Entwicklung & Code
Entwicklungsumgebung IntelliJ IDEA 2025.3 erscheint im Islands Theme
Der Softwarehersteller JetBrains hat zahlreiche seiner Entwicklungsumgebungen in Version 2025.3 veröffentlicht, darunter das vorrangig auf Java und Kotlin ausgelegte IntelliJ IDEA, WebStorm für JavaScript/TypeScript sowie PyCharm für Python. Die IDEs verbindet, dass sie nun im neuen Islands Theme erscheinen. Daneben gibt es spezifische Updates für die jeweiligen Einsatzzwecke.
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IntelliJ IDEA: Wechsel zu K2 und Support für Java 25
IntelliJ IDEA 2025.3 bietet unter anderem Support für die aktuellen Versionen Spring Boot 4, Spring Framework 7, Java 25 und Vitest 4. Auch hat das Entwicklungsteam den K1-Modus für Kotlin nun als deprecated (veraltet) markiert, da es zum K2-Modus migriert. Der neuere K2-Compiler gilt seit dem Release von Kotlin 2.0 vor rund eineinhalb Jahren als stabil und soll deutliche Performance-Verbesserungen ermöglichen.
(Bild: cobobayangno/123rf)

Die Online-Konferenz betterCode() Kotlin zeigt am 24. und 25. Februar 2026 Neuerungen für die Programmiersprache und bringt Deep Dives. Der erste Tag konzentriert sich auf die mobile und die Cross-Plattform-Entwicklung. Der zweite Tag zeigt neue Features der Programmiersprache und gibt Einblick in das Koog-Framework für KI-Agenten.
Updates gibt es auch für einige Funktionen: Unter anderem zeigte Find Usages bisher nur Dateinamen an, was in komplexen Codebasen nicht immer eindeutig war. Jetzt werden teils auch relative Pfade angezeigt. Für die Barrierefreiheit hat das JetBrains-Team die Funktionsweise der Lupe in Windows korrigiert und viele UI-Bereiche für den Umgang mit Screenreadern verbessert. Zudem ist inzwischen nativer Support für die KI-Agenten Junie und Claude Agent vorhanden. Insgesamt wurden in diesem Release 800 Bug-Reports und Usability-Schwierigkeiten behoben.
Darüber hinaus ändert sich etwas Grundlegendes bei IntelliJ IDEA: Die Ultimate Edition und die Community Edition werden nun als eine einzige Distribution gehandhabt, statt wie bisher separat. Das soll den Entwicklungsprozess vonseiten JetBrains vereinfachen. Eine ähnliche Neuerung gibt es bei PyCharm, wo die Community Edition und die Pro Edition zusammengelegt wurden. Direkt aus der IDE heraus lässt sich dort die kostenpflichtige Pro-Version ausprobieren.
Islands Theme in JetBrains-IDEs
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Nicht nur IntelliJ IDEA, sondern auch die weiteren JetBrains-IDEs nutzen in Version 2025.3 das Islands Theme. Diese neue Standardansicht soll klarer und verständlicher sein. Unter anderem bietet es abgerundete Ecken, veränderte Abstände und eine deutlicher sichtbare Begrenzung von Toolfenstern. Auch sind aktive Tabs nun klarer markiert als zuvor, wie JetBrains demonstriert:

Vorher (oben) und nachher (unten): Im Islands Theme sind aktive Tabs deutlicher zu erkennen.
(Bild: JetBrains-Blog)
Detaillierte Informationen zu IntelliJ IDEA 2025.3 liefern der Blogeintrag zur Ankündigung, die „What’s New“-Seite und die „What’s Fixed“-Seite
Die Version 2025.3 haben auch weitere IDEs wie PyCharm, PhpStorm, GoLand, WebStorm und CLion erreicht. Die Entwicklung der IDE Fleet wurde dagegen beendet, zugunsten einer darauf aufbauenden, geplanten neuen IDE mit Fokus auf Agentic Development.
(mai)
Entwicklung & Code
Warum Microsoft auf Anthropic setzt: Tausende Mitarbeiter testen Claude Code
Wenn ein Bäcker regelmäßig eine große Tüte Brötchen des Mitbewerbers einkauft, betreibt er entweder intensive Marktbeobachtung – oder sieht seine Bedürfnisse von seinem eigenen Produkt nicht vollständig abgedeckt. Ähnliche Fragen stellen sich Beobachter mit Blick auf Microsoft. Nach Informationen des US-Tech-Portals The Verge setzt der Software-Riese verstärkt auf das KI-Entwicklungs-Tool Claude Code von seinem Mitbewerber Anthropic. Vornehmlich zum Vergleich, wie es heißt. Doch die Intensität des Tests ist dennoch ungewöhnlich.
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Laut The Verge nutzen mehrere tausend Mitarbeiter aus verschiedenen Entwicklerteams Claude Code. Beim CoreAI-Team sollen die Tests schon seit Monaten laufen. Inzwischen sei auch die „Experiences + Devices Division“ aufgefordert worden, Claude Code zu installieren. Dieses Team betreut die für Microsoft wichtigen Produkte Windows, Microsoft 365, Outlook, Teams, Bing, Edge und Surface.
Ungewöhnlicher Faible für die Konkurrenz?
Microsofts Werkzeugauswahl überrascht deshalb, weil das Unternehmen mit dem GitHub Copilot doch über ein eigenes Tool verfügt. Die in Zusammenarbeit mit OpenAI entwickelte Software sei auch weiterhin das primäre KI-Coding-Tool, betont Microsoft.
Dennoch scheint Microsoft auch ein Faible für das Konkurrenzprodukt entwickelt zu haben. Während die Software-Ingenieure beide Tools nutzen und vergleichen sollen, werden Designer und Projektmanager ohne Programmier-Erfahrung dazu ermuntert, damit zu experimentieren, etwa um Prototypen auf den Weg zu bringen. Laut dem Bericht sei aber auch ein möglicher späterer Vertrieb von Claude Code an Azure-Kunden denkbar.
Besonderer Deal mit Anthropic
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Das Fachmagazin The Information zählt Microsoft zu den Top-Kunden von Anthropic. Beide Unternehmen hätten eine besondere Vereinbarung geschlossen, die Anthropic dazu verpflichte, im Umfang von 30 Milliarden US-Dollar Rechenkapazitäten von Microsofts Cloud Azure zu nutzen. Microsoft rechne umgekehrt die Kosten für die eigene Nutzung der Anthropic-Modelle auf die Verkaufsquoten für Anthropics Azure-Nutzung an. Das sei ungewöhnlich, da normalerweise nur eigene Produkte und die aus der Partnerschaft mit OpenAI auf diese Weise gefördert würden.
(mki)
Entwicklung & Code
Google stellt kostenlosen Web-Suchindex für Entwickler ein
Google hat angekündigt, den kostenlosen Zugriff auf seinen vollständigen Suchindex für Entwickler einzustellen. Neue Programmable Search Engines können ab sofort nur noch maximal 50 Domains durchsuchen. Die bisher verfügbare Option „Search the entire web“ steht für neue Engines nicht mehr zur Verfügung.
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Betreiber bestehender Suchmaschinen, die mehr als 50 Domains indexieren oder den vollständigen Web-Index nutzen, müssen bis zum 1. Januar 2027 auf eine Alternative umsteigen. Google begründet den Schritt in der Ankündigung mit einer „Evolution zu fokussierten, leistungsfähigeren Lösungen“, die eine bessere Nutzererfahrung bieten sollen.
Vertex AI Search als kostenpflichtige Alternative
Als Ersatz für den kostenlosen Vollzugriff verweist Google auf Vertex AI Search, einen Cloud-basierten Enterprise-Dienst mit KI-gestützten Features wie konversationeller Suche und Grounding (Verankerung von KI-Antworten in verifizierbaren Datenquellen). Wer weiterhin den vollständigen Google-Index nutzen möchte, muss ein Formular ausfüllen und auf ein individuelles Preisangebot warten. Öffentliche Preise existieren nicht, frühere Paid-API-Angebote kosteten rund 5 US-Dollar pro 1000 Anfragen.
Die Custom Search JSON API wird ebenfalls eingestellt. Nutzer müssen ihre Implementierungen bis zur Frist auf Vertex AI oder den neuen Enterprise-Full-Web-Dienst portieren. Das kostenlose „Sites to search“-Feature für maximal 50 Domains bleibt erhalten und ist laut Google optimal für fokussierte, seitenspezifische Suchergebnisse gedacht.
Indie-Entwickler unter Druck
Die Änderungen treffen besonders Entwickler von Nischensuchmaschinen, Bildungseinrichtungen und Non-Profit-Organisationen. Viele WordPress-Plugins und Drupal-Module, die auf Googles Programmable Search Engine basieren, müssen umgebaut oder eingestellt werden.
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Als Alternativen bietet sich selbst gehostete Software wie Meilisearch, Typesense oder Elasticsearch an. Für Web-Index-basierte Anwendungen könnten Dienste wie Common Crawl (ein offenes Web-Archiv) in Kombination mit eigenen Modellen zum Einsatz kommen. Allerdings erreichen diese Alternativen nicht die Aktualität und Vollständigkeit des Google-Index.
Kartellrechtliche Bedenken?
Die Einschränkungen könnten in der EU kartellrechtliche Fragen aufwerfen. Als Gatekeeper im Sinne des Digital Markets Act kontrolliert Alphabet mit der Google-Suche den Zugang zu einem wesentlichen Infrastrukturelement des Internets. Offen ist, ob die Abschaffung des kostenlosen Zugriffs bei gleichzeitiger Einführung kostenpflichtiger Alternativen als wettbewerbswidrig interpretiert wird.
Google argumentiert hingegen, die Vereinfachung seines Produktportfolios diene der Qualität: „Wir vereinfachen und modernisieren unser Angebot, damit Sie das beste Werkzeug für Ihre Ziele auswählen können“, heißt es im Blogpost.
(fo)
Entwicklung & Code
Neu in .NET 10.0 [7]: Semi-Auto Properties in C# 14.0
Im Dokument „What’s new in C# 14“ beschreibt Microsoft das Schlüsselwort field, mit dem man sogenannte Semi-Auto Properties erstellen kann.
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Dr. Holger Schwichtenberg ist technischer Leiter des Expertennetzwerks www.IT-Visions.de, das mit 53 renommierten Experten zahlreiche mittlere und große Unternehmen durch Beratungen und Schulungen sowie bei der Softwareentwicklung unterstützt. Durch seine Auftritte auf zahlreichen nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie mehr als 90 Fachbücher und mehr als 1500 Fachartikel gehört Holger Schwichtenberg zu den bekanntesten Experten für .NET und Webtechniken in Deutschland.
Dieses Sprachfeature gibt es allerdings bereits in der stabilen Version von .NET 9.0 – darin aber im Status „Preview“. Das heißt, dass man dafür setzen musste. Die Erwähnung in „What’s new in C# 14“ legt die Vermutung nahe, dass das Sprachfeature in C# 14.0 schließlich als stabil gelten wird.
Folgender Code zeigt eine Semi-Auto Property mit dem Schlüsselwort field, das automatisch ein Field für die Property anlegt:
///
/// Semi-Auto Property
///
public int ID
{
get;
set // init wäre hier auch erlaubt!
{
if (value < 0) throw new ArgumentOutOfRangeException();
if (field > 0) throw new ApplicationException("ID schon gesetzt");
field = value;
}
} = -1;
Falls es in (älterem) Programmcode bereits ein Datenmitglied mit Namen field gibt, warnt der Compiler, dass dieses nun nicht mehr verwendet wird. Das stellt gegebenenfalls einen Breaking Change dar, wenn beispielsweise eine Serialisierung für das Datenmitglied field existiert. Entwicklerinnen und Entwickler können aber die Verwendung des alten Datenmitglieds erzwingen, indem sie @field oder this.field im Programmcode schreiben.

In diesem Codeausschnitt ist field doppeldeutig.
(rme)
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