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Gefährliche Produkte? Millionenstrafe gegen Temu
Laut der EU könnten Verbraucher:innen innerhalb der Europäischen Union mit hoher Wahrscheinlichkeit auf illegale oder unsichere Produkte auf der Website stoßen. Besonders kritisch sieht die Kommission dabei eine Risikoanalyse aus dem Jahr 2024. Diese habe sich laut Behörden zu stark auf allgemeine Probleme im Online-Handel konzentriert und zu wenig auf konkrete Risiken bei Temu selbst.
Temu fällt bei Sicherheitsprüfungen durch
Wie ernst die Vorwürfe sind, zeigen Produkttests aus den Ermittlungen. Bei einem sogenannten Mystery Shopping wurden verschiedene Artikel anonym bestellt und überprüft. Dabei fielen viele getestete Ladegeräte durch grundlegende Sicherheitsprüfungen. Auch bei Babyspielzeug wurden teils gefährliche Chemikalien oberhalb der erlaubten Grenzwerte entdeckt. Zusätzlich bestand bei einigen Produkten Erstickungsgefahr durch verschluckbare Kleinteile.
Die EU wirft Temu außerdem vor, nicht ausreichend geprüft zu haben, wie Empfehlungssysteme und Werbung mit Influencern die Verbreitung problematischer Produkte zusätzlich fördern könnten. Daher beruft sich die EU nun auf den „Digital Services Act“. Dieser verpflichtet große Plattformen dazu, Risiken für Nutzer:innen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Gerade sogenannte „Very Large Online Platforms“ – also besonders große Plattformen mit Millionen Usern – stehen unter strengen Auflagen. Sie sollen systematische Risiken regelmäßig analysieren und konkrete Gegenmaßnahmen ergreifen. Nach Ansicht der EU hat Temu genau diese Pflichten verletzt.
Temu muss jetzt handeln
Bis zum 28. August 2026 muss das Unternehmen jetzt einen Maßnahmenplan vorlegen, um die Probleme zu beheben. Sollte Temu die Anforderungen weiterhin nicht erfüllen, könnten weitere Strafzahlungen folgen.
Die Ermittlungen gegen die Plattform laufen bereits seit Oktober 2024. Für Temu könnte der Fall nun zu einem echten Problem werden, denn die EU geht zunehmend härter gegen große Online-Marktplätze vor, wenn es um Verbraucher:innen und Produktsicherheit geht. Die 200 Millionen Euro Strafe allein dürften Temu beziehungsweise den Mutterkonzern PPD Holdings mit einem Umsatz von 15,4 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2026 finanziell nicht allzu sehr belasten. Zum Problem könnten aber Folgestrafen werden, da Wiederholungsvergehen gegen EU-Richtlinien mit immensen Strafen belegt werden können.
Amazon Haul:
Temu-Konkurrenz soll nach Deutschland kommen

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Anthropics Umsatz deutlich vor OpenAI: 5 Mal mehr als 2025
Das finanzielle Wachstum von Anthropic geht weiter und stellt aktuell OpenAI in den Schatten. Rund 35 Prozent mehr Umsatz als die OpenAI-Konkurrenz sind für 2026 prognostiziert, in Q2 soll sogar die Profitabilität starten.
Das Rennen um die Vorherrschaft im digitalen KI-Zeitalter ist in vollem Gange. Die größten Tech Player der Welt konkurrieren mit zahlreichen Startups. Google und Meta integrieren immer mehr KI-Lösungen wie den Ask Advisor fürs Marketing und private Inkognito-Chats mit der Meta AI. Derweil bauen jüngere und auf KI spezialisierte Unternehmen wie Perplexity, OpenAI und Anthropic stetig ihr Produktportfolio und ihre Abonnementstrukturen aus. Sie alle gelten als Vorreiter:innen der KI-Entwicklung, müssen sich aber gerade im Wettbewerb mit Schwergewichten wie Google und Meta um ihre finanzielle Weiterentwicklung sorgen – trotz Investitionen in Milliardenhöhe. Neben geplanten Börsengängen setzt beispielsweise OpenAI neuerdings auf Werbung in ChatGPT, um den Umsatz anzukurbeln. Anthropic betont im Gegenzug, dass Claude immer werbefrei bleiben wird. Das ist nur einer der Punkte, an denen sich die KI-Unternehmen uneins sind. Anthropic profitierte zuletzt von einer kleinen Anti-OpenAI-Bewegung, nachdem das Unternehmen für einen kontroversen Deal mit dem Pentagon hart kritisiert worden war.
Zu den wichtigsten Einnahmequellen gehören für beide Unternehmen bisher die verschiedenen Abonnementmodelle, mit denen User populäre Features wie Claude Code oder OpenAIs Codex und darüber hinaus optimierte Limits, bessere Modelle und mehr Zugriff auf neue Funktionen erhalten. Für das Jahr 2026 erwarten Anthropic und OpenAI zwar mehr Umsatz, das Wachstum von Anthropic überflügelt aber das von OpenAI. Im zweiten Quartal erwartet das Unternehmen gar einen ersten operativen Gewinn, der bei OpenAI noch auf sich warten lässt.
Claude Code erhält Agent View:
Eine Liste für alle Sessions

Rund 35 Prozent mehr Umsatz als OpenAI: Anthropics finanzielles Wachstum
Der Publisher The Information berichtet von aktuellen Prognosen, nach denen Anthropic in diesem Jahr etwa 35 Prozent mehr Umsatz machen soll als OpenAI. 2025 lag Anthropic mit knapp neun Milliarden US-Dollar Umsatz noch deutlich hinter OpenAI. Doch der Umsatz soll schon im zweiten Quartal 2026 knapp 10,9 Milliarden US-Dollar betragen. Das sind 130 Prozent mehr als im ersten Quartal. Außerdem erwartet Anthropic, wenn die Prognose zutrifft, in diesem Quartal erstmals einen operativen Gewinn, der 599 Millionen US-Dollar betragen soll.
Auf einen Gewinn muss OpenAI vermutlich noch länger warten. Das KI-Unternehmen unter der Führung von Greg Brockman und Sam Altman erwartet 2026 zwischen 30 und 33 Milliarden US-Dollar Umsatz; HSBC-Analyst:innen gehen von 34 Milliarden US-Dollar aus. Anthropic ist nach den jüngsten Angaben dagegen auf dem Weg, einen hochgerechneten Jahresumsatz von knapp 45 Milliarden US-Dollar zu erreichen – und damit OpenAI deutlich zu übertrumpfen.
OpenAI erwartet indes in den kommenden Monaten und Jahren klare Umsatzsprünge, unterstützt durch das neue Werbesystem – jetzt mit Ads Manager –, neue Abomodelle wie ChatGPT Pro mit geringerem Preis und große Deals wie jenen mit der Regierung von Malta, um ChatGPT Plus für ein ganzes Land bereitzustellen. Die Wachstumssprünge der Konkurrenz könnten OpenAI unterdessen beunruhigen und dazu veranlassen, den Börsengang mit Nachdruck zu verfolgen. Bisher gehen Branchenbeobachter:innen von einem IPO im vierten Quartal 2026 aus. Auch Anthropic setzt aufgrund der großen Nachfrage nach Coding-Lösungen und Unternehmensangeboten auf mehr Differenzierung bei den eigenen Abonnements. Künftig könnte Claude Code sogar aus dem Pro-Abonnement gestrichen werden, um über dedizierte Abonnements für das beliebte Tool noch mehr Geld zu generieren. Noch sind das aber nur Ideen mit ersten Tests.
Claude Code bald raus aus Pro-Abo?

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Meta One startet direkt mit 4 Abostufen
Mit den vergleichsweise niedrigen Einstiegspreisen für Dienste wie Instagram Plus oder WhatsApp Plus will Meta die Hürde senken, künftig für besonders spannende sowie neue Funktionen zu zahlen, und gleichzeitig möglichst viele Menschen für die neuen Abos gewinnen. In Europa hatte Meta bereits 2023 kostenpflichtige Versionen von Facebook und Instagram ohne Werbung eingeführt. Der Konzern reagierte damit auf strengere EU-Datenschutzvorgaben rund um personalisierte Werbung und Datennutzung.
Instagram Plus und WhatsApp Plus starten weltweit
– perspektivisch kommt Meta One

Instagram Plus: Mehr Reichweite, mehr Insights und heimliche Story Views für 3,99 US-Dollar
Instagram Plus setzt vor allem auf exklusive Insights und Interaktionsfunktionen, die bisher nicht direkt in der App verfügbar waren. Das Abo soll laut den neuen Informationen 3,99 US-Dollar pro Monat kosten und unter anderem folgende Funktionen enthalten:
- unbegrenzte Zielgruppenlisten für Stories über die bisherige Close-Friends-Funktion hinaus
- Story Rewatch Insights
- durchsuchbare Viewer-Listen
- ein wöchentliches Story Spotlight für zusätzliche Sichtbarkeit
- Stories mit einer Laufzeit von bis zu 48 Stunden statt nur der üblichen 24 Stunden
- Quiet Posting für Profil und Highlights, ohne Inhalte aktiv im Feed auszuspielen
- Story Preview ohne sichtbaren Viewer-Eintrag
- Custom App Icons
- eigene Schriftarten für Bios
- zusätzliche Profil-Pins
Creator sollen laut den Informationen allerdings darüber informiert werden, dass die anonyme Story-Preview-Funktion existiert.

WhatsApp Plus: Meta macht sogar Chat-Design und Klingeltöne zum Abo
Das WhatsApp-Bezahlabonnement WhatsApp Plus steht seit Mitte Mai ersten iOS Usern zur Verfügung und bringt zahlreiche Personalisierungs- und Komfortfunktionen in die App. In Europa kostet WhatsApp Plus laut bisherigen Tests derzeit rund 2,49 Euro pro Monat. Laut den neuen Informationen soll das Abo langfristig 2,99 US-Dollar monatlich kosten. Zum Paket gehören unter anderem:
- Premium Sticker
- animierte Chat Overlays
- zusätzliche Themes
- alternative App-Logos mit individuellen Farbeffekten
- individuelle Klingeltöne
- bis zu 20 angepinnte Chats statt bisher drei
- individuelle Anpassungen für Chat-Listen
- 18 zusätzliche Farboptionen für die App-Gestaltung

Facebook Plus: Stories, Reactions und Viewer-Suche für 3,99 US-Dollar
Facebook Plus soll ebenfalls 3,99 US-Dollar pro Monat kosten und bringt ähnliche Funktionen wie Instagram Plus auf Facebook und Messenger. Laut den neuen Informationen umfasst das Abo unter anderem:
- längere Story-Laufzeiten von bis zu 48 Stunden
- animierte Super Reactions für Stories
- Viewer Insights und Suchfunktionen für Story-Zuschauer:innen
- Story Previews, ohne selbst als Viewer sichtbar zu werden
- Custom Icons für Facebook und Messenger
Auch hier sollen Poster laut den Informationen darüber informiert werden, dass die anonyme Preview-Funktion existiert.

© Meta via Matt Navarra
Meta One: AI, Creator Tools und Reichweite werden zum Premium-Bundle
Laut Social-Media-Experte Matt Navarra plant Meta mehrere unterschiedliche Stufen für AI-, Creator- und Business-Funktionen. Die verschiedenen Meta One-Angebote sollen perspektivisch Instagram Plus, Facebook Plus, WhatsApp Plus und zusätzliche AI-Funktionen unter einem gemeinsamen Premiumsystem bündeln.
Meta One Plus für 7,99 US-Dollar pro Monat
Meta One Plus soll zusätzliche AI-Nutzung und Premiumfunktionen aus den Meta Apps enthalten. Dazu gehören unter anderem:
- mehr monatliche AI-Nutzung
- mehr Thinking Mode für komplexe Aufgaben in der Meta AI App und im Web
- zusätzliche Bild- und Videogenerierung
- gebündelte Premiumfunktionen aus Instagram, Facebook und WhatsApp

Meta One Essential für 14,99 US-Dollar pro Monat
Mit Meta One Essential richtet sich Meta an Creator und professionelle Accounts. Das Paket soll unter anderem folgende Funktionen enthalten:
- Verified Badge für Instagram und Facebook
- zusätzlicher Schutz gegen Fake Accounts und Identitätskopien
- proaktive Überwachung möglicher Copycat Accounts
- erweitertes Linksheet für Websites, Social Profiles und weitere Ziele

Meta One Premium für 19,99 US-Dollar pro Monat
Im Vergleich zu Meta One Plus soll Meta One Premium für 19,99 US-Dollar pro Monat deutlich mehr Kapazität für intensive AI-Nutzung und komplexere Requests bieten. Laut den Informationen richtet sich das Paket vor allem an Power User mit höherem AI-Bedarf.

Meta One Advanced für 49,99 US-Dollar pro Monat
Das teuerste und umfangreichste Meta One-Abo soll laut den veröffentlichten Informationen 49,99 US-Dollar pro Monat kosten. Meta One Advanced richtet sich an professionelle Accounts, Brands und Creator und enthält unter anderem folgende Features:
- bessere Platzierungen in Instagram- und Facebook-Suchergebnissen
- höhere Sichtbarkeit im Feed
- hervorgehobener Follow Button auf Reels
- automatische Follow-Einladungen an Personen, die mit Inhalten interagieren
- klickbare Links in Instagram Posts und Reels
- erweiterte Profile mit mehreren Adressen und zusätzlichen Informationen
- Competitive Insights für Instagram
- Audience Insights für Facebook
- optimiertes Scheduling
- Shared Account Access
- Alerts für Original Content Credit
- menschlicher Support

Die verschiedenen Meta One-Abos sollen laut den veröffentlichten Informationen zunächst in ausgewählten Märkten getestet werden. Meta One Plus und Premium starten demnach zuerst in Singapur, Guatemala und Bolivien. Meta One Essential und Advanced sollen zunächst in Saudi-Arabien, Marokko, Thailand und Bangladesch getestet werden.
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Popkultur statt Pathos: McDonald’s setzt im WM-Sommer auf Sharingprodukte und Musik
Fußball – und McDonald’s – bringt Menschen zusammen, findet der Fast-Food-Anbieter
Der Spot läuft bereits seit ein paar Tagen, jetzt wird auch ein zugehöriger Song gepusht: McDonald’s Deutschland startet in den Fußballsommer 2026 und verbindet die anstehende WM mit Sharingprodukten, Creator-Aktivierungen und einem eigens produzierten Track.
Gut zwei Wochen vor dem ersten Anpfiff zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bringt sich McDonald’s Deutschland kommunikativ in Stellung. Der neue Kampagnen-Spot ist seit einigen Tagen im Einsatz, nun folgt der nächste Baustein: Mit der Promotion des eigens produzierten Songs „In der Luft“ schaltet die Marke ihre Sommerkommunikation vollständig frei. Ziel ist es, den Fußballsommer emotional zu besetzen – über Musik, gemeinsames Essen und geteilte Erlebnisse.
Inhaltlich rückt McDonald’s das gemeinschaftliche Erlebnis in den Mittelpunkt. Fußball wird als sozialer Anlass verstanden – als Moment, der Freundeskreise, Familien und spontane Begegnungen zusammenbringt. An diese Logik knüpft die Marke an und positioniert sich als Begleiter für Match-Abende, Public Viewing oder kurze Snack-Pausen unterwegs.
Flankiert wird die Kampagne von zeitlich begrenzten Produktneuheiten, wie es bei dem Fast-Food-Anbieter in solchen Fällen üblich ist. Seit dem 20. Mai und noch bis zum 30. Juni erweitert McDonald’s Deutschland sein Angebot um mehrere sogenannte Food-Highlights. Neu ist unter anderem der Crispy Chicken Dog, eine Mischung aus Burger und Hot Dog, die Assoziationen an Stadionverpflegung wecken soll. Für größere Runden setzt die Marke auf eine neue Sharebox: Sie kombiniert 40 verschiedene Snacks aus Huhn und Käse und ist explizit auf das Teilen ausgelegt. Außerdem kehrt der Deutschlandburger zurück, optisch und geschmacklich an Schwarz-Rot-Gold angelehnt.
Zur Sommerkampagne gehören auch zeitlich limitierte Produkte
Die Verbindung von zeitlich begrenztem Sortiment, Musik-Release und Creator-Aktivierungen folgt einer klaren Logik: Aufmerksamkeit soll nicht punktuell, sondern über mehrere Kontaktflächen hinweg aufgebaut werden. Insgesamt ist die Kampagne ein weiteres Beispiel dafür, wie kommerzialisiert und kommunikativ Großereignisse wie die WM inzwischen aufgeladen werden können. Die Marke setzt dabei weniger auf klassische Fußballinszenierung als auf Popkultur, Social Media und das Versprechen gemeinsamer Momente. Auch der Trend zu nostalgischen Momenten, der in diesem Jahr in vielen Kampagnen erkennbar ist, spiegelt sich darin wider.
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