Apps & Mobile Entwicklung
007 First Light: DLSS 4.5 steht gegen FSR 3.1 und kein Upgrade möglich*
Schon in zwei Tagen erscheint am 27. Mai 007 First Light. Schon heute hat ComputerBase das James-Bond-Abenteuer von IO Interactive im Technik-Test. Dabei fällt auf: Während der Titel mit einer Nvidia-Partnerschaft das volle DLSS-Paket bietet, gibt es für Spieler mit Radeon nur schlechte Bildqualität – aus fragwürdigen Gründen.
Zweiklassengesellschaft beim Upsampling
007 First Light ist mit der aufgebohrten Glacier Engine wirklich hübsch geworden, das unterstreicht der Test.:
- 007 First Light im Technik-Test
Grafisch und technisch hat das „Uncharted-like“ einiges zu bieten, allerdings in erster Linie für Spieler mit RTX-Grafikkarte. IO Interactive hat das volle DLSS-4.5-Paket ins Spiel integriert, mit neuestem Upsampling und Multi Frame Generation bis hin zum Faktor ×6. Später sollen noch Pathtracing und Ray Reconstruction folgen.
Passend dazu hat sich Nvidia in den vergangenen Monaten bereits als Partner des James-Bond-Spiels in Stellung gebracht. So kommen zwei Trailer zur Technik und der Pathtracing-Grafik etwa nicht von IO Interactive, sondern von Nvidia selbst. außerdem gibt es eine Bundle-Aktion mit ausgewählten Geforce-Grafikkarten.
In der Kommunikation vor Release kein Thema war wiederum AMDs Upsampling-Technik FSR. Wieso zeigt sich jetzt zwei Tage vor dem Start zum Fall des NDAs: In 007 First Light finden Radeon-Spieler nicht etwa FSR 4.1 oder zumindest FSR 4.0 vor, sondern das hoffnungslos veraltete und technisch längst abgehängte FSR 3.1.5. Das allein ist im Jahr 2026 bei einem Spiel dieser Größenordnung bereits ein gravierender Mangel.
Kein Upgrade per App auf FSR 4.1 möglich
Besitzer einer RX-9000-Grafikkarte mögen an dieser Stelle vielleicht denken, das Versäumnis der Entwickler sei halb so wild, weil sie auf Basis von FSR 3.1.5 (wie sonst auch) über den Treiber nachbessern und FSR 4.1 per Upgrade nutzen können. Das geht aber tatsächlich nicht, wie die Redaktion zum eigenen Überraschung bemerkt hat: Weil IO Interactive keinen gewöhnlichen Ansatz zur Implementierung des AMD-Upsamplings via DLL-Datei gewählt hat, sondern FSR 3.1.5 fest in den Quellcode des Spiels integriert haben, entfällt die Möglichkeit auf ein Upgrade via AMD-App. Unter der Haube funktioniert das nämlich mit dem Austausch der DLL-Dateien.
* Mit OptiScaler geht es zurzeit (?) auch nicht
Versierten Anwendern bleibt potenziell der Umweg via Optiscaler. Da das Spiel keine klassische FSR-dll nutzt, muss in dem Fall aber DLSS abgegriffen und gegen FSR 4 getauscht werden – der am Dienstagvormittag aktuelle Optiscaler quittierte dieses Vorhaben ohne Eingriffe in die Standardeinstellungen allerdings lediglich mit einem Absturz. Für weitere Analysen war zur Stunde noch keine Zeit.
Das darf so nicht passieren
Dieser ungewöhnliche Sonderweg führt in der Praxis dazu, dass 007 First Light auf sämtlichen AMD-Grafikkarten deutlich schlechter aussieht als auf aktuellen Nvidia-Grafikkarten – ganz gleich, wie hoch Spieler die Grafikeinstellungen schrauben. Denn Bildschärfe und -stabilität bleiben auch mit FSR 3.1 Native weit hinter selbst offensiven DLSS-4.5-Modi wie Performance zurück. Die Analyse der Redaktion im Test bestätigt den erneut gewaltigen Vorteil des modernen Upsampling-Pakets. Zu allem Übel leistet auch TAA in 007 First Light keine gute Arbeit, sodass Spielern abseits GeForce RTX generell eine angemessene Kantenglättung verwehrt bleibt.
Technisch gibt es keinen plausiblen Grund
Denn betroffen sind auch alle Spieler mit Arc-Grafikkarte. Intels XeSS-Upsampling fehlt gänzlich, womit auch hier nur der Fallback auf das schlechte FSR 3.1.5 bleibt. Im Endeffekt werden damit Spieler, die ohne GeForce RTX spielen, zu Kunden zweiter Klasse. So etwas darf bei einem AAA-Release einfach nicht mehr passieren. Zumal die Situation technisch auch nicht nachvollziehbar ist, weil die Implementierung einer zweiten modernen Upsamling-Lösung, wenn die erste bereits im Spiel ist, mit minimalen Aufwand möglich ist. Bei einem erfahrenen Entwickler dieser Größenordnung ist zudem auch nicht von fehlender technischer Expertise auszugehen, sondern schlicht und ergreifend von fehlendem Willen – zumal auf der PlayStation 5 Pro Sonys PSSR-Upsampling zur Verfügung steht.
Weil schon im Vorfeld stets nur vom umfassend implementierten DLSS die Rede war, die Partnerschaft mit Nvidia – GeForce-RTX-Logos beim Laden, Bundle mit GeForce RTX 50 und GeForce Now – augenscheinlich eng ist und gleichzeitig zur Implementierung von FSR 3.1.5 ein Sonderweg gewählt wurde, der in dieser Forum nahezu einmalig, technisch umständlich und für Radeon-Spieler eindeutig nachteilig ist, gewinnt die Situation zusätzlich an Schärfe.
Debatte ist grundsätzlich nicht neu
Es ist freilich nicht das erste Mal, dass Entwickler und Grafikkartenhersteller unter dem Verdacht stehen, mit Kooperationen nicht nur die eigenen Features proaktiv in neue Spiele zu bringen, sondern die entsprechenden Pendants des Wettbewerbers zu schikanieren. In der vergangenen Generation richteten sich die Vorwürfe gegen AMD, als in Spielen mit Technik-Partnerschaft mutmaßlich das damals deutlich überlegene DLSS verhindert wurde, um FSR 2 vor dem direkten Vergleich zu bewahren. Nvidia hatte das damals nicht nötig, war ein jeder solcher Vergleich doch eine sichere Werbung für RTX-Grafikkarten – denn DLSS war deutlich überlegen.
Mittlerweile sieht das jedoch anders aus; FSR 4.1 kann gut mit DLSS 4.5 mithalten – die Bildqualität ist also kein pauschales Argument für Nvidia-Grafikakrten mehr. Oder eben doch, falls eine zeitgemäße FSR-Implementierung unter fragwürdigen Umständen ausbleibt. Die Tragweite dieser Upsampling-Asymmetrie in 007 First Light wird in absehbarer Zeit zudem noch markanter, wenn FSR 4.1 im Juli endlich auch für RDNA-3-Grafikkarten erscheint. Nächstes Jahr ist dann RDNA 2 an der Reihe. IO Interactive sollte an dieser Stelle also schleunigst nachbessern, denn der aktuelle Zustand des technisch anderweitig sehr gelungenen James-Bond-Abenteuers ist für Spieler mit aktueller Generation Radeon-Grafikkarte und ab Juli auch den Inhabern der letzten Generation eine Zumutung.
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Lidl Online: Discounter informiert Kunden über Datendiebstahl

Der Discounter Lidl informiert Kunden des Online-Shops über einen Datendiebstahl. Demnach erhielten Unbekannte Zugriff auf Kundendaten wie Name, (E-Mail-)Adresse, Telefonnummer und das Geburtsdatum. Bankdaten oder Passwörter seien nicht betroffen. Kunden sollten jetzt aber besonders auf Phishing-Mails achtgeben.
In dem Schreiben an Onlineshop-Kunden, das der Redaktion vorliegt, spricht Lidl von einem „IT-Sicherheitsvorfall bei einem unserer IT-Dienstleister, der Teile Deiner bei Lidl gespeicherten Daten betrifft“. Das Unternehmen sei Anfang der Woche über den Vorfall informiert worden, bei dem Unbekannte nach Angaben des Unternehmens „kurzzeitig auf eine separierte Datei mit Kundendaten zugreifen und trotz hoher IT-Sicherheitsstandards Teile daraus entwenden“ konnten. Das System des Onlineshops selbst sei nicht betroffen gewesen.
Lidl versichert, dass Passwörter, Rechnungs- und Lieferanschriften, Bankdaten oder sonstige Zahlungsinformationen nicht betroffen seien, denn Kundenkonten seien nicht kompromittiert worden.
Allerdings konnten die Datendiebe auf Kundenstammdaten zugreifen, zu denen „Anrede, Vor- und Nachname, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Kundennummer“ gehören.
Lidl warnt vor Phishing-Versuchen
Mit den entwendeten Daten könnten Betrüger nun versuchen, Kunden via E-Mail anzuschreiben und beispielsweise per Link auf betrügerische Webseiten zu locken. Solche Machenschaften sind als Phishing-Angriffe bekannt. Dank der erbeuteten Kundendaten ist es möglich, eine vermeintliche E-Mail von Lidl nun täuschend echt erscheinen zu lassen. Lidl mahnt daher zur besonderen Vorsicht im Posteingang: „Bitte prüfe stets die Authentizität des Absenders. Gib bei Auffälligkeiten keine Daten preis und klicke keine unbekannten Links an.“ Bei Fragen können sich Kunden per E-Mail an data.shop@lidl.de wenden.
Auf einer Webseite gibt das Unternehmen weitere Tipps, um gefälschte E-Mails oder Webseiten als solche zu enttarnen. Erst im Juni wurde ein Fake-Shop aufgedeckt, der sich als Lidl Onlineshop ausgab. Auch viele andere Discounter sind Ziel solcher Betrugsmaschen.
Das wurde inzwischen unternommen
Dem Schreiben zufolge habe der betroffene IT-Dienstleister „unverzüglich reagiert und die erforderlichen Maßnahmen zur Wiederherstellung der vollständigen Absicherung der
IT-Systeme getroffen“. Zudem habe er Strafanzeige gestellt, die zuständige Datenschutzbehörde informiert und Experten zu einer Untersuchung des Vorfalls beauftragt.
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Instagram-Design macht „süchtig“: Meta droht Geldstrafe von bis zu 11 Milliarden Euro

Design-Elemente wie den Endlos-Feed in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram bewertet die EU-Kommission als süchtig machend. Meta verstößt damit gegen den Digital Services Act (DSA). Die Konsequenz: Es droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 11 Milliarden Euro.
Bei der Analyse ging es um verschiedene Aspekte wie unendliches Scrollen, Autoplay, Push-Benachrichtigungen und die hochgradig personalisierten Empfehlungssysteme der Plattformen. Das Ergebnis der Untersuchung ist, dass Meta das Risiko nicht angemessen bewertet.
Vor allem die Kombination aus Designfunktionen wie hochgradiger Personalisierung und dem Endlos-Feed befeuern „den Drang des Benutzers, weiter zu scrollen und das Gehirn in den ‚Autopilot-Modus‘ zu verlagern, was zu ungesunden Gewohnheiten und zwanghaftem Gebrauch beiträgt“, heißt es in der Mitteilung der EU-Kommission. Die Probleme beschreibt man mit Kaninchenbau-Effekten („Rabbit Hole“).
Es bestehe eine Gefahr für die körperliche und psychische Gesundheit der Nutzer. Das gelte insbesondere für Minderjährige.
Metas Schutzmaßnahmen sind nicht ausreichend
Auch der Jugendschutz spielt wieder eine Rolle. Angesichts der Debatte um Altersgrenzen für soziale Medien ist das Thema ohnehin aktuell. Konkret in diesem Fall kritisiert die EU-Kommission nun, dass etwa Risiko mindernde Maßnahmen wie Zeitmanagement-Tools für Minderjährige sich zu leicht ausheben lassen.
Eltern und Erziehungsberechtigte würden ebenfalls nicht allein in der Verantwortung stehen. Kontrollinstrumente könnten nur dann funktionieren, wenn das technische Wissen der Eltern ausreicht. Das sei aber nicht der Standard, was die Effizienz solcher Maßnahmen untergräbt.
Dasselbe gilt für die Tipps und Links, die Meta selbst zum Thema psychische Gesundheit bereitstellt. Dieses Vorgehen hält die EU-Kommission ebenfalls für nicht ausreichend.
Meta muss Design anpassen – und womöglich Strafe zahlen
Die Forderung der EU lautet daher: Meta muss das Design bei Facebook und Instagram anpassen. Funktionen wie „Autoplay“ und das endlose Scrollen müssten standardmäßig deaktiviert sein. Mechanismen, die die verbrachte Zeit mit einer App kontrollieren, müssen effektiver sein. Und Meta soll die Empfehlungssysteme in einer Form überarbeiten, damit diese weniger auf Engagement der Nutzer ausgelegt sind.
Noch handelt es sich um vorläufige Feststellungen. Man muss aber kein Prophet sein, um zu sagen: Meta wird diesen Beschluss nicht hinnehmen. Mit den Vorwürfen zielt die EU-Kommission auf den Kern von Metas Plattformen – Nutzer möglichst lange in der App halten, ist schlicht das Ziel.
Dass Meta das Recht auf Widerspruch hat, ist auch Teil des Ablaufplans, den die EU-Kommission präsentiert. Sollte sich der Standpunkt der EU-Kommission im Verlaufe des Verfahrens bestätigen, droht Meta noch ein Bußgeld, das sich auf bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes belaufen kann. Bei den 201 Milliarden US-Dollar von Meta im Jahr 2025 wären das bis zu 12 Milliarden US-Dollar, also umgerechnet knapp 11 Milliarden Euro.
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OLED-Gaming: 480 Hz bringen 38 Prozent mehr Treffer, sagt LG
Dass eine hohe Bildwiederholrate schnelle Spiele flüssiger wirken lässt, ist wenig überraschend. LG Display will nun jedoch auch einen messbaren Vorteil im Spiel nachgewiesen haben: In einem FPS-Test schnitten Teilnehmer bei 480 Hz besser ab als mit 60, 240 oder 360 Hz. Die Untersuchung stammt allerdings von LG selbst.
31 Gamer testen vier Bildwiederholraten
Für die Untersuchung ließ LG Display 31 erwachsene männliche Spieler einen nicht näher genannten First-Person-Shooter spielen. Die Teilnehmer wurden vom Unternehmen als „gewöhnliche“ Gamer und damit nicht als professionelle E-Sportler beschrieben. Getestet wurden 60, 240, 360 und 480 Hz, wobei die Reihenfolge zufällig wechselte und die Spieler nicht wissen sollten, welche Bildwiederholrate gerade aktiv war.
Als messbare Werte erfasste LG Display unter anderem die Zahl erfolgreicher Treffer sowie die Zeit zwischen dem Erscheinen eines Ziels und dessen Ausschalten. Zusätzlich bewerteten die Teilnehmer auf einer fünfstufigen Skala, wie flüssig die Darstellung wirkte, wie gut sich Ziele verfolgen ließen und welche Einstellung sie insgesamt bevorzugten.
Das deutlichste Ergebnis zeigt sich beim sogenannten Hit Score. Bei 480 Hz lag der Trefferwert laut LG Display 38 Prozent über dem Ergebnis mit 60 Hz. Selbst der Sprung von bereits schnellen 240 auf 480 Hz soll noch einen Zuwachs von 10 Prozent gebracht haben. Auch bei den subjektiven Bewertungen schnitten die höheren Bildwiederholraten besser ab.
Weniger Verzögerung soll den Unterschied machen
Als Ursache nennt LG Display vor allem die geringere Eingabeverzögerung und weniger Bewegungsunschärfe. Im Versuch sei der Input-Lag bei 480 Hz um mehr als 10 Millisekunden niedriger ausgefallen als bei 60 Hz. Schnell bewegte Gegner hätten sich dadurch präziser lokalisieren lassen, was sich wiederum auf Reaktionsgeschwindigkeit und Treffergenauigkeit ausgewirkt habe.
Die Ergebnisse wurden unter dem Titel „A Study on the Impact of Refresh Rate on Real-time FPS Gaming Performance“ auf der Display Week 2026 vorgestellt. Wichtig ist, dass es sich nicht um eine unabhängige Untersuchung handelt, sondern um eine Studie des Panelherstellers selbst, auch wenn sich die Ergebnisse nicht konkret auf Panels von LG beziehen. Denn auch Samsung hat entsprechende Panels mit 480 Hz und mehr im Angebot.
Auch die geringe Zahl von 31 Teilnehmern setzt der Aussagekraft Grenzen. Die Ergebnisse zeigen zunächst, dass unter den gewählten Testbedingungen ein Zusammenhang zwischen höherer Bildwiederholrate und besserer Leistung gemessen wurde. Ob sich der Vorteil in gleichem Umfang auf andere Spiele, Spielergruppen oder Displays übertragen lässt, beantwortet die Untersuchung nicht.
LG Display baut das Wettrennen um Hertz weiter aus
Für LG Display passen die Ergebnisse zum eigenen Kurs bei Gaming-OLEDs. Der Hersteller will sein Angebot an Panels mit besonders hohen Bildwiederholraten weiter ausbauen und setzt dafür zuletzt auch auf Dynamic Frequency & Resolution (kurz DFR). Dabei kann ein Panel je nach gewählter Auflösung mit unterschiedlichen maximalen Bildwiederholraten arbeiten. Für schnelle Shooter lässt sich so eine niedrigere Auflösung mit einer besonders hohen Hertz-Zahl kombinieren.
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