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Künstliche Intelligenz

Empfangswege gemessen: So kommt die Fußball-WM verzögerungsfrei auf den Schirm


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Nachbarn jubeln bereits, während der Ball am eigenen Bildschirm noch auf dem Elfmeterpunkt liegt – dieses Phänomen kennen viele Streaming-Nutzer. Anlässlich der gestarteten Fußball-WM haben wir nachgemessen, welche Empfangswege sich für die Spiele am besten eignen und von welchen man besser die Finger lässt. Außer natürlich, es sind keine anderen Fußballfans in Rufnähe.

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Wir haben die Latenzen vom Stadion bis zum heimischen Bildschirm beim linearen Fernsehgucken über Satelliten, Kabel und DVB-T im Vergleich zum Datenstrom aus dem Internet ermittelt. Beim IPTV-Streaming haben wir zudem geprüft, welche Apps sich besonders eigenen und mit welcher Streaming-Hardware der Ball am Bildschirm am schnellsten im Tor landet. Außerdem haben wir während des Eröffnungsspiels am Donnerstag erneut gemessen, dabei aber abgesehen von den WM-Kanälen der Telekom keine wesentlichen Änderungen feststellen können.

Weil das Satellitensignal in der Vergangenheit der schnellste Empfangsweg war, haben wir DVB-S2 bei unseren Latenzmessungen als virtuellen Nullpunkt gewählt. Ganz allgemein liegt der Empfang von Kabel-TV im ZDF nahezu gleich auf und in der ARD knapp 1,5 Sekunden dahinter. Eine Ausnahme bildet derzeit Vodafone mit seinem „Jubel-Booster“.


Mehrere Bildschirme zeigen ein Fußballspiel mit Zeitangaben und Spielergebnissen.

Mehrere Bildschirme zeigen ein Fußballspiel mit Zeitangaben und Spielergebnissen.

Der Kabelempfang im Vodafone-Netz (ganz links) liegt im ZDF etwa zwei Sekunden vor dem Sat-Empfang (ganz rechts). Der WM-Kanal von Magenta.tv liegt (zweiter großer Schirm links) liegt um knapp 7 Sekunden hinter DVB-S2.

Kabelnetzbetreiber Vodafone liefert das TV-Signal von ARD und ZDF anlässlich der WM beschleunigt aus. Mit dem „Jubel-Booster“ genannten Kniff schiebt sich der Empfang im Kabelnetz von Vodafone vor das Satellitensignal: In unseren neuerlichen Messungen lag das TV-Signal in der ARD jetzt 1,2 Sekunden vor dem Satelliten, im ZDF erschien es 1,8 Sekunden vor dem Sat-Empfang auf dem Bildschirm. Die reduzierten Latenzen gelten aber nur für Das Erste und ZDF im Vodafone-Kabelnetz, und sie werden nach der WM wieder deaktiviert.

Vodafone nutzt sein Glasfasernetzwerk, um die Studiosignale von Das Erste und ZDF unkomprimiert bis direkt zu letzten Verteilerstufe zu transportieren. Das sonst übliche Pre-Encoding lässt das Unternehmen dabei ebenso aus wie eine der Transcoding-Stufen und encodiert das Studiosignal erst ganz zum Schluss in einem Low-Delay-Modus ins nötige Kabel-TV-Signal. Durch das Eindampfen der Verarbeitungsprozesse und die eigene Glasfaseranbindung konnte Vodafone rund zwei Sekunden einsparen.

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Das Antennenfernsehen DVB-T2 liegt nur zwei Sekunden hinter dem TV-Empfang per Satellit. Der große Vorteil der für ARD und ZDF kostenlosen HD-Empfangsvariante: Es genügt eine Stummelantenne am großen Smart-TV im Garten oder ein preiswerter DVB-T2-Receiver nebst Antenne am HDMI-Eingang eines Beamers. Ob Sie sich im Empfangsgebiet befinden, können Sie bei Freenet mit dem Empfangscheck für DVB-T2 herausfinden: In Großstädten ist die Chance sehr groß, auf dem platten Land weniger. Die zwei Sekunden Verzögerung gegenüber DVB-S2 kann man gerade aushalten.


Karte zeigt Signalstärke für öffentlich-rechtliche Programme in Deutschland.

Karte zeigt Signalstärke für öffentlich-rechtliche Programme in Deutschland.

Das Antennenfernsehen DVB-T2 wird in großen Ballungsräumen ausgestrahlt, so auch in der Umgebung des heise-Verlags. Auf dem Land benötigt man teilweise eine aktive Antenne – oder hat gar keinen Empfang.

Wer weder einen Anschluss für lineares TV hat, noch im Antennenfernsehen empfangen kann, muss streamen. Hier können erhebliche Verzögerungen entstehen und das ist bei Talkshows, Serien oder Unterhaltungssendungen unerheblich, kann beim Fußballgucken aber richtig nerven.

In unseren Messungen haben sich die Mediatheken-Apps von ARD und ZDF durchweg als die schnellste Möglichkeit herausgestellt; ihr Signal liegt zwei bis sieben Sekunden hinter dem Satelliten-Signal DVB-S2.


Der Einfluss der Empfangshardware ist dabei nicht allzu groß, wir empfehlen aber, halbwegs moderne Geräte mit schnellem Prozessor zu nutzen. So gelangten Streams aus der ARD-Mediathek im Browser am Windows-PC, in der App am Apple TV 4K und mit einem guten Smartphone durchweg schneller auf den Schirm als mit schmaler Hardware wie einem älteren FireTV-Stick. In der ARD waren die Latenzen unabhängig von der verwendeten Hardware meist etwas größer als im ZDF.

Das Gute: ARD und ZDF übertragen im FreeTV sämtliche WM-Spiele der deutschen Fußballnationalmannschaft sowie die Halbfinals und das WM-Finale am 19. Juli und diverse weitere Spiele.

Alle 104 Spiele der Fußball-WM sind zudem auf MagentaTV zu sehen, denn die Telekom hat sich die Übertragungsrechte an der WM gesichert. Sie strahlt die Spiele auch in ihren Fußballkanälen aus. Allerdings dauert es geschlagene 15 Sekunden, bis die TV-Signale im vermeintlichen „Live TV“ der aktuellen MagentaTV-Streamingbox auf dem heimischen Schirm landen.

Die Telekom erklärte auf unsere Anfrage, dass per MagentaTV mehr als 1000 Stunden Live-Fußball, Analysen, Talks und Hintergrundberichte in drei WM-Kanälen bereitstehen. Auf der aktuellen MagentaTV-Hardware (Box One und Stick der 2. Generation) laufen alle Spiele in UHD-Qualität mit Dolby Vision und Dolby Atmos. „Dass es beim Streaming im Vergleich zu anderen Technologien zu Zeitverzögerung kommt, lässt sich leider nicht vermeiden. Durch das Zwischenspeichern von Datenpaketen (Buffering) wird sichergestellt, dass das Bild auch bei kurzen Schwankungen im Internet nicht ruckelt“ sagt die Telekom.

Beim Eröffnungsspiel haben in einem WM-Kanal nachgemessen und da lag das Signal tatsächlich knapp acht Sekunden hinter DVB-S2 und landet damit deutlich schneller auf dem Schirm als mit dem vermeintlichen „Live TV“ der Box One. Dennoch scheinen uns knapp acht Sekunden ganz schön lang – vor allem, wenn man bedenkt, wie viel Geld die Telekom für die Übertragungsrechte ausgegeben hat.


Drei Bildschirme zeigen ein Fußballspiel mit Spielstandanzeige und Uhrzeit.

Drei Bildschirme zeigen ein Fußballspiel mit Spielstandanzeige und Uhrzeit.

Mit der Waipu.tv-Box (oben links) landet das Bild neun Sekunden vor dem LiveTV-Stream in der Waipu-App (unten rechts) auf dem Schirm. Der WM-Kanel der Telekom (oben Mitte) liegt kurz hinter der Waipu.tv-Box, das LiveTV-Signal in der Magenta-App (unten Mitte) ordnet sich zwischen den beiden ein.

Als akzeptable Streaming-Alternative zu den Mediatheken erwies sich in unseren Messungen das „Live-TV“ an der Waipu.tv-Box: Es lag bei ARD und ZDF sechs Sekunden hinter dem Sat-Signal. Der latenzarme Empfang hat bei uns aber nur mit der Box funktioniert und nicht in der Waipu.tv-App etwa am Mobilgerät. Alle anderen TV-Streaminganbieter produzierten in ihrem vermeintlichen Live-TV Verzögerungen zwischen neun und 27 Sekunden – das ist bei Live-Events wie der Fußball-WM inakzeptabel.

Insgesamt empfehlen wir deshalb, beim Streamen mit möglichst geringen Latenzen die Mediatheken-Apps von ARD und ZDF zu nutzen. Wer möglichst viele Hintergrundinfos und Analysen sucht, wird mit den Magenta-WM-Kanälen gut bedient. Man braucht dafür aber ein MagentaTV-Abo und muss im Livestream bis zu vier Sekunden mehr Latenz gegenüber den Mediatheken in Kauf nehmen. Im LiveTV an der Waipu.tv-Box waren es akzeptable sechs Sekunden.

Wer lineares Fernsehen empfangen kann, liegt per Kabel, Satellit und DVB-T2 um einige Sekunden vor allen Streamingdiensten und gewinnt als Vodafone-Kabelkunde sogar noch ein bis zwei Sekunden gegenüber dem Sat-Empfang.

Übrigens hängt auch das Sat-Signal gegenüber dem Live-Erlebnis im Stadion hinterher: Es dauert circa sieben Sekunden aus den WM-Stätten in den USA, Kanada und Mexiko, bis es in unseren Wohnzimmern ankommt. Wer diese Zeit nicht abwarten will, muss das Radio einschalten. Aber Achtung: Sie könnten damit schnell zum Stimmungskiller werden …

Verzögerungen beim TV-Empfang 2026   
  ARD   ZDF   
[Messwerte in Sekunden] <– besser  <– besser   
DVB-Empfang (lineares TV)   
Satellit HD 1   
Kabel HD 2  1,4 3  0,1 4   
DVB-T2 HD    
MagentaTV Box   
ARD / ZDF Mediathek   2.5   
MagentaTV App (Live TV)  15  15   
MagentaTV WM-Kanal     
Zattoo App  11  12   
Waipu.tv Box    
ARD / ZDF Mediathek   2.5   
Waipu.tv App (Live TV)    
Waipu.tv Stick 4K   
ARD / ZDF Mediathek   5.8   
Waipu.tv App  26  23   
Amazon Fire TV Stick    
ARD / ZDF Mediathek   5.5   
MagentaTV   22  22   
Waipu.tv App  23.5  22   
Zattoo App  16  16.5   
Joyn App  31.5  27   
Apple TV 4K   
ARD / ZDF Mediathek  2.5   
MagentaTV   28  27   
Waipu.tv App  21  22   
Zattoo App  15  12   
Joyn App  32  26   
Windows-PC   
ARD / ZDF im Browser  3.5   
ARD / ZDF Mediathek  –  3.5   
MagentaTV im Browser  22  21   
Waipu.tv App  12.5  14   
Zattoo App  11   
Joyn App  39  41   
Android-Mobilgerät   
ARD / ZDF Mediathek   
MagentaTV  21.5  15   
Waipu.tv App  24  23   
Zattoo App  9.5  10   
Joyn App  27  26   
       
alle Angaben in Sekunden und bezogen auf Satelliten-Empfang    
1 Der Empfang per Satellit liegt ca. 7 Sekunden hinter der Echtzeit im Stadion       
2 gemessen im Kabelnetz von Vodafone (ehem. Kabel Deutschland) ohne Booster       
3 mit WM-Booster 1,2 s vor Sat   
4 mit WM-Booster 1,8 s vor Sat   


(uk)



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Per App im ÖPNV einchecken: Einfache Navigation statt Tarifzonendschungel


Wer in der Fremde den ÖPNV nutzen will, braucht im Tarifdschungel oft starke Nerven. Selbst wenn man am Heimatort nur gelegentlich mit Bus und Bahn unterwegs ist, sind die Fragen zeitraubend und kompliziert, die sich am Fahrkartenautomaten oder in den Apps der Verkehrsverbünde stellen: Welches Ticket muss ich buchen, welche Tarifzonen durchfahre ich, zahle ich zu viel oder zu wenig? Letzteres kann dann auch noch Strafen nach sich ziehen.

  • Wer nur gelegentlich oder in der Fremde ÖPNV fährt, ist mit dem Tarifwirrwarr oft überfordert.
  • Wir haben Verfahren erprobt, bei denen man sich mit dem Smartphone oder einer Kreditkarte ein- und ausbuchen kann.
  • Wir zeigen, wie das funktioniert, Geld spart oder gar etwas extra kostet und wie die Systeme mit Daten umgehen.

Vor zwei Jahren waren „Check-in & Check-out“-fähige Apps in Deutschland noch rar, das ändert sich aber gerade. Immer mehr Apps nehmen Fahrgästen die Last, zwischen dem richtigen Ticket von A nach B oder einer Tageskarte zu entscheiden. Stattdessen checkt man in Bus und Bahn kontrollsicher auf dem Smartphone beim Einsteigen ein und beim Aussteigen aus, die App errechnet danach den richtigen Preis und bucht die Summe von einer Kreditkarte oder per Zahlungsdienstleister wie PayPal ab.

Für einen Erfahrungsbericht sind wir wie Touristen mit der neuen „Easy“-App der Üstra in Hannover gefahren und haben sie mit ähnlich gebauten dänischen Apps im Großraum Kopenhagen verglichen. Dabei haben wir uns angesehen, wie man solche Apps benutzt, für wen sie sich eignen, welche Fehler passieren können und was die App-Anbieter mit den Daten anstellen. Außerdem haben wir einen Blick in die Niederlande geworfen, wo man technisch einen anderen Weg gegangen ist.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Per App im ÖPNV einchecken: Einfache Navigation statt Tarifzonendschungel“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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Künstliche Intelligenz soll Bairisch lernen


Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz wollen Sprachpfleger in Bayern den Dialekt stärken und erhalten. Dafür muss die KI die Varianten des Dialekts beherrschen – und folglich erst einmal erlernen. Der Landesverein für Heimatpflege in München hat jetzt ein auf drei Jahre angelegtes Projekt gestartet, um die Künstliche Intelligenz im Bairischen zu trainieren.

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„Die KI muss verstehen, dass es nicht nur ein Bairisch gibt, sondern eine Vielfalt an lokalen und regionalen Bairisch-Varianten“, sagte der Geschäftsführer des Landesvereins, Rudolf Neumaier. Bisher kenne die KI bestenfalls ein Kauderwelsch aus bairischen Mundarten. „Sie differenziert überhaupt nicht.“

Nun hat der Landesverein einen Sprachwissenschaftler als KI-Dialekttrainer angestellt, der von Fachleuten der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) unterstützt wird. Das Projekt beginne kleinteilig mit den lokalen Varianten des Bairischen in Mittenwald (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) und im Raum Mühldorf am Inn, so Neumaier. Ab Juli werde dort der Sprachwissenschaftler Interviews mit Einheimischen führen und Sprachaufnahmen sammeln.

Das seien die allerersten Schritte, um die KI gezielt zu trainieren, unterstrich Neumaier. Ziel sei es, nach und nach andere Regionen und Bairisch-Varianten hinzuzufügen. „So schaffen wir eine Basis dafür, dass Dialekte in ihrer Vielfalt erhalten bleiben. Diese dialektale Vielfalt ist schließlich eines der wichtigsten Grundelemente bayerischer Kultur.“

Auch aus Sicht der an dem Projekt beteiligten LMU-Professoren eröffnet die KI der Dialektforschung völlig neue Möglichkeiten. „Mithilfe von KI können wir die Vielfalt der Dialekte systematisch erschließen und für unterschiedliche Anwendungskontexte nutzbar machen – etwa für die automatische Erkennung, Verarbeitung und Übersetzung regionaler Sprachformen“, teilten Barbara Plank, Inhaberin des Lehrstuhls für Künstliche Intelligenz und Computerlinguistik, und Lars Bülow, Inhaber des Lehrstuhls für Germanistische Linguistik, mit.

Wenn KI künftig Dialekte besser erkennen, unterscheiden und verarbeiten könne, stärke das die Sichtbarkeit und Wertschätzung regionaler Sprachformen. Für digitale Technologien seien Dialekte dann kein Hindernis mehr, sondern ein sprachlicher Schatz, der mit ihrer Hilfe auch im digitalen Zeitalter bewahrt werden könne, sagen die beiden Professoren.

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Im Vergleich zu vielen Dialekten in Norddeutschland seien die Dialekte in Bayern noch sehr lebendig. Deshalb sei das neu gestartete Projekt ein wichtiger Schritt. „Das ist nicht nur wissenschaftlich hoch spannend, sondern auch kulturpolitisch bedeutsam. Diese Art der Forschung eröffnet neue Perspektiven dafür, dass die dialektale Vielfalt Bayerns lebendig bleibt“, so Plank und Bülow.

Als Initiator des Projektes sieht sich der Bund Bairische Sprache. Dieser hatte 2025 das Heimatministerium aufgefordert, die Entwicklung von KI-Programmen in die Wege zu leiten, mittels derer Zeichentrickfilme oder Hörspiele für Kinder in süddeutscher Hochsprache und bayerischen Dialekten generiert werden können. Das nun begonnene Projekt setze den Gedanken der Dialektförderung durch Künstliche Intelligenz um, sagte Niklas Hilber, Vorsitzender beim Bund Bairische Sprache. „Wir sehen in der modernen Technik große Möglichkeiten der Förderung und Revitalisierung regionaltypischer Sprache.“

Unterstützt und getragen wird dieses Projekt vom Heimatministerium und von der Regierung von Oberbayern sowie von der Otto-und-Therese-Stumpf-Stiftung und der Rosner-und-Seidl-Stiftung.


(mho)



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Eclipse IDE 2026-06: Java 26, Statement-Level-Stepping und Auto-Fetch


Die Open-Source-Entwicklungsumgebung Eclipse ist in der Version 2026-06 erschienen. Sie ist in zehn verschiedenen, erweiterbaren IDE-Basispaketen für Java, C/C++ und anderen Programmiersprachen verfügbar, jeweils für die Betriebssysteme Windows, macOS und Linux. Einige der Neuerungen – etwa die Unterstützung für Java 26 sowie die neuen Funktionen zum Reparieren, Refactoring und Debuggen von Java-Code – lassen sich auch in der auf den Eclipse-Java-Entwicklungstools basierenden Java-Sprachunterstützung für Visual Studio Code und dessen Forks nutzen. Die allgemeinen Plattform-Verbesserungen bei der Suche, beim Vergleichen und bei der Versionierung mit Git sind dagegen Eclipse-IDE-exklusiv.

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Der Support für die aktuelle Java-Version 26, der beim vorherigen Release noch zum Nachinstallieren angeboten wurde, ist nun fest integriert. Im Java-Editor gibt es neue Codehelfer, die man sich an entsprechender Stelle im Code mit dem Tastaturkürzel Strg+1 anzeigen lassen kann, um beispielsweise einen String mit Zeilenumbrüchen in einen Textblock umzuwandeln. Die im vorigen Release eingeführte Refactoring-Funktion Convert Class to Record lässt sich nun auch auf Klassen mit mehr als einem Konstruktor sowie auf Klassen mit zusätzlichen Methoden neben den Getter-Methoden anwenden. Beim Debugging gibt es eine neue Option, um bei der schrittweisen Ausführung nicht innerhalb, sondern erst nach einer Anweisung anzuhalten und die dazwischenliegenden Bytecode-Anweisungen zu überspringen. Hält der Debugger in einer Klasse ohne vorhandenen Quelltext an, wird im Class File-Editor die nächste Bytecode-Anweisung hervorgehoben.

Zu den allgemeinen, nicht Java-spezifischen IDE-Verbesserungen gehören die neuen globalen Tastaturkürzel „Alt“+“.“ und „Alt“+„,“, um zum nächsten beziehungsweise vorigen Suchergebnis zu springen, unabhängig davon, welcher Editor oder welche Ansicht gerade fokussiert ist. Beim Vergleichen von Textdateien folgt Eclipse nun der verbreiteten Konvention, auf der rechten Hälfte standardmäßig das anzuzeigen, was verglichen wird, und links das, mit dem verglichen wird.

Neu bei der Versionierung mit Git ist die Funktion Auto Fetch. Sie kann in den Einstellungen aktiviert werden, um in frei konfigurierbaren Zeitabständen entfernte Git-Repositories im Hintergrund auf neue zwischenzeitliche Änderungen von anderen Personen zu prüfen und diese als eingehende Änderungen anzuzeigen. In der History-Ansicht ist jetzt voreingestellt, dass alle Änderungen angezeigt werden, nicht nur die der aktuell ausgewählten Datei oder des aktuell ausgewählten Ordners. Außerdem werden standardmäßig Änderungen aus allen Zweigen angezeigt und nicht nur aus dem aktuellen Zweig. Die in der History-Ansicht zu einem Commit angezeigten geänderten Dateien lassen sich zudem in den Editorbereich ziehen, um die lokale Variante davon zu öffnen. Im Rechtsklickmenü der Repositories-Ansicht wurde der Menüpunkt „Import Projects…“ in das Untermenü „Projects“ verschoben, zu den Funktionen zum Öffnen beziehungsweise Schließen aller Projekte aus dem ausgewählten Git-Repository.

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Die Eclipse-IDE-Pakete enthalten alles, was zum Ausführen von Eclipse und zum Entwickeln benötigt wird: Java 21 und Git, sowie in den Java-IDE-Paketen zusätzlich Maven und Gradle. Sie können über den Eclipse Installer installiert oder als ZIP-Dateien heruntergeladen werden.

Eine bestehende Eclipse IDE lässt sich über „Help“ – „Check for Updates“ aktualisieren. Weitere Informationen und die Neuerungen von den an diesem Release beteiligten Eclipse-Projekten finden sich auf der Eclipse-IDE-Webseite.

Siehe auch:


(map)



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