Künstliche Intelligenz
Grüne tragen Aufweichung beim Verbrenner mit, wenn EVP nicht mit Rechten stimmt
Die Grünen im Europaparlament würden mit der konservativen EVP-Fraktion für das von ihr abgelehnte, sogenannte Verbrenner-Aus stimmen, wenn dafür die EVP nicht gemeinsam mit rechtsextremen Parteien abstimmt. „Es darf keine Zusammenarbeit, Chats oder Mehrheiten mit den drei extrem rechten Fraktionen im Europaparlament geben“, forderte Michael Bloss, der für die Grünen im Europaparlament zu diesem „Autopaket“ verhandelt.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen hatte im Dezember vorgeschlagen, auch nach 2035 in der EU Autos mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen – eine Abkehr vom eigentlich ausgehandelten Verbrenner-Aus. Bloss hatte dies als fatales Signal kritisiert, weil es zu Planungsunsicherheit für die Industrie führe. Zudem blockiere es Investitionen in Ladeinfrastruktur sowie Batterien und bremse so das Angebot bezahlbarer Elektroautos aus.
„Gemeinsam durch Parlament und Rat“
„Wir bieten an, das Paket, so wie es vorgelegt worden ist, gemeinsam durchs Parlament und den Rat zu bringen“, schlägt Bloss nun an Manfred Weber gerichtet vor. „So stabilisieren wir die demokratische Mitte und verhindern weitere Abschwächungen beim Klimaschutz.“ Die europäische Autoindustrie brauche zudem Planungssicherheit. „Hunderttausende Arbeitsplätze und die Zukunft der europäischen Autoindustrie hängen an diesem Gesetz. Wer darüber mit der AfD verhandelt, spielt mit der Zukunft dieser Beschäftigten“, mahnte Bloss.
Weber und seine Fraktion, die Europäische Volkspartei (EVP), stehen seit dem Wochenende in der Kritik. Die EVP hat nach Recherchen der Deutschen Presse-Agentur im Europäischen Parlament enger mit Vertreterinnen und Vertretern extremer rechter Parteien zusammengearbeitet als bisher bekannt. Gemeinsam mit dem rechten Flügel, zu dem die AfD gehört, arbeitete sie in einer Chatgruppe und bei einem persönlichen Treffen an einem Migrationsgesetz. Die EVP stellt derzeit im Europäischen Parlament die größte Fraktion.
Mehr über das sogenannte Ende des Verbrenners
(fpi)
Künstliche Intelligenz
Dank zwei Zufällen: Hubble fotografiert unerwartet auseinanderbrechenden Kometen
Das Weltraumteleskop Hubble hat durch einen doppelten Zufall gänzlich unerwartet das Auseinanderbrechen des Kometen C/2025 K1 (ATLAS) fast in Echtzeit beobachtet. Das hat die Europäische Weltraumagentur ESA jetzt publik gemacht und mehrere Aufnahmen veröffentlicht, die die auseinander driftenden einzelnen Bruchstücke zeigen. Eigentlich sollte Hubble einen anderen Kometen ablichten, das ging aber aus technischen Gründen nicht, erklärt John Noonan von der Auburn University im US-Bundesstaat Alabama. Deshalb habe man das Instrument stattdessen auf C/2025 K1 (ATLAS) ausgerichtet. Als die erste Aufnahme verfügbar war, haben die nicht einen, sondern gleich vier Kometen gezeigt. Das sei „etwas sehr, sehr Besonderes“ gewesen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die ersten von vielen Bildern der Bruchstücke
Der Komet C/2025 K1 (ATLAS), mit dem Spitznamen K1 und nicht zu verwechseln mit dem interstellaren Kometen 3I/ATLAS. Er war nur weit im Süden der Nordhalbkugel sowie auf der Südhalbkugel zu sehen. Er erreichte am 8. Oktober seinen sonnennächsten Punkt (Perihel) innerhalb der Merkurbahn, und es galt als wahrscheinlich, dass er danach auseinanderbrechen könnte. Dass das tatsächlich passiert ist, war bereits bekannt. Die Bruchstücke wurden unter anderem mit dem Observatorium Gemini North vom Mauna Kea auf Hawaii aus aufgenommen. Als Hubble am 8. November 2025 auf den Himmelskörper gerichtet wurde, war demnach aber noch nicht bekannt, dass er zerbrochen ist. Hubble hat die Bruchstücke dann auch noch an den beiden Folgetagen abgelichtet.
Die ESA erklärt jetzt, dass Forscher und Forscherinnen schon lange versucht haben, einen Kometen während oder kurz nach dem Auseinanderbrechen mit Hubble zu untersuchen. Das sei aber nie erfolgreich gewesen. Bislang habe man so etwas immer nur Wochen oder Monate später und in viel größerer Entfernung beobachtet. Die Forschungsgruppe vermutet, dass K1 acht Tage vor der ersten Hubble-Aufnahme langsam auseinandergebrochen ist, bis dahin habe er einen Durchmesser von etwa 8 km gehabt. Dank der hohen Auflösung von Hubble konnte die Gruppe demnach auch aus den drei Aufnahmen zurückrechnen, wie die Überreste auseinandergedriftet sind.
Die Aufnahmen haben jetzt bereits eine Frage aufgeworfen, schreibt die ESA noch. Demnach ist unklar, warum erst nach einer Verzögerung helle Ausbrüche auf dem Himmelskörper zu sehen waren, nachdem er zerbrochen ist. Eigentlich wäre man davon ausgegangen, dass das dabei freigelegte Eis direkt für eine Helligkeitszunahme sorgt. Die Forschungsgruppe spekuliert jetzt, dass sich über dem freigelegten Eis erst eine neue Staubschicht bilden muss, die dann weggeweht wird. Dieser Staub reflektiert das Sonnenlicht und ist für uns deshalb hell. Vielleicht müsse auch erst Wärme unter die Oberfläche gelangen, dort Druck aufbauen, bevor eine expandierende Staubhülle ausgestoßen wird. Eine wissenschaftliche Arbeit zu den Bildern wurde im Fachmagazin Icarus veröffentlicht.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Thunderbird baut Exchange-Support aus | heise online
Thunderbird hat erstmals öffentliche Roadmaps für alle seine Plattformen veröffentlicht. Sie decken die Desktop-Version, die Android-App, die kommende iOS-App sowie die geplanten Pro-Services ab. Zu den wichtigsten Vorhaben für 2026 gehören der erweiterte Exchange-Support, eine tiefgreifende Rearchitektur der Android-App sowie die initiale IMAP-Unterstützung für iOS.
Weiterlesen nach der Anzeige
Wie das Thunderbird-Team in seinem Blog erläutert, sollen die Roadmaps keine Wunschlisten darstellen, sondern einen realistischen Richtungsplan für das laufende Jahr. Die Beschreibungen sind bewusst in einfacher, nicht-technischer Sprache verfasst, um auch Nicht-Entwicklern den Zugang zu ermöglichen. Das Team überprüft die Fortschritte in quartalsweisen internen Reviews und kommuniziert Änderungen über die tb-planning-Mailingliste. Community-Input fließt langfristig in die Planung ein, allerdings gibt es laut Thunderbird jedes Jahr mehr Ideen als verfügbare Kapazitäten – entsprechend muss das Projekt neue Ideen priorisieren.
Desktop: Datenbank und Exchange
Für die Desktop-Version plant das Team weitere Arbeit an der Panorama-Datenbank, die Nutzer erstmals testen können. Die APIs für Entwickler von Erweiterungen will Thunderbird ausbauen und neue hinzufügen, damit Add-ons auf weitere Komponenten des E-Mail-Clients zugreifen können. Der Account Hub soll vervollständigt, für Erstnutzer aktiviert und nach der ersten Kontoerstellung um einen Anpassungsassistenten ergänzt werden.
Der Exchange-Support, der seit Thunderbird 145 verfügbar ist, wird weiter ausgebaut. Künftig soll der E-Mail-Client alle Exchange- und M365-Versionen unterstützen, indem die Software ebenfalls mit der Microsoft Graph API umgehen kann. Bislang ist nur EWS mit an Bord. Kalender- und Adressbuch-Unterstützung für Exchange sollen dieses Jahr ebenfalls kommen. Die Kalender-Oberfläche erhält ebenfalls ein Update.
Android und iOS
Auf der Android-Roadmap ganz oben steht die Rearchitektur der App. Die zugrunde liegende Codebasis stammt aus K-9 Mail und ist entsprechend alt. Hinzu kommt eine Überarbeitung der Nachrichtenliste und -ansicht – jene Bereiche, in denen Nutzer die meiste Zeit verbringen. Geplant sind außerdem HTML-Signaturen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Anders als die Android-Version wird die iOS-App vollständig neu entwickelt. Die Architektur wurde bereits im Juli 2025 fertiggestellt, die Autoconfiguration folgte im September. Aktuell arbeitet das Team am Account-Erstellungsprozess mit Autodiscovery und OAuth. Als erstes Protokoll wird IMAP unterstützt, JMAP und HTML-Signaturen sind für später geplant.
Pro-Services und Ausblick
Bei den Thunderbird-Pro-Diensten wird aktiv an der Fertigstellung der Send-Bedienoberfläche sowie an einer Ansicht für aktive Sitzungen gearbeitet, über die Nutzer ihre Sessions einsehen und beenden können. Geplant sind darüber hinaus MFA-Unterstützung und die Umsetzung einer von der Community gewählten Idee aus dem Ideenportal. Thunderbird Appointment soll in das Pro-Add-on integriert werden. Das Add-on selbst soll außerdem über System- oder Account-Add-on-Mechanismen leichter in Thunderbird Desktop auffindbar sein.
Bislang nur angedacht ist ein Thundermail-Webmail auf JMAP-Basis, das zunächst grundlegende Ordner- und Nachrichtenanzeige bieten soll. Das Team betont, dass sich Zeitpläne im Laufe der Entwicklung ändern können.
(fo)
Künstliche Intelligenz
Die OOP Konferenz kommt direkt ins (Home) Office: Die neue Live-Webinar-Reihe
Die OOP-Konferenz geht mit einer neuen Webinar-Reihe in die kommenden Monate, die sich direkt an IT-Professionals richtet. Teilnehmende können die Sessions bequem vom eigenen Arbeitsplatz aus verfolgen und erhalten Zugang zu Best Practices, Methoden und Strategien aus der IT-Branche. Die Webinare sollen Gelegenheit zum Austausch mit Gleichgesinnten bieten und Impulse für Karriere und Projekte liefern.
Weiterlesen nach der Anzeige
Termine und Themen der Webinar-Reihe
Bisher wurden drei Termine angekündigt: 30. April, 28. Mai und 9. Juni. Weitere Tage mit jeweils einem bis zwei Vorträgen sollen folgen. Zu den geplanten Themen gehören der Einsatz von Large Language Models (LLMs) in der Softwareentwicklung, das Model Context Protocol (MCP) und die Dokumentation von KI-Systemen.
Als Eröffnung am 30. April wird Michael Stal sich mit den praktischen Grenzen generativer KI im Softwareengineering befassen. Die Analyse großer Softwarearchitekturen durch LLMs scheitert häufig am beschränkten Kontextfenster der Foundation-Modelle. Dies gilt auch für die Generierung entsprechender Systeme.
Kai Tödter plant im Anschluss eine Session zum Model Context Protocol, einer Methode zur Orchestrierung von Kontextdaten für LLMs. Ein MCP-Server mit Spring AI soll entwickelt werden, der über Claude Desktop mit einem Movie- und einem Wetter-Service verbunden wird. Die Anbindung soll sowohl über STDIO als auch über REST demonstriert werden.
Praxisberichte und Compliance-Themen
Drei weitere Vorträge wurden ebenfalls bereits veröffentlicht: Benedikt Stemmildt will den Unterschied zwischen „Vibe Coding“ und professionellem „Agentic Engineering“ aufzeigen. Viele Entwickler werfen wahllose Prompts an KI-Systeme, ohne strukturiert vorzugehen. In einer Live-Demo soll gezeigt werden, wie sich eine Funktion in der Hälfte der üblichen Zeit programmieren lässt.
Dirk Riehle wird über adaptive Dokumentationssysteme durch KI-gestützte Entwicklersimulation berichten. Die Session soll Einblicke in zwei Projekte geben: die Implementierung von KI-gestützter Dokumentation in Payment-Systemen sowie Erfahrungen aus der KI-Startup-Welt Nordamerikas und des arabischen Raums. Beide Vorträge finden am 28. Mai statt.
Weiterlesen nach der Anzeige
Ingo Eichhorst befasst sich im Juni dann mit rechtlichen Anforderungen bei der Verwendung von Open-Source-Software. Unternehmen, die Produkte mit Open-Source-Komponenten vertreiben, müssen sowohl Lizenzbestimmungen als auch Regulierungen wie den Cyber Resilience Act der Europäischen Union einhalten. Dazu gehören die Deklaration der Software Bill of Materials, die Prüfung auf unerwünschten Code, korrekte rechtliche Hinweise und die Überwachung von Sicherheitslücken.
Die Webinare bieten die Möglichkeit, Fragen direkt via Chat und Zoom zu stellen. Teilnehmende erhalten ein Jahr lang Zugang zu allen Vortragsvideos und Materialien.
Alle Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie auf der Webseite.
()
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 3 WochenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 1 MonatCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Künstliche Intelligenzvor 1 Monat
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
UX/UI & Webdesignvor 2 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenAumovio: neue Displaykonzepte und Zentralrechner mit NXP‑Prozessor
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenÜber 220 m³ Fläche: Neuer Satellit von AST SpaceMobile ist noch größer
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonateneHealth: iOS‑App zeigt Störungen in der Telematikinfrastruktur
