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Künstliche Intelligenz

Geekom A5 Pro mit Ryzen 5 im Test: Kompakter Mini-PC auch unter Last kaum hörbar


Der Geekom A5 Pro ist klein, unter Last leise und bietet gleich zweimal USB-C. Ob das Gesamtpaket lohnt, zeigt der Test.

Der Geekom A5 Pro ist ein effizienter Mini-PC im unteren bis mittleren Leistungsniveau – von dem „Pro“ im Namen sollte man sich also nicht fehlleiten lassen. Mit der 2026er-Version spendiert Geekom dem Mini-PC den etwas schnelleren Sechskerner Ryzen 5 7530U statt des Ryzen 5 7430U in der ersten Auflage. Damit gibt es grundlegend die gleiche Hardware, allerdings mit ein wenig höheren Taktraten. In der Praxis eignet sich der Mini-PC aber vor allem nur für die übliche Büroarbeit. Wie sich der kompakte Mini-PC in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Geekom A5 Pro?

Im Geekom A5 Pro arbeitet mit dem AMD Ryzen 5 7530U ein Sechskerner der Barcelo-Refresh-Generation. Die zwölf Threads der Zen-3-Architektur (Cezanne) takten mit bis zu 4,5 GHz in Turbo und haben üblicherweise eine TDP (Thermal Design Power) von 15 Watt. So liegt das SoC leistungstechnisch eher im unteren Mittelfeld, ähnlich wie der weitverbreitete Ryzen 7 5800U. Der 7530U wird im älteren 7-Nm-Verfahren gefertigt und unterstützt nur DDR4-RAM mit maximal 3200 MT/s (Megatransfers per Second) oder LPDDR4 mit 4266 MT/s. Als Grafikeinheit kommt eine Radeon Vega 7 mit 7 Kernen (Compute Units) und maximal 2000 MHz Taktrate zum Einsatz. Eine NPU für die effiziente Ausführung von KI-Aufgaben gibt es hier nicht.

Bei RAM setzt der Geekom A5 Pro wegen der älteren CPU-Architektur noch auf den DDR4-Standard. So gibt es zwei austauschbare SO-DIMM-Module von Wooposit mit 2667 MT/s und einer Gesamtkapazität von 16 GB. Diese lassen sich nach Herstellerangaben in Summe auf bis zu 64 GB aufrüsten.

Geekom A5 Pro – Geöffnetes Gehäuse mit RAM & SSD

Zudem gibt es eine M.2 NVMe-SSD mit 1 TB, die über PCIe 3.0 mit vier Lanes angebunden ist. Das SSD ist ebenfalls von Wooposit und unterstützt sogar PCIe 4.0×4. So messen wir mit Crystaldiskmark 3720 MB/s im Lesen und 3414 MB/s im Schreiben. Der M.2-Steckplatz unterstützt SSDs bis 3 TB, weitere Anschlussmöglichkeiten für Speicher gibt es nicht.

Bei den Anschlüssen ist der A5 Pro trotz seines kompakten Formfaktors gut aufgestellt. So gibt es zweimal USB-C mit 10 Gbit/s (USB 3.2 Gen 2) und Displayport Alt-Mode. Zudem können Bildschirme auch über die beiden HDMI-2.0-Anschlüsse verbunden werden. Der Ethernet-Port erlaubt den Datenaustausch mit bis zu 2,5 Gbit/s. Allerdings erfolgt die Stromversorgung wieder einmal nur über die DC-Buchse und nicht über einen der USB-C-Ports, wie es bei Laptops schon seit Langem üblich ist.

Drahtlos funkt der Mini-PC nur mit Wifi 6 und Bluetooth 5.2 – aktuell definitiv noch ausreichend, aber eben wenig zukunftssicher. Für LAN ist der Chipsatz Realtek RTL8125 Gaming 2,5 GbE verbaut, die Drahtloskommunikation übernimmt mit dem RTL8852BE ebenfalls ein Chip von Realtek.

Performance: Wie schnell ist der Geekom A5 Pro?

In PCmark 10, dem Produktivitätsbenchmark unserer Wahl, schlägt sich der A5 Pro etwa wie erwartet. In der ursprünglichen, ersten Version des Benchmarks erzielt das System solide 5838 Punkte im Schnitt. Damit übertrifft der A5 Pro den Ryzen 7 5800U der ersten Generation, bleibt aber durchschnittlich 100 Punkte hinter dem Refresh 5825U im U58 Mini-PC (Testbericht). Die neueste Version des Tests liefert aufgrund eines angepassten Testverfahrens eine abweichende Punktzahl von durchschnittlich 6657 Punkten.

Der Gaming-Benchmark 3Dmark Time Spy bewertet den A5 Pro mit 1250 Punkten, davon 1105 für die Grafik und 4972 Punkte für die CPU-Leistung. Gerade bei der Grafik hebt sich das System vom 5800U im U58 (Testbericht) ab. Messen wir die reine Leistung der CPU mit Cinebench R24 hat der 5800U zumindest im Multicore wieder knapp die Nase vorn, wie es eigentlich zu erwarten wäre. Es gibt 87 Punkte im Single- und 416 Punkte im Multicore für den 7530U.

Auch mit Geekbench messen wir zunächst die reine CPU-Performance und erhalten 2002 Punkte im Single und 7135 Punkte im Multicore. Der OpenCL-Benchmark attestiert der Vega-7-Grafik abschließend 14.522 Punkte. So ist der 7530U insgesamt ein wenig stärker als etwa ein Ryzen 7 5800U im U58 Mini-PC – groß ist der Unterschied aber nicht. Damit siedelt sich der A5 Pro leistungstechnisch bestenfalls in der unteren Mittelklasse an.

Gerade beim Gaming erwarten wir ein kleines Leistungsplus zum 5800U, wegen der bisher stärkeren Grafik. Deshalb spielen wir Anno 1800 und Cities Skylines 2 in Full-HD. In Erstem laden wir unser fortgeschrittenes Endlosspiel mit 50.000-Einwohner-Hauptstadt. Bei niedrigen Einstellungen und aktiviertem FSR (FidelityFX Super Resolution) im Modus „Ausgewogen“ erhalten wir so durchschnittlich 40 FPS. Bei deaktiviertem FSR sind es nur noch 26 FPS. Schrauben wir die Grafikeinstellungen auf „Mittel“ hoch, mit FSR wieder auf „Ausgewogen“, gibt es durchschnittlich noch 30 FPS.

In Cities Skylines 2 laden wir ein noch sehr junges Endlosspiel mit knapp 12.000 Einwohnern. Wir spielen zunächst in mittleren Einstellungen, wobei die dynamische Auflösungsskalierung auf „Automatisch“ steht. So erhalten wir unspielbare 6 FPS bei ebenfalls dürftiger Optik – einen Gaming-PC ersetzt das System eben bei Weitem nicht. Auch mit sehr niedrigen Einstellungen und damit konstanter dynamischer Auflösungsskalierung erreichen wir gerade zweistellige Bildraten mit durchschnittlich 11 FPS.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Geekom A5 Pro?

Obwohl der A5 Pro im Kern noch auf eine ältere CPU-Generation mit Zen3-Architektur setzt, arbeitet er sehr effizient. So liegt der Verbrauch im Idle zwischen 5 und 8 Watt. Unter Teillast – etwa wenn wir ein Spiel über Steam herunterladen – sind es knapp 20 Watt und dann unter Volllast kurzzeitig bis zu 42 Watt. Die Taktrate liegt dabei auch maximal bei 4,5 GHz, allerdings nur für 10 Sekunden. Danach fällt der Verbrauch auf 34 Watt und damit auch die Taktrate auf 3 GHz ab. Nach einer weiteren Minute erreicht das System den finalen Zustand mit einem Verbrauch von 28 Watt bei 2,4 GHz.

Lüfter: Wie laut ist der Geekom A5 Pro?

Auch wenn der Mini-PC nur wenig Leistung verbraucht, ist das System erstaunlich leise. Gerade bei diesem kompakten Gehäuse hatten wir schon deutliche thermische Probleme in der Vergangenheit. So messen wir mit dem Smartphone unter Volllast am Gehäuse 23,5 dB(A) und in einem Meter Entfernung 18 dB(A). Dabei bleiben die Temperaturen von CPU und iGPU auch dauerhaft um die 60 Grad (CPU: max. 61,1 Grad; GPU: max. 59 Grad) – ein hervorragendes Ergebnis.

Geekom A5 Pro – Wärmeverteilung

Ohne Last ist der Lüfter nahezu unhörbar und springt auch nur sporadisch an – wir messen bis zu 19 dB(A) direkt am Gehäuse. Im BIOS gibt es einen Einstellungspunkt für das Lüfterprofil, welches sich vom Standardwert „Normal“ auf „Quiet“ oder auch „Performance“ umstellen lässt.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Geekom A5 Pro installiert?

Auf dem Geekom A5 Pro ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund.

Das System verzichtet zudem auf jegliche Bloatware, mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste. Die Einrichtung können wir direkt ohne Internetzwang und mit einem lokalen Konto durchführen.

Der Mini-PC unterstützt offiziell Linux, was wir mit der Installation von Ubuntu 24.04.3 überprüfen. Dazu gehen wir über das erweiterte Startmenü von Windows in das BIOS, deaktivieren Secure Boot und starten Ubuntu von unserem USB-Stick mit Ventoy. Im Betriebssystem angekommen, ist direkt die richtige Bildschirmauflösung eingestellt und WLAN, Bluetooth sowie LAN funktionieren auf Anhieb. Auch die Audioausgabe via AUX erfolgt ohne Probleme. Als letzter Punkt steht noch der Ruhemodus, genauer: das Aufwachen aus selbigem, auf der Agenda. Gerade das machte bei einigen Mini-PCs noch Probleme, dem ist aber hier nicht so. Damit funktioniert Linux aus unserer Sicht einwandfrei, ohne dass man als Nutzer selbst bei den Treibern aktiv werden muss.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Geekom A5 Pro?

Die Verarbeitung des Geekom A5 Pro ist makellos. Das hellgraue Metallgehäuse ist hochwertig verarbeitet und fühlt sich sehr stabil an. Nur auf der Rückseite und bei der Bodenplatte gibt es ein wenig Kunststoff, der allerdings auch gut eingearbeitet ist. Generell ist das Gehäuse sehr schlicht gehalten, mit Anschlüssen auf Vorder- und Rückseite, sowie seitlichen Lufteinlässen als Mesh. Der Mini-PC ist mit Außenmaßen von 112 x 112 x 37 mm sehr kompakt.

Zum Öffnen des Gehäuses müssen wir die vier verklebten Gummifüße auf der Unterseite entfernen und die darunterliegenden Schrauben lösen. Anschließend nehmen wir vorsichtig die Bodenplatte ab, an der die Antennenkabel für Bluetooth und Wifi befestigt sind. Jetzt sehen wir wieder die übliche Zwischenplatte aus Metall, welche wir ebenfalls mit vier Schrauben lösen und zudem den Klebestreifen für die Antennen entfernen, um diese nicht versehentlich abzureißen.

In unserem Fall hat das aber nicht mehr geholfen und wir müssen nun die SSD entfernen, das Kabel wieder anstecken und alles vorsichtig wieder zusammenbauen – leichter gesagt als getan, wenn die Kabel so extrem kurz sind. Das macht einen Austausch oder eine Aufrüstung der Hardware unnötig schwierig und langwierig. Andere Hersteller bekommen das deutlich besser hin.

Preis: Was kostet der Geekom A5 Pro?

Der Geekom A5 Pro kostet in der 2026er-Version mit Ryzen 5 7530U, 16 GB DDR4-RAM und 1 TB SSD aktuell 545 Euro (Code: HE5PRO7P) beim Hersteller. Die „ursprüngliche“ Version mit Ryzen 5 7430U und 512 GB Speicher ist schon für 474 Euro erhältlich.

Bei Amazon gibt es den 2026er A5 Pro ebenfalls ab 545 Euro (Code: HE5PRO7P) und den ersten A5 Pro mit 1 TB Speicher ab 589 Euro.

Fazit

Für sich genommen ist der Geekom A5 Pro (2026) ein solider Mini-PC in der Mittelklasse. Er bietet genug Leistung für den Büroalltag und ist dabei enorm leise und trotzdem kühl. Zudem gibt es schon zweimal USB-C, sowie 2,5-Gigabit-LAN. Wir können hier nur den etwas langsamen DDR4-RAM und Wifi 6 bemängeln, was vor allem der Zukunftssicherheit des Systems schadet. So klingt der Mini-PC fast nach dem idealen Büro-PC für den Alltag – aber nur fast. Zum aktuellen Zeitpunkt bietet der Minisforum 760 Slim schon für etwas weniger Geld ein stärkeres Gesamtpaket. So gibt es einen stärkeren Prozessor, DDR5-RAM und Wifi 6E. In puncto USB-C bietet der 760 Slim zwar nur einen Anschluss, dafür aber mit Eingangsstromversorgung.

Sofern man nicht auf den enorm kompakten Formfaktor oder den flüsterleisen Betrieb des A5 Pro angewiesen ist, empfehlen wir eher den Minisforum 760 Slim für seine bessere Preis-Leistung.



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SK Hynix: US-Börsengang mit düsterer Prognose


Das Läuten der Glocke war das Startsignal für eine Kursjagd, die nur einen Tag dauern sollte. SK Hynix, südkoreanischer Chiphersteller und seit dem Verteilungskampf um DRAM, insbesondere HBM, für künstliche Intelligenz hoch im (Aktien)kurs, debütierte am Freitag an der US-Börse in New York. Der Chef von SK Hynix, Kwak Noh-jung, prophezeite der Presse, dass die Speicherkrise noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat. Doch das heizte das Geschäft mit den SK-Hynix-Anteilsscheinen auch nicht bemerkenswert an, die Aktie schloss am Ende mit einem kleinen Kursverlust.

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An den US-Börsengang des Unternehmens, das bisher nur an der südkoreanischen Börse war, dürften einige große Erwartungen gerichtet haben. Noch Ende Juni hatte SK Hynix Samsung vom Thron des wertvollsten börsennotierten Unternehmens gestoßen. Der Chiphersteller hatte zwischenzeitlich eine Marktkapitalisierung von umgerechnet knapp 1,19 Billionen Euro erreicht – leicht über dem Wert des Konkurrenten Samsung Electronics, der seit der Jahrtausendwende die Rangliste der wertvollsten Unternehmen des Landes angeführt hatte. Hintergrund: Der massive Wettbewerb von KI-Herstellern um das knappe Angebot auf dem Markt für DRAM und Flash-Bausteine. Seit dem Allzeithoch bei der Marktkapitalisierung ging es wieder etwas bergab.

Am Freitag erlebte die US-Börse dann den für ihre Verhältnisse echten Mega-Börsengang der Südkoreaner: 26,5 Milliarden US-Dollar sammelten sie mit ihren American Depository Receipts (ADR) ein, die mit 168, 01 US-Dollar pro Stück auch in etwa beim Eröffnungspreis von 170 US-Dollar lagen. Damit war es der größte Börsengang, den je ein ausländisches Unternehmen in den USA vorgenommen hat. An der US-Börse kann man für ausländische Aktien nur ADRs kaufen – 10 ADRs entsprechen dabei einer SK-Hynix-Stammaktie. Der Aktienkurs kletterte im Verlauf des Tages um 13 Prozent nach oben – schloss aber mit einem kleinen Minus von 0,8 Prozent. Die Marktkapitalisierung lag am Freitag nach Börsenschluss bei 941,8 Milliarden Dollar. Blickt man auf die vergangenen zwölf Monate, ist die Aktie von SK Hynix zwar nach wie vor auf einem allgemeinen Höhenflug. Aussicht, in Richtung der absoluten Kursspitzen im Juni zu kommen, hatte SK Hynix nach Börsenschluss am Freitag aber nicht.

Mit dem Schritt an die US-Börse will sich der Chiphersteller vor allem eine weitere Quelle für dringend benötigtes Kapital schaffen, das er für den Bau weiterer Chipfabriken benötigt. SK Hynix genießt eine hochbrisante Stellung in der Produktion im Wettlauf um die beste KI: Das Unternehmen ist führend bei der Entwicklung von HBMs für KI-Beschleuniger, beliefert hier unter anderem Weltmarktführer Nvidia. Doch auch mit zusätzlichem Geld aus Aktienverkäufen wird SK Hynix die enorme Nachfrage nicht decken können, glaubt CEO Kwak Noh-jung. Längst befindet sich der Weltmarkt in einer Chipkrise und die werde erst noch ihren Höhepunkt erreichen, war seine düstere Prognose gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters beim Börsengang am Freitag. „Wir gehen davon aus, dass das nächste Jahr aus Sicht der Versorgung das schlimmste Jahr in der Geschichte der Branche sein wird“, erklärte er. Die Nachfrage der Kunden steige weiter an, während die Produktionskapazitäten begrenzt seien, sagte er. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Kundennachfrage auch über das Jahr 2030 hinaus höher sein wird als unsere Angebotskapazitäten. Aber wir tun unser Bestes, um das Problem zu lösen“, sagte er.

Er sprach auch über mögliche neue Produktionsstandorte. USA, Japan und Südostasien seien alle in Erwägung, doch man wolle sich noch nicht entscheiden. SK Hynix schaue auf die Kombination aus Platz, Strom, Wasser und qualifiziertes Personal bei wettbewerbsfähigen Produktionskosten. Im eigenen Land investiert SK Hynix bereits massiv: Die Pläne kündigten vorigen Monat der Samsung-Vorsitzende Lee Jae-yong und Chey Tae-won, Ex-Chef und Großaktionär der SK Group, zusammen mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung an. Das Ziel: Bis 2031 soll sich die DRAM-Produktion in Südkorea verdoppeln. SK Hynix und Samsung investieren 800 Billionen Won in den Bau neuer Werke, was aktuell etwa 455 Milliarden Euro entspricht. Auch US-Hersteller Micron baut bestehende Kapazitäten aus.

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Dennoch gibt es Zweifel, dass der extreme Bedarf nach bestimmten Chips für KI wirklich von Dauer sein wird. Grund sind zum Beispiel Apples Bemühungen um Speicher des chinesischen Herstellers ChangXin Memory Technologies (CXMT). Dieser kann mittlerweile konkurrenzfähige DDR5-Bausteine herstellen. Weitere Zulieferer, mit dann günstigeren Preisen, könnten die Situation auch für Apple wieder lindern. Könnten andere Unternehmen sich daran ein Beispiel nehmen? Ein Gedanke, der vielleicht auch am Freitag dafür gesorgt hat, dass der Aktienkurs von SK Hynix ohne Plus in den US-Börsenschluss ging.

Chey Tae-won schaute am Freitag lieber auf die mittelfristige Zukunft: Es gehe vor allem darum, mehr Umsatz einzufahren und damit den Aktienkurs weiter anzufachen, sagte er dem Nachrichtensender Bloomberg in New York. Dann könnte SK Hynix in Zukunft vielleicht weitere ADRs auf den US-Kapitalmarkt werfen.

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DuckDuckGo-Browser blockiert jetzt YouTube-Werbung | heise online


Werbeunterbrechungen in Youtube-Videos nerven ihre Zuschauer jeden Tag aufs neue – mit dem DuckDuckGo-Browser sollen sie jetzt der Vergangenheit angehören. Wie die Entwickler mitteilen, gibt es in der neuen Version ein Feature, das die Werbungen zum ganz großen Teil herausfiltern soll.

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Die Funktion ist demnach bereits standardmäßig in der neuen Version für iPhone, Windows und macOS aktiviert, teilt DuckDuckGo mit. In Android muss sie noch manuell angeschaltet werden, bald soll sie aber auch hier voreingestellt sein. Bis dahin geht das in den Einstellungen unter dem Menüpunkt „Ad Blocking“. Die Option lässt sich beliebig an- und ausschalten. Laut DuckDuckGo können sich durch den neuen Blocker die Buffering-Zeiten vor dem Abspielen eines Videos geringfügig verlängern, dafür soll jedoch der größte Teil der Werbeunterbrechungen vor und während eines Videos entfallen.

Die Funktion ist nicht Teil des browserintegrierten Duck Players, der darauf ausgelegt ist, Ablenkungen durch andere Apps beim Ansehen eines Videos zu minimieren. Es handelt sich laut DuckDuckGo um ein eigenständiges Feature, welches aber gemeinsam mit dem Duck Player verwendet werden kann.

Um YouTube-Werbung zu erkennen und zu blockieren, setzt der Browser auf Filterlisten, die von der uBlock-Origin-Community stammen. uBlock Origin ist eine Open-Source-Browsererweiterung, die ebenfalls zum Blockieren von Werbung dient. Diese Listen werden laufend gepflegt und regelmäßig aktualisiert, um mit den Änderungen bei der Auslieferung von Werbung Schritt zu halten. DuckDuckGo will eventuell aber auch eigene Regeln anwenden, um die Kompatibilität zu verbessern und Fehlfunktionen zu reduzieren.

Die Schattenseite solcher Funktionen betrifft die Creator auf Youtube, die an den Werbeeinnahmen ihrer Youtube-Videos beteiligt werden. Ihnen entgeht damit Geld, das besonders für kleine Kanäle wichtig ist.

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„Digital Fairness Act“ soll auch Spielehersteller und kleine Händler treffen


Mit dem geplanten „Digital Fairness Act“ (DFA) will die Europäische Union nicht nur den Zugang zu Social Media für Kinder und Jugendliche regeln. Die neue Verordnung soll auch Lücken schließen, die sich bei der bisherigen Anwendung von „Digital Markets Act“ (DMA) und „Digital Services Act“ (DSA) ergaben. Diese beiden betreffen vor allem besonders große Anbieter wie Google, Shein und Temu.

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Gegen kleinere Unternehmen, etwa Onlinehändler, gab es aber bisher keine formellen Untersuchungen oder gar Strafen nach DMA oder DSA. Das soll sich mit dem Fairness Act ändern, wie Justiz- und Verbraucherschutzkommissar Michael McGrath laut einem Bericht der Financial Times in dieser Woche in Brüssel sagte.

Auch Spielehersteller sollen von der neuen Verordnung erfasst sein. Dies zeichnete sich bereits ab, als die Initiative „Stop Killing Games“ Mitte Juni bei der Kommission abblitzte. Das Gremium sah sich auf Basis der bisherigen Regeln rechtlich nicht in der Lage, Spielehersteller etwa zu einem langfristigen Betreiben von Servern oder der Offenlegung von Quellcode zu verpflichten.

Ein weiterer Schwerpunkt des Fairness Acts soll sein, dass Verbraucher vor Manipulation auf Webseiten und in Apps besser geschützt werden. Abofallen und „dark patterns“, die zu vielleicht nicht wirklich erwünschten Käufen führen, sollen bekämpft werden. Dabei, so Kommissar McGrath, gebe es aber „kein Allheilmittel, das alle Probleme löst, ich denke, wir werden ein Bündel von Maßnahmen benötigen, die ineinandergreifen.“ Schon früher gab es Kritik, dass eine neue Verordnung sich zu sehr mit DSA und DMA überschneiden könnte.

McGrath sieht aber „Lücken beim Online-Verbraucherschutz“. Diese soll der DFA schließen, vor allem mit Blick auf minderjährige Nutzer. Auch die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hatte sich schon für neue Regeln ausgesprochen, ebenso der Verbraucherzentrale Bundesverband. Die schon Ende 2024 angekündigte Verordnung soll nun Ende des Jahres 2026 in einer ersten Fassung vorgestellt werden.

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