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Iran: Totale Internetblockade jetzt seit einer Woche, Berichte über viele Tote


Die totale Internetblockade im Iran dauert jetzt mehr als eine Woche und hat damit die bisher längste landesweite Internetsperrung aus dem Jahr 2019 übertroffen. Darauf hat Netblocks hingewiesen und zudem in Erinnerung gerufen, dass die ganze Brutalität bei der Niederschlagung der damaligen Proteste erst öffentlich wurde, als das Internet wieder verfügbar war. Zu befürchten ist, dass es dieses Mal erneut so ist, auch wenn Menschenrechtsorganisationen bereits jetzt von tausenden Toten sprechen. Netblocks weist noch darauf hin, dass es bislang keinerlei teilweise oder regionale Aufhebung der Internetsperre gibt; seit mehr als einer Woche können die Menschen im Iran deshalb fast keinen Kontakt zur Außenwelt herstellen.

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Vorigen Donnerstag hat das Regime in Teheran begonnen, das Internet im ganzen Land zu blockieren. Das war eine Reaktion auf tagelange Proteste, die an Intensität zugenommen hatten. Netblocks hatte damals darauf hingewiesen, dass der digitale Blackout dazu genutzt werden könnte, um noch härter gegen die Demonstrationen vorzugehen. Genau das ist dann offenbar auch eingetreten: Am Wochenende drangen immer mehr Videos und Bilder aus dem Land, die zahlreiche Tote zeigten. Möglich war das offenbar dank Starlink, das Satelliteninternet von SpaceX wird im Iran wohl von Zehntausenden genutzt. Später ist es dem Regime aber augenscheinlich gelungen, auch Starlink-Verbindungen zu blockieren. Seitdem gibt es noch weniger Informationen aus dem Land.

Hintergrund des harten Vorgehens ist offenbar die Sorge vor einer Revolution. Das ist das Ergebnis einer Analyse von US-Think-Tanks, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. „Das iranische Regime betrachtet die Proteste als eine Vorstufe zur Revolution, die es vollständig und unverzüglich niederschlagen muss“, schreiben das Institute for the Study of War (ISW) und das American Enterprise Institute. Gleichzeitig ist es dem Regime aber offenbar gelungen, ein Eingreifen des US-Militärs zu verhindern. Dafür hat Irans Außenminister versichert, dass es infolge der Massenproteste keine Hinrichtungen geben wird. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor für diesen Fall mit einer entschiedenen Reaktion gedroht.

In Deutschland haben angesichts der Vorgänge im Iran zahlreiche Prominente, Politiker und Politikerinnen sowie Organisationen eine politische, wirtschaftliche und diplomatische Isolation der Islamischen Republik gefordert, berichtet die dpa. In einer Petition fordern sie die unverzügliche Ausweisung des iranischen Botschafters aus Deutschland und den Rückruf des deutschen Botschafters aus Teheran, sowie ein sofortiges Betätigungsverbot der Revolutionsgarden in Deutschland. Weiterhin müssten politische Gespräche mit demokratischen, säkularen iranischen Menschenrechtsorganisationen und Oppositionellen aufgenommen werden. Eine diesbezügliche Petition soll am Freitag veröffentlicht werden.


(mho)



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Analyse: Warum dem Grok-Desaster mit geltendem Recht schwer beizukommen ist


Fast muss man Elon Musk dankbar sein: Der Skandal um die sexualisierten KI-Bilder auf X wirft ein Schlaglicht auf viele Probleme, die generative Bild-KI entstehen lässt. Recht und Gesetz scheinen auf den ersten Blick kaum die passenden Antworten parat zu haben. Die Folge: Politiker äußern allerorten entschlossen, aber auch etwas hilflos ihre Empörung über das, was sich seit Wochen auf der Plattform X abspielt.

Dabei ist das Phänomen nicht neu: Pornografische KI-Deepfakes gibt es seit Jahren. Mit Apps oder spezialisierten KI-Generatoren im Web lassen sich beispielsweise sexualisierte Abbildungen von Prominenten oder Revenge Porn (meist kostenpflichtig) erprompten. Dass aber ein Anbieter diesen „Service“ direkt und kostenlos in seine große Social-Media-Plattform integriert und damit den Erstellen-Publizieren-Vorgang für Millionen von Nutzern mit wenigen Klicks attraktiv machte, gab es zuvor noch nicht.

Hinzu kommt, dass Musk als Chef von xAI, das sowohl die Plattform X als auch die dort integrierte KI Grok verantwortet, diese fatale Entwicklung sogar befördert hat. Er wertet offensichtlich die massenhaften Verletzungen von Persönlichkeitsrechten über seine Plattform eher als Feature denn als Bug. Kooperation kann die Politik von ihm nicht erwarten, auch wenn er jüngst auf Druck in den USA ein wenig eingelenkt hat. Die EU-Gesetze etwa sind im Digitalen aber so konzipiert, dass sich die regulierten Akteure zumindest an vorgegebene Procedere halten, also im Grunde kooperativ in dem Markt sind, von dem sie profitieren.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Analyse: Warum dem Grok-Desaster mit geltendem Recht schwer beizukommen ist“.
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Nicht die Community-Wünsche: Bluesky bringt Livestream-Anzeige und „Cashtags“


Auf Bluesky können Konten jetzt kenntlich machen, wenn sie gerade einen Livestream durchführen und direkt darauf verlinken. Das hat das Team öffentlich gemacht, aber darauf hingewiesen, dass das bisher nur mit Streams auf Twitch funktioniert – andere Dienste könnten aber folgen. Version 1.114 des Kurznachrichtendiensts unterstützt zudem sogenannte „Cashtags“ und übernimmt damit einmal mehr eine Funktion aus der Zeit des „alten Twitter“, vor der Übernahme durch Elon Musk. Wie bei einem Hashtag werden dabei Beiträge unter speziell markierten Schlagwörtern gesammelt, aber die Markierung erfolgt hier mit einem „$“. Vor ein Tickersymbol wie „AAPL“ gestellt, macht das Dollarzeichen das „Cashtag“ anklickbar. In der Folge kann man sich alle Beiträge damit anzeigen lassen.

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Also new in v1.114 today: cashtags! Like hashtags, but for stocks.

Tag your posts with $AAPL, $NVDA, whatever, then tap to see everyone else’s equally unqualified analysis!

— Bluesky (@bsky.app) 15. Januar 2026 um 20:02

Zu der Kennzeichnung von Livestreams erklärt Bluesky, dass es sich um eine experimentelle Funktion handelt. Wer auf Twitch einen Livestream beginnt, kann den eigenen Avatar auf Bluesky nun entsprechend kennzeichnen. Wer darauf klickt, landet direkt im Stream. Der Kurznachrichtendienst weist darauf hin, dass andere soziale Netzwerke die Verlinkung externer Seiten „bestrafen“, also solche Beiträge etwa weniger oft in den Feeds anderer Nutzer und Nutzerinnen anzeigen. „Wir denken, dass die Verlinkung nach außen einfach sein sollte“, schreibt das Bluesky-Team. Unter der Ankündigung gibt es aber vor allem Kritik an der Beschränkung auf Twitch und an der Prioritätensetzung bei den neuen Funktionen: Vor allem die Möglichkeit, Beiträge nachträglich zu bearbeiten, wird dort eingefordert.

Mit den Cashtags unterstreicht Bluesky derweil einmal mehr, in welchem Ausmaß sich das Team am alten Twitter als Vorbild bedient. Der inzwischen in X umbenannte Kurznachrichtendienst hat diese besonderen Schlagwörter 2012 eingeführt, neun Jahre später wurden sie erweitert, um darüber Trinkgeldzahlungen an Accounts zu ermöglichen. Dass das Interesse an den Cashtags auf Bluesky besonders groß ist, darf bislang zumindest bezweifelt werden. Die Zusammensetzung der Nutzerschaft und die besonders leidenschaftlich diskutierten Themen deuten nicht darauf hin, dass Konversationen über Börsenthemen dort zu den Prioritäten gehören. Unter der Vorstellung der neuen Funktion gibt es denn auch ausschließlich Kritik.


(mho)



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„Star Wars“: Dave Filoni steigt zum Lucasfilm-Präsidenten auf


Wechsel an der Spitze von Lucasfilm: Dave Filoni, der bislang als Chief Creative Officer für Disneys „Star Wars“-Marke verantwortlich war, wird Lucasfilm-Präsident. Er löst damit die langjährige Präsidentin Kathleen Kennedy ab, die die Position seit Disneys „Star Wars“-Übernahme im Jahr 2012 ausfüllte.

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Über die Personaländerungen informiert Disney in einer Pressemitteilung. Demnach wird Filoni von Lynwen Brennan als Co-Präsidentin unterstützt, die sich vor allem um das wirtschaftliche Management kümmern soll. Filoni selbst dürfte auch kreativ weiter stark involviert sein – seinen Titel als Chief Creative Officer soll er auch als Präsident von Lucasfilm behalten.

„Meine Liebe zum Geschichtenerzählen wurde von den Filmen von Kathleen Kennedy und George Lucas geprägt“, lässt sich Filoni in der Mitteilung zitieren. „Ich hätte nie davon geträumt, das Privileg zu haben, von beiden das Handwerk des Filmemachens zu erlernen.“ Filoni verantwortete die animierte „The Clone Wars“-Serie, bevor er an Serien wie „The Mandalorian“ und „Ahsoka“ arbeitete.

Kennedy produziert noch zwei Filme

Kathleen Kennedy hat vor ihrer Position als Lucasfilm-Präsidentin mehrere erfolgreiche Filme produziert, darunter „E.T.“ und „Jurassic Park“. Für Disney wird sie noch die beiden geplanten Filme „The Mandalorian and Grogu“ und „Star Wars: Starfighter“ produzieren, die 2026 und 2027 in die Kinos kommen sollen.

„Als George Lucas mich bat, Lucasfilm nach seinem Rückzug zu übernehmen, hätte ich mir nicht vorstellen können, was vor mir liegt“, sagte Kennedy. „Es war ein wahres Privileg, mehr als ein Jahrzehnt lang Seite an Seite mit den außergewöhnlichen Talenten bei Lucasfilm zu arbeiten.“

Dem Branchenmagazin Hollywood Reporter zufolge verlangsamte die Vorbereitung des Führungswechsels an der Lucasfilm-Spitze zuletzt die Produktion neuer Inhalte. Nachdem die Kennedy-Nachfolge nun geklärt ist, könne die Produktion wieder Fahrt aufnehmen.

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(dahe)



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