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Intel Core Ultra 9 290HX Plus: Das echte neue Flaggschiff im Notebook startet schon heute


Intel Core Ultra 9 290HX Plus: Das echte neue Flaggschiff im Notebook startet schon heute

Bild: Intel

Während Intel im Desktop neu nur maximal Core Ultra 7 bringt, darf im Notebook ein echtes neues Flaggschiff ran: der Intel Core Ultra 9 290HX Plus startet schon heute, flankiert vom Intel Core Ultra 7 270HX Plus. Viele Änderungen sind identisch zum Desktop, aber nicht alle mit dabei, beispielsweise kein flotterer Speicher.

Eigentlich war er ja auch mal für den Desktop geplant, nun gibt es ein Flaggschiff aber nur für das Notebook, der Desktop bleibt hingegen in der Mittelklasse stecken. Der Intel Core Ultra 9 290HX Plus löst den 285HX im Notebook an der Spitze des Portfolios ab. Auch bei Intel wird die Luft an der Spitze nun aber durchaus dünn: Drei CPUs haben hier die gleiche Konfiguration aus 8P+16E-Cores – und weiter unten gibt es das gleiche Spiel noch einmal mit 8P+12E-Kernen.

Intel Core Ultra 200S Plus ergänzt das Portfolio
Intel Core Ultra 200S Plus ergänzt das Portfolio (Bild: Intel)

Ob es das Portfolio so wirklich braucht, steht deshalb klar auf einem anderen Papier. Und wiederum das dürfte letztlich dazu beigetragen habe, warum Intel im Desktop den Weg nicht geht respektive gehen kann. Denn eine Top-Lösung an der Spitze muss schließlich auch bezahlt werden. Wenn die Unterschiede im Alltag aber nicht auszumachen sind, wird die CPU nicht gekauft. Im Notebook wiederum verschwimmt der Preis in dem des Gesamtgeräts und ist hier leichter umsetzbar. Zudem wollen OEMs dort gern etwas „großes neues“ sehen, um damit die Verkäufe ankurbeln zu können. Auch das zieht im DIY-Markt nur bedingt.

Intel Core Ultra 200S Plus
Intel Core Ultra 200S Plus (Bild: Intel)

Die Unterschiede im Notebook sind letztlich sogar noch geringer als im Desktop. Zwar bringt auch Intel hier die schnelleren Die-to-Die-Verbindungen mit, beispielsweise bleibt der Speicher aber bei 6.400 MT/s stehen. Am Ende muss es deshalb auch hier auf Optimierungen hinauslaufen, weshalb ganze 12 Titel von insgesamt 32 Spiele in Intels Spielebenchmarks plötzlich APO (Intel Application Optimization) und iBOT (Intel Binary Optimization Tool) nutzen, Intels neue Optimierung für Spiele (und später eventuell auch mal Anwendungen). Heruntergebrochen auf Anwendungen bleiben am Ende nämlich im schnitt bestenfalls fünf Prozent übrig. Und wenn dabei berücksichtigt wird, dass es ausgewählte Herstellerbenchmarks sind, sieht die Realität beim Kunden in vielen Fällen dann vermutlich noch etwas weniger Zugewinn.

iBOT kann mehr Leistung bringen
iBOT kann mehr Leistung bringen (Bild: Intel)
12 Spiele mit APO+iBOT – ein Rekord
12 Spiele mit APO+iBOT – ein Rekord (Bild: Intel)
In Anwendungen legt die Leistung nur minimal zu
In Anwendungen legt die Leistung nur minimal zu (Bild: Intel)



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Marshall Bromley 450: Kleinerer Party-Lautsprecher mit austauschbarem LFP-Akku


Marshall Bromley 450: Kleinerer Party-Lautsprecher mit austauschbarem LFP-Akku

Bild: Marshall

Nach dem Bromley 750, der den Einstieg in dieses Segment einläutete, bringt Marshall mit dem Bromley 450 einen etwas kleineren und dadurch portableren Party-Lautsprecher auf den Markt. Zentrale Merkmale wie das Retro-Design und der austauschbare LFP-Akku bleiben erhalten.

Deutlich kleiner bei halbem Gewicht

Der Marshall Bromley 450 setzt dabei grundsätzlich auf dasselbe Retro-Design der 70er Jahre wie der der Bromley 750, ist mit rund 36 × 26 × 50 cm und 12,2 kg aber deutlich kleiner und leichter als der 65 × 41 × 36 cm große und fast 24 kg schwere Bromley 750. Ein integrierter Tragegriff an der Seite macht den neuen Bromley 450 somit deutlich portabler als das erste Modell von Marshall. Funktionen wie True-Stereophonic-360°-Sound, über 40 Stunden Akku-Spieldauer und die integrierten LED-Lichter bietet aber auch das kleinere Modell des Bluetooth-Lautsprechers.

Der Bromley 450 teilt sich auch den austauschbaren LiFePO4-Akku mit dem Bromley 750. Ebenso ermöglichen auch beim kleineren Modell wieder viele Regler, selbst Hand an den Klang anzulegen. Mit zwei Kombibuchsen für Mikrofon- und Instrumenteneingänge kann man auch eigene Musik und Gesang über den Lautsprecher ausgeben.

Marshall Bromley 450 und Bromley 750 (Bild: Marshall)

Der nach IP55 gegen Staub und Spritzwasser geschützte Lautsprecher ist mit PU-Kunstleder umhüllt, die Ecken werden durch zusätzliche TPU-Schutzkappen geschützt.

Marshall Bromley 450 (Bild: Marshall)

Technische Daten des Marshall Bromley 450
Marshall Bromley 450 (Bild: Marshall)

Preis und Verfügbarkeit

Der Bromley 450 ist ab dem 17. März direkt bei Marshall für 649 Euro erhältlich und ab dem 31. März dann auch bei Händlern verfügbar.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Marshall unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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Kann deutlich mehr als nur filmen


Wer für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen möchte, sollte eine Dashcam in Betracht ziehen. Die 70mai Dash Cam 4K A810S bietet unter anderem gestochen scharfe 4K-Aufnahmen, eine permanente Parküberwachung sowie praktische Fahrerassistenzsysteme. Wir haben uns das Modell genauer angesehen.

Ein Zusammenstoß kann schneller passieren, als man denkt. Im Nachhinein eindeutig zu klären, wer verantwortlich war, gestaltet sich jedoch oft schwierig. Genau hier kann eine Dashcam helfen. Doch nicht jedes Modell ist gleich. Manche filmen nur vorn, andere auch hinten, wiederum andere liefern sogar eine 24/7 Parküberwachung und weitere Zusatzfunktionen. Wo genau sich die 70mai Dashcam 4K A810S einordnet und wie sie sich im Alltag schlägt, zeigt unser Test.

Lieferumfang und Einrichtung der 70mai Dash Cam 4K A810S

Die Dashcam von 70mai kam in einer kompakten Verpackung bei uns an und brachte alles mit, was für den Start nötig ist. Im Karton befinden sich eine 4K-Frontkamera für die Windschutzscheibe sowie eine Rückkamera mit 1.080p-Auflösung. Auch sämtliche Kabel und ein USB-Adapter für den Zigarettenanzünder liegen bei. Praktisch: Der Adapter verfügt über zwei USB-Anschlüsse, sodass Ihr gleichzeitig ein Smartphone oder ein anderes Gerät laden könnt. Eine microSD-Karte mit 128 GB Speicher ist ebenfalls enthalten und bietet ausreichend Platz für Videoaufnahmen.

Die Rückkamera der 70mai Dash Cam 4K A810S wird an die Heckscheibe geklebt
Die Rückkamera der 70mai Dash Cam 4K A810S wird an die Heckscheibe geklebt Bildquelle: inside digital

Die Installation lief unkompliziert ab. Die beiliegende Anleitung führt Schritt für Schritt durch den Prozess, und die Kameras lassen sich mithilfe von Klebepads einfach an den Scheiben befestigen. Wenn Ihr vermeiden möchtet, die Autobatterie während der Einrichtung zu belasten oder den Motor laufen zu lassen, empfiehlt es sich, die Kameras zunächst zu Hause über einen USB-Adapter zu verbinden, einzurichten und erst danach im Fahrzeug zu montieren. Auch die Verbindung mit der 70mai-App klappte bei uns problemlos. Dort könnt Ihr alle aufgenommenen Videos und Fotos abrufen sowie Einstellungen bequem anpassen.

Bildqualität und Fahrerassistenz im Alltag

Die Aufnahmen der Dashcam haben uns insgesamt überzeugt: Die Videos wirken scharf, detailreich und kontraststark. Besonders hilfreich ist, dass die Kamera bereits vor einer Unfallsequenz aufzeichnet, sodass entscheidende Momente nicht verloren gehen.

Die 70mai 4K Dashcam A810S macht gute Aufnahmen, auf denen man auch Details erkennt.
Die 70mai 4K Dashcam A810S macht gute Aufnahmen, auf denen man auch Details erkennt. Bildquelle: Nextpit

Wenn Ihr zusätzlich das 70mai 4G Hardwire Kit nutzt, lässt sich das Fahrzeug sogar im geparkten Zustand überwachen. So könnt Ihr beispielsweise Vandalismus oder ein vorbeifahrendes Auto identifizieren, das Euer Fahrzeug streift. So kannst du etwa aus der Ferne live sehen, was um dein Auto herum gerade passiert und du erhältst Benachrichtigungen, wenn sich verdächtige Personen in der Nähe deines Wagens aufhalten. Darüber hinaus kannst du so dein Auto ganz leicht per integriertem GPS finden und vieles mehr. Um diese Funktionen nutzen zu können, benötigst du allerdings das separat erhältliche 4G Hardwire Kit sowie eine SIM-Karte.

Der Bildschirm mit Front- und Rücksicht der 70mai Dash Cam 4K A810S
Der Bildschirm mit Front- und Rücksicht der 70mai Dash Cam 4K A810S Bildquelle: inside digital

Integrierte Assistenzfunktionen erhöhen zusätzlich die Sicherheit während der Fahrt. Und diese Assistenzsysteme funktionierten im Test erstaunlich zuverlässig. Nach einer kurzen Kalibrierung erkannte die Dashcam schnell, wenn der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu gering wurde oder die Spur unbeabsichtigt verlassen wurde. In solchen Situationen weist eine Sprachansage darauf hin. Dadurch profitieren sowohl Fahranfänger als auch erfahrene Fahrer von zusätzlicher Unterstützung. Einziges Manko: Beim gewollten Spurwechsel auf der Autobahn ertönt ebenfalls jedes mMaleine Warnung. Die Nachtsicht erwies sich ebenfalls als stark – selbst bei wenig Licht bleiben die meisten Details gut sichtbar.

70mai Dashcam - auch in der Dämmerung kann man noch alles gut erkennen
70mai Dashcam – auch in der Dämmerung kann man noch alles gut erkennen Bildquelle: Nextpit

70mai 4K Dashcam A810S: Fazit und aktueller Preis

Insgesamt punktet die Dashcam vor allem mit sehr guter Videoqualität, einer Kombination aus Front- und Rückkamera sowie praktischen Sicherheits- und Assistenzfunktionen. Wirkliche Schwächen fallen kaum auf. Wer allerdings die Parküberwachung nutzen möchte, muss zusätzlich investieren und etwas technisches Verständnis für die Installation mitbringen. Mit dem Code NP4KA810S könnt Ihr den Preis der Dasham bis zum 31. März auf 179,99 Euro drücken.





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Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation mit 70mai.
Der Partner nimmt keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.



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Corsair Vanguard Air 99 Wireless im Test


Die Vanguard Air 99 Wireless ist die nächste Tastatur von Corsair, die Elgato-Gene in sich trägt. Das tut sie allerdings subtiler als die Galleon 100 SD (Test), bei der der ganze Nummernblock ein Stream Deck ist. Ob der Ansatz bei der Vanguard funktioniert und was die flache Tastatur sonst noch zu bieten hat, klärt der Test.

Für viele Anwendungsbereiche suchen Nummernblock und Makrotasten einen neuen Sinn. Corsair hat ihn in Elgato-Streaming-Funktionen erspäht: Nachdem die Galleon 100 SD (Test) den Nummernblock mit Elgato-Anleihen neu erfunden hat, nimmt sich die Vanguard 99 Wireless jetzt die Makrotasten vor. Die Nutzung von Synergien ist smart und weist in die Zukunft. Sie ist auch zum Preis von 280 Euro aber noch nicht ganz konvergent mit dem Jetzt, zeigt der Test.

  • Flach & leise
  • Gelungene Taster
  • Web-App
  • Makrotasten mit Extrafunktionen
  • Tastenkappen aus ABS-Kunststoff
  • Zusatztasten brauchen separate Software
  • Gewöhnungsbedürftiges Layout

Die Corsair Vanguard Air 99 im Überblick

Wie viele neue Tastaturen spart die Vanguard Air 99 über das Layout Platz. An Tasten spart sie hingegen kaum: Es fehlt nur eine einzige aus dem regulären ISO-105-Set, dafür gibt es zwei Zusatztasten. Sie rufen das (virtuelle) Stream Deck von Elgato auf und aktivieren den Spiele-Modus, der unter anderem LED-Effekte abschaltet und die Polling-Rate erhöht.

Zwei Schokoriegel: Höher ist die Vanguard Air 99 nicht
Zwei Schokoriegel: Höher ist die Vanguard Air 99 nicht

Stream-Deck- statt Makrotasten

Funktions- und Pfeiltasten werden dafür an das Tastenfeld geschoben, um schmaler bauen zu können. Dadurch entsteht Platz für sechs Zusatztasten, die Corsair nicht mehr als Makro- sondern als „Stream-Deck“-Tasten bezeichnet. Das ist nicht nur Marketing: Die Tasten können auch mit Elgato-Software und den damit verbundenen erweiterten Funktionen programmiert werden. Neben macOS-Tastenkappen liegen daher auch Modelle mit Stream-Deck-Beschriftung bei.

Corsair-typisch besitzt die Tastatur darüber hinaus einen programmierbaren Multifunktions-Drehregler und ein Display (320 × 170p, 30 FPS) zur Anzeige von Bildern sowie Status- und Systeminformationen.

Daten werden an PC, Mac, Xbox und PlayStation per Kabel oder USB-Empfänger jeweils mit 8.000 Hz übertragen. Ein 4.170 mAh Akku sorgt für Laufzeiten von maximal 55 Stunden bei 1.000 Hz Polling-Rate, abgeschalteter Tastenbeleuchtung und einer auf 20 Prozent reduzierten Display-Helligkeit. Mit Tastenbeleuchtung halbiert sich dieser Wert grob.

Taster: Flach und mit Lichtschranke

Um die Tastatur flach zu machen, braucht es flache Taster. Corsair OPX Low Profile setzen auf die optische Signalerfassung. Sie unterbrechen dazu mit ihrem Stempel beim Eindrücken eine Lichtschranke auf dem PCB. Die eigentliche Besonderheit liegt jedoch in der Größe: die Switches sind extrem flach und ähneln mit ihrem kurzen Hub von nur 2,5 Millimetern Notebook-Tasten.

So tippen OPX Low Profile

Die leichtgängige Abstimmung fördert in Verbindung mit dem kurzen Federweg versehentliches Auslösen. Die Taster beim Schreiben genau zu nutzen erfordert Eingewöhnung und irritiert am Anfang. Gerade in den ersten Tagen führt dies zu häufigen Vertippern und ein wenig Frust, bis sich alles umgestellt hat.

Durchhalten lohnt sich allerdings. Qualitativ passt alles: Die Taster gleiten sauber ein, wobei Asus‘ LP-Switches noch eine Spur homogener und feiner betätigt werden können. Mit der Abstimmung trifft Corsair aber einen sinnvollen Punkt. Eine spürbare Feder und ordentliche Rückstellung erlauben kontrolliertes Eindrücken und erleichtern die Vermeidung harter Anschläge. Dass die Leertaste etwas schwergängiger ist, passt hier gut. Es verringert die Chance versehentlicher Betätigungen. Beim Tippen und Spielen gefallen die OPX nicht nur mit klarer Rückmeldung, sie machen Spaß.

Die OPX Low Profile bauen extrem flach
Die OPX Low Profile bauen extrem flach

Sie sind also gute Taster. Und trotzdem eine mäßige Wahl für eine 280-Euro-Tastatur, die sich in einem von einstellbaren Tastern dominierten Segment bewegt. Der Rückgriff auf optische Technik dürfte sich teilweise aus dem Energieverbrauch erklären. Hall-Effekt-Taster verbrauchen mehr, was sich im kabellosen Betrieb auswirkt. Ein Argument ist das nur bedingt und allenfalls in unmittelbarer Gegenwart: TMR-Sensorik löst das Verbrauchsproblem und etabliert sich zunehmend. Für die Zukunft ist eigentlich klar, wo die Reise hingehen dürfte. Die OPX-Switches wirken in diesem Kontext wie eine Brückentechnologie.

Tastenkappen sind schwach

Die durch den Flachbau kurze Aufnahme der Taster und Kappen führt dazu, dass breitere Tasten gelegentlich schief sitzen können. Machen lässt sich dagegen nichts, flache mechanische Tastaturen müssen damit in der Regel leben. Spürbar wird das beispielsweise auf der rechten Shift-Taste. Am Rand betätigt neigt sie zum Abkippen der Tastenkappe.

Einen großen Kritikpunkt handelt sich die Tastatur im ISO-Layout mit den Tastenkappen ein. Beschichteter ABS-Kunststoff passt selbst bei flachen Tastern nicht mehr in der oberen Preisklasse. Langlebigkeit und vor allem die glatte Oberfläche, die wenig Halt vermittelt, lassen PBT-Varianten vermissen und tun sich schwer damit, das nötige Gefühl von Präzision zu unterstreichen, dass in den Tastern angelegt ist.

Die blau-transparenten S-Tasten harmonieren jedoch wenig mit rotem Licht
Die blau-transparenten S-Tasten harmonieren jedoch wenig mit rotem Licht
Die Ausleuchtung gelingt Corsair dank geschickter Beschriftung
Die Ausleuchtung gelingt Corsair dank geschickter Beschriftung
Mit roter Beleuchtung sehen die Extratasten am schlechtesten aus
Mit roter Beleuchtung sehen die Extratasten am schlechtesten aus

Die Ausleuchtung gelingt Corsair ebenso wie Ablesbarkeit. Nur bei der frontal aufgebrachten Zusatzfunktionalität muss aus dem richtigen Winkel geschaut werden. Die blau-transparenten S-Tasten sind zudem ebenfalls bei Beleuchtung mäßig lesbar, der Informationsgehalt von „S1“ bis „S6“ aber begrenzt. Farblich kann je nach Hintergrundbeleuchtung und Umgebungshelligkeit ein unästhetischer Kontrast entstehen. Schick wird es daher, wenn diese Tasten Blau oder Weiß angeleuchtet werden, was Corsair so auch als Standardkonfiguration hinterlegt.

Alltag & Akustik

Flache Tasten, ein flaches Metallchassis, mehrfache Schalldämpfung und
Gasket Mounting machen das Kapitel Lautstärke bei der Vanguard Air zum Heimspiel. Sie rutscht dafür überraschend an anderen Stellen aus.

Akustik: „Dunk“ statt „Klack“

Akustisch gefällt die Vanguard. Das Zusammenspiel von verringertem Körpervolumen in Tastern, Gehäuse und Kappen sowie dem eingebrachten Material produziert satte, dumpfe Anschläge mit leisem, klarem Klack auch beim Antippen einer Taste und eine insgesamt ruhige Tastatur. Das klingt Premium, das erfüllt die Ansprüche. Für die Allgemeinheit erscheint das Akustikprofil sehr viel angenehmer als die ploppende Gaming-Akustik einer Makr 75 und letztlich auf Augenhöhe mit der Spitze. Lediglich die Leertaste fällt durch leises Ticken ihres Stabilisators negativ auf.

Mit Metallgehäuse und vernünftiger Geräuschdämpfung klingt die Vanguard deutlich besser, das heißt satter als eine zugegeben weniger als halb so teure G515 Rapid TKL (Test). Eine knapp ein Drittel so teure Asus Falchion RX Low Profile (Test) erweist sich als ähnlich hochwertig, allerdings anders abgestimmt. Sie tickt an Anschlägen und liefert eine hellere, aber ebenso satte Akustik.

Corsair Vanguard Air 99

Alltag: Gewöhnung ist King

Ob das Layout ideal ist, hängt davon ab, ob man eher einen Nummernblock als Pfeil- und Funktionstasten benötigt und mit der dicht zusammengeschobenen F-Reihe leben mag. Bildlauf- und Entfernen-Tasten sind allerdings an gut erreichbare, leicht zu findende Stellen gelegt. Persönlich liegen die Bedürfnisse jedoch andersherum. Dann treten Nachteile deutlicher zu Tage, etwa die verkleinerte Shift-Taste, die das Muskelgedächtnis lange Zeit zusammen mit der oberen Pfeiltaste betätigte. Von kleineren Tastaturen umgestiegen liegen anfangs die Hände sehr oft an der falschen Position.

Corsair Vanguard Air 99
Corsair Vanguard Air 99
Aufgrund der flachen Tasten ist der Drehregler gut greifbar
Aufgrund der flachen Tasten ist der Drehregler gut greifbar

Makrotasten erfordern ein Umlernen und einen kleinen Kompromiss. Da sie dicht am Tastenfeld liegen, rutscht die Hand öfter auf „S6“ als vermeintliches „Strg“, weil der äußere Rand der Tastatur zur Positionsbestimmung der Hand genutzt, „Strg“ am linken Rand betätigt wird. Bis sich eine neue Art der Betätigung eingeschliffen hat, die sich natürlich anfühlt, vergeht Zeit. Man sollte sie also beim Umstieg einplanen. Das sind jedoch allgemeine Effekte von Makro-Tasten an dieser Stelle und kein spezifisches Problem der Vanguard.

Der Corsair-typische Multifunktionsregler gefällt auf der Vanguard besser als sonst. Das liegt an den flachen Tasten, die seine Bedienung erleichtern. Das Display bleibt ein vor allem ästhetisches Extra, das ein paar Statusinformationen und ansonsten Bilder anzeigt. Für die Ausgabe von Systeminformationen braucht es die iCUE-Software.

Ähnlich der Galeon 100 SD braucht es für die Nutzung von Elgato-Funktionen die Stream-Deck-App. Alles andere von Tastenbelegungen bis hin zu Drehregler, LEDs und Display konfiguriert Corsairs Web-App übersichtlich und zügig. Ausnahme bleibt die fest definierte FN-Taste. Auf dieser Ebene belegte Tasten werden beim Druck der FN-Taste weiß hervorgehoben und helfen so bei der Gewöhnung an das Layout.

Corsair Web-App: Lichteffekte
Corsair Web-App: Lichteffekte
Corsair Web-App: Tastaturzuweisungen
Corsair Web-App: Tastaturzuweisungen
Corsair Web-App: Drehregler
Corsair Web-App: Drehregler

In der App kann man auch die S-Tasten mit normalen Tastenfunktionen belegen. Sie werden beim Start der Elgato-App automatisch ignoriert und durch die Elgato-Funktionen ersetzt. Um maximalen Nutzen aus dem Featureset zu ziehen, braucht es allerdings Plugins. Einige, wie für Discord und Spotify, sind kostenlos erhältlich, andere müssen gekauft werden – teils für bis zu 30 Euro. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Produktivsoftware oder Spiele wie Star Citizen geht. Das ist die Kehrseite dieser Funktionalität: Sie kostet.

Ein virtuelles Steam Deck erweitert die Tastenzahl um Tasten auf dem Bildschirm des Computers
Ein virtuelles Steam Deck erweitert die Tastenzahl um Tasten auf dem Bildschirm des Computers
Stream-Deck- und Makrotasten stehen für Elgato-Funktionen zur Verfügung
Stream-Deck- und Makrotasten stehen für Elgato-Funktionen zur Verfügung
Aktionen können konfiguriert werden
Aktionen können konfiguriert werden

Fazit: So sieht Zukunft aus

Für viele Anwendungsbereiche suchen Nummernblock und Makrotasten einen neuen Sinn. Corsair hat ihn in Elgato-Streaming-Funktionen erspäht: Nachdem die Galleon 100 SD (Test) den Nummernblock mit Elgato-Anleihen neu erfunden hat, nimmt sich die Vanguard 99 Wireless jetzt die Makrotasten vor. Die Nutzung von Synergien ist smart und weist in die Zukunft.

Denn Corsair ist auf dem richtigen Weg. Elgato-Funktionen werten die Sondertasten auf und bieten etwas, das aktuell niemand sonst hat. Anders als bei der Galeon 100 SD bleiben die Tasten aber auch in der (guten) Web App nutzbar. Ob man sie wirklich in jedem Fall braucht, steht auf einem anderen Blatt. So hat der Konzern aber eine klare, sinnvolle Perspektive für die Zukunft seiner Tastaturen.

Zu viele Kompromisse für den Preis im Jetzt: Ganz überzeugen kann die Tastatur noch nicht
Zu viele Kompromisse für den Preis im Jetzt: Ganz überzeugen kann die Tastatur noch nicht

Nur ganz dahinkommen, das müsste er dann doch noch. Im Jetzt braucht es für die Elgato-Nutzung separate Software und vielleicht die Einbindung von Drehregler und Display – sie sind ja schon auf allen Corsair-Tastaturen vorhanden. Eine kleine Hürde, Corsair sollte sie nehmen. Eine größere sind die Tasten der Vanguard Air. Sie sind als Tipp- und Gaming-Werkzeuge gelungen, es stört nur ihr Preis: Optische Signalerfassung und ABS-Kappen wirken ein wenig sehr Last-Gen für die fast 300 Euro, die Corsair verlangt.

So muss man die Vanguard Air 99 schon wirklich wollen, um die 280 Euro freudig zu bezahlen und den kleinen Kompromiss beim Layout einzugehen. Ungebunden vom Layout erscheint ansonsten die Asus Falchion RX Low Profile oder das Keychron-Angebot für Freunde von flachen Tastaturen eine sinnvolle und weit günstigere Alternative zum Corsair-Produkt – ohne Stream-Deck-Tasten, versteht sich.

  • Flach & leise
  • Gelungene Taster
  • Web-App
  • Makrotasten mit Extrafunktionen
  • Tastenkappen aus ABS-Kunststoff
  • Zusatztasten brauchen separate Software
  • Gewöhnungsbedürftiges Layout

ComputerBase hat die Vanguard Air 99 Wireless von Corsair leihweise zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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