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Gerichtsurteil: AfD muss Daten zu Facebook-Werbung offenlegen


Für die AfD haben die Social-Media-Werbemaßnahmen der Partei im Bundestagswahlkampf 2021 jetzt ein gerichtliches Nachspiel

Nach einer Beschwerde über gezielte Werbung in sozialen Medien verlangte die Berliner Datenschutzbeauftragte von der AfD etliche Angaben. Die sprach von „Ausforschung“, zog vor Gericht – und verlor.

Die AfD muss der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationssicherheit Auskunft über ihre Werbeauftritte in sozialen Medien im Bundestagswahlkampf 2021 geben. Das hat das Verwaltungsgericht der Hauptstadt entschieden und eine Klage der Partei abgewiesen.

Die Behörde habe zu Recht von der AfD Angaben dazu verlangt, in welcher Form Anzeigen in sozialen Medien geschaltet worden seien, entschieden die Richter. Die Partei sei nach der europäischen Datenschutz-Grundverordnung verpflichtet, solche Auskünfte zu erteilen. Zur Aufklärung der Datenverarbeitung beim sogenannten political targeting – der datengetriebenen, individualisierten Ansprache von Wählerinnen und Wählern in den sozialen Medien – seien umfassende Informationen erforderlich, so das Gericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Beschwerde über Ausspielung der Werbung

Auslöser für den Streit war ein Spot der AfD zur Bundestagswahl auf der Plattform Facebook. Ein Mensch, dem diese Werbung angezeigt wurde, beschwerte sich bei der Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit. Er kritisierte, die AfD habe für die Verbreitung der Werbung unrechtmäßig auf personenbezogene Daten von Facebook-Nutzern zugegriffen. Die Werbung hätten nur Männer im Alter von 11 bis 48 Jahren mit Interesse an der FDP erhalten.

Die Datenschutzbeauftragte forderte daraufhin von der AfD unter anderem die vollständigen Auswertungen und Abrechnungen zu dieser Werbung. Ferner sollte sie mitteilen, ob 2021 weitere Anzeigen in sozialen Medien geschaltet worden seien. Die AfD beantwortete nur einen Teil der Anfrage. Weitere Angaben lehnte sie ab und argumentierte, es handele sich um eine „uferlose Ausforschung“. Dadurch werde in die Parteienfreiheit eingegriffen.

Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht. Die Richter verwiesen darauf, dass die Datenschutzbeauftragte damals von allen Parteien mit Sitz in Berlin diese Informationen angefordert habe.



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Jetzt ganze Songs auf TikTok hören


Dank Play Full Song können Apple Music-Abonnent:innen Songs aus TikTok direkt vollständig hören, ohne die App zu verlassen. Listening Parties machen das Streaming zusätzlich social – Fans hören gemeinsam Musik und interagieren in Echtzeit.

TikTok entscheidet schon lange darüber mit, welche Songs viral gehen. Millionen User entdecken neue Tracks im Scroll-Modus der For You Page. Doch inzwischen arbeitet die Entertainment-Plattform auch immer mehr daran, die Musik-Experience direkt in der App weiter auszubauen. Jetzt mit einem der größten Player aus der Branche: Apple Music. Der Deal mit dem Unternehmen ist exklusiv, andere Streaming-Dienste, etwa Spotify, werden auf TikTok nicht unterstützt.

In Kürze können Apple Music-Abonnent:innen dank der neuen Funktion Play Full Song Lieder, die sie auf TikTok entdecken, sofort komplett hören – ohne die App zu verlassen. Aus einem kurzen Sound Snippet wird damit ein vollständiger Stream. Technisch basiert die Integration auf Apples MusicKit. Wird ein Song abgespielt, startet der Apple Music Player direkt auf TikTok. Die Streams werden weiterhin über Apple Music gezählt und vergütet, wodurch Künstler:innen und Rechteinhaber:innen bezahlt werden.


AI Music in Overdrive:
Google macht Gemini zum Musik-Tool und Prompted Playlists kommen zu Apple Music

Google Gemini mit KI-generierter Musik-Playlist als Beispiel für Lyria 3 Songerstellung und AI Music Features
© Google via Canva

TikTok startet Play Full Song mit Apple Music

Bislang endete die Musikentdeckung im Feed oft nach wenigen Sekunden. Gefiel ein Song, mussten User TikTok verlassen und ihn auf einem anderen Streaming-Dienst suchen. Mit dem neuen Button Play Full Song fällt genau dieser Schritt weg. Tippen Nutzer:innen darauf, öffnet sich direkt in TikTok der Apple Music Player und spielt den Track vollständig ab. Nach dem Song startet automatisch ein personalisierter Stream mit empfohlenen Songs. Außerdem können Nutzer:innen den Track direkt in My Music speichern oder ihn zu bestehenden Apple Music Playlists hinzufügen.

Screenshot des TikTok Features Play Full Song, das einen Apple Music Player direkt innerhalb der TikTok App öffnet.
TikTok Play Full Song Feature mit Apple Music Integration, © TikTok

Die Funktion baut auf dem bereits bekannten TikTok Feature Add to Music App auf. Dieses erlaubt es, Songs aus TikTok zu Streaming Playlists hinzuzufügen. Play Full Song geht einen Schritt weiter und ermöglicht das vollständige Hören direkt in der App. Apple Music setzt dabei auf einen möglichst reibungslosen Übergang zwischen Entdeckung und Hören. Ole Obermann, Co-Leiter von Apple Music und zuvor Musikchef von TikTok, erklärt:

With Play Full Song, Apple Music subscribers can move easily from discovering a track on TikTok to listening to it in full instantly, without breaking the flow. This integration not only makes it easier for fans to discover, listen to, and engage with the artists they love, but also creates a powerful new pathway for artists – turning moments of discovery into deeper connection and sustained engagement in one simple, seamless experience.

TikToks Listening Parties machen Musik zum Community-Erlebnis

Neben Play Full Song bringen TikTok und Apple Music noch ein zweites Feature an den Start: Listening Parties. Fans können dabei Songs ihrer Lieblingskünstler:innen gemeinsam in Echtzeit hören, während sie parallel im Chat miteinander interagieren. Auch Künstler:innen können an der Session teilnehmen und direkt mit ihrer Community kommunizieren. Damit wird Musik auf TikTok stärker zum Live-Erlebnis. Statt Songs allein zu streamen, hören Fans gemeinsam, reagieren im Chat und teilen den Moment mit anderen.

Mit ihren Social-Ambitionen im Musik-Streaming stehen TikTok und Apple jedoch nicht allein. Spotify gilt als Early Mover beim Social Media Listening. Der Streaming-Dienst baut seit Anfang des Jahres mehrere Community Features aus. Gruppen-Chats mit bis zu zehn Personen, eine Song-Teilen-Funktion, Jam Sessions zum gemeinsamen Hören sowie sichtbare Höraktivitäten von Freund:innen, mit denen Nutzer:innen sehen können, welche Songs andere gerade streamen. Bereits im August 2025 hatte Spotify außerdem Messaging direkt in der App eingeführt. eingeführt.

Streaming-Plattformen wie TikTok, Apple Music oder Spotify versuchen mit solchen Funktionen, Musik stärker als soziales Erlebnis innerhalb der eigenen App zu verankern – statt dass Nutzer:innen ihre Entdeckungen nur über externe Messenger oder Social Media teilen. Plattformen und Dienste erhoffen sich davon längere Verweildauer und mehr Interaktion, weil Nutzer:innen Songs direkt in der App hören, speichern, teilen und gemeinsam erleben können.

Die Funktionen Play Full Song und Listening Parties sollen laut TikTok und Apple Music in den kommenden Wochen weltweit ausgerollt werden. Play Full Song steht dabei exklusiv Apple Music-Abonnent:innen zur Verfügung, da die vollständigen Streams über den Apple Music-Dienst laufen.


So relevant ist TikTok für die Suche in den USA und in Deutschland





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Interview mit Ben Ballensiefen: Kantar-Europachef: „Marken müssen eigene Räume schaffen“


Ben Ballensiefen ist Deutschlandchef von Kantar

Gerade hat das Marktforschungsunternehmen Kantar das Markenranking BrandZ Germany mit den 50 wertvollsten deutschen Marken veröffentlicht. Ben Ballensiefen, CEO von Kantar Germany, Central & Eastern Europe, ordnet im Interview mit HORIZONT die Ergebnisse ein und weist auf die Bedeutung von kultureller Lebendigkeit hin.

Sie analysieren seit Jahren, welche Marken besonders dynamisch wahrgenommen werden. Was verstehen Sie unter „kultureller Lebendigkeit“?

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WhatsApp für Kinder kommt | OnlineMarketing.de


Damit sollen jetzt auch Kinder die App nutzen können, jedoch mit drastischen Einschränkungen. Denn nur Eltern oder Erziehungsberechtigte können diese neuen Konten erstellen. Dazu können sie auch eine Kontoverknüpfung erstellen, um Kontrolle auszuüben. Für die Verknüpfung können sie einfach ihre Geräte neben die der Kinder halten und den Prozess starten. Dabei müssen Erwachsene ihr Alter und ihre Identität mit einem Selfie verifizieren. Über die Elternkontrollen können sie dann zunächst eine Eltern-Pin einrichten, um den Zugriff auf die App zu verwalten.

Eltern-Pin auf WhatsApp, © WhatsApp
Eltern-Pin auf WhatsApp, © WhatsApp

In der Folge haben die Erwachsenen die volle Kontrolle. Sie können die WhatsApp-Nutzung auf Nachrichten und Anrufe beschränken. Und sie entscheiden, mit welchen Kontakten das Kinderkonto in den Austausch geht und welchen Gruppen es sich anschließt. Außerdem verwalten sie die Nachrichteneinstellungen und können bei neuen Kontaktanfragen einen Warnhinweise erhalten. Hinweise lassen sich ebenso bei der Aktivierung selbstlöschender Nachrichten, bei Kontoanpassungen – etwa am Profilbild – sowie anderen Kontaktaktivitäten der Kinder einstellen.

So können die durch Eltern verwalteten Konten in der Praxis aussehen, © WhatsApp
So können die durch Eltern verwalteten Konten in der Praxis aussehen, © WhatsApp

Alle Nachrichten der neuen Konten sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt und damit nicht für Dritte, auch nicht WhatsApp, einsehbar. Wenn die Kinder einmal 13 Jahre alt sind, können die Eltern einen Übergang zu einem Standardkonto gewähren. WhatsApp gibt dazu eine Informationsmeldung. Dann können Eltern den Übergang aber noch einmal um zwölf Monate verschieben, falls gewünscht.

Noch mehr Informationen zu den Möglichkeiten und Beschränkungen der neuen Konten teilt das Unternehmen auf einer dedizierten FAQ-Seite zur Familiensicherheit.

Zwischen Teilhabe und Ausschluss: Diskussion um den Umgang mit Plattformen für Kinder

WhatsApp ermöglicht also jüngeren Usern unter 13 Jahren fortan zumindest einen ersten Einstieg in die WhatsApp Experience. Zwar wird die App als Messaging App verortet, kann aber aufgrund der Funktionen wie Status, der an Instagrams Stories erinnert, und Channels ebenso Anspruch auf die Bezeichnung Social Media App erheben. Diese Social-Media-Optionen sollen nun für Kinder erstmal nicht verfügbar sein.

Gleichzeitig könnten Kinder auch ohne die Elternkontrolle WhatsApp-Konten einrichten und nutzen. Das gilt ebenso für andere Dienste von Meta wie Facebook, Threads oder Instagram und Plattformen wie TikTok, Reddit, Twitch und Co. Auch wenn das Mindestalter zumeist mit 13 Jahren angegeben wird und es bei einigen Plattformen die Notwendigkeit zur Altersverifizierung gibt, ist eine Nutzung durch Jüngere nicht ausgeschlossen. Ob Jugendliche bis 16 Jahre überhaupt soziale Medien nutzen dürfen, steht weltweit zur Diskussion. Viele Staaten erwägen ein Verbot, um die jungen Menschen vor den Auswirkungen und Gefahren auf den Plattformen zu schützen, von Hate Speech über Social-Media-Sucht bis hin zu arglistigen Kontaktaufnahmen. In Australien gibt es bereits ein Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren; Kritiker:innen sehen indes wenig Vorteile in diesem kategorischen Ausschluss und wünschen sich mehr Moderation und Kontrolle. Die müssten allerdings die Plattformbetreiber:innen liefern. Die Politik hingegen setzt oftmals mit der Verbotsstruktur an. Auch in Spanien wird ein solches Verbot eingeführt. Dort führt die Regierung neuerdings zudem ein KI-gestütztes Tracking Tool namens HODIO (Huella del Odio y la Polarización, in etwa: Spuren des Hasses und der Polarisierung) ein, um Hate Speech in den sozialen Medien zu ermitteln. Premierminister Pedro Sánchez möchte damit die Tech-Unternehmen zur Verantwortung ziehen und sagte:

If hate is already dangerous, social networks have turned it into a weapon of mass polarization that ends up seeping into everyday life. Today social networks are a failed state.


Social-Media-Verbote gewinnen Fahrt:

Auch Spanien möchte Zugriff unter 16 verbieten

Nach Australien: Social-Media-Verbot auch in Deutschland?
© Christopher Ott – Unsplash





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