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Happiness ist kein klassischer Zombie-Horror und gerade deshalb so verstörend gut


Keine untoten Horden, kein Dauergekreische, kein Blutbad im Minutentakt. Und trotzdem kriecht Euch diese Serie langsam unter die Haut. Weil sie weniger fragt, was Menschen zu Monstern macht, sondern wann sie diese Grenze überschreiten.

Wenn Ihr bei Zombie-Serien sofort an endlose Fluchtsequenzen und röchelnde Untote denkt, wird Euch „Happiness“ überraschen. Die Serie nimmt vertraute Genre-Zutaten, dreht sie leise weiter und serviert Euch keinen Horror mit dem Vorschlaghammer, sondern einen, der sich langsam festsetzt – wie ein ungutes Gefühl, das man nicht abschütteln kann. Doch gerade weil sie eine gefährliche Infektionswelle von einer anderen Seite beleuchtet, ist diese Serie erfrischend anders.

Kein Zombie-Horror, sondern ein Menschenexperiment

Vielleicht geht es Euch ähnlich wie mir: Ich mag Zombieserien, aber gerade an amerikanischen Produktionen habe ich mich zurzeit sattgesehen. Sie sind mir zu vorhersehbar und aus mir unerklärlichen Gründen scheinen diese US-Produktionen es für absolut notwendig zu halten, Sexszenen über Sexszenen in den unpassendsten Momenten einzuschieben. Das wirkt nicht mehr dramaturgisch effektiv, sondern fühlt sich allzu oft nur noch lächerlich für die eigentliche Storyline an. Irgendwann zwischen all den einzelnen Serien geht einem dabei die Empathie für die Charaktere verloren, mit denen man eigentlich mitfiebern sollte. Bis man den Punkt erreicht, an dem es sich nur noch nach „selbst schuld, war doch klar, dass es schief geht“ anfühlt. Der Reiz? Verloren. Da können noch so viele dramatische Inszenierungen von Zombiehorden in Großstädten folgen.

Also war ich auf der Suche nach etwas Anderem, das sich aus dieser Masse bewusst hervorhebt. Fündig wurde ich schließlich bei Netflix. Der Streamingdienst hat eine südkoreanische Produktion im Angebot, die für mich genau die Abwechslung des Genres war, die ich gerade gebraucht habe. In „Happiness“ gibt es Infizierte, ja. Aber sie sind nicht der eigentliche Kern der Geschichte. Die Krankheit sorgt für kurze, explosive Ausbrüche von Wahnsinn und Blutdurst, doch sie bleibt fast im Hintergrund. Viel interessanter ist das, was dazwischen passiert. Die Serie fragt nicht, wie man Monster bekämpft, sondern wie Menschen reagieren, wenn sie glauben, bald selbst Opfer zu werden. Angst, Misstrauen und Egoismus breiten sich schneller aus als jede Infektion. Ihr merkt schnell: Die größte Gefahr lauert nicht hinter verschlossenen Türen, sondern direkt im Treppenhaus.

Ein Hochhaus als Brennpunkt der Gesellschaft in Happiness
Ein Hochhaus als Brennpunkt der Gesellschaft in Happiness Bildquelle: KI-generiert

Ein Hochhaus als Brennglas der Gesellschaft

Das Setting ist ein cleverer Schachzug. Ein neu gebautes Hochhaus wird unter Quarantäne gestellt, niemand kommt rein, niemand raus. Unten wohnen die Mieter, oben die Eigentümer. Zwei Etagenmodelle, zwei Lebensrealitäten und ein explosives Machtgefälle. Während draußen die Welt stillsteht, eskalieren drinnen die Konflikte. Es geht um Nahrung, um Kontrolle, um Einfluss. Jeder verfolgt eigene Ziele, selbst dann, wenn das große Ganze längst bröckelt. Ihr fühlt Euch dabei unweigerlich an reale Lockdown-Situationen erinnert, nur mit deutlich höherem Risiko.

Figuren, die tragen, nicht nur lautstark schreien

Getragen wird das Ganze von den beiden Hauptfiguren: Yoon Sae-bom und Jung Yi-hyun. Sie sind keine überzeichneten Helden, sondern ruhige Konstanten in einem Gebäude voller Unruhe. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, fast unscheinbar und genau das macht sie so glaubwürdig. Inmitten von Chaos und Misstrauen sind sie der emotionale Anker. Keine große Romantik, kein Kitsch. Nur zwei Menschen, die versuchen, einen klaren Kopf zu bewahren, während um sie herum alle Sicherungen durchbrennen.

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Besonders hervor sticht die Serie dabei ebenso wegen der schauspielerischen Leistung aller involvierten Rollen. Ja, es gibt einige klassische K-Drama-Momente, auf die Ihr Euch einstellen solltet. Aber die Motivationen der Charaktere sind nachvollziehbarer und stichhaltiger als in vielen anderen Produktionen, die ich gesehen habe. Die Serie überreizt euch nicht mit Schocks, sondern jede Eskalation ist eine logische Konsequenz aus den Persönlichkeiten und Taten anderer. Denn eines sollte Euch absolut sicher sein, wenn Ihr die Handlung verfolgt: Taten haben immer Konsequenzen. Angenehm fällt dabei ebenso auf, dass die meisten der Akteure nicht massenhaft die „dummen Entscheidungen“ begehen, die in anderen Produktionen als Stilmittel für Problementfaltung überzeichnet sind. Ja, auch hier gibt es sie natürlich. Nicht alles passt logisch komplett miteinander zusammen. Doch die Masse im Verhältnis hält sich in Grenzen und führt daher nicht zu einem Augenverdrehen im Dauertakt. Man kann die Serie einfach genießen, wenn man über kleinere Logikfehler hinwegsieht, anstatt sich von ihnen einfangen zu lassen.

Hoffnung als stiller Gegenspieler

Was „Happiness“ besonders macht: Die Serie verweigert sich dem Dauer-Horror. Stattdessen gibt es gezielte Spannungsmomente, kurze Eskalationen und dann wieder Ruhe. Diese Pausen sind kein Leerlauf, sondern Teil der Strategie. Denn genau dort entfaltet sich der eigentliche Schrecken. Wenn niemand schreit, wenn kein Infizierter durchs Bild springt, beginnt Ihr Euch zu fragen, wem Ihr noch trauen könnt. Der Horror entsteht im Kopf, nicht auf dem Bildschirm. Und genau deshalb wirkt er nachhaltiger als jeder Jumpscare.

Trotz aller düsteren Themen wird „Happiness“ nie hoffnungslos. Immer wieder blitzen Momente von Mitgefühl und Menschlichkeit auf. Kleine Gesten, leise Entscheidungen, die zeigen: Nicht alle sind bereit, über Leichen zu gehen, weder metaphorisch noch buchstäblich. Die Serie balanciert geschickt zwischen Pessimismus und Zuversicht. Sie zeigt, wie hässlich Menschen werden können, ohne zu behaupten, dass sie es zwangsläufig müssen. Gerade dieser Kontrast macht die Geschichte so wirkungsvoll.

Warum Ihr dieser Serie eine Chance geben solltet

Wenn Ihr klassischen Zombie-Horror erwartet, wird „Happiness“ Euch nicht abholen. Wenn Ihr aber Serien mögt, die unter die Oberfläche schauen, dann seid Ihr hier goldrichtig. Diese Netflix-Serie ist verstörend, weil sie Euch keinen klaren Feind zeigt. Sie hält Euch einen Spiegel vor und fragt leise, aber eindringlich, wie Ihr Euch selbst verhalten würdet, wenn die Tür zufällt und die Welt draußen plötzlich keine Rolle mehr spielt. Leider verfügt die Serie bisher über keine deutsche Synchronisation, Ihr müsst also mit den deutschen oder englischen Untertiteln leben.



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DirectStorage 1.4: Mit Zstandard werden Spieldaten noch schneller entpackt


DirectStorage 1.4: Mit Zstandard werden Spieldaten noch schneller entpackt

Auch wenn der „Spieldaten-Beschleuniger“ DirectStorage von Microsoft weiterhin ein absolutes Nischendasein in Spielen fristet, wird er immer weiter entwickelt. Mit der Version DirectStorage 1.4 wird der Datenkompressionsalgorithmus Zstandard (zstd) erstmals unterstützt. Dieser soll schneller als Deflate arbeiten.

Die Idee hinter Microsofts Programmierschnittstelle DirectStorage ist die Beschleunigung des Datenstroms vom Massenspeicher (SSD) zur Grafikkarte respektive Grafikspeicher. Die Vision: Riesige Spielwelten, für deren Darstellung die GPU kontinuierlich ohne Belastung von CPU und Arbeitsspeicher neue Daten (im Wesentlichen Texturen) in Echtzeit von der SSD in den VRAM nachlädt. DirectStorage API ist die Velocity-Architektur der Xbox Series X für den Windows-PC.

Auf Deflate folgt Zstandard

Seit DirectStorage 1.1 werden die Spieldaten durch die GPU dekomprimiert, was wesentlich schneller als über die CPU erfolgt und daher weitere Leistungsvorteile bietet. Bisher wurde dafür der Datenkompressionsalgorithmus Deflate genutzt. Mit DirectStorage 1.4 wird die Unterstützung der Zstandard-Komprimierung (zstd) zur neuen Option für Spieleentwickler. Zstandard soll nach Angaben im Microsoft-Entwicklerblog die Komprimierungsraten verbessern, schnellere Ladezeiten ermöglichen und ein flüssigeres Asset-Streaming für inhaltsreiche Spiele gewährleisten.

Zstd zeichnet sich durch wettbewerbsfähige Kompressionsraten und Dekomprimierungsleistung, breite Verfügbarkeit auf Hardware und Software verschiedener Betriebssysteme sowie weite Verbreitung in Betriebssystemen, Cloud-Umgebungen und Webanwendungen aus.

Microsoft

Mit DirectStorage 1.4 werde zstd in das „mehrstufige Dekomprimierungs-Framework“ integriert. Das Dekomprimieren der Daten werde sowohl von der GPU als auch von der CPU unterstützt. Letztlich müssen die Entwickler entscheiden, welchen Weg sie bei ihren Spielen gehen werden.

AMD, Intel und Nvidia optimieren Treiber

Jetzt arbeite Microsoft „eng mit GPU-Hardwareherstellern zusammen, um eine optimale Leistung der Zstd-Dekomprimierung auf verschiedenster Gaming-Hardware zu gewährleisten“, heißt es weiter. Per Treiberupdate soll die Leistung bei der GPU-Dekomprimierung via zstd optimiert werden. AMD und Nvidia haben neue Treiber für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt. Bei Intel ist von Optimierungen in den kommenden Monaten die Rede und Qualcomm will optimierte Treiber-Updates noch vor Jahresende bereitstellen.

DirectStorage wird bisher kaum genutzt

So schön diese Techniken in der Theorie auch klingen, in der Praxis sind sie bisher so gut wie gar nicht angekommen. Nach dem DirectStorage-Debüt in Forspoken und Ratchet & Clank: Rift Apart gibt es kaum Spiele mit entsprechender Unterstützung. Forza Motorsport und Horizon Forbidden West zählen zu den wenigen dazu.

Als Grund dafür gilt eine aufwendige Implementierung, wie PC World in einer Analyse schrieb: „DirectStorage ist mehr als nur eine Option, die man aktivieren kann, um Assets schnell zu laden. Es bedeutet einen grundlegenden Wandel im Spieldesign mit neuen Methoden zum Packen, Komprimieren und Dekomprimieren von Assets während des Spielablaufs“.

In einem Spiel sorgte DirectStorage zudem für Enttäuschung, da sich zwar Ladezeiten verkürzten, doch die FPS sogar verringerten.

  • Ratchet & Clank: Rift Apart: Ohne DirectStorage gibt es mehr FPS auf GeForce-GPUs
  • Forspoken im Test: Die PC-Premiere von DirectStorage analysiert

DirectStorage mit zstd für Next-Gen Xbox

Letztlich könnte das Zusammenrücken von Xbox- und PC-Spielen bei der neuen Xbox-Generation alias Project Helix der Verbreitung von DirectStorage einen Schub geben. „DirectStorage + zstd“ stehen jedenfalls auf der Feature-Liste der kommenden PC/Konsole von Microsoft.



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SSD-Controller SM8008: Der Bruder des SM2508 bringt 6-nm-Effizienz


SSD-Controller SM8008: Der Bruder des SM2508 bringt 6-nm-Effizienz

Bild: Silicon Motion

Dank moderner Fertigung werden SSD-Controller immer effizienter. Das zeigt auch der für Enterprise-SSDs bestimmte SM8008 von Silicon Motion. Der 8-Kanal-Controller mit PCIe 5.0 soll weniger als 5 Watt Leistung aufnehmen und dabei trotzdem 14 GB/s und 2,3 Millionen IOPS ermöglichen.

Controller mit PCIe 5.0 sind sparsam geworden

Bei den Controllern für Consumer-SSDs sorgt die neue Generation, zu der auch der SM2508 von Silicon Motion zählt, für eine deutlich niedrigere Leistungsaufnahme bei noch mehr Leistung. Die Energieeffizienz ist also erheblich gestiegen.

SM8008 ähnelt dem SM2508 sehr

Mit dem SM8008 gilt das jetzt auch für das Segment der Enterprise-SSDs für Server und Rechenzentren. Dieser bietet wie der SM2508 acht Speicherkanäle und mit bis zu 14 GB/s sowie 2,3 Millionen IOPS ähnliche Leistungswerte. Und auch die Leistungsaufnahme des Chips ist mit „weniger als 5 Watt“ laut Hersteller ähnlich. In der vorliegenden Präsentation ist sogar von weniger als 4 Watt die Rede.

Silicon Motion SM8008 (Bild: Silicon Motion)

Möglich macht es die moderne 6-nm-Fertigung bei TSMC, die erstmals beim SM2508 zum Einsatz kam und inzwischen auch bei Phison genutzt wird. PCIe-5.0-SSDs können so ohne aufwendige Kühlung betrieben werden. Unterm Strich gibt es so viele Ähnlichkeiten zum SM2508, dass der SM8008 als Enterprise-Variante des gleichen Chips durchgeht. Denn auch die Bestückung mit vier Cortex-R8-Kernen und einem Cortex M0 sowie die Unterstützung von NAND-Flash mit 3.600 MT/s passen haargenau zum SM2508.

Die wichtigsten Eckdaten zum SM8008 lauten wie folgt:

  • Sequenzieller Durchsatz von bis zu 14 GB/s
  • Über 2,3 Millionen IOPS (4K Random)
  • Leistungsaufnahme im aktiven Betrieb von weniger als 5 Watt
  • PCIe 5.0 x4 als elektrische Schnittstelle und NVMe 2.0a als Protokoll
  • 8 NAND-Kanäle mit Unterstützung für ONFI und Toggle DDR 5.0 mit bis zu 3.600 MT/s
  • Unterstützt dedizierten DRAM-Cache (DDR oder LPDDR4)
  • Unterstützt AES-256, SHA2-512, RSA-3072b, Secure Boot und Firmware-Authentifizierung

Einsatz als schnelles Boot Drive

Während der SM8366 mit seinen 16 Kanälen noch in einer anderen Liga spielt, soll der SM8008 primär als Boot-Datenträger dienen. Aber auch andere Anwendungen in Server-Umgebung, die Wert auf eine niedrige Leistungsaufnahme legen, sind ein mögliches Einsatzgebiet.

Silicon Motion will damit nach eigenen Angaben der wachsenden Nachfrage nach Boot-SSDs in Zeiten des Ausbaus der Hyperscale- und Enterprise-Rechenzentren begegnen: „Der SM8008 trägt dieser steigenden Nachfrage mit einer Controller-Architektur Rechnung, die für Energieeffizienz, vorhersehbare Leistung und Sicherheit auf Enterprise-Niveau im großen Maßstab optimiert ist“, heißt es in der Pressemitteilung.

PCIe 6.0 kommt mit dem SM8466

Bereits im noch feineren 4-nm-Prozess von TSMC soll irgendwann der SM8466-Controller erscheinen. Dieser arbeitet schon mit PCIe 6.0 und soll die maximale Leistung auf 28 GB/s und 7 Millionen IOPS heben.



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Ecovacs Deebot T90 Pro Omni im Test


Ecovacs greift die Mittelklasse an, und wie! Denn der neue Deebot T90 Pro Omni bietet viele Oberklasse-Funktionen zu einem überraschenden Preis. Wie sich das Gerät in der Praxis schlägt, zeigt der Test.

  • Gute Saugleistung, vor allem auf Teppichen
  • Flacher Saugroboter
  • Wischwalze sorgt für ein gutes Wischergebnis
  • Station mit Wartungsfunktionen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schwächen bei der Navigation

Foto: Saug-wisch-roboter Ecovacs ecovacs-deebot-t90-pro-omni

Mit dem T90 Pro Omni beweist Ecovacs, dass sie zu den besten Herstellern gehören, was die Teppichreinigung angeht.

Mit dem Deebot T90 Pro Omni bringt Ecovacs einen weiteren flachen Saugroboter mit Wischwalze auf den Markt. Nicht nur die effiziente Wischfunktion soll für Aufsehen sorgen, sondern auch der Preis des Saug- und Wischroboters.

Design und Verarbeitung des Ecovacs Deebot T90 Pro Omni

Auf den ersten Blick sieht der T90 Pro Omni wie jeder andere Ecovacs-Saugroboter aus. Weil Ecovacs auf einen klassischen Navigationsturm verzichtet, misst der Roboter gerade einmal 9,8 cm. Auf eine schwenkbare Seitenbürste verzichtet der Hersteller ebenfalls. Dafür gibt es aber wieder eine Wischwalze, die um satte 50 Prozent größer als beim Vorgänger ist. Sie kann intuitiv nach außen fahren, um etwa Ecken gründlich zu schrubben.

Rückseite des Ecovacs Deebot T90 Pro Omni
Rückseite des Ecovacs Deebot T90 Pro Omni

Auch bei der Station gibt es das gewohnte Bild. Sie misst 33,8 x 45,9 x 50 cm. Besonders hochwertig wird sie durch die neue Textur, die der Station einen luxuriösen Look verleiht. Im Dock stecken zwei Wassertanks, einer für sauberes Wasser und ein Schmutzwasserbehälter. Auf eine automatisierte Putzmittelzufuhr wird hier verzichtet. An Funktionen mangelt es der Station nicht. An Bord sind eine Absaugfunktion, sowie die Wäsche und Trocknung der Wischwalze.

Die Einrichtung des Ecovacs Deebot T90 Pro Omni geht in der Praxis zügig. Ihr benötigt lediglich das WLAN-Passwort und Eure Mailadresse für die Registrierung. Ihr könnt den QR-Code unter der Haube scannen, um den Roboter schneller in der App hinzuzufügen. Anschließend folgt Ihr den Einrichtungsschritten in der App, bis der T90 Pro Omni für die Kartierung startklar ist.

Ecovacs-Home-App im Detail

Ecovacs schafft es in der App, Übersichtlichkeit und viele Funktionen zu kombinieren. Alle Reinigungsfunktionen findet Ihr im Startmenü. Hier legt Ihr die Saugstufe und die Wasserdurchflussrate fest. Außerdem steuert Ihr die Wartungsfunktionen der Servicestation. Im Laufe der Reinigung seht Ihr laufend den Live-Standort des Roboters, um zu wissen, wo der Roboter bereits sein Unwesen getrieben hat. In den weiteren Einstellungen gibt es außerdem Möglichkeiten, die Navigation anzupassen. Gut ist zudem, dass Ihr auf einen Blick seht, wie lange sämtliche Einzelteile noch eingesetzt werden können.

Ein Screenshot aus der Ecovacs-Home-App
Ecovacs-Home-App

Saug- und Wischleistung des Ecovacs Deebot T90 Pro Omni

Satte 30.000 Pa integriert Ecovacs in den Saugroboter, der 799 Euro kostet. In dieser Preisklasse werdet Ihr keinen Saugroboter finden, der auch nur im Ansatz an diese Saugkraft rankommt. Zusätzlich gibt es wieder eine Spezialbürste, in der sich keine Tier- oder Menschenhaare verheddern. Das Resultat auf Hartböden kann sich sehen lassen. Hier lässt der Roboter nur an sehr wenigen Stellen Haferflocken liegen.

Darüber hinaus überrascht das Saugergebnis in Ecken. Denn auch ohne ausfahrbare Seitenbürste, gelangt der Roboter besser in die Ecken und weitere schwer erreichbare Stellen, als man das erwarten würde. Besonders gut gefällt mir, wie der Sauger um Tisch- und Stuhlbeine putzt, sofern er diese rechtzeitig erkennt, aber dazu mehr im Laufe des Testberichts.

Für den Wischvorgang setzt Ecovacs beim T90 Pro Omni auf eine Wischwalze. Und das zahlt sich im Alltag aus, denn die Leistung wirkt nicht wie von einem Saugroboter für unter 1.000 Euro. Erst kürzlich habe ich den Roborock Qrevo Curv 2 Flow (Test) getestet und behauptet, dass jede Wischfunktion so sein sollte, wie bei diesem Roborock-Saugroboter. Die des T90 Pro Omni ist ähnlich, mit nur wenigen Unterschieden. Außerdem praktisch: Die Walze kann nach außen ausfahren. Damit bleiben selbst Ecken nicht vor der Rollwalze sicher.

Wischwalze des Ecovacs Deebot T90 Pro Omni
Die Wischwalze des Ecovacs Deebot T90 Pro Omni ist 50 Prozent größer als beim Vorgänger

Solide Navigation im Alltag – mit einem Haken

Hinsichtlich der Navigation zeigt der neue Ecovacs-Saugroboter Licht und Schatten. Denn in der Praxis zeigt er Probleme bei der Hinderniserkennung. Vor allem gegen Stuhl- oder Tischbeine fährt der T90 Pro Omni regelmäßig. Das überrascht, denn sobald es um Teppiche geht, funktioniert alles einwandfrei. Hier hebt der Roboter die Wischwalze rechtzeitig an, um Teppiche nicht zu befeuchten. Davon abgesehen, ist die Saugleistung auf sämtlichen Teppichen spitze. Ecovacs beweist einmal mehr, dass sie zur Elite gehören, was die Teppichreinigung angeht.

Während des gesamten Testzeitraums hatten wir nie das Gefühl, dass der Akkuverbrauch ein Schwachpunkt ist. Natürlich kommt es darauf an, wie viel Ihr dem Roboter „zu tun gebt“. Also wie viele Hindernisse der Roboter umkurven oder wie viele Türschwellen er meistern muss. Aber: Eine komplette Akkuladung reichte bei uns für eine 100-m²-Wohnung, und das bei den jeweils leistungsstärksten Modi wohlgemerkt.

Frontansicht des Ecovacs Deebot T90 Pro Omni
Ecovacs Deebot T90 Pro Omni

Ein weiterer Pluspunkt: Durch die Omni-Station, gibt es auch im Nachgang nichts für Euch zu tun. Denn die Station übernimmt die gesamte Wartung des Roboters. Hier setzen die Absaugfunktion sowie die Wäsche und Trocknung der Wischwalze ein.

Fazit: Lohnt sich der Kauf des Ecovacs Deebot T90 Pro Omni?

Ja, denn für eine UVP von 799 Euro werdet Ihr nur wenige Saugroboter mit diesem Preis-Leistungs-Verhältnis finden. Kommen dann Richtung Prime Day oder Black Friday noch ordentliche Rabatten dazu, lohnt sich der Kauf umso mehr. So oder so beweist Ecovacs mehrere Dinge. Zum einen bestätigen sie Ihr Ansehen in Bezug auf die Teppichreinigung. Hier sind sie im Saugroboter-Markt ganz vorn. Und zum anderen ist der T90 Pro Omni ein eindrucksvoller Beweis, dass auch Saugroboter unter der 1.000-Euro-Marke viel Leistung bieten.

Einzig bei der Navigation gibt es Schwächen. Ansonsten bietet Euch Ecovacs ein gutes Gesamtpaket mit dem T90 Pro Omni. Wie schon erwähnt kostet der Ecovacs Deebot T90 Pro Omni nach unverbindlicher Preisempfehlung 799 Euro.





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