Künstliche Intelligenz
Google Maps: KI-Modell Gemini soll gegen Fake-Bewertungen helfen
Google Maps ist für viele Nutzerinnen und Nutzer eine der wichtigsten Apps. Neben der Navigation nutzen sie die Kartenanwendung auch, um Orte wie Restaurants oder andere Einrichtungen zu bewerten oder anhand der Bewertungen zu besuchen. Doch diese sind auch eine große Baustelle, die Google nun verstärkt angeht.
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Wie Google im hauseigenen Blog schreibt, will der Konzern es Nutzerinnen und Nutzern auf der Plattform „so leicht wie möglich“ machen, nützliche Inhalte und aktuelle Informationen beizusteuern. Dies werde auch fleißig genutzt: So verzeichnet Maps für das Jahr 2025 über 1 Milliarde Bewertungen und 80 Millionen Aktualisierungen von Öffnungszeiten oder Kontaktinformationen. Im gleichen Zeitraum hat der Konzern 292 Millionen richtlinienwidrige Bewertungen blockiert oder entfernt.
Jedoch werde die Plattform auch dazu genutzt, falsche Informationen über Orte zu veröffentlichen oder gar Zahlungen für das Entfernen gefälschter Ein-Sterne-Bewertungen zu erpressen, so Google. Um böswillige Akteure schneller zu erkennen und einzudämmen, habe der Konzern seine Systeme verbessert. Sie sollen unter anderem neue Arten von Betrug nun schneller als bisher erkennen. Zudem sollen sie spezifische Betrugsmuster besser erkennen, um verdächtige Beiträge schon vor der Veröffentlichung stoppen zu können.
Weiter erklärt Google: „Sollte es einen plötzlichen Anstieg an Spam-Bewertungen bei einem Unternehmen geben, werden wir die gefälschten Inhalte umgehend entfernen, neue Bewertungen auf dem Profil pausieren und die Inhaberinnen und Inhaber des Unternehmensprofils benachrichtigen.“ Diese Maßnahmen sollen im Laufe der nächsten Wochen weltweit eingeführt werden.
Mit Gemini gegen „Eierhaus“
Damit Ortsbezeichnungen auf Google Maps korrekt bleiben, nutzt Google künftig Gemini-Modelle. Mithilfe der KI könne Google „problematische Änderungen schneller als je zuvor automatisch“ erfassen – damit hätte ein aktueller Fall, bei dem mehrere Geschäftsstellen von Ortsvereinen der CDU in „Eierhaus“ umbenannt wurden, nicht passieren können. Die neue Funktion führt Google ab heute weltweit für Android, iOS und Desktop-Systeme ein.

Google Maps lässt Unternehmen vorgeschlagene Änderungen künftig besser kontrollieren.
(Bild: Google)
Überdies sollen Unternehmen Updates, wie etwa geänderte Öffnungszeiten oder vorübergehende Schließungen, besser kontrollieren können. Verifizierte Unternehmen erhalten vor der Veröffentlichung einer Änderung eine E-Mail-Benachrichtigung, die sie überprüfen können. Auf diese Weise sollten weniger falsche Öffnungszeiten und andere Fehlinformationen in Google Maps landen.
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Mehr Transparenz
Google will außerdem mit gelöschten Nutzerbewertungen transparenter verfahren: So wird in Deutschland künftig ein Banner auf Unternehmensprofilen angezeigt, wenn Bewertungen aufgrund von „Beschwerden wegen Diffamierung“ gelöscht wurden.

Google Maps zeigt künftig ein Banner, wenn Bewertungen pausiert sind.
(Bild: Google)
Ferner deaktiviert Google bei einem sprunghaften Anstieg von Spam-Bewertungen auf einem Unternehmensprofil künftig „vorübergehend die Möglichkeit, neue Bewertungen zu veröffentlichen, um das Unternehmen vor weiterem Missbrauch zu schützen“. Auch in einem solchen Fall soll ein Benachrichtigungsbanner erscheinen, um Nutzer darüber zu informieren, warum die Veröffentlichung von Bewertungen vorübergehend ausgesetzt ist. Die neuen Banner werden ab sofort weltweit schrittweise eingeführt.
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(afl)
Künstliche Intelligenz
Glasfaser-Bestechung: Razzien in Nordrhein-Westfalen | heise online
Ein Mitarbeiter der DT-Tochterfirma Telekom Technik GmbH steht unter Verdacht, Bestechungsgelder angenommen zu haben. Daher hat das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen am Dienstagmorgen gleich 40 Hausdurchsuchungen hat durchgeführt und zusätzlich diverse Bankschließfächer öffnen lassen. Anlass sind Ermittlungsergebnisse nach einer Anzeige der Deutschen Telekom selbst.
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Im Zuge des Glasfaserausbaus investiert die Deutsche Telekom viel Geld. Ihre Tochterfirma namens Telekom Technik GmbH hat immer wieder außenstehende Unternehmen mit Baumaßnahmen zu beauftragen. Ein dafür zuständiger 37-jähriger Mitarbeiter in Bonn soll wiederholt eine Duisburger Baufirma beauftragt haben, die ihm im Gegenzug heimlich drei Prozent der Auftragssumme zugesteckt haben soll. In Summe soll dabei ein mittlerer sechsstelliger Betrag zusammengekommen sein. Laut dpa wird insgesamt gegen zehn Personen, überwiegend aus der Baubranche, ermittelt, nämlich wegen „Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr in einem besonders schweren Fall”.
Whistleblower gab Tipp
Nach Angaben der Telekom hat zunächst ein aufmerksamer Kollege anonym intern einen Hinweis gegeben. Sofern sich die Vorwürfe bestätigen, hat das Whistleblower-System des Konzerns also so funktioniert, wie es funktionieren soll. Der Verdacht hat sich jedenfalls erhärtet, weshalb der Konzern schließlich Anzeige erstattet hat.
Das Landeskriminalamt hat seit Herbst ermittelt [-] zunächst verdeckt, jetzt offen. Neben dem Arbeitsplatz des verdächtigen Telekom-Mitarbeiters wurden weitere Firmen- sowie Wohnimmobilien durchsucht. Die Beamten haben Unterlagen sichergestellt und zusätzlich Vermögen einfrieren lassen.
Stand Ende Februar waren Glasfaser-Kabel der Deutschen Telekom an 12,8 Millionen Haushalten, Firmen und Behörden in Deutschland verfügbar („homes passed”) – eine Million mehr als Ende September. Allerdings dürfte nur rund ein Sechstel das Angebot tatsächlich nutzen. Die Zahl der von der Deutschen Telekom betriebenen Breitbandanschlüsse insgesamt, also inklusive DSL, ist voriges Jahr sogar leicht gesunken.
(ds)
Künstliche Intelligenz
Framework Laptop 13 Pro verlängert Akkulaufzeit erheblich
Frameworks neueste Notebook-Generation bekommt den Namenszusatz Pro, mit Verbesserungen an vielen Stellen. Am stärksten macht sich das bei der Akkulaufzeit bemerkbar: Beim Netflix-Streaming in 4K-Auflösung sollen jetzt etwa 20 statt acht Stunden drin sein.
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Der Hersteller erhöht die Akkulaufzeit durch diverse Stellschrauben. Zum einen sitzt im Gehäuse ein größerer Akku mit gleichzeitig höherer Energiedichte, der so auf 74 statt 61 Wattstunden kommt. Zum anderen kommt effizientere Hardware zum Einsatz.

Alle Komponenten des Framework Laptop 13 Pro passen auch in bisherige 13er-Modelle des Herstellers.
(Bild: Framework)
Intel Core Ultra 300 mit LPCAMM2
Das Herzstück bildet ein aktueller Intel-Prozessor aus der Panther-Lake-Generation alias Core Ultra 300. Framework will eine Basiskonfiguration mit einem Core Ultra 5 anbieten sowie zwei Varianten mit Core Ultra X7 und Core Ultra X9 samt besonders starker Grafikeinheit. Diese CPUs bringen auch PCI-Express 5.0 für schnelle SSDs mit. Die Ankündigung erwähnt beiläufig auch eine Konfiguration mit AMDs Ryzen AI 300, allerdings stellt Framework die Intel-Optionen in den Vordergrund.
Speicherseitig wechselt der Hersteller von DDR5-SO-DIMMs auf ein neuartiges Low Power Compression Attached Memory Module 2 (LPCAMM2). Auf so einem sitzen LPDDR5X-Speicherbausteine, die schneller und stromsparender arbeiten als normale DDR5-Chips. Framework will zunächst LPDDR5X-7467-Module mit Kapazitäten von 16, 32 und 64 GByte anbieten.

Statt Steckmodule vom Typ SO-DIMM werden LPCAMM2-Varianten ins Framework Laptop 13 Pro geschraubt.
(Bild: Framework)
Dynamische Bildwiederholraten
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Das Display soll beim Laptop 13 Pro erstmals nicht von der Stange stammen, sondern explizit für Framework entworfen sein. Die Firma setzt einen IPS-Bildschirm ein, dessen Backplane sparsames Niedrigtemperatur-polykristallines Silizium (Low-Temperature Polysilicon, LTPS) verwendet. Auflösung und Größe bleiben mit 2880 × 1920 Pixeln auf 13,5 Zoll gleich, allerdings fallen jetzt die abgerundeten Ecken weg. Der Kontrast steigt auf 1800:1, die Helligkeit auf bis zu 700 cd/m². Die maximale Bildwiederholfrequenz bleibt bei 120 Hertz, jetzt aber mit variablen Refresh-Raten (VRR) zwischen 30 und 120 Hertz. Zudem beherrscht das Display Touch-Eingaben.
Das Gehäuse für den Framework Laptop 13 Pro fräst der Hersteller aus einem Block Aluminium. Die Ausmaße bleiben gleich, allerdings soll es Detailverbesserungen geben. Das neue Touchpad kommt mit haptischem Feedback. Das Notebook wiegt insgesamt rund 1,4 Kilogramm.
Framework will den Laptop 13 Pro in einer DIY-Version ohne Speicher und Betriebssystem für 1199 US-Dollar anbieten. Komplettversionen, wahlweise mit Windows 11 oder Ubuntu, sollen ab 1499 US-Dollar starten. Die Auslieferung beginnt voraussichtlich im Juni. Vorbestellungen nimmt der Hersteller zeitnah entgegen.
Upgrades möglich
Wer bereits einen bisherigen Framework Laptop 13 verwendet, kann alle Komponenten des neuen Pro-Geräts aufrüsten. Der Hersteller will verschiedene Upgrade-Kits und Einzelteile anbieten. Das Mainboard des Laptop 13 Pro bleibt zu den bisherigen Notebooks kompatibel. Interessierte können etwa das Mainboard samt Prozessor, das Display, das Gehäuse oder das Touchpad mit der Tastatur aufrüsten.
(mma)
Künstliche Intelligenz
DMA-Vorgaben: Apple blockiert Interoperabilität für Drittanbieter-Apps
Die Free Software Foundation Europe (FSFE) beklagt in einem Bericht, dass Apple Entwicklern in der Europäischen Union entgegen gesetzlicher Vorgaben in etlichen Fällen keinen freien Zugang zu Hardwarefunktionen gewährt hat, die von den Betriebssystemen iOS und iPadOS kontrolliert werden. Sie nennt als Beispiele Anträge, in denen es um Zugang zu Bluetooth Low Energy oder Apple Wallet ging. Die Begründungen Apples würden der eigenen Entwicklerdokumentation des Unternehmens widersprechen.
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Interoperabilität bedeutet, dass Software von Drittanbietern auf dieselben Systemfunktionen zugreifen kann wie die Apps des Plattformbetreibers selbst. Der Digital Markets Act (DMA) verpflichtet Apple als sogenannten Gatekeeper dazu, solchen Zugang kostenlos und diskriminierungsfrei zu gewähren. Statt seine Plattform jedoch von vornherein mit offenen APIs und Dokumentation zugänglich zu machen, hat Apple ein antragsbasiertes System eingeführt: Entwickler müssen für jede gewünschte Funktion einzeln um Erlaubnis bitten, ein kostenpflichtiges Entwicklerkonto vorweisen, das 99 US-Dollar pro Jahr kostet, und detaillierte Begründungen einreichen.
Welche Anträge Apple abgelehnt hat
Die EU-Kommission leitete daraufhin ein Spezifikationsverfahren gegen Apple ein, um den Konzern zu transparenteren Abläufen samt öffentlichem Anfragen-Tracker zu verpflichten – doch auch unter diesem Rahmen hat laut FSFE bislang kein einziger der 56 Anträge zu einer Interoperabilitätslösung geführt. Dabei hatte Apple bereits im Dezember 2025 erste Interoperabilitätsvorgaben der EU fristgerecht umgesetzt – allerdings nur jene, zu denen es rechtlich verpflichtet war. Selbst in dem Fall, dass Apple einen Antrag akzeptiert, hat das Unternehmen bis zu 24 Monate Zeit für die Umsetzung. Auseinandersetzungen mit Widerspruch und Schlichtung gestalten sich laut FSFE langwierig. Die Interessenvertreter kritisieren, dass Apple selbst entscheidet, welche Funktionen „in den Geltungsbereich“ des Gesetzes fallen. Anträge würden mit der Begründung abgelehnt, dass sie gar keine iOS-Funktion seien, obwohl Apple sie trotzdem für eigene Dienste nutzt.
Ein Entwickler beantragte Zugang zur Just-in-Time-Kompilierung (JIT) – einer Technik, die Apples eigener Safari-Browser seit Jahren nutzt. Apple lehnte ab: Für Nicht-Browser-Apps sei das keine iOS-Funktion. Ein anderer Entwickler wollte auf das NFC-Protokoll zugreifen, das Apple Wallet verwendet – Apple bestritt, dass es sich dabei um eine OS-kontrollierte Funktion handele, obwohl die eigene Entwicklerdokumentation für genau diesen Zugang eine Sondergenehmigung vorschreibt. Dabei hatte die EU-Kommission Apple bereits verpflichtet, den NFC-Controller für Drittanbieter zu öffnen, damit Apps Zahlungsdaten etwa an Smartwatches übertragen können. Ein dritter Antrag betraf Bluetooth LE Audio für Forschungshardware – abgelehnt mit der Begründung, Apple nutze das selbst nicht, obwohl Bluetooth Low Energy Teil von iOS ist. Zwei weitere Anträge zielten auf Alternativen zu Apples Push-Notification-Dienst – auch sie wurden abgewiesen, da dieser angeblich bereits offen sei.
FSFE plädiert für offene Schnittstellen
Die FSFE setzt sich dafür ein, dass die EU Interoperabilität „by design“ einfordert, also offene Schnittstellen im System, die ohne Antragsverfahren nutzbar sind. Apple hat zuletzt zwar angekündigt, Wearables von Drittanbietern in der EU mit weiteren Funktionen wie Live-Aktivitäten zu unterstützen – doch das geschieht weiterhin im Rahmen des antragsbasierten Systems, das die FSFE kritisiert. Auch dürfe es keine Verschwiegenheitserklärungen für Entwickler geben, die Interoperabilität beantragen. Dies sei in 27 der abgelehnten Antragsverfahren der Fall gewesen. Und die EU-Kommission wird ersucht, das Gesetz stärker durchzusetzen.
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Apple wurde von heise online um eine Stellungnahme gebeten, hat sich unmittelbar aber noch nicht geäußert. Apple hatte in der Vergangenheit wiederholt betont, der DMA schaffe einen unpassenden, kostspieligen Prozess und hemme Innovation – und dem Gesetz sogar Alternativvorschläge entgegengestellt.
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(mki)
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