrund mit Abschlüssen in Mathematik und Physik, war unter anderem CEO von Atheros Communications, die 2013 von Qualcomm aufgekauft wurden. Auch war er CEO von Barefoot Networks, die wiederum 2019 von Intel gekauft wurden. Barratt passt letztlich besser in Intels neue Linie, den Fokus wieder mehr auf Technologie zu legen.
Since 2024, Intel has appointed four new independent directors, further aligning the board’s composition with the company’s strategic priorities in technology leadership, operational excellence and capital discipline. The board has been intentional in its refreshment efforts, adding directors with skills and backgrounds to map to the future opportunities and challenges the company faces, as well as the experience and perspectives to support Intel’s evolving strategy and long-term stockholder interests.
HBM4 für Vera Rubin: Zurück von 22 auf 20 TB/s für mehr passende Chips
Bild: Nvidia
Nvidia wollte wohl zu schnell zu viel. Die Spezifikation für HBM4 für die Mainstream-Vera-Rubin-Lösung soll nun von 22 auf 20 TB/s gesenkt werden. Darüber könnte es jedoch eine „Ultra“-Lösung geben, die den schnellsten verfügbaren HBM4 nutzt.
Bereits im Februar wurde deutlich, dass Zuverlässigkeit den Vorrang hat. Dass sich dabei auch Nvidia mal zu weit nach vorn wagt, ist keine neue Erkenntnis. Schon bei GH200 wurde nach den Ursprungsangaben nachträglich der HBM3e-Takt gesenkt, H200 wurde mit noch geringer taktenden Chips ausgeliefert. Solch eine Zweiteilung könnte es nun auch bei HBM4 geben.
Bereits vor zwei Wochen hatte ZDNet in Südkorea spekuliert, dass Nvidia die Spezifikationen für HBM4 in der Breite noch einmal absenken könnte. Exakt dies scheint nun eingetreten zu sein, statt 11 oder gar 11,7 Gbps schnellen HBM4 wird nun eher 10 Gbps anvisiert, sodass am Ende 20 TB/s Bandbreite zur Verfügung stehen werden. Dass ist immer noch viel mehr, als Nvidia für Rubin im März 2025 das erste Mal in Spiel brachte: Seinerzeit wurde die Lösung mit 13 TB/s angekündigt, im September dann wurde die Zahl deutlich auf 20 TB/s angehoben, zur CES 2026 wuchs die Zahl weiter auf 22 TB/s.
Rubin-GPU mit schnellerem HBM4 (Bild: Nvidia)
Allem Anschein nach könnte Nvidia dabei aber letztlich nicht alle Produkte über einen Kamm scheren. Während die normale Version auf HBM4-Chips mit 10 Gbps setzt, könnte das Unternehmen im Rahmen der GTC 2026 in zwei Wochen eine hochgezüchtete Version von Nvidia Rubin mit ohnehin erhöhter TDP und dann auch schnelleren Speicher ankündigen. Auch dürfte es eine Trennung in reine Rubin-Chips und Vera Rubin als Mischung aus CPU und zwei GPUs auf einem PCB geben, so wie sie dann in den NVL72-Racks verbaut werden. Hier könnten dann je nach Produkt und Einsatzgebiet die zuletzt vorgestellten 11,7 Gbps schnellen Chips ins Spiel kommen, in naher Zukunft eventuell sogar die mit 13 Gbps, wie sie Samsung bereits in Aussicht gestellt hat. Ob und inwiefern die angeblichen Probleme bei SK Hynix mit dem Base Die von TSMC in ihren HBM4-Chips der Grund sind, lässt sich eventuell am Rande der Konferenz in zwei Wochen näher in Erfahrung bringen.
Ende der Pseudonyme im Netz?: Mit LLMs lassen sich im großen Ausmaß Online-Konten deanonymisieren
Eine Studie von einer Forschungsgruppe der ETH Zürich zeigt: Selbst wenn Nutzer von Plattformen wie Hacker News ein Pseudonym verwenden, lassen diese sich mit aktuellen LLM-Agenten ohne großen Aufwand deanonymisieren. Die Forscher warnen daher vor den Risiken für die Privatsphäre, die von den modernen KI-Systemen ausgehen.
Dass pseudonyme Nutzerkonten identifizierbar sind, war schon vor dem Zeitalter der LLMs (Large Language Models) bekannt. In der Regel benötigen Angreifer auch nur wenige Datenpunkte, wie etwa das Netflix-Prize-Verfahren von 2008 zeigt.
Der Schutz war bislang vor allem der Aufwand, der nötig war, um Nutzer zu enttarnen. Daten mussten entweder strukturiert vorliegen oder Menschen mussten händisch Profile nach Hinweisen durchsuchen. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die praktische Verschleierung [„obscurity“], die pseudonyme Nutzer bislang online schützte, nicht länger Bestand hat und dass Bedrohungsmodelle für die Online-Privatsphäre neu überdacht werden müssen“, heißt es in dem Paper (via Decoder), an dem neben Forschern der ETH Zürich auch ein Mitarbeiter von Anthropic beteiligt ist.
Nutzer auf Hacker News lassen sich durch LinkedIn-Abgleich enttarnen
Um zu prüfen, inwieweit sich Hacker-News-Nutzer identifizieren lassen, erstellten die Forscher zunächst einen Datensatz mit 338 Profilen, die in der Bio einen Link zu einem LinkedIn-Konto hatten, sodass eine Zuordnung zu einem echten Menschen möglich ist. Dann wurden die Hacker-News-Profile anonymisiert; die Forscher nutzten ein LLM, um Informationen wie das LinkedIn-Profil, Namen oder Links zu Social-Media- oder GitHub-Konten zu entfernen. Ausgehend von den pseudonymen Beiträgen hatte dann ein LLM-Agent die Aufgaben, den jeweiligen Nutzer zu identifizieren, indem dieser autonom das Web durchsuchte, Quellen verglich und die Ergebnisse prüfte.
Studie der ETH Zürich: Verfahren, um Online-Profile mit LLMs zu deanonymisieren (Bild: arxiv)
Das Resultat: 226 der 338 Hacker-News-Profile (67 Prozent) konnten mit 90-prozentiger Präzision identifiziert werden. Bei 25 Profilen war das Ergebnis also falsch, bei 201 Profilen enttarnte der Agent den jeweiligen Nutzer korrekt. Möglich ist es, weil der LLM-Agent anhand der Beiträge ein Profil eines Nutzers erstellt, das Informationen über Aspekte wie Alter, Geschlecht, beruflichen Werdegang und Interessen erhält.
Ergebnisse nicht direkt auf Praxis übertragbar
Testläufe mit kleineren Reddit-Datensätzen lieferten etwas schwächere Ergebnisse, aufgrund des Studien-Designs sind die Ergebnisse aber ohnehin nur bedingt für den praktischen Einsatz übertragbar. Der Grund sind die Grenzen des Ansatzes, weil im Prinzip nur Nutzer ausgewählt worden sind, bei denen aufgrund des geposteten LinkedIn-Kontos davon ausgegangen werden kann, dass sie offener mit ihren Daten sind. Völlig pseudonyme Konten waren nicht Teil der Analyse.
LinkedIn-Profile lassen sich auch Hacker-News-Konten zuordnen
In einem weiteren Testlauf ging es um die Frage, inwieweit sich bekannte LinkedIn-Konten einem Hacker-News-Profil zuordnen lassen. Die Grundlage bilden in diesem Fall LinkedIn-Konten, die auf Hacker-News-Profile verwiesen. So bestand der Datensatz aus 987 LinkedIn-Konten mit Verweis auf 995 Hacker-News-Profile. Dem gegenüber standen 89.000 Hacker-News-Profile.
Die Forscher nutzten nun ein mehrstufiges Verfahren, bei dem verschiedene KI-Modelle zum Einsatz kamen. Gemini wurde etwa verwendet, um die 89.000 Hacker-News-Profile in einenNearest-Neighbor-Index zu übertragen, mit Grok 4.1 Fast erfolgte dann eine erste Auswahl passender Kandidaten. Wurde GPT-5.2 im High-Reasoning-Modus für den finalen Abgleich genutzt, konnte das KI-basierte System 45,1 Prozent der Hacker-News-Profile mit 99-prozentiger Genauigkeit einem LinkedIn-Konto zuordnen – der Wert bei herkömmlichen Verfahren liegt bei 0,1 Prozent.
Je nach Präzision und Leistungsfähigkeit der Modelle variieren die Ergebnisse aber. GPT-5.2 im Low-Reasoning-Modus erreicht bei 99-prozentiger Präzision einen Wert von 36 Prozent.
Weitere Tests zeigen ebenfalls Erfolg des LLM-Ansatzes
Die Forscher der ETH Zürich bestätigen die Erkenntnisse auch in weiteren Experimenten:
Von Forschern, die bei Anthropic ein Vorstellungsgespräch hatten, ließen sich anhand der Transkripte 9 von 33 Befragten korrekt enttarnen. Bei zwei war die Identifikation fehlerhaft.
Reddit-Nutzer, die in verschiedenen Film-Subbredits unterwegs waren, ließen sich über mehrere Subreddits hinweg zuordnen.
Ein Trend ist generell, dass Nutzer sich umso einfacher identifizieren lassen, wenn sie mehr posten.
Konsequenzen für die Privatsphäre im Netz
Die Forschungsarbeiten zeigen also, dass LLMs es im großen Umfang ermöglichen, pseudonyme Nutzerkonten zu deanonymisieren. Was sich durch die LLM-Methoden gravierend ändert, ist in erster Linie der Kostenfaktor. Nutzer zu identifizieren war ohnehin möglich, aber kostspielig. Nun wird es deutlich günstiger. Wer wie die Forscher die gängigen KI-Modelle wie GPT-5.2 per API nutzt, zahlt laut der Forschungsgruppe pro Profil zwischen 1 und 4 US-Dollar.
Laut der Forschungsgruppe haben die Erkenntnisse erhebliche Konsequenzen für die Privatsphäre im Netz. Regierungen haben durch solche LLM-Systeme die Möglichkeit, pseudonyme Konten mit echten Personen zu verknüpfen – das gilt auch, wenn es sich um sensible Personengruppen wie Journalisten oder Aktivisten handelt. Unternehmen haben derweil die Möglichkeit, anonyme Forenbeiträge mit Kundenprofilen zu verbinden, um etwa gezielter Werbung zu schalten. Angreifer können solche Verfahren hingegen nutzen, um detaillierte Profile von Zielpersonen zu erstellen, die eine Vielzahl von Webaktivitäten beinhalten.
„Nutzer, Plattformen und politische Entscheidungsträger müssen anerkennen, dass die Privatsphäre-Annahmen, auf denen ein Großteil des heutigen Internets basiert, nicht länger bestehen“, so die Forscher in dem Paper. Relevant sind diese Erkenntnisse auch für den Konflikt zwischen Anthropic und dem Pentagon. Dieser eskalierte, weil das KI-Unternehmen neben der autonomen Waffensteuerung auch die Massenüberwachung im Inland technisch unterbinden wollte. Welche Möglichkeiten sich mit LLMs bieten, zeigt diese Studie.
Die Studie wurde vom Ethikrat der ETH Zürich genehmigt. Aufgrund von Datenschutzbedenken wurden die zugrundeliegenden Datensätze nicht veröffentlicht.