Apps & Mobile Entwicklung
In letzter Minute: 18-Tage-Mega-Streik bei Samsung abgewendet

Beide Seiten haben hoch gepokert, am Ende aber wie erwartet doch zueinander gefunden: Samsungs 18-Tage-Megastreik ist damit abgewendet. Die Kundschaft atmet auf, die Belegschaft freut sich indes über hohe Bonuszahlungen von bis zu 416.000 US-Dollar pro Mitarbeiter.
Es sah nach verhärteten Fronten aus, aber das gehörte zum Pokern, denn stets redeten beide Seiten noch miteinander. Grund war, dass Samsung nur der Hälfte der Belegschaft einen Bonus zahlen wollte, während die restlichen leer ausgehen würden. Da gefiel den Mitarbeitern und der dahinter stehenden Gewerkschaft gar nicht. Am Ende knickte Samsung ein und stimmte einem Großteil der Forderungen der Gewerkschaft zu. Dabei ging es vor allem um Bonuszahlungen, denn die Mitarbeiter wollten an Samsungs Milliardengewinne aus dem Geschäft mit Speicher teilhaben. Und genau das werden sie nun, Samsung fokussiert sich indes auf die zusätzliche Produktion des Speichers, der am Ende in der aktuellen Zeit in den kommenden Quartalen ohnehin noch mehr Gewinne abwerfen wird.
Denn nur so geht die Rechnung am Ende auch noch für Samsung auf – die Aktie sprang schon einmal um 8 Prozent nach oben. Ein 18 Tage andauernder Streik hätte womöglich zu Produktionsunterbrechungen geführt, etwas, das sich Samsung aktuell gar nicht leisten kann, schon gar nicht über fast drei Wochen.
Über 400.000 US-Dollar Bonus wohl kein Problem
Die Angestellten bekommen nun aber 10,5 Prozent des operativen Gewinns der Sparte als Bonus, wenn die Sparte in den Jahren 2026 bis 2028 mehr als 200 Billionen Won Gewinn erwirtschaftet, rund 135 Milliarden US-Dollar. Von 2029 bis 2035 sinkt der Wert leicht auf 100 Milliarden US-Dollar Jahresgewinn ab. Zur Einordnung: Samsungs Chipsparte hat allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres 50,5 Milliarden US-Dollar Gewinn gemacht, Tendenz weiter steigend. Samsungs Deal ist dabei nicht einzigartig, auch SK Hynix hat ein Programm, bei dem Angestellte 10 Prozent des Gewinns als Bonus erhalten, gedeckelt auch hier erst einmal auf zehn Jahre.
Wie Reuters dabei vorrechnet, könnte ein Angestellter mit einem Lohn von 80 Millionen Won (rund 53.000 US-Dollar) so einen Bonus von 626 Millionen Won erhalten, rund 416.000 US-Dollar. Diese sollen primär in Aktien ausgezahlt werden, heißt es weiter.
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ExplorerPatcher 26100.8457.70: Abstürze unter Vorschau-Builds von Windows 11 behoben
Mit dem Update auf Build 26100.8457.70 wollen die Entwickler des ExplorerPatcher Abstürze einzelner Komponenten unter bestimmten Beta- und Experimental-Versionen von Windows 11 behoben haben. Gleichzeitig bringt die neue Version auch an anderen Stellen zahlreiche weitere Fehlerkorrekturen und Verbesserungen mit sich.
Der ExplorerPatcher bringt das aus Windows 10 bekannte Startmenü sowie die klassische Taskleiste auch unter Windows 11 zurück. Darüber hinaus ermöglicht das Tool zahlreiche Anpassungen der Desktop-Umgebung, die sich mit den Bordmitteln des Betriebssystems nicht umsetzen lassen.
Behobene Abstürze bei Insider-Versionen von Windows 11
Unter den vorherigen Versionen soll es insbesondere unter der Beta-Version 26220.8474 sowie der experimentellen Ausgabe 26300.8493 von Windows 11 zu Abstürzen der Windows-10-Taskleiste und des Windows-10-Startmenüs gekommen sein. Diese Probleme sollen mit dem Update nun behoben worden sein. Die Entwickler empfehlen deshalb, den ExplorerPatcher zeitnah zu aktualisieren, um die reibungslose Funktion zukünftiger Updates sicherzustellen. Andernfalls startet explorer.exe nicht mehr gemeinsam mit der Windows-10-Taskleiste und StartMenuExperienceHost.exe wird nicht ausgeführt, sofern das Windows-10-Startmenü aktiviert ist.
Gleichzeitig wurden in der neuen Version verbliebene Bestandteile des Windows-10-Startmenüs aus der Datei StartTileData.dll entfernt. Entsprechend wurde die Option für das Windows-10-Startmenü in diesen sowie zukünftigen Builds entfernt, da die dafür benötigten Elemente innerhalb der DLL fehlen.
Wer dennoch nicht auf die Funktion verzichten möchte, kann die Datei StartTileData.dll unter C:\Windows\System32 manuell durch eine Version aus 26xxx.8457 ersetzen. Die Entwickler weisen allerdings darauf hin, dass sie nicht davon ausgehen, dass dieser Workaround dauerhaft funktionieren wird. Gleichzeitig zeigen sie sich zuversichtlich, dass dies noch lange nicht das Ende des Windows-10-Startmenüs bedeute.
Verbesserungen bei der Taskleiste
Auch an anderer Stelle bringt das Update zahlreiche Fehlerkorrekturen in der Anwendung mit sich. So wurde ein Absturz des Windows-10-Akku-Flyouts unter Build 25951+ behoben, als Nebeneffekt mussten allerdings die Schaltflächen des Netzwerk-Flyouts auf den Stand vor 24H2 zurückgesetzt werden. Dafür werden Änderungen an der „Position der primären Taskleiste auf dem Bildschirm“ innerhalb der Eigenschaften nun unmittelbar übernommen. Ebenso verändert sich die automatische Ausblendung der Windows-11-Taskleiste beim Start des Explorers nicht länger. Darüber hinaus wurde der Code zur Mustererkennung aktualisiert, um auch neuere Builds zu unterstützen, was insbesondere für Build 26H1 ARM64 gilt.
Darüber hinaus unterstützt der ExplorerPatcher jetzt alle 43 Sprachen von Windows 11. Laut den Entwicklern soll das Tool mit den Windows-11-Builds 22621.4317, 22631.7079, 26100.6899, 26100.8037, 26200.8246, 26200.8457, 26300.8493 sowie 28000.2113 kompatibel sein. Eine vollständige Übersicht aller Änderungen und Neuerungen findet sich wie gewohnt in den ausführlichen Release Notes.
Ab sofort verfügbar
Der ExplorerPatcher 26100.8457.70 steht ab sofort auf der Projektseite bei GitHub zum Download bereit. Alternativ lässt sich die neue Version wie gewohnt bequem über den am Ende dieser Meldung aufgeführten Link aus dem Download-Bereich von ComputerBase herunterladen.
Downloads
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4,7 Sterne
ExplorerPatcher ermöglicht die Anpassung des Windows-Desktops im Stil von Windows 10 in Windows 11.
- Version 26100.8457.70.1 Deutsch
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Shelly Pro Sensor Add-on: Zubehörmodul macht Shelly-Pro-Geräte zum Sensor-Hub

Shelly erweitert sein Pro-Portfolio um ein neues Zubehörmodul für anspruchsvollere Automatisierungen: Das Shelly Pro Sensor Add-on ist ab sofort im Shelly-Shop verfügbar und richtet sich vor allem an Nutzer, die Shelly-Pro-Geräte nicht nur zum Schalten und Messen, sondern auch als zentrale Sensoreinheit einsetzen möchten.
Technisch handelt es sich um ein galvanisch getrenntes DIN-Schienen-Add-on für kompatible Shelly-Pro-Geräte. Damit bleibt Shelly seiner Pro-Linie treu, die sich besonders für Verteilerkästen, gewerbliche Installationen und semi-professionelle Smart-Home-Projekte eignet. Das Modul erlaubt den Anschluss unterschiedlicher Sensortypen, darunter DS18B20- und DHT22-Sensoren, 0–10-Volt-Analogsensoren, ±15-Volt-Digitaleingänge sowie potenzialfreie Kontakte. Shelly beschreibt das Gerät als Schnittstelle, mit der sich ein Pro-Gerät zu einem Multi-Sensor-Hub für Überwachung und Automatisierung ausbauen lässt.
Vielfältige Einsatzszenarien
Interessant ist das Add-on vor allem deshalb, weil Shelly damit eine Lücke zwischen klassischer Aktorik und datenbasierter Automatisierung schließt. Während ein Shelly Pro 1, Pro 2 oder Pro 4PM typischerweise Relais- und Messfunktionen übernimmt, kann das Sensor Add-on zusätzliche Umwelt- oder Zustandsdaten liefern. Dadurch lassen sich Automationen nicht mehr nur zeit- oder App-gesteuert auslösen, sondern anhand realer Messwerte. Shelly nennt als Beispiele unter anderem Landwirtschaft, Lagerüberwachung, Solarparks und Fabrikautomation. In diesen Szenarien können etwa Temperatur-, Feuchte-, Licht-, Wind- oder Kontaktsensoren eingebunden werden.
Ein mögliches Einsatzszenario ist ein Technikraum oder kleines Lager. Dort könnte ein Shelly-Pro-Gerät im Verteilerkasten bereits Lüfter, Entfeuchter oder Warnleuchten steuern. Mit dem neuen Sensor Add-on ließen sich zusätzlich Temperatur- und Luftfeuchtesensoren anschließen. Steigt die Luftfeuchtigkeit über einen definierten Grenzwert, aktiviert Shelly automatisch einen Entfeuchter oder sendet eine Benachrichtigung. Wird gleichzeitig eine kritische Temperatur erreicht, kann ein Lüfter zugeschaltet oder ein Alarm ausgelöst werden. In einem gewerblichen Lager könnten solche Automationen helfen, empfindliche Waren, Elektronik oder Werkzeuge besser vor Feuchtigkeit und Überhitzung zu schützen.
In Verbindung mit geeigneten Sensoren kann ein Shelly-Pro-System etwa Bewässerungspumpen anhand von Bodenfeuchte steuern, Wetterdaten für Markisen- oder Beschattungslogik nutzen oder Umgebungswerte in einem Solarpark erfassen. Shelly selbst beschreibt für das Add-on unter anderem „Precision Agriculture & Remote Irrigation“, „Smart Environmental Monitoring in Warehouses“ und „Solar Park Environmental Monitoring“ als typische Anwendungsfelder.
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Shelly Pro Sensor Add-on (Bild: Shelly)
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Sensorzentrale im Schaltschrank
Für Smart-Home-Enthusiasten dürfte das Shelly Pro Sensor Add-on vor allem dann spannend sein, wenn Installationen zentral im Schaltschrank aufgebaut werden. Statt viele einzelne Funksensoren im Gebäude zu verteilen, können Sensorleitungen an einer Stelle zusammengeführt und in Automationen eingebunden werden. Die galvanische Trennung ist dabei besonders in gemischten Installationen ein Pluspunkt, da sie angeschlossene Komponenten besser voneinander entkoppeln kann.
Mit dem Shelly Pro Sensor Add-on erweitert der Hersteller seine Pro-Serie um ein Zubehör, das weniger spektakulär wirkt als ein neuer Schaltaktor, in der Praxis aber deutlich mehr Flexibilität schaffen kann. Wer bereits Shelly-Pro-Komponenten nutzt und seine Automationen stärker an reale Messwerte koppeln möchte, bekommt damit eine kompakte Sensor-Schnittstelle für die DIN-Schiene.
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AMD Ryzen AI Max+ 400: Das neue Halo-Produkt mit 192 GByte RAM ist offiziell

Zum Start der AMD-Dev-Box „Ryzen AI Halo“ im Juni kündigt der Konzern direkt den Refresh ab Q3 an: 192 GByte RAM halten bei der Max-400-Serie Einzug, womit AMD zuletzt bereits genannte inoffizielle Gerüchte bestätigt. Damit lassen sich dann ab dem dritten Quartal 160 GByte als VRAM festlegen und für AI nutzen.
Im Fokus des heutigen Tages steht eigentlich die neue Entwickler-Plattform direkt von AMD. Da diese aber schon zur CES 2026 enthüllt wurde, geht es eigentlich hier und heute nur noch um den Termin und den Preis: ab Juni für 3.999 US-Dollar.
Inbegriffen ist Strix Halo im Vollausbau und eine 2 TByte große SSD, flankiert von AMD-Software unter Windows oder Linux. Dabei lässt sich AMD inspirieren und führt auch eigene Playbooks ein – das Vorgehen kennt man von Nvidias DGX Spark (Test).
AMD Strix Halo bekommt seinen Refresh
AMDs Produktpalette im Jahr 2026 besteht zum großen Teil aus Refreshes und Rebrands. Aus Ryzen AI Max 300 wird Ryzen AI Max 400 und aus Strix Halo wird Gorgon Halo. Unterschiede zu den Vorgängern sucht man bei allen mit der Lupe. Immerhin wird Gorgon Halo dank eines späteren Erscheinens ab dem dritten Quartal dieses Jahres 50 Prozent mehr Speicher spendiert. Angaben zum Speichertakt gibt es heute noch nicht, von 192 GByte Speicher insgesamt lassen sich dann aber 160 GByte als VRAM deklarieren, erklärt AMD.
Die geplanten Modelle der Familie Ryzen AI Max 400 bringen ansonsten lediglich teilweise 100 MHz mehr Takt für die CPU und GPU mit. Das reicht immerhin, um in Benchmarks ganz oben zu stehen, wenn auch nur mit einem geringen Vorsprung von drei oder vier Prozent. Partner wie Asus, Lenovo und HP sollen entsprechende Systeme ab dem dritten Quartal veröffentlichen, die Dev-Box wechsel ebenfalls zeitnah.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von AMD unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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