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SK Hynix iHBM: Speicherchips auf ICE gelegt


SK Hynix iHBM: Speicherchips auf ICE gelegt

Bild: SK Hynix

Um den immer schneller und dichter werdenden High Bandwidth Memory (HBM) zu kühlen, setzt SK Hynix neuerdings auf eine integrierte Lösung. Beim sogenannten iHBM kommt „ICE“ zum Einsatz. Die Abkürzung steht für Integrated Cooling Elements, die direkt im HBM-Package die Wärmeabfuhr verbessern.

HBM besteht im Wesentlichen aus übereinander gestapelten DRAM-Chips. Davon kommen immer mehr zum Einsatz, um die Speicherdichte zu erhöhen. Insbesondere moderne KI-Systeme verlangen nach großen Speichermengen und auch hohem Durchsatz. Beides liefert HBM und wird zudem immer schneller. Allerdings wird die Kühlung mit der steigenden Leistung und wachsenden Dichte zu einem immer größeren Problem. Schließlich muss auch die Hitze der untersten Schichten abgeführt werden.

iHBM nutzt ICE

Beim heute vorgestellten iHBM kommen Kühlelemente zum Einsatz, die direkt neben den DRAM-Dies auf dem „Base-Die“ im Bereich des Die-to-Die Physical Layer (D2D PHY) platziert werden. SK Hynix nennt diese Integrated Cooling Elements, woraus sich die sicher nicht ganz zufällig gewählte Abkürzung ICE ergibt. Die ICE werden laut dem südkoreanischen DRAM-Hersteller auf Siliziumbasis gefertigt und leiten keinen Strom, dafür aber Wärme. Sie sollen praktisch direkt am Ort der Entstehung dabei helfen, die Hitze von den Speicherchips abzuführen. Damit soll der Wärmewiderstand um 30 Prozent gesenkt werden.

SK Hynix iHBM mit integrierten Kühlelementen (ICE)
SK Hynix iHBM mit integrierten Kühlelementen (ICE) (Bild: SK Hynix)

Nach den Worten von SK Hynix soll damit vor allem „in anspruchsvollen Umgebungen mit hohen Temperaturen und hohem Druck“ ein stabiler Betrieb der Speicherchips gewährleistet werden.

Wohl erst ab HBM5 in Serie

Allerdings ist noch nicht allzu früh mit dem Einsatz in der Serienproduktion zu rechnen, denn iHBM sei für Produkte der nächsten Generation angedacht – inklusive HBM5.

Ein großer Umbau bei der Fertigung ist für iHBM angeblich nicht nötig, denn es könne dafür das bestehende Wafer Level Packaging (WLP) genutzt werden. Zudem sei das Design auch mit bisherigen System-in-Package-Architekturen (SiP) kompatibel, sodass es ohne große Anpassungen von Kunden eingesetzt werden könne.



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MSI MEG Maestro 900R: Mainboard, Lüfter und GPU neigen sich im Gehäuse


MSI MEG Maestro 900R: Mainboard, Lüfter und GPU neigen sich im Gehäuse

Bild: MSI

Das Maestro 900R ist ein großes Flaggschiff-Gehäuse mit ungewöhnlichen Features. Unter anderem kann es das Mainboard in vier Positionen drehen. Geschicktes Design sorgt dafür, dass das Show-Gehäuse von MSI zu schweben scheint.

Beim Maestro 900R denkt MSI die Schaukasten-Funktion schon beim Layout und nicht erst bei der Verkleidung eines Tower-Chassis mit. Das Mainboard setzt der Hersteller auf eine rotierbare Halterung zentriert in die Mitte des Gehäuses, das von drei Seiten mit Glas versehen wird. Ein Blickfang soll das Modell so werden.

Die Halterung der Hauptplatine kann zudem entnommen werden. Komponenten lassen sich dadurch außerhalb des Gehäuses montieren oder testen. Nicht alle Designelemente haben eine Funktion: Ein 75-Grad-Winkel für Zierblenden soll „kalte Rationalität“ aufbrechen, verspricht der Hersteller, und mit „Eleganz“ versehen. Sichtbarer ist jedoch der Sockel, der den 33 Kilogramm schweren Tower visuell schweben lässt.

Die Kühlung passt sich diesem Konzept an. Luft wird durch drei 160-mm-Lüfter mit invertierten Rotorblättern am Boden des Towers eingeblasen. Sie können entweder leicht angewinkelt parallel zu den Linien des Gehäuses oder parallel zum Boden montiert werden. Weitere Lüfter passen unter den Deckel sowie links und rechts neben das Mainboard. Dort besteht die Möglichkeit, maximal 420-mm-Radiatoren zu verbauen. Alternativ findet dort ein Display Raum. Die zugehörigen Halterungen können ebenfalls bis zu 90 Grad angewinkelt werden.

Darüber hinaus fasst das Maestro 900R eine große Anzahl Festplatten. Diese hebt MSI aber künstlich in die Höhe. Gemäß des Handbuchs sollen sie hinter dem Mainboard oder als Alternative zu Lüftern an den seitlichen Halterungen eingebaut werden. Das dürfte für viele Nutzer eine unrealistische Option sein.

Anwinkeln lässt sich darüber hinaus die Grafikkarte. Ihre Neigung kann bei vertikaler Montage in 10-Grad-Schritten gewählt werden. Das dazu nötige PCIe-5.0-Riserkabel gehört zum Lieferumfang. Größeneinschränkungen macht MSI vor allem theoretisch, entsprechende Angaben sind im Handbuch hinterlegt.

MSI MEG Maestro 900R (Bild: MSI)

Preis und Verfügbarkeit

Wann und zu welchem Kurs das Gehäuse in den Handel kommt, ist unklar. Angesichts der umfangreichen und ungewöhnlichen Features wird sich das Modell wahrscheinlich in der Klasse zwischen 300 und 500 Euro ansiedeln.

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Die Gilde Europa 1410: Early Access kurzfristig verschoben


Die Gilde Europa 1410: Early Access kurzfristig verschoben

Bild: THQ Nordic

Die Rückkehr der traditionsreichen Wirtschaftssimulation verzögert sich. THQ Nordic verschiebt den Early Access von Die Gilde: Europa 1410 wenige Tage vor dem geplanten Start auf September. Das Feedback zur Demo soll nun noch vor der Veröffentlichung in das Spiel einfließen.

Demo sorgt für neue Pläne

Eigentlich sollte das Spiel bereits am 16. Juli 2026 auf Steam in den Early Access starten. Daraus wird nun nichts. Publisher THQ Nordic und Entwickler Ashborne Games haben den Termin kurzfristig gestrichen und nennen stattdessen den September 2026 als neues Zeitfenster. Ein konkretes Datum steht bislang nicht fest.

Grund für die Verschiebung ist nach Angaben des Publishers das umfangreiche Feedback zur Demo, die im Rahmen des Steam Next Fest angeboten wurde. Unter mehr als 4.000 spielbaren Demos sei Die Gilde: Europa 1410 auf Platz 25 der meistgespielten Titel gelandet. Zehntausende Spieler hätten die Mittelalter-Simulation ausprobiert, mehrere tausend anschließend Rückmeldungen an die Entwickler übermittelt.

Die Erkenntnisse aus dieser Testphase sollen nun noch vor dem Start des Early Access berücksichtigt werden. Ursprünglich war für September bereits das erste größere Inhaltsupdate vorgesehen. Dessen Inhalte sollen zusammen mit einigen zusätzlichen Neuerungen jetzt direkt Bestandteil der ersten Early-Access-Version werden.

Mehr Komfort und ein neues Gebiet

Für die im September geplante Fassung kündigt THQ Nordic unter anderem eine zusätzliche Karte an, die als Tutorial-Gebiet dienen soll. Auch die Benutzeroberfläche wird überarbeitet. Wiederkehrende Aufgaben in den eigenen Betrieben sollen sich künftig teilweise automatisieren lassen, wodurch die Spieler weniger Zeit mit Routinearbeiten verbringen müssen.

Darüber hinaus sind zusätzliche und verbesserte Animationen geplant, um die Tätigkeiten von Arbeitern und Einwohnern deutlicher darzustellen. Die September-Version soll außerdem mehrere weitere Sprachen unterstützen. Je nach Sprache ist allerdings zunächst nur eine Übersetzung der Texte vorgesehen, während andere auch eine Sprachausgabe erhalten.

An der längerfristigen Roadmap ändert die Verschiebung laut THQ Nordic nichts. Multiplayer, weitere Karten und Berufe sowie tiefere Systeme für Wirtschaft, Politik und den Aufbau der eigenen Dynastie bleiben für die Zeit nach dem Early-Access-Start geplant. Vor der Veröffentlichung will der Publisher weitere Details zur Roadmap nennen.

Zurück zu den Wurzeln der Serie

Die Gilde: Europa 1410 orientiert sich stärker am 2002 veröffentlichten Europa 1400: Die Gilde und versteht sich als Rückkehr zu den Ursprüngen der Reihe. Spieler übernehmen die Führung einer zunächst unbedeutenden Dynastie und bauen einen eigenen Betrieb auf. Handel und Produktion bilden die wirtschaftliche Grundlage, während politische Ämter, Beziehungen, Bestechung und Erpressung den gesellschaftlichen Aufstieg ermöglichen.

Zum Start des Early Access sollen vier Städte und elf Berufe zur Auswahl stehen. Die finale Version peilen die Entwickler derzeit für den Sommer 2027 an, weisen allerdings darauf hin, dass die Dauer der Early-Access-Phase vom Feedback der Spieler abhängt.



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Lidl Online: Discounter informiert Kunden über Datendiebstahl


Lidl Online: Discounter informiert Kunden über Datendiebstahl

Der Discounter Lidl informiert Kunden des Online-Shops über einen Datendiebstahl. Demnach erhielten Unbekannte Zugriff auf Kundendaten wie Name, (E-Mail-)Adresse, Telefonnummer und das Geburtsdatum. Bankdaten oder Passwörter seien nicht betroffen. Kunden sollten jetzt aber besonders auf Phishing-Mails achtgeben.

In dem Schreiben an Onlineshop-Kunden, das der Redaktion vorliegt, spricht Lidl von einem „IT-Sicherheitsvorfall bei einem unserer IT-Dienstleister, der Teile Deiner bei Lidl gespeicherten Daten betrifft“. Das Unternehmen sei Anfang der Woche über den Vorfall informiert worden, bei dem Unbekannte nach Angaben des Unternehmens „kurzzeitig auf eine separierte Datei mit Kundendaten zugreifen und trotz hoher IT-Sicherheitsstandards Teile daraus entwenden“ konnten. Das System des Onlineshops selbst sei nicht betroffen gewesen.

Lidl schreibt Onlineshop-Kunden wegen Datendiebstahl an
Lidl schreibt Onlineshop-Kunden wegen Datendiebstahl an

Lidl versichert, dass Passwörter, Rechnungs- und Lieferanschriften, Bankdaten oder sonstige Zahlungsinformationen nicht betroffen seien, denn Kundenkonten seien nicht kompromittiert worden.

Allerdings konnten die Datendiebe auf Kundenstammdaten zugreifen, zu denen „Anrede, Vor- und Nachname, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Kundennummer“ gehören.

Lidl warnt vor Phishing-Versuchen

Mit den entwendeten Daten könnten Betrüger nun versuchen, Kunden via E-Mail anzuschreiben und beispielsweise per Link auf betrügerische Webseiten zu locken. Solche Machenschaften sind als Phishing-Angriffe bekannt. Dank der erbeuteten Kundendaten ist es möglich, eine vermeintliche E-Mail von Lidl nun täuschend echt erscheinen zu lassen. Lidl mahnt daher zur besonderen Vorsicht im Posteingang: „Bitte prüfe stets die Authentizität des Absenders. Gib bei Auffälligkeiten keine Daten preis und klicke keine unbekannten Links an.“ Bei Fragen können sich Kunden per E-Mail an data.shop@lidl.de wenden.

Auf einer Webseite gibt das Unternehmen weitere Tipps, um gefälschte E-Mails oder Webseiten als solche zu enttarnen. Erst im Juni wurde ein Fake-Shop aufgedeckt, der sich als Lidl Onlineshop ausgab. Auch viele andere Discounter sind Ziel solcher Betrugsmaschen.

Das wurde inzwischen unternommen

Dem Schreiben zufolge habe der betroffene IT-Dienstleister „unverzüglich reagiert und die erforderlichen Maßnahmen zur Wiederherstellung der vollständigen Absicherung der
IT-Systeme getroffen
“. Zudem habe er Strafanzeige gestellt, die zuständige Datenschutzbehörde informiert und Experten zu einer Untersuchung des Vorfalls beauftragt.



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