Künstliche Intelligenz
Geekom A5 Pro mit Ryzen 5 im Test: Kompakter Mini-PC auch unter Last kaum hörbar
Der Geekom A5 Pro ist klein, unter Last leise und bietet gleich zweimal USB-C. Ob das Gesamtpaket lohnt, zeigt der Test.
Der Geekom A5 Pro ist ein effizienter Mini-PC im unteren bis mittleren Leistungsniveau – von dem „Pro“ im Namen sollte man sich also nicht fehlleiten lassen. Mit der 2026er-Version spendiert Geekom dem Mini-PC den etwas schnelleren Sechskerner Ryzen 5 7530U statt des Ryzen 5 7430U in der ersten Auflage. Damit gibt es grundlegend die gleiche Hardware, allerdings mit ein wenig höheren Taktraten. In der Praxis eignet sich der Mini-PC aber vor allem nur für die übliche Büroarbeit. Wie sich der kompakte Mini-PC in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.
Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Ausstattung: Welche Hardware bietet der Geekom A5 Pro?
Im Geekom A5 Pro arbeitet mit dem AMD Ryzen 5 7530U ein Sechskerner der Barcelo-Refresh-Generation. Die zwölf Threads der Zen-3-Architektur (Cezanne) takten mit bis zu 4,5 GHz in Turbo und haben üblicherweise eine TDP (Thermal Design Power) von 15 Watt. So liegt das SoC leistungstechnisch eher im unteren Mittelfeld, ähnlich wie der weitverbreitete Ryzen 7 5800U. Der 7530U wird im älteren 7-Nm-Verfahren gefertigt und unterstützt nur DDR4-RAM mit maximal 3200 MT/s (Megatransfers per Second) oder LPDDR4 mit 4266 MT/s. Als Grafikeinheit kommt eine Radeon Vega 7 mit 7 Kernen (Compute Units) und maximal 2000 MHz Taktrate zum Einsatz. Eine NPU für die effiziente Ausführung von KI-Aufgaben gibt es hier nicht.
Bei RAM setzt der Geekom A5 Pro wegen der älteren CPU-Architektur noch auf den DDR4-Standard. So gibt es zwei austauschbare SO-DIMM-Module von Wooposit mit 2667 MT/s und einer Gesamtkapazität von 16 GB. Diese lassen sich nach Herstellerangaben in Summe auf bis zu 64 GB aufrüsten.
Zudem gibt es eine M.2 NVMe-SSD mit 1 TB, die über PCIe 3.0 mit vier Lanes angebunden ist. Das SSD ist ebenfalls von Wooposit und unterstützt sogar PCIe 4.0×4. So messen wir mit Crystaldiskmark 3720 MB/s im Lesen und 3414 MB/s im Schreiben. Der M.2-Steckplatz unterstützt SSDs bis 3 TB, weitere Anschlussmöglichkeiten für Speicher gibt es nicht.
Bei den Anschlüssen ist der A5 Pro trotz seines kompakten Formfaktors gut aufgestellt. So gibt es zweimal USB-C mit 10 Gbit/s (USB 3.2 Gen 2) und Displayport Alt-Mode. Zudem können Bildschirme auch über die beiden HDMI-2.0-Anschlüsse verbunden werden. Der Ethernet-Port erlaubt den Datenaustausch mit bis zu 2,5 Gbit/s. Allerdings erfolgt die Stromversorgung wieder einmal nur über die DC-Buchse und nicht über einen der USB-C-Ports, wie es bei Laptops schon seit Langem üblich ist.
Drahtlos funkt der Mini-PC nur mit Wifi 6 und Bluetooth 5.2 – aktuell definitiv noch ausreichend, aber eben wenig zukunftssicher. Für LAN ist der Chipsatz Realtek RTL8125 Gaming 2,5 GbE verbaut, die Drahtloskommunikation übernimmt mit dem RTL8852BE ebenfalls ein Chip von Realtek.
Performance: Wie schnell ist der Geekom A5 Pro?
In PCmark 10, dem Produktivitätsbenchmark unserer Wahl, schlägt sich der A5 Pro etwa wie erwartet. In der ursprünglichen, ersten Version des Benchmarks erzielt das System solide 5838 Punkte im Schnitt. Damit übertrifft der A5 Pro den Ryzen 7 5800U der ersten Generation, bleibt aber durchschnittlich 100 Punkte hinter dem Refresh 5825U im U58 Mini-PC (Testbericht). Die neueste Version des Tests liefert aufgrund eines angepassten Testverfahrens eine abweichende Punktzahl von durchschnittlich 6657 Punkten.
Der Gaming-Benchmark 3Dmark Time Spy bewertet den A5 Pro mit 1250 Punkten, davon 1105 für die Grafik und 4972 Punkte für die CPU-Leistung. Gerade bei der Grafik hebt sich das System vom 5800U im U58 (Testbericht) ab. Messen wir die reine Leistung der CPU mit Cinebench R24 hat der 5800U zumindest im Multicore wieder knapp die Nase vorn, wie es eigentlich zu erwarten wäre. Es gibt 87 Punkte im Single- und 416 Punkte im Multicore für den 7530U.
Auch mit Geekbench messen wir zunächst die reine CPU-Performance und erhalten 2002 Punkte im Single und 7135 Punkte im Multicore. Der OpenCL-Benchmark attestiert der Vega-7-Grafik abschließend 14.522 Punkte. So ist der 7530U insgesamt ein wenig stärker als etwa ein Ryzen 7 5800U im U58 Mini-PC – groß ist der Unterschied aber nicht. Damit siedelt sich der A5 Pro leistungstechnisch bestenfalls in der unteren Mittelklasse an.
Geekom A5 Pro – Bilderstrecke
Gerade beim Gaming erwarten wir ein kleines Leistungsplus zum 5800U, wegen der bisher stärkeren Grafik. Deshalb spielen wir Anno 1800 und Cities Skylines 2 in Full-HD. In Erstem laden wir unser fortgeschrittenes Endlosspiel mit 50.000-Einwohner-Hauptstadt. Bei niedrigen Einstellungen und aktiviertem FSR (FidelityFX Super Resolution) im Modus „Ausgewogen“ erhalten wir so durchschnittlich 40 FPS. Bei deaktiviertem FSR sind es nur noch 26 FPS. Schrauben wir die Grafikeinstellungen auf „Mittel“ hoch, mit FSR wieder auf „Ausgewogen“, gibt es durchschnittlich noch 30 FPS.
In Cities Skylines 2 laden wir ein noch sehr junges Endlosspiel mit knapp 12.000 Einwohnern. Wir spielen zunächst in mittleren Einstellungen, wobei die dynamische Auflösungsskalierung auf „Automatisch“ steht. So erhalten wir unspielbare 6 FPS bei ebenfalls dürftiger Optik – einen Gaming-PC ersetzt das System eben bei Weitem nicht. Auch mit sehr niedrigen Einstellungen und damit konstanter dynamischer Auflösungsskalierung erreichen wir gerade zweistellige Bildraten mit durchschnittlich 11 FPS.
Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Geekom A5 Pro?
Obwohl der A5 Pro im Kern noch auf eine ältere CPU-Generation mit Zen3-Architektur setzt, arbeitet er sehr effizient. So liegt der Verbrauch im Idle zwischen 5 und 8 Watt. Unter Teillast – etwa wenn wir ein Spiel über Steam herunterladen – sind es knapp 20 Watt und dann unter Volllast kurzzeitig bis zu 42 Watt. Die Taktrate liegt dabei auch maximal bei 4,5 GHz, allerdings nur für 10 Sekunden. Danach fällt der Verbrauch auf 34 Watt und damit auch die Taktrate auf 3 GHz ab. Nach einer weiteren Minute erreicht das System den finalen Zustand mit einem Verbrauch von 28 Watt bei 2,4 GHz.
Lüfter: Wie laut ist der Geekom A5 Pro?
Auch wenn der Mini-PC nur wenig Leistung verbraucht, ist das System erstaunlich leise. Gerade bei diesem kompakten Gehäuse hatten wir schon deutliche thermische Probleme in der Vergangenheit. So messen wir mit dem Smartphone unter Volllast am Gehäuse 23,5 dB(A) und in einem Meter Entfernung 18 dB(A). Dabei bleiben die Temperaturen von CPU und iGPU auch dauerhaft um die 60 Grad (CPU: max. 61,1 Grad; GPU: max. 59 Grad) – ein hervorragendes Ergebnis.
Ohne Last ist der Lüfter nahezu unhörbar und springt auch nur sporadisch an – wir messen bis zu 19 dB(A) direkt am Gehäuse. Im BIOS gibt es einen Einstellungspunkt für das Lüfterprofil, welches sich vom Standardwert „Normal“ auf „Quiet“ oder auch „Performance“ umstellen lässt.
Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Geekom A5 Pro installiert?
Auf dem Geekom A5 Pro ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund.
Das System verzichtet zudem auf jegliche Bloatware, mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste. Die Einrichtung können wir direkt ohne Internetzwang und mit einem lokalen Konto durchführen.
Der Mini-PC unterstützt offiziell Linux, was wir mit der Installation von Ubuntu 24.04.3 überprüfen. Dazu gehen wir über das erweiterte Startmenü von Windows in das BIOS, deaktivieren Secure Boot und starten Ubuntu von unserem USB-Stick mit Ventoy. Im Betriebssystem angekommen, ist direkt die richtige Bildschirmauflösung eingestellt und WLAN, Bluetooth sowie LAN funktionieren auf Anhieb. Auch die Audioausgabe via AUX erfolgt ohne Probleme. Als letzter Punkt steht noch der Ruhemodus, genauer: das Aufwachen aus selbigem, auf der Agenda. Gerade das machte bei einigen Mini-PCs noch Probleme, dem ist aber hier nicht so. Damit funktioniert Linux aus unserer Sicht einwandfrei, ohne dass man als Nutzer selbst bei den Treibern aktiv werden muss.
Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Geekom A5 Pro?
Die Verarbeitung des Geekom A5 Pro ist makellos. Das hellgraue Metallgehäuse ist hochwertig verarbeitet und fühlt sich sehr stabil an. Nur auf der Rückseite und bei der Bodenplatte gibt es ein wenig Kunststoff, der allerdings auch gut eingearbeitet ist. Generell ist das Gehäuse sehr schlicht gehalten, mit Anschlüssen auf Vorder- und Rückseite, sowie seitlichen Lufteinlässen als Mesh. Der Mini-PC ist mit Außenmaßen von 112 x 112 x 37 mm sehr kompakt.
Zum Öffnen des Gehäuses müssen wir die vier verklebten Gummifüße auf der Unterseite entfernen und die darunterliegenden Schrauben lösen. Anschließend nehmen wir vorsichtig die Bodenplatte ab, an der die Antennenkabel für Bluetooth und Wifi befestigt sind. Jetzt sehen wir wieder die übliche Zwischenplatte aus Metall, welche wir ebenfalls mit vier Schrauben lösen und zudem den Klebestreifen für die Antennen entfernen, um diese nicht versehentlich abzureißen.
In unserem Fall hat das aber nicht mehr geholfen und wir müssen nun die SSD entfernen, das Kabel wieder anstecken und alles vorsichtig wieder zusammenbauen – leichter gesagt als getan, wenn die Kabel so extrem kurz sind. Das macht einen Austausch oder eine Aufrüstung der Hardware unnötig schwierig und langwierig. Andere Hersteller bekommen das deutlich besser hin.
Preis: Was kostet der Geekom A5 Pro?
Der Geekom A5 Pro kostet in der 2026er-Version mit Ryzen 5 7530U, 16 GB DDR4-RAM und 1 TB SSD aktuell 545 Euro (Code: HE5PRO7P) beim Hersteller. Die „ursprüngliche“ Version mit Ryzen 5 7430U und 512 GB Speicher ist schon für 474 Euro erhältlich.
Bei Amazon gibt es den 2026er A5 Pro ebenfalls ab 545 Euro (Code: HE5PRO7P) und den ersten A5 Pro mit 1 TB Speicher ab 589 Euro.
Fazit
Für sich genommen ist der Geekom A5 Pro (2026) ein solider Mini-PC in der Mittelklasse. Er bietet genug Leistung für den Büroalltag und ist dabei enorm leise und trotzdem kühl. Zudem gibt es schon zweimal USB-C, sowie 2,5-Gigabit-LAN. Wir können hier nur den etwas langsamen DDR4-RAM und Wifi 6 bemängeln, was vor allem der Zukunftssicherheit des Systems schadet. So klingt der Mini-PC fast nach dem idealen Büro-PC für den Alltag – aber nur fast. Zum aktuellen Zeitpunkt bietet der Minisforum 760 Slim schon für etwas weniger Geld ein stärkeres Gesamtpaket. So gibt es einen stärkeren Prozessor, DDR5-RAM und Wifi 6E. In puncto USB-C bietet der 760 Slim zwar nur einen Anschluss, dafür aber mit Eingangsstromversorgung.
Sofern man nicht auf den enorm kompakten Formfaktor oder den flüsterleisen Betrieb des A5 Pro angewiesen ist, empfehlen wir eher den Minisforum 760 Slim für seine bessere Preis-Leistung.
Künstliche Intelligenz
CISA warnt vor Malware durch Supply-Chain-Attacken
Die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA hat eine Warnung vor den kürzlich entdeckten Supply-Chain-Angriffen auf mehrere Produkte veröffentlicht. IT-Verantwortliche sollten das zum Anlass nehmen, zu prüfen, ob sie unwissentlich mit Malware verseuchte Pakete einsetzen.
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Insgesamt warnt die CISA vor drei Vorfällen. An erster Stelle stehen die Daemon Tools, die zwischen dem 8. April und 5. Mai 2026 mit Malware infizierte Installer von Daemon Tools Lite ausgeliefert haben. Die Version 12.6 und neuere der Daemon Tools Lite enthalten keinen Schadcode mehr, versichert der Anbieter. Der Vorfall hat einen CVE-Schwachstelleneintrag erhalten (CVE-2026-8398, CVSS 9.8, Risiko „kritisch“). Ungewöhnlich ist die Dringlichkeit, die die CISA zum Fixen vorgibt: Statt der üblichen zwei Wochen haben US-amerikanische Behörden lediglich bis zum 30. Mai Zeit, die bereinigte Software zu verteilen.
Ein weiterer Lieferkettenangriff erfolgte auf TanStack. Dabei haben die bösartigen Akteure 42 Pakete kompromittiert, mit 84 kompromittierten Versionen. Nach nur 20 Minuten sind die infizierten Pakete aufgeflogen (der CVE-Eintrag spricht gar nur von 6 Minuten am 11. Mai 2026, von 19:20 bis 19:26 Uhr UTC) und seitdem als „deprecated“ markiert, es ist jedoch unklar, wie oft sie installiert wurden. Betroffene sollten ihre Zugangsdaten auf jeden Fall erneuern. Der zugehörige CVE-Schwachstelleneintrag hat die Nummer CVE-2026-45321 erhalten (CVSS 9.8, Risiko „kritisch“).
Dritte Supply-Chain-Attacke
Auch das Entwickler-Tool Nx Console wurde im Mai 2026 Opfer eines Supply-Chain-Angriffs. Die Version 18.95.0 war betroffen, zwischen 12:30 und 13:09 Uhr UTC stand kompromittierte Software zum Download bereit. Das Problem ging offenbar von einer vereinzelten Entwickler-Maschine aus, die eine Woche zuvor ein manipuliertes TanStack-Paket gezogen und dann eingebaut hat. Ein Postmortem-Bericht der Nx-Console-Maintainer geht in die Details. Der Schwachstelleneintrag lautet CVE-2026-48027 (CVSS 9.8, Risiko „kritisch“).
Der letzte Vorfall zeigt, dass eine Kompromittierung durch die Lieferkette rasch und zunächst unbemerkt erfolgen kann. Entwickler sollten gegebenenfalls die eingesetzten Pakete einmal prüfen, ob dort bekannt kompromittierte Pakete hereingerutscht sind.
(dmk)
Künstliche Intelligenz
„Lego Batman“ angespielt: Ein BLOCKbuster, den man nicht unterschätzen sollte
Superhelden sind immer noch ein großes Thema, sei es jetzt im Kino oder auf der heimischen Konsole. Nachdem Marvel zuletzt Spider-Man auf ein Videospiel-Abenteuer geschickt hat, ist diesen Herbst sein weniger zimperlicher Klingen-Kollege „Wolverine“ dran. Währenddessen hält sich der andere Lizenz-Gigant Warner Bros. DC etwas zurück: Auf den großen Live-Service-Flop mit „Suicide Squad: Kill the Justice League“ folgt lediglich ein neues Lego-Spiel mit Batman-Lizenz.
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Ein schwacher Trost für alle Fans, die auf ein „richtiges“ Game warten? Keineswegs. Denn der britische Entwickler Traveller’s Tales präsentiert mit „Lego Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ ein Spiel, das sich nicht auf dem seichten Gameplay der jüngsten Blöckchenspiele ausruht, sondern stattdessen ein überraschendes Best of Batman arrangiert.
Das habe ich aber anders in Erinnerung!
Nach einem Kinobesuch macht sich Familie Wayne auf den Heimweg. Als sie eine Gasse als Abkürzung nutzen will, wird sie von einem Gangster überfallen. Die Eltern sterben, nur Sohn Bruce bleibt zurück und schwört seit diesem Tag, seine Heimatstadt Gotham von jeglichem Verbrechen zu beschützen.
So weit, so bekannt ist die legendäre Entstehungsgeschichte des Fledermaus-Rächers, mit der auch „Lego Batman“ beginnt. Das Spiel orientiert sich dabei klar an Tim Burtons Filmversion von 1989 – bis es plötzlich ins Christopher-Nolan-Universum von 2005 springt und zeigt, wie der mittlerweile erwachsene Bruce in den Himalaja reist, um dort in einem Kloster zum Ninja ausgebildet zu werden. Als die Kampfmaschine zurückkehrt, findet sie sich auch schon in der Filmhandlung von „The Batman“ aus dem Jahr 2022 wieder, in der Batman einem mächtigen Mafiaboss das Handwerk legen muss.

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Das Erste, was „Lego Batman“ ganz meisterhaft gelingt, ist die Fusion aller Batman-Geschichten, als hätte es immer nur diese eine gegeben. Ohne ins Chaotische abzudriften. Ohne wichtige Dinge zu unterschlagen. Während frühere Lego-Spiele ihre Vorlagen Eins zu Eins abgebildet haben, nur eben im Blöckchen-Look, besteht der große Spaß in „Lego Batman“ darin, auf Vertrautes zu treffen und dann doch wieder von Neu-Interpretationen überrascht zu werden. Nichtkenner bekommen dagegen eine spannende Comic-Handlung präsentiert, die kein Vorwissen erfordert, aber eine gewisse Toleranz gegenüber Gummienten und Fledermaus-Kaka.
Denn er ist auch immer mit dabei: Der typische Lego-Humor, der sich seit jeher durch genauso trockene wie charmante Albernheiten, Übertreibungen und Erwartungsbrüche definiert. In den meisten Fällen zündet der Humor, vor allem wenn korrupte Polizisten in Donuts bezahlt werden oder Batman einen Club nur betreten darf, wenn er zuvor ein Dance Battle gewinnt. An anderer Stelle spielen Gangster im Bällebad und benutzen Kinderrutschen, um mal richtig zu entspannen. Nicht jede Stelle braucht Jokes, aber auch nicht jeder Humor muss jeden zum Lachen bringen. Wie gut, dass „Lego Batman“ aus unterschiedlichen Konfetti-Kanonen feuert.
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Sammelspaß, Kämpfe und ein bisschen „GTA“
Aber egal welches Fledermaus-Abenteuer nun erzählt wird, stets findet sich der Spieler in einer Lego-Version bekannter Batman-Schauplätze wieder, die er erkunden, bestaunen und (teilweise) zerstören kann, um Unmengen an Lego-Steinen einzusammeln. Mal muss ein simples Rätsel gelöst und ein anderes Mal eine Schar von Gegnern überwältigt werden. Dieser Spaß ist entweder allein oder im Koop spielbar – der zweite Spieler übernimmt hierfür den immer wechselnden und nicht weniger sympathischen Sidekick, der Batman begleitet. Wiederspielwert erhalten die Levels vor allem durch das Suchen nach versteckten Schätzen und Geheimgängen. Das ist im Grunde das Konzept, das Entwickler Traveller’s Tales seit seinen ersten Lego-Spielen anwendet. Doch mit „Lego Batman“ überwindet er diese Grenzen – abermals durch sein Fusionstalent.
Anstatt nur wild auf die Angriffstaste zu hämmern, kann der Spieler Batman wie einen agilen Wirbelwind durch ganze Gruppen steuern, hier kontern, da austeilen, dort ausweichen und hier einen finalen Hieb landen. Dieses Kampfsystem ist nicht neu, sondern perfekt aus einer anderen Batman-Spielereihe übernommen worden, nämlich der Arkham-Trilogie. Die fesselnde Erfahrung bleibt die Gleiche und jeder neue Kampf lädt dazu ein, den eigenen Flow zu perfektionieren und den Kombo-Zähler höher zu treiben. Über einen Skillbaum werden neue Attacken und Manöver freigeschaltet. Hin und wieder kann Batman die Kämpfe auch meiden und durch die Schatten schleichen. Dann ist es ihm möglich, die Gegner leise auszuschalten, hinterrücks oder von einer erhöhten Position aus. Das lockert das Gameplay nicht nur auf, sondern passt auch perfekt zum maskierten Rächer. Auch hier lässt Arkham grüßen.
Doch die wohl größte Überraschung erwartet den Spieler, wenn er die Ausbildung im Himalaja abgeschlossen hat: Denn Batman schwingt mit seinem Greifhaken nicht nur von Dach zu Dach, sondern darf auch in sein legendäres Batmobil steigen, mit dem er durch die Straßen von Gotham düst. Hier eröffnet „Lego Batman“ seine eigene kleine Open World, so wie man es aus „GTA“ kennt: mit Verkehr und Passanten, mit vielen Schauplätzen zum Erkunden und vielen Kurven zum Driften. Dabei steuert sich das Batmobil so elegant und rasant, dass es fast egal ist, wo es überhaupt hingeht, ob man der Haupthandlung folgt oder sich von den vielen Mini-Aufgaben ablenken lässt.
Fazit: Ein kurzweiliges und einfaches Erlebnis
Eine Kletterpassage, eine Verfolgungsjagd, ein Verhör, ein Bosskampf, eine neue Mechanik und dann wieder eine Sequenz, die zum Schmunzeln einlädt. Ist der eine Schurke besiegt, taucht schon der nächste auf. Die Bat-Höhle dekorieren. Mit dem Batmobil dutzende Wagen durch die Gegend kicken. Und für ein Riddler-Rätsel ist immer noch Zeit. Bevor überhaupt Langeweile aufkommen kann, hat „Lego Batman“ bereits die nächste Überraschung unter dem Cape hervorgeholt. Während die liebevoll gestalteten und detailreichen Lego-Schauplätze bei all der durchgepeitschten Action sogar etwas untergehen.
Es sind eben nicht nur Steine: Entwickler Traveller’s Tale nutzt die Chance, alle Welt mit ihrer neuen Formel zu überraschen und poliert dabei das gesamte Batman-Repertoire auf, von der Story bis zum Gameplay. Zwei Dinge sind zu bemängeln: In früheren Spielen gibt es mehr Charaktere zum Sammeln und Spielen, da bleibt „Lego Batman“ mit unter zehn Figürchen schon sehr sparsam. Gleichzeitig ist das Spiel zwar für eine Eltern-Kind-Konstellation oder eine Casual-Couch-Coop-Session perfekt ausbalanciert, für den erfahrenen Singleplayer aber viel zu einfach – selbst auf dem höchsten von drei Schwierigkeitsgraden. Wer weder für den Lego-Charme noch für den Batman-Fanservice gekommen ist, ist hier falsch. Alle anderen sollten sich schon mal in die Fledermaus-Kluft werfen.
„Lego Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ erschien am 22. Mai für Windows, PS5, Xbox Series und Nintendo Switch 2. Es kostet 69,99 Euro. USK ab 12 Jahren.
(dahe)
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Smart-Home-Aktoren von Wago im Test: Mit 16 Ampere und Matter
Mit gleich acht Produkten, die ab Ende Mai 2026 bei den ersten Händlern im Sortiment sind, meldet sich Wago im Smart-Home-Geschäft an. Allen gemein ist der Smart-Home-Standard Matter. Jeden Aktor gibt es sowohl mit WLAN als auch mit dem Funkprotokoll Thread, das bei 2,4 GHz arbeitet und von Smart-Home-Basisstationen wie Ikea Dirigera oder dem Apple Homepod gesprochen wird. Die Produkte sind für Smart-Home-Beitreiber gedacht, die bereits eine Matter-Basis mit oder ohne Thread haben oder eine solche anschaffen wollen. Wago baut keine eigene Basis.
Insgesamt gibt es Aktoren für vier Anwendungsfälle, alle in derselben Bauform mit den Maßen 46 × 46 × 22 Millimeter: einen Rollladenaktor mit zwei geschalteten Kanälen (für auf und ab) und zwei Tastereingängen, einen Aktor mit zwei Relais für je 6 Ampere (1,3 kW bei 230 Volt) und zwei Schaltereingängen; außerdem einen Einkanaldimmer sowie einen Aktor mit einem 16-Ampere-Relais und einem Eingang. Zum Test haben wir die 16-Ampere-Aktoren mit Thread und WLAN ins Labor geholt.
Die Verbindungsklemmen mit den organgefarbenen Klemmhebeln haben Wago bekannt gemacht, daher dürfen sie auch bei Wagos Smart-Home-Produkten nicht fehlen. Durch sie geht die Installation schnell von der Hand, denn einerseits entfällt das Schrauben, andererseits nehmen sie auch feindrähtige Leitungen (Litze) ohne Aderendhülse sicher auf. Von diesem Komfort profitiert der Elektriker, der die Aktoren normgerecht hinter Lichtschalter oder Steckdose verbaut – fluchen wird er womöglich über die Abmessung des Gehäuses oder über die fehlende Tiefe der Unterputzdose. „Das Produkt passt in eine Unterputzdose“, steht zwar im Datenblatt, doch das dürfte im Altbau hin und wieder Wunschdenken bleiben. Wagos Konkurrenz, allen voran Shelly, baut Einkanal-Aktoren deutlich kompakter – der Shelly 1 ist nur 16 Millimeter hoch.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Smart-Home-Aktoren von Wago im Test: Mit 16 Ampere und Matter“.
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