Apps & Mobile Entwicklung
GeForce 610.47: Nvidias neuer Treiber für 007 beerdigt das Control Panel

Zum Start von 007 First Light (Technik-Test) hat Nvidia einen neuen Game-Ready-Treiber veröffentlicht: Der GeForce 610.47 ist der erste Treiber der 600er Generation, der das Control Panel (Systemsteuerung) bei einer Neuinstallation nicht mehr selber installiert; denn inzwischen finden sich alle Optionen auch in der Nvidia App.
GeForce 600er Serie: Die Nvidia App übernimmt
Das Nvidia Control Panel respektive die Nvidia Systemsteuerung ist die Einstellungszentrale, die per Rechtsklick auf den Windows-Desktop aufgerufen werden kann. Schon vor dem Release der Nvidia App im Jahr 2024 wurde das Control Panel von Nvidia nur noch stiefmütterlich weiterentwickelt, mit dem Start der App war das Ende absehbar: Sobald alle relevanten Funktionen des Control Panel auch in der Nvidia App verfügbar sind, sei Schluss, hieß es schon damals. Und laut Nvidia ist es jetzt so weit – in Game-Ready- und Studio-Treibern. Ausnahme: Für Nutzer von Nvidia RTX Pro.
After 20 years of dedicated service, the classic NVIDIA Control Panel is officially retiring for Game Ready and Studio Drivers. For NVIDIA RTX PRO users, the NVIDIA Control Panel will continue to be supported until we have migrated professional features to the NVIDIA app.
Existing installs of the NVIDIA Control Panel will remain on users’ systems, unless they perform a clean installation, and users who still need the NVIDIA Control Panel can continue to download it from the Microsoft Store, but we won’t be adding features, fixes, or other changes.
Nur bei einer Neuinstallation direkt weg
Das Control Panel, das wesentliche Funktionen der letzten Jahre wie den DLSS-Override vermissen ließ, verschwindet allerdings nicht direkt: Wer den neuen GeForce 610.47 über einen bestehenden Treiber installiert, findet das bekannte Control Panel immer noch im Windows-Desktop-Kontextmenü:
Wer über die benutzerdefinierte Treiberinstallation eine komplette Neuinstallation anstößt, wird wiederum in Zukunft auf das Control Panel verzichten müssen – es sei denn, er installiert einen älteren Treiber erneut:
Game-Ready für 007 First Light, Lego Batman und Co
Neben der eher strategischen Anpassung bringt der neue Treiber auch offiziellen Support für 007 First Light (Technik-Test), Lego Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters (Technik-Test), LEGO Batman, F1 25: 2026 Season Pack und World of Tanks: HEAT. Auch CUDA 13.3 wird erstmals unterstützt.
Ob der Treiber das Problem der niedrigen DLSS-Performance in 007 First Light behoben hat, konnte die Redaktion zur Stunde noch nicht prüfen.
Downloads
-
4,2 Sterne
Die GeForce-Treiber unterstützen sämtliche aktuellen Nvidia-Grafikkarten.
- Version 610.47 Deutsch
- Version 596.49 Deutsch
- +4 weitere
Apps & Mobile Entwicklung
Anthropic „AI Fluency“: Claude soll künftig Nutzer-Kompetenzen anzeigen

Anthropic soll die Testphase für eine neue Funktion gestartet haben, mit der Anwender ihre eigenen KI-Kompetenzen künftig direkt in den Claude-Einstellungen einsehen können. Ziel sei es, Nutzern allein durch Ändern der Arbeitsweise mit der KI zu helfen, im Laufe der Zeit präzisere und verlässlichere Ergebnisse zu erzielen.
Am Anfang stand die Frage, wie Anwender mit einer künstlichen Intelligenz arbeiten
Im Februar dieses Jahres hatte Anthropic ein Forschungsprojekt gestartet, das der Frage nachgehen sollte, wie souverän Nutzer mit KI-Werkzeugen umgehen und ob mit der rasanten Verbreitung künstlicher Intelligenz zugleich auch die Fähigkeit wächst, diese Werkzeuge sinnvoll, kritisch und effektiv einzusetzen. Dabei sollte unter anderem geklärt werden, ob Anwender die neuen Möglichkeiten lediglich für schnelle Antworten auf kurze Fragen nutzen oder ob sie mit der KI in einen wiederholenden Arbeitsprozess eintreten, Antworten also nicht einfach übernehmen, sondern ihre Anfragen im Laufe der Zeit gezielt verfeinern, um tiefere Erkenntnisse zu einem Thema zu gewinnen.
Ergebnisse müssen nur hübsch verpackt sein
Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass Anwender bei der komplexeren Erstellung konkreter Ergebnisse wie Code, Apps, Dokumenten oder interaktiven Werkzeugen zwar deutlich präzisere Anweisungen geben und ihre Ziele genauer formulieren, die von der KI erzeugten Ergebnisse jedoch seltener kritisch hinterfragen. Argumentationen der KI würden dadurch weniger überprüft und fehlender Kontext oder falsche Fakten seltener erkannt. In diesem Zusammenhang prägte Anthropic erstmals den Begriff „AI Fluency“, der ein messbares Muster für die Kompetenz von Nutzern beschreiben soll. Anwender können der Untersuchung nach durchaus kompetenter werden, je stärker sie mit der KI in einen tatsächlichen Arbeitsdialog treten. Gleichzeitig steigt jedoch das Risiko, dass professionell präsentierte Ergebnisse automatisch als glaubwürdiger wahrgenommen und entsprechend weniger kritisch bewertet werden.
Grundlage dieser Aussagen ist die Analyse von 9.830 anonymisierten Claude-Konversationen aus einem siebentägigen Zeitraum im Januar 2026.
Score soll Anwender dazu anregen, Fähigkeiten auszubauen
Um Nutzern eine entsprechende Rückmeldung zu geben, scheint Anthropic laut einem Bericht von TestingCatalog derzeit daran zu arbeiten, die Ergebnisse dieser Untersuchung in ein für Anwender nutzbares Produkt zu überführen. Grundlage dafür bildet ein 4D-AI-Fluency-Framework, das gemeinsam mit den Wissenschaftlern Rick Dakan, Professor für Creative Technologies am Ringling College of Art and Design in Florida und Joseph Feller, Professor für Information Systems and Digital Transformation an der Cork University Business School der University College Cork in Irland, entwickelt wurde und Nutzern künftig einen personalisierten „KI-Kompetenz-Score“ bereitstellen soll. Dieser soll dabei helfen, die eigenen Fähigkeiten im Umgang mit Claude besser einschätzen zu können.
Für die Ermittlung des Scores sollen Aktivitäten eines Nutzers in Chat-, Cowork- und Claude-Code-Sitzungen analysiert und ausgewertet werden. Jede Sitzung wird dabei anhand von elf beobachtbaren Verhaltensindikatoren bewertet. Dazu zählen unter anderem das Setzen von Zielen und die Definition der Vorgehensweise, die Strukturierung von Konversationen sowie Maßnahmen zur Qualitätskontrolle. Diese Aspekte werden von den Wissenschaftlern als die Säulen „Delegation“, „Beschreibung“ und „Urteilsvermögen“ des Frameworks beschrieben. Nach Abschluss der Analyse sollen Nutzer einen strukturierten Bericht erhalten, der direkt über das Einstellungsmenü eingesehen und verwaltet werden kann. Ferner sollen Anwender konkrete Hinweise dazu erhalten, wie und an welchen Stellen sie ihre Nutzung von Claude verbessern können. Vor allem weniger erfahrene Nutzer sollen dadurch ein besseres Verständnis dafür entwickeln, welche Gewohnheiten im Umgang mit Claude sinnvoll sind und welche nicht.
Sicherer Umgang mit der KI
Anthropic ist davon überzeugt, dass ein solches Bewertungssystem dazu beitragen kann, dass Anwender ihre eigenen Nutzungsgewohnheiten im Umgang mit künstlicher Intelligenz stärker hinterfragen und diese bei negativen Bewertungen gezielt anpassen. Nach einer gewissen Zeit soll dies auch zu verlässlicheren und sichereren Ergebnissen führen.
Apps & Mobile Entwicklung
Linux Mint 23: Nächste Version mit mehr Tempo und modernen Alltagsfunktionen
Linux Mint gehört seit Jahren zu den Linux-Distributionen, die sich besonders an Nutzer richten, die ein unkompliziertes Desktop-System suchen. Genau in diese Richtung gehen auch die jetzt vorgestellten Änderungen für die nächste Linux-Mint-Version, die laut Projektteam für Weihnachten 2026 geplant ist.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht große Schlagworte, sondern viele praktische Detailverbesserungen, die gerade Nutzern zugutekommen sollen, die das Betriebssystem nicht jeden Tag bis ins letzte Detail ausreizen.
Nemo wird schneller und intuitiver
Eine der wichtigsten Änderungen betrifft den Dateimanager Nemo. Für viele Nutzer ist er das Linux-Pendant zum Windows-Explorer: Hier werden Ordner geöffnet, Dateien kopiert, Dokumente gesucht oder Downloads sortiert. Bisher setzte Nemo in Cinnamon 6.6 beim Öffnen von Ordnern auf eine kurze Verzögerung von 200 Millisekunden, damit Inhalte möglichst gleichmäßig dargestellt werden. Das klingt nach wenig, kann sich im Alltag aber dennoch träge anfühlen, vor allem wenn schnell durch mehrere Ordner navigiert werden soll. Künftig soll Nemo je nach Situation unterschiedlich rendern und manche Ordner sofort anzeigen. Das Ergebnis soll ein Dateimanager sein, der direkter auf Eingaben reagiert und dadurch moderner wirkt.
Auch die interaktive Suche in Nemo wird überarbeitet. Bislang erschien beim Tippen in einem geöffneten Ordner ein kleines Eingabefeld am unteren rechten Rand. Der Dateimanager sprang dann zum ersten passenden Treffer, weitere Treffer ließen sich mit den Pfeiltasten durchgehen. Funktional war dies zwar bereits, besonders einsteigerfreundlich wirkte es aber nicht. In der kommenden Version wird daraus eine deutlich sichtbarere Suchleiste. Während der Eingabe filtert Nemo die Ansicht und zeigt nur noch passende Dateien und Ordner an. Wer etwa in einem vollen Ordner nach einer bestimmten PDF-Datei, einem Bild oder einem Installationspaket sucht, muss sich damit nicht mehr Treffer für Treffer durchhangeln, sondern sieht die passenden Ergebnisse direkt gesammelt.
Die Screenshot-Funktion wird deutlich aufgewertet
Eine weitere Neuerung betrifft Screenshots. Cinnamon erhält ein eigenes Screenshot-Werkzeug, das mehr Kontrolle bieten soll. Fensteraufnahmen lassen sich künftig mit oder ohne Schatten erstellen, Bildschirmfotos können alle Monitore oder nur einen einzelnen Bildschirm erfassen, außerdem können Screenshots vor dem Speichern oder Kopieren zugeschnitten werden. Statt erst ein komplettes Bildschirmfoto zu erstellen und anschließend ein weiteres Bildbearbeitungsprogramm zu öffnen, lassen sich viele Arbeitsschritte dann direkt im Screenshot-Werkzeug erledigen.
Verfeinertes Erscheinungsbild mit Detailverbesserungen
Das Projekt arbeitet außerdem an Dialogfenstern innerhalb der Cinnamon-Oberfläche. System-Dialoge können jetzt verschoben werden, bleiben im Vordergrund, blockieren aber nicht mehr den gesamten Bildschirm. Das klingt unscheinbar, kann im Alltag aber helfen: Wenn ein Hinweisfenster erscheint und noch kurz etwas in einer anderen Anwendung nachgesehen werden muss, lässt sich der Dialog zur Seite schieben, ohne ihn sofort beantworten zu müssen. Zusätzlich sollen Dialoge optisch aufgeräumter und verständlicher werden, etwa durch klarere Titel, bessere Symbolik und sauberer getrennte Schaltflächen.
Auch das Erscheinungsbild wird weiter verfeinert. Beim dunklen Mint-Y-Theme wurden Farben und Kontraste verbessert. Rahmen, Scroll-Bereiche, Listen und Baumansichten erhalten stärker abgerundete Formen, was die Oberfläche etwas geschlossener und moderner wirken lässt. Zudem verwenden die Mint-Y-, Mint-L- und Mint-X-Themes künftig einheitliche Symbole aus der XSI-Bibliothek in Dialogen. Dadurch sollen Dateiauswahldialoge besser zum restlichen System passen.
WPA3 kommt
Für WLAN-Nutzer gibt es ebenfalls eine wichtige Verbesserung: Cinnamon bekommt Unterstützung für WPA3 und OWE. WPA3 ist der modernere Sicherheitsstandard für WLAN-Netze, während OWE offene Netzwerke verschlüsseln kann, ohne dass dafür ein klassisches Passwort nötig ist. Gerade auf aktuellen Routern oder in öffentlichen Netzen kann das dafür sorgen, dass Linux Mint besser mit modernen WLAN-Konfigurationen harmoniert.
Kleine Erinnerung am Rande
In Xreader, dem Dokumentenbetrachter von Linux Mint, wurde eine schwere Sicherheitslücke behoben. Eine manipulierte PDF-Datei konnte demnach schadhaften Code ausführen, wenn der Nutzer sie öffnete und darin einen Link anklickte. Geschlossen wurde die Schwachstelle in Xreader 4.6.4 sowie für ältere Versionen in 3.6.7. Das Mint-Team nutzt den Fall als Erinnerung, Sicherheitsupdates zeitnah einzuspielen und Software möglichst aus vertrauenswürdigen Quellen zu installieren.
Downloads
-
4,7 Sterne
Linux Mint ist eine auf Ubuntu LTS basierende Linux-Distribution mit dem eigenen Cinnamon-Desktop.
- Version 22.3 „Zena“ Deutsch
Apps & Mobile Entwicklung
SK Hynix iHBM: Speicherchips auf ICE gelegt

Um den immer schneller und dichter werdenden High Bandwidth Memory (HBM) zu kühlen, setzt SK Hynix neuerdings auf eine integrierte Lösung. Beim sogenannten iHBM kommt „ICE“ zum Einsatz. Die Abkürzung steht für Integrated Cooling Elements, die direkt im HBM-Package die Wärmeabfuhr verbessern.
HBM besteht im Wesentlichen aus übereinander gestapelten DRAM-Chips. Davon kommen immer mehr zum Einsatz, um die Speicherdichte zu erhöhen. Insbesondere moderne KI-Systeme verlangen nach großen Speichermengen und auch hohem Durchsatz. Beides liefert HBM und wird zudem immer schneller. Allerdings wird die Kühlung mit der steigenden Leistung und wachsenden Dichte zu einem immer größeren Problem. Schließlich muss auch die Hitze der untersten Schichten abgeführt werden.
iHBM nutzt ICE
Beim heute vorgestellten iHBM kommen Kühlelemente zum Einsatz, die direkt neben den DRAM-Dies auf dem „Base-Die“ im Bereich des Die-to-Die Physical Layer (D2D PHY) platziert werden. SK Hynix nennt diese Integrated Cooling Elements, woraus sich die sicher nicht ganz zufällig gewählte Abkürzung ICE ergibt. Die ICE werden laut dem südkoreanischen DRAM-Hersteller auf Siliziumbasis gefertigt und leiten keinen Strom, dafür aber Wärme. Sie sollen praktisch direkt am Ort der Entstehung dabei helfen, die Hitze von den Speicherchips abzuführen. Damit soll der Wärmewiderstand um 30 Prozent gesenkt werden.
Nach den Worten von SK Hynix soll damit vor allem „in anspruchsvollen Umgebungen mit hohen Temperaturen und hohem Druck“ ein stabiler Betrieb der Speicherchips gewährleistet werden.
Wohl erst ab HBM5 in Serie
Allerdings ist noch nicht allzu früh mit dem Einsatz in der Serienproduktion zu rechnen, denn iHBM sei für Produkte der nächsten Generation angedacht – inklusive HBM5.
Ein großer Umbau bei der Fertigung ist für iHBM angeblich nicht nötig, denn es könne dafür das bestehende Wafer Level Packaging (WLP) genutzt werden. Zudem sei das Design auch mit bisherigen System-in-Package-Architekturen (SiP) kompatibel, sodass es ohne große Anpassungen von Kunden eingesetzt werden könne.
-
Social Mediavor 3 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Social Mediavor 2 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
