Künstliche Intelligenz
Top 7: Das beste Gaming-Headset – Testsieger Razer vor Steelseries & Logitech
Ein gutes Gaming-Headset sollte die Spielsession bereichern, egal ob bei kompetitiven Shootern oder immersiven Rollenspielen. Wir zeigen die besten Modelle.
Das richtige Headset zu finden, ist dabei nicht gerade leicht. Mittlerweile sind die meisten Gaming-Headsets kabellos und auch Surround Sound ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Neben einer verzögerungsfreien Funkverbindung sind natürlich die Soundqualität, die Akkuleistung und vor allem auch der Tragekomfort essenziell. Möchte man das Gaming-Headset nicht nur am Computer verwenden, ist hier auch die Kompatibilität mit anderen Systemen relevant, denn nicht jedes Headset kann automatisch am PC und an der Konsole verwendet werden.
Für unsere Bestenliste haben wir Gaming-Headsets auf ihre Soundqualität, ihren Funktionsumfang, den Tragekomfort und die Akkuleistung getestet und zeigen, welches das für uns de facto beste Modell ist. Neben dem Testsieger küren wir zudem einen Technologiesieger, der sich primär durch seine Funktionen besonders hervorgehoben hat, und einen Preis-Leistungs-Sieger.
Da Produktpreise mehrheitlich tagesformabhängig sind, können die im Text verlinkten Beträge bereits nach kurzer Zeit vom derzeitigen Preis abweichen. Wir aktualisieren unsere Bestenlisten regelmäßig mit neuen Tests und passen in diesem Zusammenhang auch die im Text verlinkten Preise händisch an. Zusätzlich verwenden wir in unseren Artikeln Bestpreis-Widgets, die immer automatisch den tagesaktuellen Preis abbilden.
Welches ist das beste Gaming-Headset?
Unser Testsieger ist das Razer Blackshark V3 Pro für 215 Euro. Mit hochwertiger Verarbeitung, astreinem Sound der Lautsprecher und des Mikrofons, super Tragekomfort sowie ANC bietet es das rundum beste Gesamtpaket für uns.
Als Technologiesieger geht das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 für 180 Euro hervor. Es hat nicht nur eine ausgereifte, benutzerfreundliche App mit vielen Soundeinstellungen, sondern ist zudem problemlos neben dem PC auch mit vielen anderen Plattformen und Konsolen kompatibel.
Der Preis-Leistungs-Sieger ist das Akko Verge S9 Ultra für 71 Euro. Es liefert guten Sound zu einem äußerst fairen Preis, ist mit einem starken Akku ausgestattet und trägt sich auch nach mehreren Stunden noch bequem.
Unser Ranking im Überblick:
Was muss man beim Tragekomfort von Gaming-Headsets beachten?
Leider nützt der beste Sound nichts, wenn das Tragen des Gaming-Headsets bereits nach kurzer Zeit unangenehm wird. Tragekomfort ist besonders bei längeren Gaming-Sessions essenziell. Schwierig ist nur, dass Köpfe und Ohren von Person zu Person unterschiedlich groß und geformt sind. Was beim einen super bequem das komplette Ohr umschmeichelt, drückt beim anderen unangenehm auf den Knorpel.
Wir können in unseren Tests nur unser persönliches Befinden so gut wie möglich abbilden, um einen Eindruck zu verschaffen. Generell gilt: Wer die Möglichkeit hat, das Headset vorher probezutragen, sollte die Gelegenheit wahrnehmen, um späteren Frust zu vermeiden.
Wichtige Elemente, die den Tragekomfort beeinflussen, sind ein größenverstellbares Kopfband, die Form, Größe und die Beschaffenheit der Ohrpolster, die Spannung des Kopfbügels und das Gewicht der Kopfhörer. Generell empfehlen wir den Griff zu Over-Ear-Kopfhörern, da diese unserer Erfahrung nach am längsten bequem zu tragen sind. Eine Bonuseigenschaft von Over-Ear-Modellen ist zudem die bessere Abschirmung nach außen. Wer sich voll auf sein Spiel konzentrieren will, sollte nicht zu viel von der Umgebung mitbekommen.
Top-Modelle wie das Razer Blackshark V3 Pro sind zusätzlich mit Active Noise Cancellation (ANC) ausgestattet, einer Technologie, die Geräusche zusätzlich unterdrückt.
Die Kopfbügelspannung muss ausreichend hoch sein, sodass das Headset stets sicher auf dem Kopf sitzt, ohne zu verrutschen. Wer plant, länger als eine halbe Stunde am Stück zu zocken, sollte zudem unbedingt auf die Beschaffenheit der Ohrpolster achten. Ist der Überzug aus billigem Kunststoff oder die Belüftung der Ohren nicht ausreichend, beginnt man schnell darunter zu schwitzen. Das ist unangenehm, vorwiegend im Sommer, und lenkt beim Spielen ab.
Wer von Haus aus schnell schwitzt, sollte im Vorfeld klären, ob es Ersatzohrpolster für das Headset gibt und ob man diese gegebenenfalls abnehmen und für eine Reinigung zwischendurch in der Waschmaschine waschen kann. Ersatzpolster sind vorrangig bei teuren Headsets wichtig, schließlich will man die hochpreisigen Geräte nicht nur wegen verschmutzter Polster ausmustern.
Was ist bei der Verarbeitung eines Gaming-Headsets wichtig?
Selbst günstigere Headsets sind mittlerweile ordentlich verarbeitet. Die Unterschiede liegen im Detail und betreffen in erster Linie Haptik, Optik und Beschaffenheit des verwendeten Materials. Billiger Kunststoff wirkt schnell abgenutzt und speckig. Kunststoffscharniere und Gelenke haben häufiger das Problem, dass sie nicht besonders belastbar sind.
Idealerweise bestehen die am meisten belasteten Teile aus Metall, um eine Langlebigkeit zu garantieren. Zudem sollte nichts klappern oder quietschen – insbesondere, während das Headset auf dem Kopf sitzt. Headsets mit Klapp-Funktion sind zwar praktisch, da man sie aufgrund ihrer Kompaktheit besser transportieren kann, allerdings sorgt das Einklappen der Gelenke für erhöhten Verschleiß.
Ein hohes Gewicht spricht zwar für stabile Metall-Komponenten, es belastet aber auch die Nackenmuskulatur. Allzu schwer sollte ein Gaming-Headset daher auf keinen Fall sein. Besonders dann nicht, wenn es für mehrere Stunden auf dem Kopf sitzt. Die meisten Headsets dieser Bestenliste wiegen zwischen 300 und 350 g. Am schwersten ist aktuell das Razer Blackshark V3 Pro mit etwa 367 g Eigengewicht.
Bei kabellosen Headsets sitzen die Bedienelemente grundsätzlich am Gehäuse des Kopfhörers. Unterschiede zwischen ihnen gibt es aber trotzdem. Sind Lautstärkeregler und Tasten nicht klar unterscheidbar, kann das während des Games wichtige Sekunden kosten. Die Bedienelemente sollten mit einem Griff sofort erreichbar und identifizierbar sein. Texturierte Oberflächen, etwa beim Lautstärkeregler, bieten zudem zusätzliche Griffigkeit.
Wie wichtig ist die Soundqualität bei Gaming-Headsets?
Guter Sound ist wichtig, denn er sorgt zum einen für Immersion beim Spielen und zum anderen verschafft er im Bereich kompetitiver Spiele klare Vorteile. Bei taktischen Shootern wie Counter-Strike 2 oder Valorant erhöht etwa das schnelle und korrekte Lokalisieren von Schritten die eigenen Gewinnchancen. Sind Geräusche oder deren Richtung nicht klar zuordenbar, ist das ein signifikanter Nachteil und sorgt für Frust.
Zum Glück findet man richtig unbrauchbaren Sound selbst bei günstigen Headsets nur noch selten. Zwar sind Qualitätsunterschiede zwischen günstigen, mittelpreisigen und teuren Headsets definitiv hörbar, am Ende kommt es aber natürlich auch auf den eigenen Anspruch an.
Viele Gaming-Kopfhörer der Einsteiger-Klasse kaschieren schwachen oder unsauberen Klang durch stark angehobene Höhen und Tiefen. Das beschert zwar druckvollen Sound bei Explosionen und Ähnlichem, führt aber dazu, dass feine Klänge untergehen. Das Ergebnis ist ein matschiger und wenig differenzierter Sound.
Wer regelmäßig längere Gaming-Sessions abhält und hohe Ansprüche an eine ordentliche Dynamik hat, sollte sich trotzdem lieber für ein Modell ab 100 Euro aufwärts entscheiden. Hier sind hochwertigere Lautsprecher verbaut und der Klang ist insgesamt runder und besser abgestimmt. Zudem bieten die meisten von ihnen auch Programme an, mit denen man den Sound per Equalizer noch einmal mehr den eigenen Ansprüchen entsprechend formen kann.
Neben Stereo-Sound bieten die meisten Gaming-Headsets ab Mittelklasse und aufwärts virtuellen Surround-Sound. In der Theorie sind mit Raumklang ausgestattete Modelle klar im Vorteil, die Umsetzung ist aber nicht immer gelungen. Eine Richtungsbestimmung fällt mit echtem Surround-Sound deutlich leichter als mit nur zwei Tonquellen. Durch den bei Gaming-Headsets meistens nur emulierten Raumklang steht und fällt die Präzision der Geräuschortung mit der dafür verwendeten Software.
Unserer Erfahrung nach ist selbst ein eher durchwachsener Surround-Sound bei Einzelspieler-Games häufig noch zu gebrauchen. Bei kompetitiven Online-Shootern verdirbt er aber mehr den Spaß, als dass er gewinnbringend ist. Der Taktik-Shooter Valorant hat eine Surround-Sound-Simulation ins Spiel gecodet. In so einem Fall sollte man ohnehin keinen Surround-Sound per Headset hinzuschalten und nur die Stereo-Ausgabe verwenden. Letztlich ist der virtuelle Surround-Sound aber nicht mit echtem 5.1- oder 7.1-Sound vergleichbar.
Worauf kommt es beim Mikrofon an?
Ein vernünftiges Headset-Mikrofon ist für Sprach-Chats unerlässlich. Natürlich gibt es auch hier spürbare Unterschiede in der Qualität, an ein Studiomikrofon kommen sie aber alle nicht heran. Neben der generellen Klangqualität gibt es auch enorme Unterschiede in der Empfindlichkeit. Hier ist ein Geräuschfilter und/oder ein Noise-Gate für das Mikrofon essenziell und je nach Hersteller auch Teil der Software. Selbst bei höherpreisigen Headsets kann das Mikrofon noch blechern klingen, übersteuern und von permanentem Rauschen begleitet sein.
Schließlich haben alle von uns bisher getesteten Gaming-Headsets ein Mikrofon, das vollkommen ausreichend für den Voice-Chat mit Freunden oder dem Team im Spiel ist. Zum Streamen auf Twitch würden wir aber nach wie vor zu einem eigenständigen Mikrofon raten.
Neben klanglichen Qualitätsunterschieden ist auch die Implementierung des Mikrofons von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Manche Mikrofone sind fest verbaut und lassen sich, wie beim Astro A50 Gen 5, nach oben und unten schieben. Bei einigen Gaming-Headsets lässt sich das Mikro sogar abnehmen. Das ist hauptsächlich dann praktisch, wenn man das Headset auch unterwegs zum Musikhören verwenden möchte, ohne dabei permanent ein Mikrofon vor dem Gesicht hängen zu haben.
Welche Verbindungsmethoden sind bei einem Gaming-Headset wichtig?
Bei kabellosen Gaming-Headsets ist die 2,4-GHz-Funkverbindung das Nonplusultra. Im Vergleich zu Bluetooth entsteht deutlich weniger Latenz und daher nicht die Gefahr, Geräusche im Spiel erst zu spät wahrzunehmen. Für eine latenzfreie Übertragung per Bluetooth sollten nämlich sowohl Sender als auch Empfänger den aptX-Low-Latency-Codec unterstützen.
Die Funkverbindung kommt mittels eines USB-Funk-Dongles zustande, der mit dem Gaming-Headset mitgeliefert wird. Diesen steckt man einfach in einen freien USB-Port am PC und kann dann das Headset meist auch direkt nutzen. Immer häufiger ist jedoch die zeitgleiche Verbindung von Bluetooth und Funk. Höherpreisige Headsets ermöglichen dann das zeitgleiche Verbinden von etwa dem Smartphone per Bluetooth und dem PC via Funk. So kann man Audio vom Smartphone parallel zum Spielgeschehen laufen lassen oder Anrufe direkt per Headset-Bedienelement annehmen.
Wie ist die Akkulaufzeit bei einem Gaming-Headset?
Die Akkulaufzeiten variieren von Headset zu Headset. Mindestens 24 Stunden schaffen aber die meisten. Auch wenn es keine rekordverdächtigen 100 Stunden sein müssen, sollte eine Ladung für mehrere Spielsessions ausreichen. Nichts ist nerviger, als ohne Sound auskommen zu müssen, nur weil das Headset leer ist. Wer das Aufladen gerne vergisst, muss darauf achten, ob das Headset während des Ladevorgangs genutzt werden kann.
Einige Modelle unterstützen alternativ den Anschluss per 3,5-mm-Klinkenstecker. Geladen wird in der Regel heutzutage per USB-C-Verbindung. Manche Gaming-Headsets unterstützen zudem Schnellladen, wodurch man bereits mit 15 Minuten am Strom bis zu 6 Stunden Betriebszeit bekommt. Modelle wie das Logitech G Astro A50 Gen 5 kommen sogar mit einer Basisstation, auf der man das Headset nach dem Zocken platziert, um es zu laden.
Fazit
Gaming-Headsets bereichern das Spielerlebnis ungemein, sofern man das richtige Modell für sich gefunden hat. Das ist gar nicht so einfach, da hier viele Faktoren mit hineinspielen, die sehr subjektiv sind. Etwa der Klang, bei dem jeder andere Präferenzen hat. Auch der Tragekomfort wird von Person zu Person unterschiedlich wahrgenommen.
Wir haben mit dieser Bestenliste und unseren Tests versucht, die verschiedenen Anforderungen an das ideale Gaming-Headset abzudecken. Von astreinem Sound hin zu vielen Einstellungsmöglichkeiten, enormem Tragekomfort oder praktikablen Zusatzfunktionen – in unserer Bestenliste sollte für jeden etwas dabei sein. Zudem aktualisieren wir sie stetig mit neuen Produkten aus unseren Tests, um eine noch größere Bandbreite an Modellen abzudecken.
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Bye-bye TV-News: US-Wähler setzen auf Influencer statt auf Nachrichten
Die Ära, in der das Einschalten der Fernsehnachrichten oder das Aufschlagen der Zeitung das kollektive Informationsbedürfnis einer Nation stillte, scheint in den Vereinigten Staaten Geschichte zu sein. Eine landesweite Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos im Auftrag des Jordan Center for Journalism Innovation and Advocacy an der University of Mississippi zeichnet das Bild einer gewichtigen Transformation der Medienlandschaft. Online-Plattformen und digitale Persönlichkeiten haben demnach in den USA das Fernsehen und traditionelle Printmedien als regelmäßige Nachrichtenquellen überholt.
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Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei Bürgern, die an der jüngsten Präsidentschaftswahl teilgenommen haben. Die Studie verdeutlicht, dass die Bindung an journalistische Institutionen bröckelt und stattdessen ein direktes Zugehörigkeitsgefühl zu Einzelpersonen tritt. Diese verfolgen oft eine klare politische Agenda oder stammen aus der Unterhaltungsbranche.
An der Spitze der neuen Informationshierarchie stehen paradoxerweise die Akteure, die eigentlich im Zentrum der traditionellen Berichterstattung stehen. Konservative Politiker, allen voran Präsident Donald Trump sowie Mitglieder seines Kabinetts, fungieren für viele Wähler als primäre Nachrichtenquellen. Sie umgehen die klassischen Filter der Redaktionen und kommunizieren direkt mit ihrer Basis.
Rechnet man die aktiven Politiker aus der Statistik heraus, wird die Macht der neuen Medienmacher noch deutlicher. Der umstrittene Podcaster Joe Rogan führt das Feld der einflussreichsten Nicht-Politiker an. Es folgen Gesichter des rechten Senders Fox News wie Greg Gutfeld und Sean Hannity sowie die konservativen Kommentatoren Ben Shapiro und Tucker Carlson. Doch nur drei Charakteren gelang es in der Umfrage, die Marke von zehn Prozent Zustimmung als „Top-Influencer“ zu knacken: Trump, Rogan und Vizekanzler JD Vance.
Unterhaltung schlägt Information
Die Verschiebung hin zu meinungsstarken Individuen ist kein rein rechtes Phänomen, auch wenn sie dort besonders ausgeprägt scheint. Wähler, die für die Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris von den Demokraten gestimmt haben, orientieren sich ebenfalls stark an Persönlichkeiten. Sie suchen diese aber häufiger im Bereich der politischen Satire und Unterhaltung.
Hier dominieren die Late-Night-Größen das Feld. Jimmy Kimmel, Stephen Colbert und Jon Stewart sind für Anhänger der Demokraten die wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um die Einordnung des Weltgeschehens geht. Andrea Hickerson, Dekanin des Journalismusinstituts der Uni von Mississippi, macht darin eine Abkehr von der institutionszentrierten Nachrichtennutzung aus. Die Menschen folgten Schöpfern und Kommentatoren direkt, was den klassischen Journalismus in eine defensive Rolle dränge.
Die Zahlen der im März durchgeführten Erhebung sind markant: Knapp 70 Prozent der Befragten erklärten, sich in einer typischen Woche online zu informieren. Das Fernsehen kommt nur noch auf 55,2 Prozent. Zeitungen folgen abgeschlagen mit 25,2 Prozent. Radio und Magazine spielen mit 18,5 beziehungsweise 5,5 Prozent eine untergeordnete Rolle. Innerhalb der digitalen Welt sind Facebook und YouTube die unangefochtenen Schwergewichte, gefolgt von Instagram, X, TikTok und Reddit. Auf diesen Plattformen scheinen laut Steven L. Herman, dem Direktor des Jordan Center, profilierte Meinungsführer und Comedians die Stimmen klassischer Journalisten regelrecht zu übertönen.
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Ein gespaltenes Medien-Ökosystem
Historisch betrachtet sind Polarisierung und Personalisierung nicht völlig neu. Schon im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert prägten sensationelle und polarisierende Stimmen wie der Satiriker Mark Twain oder der populistische Priester Charles Coughlin die politische Landschaft. Der Unterschied heute liegt in der technologischen Reichweite und der Geschwindigkeit, mit der sich Inhalte verbreiten.
Zudem zeigt die Untersuchung eine Kluft in der Mediennutzung zwischen den politischen Lagern. Während ein Drittel der Demokraten nach wie vor auf Zeitungen vertraut, tun dies nur 18,5 Prozent der Republikaner. Harris-Wähler rezipieren nach wie in hohem Maße etablierte Marken wie CNN oder die New York Times. Trump-Befürworter konzentrieren sich auf Fox News und soziale Medien. Diese Zersplitterung führt dazu, dass US-Bürger ihre Informationen zunehmend basierend auf ihrem bereits bestehenden Weltbild filtern. Das untergräbt den Studienmachern zufolge das Vertrauen in neutrale Berichterstattung weiter.
Eine Analyse des Reuters-Instituts zur internationalen Nachrichtennutzung offenbarte für Deutschland voriges Jahr eine andere Lage. Tagesschau, heute & Co. haben demnach hier den 1. Rang bei der Bedeutung zum Stillen des Informationshungers über aktuelle Ereignisse gegenüber Online-Quellen nebst Social Media zurückerobert.
(nie)
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Her mit Rum und Säbel: Piraten-Rollenspiel „Windrose“ überzeugt
Siebzehnhundert-und-ein-paar-kaputte: Edward Teach, auch bekannt als Blackbeard, hat sich zum König der Piraten ausgerufen und seine Flotte beherrscht die Karibik. Mit ihr belagert er Tortuga. Der Spieler versucht, sich durch die Blockade zu schlagen und zu entkommen. Sein Schiff wird aufgebracht und versenkt. Dann wirft man ihn mit schweren Verletzungen kurzerhand über Bord. Als er auf dem Strand einer kleinen Insel erwacht, schwört er Rache. Zuerst einmal muss man auf der einsamen Insel überleben. Und dann braucht man ein Boot. Danach steht der eigenen Freibeuter-Karriere nichts mehr im Wege.
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So beginnt das Piraten-Abenteuer „Windrose“, ein kooperatives Survival-Action-RPG für eins bis acht Spieler, das vor ein paar Tagen in einer ersten Early-Access-Version auf Steam erschienen ist. Wer sich mit dem Genre auskennt, für den ist Windrose schnell beschrieben: „Windrose“ ist „Valheim“ mit Piraten. In der Tat hat Windrose mit dem Pandemie-Hit von 2021 so viel gemeinsam, dass man es getrost als Abklatsch bezeichnen kann, jedenfalls was die Spielmechaniken angeht, denn die Grafik hebt sich deutlich vom Wikinger-Survival-Vorbild ab. Das ist an sich erst mal nicht schlecht, denn Valheim ist nicht umsonst beliebt: Die ausgeklügelten Spielmechaniken begeistern auch fünf Jahre nach Erscheinen der ersten Early-Access-Version immer noch eine ziemlich große Fangemeinde. Deshalb ist „Valheim mit Piraten“ auch eine ziemlich geniale Idee.
Vom Rum alleine lässt es sich nicht leben
Für alle, die Valheim nie gespielt haben, sei das Spielprinzip von Windrose kurz erklärt. Es ist eine Art Survival Game Light. Weder Essen, Wasser noch Schutz vor der Witterung sind lebensnotwendig. Die Spielfigur überlebt, wenn man in keine Kämpfe mit Piraten, Wildschweinen oder den überraschend aggressiven, allgegenwärtigen Dodos gerät, auf unbestimmte Zeit. Wasser braucht man keins, Rum und Kaffee sind ein Bonus. Allerdings ist der eigene Gesundheitsbalken am Anfang so miserabel kurz, dass der eigene Möchtegern-Pirat selbst für einen Dodo leichte Beute ist. Zwar ist der Tod nicht das Ende des Spiels, aber man verliert viele der gesammelten Gegenstände. Das ist lästig, also sollte man sich auf die Suche nach etwas zu Essen machen.

Fabian Scherschel/Screenshot Windrose
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Zwei Essens-Slots wollen gefüllt werden. Jeder der zwei erweitert den Lebens-Balken deutlich. Allerdings muss man jederzeit zwei verschiedene Gerichte parat haben, ein unterschiedliches für jeden Essens-Slot, um mit der maximalen Lebensenergie in wilde Piratenabenteuer starten zu können. Es heißt also fleißig Zutaten zu sammeln und bei den Abenteuern immer ein Auge für neuer Rezepte offen zu haben. Dabei kann man nicht nur Gegner wie Riesenkrabben zu Kebabs verarbeiten, sondern auch Bananen, Dodo-Eier und Cayennepfeffer in kreativen Kreationen verwerten.
Später kann man sich neben einer Kochstelle auch einen Alchemie-Tisch bauen und die verschiedensten Tränke brauen. Hier kommt dann auch der beste Freund eines jeden Piraten zum Einsatz: der Rum. Neben Lebens-Elixieren, die Wunden heilen, gibt es eine ganze Ansammlung verschiedener Tränke, mit denen man seine Angriffskräfte verbessern oder sich nach Hause teleportieren kann.
Was wäre ein Pirat ohne eigenes Schiff?
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Nachdem der Spieler Palmen gefällt, Pflanzenfasern gesammelt und eine erste Hütte auf dem Strand der einsamen Insel gebaut hat, wird es Zeit, ins Landesinnere vorzudringen. Hier warten nicht nur wilde Tiere, sondern auch mysteriöse Ruinen. Später gibt es Zugang zu einer kleinen Jolle, mit der man weitere Inseln im Archipel erkunden kann. Dort finden sich schließlich Piratennester von Blackbeards Männern. Nach und nach befreit man die dort gefangenen Seemänner und stellt so seine eigene bunt zusammengewürfelte Piraten-Crew zusammen.
Dann macht man sich daran, eins der vielen Schiffswracks, die es in diesem Teil der Karibik wie Sand am Meer gibt, wieder seetüchtig zu machen. Unterwegs findet sich neben allen möglichen zeitgenössischen Waffen wie Säbeln, Schwertern, Hellebarden, Pistolen und Schwarzpulver-Büchsen auch den für einen Piraten-Captain obligatorischen Dreispitz. Jetzt kann es losgehen: auf in den Kampf mit Blackbeards Flotte!
Wie das Wikinger-Vorbild Valheim auch, so teilt sich die zum größten Teil aus prozedural generierter Geografie zusammengesetzte Welt von Windrose in verschiedene Landschaften auf. Zuerst geht es darum, in einer Landschaft versteckte Geheimnisse zu finden. Diese ermöglichen das Bauen neuer Werkzeuge, was es einem nach und nach ermöglicht, immer stärkere Gegner zu überwinden, bis man schließlich auf den Endboss der jeweiligen Landschaft trifft. Danach geht es dann damit weiter, einen neuen Landstrich zu erkunden und neue Herausforderungen zu meistern.

Fabian Scherschel/Screenshot Windrose
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Im Falle von Windrose stellt sich dem Spieler, nachdem das Küstendschungel-Biom erkundet wurde, Kapitän Thomas Richards entgegen – der Hundesohn, der das eigene Schiff niederbrannte und den Spieler den Haien überließ. Also wird es nun Zeit, Kapitän Richards zu zeigen, wie es sich anfühlt, eine kalte Kugel mitten ins Herz zu bekommen.
Düsterer Humor, wunderschöne Karibik
Wo sich Windrose, neben dem Piraten-Gewand, am deutlichsten vom Vorbild Valheim abhebt, ist die Grafik. Wo Valheim trotz der doch eher düsteren Wikinger-Endzeit-Stimmung pixelig-süß daherkommt, ist die Grafik von Windrose deutlich realistischer. Dass man von einem Indie-Spiel im Early Access keine revolutionären Grafik-Fortschritte erwarten kann, ist klar, aber das Spiel nutzt viel Potenzial der Unreal Engine. Die Palmen-Dschungel sind befriedigend dicht, die Strände weitläufig und vor allem Himmel und Meer des Spiels sind imposant. Das Segeln im Sturm, sowohl am Anfang in der Jolle, als auch später auf einem richtigen Schiff, kann einem schon mal den Atem verschlagen. Die Wellenberge sind episch und Schiffsgefechte überzeugen mit donnernden Breitseiten und dem stimmungsvollen Knallen der Segel in Wind.
Trotz blutiger Säbelduelle, Killer-Krabben und Wasserleichen-Zombies ist Windrose aber bunt genug, um generell eine leichtfüßig-humorvolle Stimmung beizubehalten. Der Tonfall des Spiels orientiert sich definitiv an Disneys „Fluch der Karibik“. Ernst zu nehmen ist vor allem der Schwierigkeitsgrad. Besonders, wenn man alleine unterwegs ist. Ähnlich wie bei Valheim legt man sich bei Windrose seine Spielfigur getrennt von einer Spiele-Welt an, die zum Teil dynamisch generiert wird und so bei jedem Mal etwas anders aussieht. Die Schwierigkeit der Welt kann man bis ins Detail regeln und man kann bis zu sieben andere Spieler in die eigene Welt einladen. Zusätzlich sind dezidierte Server-Welten mit noch mehr Spielern möglich.
Grundsätzlich ist Windrose für vier Spieler konzipiert. Man kann das Spiel auch als Solo-Spieler gut spielen, allerdings steigt der Schwierigkeitsgrad dann deutlich. Im normalen Spielmodus wirkt für einen einzelnen Abenteurer der erste Endgegner fast wie ein Boss aus „Elden Ring“. Man muss sich darauf einstellen, ab und an zu sterben. Immerhin verliert man hier nie Erfahrungspunkte.
Das Kampfsystem von Windrose ist am Anfang gewöhnungsbedürftig. Es wirkt relativ langsam und baut stark auf dem Parieren der Angriffe von Gegnern auf – eine Technik, die man unbedingt erlernen sollte. Hat man den einzigartigen Rhythmus der Piratenduelle aber erst einmal verinnerlicht und verstanden, wann man taktisch geschickt die begrenzte Munition für Schusswaffen am besten anwendet, so wird das Ganze zu einem kunstvollen Tanz, der überraschend viel Tiefe besitzt. Vor allem bei Säbelduellen mit anderen Piratenkapitänen macht das Ganze ziemlich viel Laune.
Early-Access-Auster oder doch Miesmuschel?
Die Karibik, die in Windrose dargestellt wird, ist ebenso unrealistisch wie sie Freude macht. Das Erkunden der wunderschönen Inseln zu Fuß macht genauso viel Spaß wie das Umsegeln der Archipele hinter dem Steuer der eigenen Sloop. Säbelduelle in Piraten-Camps werden ebenso wenig langweilig wie die Versuche, den eigenen Kahn in Position zu manövrieren und gleichzeitig der Breitseite des gegnerischen Schoners auszuweichen.
Windrose ist eine sehr gelungene Umsetzung der Piraten-Fantasie und für ein gerade erst im Early-Access-Modus erschienenes Spiel überraschend umfangreich. Ganz zu schweigen davon, dass es anscheinend mit sehr wenigen Bugs und einem ziemlich auf Hochglanz polierten Spielprinzip daher kommt. Für knapp 30 Euro bekommt man hier wirklich viel geboten.
Das Piraten-Abenteuer ist in seiner aktuellen Ausstattung bereits empfehlenswert. Wenn das Entwicklerteam getreu dem Wikinger-Vorbild Vahlheim während der Early-Access-Phase über Jahre fleißig weiter an dem Spiel arbeitet, so könnte aus Windrose eins der besten Piraten-Spiele aller Zeiten zu werden.
(nie)
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