Connect with us

Künstliche Intelligenz

Ecovacs Winbot W3 Omni im Test: Fensterputzroboter wäscht sein Wischtuch selbst


Der Ecovacs Winbot W3 Omni bringt als erster Fensterputzroboter eine integrierte Waschmaschine für das Wischtuch mit.

Ecovacs setzt beim neuen Winbot W3 Omni auf ein komplett überarbeitetes Stationskonzept. Die bekannte kofferartige Basis dient nicht mehr nur als Akku, Aufbewahrung und Sicherungsanker – sie ist jetzt auch eine Waschmaschine für das Wischtuch. Damit entfällt das lästige Auswaschen per Hand zwischen den Fenstern.

Der Preis für diesen Komfortgewinn: Die Station hat sich im Gewicht gegenüber dem Vorgänger W2S Omni (Testbericht) verdoppelt und der Roboter hängt nun an einem Haken außen am Koffer statt geschützt im Inneren. Dazu ruft Ecovacs mit 699 Euro einen deutlich höheren Startpreis auf. Ob die neue Waschfunktion und die bewährten Kantenschrubber den Aufpreis rechtfertigen, klären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs Winbot W3 Omni?

Der Roboter selbst misst 270 × 270 × 76 mm und wiegt 2,1 kg. Er ist in Weiß, Silber und Schwarz gehalten. Die Verarbeitung ist insgesamt solide, wenngleich Details wie die Kantenstoßsensoren etwas hochwertiger ausfallen könnten. Das Wischtuch sitzt auf einem Kunststoffrahmen, der per Klippmechanismus auf den Roboter gesetzt wird. Zum Lösen zieht man an vier Ösen. Das funktioniert unkompliziert. Unter einer Gummikappe sitzt der interne Wassertank mit 80 ml Fassungsvermögen. An den Seiten befinden sich zwei Sprühöffnungen, über die der Roboter Reinigungsflüssigkeit als feinen Nebel direkt auf die Scheibe sprüht – wie schon bei den Vorgängern.

Die kofferartige Station fällt deutlich größer und schwerer aus als beim Vorgänger. Ohne Wasser und Roboter wiegt sie rund 10 kg, mit Roboter und befüllten Tanks erreicht das Gesamtpaket etwa 14 bis 15 kg. Das ist eine Verdopplung gegenüber dem Vorgänger W2S Omni, dessen Station mit Roboter knapp 7 kg wiegt. Da man die Station zum jeweiligen Fenster tragen muss, ist das spürbar unangenehm.

Optisch wirkt die Station weniger aufgeräumt als bei den Vorgängern. Dass der Roboter nun an einem Haken außen am Koffer statt geschützt im Inneren hängt, fühlt sich wackelig an. Der Vorgang des Einhakens ist nicht immer eingängig – wir setzen ihn im Test mehrfach daneben. Zudem ist der Roboter so exponierter und kann beim Transport leichter herunterfallen oder irgendwo hängen bleiben. Es wirkt, als hätte der Hersteller erst nach dem Abschluss des Designprozesses bemerkt, dass der Roboter noch einen Platz benötigt – und die Aufbewahrung des Roboters erst nachträglich hinzugefügt, nachdem die Wascheinheit den bisherigen Platz im Inneren eingenommen hat.

Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs Winbot W3 Omni betriebsbereit?

Die Inbetriebnahme gelingt ohne große Hürden: Station aufstellen, das 5,5 m lange Stromkabel anschließen und den Frischwassertank auffüllen. Das Verbindungskabel zwischen Roboter und Station dient nicht nur als Sicherungsseil, sondern auch gleichzeitig als Stromversorgung, da der Roboter seinen Strom über die Station bezieht. Diese enthält einen Akku, womit man am Fenster unabhängig von Steckdosen bleibt. Ein Saugnapf am Unterboden der Station fixiert diese zusätzlich.

Die App ist für den Betrieb nicht zwingend nötig. Wer sie nutzen will, scannt den QR-Code auf der Unterseite des Geräts und verbindet sich über die Ecovacs-Home-App. Der Roboter kommuniziert dann mit der App über eine Bluetooth-Verbindung, die bei Abruf der Geräteseite aufgebaut wird. Diese ist jedoch nicht so flott, Eingaben kommen teils verzögert an und manchmal schlägt der Ladevorgang im ersten Anlauf auch fehl.

Zudem kann sich der W3 Omni auch per WLAN verbinden, nachdem der Vorgänger nur Bluetooth unterstützt hat. Die Verbindung wollte im Test allerdings nicht auf Anhieb gelingen, der Vorgang schlug bei der Ersteinrichtung fehl. Nach dem Abschluss der Einrichtung war die WLAN-Verbindung aber plötzlich doch aktiv. Dieses Problem sollte sich jedoch noch im Nachgang per Update lösen lassen. Neben den Einstellungen bietet die App auch eine Fernsteuerung: Wer will, kann den Roboter manuell über die Scheibe dirigieren, etwa um gezielt bestimmte Stellen anzufahren.

Direkt zum Teststart stand ein Software-Update bereit, dessen Installation über 20 Minuten dauerte. Über die App lassen sich Sprachansagen, Reinigungsintensität und die Anzahl der Bahnen einstellen. Vieles davon geht aber auch direkt über die Station: Sie verfügt erstmals über ein Farbdisplay mit zahlreichen Menüs. Hier lässt sich etwa die intensive Reinigung aktivieren, die Wischtuchwäsche starten oder die verbleibende Akkulaufzeit minutengenau und in Prozent ablesen – ein Fortschritt gegenüber der bisherigen LED-Leuchtanzeige mit fünf Punkten.

Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs Winbot W3 Omni Ecken & Kanten?

Der Ecovacs Winbot W3 Omni navigiert mit der WIN-SLAM-5.0-Technologie strukturiert und durchdacht über die Fensterscheibe. Er fährt gezielt seine Bahnen ab und lässt keine Stellen aus. Kanten erkennt er über Absturzsensoren zuverlässig, ein separater Sensor registriert auch rahmenlose Glasflächen. Am Ende der Reinigung kehrt der Roboter automatisch exakt zu dem Punkt zurück, an dem er aufgesetzt wurde.

Im Test gab es nur in einer Situation Probleme: Ein außen über dem Fenster angebrachter Rolladen irritierte den Roboter. Er fuhr dagegen und verweigerte den Dienst – wir mussten ihn händisch retten. In allen anderen Situationen funktionierte die Navigation einwandfrei und der Roboter fuhr zuverlässig zum Startpunkt zurück. Wer lieber selbst eingreift, kann den Roboter jederzeit per App-Fernsteuerung manuell über die Scheibe steuern. Die empfohlene Fensterfläche liegt bei bis zu 50 m², die Mindestglasdicke für den Einsatz beträgt 3 mm.

Reinigung: Wie gut wischt der Ecovacs Winbot W3 Omni?

Beim eigentlichen Fensterputzen schlägt sich der Ecovacs Winbot W3 Omni vergleichsweise stark. Er entfernt auch stärkere Verschmutzungen, wobei verkrusteter, fester Schmutz wie Vogelkot manuelle Vorarbeit erfordert, um Verschmieren zu vermeiden. Ganz streifenfrei arbeitet auch der W3 Omni nicht, die Fenster werden aber deutlich sauberer als vor dem Einsatz. Der Roboter verfügt über acht Reinigungsmodi – darunter Schnell-, Tiefen-, Gründlich-, Kanten-, Flecken-, Zonen- und Intensivreinigung. Im Schnellmodus schafft er einen Quadratmeter in gut eineinhalb Minuten (1:35).

Der Roboter sprüht seine Reinigungsflüssigkeit über zwei seitliche Sprühöffnungen als feinen Nebel direkt auf die Scheibe. Die Sprühmenge passt sich automatisch an, lässt sich aber auch manuell per App steuern. Der interne Wassertank fasst 80 ml. Ist er leer, warnt der Roboter. Im Lieferumfang befinden sich zwei Wischpads, ein Wischaufsatz sowie 230 ml Reinigungsmittel.

Wie schon beim Vorgänger W2S Omni (Testbericht) gibt es zwei Kantenschrubber als Eckenbürsten. Diese kreisförmigen Kunststoffaufsätze fährt der Roboter aus einer zylindrischen Aufbewahrung aus und setzt sie auf die Scheibe. Er fährt dabei gezielt nah an den Fensterrahmen, um Dreck von den Kanten abzutragen. Das Ergebnis ist besser als ohne Schrubber, aber nicht perfekt – Rückstände bleiben zurück, auch wenn der Roboter einiges abträgt und die Schrubber sichtbar schmutzig werden. Befindet sich die zu reinigende Kante auf der gegenüberliegenden Seite, dreht sich der Roboter auf den Kopf.

Die integrierte Waschmaschine in der Station ist das eigentliche Highlight. Auf der Vorderseite der Station öffnet sich per Knopfdruck eine Klappe. Das Wischtuch wird mit seinem Kunststoffrahmen auf die Innenseite des Deckels gelegt. Im Gehäuse befinden sich vier dreigliedrige Bürsten, die sich parallel drehen und gegen das Wischtuch schrubben. Frischwasser aus dem oberen Tank benetzt das Tuch, das Schmutzwasser fließt in den separaten Schmutztank.

Die Ergebnisse überzeugen: Selbst intensive Verschmutzungen vom Fensterrahmen bekommt die Wascheinheit in einem Durchgang heraus. Eine Schnellreinigung dauert eine Minute, eine Vollreinigung eineinhalb Minuten. Der Reinigungsvorgang ist durch die rotierenden Bürstenarme in der Station allerdings vergleichsweise laut – sie erreicht laut Hersteller 63 dB(A).

Die Betriebslautstärke des Roboters selbst liegt bei 68 dB(A) – das ist hörbar, aber für einen Fensterputzroboter im üblichen Rahmen.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs Winbot W3 Omni?

Der Roboter bezieht seinen Strom über das Verbindungskabel direkt aus der Station und deren Li-Ionen-Akku (21,9 V, 9000 mAh). Pro Akkuladung arbeitet der Roboter rund 130 Minuten. Das ist genug für mehrere große Fenster, und dabei ist man unabhängig von Steckdosen in der Nähe. Vollständig geladen ist der Akku in maximal 3 Stunden, währenddessen kann man – sofern eine Steckdose in der Nähe ist – den Fensterputzroboter auch weiter benutzen.

Die verbleibende Laufzeit lässt sich erstmals minutengenau und in Prozent über das Farbdisplay der Station ablesen. Das ist ein willkommener Fortschritt gegenüber der bisherigen LED-Anzeige mit fünf Punkten.

Preis: Was kostet der Ecovacs Winbot W3 Omni?

Der Ecovacs Winbot W3 Omni startet bei 699 Euro (UVP). Damit liegt er preislich abermals deutlich über dem Vorgänger W2S Omni (Testbericht). Angesichts der integrierten Waschstation und der technologischen Neuerungen ist der Aufpreis nachvollziehbar, für einen Fensterputzroboter aber eine Ansage. Wer auf die überarbeitete Station mit Waschfunktion verzichten kann, fährt mit dem Vorgänger günstiger.

Fazit

Der Ecovacs Winbot W3 Omni ist technologisch der derzeit fortschrittlichste Fensterputzroboter. Die integrierte Waschmaschine für das Wischtuch ist ein echter Komfortgewinn und liefert überzeugende Reinigungsergebnisse. Die Kantenschrubber verbessern die Reinigung an den Rändern, auch wenn sie nicht perfekt arbeiten. Die Navigation arbeitet strukturiert und zuverlässig, die Reinigungsleistung auf der Scheibe ist ordentlich – ganz streifenfrei wird es aber auch hier nicht. Mit 130 Minuten Akkulaufzeit, automatischer Sprühfunktion und manueller Fernsteuerung per App bietet der Roboter viel Komfort.

Die Umsetzung der Station überzeugt allerdings nicht in allen Punkten. Der Haken für den Roboter wirkt wie eine Notlösung, das Gewicht von bis zu 15 kg erschwert den Transport erheblich. Die Verbindung zur App ist über Bluetooth technologiebedingt nicht immer stabil und schnell, WLAN funktionierte im Test nicht von Beginn an problemfrei – das sollte sich allerdings per Softwareupdate lösen lassen. Wer damit leben kann und bereit ist, 699 Euro zu investieren, bekommt das aktuell umfassendste Gesamtpaket am Markt. Ob alle Features des W3 Omni aber für jedermann notwendig sind? Definitiv nicht.



Source link

Künstliche Intelligenz

Her mit Rum und Säbel: Piraten-Rollenspiel „Windrose“ überzeugt


Siebzehnhundert-und-ein-paar-kaputte: Edward Teach, auch bekannt als Blackbeard, hat sich zum König der Piraten ausgerufen und seine Flotte beherrscht die Karibik. Mit ihr belagert er Tortuga. Der Spieler versucht, sich durch die Blockade zu schlagen und zu entkommen. Sein Schiff wird aufgebracht und versenkt. Dann wirft man ihn mit schweren Verletzungen kurzerhand über Bord. Als er auf dem Strand einer kleinen Insel erwacht, schwört er Rache. Zuerst einmal muss man auf der einsamen Insel überleben. Und dann braucht man ein Boot. Danach steht der eigenen Freibeuter-Karriere nichts mehr im Wege.

Weiterlesen nach der Anzeige

So beginnt das Piraten-Abenteuer „Windrose“, ein kooperatives Survival-Action-RPG für eins bis acht Spieler, das vor ein paar Tagen in einer ersten Early-Access-Version auf Steam erschienen ist. Wer sich mit dem Genre auskennt, für den ist Windrose schnell beschrieben: „Windrose“ ist „Valheim“ mit Piraten. In der Tat hat Windrose mit dem Pandemie-Hit von 2021 so viel gemeinsam, dass man es getrost als Abklatsch bezeichnen kann, jedenfalls was die Spielmechaniken angeht, denn die Grafik hebt sich deutlich vom Wikinger-Survival-Vorbild ab. Das ist an sich erst mal nicht schlecht, denn Valheim ist nicht umsonst beliebt: Die ausgeklügelten Spielmechaniken begeistern auch fünf Jahre nach Erscheinen der ersten Early-Access-Version immer noch eine ziemlich große Fangemeinde. Deshalb ist „Valheim mit Piraten“ auch eine ziemlich geniale Idee.

Für alle, die Valheim nie gespielt haben, sei das Spielprinzip von Windrose kurz erklärt. Es ist eine Art Survival Game Light. Weder Essen, Wasser noch Schutz vor der Witterung sind lebensnotwendig. Die Spielfigur überlebt, wenn man in keine Kämpfe mit Piraten, Wildschweinen oder den überraschend aggressiven, allgegenwärtigen Dodos gerät, auf unbestimmte Zeit. Wasser braucht man keins, Rum und Kaffee sind ein Bonus. Allerdings ist der eigene Gesundheitsbalken am Anfang so miserabel kurz, dass der eigene Möchtegern-Pirat selbst für einen Dodo leichte Beute ist. Zwar ist der Tod nicht das Ende des Spiels, aber man verliert viele der gesammelten Gegenstände. Das ist lästig, also sollte man sich auf die Suche nach etwas zu Essen machen.


Einmal hinter dem Steuer des eigenen Piratenschiffs stehen: Windrose erfüllt diese Fantasie eindrucksvoll. (Bild:

Fabian Scherschel/Screenshot Windrose

)

Zwei Essens-Slots wollen gefüllt werden. Jeder der zwei erweitert den Lebens-Balken deutlich. Allerdings muss man jederzeit zwei verschiedene Gerichte parat haben, ein unterschiedliches für jeden Essens-Slot, um mit der maximalen Lebensenergie in wilde Piratenabenteuer starten zu können. Es heißt also fleißig Zutaten zu sammeln und bei den Abenteuern immer ein Auge für neuer Rezepte offen zu haben. Dabei kann man nicht nur Gegner wie Riesenkrabben zu Kebabs verarbeiten, sondern auch Bananen, Dodo-Eier und Cayennepfeffer in kreativen Kreationen verwerten.

Später kann man sich neben einer Kochstelle auch einen Alchemie-Tisch bauen und die verschiedensten Tränke brauen. Hier kommt dann auch der beste Freund eines jeden Piraten zum Einsatz: der Rum. Neben Lebens-Elixieren, die Wunden heilen, gibt es eine ganze Ansammlung verschiedener Tränke, mit denen man seine Angriffskräfte verbessern oder sich nach Hause teleportieren kann.

Weiterlesen nach der Anzeige

Nachdem der Spieler Palmen gefällt, Pflanzenfasern gesammelt und eine erste Hütte auf dem Strand der einsamen Insel gebaut hat, wird es Zeit, ins Landesinnere vorzudringen. Hier warten nicht nur wilde Tiere, sondern auch mysteriöse Ruinen. Später gibt es Zugang zu einer kleinen Jolle, mit der man weitere Inseln im Archipel erkunden kann. Dort finden sich schließlich Piratennester von Blackbeards Männern. Nach und nach befreit man die dort gefangenen Seemänner und stellt so seine eigene bunt zusammengewürfelte Piraten-Crew zusammen.

Dann macht man sich daran, eins der vielen Schiffswracks, die es in diesem Teil der Karibik wie Sand am Meer gibt, wieder seetüchtig zu machen. Unterwegs findet sich neben allen möglichen zeitgenössischen Waffen wie Säbeln, Schwertern, Hellebarden, Pistolen und Schwarzpulver-Büchsen auch den für einen Piraten-Captain obligatorischen Dreispitz. Jetzt kann es losgehen: auf in den Kampf mit Blackbeards Flotte!

Wie das Wikinger-Vorbild Valheim auch, so teilt sich die zum größten Teil aus prozedural generierter Geografie zusammengesetzte Welt von Windrose in verschiedene Landschaften auf. Zuerst geht es darum, in einer Landschaft versteckte Geheimnisse zu finden. Diese ermöglichen das Bauen neuer Werkzeuge, was es einem nach und nach ermöglicht, immer stärkere Gegner zu überwinden, bis man schließlich auf den Endboss der jeweiligen Landschaft trifft. Danach geht es dann damit weiter, einen neuen Landstrich zu erkunden und neue Herausforderungen zu meistern.


Das erste Lager wird am Strand einer einsamen Insel aufgeschlagen. (Bild:

Fabian Scherschel/Screenshot Windrose

)

Im Falle von Windrose stellt sich dem Spieler, nachdem das Küstendschungel-Biom erkundet wurde, Kapitän Thomas Richards entgegen – der Hundesohn, der das eigene Schiff niederbrannte und den Spieler den Haien überließ. Also wird es nun Zeit, Kapitän Richards zu zeigen, wie es sich anfühlt, eine kalte Kugel mitten ins Herz zu bekommen.

Wo sich Windrose, neben dem Piraten-Gewand, am deutlichsten vom Vorbild Valheim abhebt, ist die Grafik. Wo Valheim trotz der doch eher düsteren Wikinger-Endzeit-Stimmung pixelig-süß daherkommt, ist die Grafik von Windrose deutlich realistischer. Dass man von einem Indie-Spiel im Early Access keine revolutionären Grafik-Fortschritte erwarten kann, ist klar, aber das Spiel nutzt viel Potenzial der Unreal Engine. Die Palmen-Dschungel sind befriedigend dicht, die Strände weitläufig und vor allem Himmel und Meer des Spiels sind imposant. Das Segeln im Sturm, sowohl am Anfang in der Jolle, als auch später auf einem richtigen Schiff, kann einem schon mal den Atem verschlagen. Die Wellenberge sind episch und Schiffsgefechte überzeugen mit donnernden Breitseiten und dem stimmungsvollen Knallen der Segel in Wind.

Trotz blutiger Säbelduelle, Killer-Krabben und Wasserleichen-Zombies ist Windrose aber bunt genug, um generell eine leichtfüßig-humorvolle Stimmung beizubehalten. Der Tonfall des Spiels orientiert sich definitiv an Disneys „Fluch der Karibik“. Ernst zu nehmen ist vor allem der Schwierigkeitsgrad. Besonders, wenn man alleine unterwegs ist. Ähnlich wie bei Valheim legt man sich bei Windrose seine Spielfigur getrennt von einer Spiele-Welt an, die zum Teil dynamisch generiert wird und so bei jedem Mal etwas anders aussieht. Die Schwierigkeit der Welt kann man bis ins Detail regeln und man kann bis zu sieben andere Spieler in die eigene Welt einladen. Zusätzlich sind dezidierte Server-Welten mit noch mehr Spielern möglich.

Grundsätzlich ist Windrose für vier Spieler konzipiert. Man kann das Spiel auch als Solo-Spieler gut spielen, allerdings steigt der Schwierigkeitsgrad dann deutlich. Im normalen Spielmodus wirkt für einen einzelnen Abenteurer der erste Endgegner fast wie ein Boss aus „Elden Ring“. Man muss sich darauf einstellen, ab und an zu sterben. Immerhin verliert man hier nie Erfahrungspunkte.

Das Kampfsystem von Windrose ist am Anfang gewöhnungsbedürftig. Es wirkt relativ langsam und baut stark auf dem Parieren der Angriffe von Gegnern auf – eine Technik, die man unbedingt erlernen sollte. Hat man den einzigartigen Rhythmus der Piratenduelle aber erst einmal verinnerlicht und verstanden, wann man taktisch geschickt die begrenzte Munition für Schusswaffen am besten anwendet, so wird das Ganze zu einem kunstvollen Tanz, der überraschend viel Tiefe besitzt. Vor allem bei Säbelduellen mit anderen Piratenkapitänen macht das Ganze ziemlich viel Laune.

Die Karibik, die in Windrose dargestellt wird, ist ebenso unrealistisch wie sie Freude macht. Das Erkunden der wunderschönen Inseln zu Fuß macht genauso viel Spaß wie das Umsegeln der Archipele hinter dem Steuer der eigenen Sloop. Säbelduelle in Piraten-Camps werden ebenso wenig langweilig wie die Versuche, den eigenen Kahn in Position zu manövrieren und gleichzeitig der Breitseite des gegnerischen Schoners auszuweichen.

Windrose ist eine sehr gelungene Umsetzung der Piraten-Fantasie und für ein gerade erst im Early-Access-Modus erschienenes Spiel überraschend umfangreich. Ganz zu schweigen davon, dass es anscheinend mit sehr wenigen Bugs und einem ziemlich auf Hochglanz polierten Spielprinzip daher kommt. Für knapp 30 Euro bekommt man hier wirklich viel geboten.

Das Piraten-Abenteuer ist in seiner aktuellen Ausstattung bereits empfehlenswert. Wenn das Entwicklerteam getreu dem Wikinger-Vorbild Vahlheim während der Early-Access-Phase über Jahre fleißig weiter an dem Spiel arbeitet, so könnte aus Windrose eins der besten Piraten-Spiele aller Zeiten zu werden.


(nie)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Durchblick bei Technik & Features moderner Monitore | c’t uplink


Monitore sind preiswert wie nie zu haben – oder extrem hochauflösend, kontrast- und farbstark und auch flexibel in Sachen Anschlussmöglichkeiten. Wer einen Monitor kaufen will oder muss, steht daher vor allerhand Abkürzungen von WQHD, 4K, 16:10 und 21:9 über HDMI, Displayport und USB-C mit PD bis hin zu sRGB, DCI-P3, AdobeRGB und HDR1000. Und hat möglicherweise ein paar Fragezeichen überm Kopf schweben.

Weiterlesen nach der Anzeige


Logo mit dem Schriftzug "c't uplink – der Podcast aus Nerdistan"

Logo mit dem Schriftzug "c't uplink – der Podcast aus Nerdistan"

Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …

Angelehnt an unseren vor kurzem erschienenen Vergleichstest von 5K- und 6K-Monitoren mitsamt Kaufberatung sprechen wir in dieser Folge des c’t uplink über all diese Features – und welche davon überhaupt für welche Zielgruppen wichtig, essenziell oder völlig egal sind.

Zu Gast im Studio: Benjamin Kraft, Ulrike Kuhlmann
Host: Jan Schüßler
Produktion: Tobias Reimer

► Mehr zu hochauflösenden Monitoren lesen Sie bei heise+ (€).

Im Newsletter c’t Open Source Spotlight ordnen Keywan und Niklas aktuelle Entwicklungen rund um freie Software ein und stellen innovative Open-Source-Anwendungen vor. Jetzt anmelden und an jedem zweiten Freitag eine neue Ausgabe erhalten.

Weiterlesen nach der Anzeige

c’t Open Source Spotlight abonnieren

Innovative Software, spannende Projekte: Erweitern Sie Ihre Möglichkeiten und werden Sie Teil der Open Source Community.

E-Mail-Adresse

Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

c’t Magazin
c’t auf Mastodon
c’t auf Instagram
c’t auf Facebook
c’t auf Bluesky
c’t auf Threads
► c’t auf Papier: überall, wo es Zeitschriften gibt!


(jss)





Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Amazons neue Fire TV Sticks verhindern Sideloading


Sideloading wird mit Amazons neuer Generation von Fire TV Sticks für die allermeisten Nutzer Geschichte sein, das kommuniziert Amazon nun offiziell auch an Kunden. Denen wird auf Amazons Produktseite für den neuen Fire TV Stick HD ein entsprechender Hinweis angezeigt. Davor hatte es bereits Hinweise gegeben, dass Sideloading unter dem neuen Fire-TV-Stick-Betriebssystem Vega OS erheblich strenger behandelt wird.

Weiterlesen nach der Anzeige

Vega OS ist ein Linux OS, welches bei den Fire TV Sticks das auf Androids Open-Source-Variante aufgebaute Fire OS ablöst. Amazon verspricht mit Vega OS eine bis zu 30 Prozent schnellere Performance. Allerdings hatte das Unternehmen auch schon lange im Vorfeld betont, dass unter Vega OS nur offiziell unterstützte Anwendungen laufen – was bereits ein Hinweis war, dass Sideloading, also das manuelle Installieren von Apps aus inoffiziellen Quellen, schwieriger werden könnte. Auf der deutschen Produktseite der neuesten Generation des Fire TV Sticks HD, welcher in Deutschland noch nicht verfügbar ist, ist jetzt zu lesen:

„Für mehr Sicherheit verhindert dieses Gerät das Sideloading oder die Installation von Apps aus unbekannten Quellen. Nur Apps aus dem Fire TV Amazon Appstore stehen zum Download zur Verfügung.“



Kein Sideloading: Hinweis an Kunden auf der deutschen Produktseite des neuen Amazon Fire TV Stick HD.

(Bild: Screenshot Amazon.de)

Medienberichten zufolge ist dieser Hinweis auch für US-Nutzer auf der US-Seite zu sehen, allerdings nicht für alle – das könnte hierzulande auch der Fall sein. In den USA startet der Verkauf des Fire TV Sticks HD Ende April.

Gegenüber heise online hatte Amazon den neuen Kurs beim Sideloading bereits im Herbst klargemacht. Hintergrund waren massive Probleme mit Piraterie-Apps, die in der Regel nur per Sideloading installieren lassen. Amazon geriet deswegen immer wieder unter Beschuss, bis sich das Unternehmen im Herbst entschied, gezielt gegen eine ganze Reihe solcher Apps vorzugehen und diese in Fire OS zu blockieren. Heise online erfuhr zu diesem Zeitpunkt auf Nachfrage von Amazon, dass sich die Maßnahmen unter Fire OS nur auf Piraterie-Apps beschränken würden und Sideloading grundsätzlich weiter möglich bleiben sollte. Vega OS hingegen sollte Sideloading für reguläre Nutzer nicht erlauben. Entwickler sollten laut Amazon aber auch unter Vega OS weiterhin Sideloading betreiben können.

Dafür müssen sie ihr Gerät laut Arstechnica bei Amazon entsprechend registrieren. Sideloading-Fans, die das nicht tun oder nicht tun können, könnten mit der gesamten neuen Generation von Fire TV Sticks indes wenig Freude haben. Auf seinen Entwicklerseiten gab Amazon bekannt, dass künftig alle Modelle mit Vega OS ausgestattet sein werden. Wer einen alten Stick mit Fire OS hat, unter dem das Sideloading noch geht, muss zumindest nicht damit rechnen, per Systemupdate auf Vega OS und damit ins neue, strenge Sideloading-Regime gezogen zu werden – im Herbst betonte das Unternehmen gegenüber heise online, dass es entgegen anderslautender Gerüchte keine Pläne gebe, bestehende Fire-TV-Geräte mit Fire OS als Betriebssystem auf Vega OS umzurüsten.

Weiterlesen nach der Anzeige


(nen)



Source link

Weiterlesen

Beliebt