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Digital Business & Startups

Es hat zu sehr gejuckt


conmeet aus Borken, 2023 von Leandro Ananias, Lennart Eckerlein und Seriengründer Benedikt Kisner (netgo group) gegründet bringt sich als „cloud-native All-in-One-Plattform für prozessorientierte Bau- und Handwerksunternehmen“ in Stellung.

Der junge KI-Investor May Ventures und das Gründerteam investierten kürzlich 1,3 Millionen Euro in das Unternehmen. „May Ventures wollte mich ursprünglich als Investor in ihren Fonds ansprechen. Beim Kennenlernen habe ich ihnen dann aber von meinem neuen Startup erzählt und conmeet präsentiert. Das hat die beiden so überzeugt, dass sie unbedingt in conmeet investieren wollten“, erzählt Seriengründer Kisner.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der conmeet-Macher sein neues Unternehmen einmal ganz ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter conmeet erklären?
Stell dir vor, du hast ein Handwerksunternehmen mit 50 Leuten und zehn Baustellen gleichzeitig. Früher hat der Chef dafür viele verschiedene Programme genutzt: Eines für die Kundendaten, eines um zu sehen wo welcher Mitarbeiter arbeitet, wieder ein anderes für die Rechnungen. Ständig muss man die gleichen Sachen mehrfach eingeben und trotzdem weiß man oft nicht genau, ob man bei einem Projekt gerade Geld verdient oder verliert. conmeet ist wie ein großes Notizbuch, in dem alles drinsteht – aber eben digital und intelligent. Einmal eingetragen, können alle damit arbeiten. Und das Besondere: Das Programm nutzt künstliche Intelligenz und hilft automatisch bei vielen Aufgaben, die früher viel Zeit gekostet haben. Die KI lernt mit und macht Vorschläge, erkennt Muster und automatisiert wiederkehrende Abläufe. So haben die Leute mehr Zeit für die eigentliche Arbeit und der Chef hat alles im Blick.

Wie genau funktioniert Euer Geschäftsmodell?
Unser Geschäftsmodell basiert auf mehreren Säulen: Erstens zahlen Kunden eine monatliche Lizenzgebühr pro Nutzer für die Kernplattform. Zweitens bieten wir Add-on-Module für spezialisierte Funktionen wie Live-Banking-Integration oder AI Agents, die zusätzliche Geschäftsprozesse automatisieren. Kunden können so genau die Funktionalität buchen, die sie brauchen. Das Schöne daran: Wir wachsen mit unseren Kunden. Wenn ein Unternehmen von 20 auf 80 Mitarbeiter wächst, skaliert conmeet einfach mit. Und wenn die Kunden erfolgreicher werden und mehr Komplexität managen müssen, buchen sie weitere Add-ons hinzu. Das ist unser Upselling-Ansatz. Ein wichtiger Aspekt ist auch unser Ökosystem-Ansatz: Wenn ein Hauptunternehmer seine Subunternehmer auf die Plattform bringt, entstehen Netzwerkeffekte. Die Zusammenarbeit wird für alle einfacher – gemeinsame Bautagebücher, strukturiertes Mängelmanagement, direkter Dokumentenaustausch. Das erhöht den Wert der Plattform für alle Beteiligten und macht einen Wechsel zu einem anderen System unattraktiv. Zusätzlich bauen wir gerade eine eLearning-Plattform auf, über die wir unsere Kunden kontinuierlich schulen und befähigen, das volle Potenzial eines modernen ERP-Systems auszuschöpfen. Wir haben conmeet so gebaut, dass Implementierung und Schulung mit sehr geringem Aufwand möglich sind. Das senkt die Einstiegshürde erheblich und führt zu schnellerer Produktivität. Diese Art von System und der Umfang der Lösung führen zu einer extrem hohen Kundenbindung. Je mehr Prozesse ein Unternehmen in conmeet abbildet, je mehr Partner eingebunden sind, desto wertvoller wird die Plattform – und desto unwahrscheinlicher wird ein Wechsel.

Wie ist die Idee zu conmeet entstanden?
Das war tatsächlich eine Kombination aus mehreren Faktoren, die zusammengekommen sind. Erstens hatte ich schon immer den Wunsch, ein komplettes ERP-System zu bauen. Ich war überzeugt, dass man es deutlich besser machen kann als die existierenden Lösungen – moderner, intelligenter, benutzerfreundlicher. Zweitens hatte ich schon immer einen Fuß im Bau- und Handwerkssektor. Diese Branche kenne ich gut und hatte immer wieder gesehen, mit welchen Software-Problemen Unternehmen kämpfen. Drittens habe ich nach meinem Ausstieg bei der netgo group diverse Beratungsjobs gemacht, vor allem in der Organisationsentwicklung von Handwerksunternehmen. Da wurde mir noch klarer, wo die wirklichen Pain Points liegen. Und dann kam der entscheidende Moment: Ich habe Leandro und Lennart bei „Borken pitcht“ kennengelernt. Die beiden hatten damals eine Idee für ein Projektmanagement-Tool für kleine Handwerksunternehmen. Wir sind ins Gespräch gekommen, und ich war sofort begeistert von ihrer Power und ihrem Know-how – Leandro mit seiner technischen Brillanz und Lennart mit seiner echten Handwerks-DNA. Wir haben dann angefangen, gemeinsam zu überlegen. Und daraus ist conmeet entstanden – kein einfaches Projektmanagement-Tool, sondern ein System für Unternehmen im Handwerk und Bau, womit man auch die komplexen Anforderungen größerer, prozessorientierter Unternehmen perfekt meistern kann.

Vor conmeet hast Du bereits die netgo group aufgebaut und verkauft. Was reizt Dich daran, nun wieder ein Startup hochzuziehen?
Ehrlich gesagt hatte ich meiner Frau versprochen, sehr lange nichts zu machen. Aber es ging einfach nicht. Es hat zu sehr gejuckt. Was mich bei conmeet wirklich reizt, ist die Kombination: Wir haben ein echtes Problem identifiziert, das Tausende Unternehmen täglich nervt. Wir haben heute technologische Möglichkeiten mit Cloud und AI, die vor zehn Jahren noch undenkbar waren. Und ich habe wieder ein Team, mit dem ich von Tag eins an auf Augenhöhe arbeiten kann – Leandro und Lennart sind echte Experten in ihren Bereichen. Bei der netgo group habe ich unglaublich viel gelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Jetzt die Chance zu haben, es nochmal zu machen – aber mit diesem Wissen, diesem Team und dieser Vision – das ist schon extrem spannend.

Ist beim erneuten Gründen wirklich alles einfacher als beim ersten Mal?
Jein. Manches ist einfacher, manches aber auch nicht. Einfacher ist definitiv: Ich weiß, worauf es ankommt. Ich kenne die Phasen, die ein Unternehmen durchläuft. Ich kann bestimmte Stolpersteine von vornherein umschiffen – zum Beispiel die richtigen Leute zur richtigen Zeit einstellen. Vor allem aber weiß ich jetzt, wie man richtig schnell, gesund und effektiv skalieren kann und dabei den Cash Burn gering hält. Das ist ein riesiger Vorteil. Schwieriger war zunächst die Umstellung: Nach einem Unternehmen mit über 1.300 Mitarbeitern wieder mit einem kleinen, fokussierten Team zu arbeiten – das war erst einmal seltsam. Du machst plötzlich wieder Dinge selbst, die du jahrelang delegiert hattest. Aber genau das macht es auch reizvoll: Ich kann diesmal viel bewusster Entscheidungen treffen. Nicht aus Bauchgefühl, sondern aus Erfahrung.

Welche Erfahrungen aus der netgo group fließen in conmeet ein?
Drei Dinge vor allem: Erstens: Produktfokus. Bei netgo hatten wir ein anderes Geschäftsmodell mit verschiedenen Geschäftsbereichen. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, mit einer Firma wirklich fokussiert auf die Lösung und Bearbeitung eines klar definierten Marktes zu gehen. Wir konzentrieren uns auf prozessorientierte Bau- und Handwerksunternehmen – das ist unser Kern. Aber wir denken das Ökosystem von Anfang an größer: Architekten, Facility-Management-Unternehmen, Generalunternehmer und Dienstleister werden Teil der Plattform. Unsere Vision ist es, den gesamten Prozess von der Planung über den Bau bis zum Betrieb der Immobilie dauerhaft mit conmeet zu managen. Fokus bedeutet für uns nicht Begrenzung, sondern die richtige Reihenfolge. Zweitens: Die technologische Basis richtig bauen. Wir haben nicht nur auf cloud-native gesetzt, sondern auch wahnsinnig viel Zeit und Energie in die Grundlagen gesteckt. Dadurch haben wir ein System entwickelt, das uns von der Basis her noch enorme Entwicklungs- und Skalierungsmöglichkeiten bietet. Wir können bereits heute Unternehmensgruppen mit zentralen Stammdaten, intercompany-Verrechnung und komplexen Hierarchien bedienen – Features, die normalerweise nur Enterprise-Systeme haben. Und gleichzeitig haben wir die Flexibilität, schnell neue Ökosystem-Partner zu integrieren. Drittens: Das richtige Team zur richtigen Zeit. Mit Leandro für die Technik und Lennart für die Branche haben wir von Tag eins an Top-Experten in ihren Bereichen. Das beschleunigt alles enorm. Und ganz pragmatisch: Ich kenne die Herausforderungen beim Aufbau von Vertrieb, beim Skalieren von Prozessen, beim Recruiting. Das spart uns wahrscheinlich zwei, drei Jahre Lernkurve.

Welches Projekt steht demnächst ganz oben auf eurer Agenda?
Zwei Dinge parallel: Erstens bauen wir gerade unser Go-to-Market richtig aus. Wir haben erste Kunden live, die sehr zufrieden sind – jetzt geht es darum, das systematisch zu skalieren. Vertrieb und Marketing werden in den nächsten Monaten massiv verstärkt. Zweitens treiben wir unsere AI-Capabilities weiter voran. Wir haben bereits intelligente Automatisierung in der Plattform, aber da ist noch viel mehr möglich. Unser Ziel ist es, dass conmeet zunehmend selbst mitdenkt – von der vorausschauenden Materialbestellung bis zur automatischen Projektkalkulation. Und mittelfristig: Unser Ökosystem-Ansatz. Wenn Hauptunternehmer, Subunternehmer und Partner nahtlos zusammenarbeiten können, entstehen Netzwerkeffekte, die für alle einen riesigen Mehrwert schaffen. Das geht über reine Bau- und Handwerksunternehmen hinaus – wir wollen Schritt für Schritt auch Architekten, Facility-Management-Dienstleister und weitere Akteure der Immobilien-Wertschöpfungskette einbinden.

Ihr konntet bereits Investorengelder einsammeln. Wie seid Ihr mit Euren Geldgebern in Kontakt gekommen?
Das war tatsächlich eine lustige Wendung. May Ventures wollte mich ursprünglich als Investor in ihren Fonds ansprechen. Beim Kennenlernen habe ich ihnen dann aber von meinem neuen Startup erzählt und conmeet präsentiert. Das hat die beiden so überzeugt, dass sie unbedingt in conmeet investieren wollten. Maximilian und Dominik haben mich im Austausch total überzeugt. Ihr Verständnis für den Markt, ihre strategische Denkweise, ihr sympathisches Auftreten und der ehrliche und direkte Austausch – das hat einfach gepasst. Und nach meiner Private-Equity-Erfahrung reizt mich jetzt total der VC-Weg. Mit May haben wir einen tollen Investor für die Pre-Seed-Phase gefunden – nicht nur finanziell, sondern auch als strategischer Partner, der die Herausforderungen von frühen Wachstumsphasen genau kennt. Was sicher auch geholfen hat: Durch den Exit bei netgo hatte ich einen Track Record. Das schafft Vertrauen. Und dass wir Gründer selbst substanziell investiert haben, zeigt, wie sehr wir an conmeet glauben.

Wo steht conmeet in einem Jahr?
Wir geben jetzt richtig Gas beim Go-to-Market. Wir holen uns gerade richtig gute und erfahrene neue Kolleginnen und Kollegen an Bord, die den Markt und die Branche kennen. Das wird sich stark in der Anzahl aktiver Kunden widerspiegeln. Wir werden eine signifikante Rolle im Markt spielen und eine hohe Bekanntheit haben. Auf der Produktseite werden AI Agenten fest im System etabliert sein. Nicht nur einzelne Features, sondern echte Agenten, die unseren Kunden enorme Einsparungen im gesamten Backoffice und bei der Steuerung aller Prozesse liefern. Und wir werden die ersten Netzwerkeffekte in unserem Ökosystem sehen. Wenn Hauptunternehmer anfangen, ihre Subunternehmer auf die Plattform zu ziehen, wird es richtig interessant. Langfristig – das ist unsere Vision – wird conmeet die zentrale Plattform für die gesamte Immobilien-Wertschöpfungskette. Aber erstmal fokussieren wir uns auf das, was wir am besten können: prozessorientierten Bau- und Handwerksunternehmen echten Mehrwert liefern.

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Foto (oben): conmeet



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Adyen kauft Talon.One (750 Millionen)


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ Adyen übernimmt Talon.One für 750 Millionen +++ Solar Materials erhält bis zu 20 Millionen +++ Omegga bekommt 10 Millionen +++ Kemaro sammelt 5 Millionen ein +++ VREY streicht 3,3 Millionen ein +++ Christian Lindner investiert in Leegle +++

Adyen kauft Talon.One (750 Millionen)

Im #DealMonitor für den 24. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE


The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland

MERGERS & ACQUISITIONS

Adyen – Talon.One
+++ Der niederländische Payment-Gigant Adyen übernimmt das Berliner Scaleup Talon.One, das eine Loyalty- und Promotion-Software anbietet. Der Kaufpreis beträgt 750 Millionen Euro. Der amerikanische Geldgeber Silversmith Capital Partners, der Late-Stage-Investor Meritech Capital und Altinvestor CRV investierten zuletzt beachtliche 135 Millionen US-Dollar in Talon.One. Zuvor flossen rund 40 Millionen Euro in das Unternehmen. Talon.One, 2015 von Lieferando-Gründer Christoph Gerber und dem RapidApe-Founder Sebastian Haas gegründet, bietet seinen Kundinnen und Kunden die Möglichkeit an, Coupon-Codes, Rabattaktionen, Bündelangebote, Empfehlungs- und Treueprogramme auf einer Plattform zu erstellen und zu tracken und somit das Promotion-Marketing zu optimieren. Für dieses Jahr peilt das Talon.One-Team rund 60 Millionen Annual Recurring Revenue (ARR) an. Rund 300 Mitarbeitende wirken derzeit für Talon.One. Mehr über Talon.One

INVESTMENTS

Solar Materials
+++ NOVA, der Investmentarm von Saint-Gobain, EIC Fund und Altinvestor bmp Ventures sowie First Imagine! investieren bis zu 20 Millionen Euro in Solar Materials. „15 Millionen Euro davon in der aktuellen Finanzierungstranche“, teilen die Investoren mit. Das Startup aus Magdeburg, 2021 von Fridolin Franke, Jan Bargel und Jan-Philipp Mai in Braunschweig gegründet, entwickelt eine Technologie zum Recycling von Photovoltaik-Modulen. „Mit dem Recyclingverfahren können sämtliche Rohstoffe der zu recycelnden Solarmodule wirtschaftlich zurückgewonnen werden. Im Fokus stehen insbesondere die Funktionswerkstoffe Silber und Silizium sowie hochwertiges Solarglas“, heißt es zum Konzept. Mehr über Solar Materials

Omegga
+++ Der englische DeepTech-Investor IQ Capital, der Kölner Investor Capnamic und EIC Fund investieren 10 Millionen Euro in Omegga. Das BioTech aus München, 2020 von Katharina Hesseler, Till Nöllgen und Paul Günther gegründet, entwickelt eine „optische, Methode zur in-ovo Geschlechtsklassifizierung von frühembryonalen Hühnern“. Das Team möchte so „Millionen männliche Küken davor bewahren, direkt nach dem Schlüpfen getötet zu werden“. Das frische Kapital soll unter anderem in die „kommerzielle Skalierung der Lösung zur In-Ovo-Geschlechtsbestimmung“ fließen. 17 Mitarbeitende arbeiten derzeit für die Jungfirma. IQ Capital, hierzulande auch an Alpine Eagle und Quantum Diamonds beteiligt, hält nun rund 19,6 % an Omegga. Auf Capnamic entfallen 18,4 %. Mehr über Omegga

Kemaro
+++ Nicht genannte Investoren investieren 5 Millionen US-Dollar in Kemaro. Das Robotik-Unternehmen aus Eschlikon (Schweiz), 2016 von den Ingenieuren Thomas Oberholzer, Martin Gadient und Armin Koller gegründet, entwickelt vollständig autonome Reinigungsroboter für industrielle Anwendungen. Das frische Kapital soll das „internationale Wachstum des Unternehmens beschleunigen“. Insgesamt möchte das Team in der Series B 20 Millionen einsammeln. Mehr über Kemaro

VREY
+++ Der niederländische Investor Rubio Impact Ventures, High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Kopa Ventures investieren 3,3 Millionen Euro in VREY. Das PropTech aus Berlin, 2024 von Julius Pahmeier und Cedric Jaeger gegründet, möchte sich als „voll integrierter Anbieter für gemeinschaftliche Gebäudeversorgung“ etablieren. Konkret ermöglicht das Unternehmen es, „Solarstrom in Mehrparteienhäusern rechtskonform, wirtschaftlich und ohne zusätzliche Pflichten als Energievollversorger bereitzustellen“. Der PropTech-Investor Styx Urban Investments und mehrere Business Angels investierten bereits in das Unternehmen. Mehr über VREY

Repentium
+++ Raiffeisen Salzburg Start-Up eGen, Business Angel Wolfgang Faist und Austria Wirtschaftsservice (aws) investieren eine siebenstellige Summe in Repentium. Das Startup aus Salzburg, 2024 von Lukas Rupsch und Florian Rohrmoser gegründet, entwickelt eine Software für industriellen 3D-Druck. „At the core of our technology is a patented printhead unit combined with a proprietary algorithm, which analyses each print-object upfront“, heißt es zum Konzept. Mehr über Repentium

Leegle
+++ Der ehemalige Bundesfinanzminister Christian Lindner investiert in Leegle. Das Münchner LegalTech, 2022 von Anne Greul, Patrick Tu und Sebastian Wagner als Moonblock gegründet, positioniert sich als „Regulatory & Compliance Operating System für Produkthersteller“. Zur Idee schreibt das Team: „Die KI-Plattform übersetzt regulatorische Komplexität in klare, ausführbare Maßnahmen: für jedes Produkt, jeden Markt, jede Regulierung“. Business Angels wie Leon Szeli, Gründer von Presize, und der ehemalige Audi-CTO Peter Mertens investierten zuvor bereits eine sechsstellige Summe in das Unternehmen. Das Investment ist das erste öffentlich bekannte Startup-Investment von Lindner nach seinem Ausscheiden aus der Bundespolitik. Mehr über Leegle

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Foto (oben): azrael74



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Julian Draxler gründete Haarpflegemarke – getestet an diesen Profi-Fußballern


Draxler und Mostafa gründeten 2021 Haarwald. Nach Jahren der Entwicklung und Tests mit Fußballprofis wie Messi und Neymar ist das Produkt nun im Handel.

Julian Draxler gründete Haarpflegemarke – getestet an diesen Profi-Fußballern

Lieben beide das Haarprodukt von Haarwald (v.l.): Lionel Messi und Julian Draxler.
Haarwald

Julian Draxler sitzt in Katar, sein Co-Gründer Mustafa Mostafa in Essen, als Gründerszene mit ihnen spricht. Draxler spielt aktuell als Profifußballer beim katarischen Verein Al-Ahli SC und ist für das Gespräch von zu Hause zugeschaltet. Mostafa arbeitet seit 2012 als selbstständiger Friseur in Essen und führt parallel sein eigenes Geschäft. Gemeinsam gründeten sie 2021 Haarwald, eine Haarpflege- und Stylingmarke.

Obwohl Draxler im Gespräch mit kurzem Haarschnitt zu sehen ist, sagt er, dass er das Produkt selbst regelmäßig nutze, auch wenn es gerade nicht nach aufwendigem Styling aussehe.

Vom Friseurtermin zur Gründung

Dabei kennen sich die beiden Gründer laut eigener Aussage schon länger. Draxler sei 2017 Stammkunde bei Mostafa gewesen, hätte sich dort regelmäßig die Haare schneiden lassen. Dabei sei der Fußballer oft mit verschwitzten und nassen Haaren vom Training gekommen. Mostafa hätte dann zu Draxler aus Spaß gemeint: „Ich weiß nicht, wie du deine Haare immer machst, aber du siehst immer aus wie der letzte Idiot.“ Draxler daraufhin: „Wenn du alles besser weißt, dann mach es doch mal selber.“ Was anfangs locker daher gesagt war, entwickelte sich dann zur gemeinsamen Geschäftsidee.

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Wie die beiden das Produkt dann entwickelt hätten? Sie kommen zwar aus verschiedenen Welten, würden sich aber laut Mostafa gut ergänzen. Mostafa sei dabei der „Macher“: Kreativ, impulsiv, und immer mit dem Produkt in der Hand. Dieses hätte er über sein Friseur- und Produzentennetzwerk entwickeln und testen lassen, sagt er.

Haben sich beim Haare schneiden kennengelernt: Julian Draxler (vorne) und Mustafa Mostafa (hinten).

Haben sich beim Haare schneiden kennengelernt: Julian Draxler (vorne) und Mustafa Mostafa (hinten).
Haarwald

Draxler hingegen hätte ihn bei seinem großen Elan manchmal etwas bremsen müssen, meinen die beiden. Als Fußballprofi denke er strategisch – und teste ihr Produkt am liebsten unter Extrembedingungen wie Schweiß, Regen und Kamera-Aufmerksamkeit. Mostafa hätte ihm dann immer die überarbeiteten Produkte mit in den Friseurladen gebracht, auch mit Feedback und Unterstützung aus seinem Salon-Netzwerk. „Jedes Feedback hilft, egal ob gut oder schlecht“, betont Mostafa und ergänzt: „Wir haben dann einfach gemacht, es war viel try and error.“

Werbung mit Neymar, Messi und Co.

Draxler habe dabei aber auch das Feedback seiner prominenten Teamkollegen genutzt. Er habe die Produkte großzügig in der Kabine bei seinem damaligen Fußballclub Paris St. Germain verteilt. So kam es, dass Fußballgrößen wie Messi, Neymar und Sergio Ramos das Haarprodukt testen und nutzen durften. Was diese dazu gemeint hätten? „Sie haben es gefeiert und genutzt, der Stock in der Kabine war ziemlich schnell leer“, meint Julian Draxler im Gespräch mit Gründerszene.

Und da er laut eigener Aussage nicht der unbeliebteste in der Kabine gewesen sei, hätten ein paar Spieler sich dann sogar zu spontanen Werbefotos mit dem Produkt bereit erklärt. Draxler habe diese dann Mostafa geschickt, und so die erste Werbekampagne für ihre Marke gestartet. „Das hat uns sicherlich am Anfang auch geholfen, ein bisschen Bekanntheit zu generieren“, sagt Draxler im Gespräch.

Für einen Serverausfall hätte aber jemand anderes gesorgt: Elias Nerlich. Der bekannte deutsche Streamer hat neben anderen Creatorn auch bereits für das Produkt geworben und mit seiner Werbung kurzzeitig die Server lahmgelegt. Draxler: „Darauf waren wir in der Form nicht vorbereitet und es war schon spannend zu sehen, welche Power dahintersteckt. Die Kombi macht es am Ende vermutlich.“

Hat ordentlich beim Vertrieb geholfen (mittig): Elias Nerlich.

Hat ordentlich beim Vertrieb geholfen (mittig): Elias Nerlich.
Haarwald

Jahre des Bastelns, bis alles passte

Von der Idee 2017 bis zum finalen Produkt dauerte es viele Proben und rund vier Jahre, bis beide wirklich zufrieden waren. Dabei machten sie laut eigenen Aussagen Tausende Tests, Mostafa sei bei fünf deutschen Fabriken mit der Produktion gescheitert – es sei nicht möglich gewesen, eine ausreichende Qualität zu erreichen. Sie feilten an Geruch, Textur und Halt – mit dem Anspruch, ein Produkt zu entwickeln, das im Alltag genauso funktioniert wie unter Extrembedingungen im Profisport.

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Die Zielgruppe ist dabei bewusst breit gedacht: vom ganz normalen Alltag bis hin zu sportlichen Belastungen. „Wie hält das? Riecht das richtig?“, habe Mostafa Draxler immer wieder gefragt. Irgendwann hätten beide dann kein Verbesserungspotenzial mehr gesehen.

Drogerie-Kampf und große Träume

Nachdem die Online-Verkäufe gut angelaufen seien, hätten die großen Drogerieketten zunächst gezögert. Verpackung und Formel hätten aus ihrer Sicht nicht gepasst. Inzwischen aber stehe Haarwald deutschlandweit in den Regalen aller großen Drogerien. Mostafa sagt: „90 Prozent der Leute kaufen unser Produkt wieder, wenn sie’s testen. Wir liefern echte Friseurqualität für die Drogerie-Märkte.“

Es ist alles bootstrapped!

Julian Draxler

Fußballer und Gründer von Haarwald

Auch bei der Produktentwicklung sei das Startup konsequent vorgegangen. In der Gründungsphase hätten sie so günstig wie möglich produziert, weil die Kosten in der Pandemie stark gestiegen seien. Später seien Verpackung, Haptik und Formeln verbessert worden, unter anderem mit veganen und dermatologisch getesteten Produkten. Das sei bei den kleinen Bestellmengen zwar rund dreimal teurer gewesen und habe auf die Marge gedrückt, sei aber aus dem eigenen Umsatz finanziert worden. Draxler betont dabei: „Es ist alles bootstrapped!“

Für die Erstbestückung in den Drogerien erwarte Haarwald nun Umsätze im hohen sechsstelligen Bereich. Mit guten Abverkäufen wolle das Unternehmen Marktanteile sichern und möglichst schnell in den siebenstelligen Umsatz kommen.

Wie es sei, mit einem Fußballprofi zusammen zu gründen, fragen wir Mostafa noch. „Gut, wir haben voneinander gelernt“, sagt er. Die Freundschaft bilde dabei die Basis der Zusammenarbeit. Draxler sei durch das gemeinsame Projekt offener geworden, während Mostafa vor allem Geduld gelernt habe, meint er. Es sei aber etwas nervig, dass Draxler durch Training und Reisen oft schwer erreichbar sei. Dieser kontert trocken: „Unternehmer sein ist anstrengender als Fußballprofi. Meetings im Office sind für mich herausfordernder als das Training auf dem Platz.“  





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+++ Talon.One +++ Adyen +++ Quantistry +++ Volocopter +++ Solaris +++ Q.ANT +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Adyen kauft Talon.One (750 Millionen) +++ Quantistry schlittert in die Insolvenz +++ Ein Jahr nach der Rettung: Volocopter präsentiert neues Luftfahrzeug +++ Solaris bündelt seine Aktivitäten in Deutschland +++ Q.ANT expandiert in die USA +++

+++ Talon.One +++ Adyen +++ Quantistry +++ Volocopter +++ Solaris +++ Q.ANT +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Freitag, 24. April).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries

+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

#STARTUPTICKER

Talon.One
+++ Mega-Exit in Berlin! Der niederländische Payment-Gigant Adyen übernimmt das Berliner Scaleup Talon.One, das eine Loyalty- und Promotion-Software anbietet. Der Kaufpreis beträgt 750 Millionen Euro. „Talon.One’s co-founders, Christoph Gerber and Sebastian Haas, will reinvest a meaningful portion of their proceeds in newly issued ordinary shares in Adyen, underscoring their long-term commitment to the combined business“, heißt es in einer Pressemitteilung zur Übernahme. Der amerikanische Geldgeber Silversmith Capital Partners, der Late-Stage-Investor Meritech Capital und Altinvestor CRV investierten zuletzt beachtliche 135 Millionen US-Dollar in Talon.One. Zuvor flossen rund 40 Millionen Euro in das Unternehmen. Talon.One, 2015 von Lieferando-Gründer Christoph Gerber und dem RapidApe-Founder Sebastian Haas gegründet, bietet seinen Kundinnen und Kunden die Möglichkeit an, Coupon-Codes, Rabattaktionen, Bündelangebote, Empfehlungs- und Treueprogramme auf einer Plattform zu erstellen und zu tracken und somit das Promotion-Marketing zu optimieren. Für dieses Jahr peilt das Talon.One-Team rund 60 Millionen Annual Recurring Revenue (ARR) an. Rund 300 Mitarbeitende wirken derzeit für Talon.One. Gründer Gerber hielt zuletzt noch 23,6 % an seinem Unternehmen. Sein Mitstreiter Haas war noch mit 12,3 % an Bord. Deutsche Geldgeber waren keine bei Talon.One an Bord. Mehr über Talon.One

Quantistry
+++ Pleite! Das 2018 gegründete Berliner Startup Quantistry, das sich als „Materials Intelligence Platform“ positioniert, ist insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Philipp Grauer bestellt. Ananda Impact Ventures, Chemovator, ein Ableger von BASF, IBB Ventures und Co. investierten zuletzt 3 Millionen Euro in das Unternehmen. Insgesamt sammelte das Team rund um die Gründer Marcel Quennet, Arturo Robertazzi und Stefan Kupferberg in den vergangenen Jahren rund 4,5 Millionen ein. Zum Konzept der Jungfirma heißt es: „Quantistry transforms the way sustainable materials are designed and discovered through its advanced Saas cloud-native simulation platform powered by Quantum and AI.“ Über die Hintergründe der Insolvenz ist bisher nichts bekannt. Mehr über Quantistry

Volocopter 
+++ Lebenszeichen! Das gescheiterte Flugtaxi-Unternehmen Volocopter, das im Frühjahr 2025 vom österreichischen Flugzeughersteller Diamond Aircraft gerettet wurde, gibt ein Lebenszeichen von sich. Das Unternehmen präsentierte gerade „das neu entwickelte Luftfahrzeug VoloXPro – einen elektrisch angetriebenen Ultraleicht-Multicopter“. Rund 160 Mitarbeitende arbeiten derzeit für Volocopter. Zielgruppe des VoloXPro sind unter anderem Flugschulen, Flugsportvereine und Luftsportbegeisterte. Mehr über Volocopter

Solaris
+++ Lesenswert! Das kriselnde Berliner FinTech Solaris plant seine Standorte in Frankreich, Italien und Spanien zu schließen. „Das Berliner Unternehmen will seine Aktivitäten künftig zentraler in Deutschland bündeln. Büros soll es bei Solaris demnach nur noch in Berlin und Frankfurt geben“, berichtet das Handelsblatt. Solaris gehört inzwischen mehrheitlich zum japanischen Unternehmen SBI (80 %). Im März hatte das Team seine Neuausrichtung (Fokus auf KI und Entlassungen) bekannt gegeben. Zuletzt wurde das einstige Unicorn noch mit weniger als 100 Millionen Euro bewertet. (Handelsblatt) Mehr über Solaris

Q.ANT
+++ Expansion in die USA! Das Stuttgarter DeepTech-Unternehmen Q.ANT, das photonische Prozessorlösungen entwickelt, macht sich in den USA breit. „Die Expansion gibt Hyperscalern, Rechenzentren und Innovatoren die Möglichkeit zu eruieren, wie sie mit unseren photonischen Native-Processing-Servern ihren Energieverbrauch senken und gleichzeitig die Rechenleistung steigern können“, berichtet das Team. Das Duquesne Family Office, die Investmentfirma von Stanley F. Druckenmiller, investierte zuletzt in Q.ANT. Cherry Ventures, UVC Partners und Co. punmpten zuvor zudem 62 Millionen Euro in das DeepTech-Unternehmen, 2018 von Michael Förtsch als Spin-off von Trumpf gegründet. Zuletzt gingen wieder vermehrt deutsche Startups auf Expansionskurs. Mehr über Q.ANT

CFO 
+++ Die Finanzabteilung wird zum Steuerungszentrum und ist zentral für Wachstum und Resilienz. 2026 wird klar zeigen, in welchen Unternehmen sich dieser Shift vollzieht, wo also Finanzteams gestalten statt zu verwalten. Mehr im Gastbeitrag von Gregory Herbert (Frisbii)

Blinkist
+++ Blinkist ist wieder in Gründerhand. Die Gründer Holger Seim und Tobias Balling halten nun jeweils 50 % an ihrem Unternehmen. „Eine strategische Neuausrichtung hat dazu geführt, dass die Vision, die die Grundlage unseres Exits war, nicht mehr im Fokus steht“, sagt Gründer Seim. Mehr über Blinkist

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Blinkist-Gründer kaufen ihr Startup zurück (Exit 2023) +++ Spot My Energy übernimmt Messstellenbetrieb von Zählerhelden +++ Goldman Sachs Alternatives investiert 50 Millionen in BLP Digital. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



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