Künstliche Intelligenz
Google Fitbit Air: Neuer bildschirmloser Tracker kommt bald
Seit Oktober 2025 ist klar, dass Google an einem neuen Fitbit-Tracker arbeitet, der in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Informationen von 9to5Google zufolge verfolgt der Hersteller dabei eine neue Strategie: Nur die Hardware soll unter der Fitbit-Marke laufen, während die Software und darunter liegenden Dienste unter Google-Flagge fahren könnten.
Weiterlesen nach der Anzeige
Armband mit Sensoren
Laut 9to5 Google wird das neue Fitbit-Gadget den Namen Google Fitbit Air tragen und ähnlich wie das Armband von Whoop und den Mitbewerbern wie Amazfit sowie Polar komplett ohne Bildschirm daherkommen. Fitbit nutzt den Namenszusatz „Air“ schon vorher für seine smarte Waage Aria Air, die 2019 auf den Markt kam. In diesem Zusammenhang bezieht sich das „Air“ womöglich auf das reduzierte Design des Wearables.
Konkrete Details zur Hardware gibt es derzeit nicht, allerdings ist bereits bekannt, wie es aussehen wird. Denn der NBA-Basketballspieler Stephen Curry, der seit August 2025 als „Performance Advisor“ für Googles Wearable-Produkte fungiert, trägt das Gadget offenbar bereits. Das Fitbit Air besteht demzufolge tatsächlich nur aus Armband und Sensoren. Wie bei den bildschirmlosen Modellen der Mitbewerber werden sämtliche Tracking- und Gesundheitsdaten nur in der App aufbereitet angezeigt.
Rebranding bei der Software
Während der Tracker unter der Marke Fitbit laufen soll, könnte das Abomodell von Fitbit Premium den 9to5Google-Informationen zufolge derweil in Google Health umbenannt werden. Ebenso könnte der persönliche Gesundheitscoach von Fitbit, der sich derzeit in der öffentlichen Testphase befindet, im Zuge der Einführung des neuen Armbands in „Google Health Coach“ umgetauft werden.
Sollte sich dies bestätigen, könnte das darauf hindeuten, dass Google die Marke Fitbit in gewisser Weise weiter in den Hintergrund schiebt, indem es seinen eigenen Namen bei neuen Produkten in den Vordergrund rückt. Fitbit-Smartwatches wie die Modelle der Sense-Reihe sind zugunsten von Googles Pixel Watches eingestellt worden.
Weiterlesen nach der Anzeige
Lesen Sie auch
Dies hatte auch Sandeep Waraich, Produkt-Lead der Pixel-Wearables im August 2024, gegenüber Engadget bestätigt. Damals sagte er, Fitbit konzentriere sich bei der Entwicklung auf „minimalistische, langlebige Tracker“, „für die die Marke zum Synonym geworden ist“.
Wann Google seinen ersten bildschirmlosen Tracker vorstellen wird, ist noch unklar. Eine Möglichkeit wäre die Enthüllung im Zuge der Entwicklerkonferenz Google I/O am 19. und 20. Mai. Denkbar wäre aber auch die Vorstellung zusammen mit dem Pixel 11 und der Pixel Watch 5, die im Laufe des August erfolgen könnte. Die überarbeitete Fitbit-App mit Gesundheitscoach kann bereits auch in Deutschland in der Public Preview ausprobiert werden.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Ubuntu: Single Sign-on bis ins Betriebssystem
Ein eigener Account auf jedem Rechner, separate Passwörter für jeden Dienst und beim Onboarding neuer Kollegen geht jedes Mal das Gewusel los. So sieht die Benutzerverwaltung auch heute noch in vielen Teams und Unternehmen aus. Bei den Webdiensten setzt sich die Anmeldung über einen zentralen Identity Provider langsam durch, Nutzer und Rechte werden dann gemeinsam verwaltet, ein Login öffnet alle Dienste.
Als Protokoll hat sich dafür der offene Standard OpenID-Connect (OIDC) durchgesetzt. Dort, wo Single Sign-on via OIDC verfügbar ist, hängt der zentrale Login meist an der (US-)Cloud. Verbreitete Provider sind beispielsweise Microsoft Entra ID oder Google IAM. Während Webanwendungen häufig schon gegen OIDC-Provider authentifizieren können, hört es oft beim Betriebssystem auf. Das gilt insbesondere für Linux-Distributionen, die deswegen besonders schwierig in Umgebungen mit verwalteten PC-Arbeitsplätzen zu integrieren sind.
(Bild: KI / heise medien )
Canonical, das Unternehmen hinter Ubuntu, hat den Authentifizierungs-Daemon authd zum Release von Ubuntu 26.04 LTS in die offiziellen Paketquellen gehievt. Der Daemon verfügt über eine modulare Architektur. Die Vermittlung mit dem Identity Provider (IdP) übernehmen die sogenannten Broker, die es als Snap-Pakete gibt. Im Frühjahr 2026 hat sich zu den Brokern für Entra ID von Microsoft und Google IAM auch ein generischer OIDC-Broker gesellt. In Canonicals authd-Dokumentation wird der nur in Kombination mit Keycloak gezeigt, prinzipiell sollte der Broker aber mit allen standardkonformen OIDC-Providern in den Dialog gehen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Ubuntu: Single Sign-on bis ins Betriebssystem“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
Künstliche Intelligenz
NAS mit ARM-Chips von Qualcomm: Radxa DragonBay und DragonStation mit „Fygo OS“
Der Hersteller Radxa aus Shenzhen baut zwei kompakte Netzwerkspeicher (NAS) mit ARM-Prozessoren von Qualcomm. In die flache DragonStation mit 10-Gigabit-Ethernet passen sechs M.2-SSDs. Das NAS DragonBay hat hingegen nur 2,5-Gigabit-Ethernet und vier Einbauschächte für 3,5-Zoll-Festplatten sowie zwei M.2-SSDs als Cache.
Weiterlesen nach der Anzeige
Auf der Radxa-Website gibt es noch keine detaillierten Informationen zu den beiden NAS. Laut Radxa-Chef Tom Cubie sollen sie aber bald folgen.
Laut Informationen aus dem Discord-Kanal von Radxa steckt in der DragonBay der Qualcomm SC8280XP, also der 2021 für Notebooks angekündigte Snapdragon 8cx Gen3.
Auf den Einplatinencomputer Dragon Q6A lötet Radxa hingegen den Qualcomm Dragonwing QCS6490.
Ein Nachteil des Smartphone- beziehungsweise Embedded-Prozessors ist der fest aufgelötete LPDDR4-Arbeitsspeicher, der sich nicht erweitern lässt. Vorteile sind hohe Effizienz und niedrige Leistungsaufnahme im Leerlauf.
Als Betriebssystem soll „Fygo OS“ zum Einsatz kommen. Dabei kooperiert Radxa mit der chinesischen NAS-Distribution FnOS (FeiNiu, 飞牛) ; der Name bedeutet anscheinend „fliegender Ochse“.
Weiterlesen nach der Anzeige
(ciw)
Künstliche Intelligenz
CPU-Markt schrumpft, aber x86-Anteil von AMD und ARM-Anteil wachsen
Die gute Nachricht zuerst: Im ersten Quartal 2026 stiegen die Verkaufszahlen von Serverprozessoren um rund 10 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings sanken die verkauften Stückzahlen von Prozessoren für Notebooks, Desktop-PCs, Spielkonsolen und Embedded Systems (Internet of Things, IoT). Das meldet das Marktforschungsunternehmen Mercury Research.
Weiterlesen nach der Anzeige
AMD konnte seinen Marktanteil an allen x86-Prozessortypen im Jahresvergleich von 27,1 Prozent auf 32,6 Prozent auf Kosten von Intel weiter deutlich steigern, also um 5,6 Prozentpunkte.
| Marktanteile AMD an x86-Prozessoren (Quelle: Mercury Research) | |||
| Kategorie | Q1/26 | Q4/25 | Q1/25 |
| Server | 33,2 % | 28,8 % | 27,2 % |
| Desktop-PC | 33,2 % | 36,4 % | 28,0 % |
| Notebooks | 28,3 % | 26,0 % | 22,5 % |
| x86-Gesamt* | 32,6 % | 31,4 % | 27,1 % |
| *einschließlich IoT, Embedded Systems, Spielkonsolen | |||
Die Segmente entwickelten sich aber unterschiedlich: Bei Servern beispielsweise wuchs der AMD-Anteil noch stärker, nämlich um 6 Punkte auf nun 33,2 Prozent. Bei Desktop-PCs legte AMD im Jahresvergleich hingegen nur um 5,1 Punkte auf ebenfalls 33,2 Prozent zu, musste gegenüber dem vierten Quartal 2025 aber einen Rückgang hinnehmen.
Lieferengpässe
Als Grund dafür nennt Mercury Research die außergewöhnliche Entwicklung: Wegen der sich verschärfenden RAM-Knappheit hatten viele PC-Hersteller Ende 2025 größere Vorräte beschafft, auch bei Prozessoren. Und im Jahresvergleich brachen die Verkaufszahlen bei Desktop-PC-Prozessoren im Q1/2026 besonders stark ein, nämlich um 20 Prozent.
Absolute Zahlen nennt Mercury Research in seinen kostenlosen Veröffentlichungen nicht.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Verkaufszahlen von Serverprozessoren steigen, weil agentische KI-Systeme im Trend liegen und von hoher CPU-Performance profitieren.
Lesen Sie auch
Wegen der hohen Nachfrage nach Serverprozessoren hat Intel Produktionskapazitäten dorthin verlagert. Das führt im Gegenzug zu Knappheiten bei bestimmten Prozessoren für Desktop-PCs und Notebooks.
ARM-Wachstum dank Apple und Nvidia
Die Firma Mercury Research betont, dass sie keinen so detaillierten Einblick in die Verkaufszahlen von Notebookprozessoren mit ARM-Technik hat wie bei x86-Chips.
Den Marktanteil von ARM-Chips an den Client-Rechnern schätzt Mercury Research auf nun 14,4 Prozent, ein sequenzielles Wachstum um 0,5 Prozentpunkte. Eingeschlossen sind dabei auch Apple MacBooks und Google Chromebooks. Separate Zahlen für den Marktanteil der Snapdragon-Prozessoren von Qualcomm für Windows-11-Notebooks weist Mercury Research bisher nicht öffentlich aus.
Die Verkaufszahlen von Serverprozessoren mit ARM-Kernen haben sich laut Mercury Research im Jahresvergleich ungefähr verdoppelt, vor allem weil Nvidia sehr viele „Grace“-Prozessoren in den KI-Systemen Blackwell NVL72 verkauft hat. Dennoch wuchs der Anteil von ARM-Serverprozessoren am gesamten Markt moderat auf nun 13,2 Prozent, weil auch die Stückzahlen von x86-Prozessoren deutlich stiegen.
(ciw)
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenPetra‑AI: KI soll Frauen in der Perimenopause unterstützen
-
Social Mediavor 2 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
