Künstliche Intelligenz
Hilfreiche Architektur-Dokumentation in weniger als 60 Minuten
Architektur-Dokumentation leichtgemacht: mit Docs-as-Code, modernen Tools, klaren Konzepten – und mithilfe künstlicher Intelligenz und Agenten. Auf der von iX und dpunkt.verlag ausgerichteten eintägigen Online-Konferenz betterCode() ArchDoc am 20. Mai 2026 erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sie ihre Architektur praktisch und effizient dokumentieren und dabei Änderungen während des Projektverlaufs strukturiert im Blick behalten.
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Hilfreiche Architekturdokumentation in weniger als 60 Minuten – zeigt Benjamin Wolf.
Die betterCode() ArchDoc richtet sich an Profis aus den Bereichen Softwarearchitektur, Softwareentwicklung und IT-Projektleitung. Renommierte Experten stellen in den 45-minütigen Vorträgen praxisnahe Methoden, neue Techniken und hilfreiche Tools vor.
Themen im Programm:
- Andreas Lausen: Architektur-Dokumentation macht endlich Spaß
- Benjamin Wolf: Hilfreiche Dokumentation in weniger als 60 Minuten
- Miriam Greis: Zielgruppengerechte API-Dokumentation
- Birgit Bader: 5 Hacks, wie relevante Infos im SDLC überleben
- Johannes Dienst: Nützliche und schöne Docs erstellen
- Paneldiskussion: Softwarearchitektur-Dokumentation und KI
Zusätzlich findet am 11. Juni 2026 ein ganztägiger Online-Workshop mit Stefan Zörner statt: arc42 meistern.
Jetzt Frühbucherrabatt sichern
Bis zum 1. Mai 2026 noch kostet die betterCode() ArchDoc 249 Euro, dann 299 Euro (alle Preise zzgl. 19% MwSt.).
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Stefan Zörner gibt am 11. Juni 2026 eine interaktive Einführung in das Architektur-Framework arc42.
Der Ticketshop berechnet für Teams automatisch einen Mengenrabatt bei der Anmeldung. Schülerinnen, Schüler, Studierende und Hochschulangehörige erhalten auf Anfrage ebenfalls einen Nachlass. Der zusätzliche ganztägige Online-Workshop kostet 549 Euro.
Wer sich über den Fortgang der Konferenz auf dem Laufenden halten möchte, meldet sich auf der Konferenz-Webseite zum Newsletter an.
(who)
Künstliche Intelligenz
nebenan.de: „Wert entsteht durch die Nachbarschaft, nicht durch die Plattform“
nebenan.de ist mit über 4,3 Millionen Nutzerinnen und Nutzern Deutschlands größte Nachbarschaftsplattform. Ziel ist es, wie beispielsweise beim US-Konkurrenten Nextdoor oder Stadtland.Funk Menschen lokal zu vernetzen, Hilfe zu ermöglichen und Einsamkeit entgegenzuwirken – online wie offline. Nutzer fühlen sich weniger einsam, viele leisten Nachbarschaftshilfe und sparen durch Teilen und lokale Angebote Geld. Wir haben mit Geschäftsführer Philipp Witzmann über Community, Monetarisierung und den Unterschied zu klassischen sozialen Netzwerken gesprochen.
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Was macht nebenan.de grundsätzlich anders als andere soziale Netzwerke?
Wir setzen komplett auf lokale Nachbarschaften. Bei uns geht es nicht um Reichweite oder virale Inhalte, sondern darum, was direkt vor der eigenen Haustür passiert. Das verändert die Dynamik enorm.
Inwiefern?
Die Menschen verhalten sich anders, wenn sie wissen, dass sie ihren Nachbarn auch im echten Leben begegnen können. Die Kommunikation ist weniger aggressiv, beispielsweise bei politischen Themen, und es entsteht eher ein echtes Miteinander. Politische Themen, außer sie haben einen konkreten nachbarschaftlichen Bezug, wollen wir auf der Plattform nicht – da sie schnell eskalieren.
Viele Plattformen versuchen, Nutzer möglichst lange zu binden. Wie ist das bei Ihnen?
Unser Ziel ist nicht, möglichst viel Zeit auf der Plattform zu erzeugen. Im Gegenteil: Die Leute kommen vielleicht einmal pro Woche, schauen, was es Neues gibt, und gehen dann wieder. Der eigentliche Mehrwert entsteht offline – wenn sich Menschen treffen oder helfen.
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Spiegelt sich das auch in Zahlen wider?
Ja, sehr deutlich. Laut unserem Wirkungsbericht fühlen sich aktive Nutzer etwa 24 Prozent weniger einsam. Über 80 Prozent haben im letzten Jahr Hilfe gegeben oder erhalten. Und jede dritte Person spart durch den Marktplatz oder gemeinschaftliche Nutzung Geld. Das zeigt: Der Wert entsteht durch die Nachbarschaft, nicht durch die Plattform selbst.
Welche Rolle spielt der Marktplatz dabei?
Eine große. Viele nutzen ihn, um Dinge zu verkaufen, zu verschenken oder auszuleihen. Das stärkt nicht nur die Nachbarschaft, sondern fördert auch nachhaltiges Verhalten.
Sie haben auch Werbung als Einnahmequelle. Wie funktioniert das bei Ihnen?
Wir haben den Vorteil, dass unsere Nutzer verifiziert sind und sich in klar definierten Nachbarschaften bewegen. Dadurch ist lokales Targeting sehr präzise. Gleichzeitig gibt es bei uns keine unendlichen Impressionen, weil wir kein endloses Scrollen fördern.

Geschäftsführer Philipp Witzmann von nebenan.de
(Bild: nebenan.de)
Wie gehen Sie mit Moderation und problematischen Inhalten um?
Wir arbeiten mit einem Moderationsteam und technischen Systemen, die problematische Inhalte schnell erkennen. Gleichzeitig hilft unser lokaler Ansatz: Inhalte verbreiten sich nicht unkontrolliert viral. Das reduziert viele Probleme, die andere Plattformen haben.
Ein großes Thema ist die Wirkung sozialer Medien auf junge Menschen. Wäre das nicht eine gute Möglichkeit, dass Jugendliche die Plattform als Alternative nutzen?
Wir beobachten die Entwicklungen sehr genau. Viele junge Menschen fühlen sich heute einsam, auch durch soziale Medien. Unser Ansatz ist ein anderer: weniger Suchtmechaniken, mehr echte Begegnung. nebenan.de richtet sich bewusst an eine ältere Zielgruppe, aktuell ab 18 Jahren.
Wo sehen Sie nebenan.de in Zukunft?
Wir wollen weiter wachsen und die Plattform sinnvoll weiterentwickeln – aber immer mit dem Fokus auf echte Nachbarschaft. Unser Ziel bleibt, Menschen zusammenzubringen und das Miteinander zu stärken.
Ist nebenan.de mit Kosten verbunden?
Nein, für Privatpersonen ist die Plattform kostenlos. Wer möchte, kann uns jedoch mit einem monatlichen oder jährlichen Förderbeitrag unterstützen. Auf unserem Marktplatz haben iOS-Nutzerinnen und -Nutzer seit letztem Jahr die Möglichkeit, ihre Inserate für 2,49 Euro über einen Zeitraum von fünf Tagen an die Top-Position in ihrer Nachbarschaft zu setzen. Diese werden dann zusätzlich hervorgehoben und mit „Greif zu“ markiert. Seit Kurzem steht diese Funktion auch für Android und Web zur Verfügung. Wichtig ist uns, dass das fair und transparent bleibt – auch für alle, die das Feature nicht nutzen.
Auch lokale Gewerbe wie der Bäcker oder die Schneiderei nebenan können sich über das sogenannte „Gewerbeprofil“ mit ihrer Nachbarschaft vernetzen und darüber Angebote schalten. Dieses Profil ist allerdings kostenpflichtig.
(mack)
Künstliche Intelligenz
Technologie als Staatsräson: Was Palantir mit seinem Manifest bezweckt
„Silicon Valley ist vom Weg abgekommen“, sagte Palantir-CEO Alex Karp im vergangenen Jahr in mehreren Interviews – ein Vorgeschmack auf die Kritik, die er im Frühjahr 2025 in seinem Buch „The Technological Republic“ ausführlich verschriftlichte. Kürzlich postete Palantir dann eine zugespitzte Fassung in 22 Thesen mit der knappen Begründung: „Weil wir viel gefragt werden.“ Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Palantir steht unter wachsendem öffentlichen und politischen Druck – das Manifest ist die Antwort darauf.
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Dass Palantir sich vielen Fragen stellen muss, stimmt. Aus einem Unternehmen, das anfänglich nur im Sicherheitsbehördenbereich in den USA tätig war, ist über die Jahre ein globaler Player geworden, der um Kunden für seine Datenanalyse- und KI-Systeme in verschiedenen Bereichen wirbt. Militär, Polizei, Behörden (und damit der Staat) bleiben jedoch der zentrale Geschäftsbereich, auf dem Palantirs Erfolg basiert. Gleichzeitig stehen Palantir und seine Führung um Alex Karp sowie Investor und Mitgründer Peter Thiel zunehmend in der öffentlichen Kritik. Insbesondere in sicherheitspolitischen Debatten, auch außerhalb der USA, entzünden sich Kontroversen an der Frage, ob und unter welchen Bedingungen Palantir-Technologien eingesetzt werden sollten und welche Folgen dies für die Gesellschaft haben kann. Der Einsatz von Palantir ist politisch und rechtlich umstritten, es gibt wachsende Kritik zur Rolle von Palantir im NHS in England. Hinzu kommen die Frage nach der digitalen Souveränität und Zweifel an der Wirksamkeit des Systems im Einsatz bei der Polizei.
Die Kritik dominierte in den vergangenen Monaten die Schlagzeilen. Dabei ist Dominanz eigentlich ein Schlagwort, das Palantir und sein Chef nicht nur auf dem Schlachtfeld im Militärbereich, sondern auch in der Außendarstellung auf T-Shirts gerne verwendet sehen. Vor diesem Hintergrund wirkt das Timing des Posts weniger zufällig, sondern als strategisches Agenda-Setting im politischen Moment.

Vom Softwareanbieter zum politisch-strategischen Player
Das 22-Thesen-Manifest schlägt mit seiner sicherheitspolitischen Rhetorik viral in die öffentliche Debatte ein, zahlreiche Medien berichteten. Der X-Post ist dabei weniger als klassische Produktwerbung zu verstehen, sondern als strategisches Kommunikationsinstrument. Ein Unternehmen spricht hier wie ein politischer Akteur über Staat, Krieg und Gesellschaft.
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Die im Buch formulierten Thesen werden in ein zugespitztes, öffentlichkeitswirksames Narrativ übersetzt, das sicherheitspolitische Bedrohungsszenarien mit der Notwendigkeit technologischer Lösungen verknüpft. So heißt es: „Die Fähigkeit freier und demokratischer Gesellschaften, sich durchzusetzen, erfordert mehr als moralische Appelle. Sie erfordert Hard Power, und Hard Power wird in diesem Jahrhundert auf Software basieren.“ Dazu zählen laut dem Manifest auch KI-Waffen und eine Wehrpflicht. Zugleich wird argumentiert, nicht nur die „Ingenieurselite des Silicon Valley“ habe eine Verpflichtung zur Verteidigung der Nation, auch die Gesellschaft müsse Risiken und Kosten künftiger Konflikte stärker mittragen. Silicon Valley müsse auch „einen Beitrag zur Bekämpfung von Gewaltverbrechen leisten“. Für „ernsthafte Anstrengungen zur Lösung des Problems“ müssten Politiker auch „Risiken ihren Wählern oder Spendern gegenüber“ eingehen. Die Botschaft richtet sich damit gleichzeitig an politische Entscheidungsträger, Sicherheitsbehörden, Investoren und die Tech-Öffentlichkeit.
Der Post spiegelt das politische Selbstbild und die ideologische Positionierung Palantirs wider. Technologie wird hier nicht mehr nur als Werkzeug, sondern als strukturierendes Prinzip staatlicher Handlungsfähigkeit dargestellt.
Deutschland im Fokus
In These 15 des Manifests heißt es, die Entmilitarisierung Deutschlands und Japans nach dem Zweiten Weltkrieg sei eine „Überkorrektur“, für die Europa heute einen hohen Preis zahle. Auf den ersten Blick mag es verblüffen, dass das Manifest Deutschland direkt adressiert. Doch der Fokus auf Deutschland ist kein Zufall – er ist für Karp auch ein persönliches Anliegen. Der Palantir-CEO promovierte an der Goethe-Universität Frankfurt, besuchte Seminare von Jürgen Habermas und lebte mehrere Jahre in Deutschland – er überlegte sogar, dauerhaft zu bleiben. Diese Prägung zieht sich auch durch „The Technological Republic“. Das Buch liest sich als politisches Manifest, das die Ideologie und die politische Agenda hinter dem Unternehmen Palantir und seinen Machern erklärt. Besonders deutlich wird das im Verhältnis zu Deutschland – einem Markt, der für Palantir strategisch wichtig, aber politisch umkämpft ist. Dass nicht nur er selbst ein enges Verhältnis zu Deutschland habe, sondern auch Palantir, erläuterte Karp im vergangenen Jahr in einem Livestream für Privatanleger:
„Wir sind eine Ingenieursorganisation. Das heißt, wenn du von Palantir lernst, lernst du aus Teilen davon – aus unserer germanisch geprägten industriellen und intellektuellen Kultur, so wie sie existierte, als Deutschland führend war, nicht so, wie sie heute ist. Und eines der Dinge, die ich an Deutschland tatsächlich ziemlich schmerzhaft finde – ich habe schließlich einen großen Teil meines Lebens dort verbracht, habe viele Freunde dort, mir liegt viel daran, ich sehe mich selbst gewissermaßen als germanisch geprägt: Von welchem Unternehmen sollte Deutschland lernen? Es ist offensichtlich: von Palantir! Aber stattdessen blockieren völlige Idioten unser Produkt.“
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In einem Livestream für Anleger im Februar 2025 äußerte sich Palantir-CEO Alex Karp zu Deutschlands Rolle und Palantirs Selbstverständnis.
Gegen Palantirs Einsatz bei der Polizei regt sich seit längerem Widerstand. Zuletzt gab es deswegen einen Koalitionsstreit in Baden-Württemberg, die SPD will Palantir auf Bundesebene blockieren und noch dazu steht das Unternehmen unter Druck, weil europäische Alternativen in den Fokus rücken.
Bücher als ideologischer Rahmen
Die Deutschland-Kritik steht dabei nicht isoliert, sondern fügt sich in eine längere publizistische Strategie ein. Die inhaltliche Linie lässt sich auch über mehrere Veröffentlichungen hinweg nachzeichnen. Bereits 2023 legte Alex Karp gemeinsam mit weiteren (Palantir-)Autoren in dem Buch „Von Artificial zu Augmented Intelligence“ den Wunsch nach größerer Offenheit gegenüber KI-Technologien in Deutschland und Europa dar – verbunden mit dem Appell, den technologischen Anschluss nicht zu verlieren. Auch in „The Technological Republic“ spart er nicht an Dramatik. Dort schreibt Karp: „Für den Westen ist der Moment der Wahrheit gekommen“, „in dem wir entscheiden müssen, wer wir sind und was wir als Gesellschaft und Zivilisation anstreben“. Es gehe um die Verteidigung der Nation und darum, „den beständigen, aber fragilen geopolitischen Vorteil zu wahren, den die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten in Europa und anderswo ihren Gegnern gegenüber bewahrt haben.“
Palantir-Manifest als moralischer Wegweiser
Das von Palantir verbreitete Kurz-Manifest ist keine bloße Verdichtung des im Vorjahr erschienenen Buches, sondern ein eigenständiges, zeitlich eingebettetes Interventionspapier. Es greift zentrale politische Konfliktlinien in den USA auf – von militärischer Abschreckung (einschließlich KI-Systemen) über die Rolle des Silicon Valley bis zu kulturellen Auseinandersetzungen um Religion, Moral und Werte – und nimmt zugleich Bezug auf die „rücksichtslose Enthüllung des Privatlebens von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens“. Ferner fordert es von der Gesellschaft mehr Nachsicht gegenüber Personen, „die sich dem öffentlichen Leben verschrieben haben“. Außerdem kritisiert das Manifest eine übermäßige Moralisierung politischer Debatten und wirft Teilen gesellschaftlicher Eliten Intoleranz gegenüber religiösem Glauben vor.
Palantir verschiebt den Maßstab von der Frage, ob etwas moralisch richtig ist, hin zu der Frage, ob es funktional für Macht, Stabilität und Staat ist. Palantir positioniert sich mit seinen Veröffentlichungen nicht nur als Softwareanbieter, sondern als Akteur, der an der Neudefinition von Staatlichkeit, Sicherheit und gesellschaftlicher Ordnung mitwirkt. Dabei geht es um zentrale Fragen von Krieg, Aufrüstung und internationaler Machtbalance – Themen, die traditionell staatlicher Politik und Entscheidungsgewalt vorbehalten sind. Palantir macht damit deutlich, dass die Grenze zwischen Technologiekonzern und politischem Akteur längst durchlässig geworden ist. Genau das ist der Kern der Debatte: Staaten müssen sich fragen, ob und unter welcher Kontrolle sie einem Unternehmen mit klarer politischer Agenda Zugang zu höchst persönlichen Daten ihrer Bürger gewähren.
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(vza)
Künstliche Intelligenz
Weiterer Schritt Richtung TI 2.0: D-Trust zeigt kartenlose Institutionsidentität
Die Bundesdruckerei hat auf der DMEA 2026 mit ihrer Tochter D‑Trust als erster Vertrauensdiensteanbieter die SM‑B vorgestellt – eine kartenlose Institutionsidentität für die Telematikinfrastruktur (TI). Mit den virtuellen Identitäten geht es einen weiteren Schritt Richtung Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur, der TI 2.0.
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Statt wochenlanger Lieferzeiten kann die digitale Identität direkt online bereitgestellt werden. Künftig soll das beispielsweise nicht nur für Institutionskarten, sondern auch für elektronische Heilberufsausweise (eHBA) möglich sein. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme rund um den Austausch und die Lieferung der eHBA gegeben. Derzeit finden Tests unter Realbedingungen statt, eine Zulassung gibt es bisher nicht.
Tests laufen
„Mit dem neuen Verfahren – der HSM-B-Lösung – entfällt diese physische Karte: Stattdessen wird die digitale Institutionsidentität direkt in ein besonders geschütztes Sicherheitsmodul innerhalb des Highspeed-Konnektors integriert. Dieses Hardware Security Module (HSM) übernimmt automatisch die sichere Identifikation der Einrichtung – ganz ohne zusätzliche Hardware oder PIN-Eingaben“, heißt es dazu von der Gematik. Die HSM‑B‑Infrastruktur kann über TI‑Gateways bereitgestellt werden.

Wie Leistungserbringer Zertifikate und Co. beantragen können, um sich gegenüber der Telematikinfrastruktur zu authentifizieren.
(Bild: Bundesdruckerei)
Langwieriger Bestellprozess für physische Karten
Für die aktuelle physische Institutionskarte von Typ SMC-B (Secure Module Card Typ B) mussten sich Leistungserbringer wie Ärzte oder Apotheker bisher durch einen komplexen Bestell- und Zustellprozess arbeiten. Dieser Ablauf dauerte oft sechs Wochen oder länger und führte häufig zu Verzögerungen bei der TI-Anbindung. Besonders kritisch war das etwa bei auslaufenden Kartenlaufzeiten. HSM steht für „Hardware Security Module“, das Schlüsselmaterial erzeugt, speichert und verarbeitet. Die Identität selbst liegt weiterhin als Zertifikat (SM‑B) vor, während das HSM‑B die sichere Betriebsumgebung dafür bereitstellt.
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Anlässlich der DMEA hat auch der Anbieter ehex angekündigt, die HSM‑B bereits im produktiven Betrieb mit ausgewählten Partnern zu erproben und erste Einrichtungen über ein TI‑Gateway anzubinden. Damit wird ein Prozess, der früher Wochen dauerte, auf wenige Minuten reduziert. D‑Trust nennt darüber hinaus weitere TI‑Gateway-Anbieter wie Worldline, Akquinet sowie Rise und Telekom als mögliche Infrastrukturpartner.
(mack)
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