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James-Webb-Teleskop enthüllt neue Details des kosmischen Netzes


Ein Team von Astronomen hat die bisher präziseste Karte des kosmischen Netzes erstellt, der größten Struktur im Universum. Die Karte basiert auf Daten, die mit dem James-Webb-Weltraumteleskop erfasst wurden.

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Das kosmische Netz (Cosmic Web) ist ein Gerüst aus miteinander verwobenen Filamenten aus dunkler Materie und Gas. Zwischen diesen befinden sich riesige, fast leere Bereiche, sogenannte Voids. Es bildet das Grundgerüst des Universums und verbindet Galaxien und Galaxienhaufen zu einer komplexen und weitreichenden Struktur – es ist sozusagen das Gerippe des Universums.


Ausschnitt aus der Karte des kosmischens Netzes

Ausschnitt aus der Karte des kosmischens Netzes

Ausschnitt aus der Karte des kosmischens Netzes

(Bild: Hossein Hatamnia / UC Riverside)

Cosmos-Web heißt das Projekt, das von University of California initiiert wurde. Es ist das bisher größte Beobachtungsprojekt des James Webb Space Telescope (JWST). Der betrachtete Bereich des Himmels ist etwa so groß wie drei volle Monde. Die Karte umfasst 164.000 Galaxien und reicht zurück bis in die Frühzeit des Universums.

Cosmos-Web sei so konzipiert, dass den weiten, tiefen Blick biete, der nötig sei, um das kosmische Netz zu sehen, sagte Hossein Hatamnia, Hauptautor der Studie, die in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal erschienen ist. „Zum ersten Mal können wir die Entwicklung von Galaxien in Cluster- und Filamentstrukturen über die gesamte kosmische Zeit hinweg untersuchen, von der Zeit, als das Universum eine Milliarde Jahre alt war, bis hin zum nahen Universum.“ Damit meint Hatamnia den Bereich im Umkreis von etwa einer Milliarde Lichtjahre.

Zuvor wurde dieser Himmelsbereich bereits mit dem Hubble-Weltraumteleskop kartiert. Doch das JWST bietet eine deutlich bessere Auflösung, weshalb sich die Strukturen deutlich besser unterscheiden lassen als auf den Hubble-Aufnahmen. „Der Sprung bei der Tiefe und der Auflösung ist wirklich erheblich, und wir können nun das kosmische Netz zu einer Zeit betrachten, als das Universum erst wenige hundert Millionen Jahre alt war – eine Ära, die vor dem JWST tatsächlich unerreichbar war“, sagte Bahram Mobasher, Astronom an der University of California in Riverside (UC Riverside). „Was früher wie eine einzige Struktur aussah, löst sich nun in viele auf, und Details, die zuvor ausgefiltert wurden, sind nun deutlich zu erkennen.“

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Das JWST ist ein Gemeinschaftsprojekt der Weltraumagenturen Europas, Kanadas und der USA. Es wurde Ende 2021, mit 14 Jahren Verspätung, gestartet und erreichte nach etwa einem Monat seine Position am Lagrange-Punkt L2. Seine wissenschaftliche Arbeit hat es im Juli 2022 aufgenommen und seither schon wichtige wissenschaftliche Entdeckungen ermöglicht.


(wpl)



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Brüssel ordnet Algorithmen: EU-Kommission konkretisiert die Hochrisiko-KI


Die praktische Umsetzung der KI-Verordnung nimmt weiter Gestalt an. Die EU-Kommission hat den lange erwarteten Entwurf ihrer Leitlinien zur Einstufung von KI-Hochrisiko-Systemen mitsamt umfassender Anhänge im Rahmen einer öffentlichen Konsultation vorgelegt. Die Initiative soll mehr Licht in den AI Act bringen und eine einheitliche Anwendung sowie wirksame Durchsetzung von Artikel 6 gewährleisten. Der bildet das Fundament für die Risikoklassifizierung.

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Die Richtlinien sind als Orientierungshilfe für die nationalen Marktüberwachungsbehörden gedacht, zu denen in Deutschland maßgeblich die Bundesnetzagentur gehört. Gleichzeitig geben sie Entwicklern, Anbietern und Betreibern von KI-Technologien ein Werkzeug an die Hand, um rechtssicher zu bestimmen, ob ihre Anwendungen in die sensible Hochrisiko-Kategorie fallen.

Dabei hebt die Kommission hervor: Es geht um die fundamentale Ja-Nein-Frage, ob ein System als hochriskant einzustufen ist. Die aufgeführten Praxisbeispiele versteht sie nicht als abschließende Liste, sondern als dynamisches Dokument.

Die EU-Kommission behält sich vor, die Exempel fortlaufend zu aktualisieren, um sie an die technologische Entwicklung anzupassen. Weitere Leitfäden, die die konkrete Einhaltung der Auflagen sowie spezifische Pflichten für Anbieter und Betreiber etwa beim Kennzeichnen von Chatbots und Deepfakes im Detail regeln, sind bereits in der Mache. Die Kommission erläutert, dass sie den Umfang des Hochrisiko-Begriffs bewusst beschränkt und proportional gestaltet habe. Er konzentriere sich strikt auf Systeme, die ein erhebliches Risiko für die Gesundheit und Sicherheit oder spürbare negative Auswirkungen auf die Grundrechte der Bürger darstellten.

Die systematische Einteilung fußt auf zwei Säulen. Unter Artikel 6 Absatz 1 fallen KI-Systeme, die entweder selbst als Produkt unter die europäischen Harmonisierungsvorschriften laut Anhang eins fallen oder als Sicherheitskomponente in einem solchen Produkt eingesetzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass das Endprodukt einer verpflichtenden Konformitätsbewertung durch Dritte unterzogen werden muss.

Die Richtlinien liefern für diesen Bereich wichtige regulatorische Elemente sowie eine Evaluierungsmethodik. Dabei steht nicht das einzelne Produkt im Fokus, sondern das Vorkommen in der bestehenden Liste der Harmonisierungsvorschriften, die künftig ebenfalls modifiziert werden kann.

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Der zweite Pfeiler betrifft Artikel 6 Absatz 2. Dieser bezieht sich auf eigenständige Systeme, die in Anhang drei des AI Acts als risikoreich ausgewiesen werden. Zur Veranschaulichung gliedert die Kommission diesen Bereich in acht übergeordnete Kategorien, darunter kritische Infrastrukturen, Bildung sowie Biometrie.

Für Diskussionsstoff in der Wearable-Branche dürfte ein Beispiel aus dem Bereich der Emotionserkennung sorgen. Der Entwurf sieht vor, dass KI-Systeme in Smartwatches, die zum Ausmachen von Gefühlen eingesetzt werden und dabei biometrische Daten wie den Herzschlag tracken, als Hochrisiko-Anwendungen einzustufen sind.

Um der europäischen Industrie die Umstellung auf die neuen Standards zu erleichtern, gewährt die EU den Unternehmen mehr Zeit. Im Zuge des KI-Omnibus wurden die ursprünglichen Fristen nach hinten geschoben: Die strengen Verpflichtungen für KI-Systeme nach Artikel 6 Absatz 2 greifen ab dem 2. Dezember 2027, während für Produkte nach Absatz 1 die Schonfrist sogar bis zum 2. August 2028 gilt.

Mit Blick auf die Harmonisierung stellt die Kommission klar, dass „die Einstufung eines KI-Systems als Hochrisiko-System gemäß Artikel 6 Absatz 2 eine einheitliche Wirkung in allen Mitgliedstaaten haben wird“. Sinn ist die Einhaltung klarer Mindeststandards, kein Verbot. Die Brüsseler Juristen betonen, dass diese Systeme „angemessenen Anforderungen unterliegen, um sicherzustellen, dass sie präzise und wie beabsichtigt funktionieren und Risiken für Gesundheit, Sicherheit und Grundrechte ordnungsgemäß bewertet und gemindert werden“.

Der Entwurf schließt auch Schlupflöcher für Entwickler. Ein Anbieter kann demnach „ein KI-System nicht einfach dadurch von der Regulierung befreien und als ‚risikoarm‘ einstufen“, indem er es „mit einer Anforderung für ein menschliches Eingreifen versieht“. Auch die im Gesetz verankerten Ausnahmen des Filtermechanismus sind kein Freifahrtschein: „Die Bedingungen müssen eng ausgelegt werden.“


(wpl)



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Wetten auf Kriege, Wahlen und Pandemien: Der Boom der Prognosemärkte


Die Prognosemärkte Kalshi und Polymarket gelten manchen als Zukunft der Vorhersage. Ihre Betreiber beschreiben sie als alternative Geldanlage. Kritiker sehen in ihnen vor allem Glücksspiel ohne Grenzen. Mittlerweile haben sie in den Medien Kartenleger, Wahrsager, WM-Oktopoden und Wettermurmeltiere als Orakel verdrängt. Denn beide Plattformen sagten vor der letzten US-Wahl entgegen vielen Expertenmeinungen einen Sieg Donald Trumps vorher.

  • Prognosemärkte wie Kalshi und Polymarket wachsen rasant, obwohl Kritiker sie vor allem als modernes Glücksspiel mit Milliardenumsätzen betrachten.
  • Die Plattformen liefern teils erstaunlich präzise Prognosen, bergen aber Risiken wie Manipulation, Insiderhandel und finanzielle Anreize, von Krisen zu profitieren.
  • Regulierung und Gesetzgebung hinken hinterher: Während die Anbieter sich als Finanzplattformen darstellen, warnen Kritiker davor, dass die Grenze zwischen Börse, Glücksspiel und Nachrichtenwelt verschwimmt.

Wer wissen will, wie sich das Internet im Jahr 2026 anfühlt, muss nur einen Blick auf diese Prognosemärkte werfen. Dort wetten Menschen inzwischen auf fast alles: Wahlausgänge, Zinssätze, Hurrikans, Gerichtsverfahren, Sportereignisse, eine kommende Pandemie, wann GTA VI wirklich erscheint oder darauf, ob Außerirdische offiziell von der US-Regierung bestätigt werden. Die amerikanische Lust zu wetten ist dabei im Grunde nichts Neues. Im Internet verkleiden sich die Wettbüros allerdings neuerdings im Gewand eines Finanzinstituts.

Und die Branche wächst rasant. Laut der Investmentbank Bernstein liefen auf den Webplattformen Kalshi und Polymarket von Januar bis April 2026 Wetten mit einem Gesamtwert von circa 60 Milliarden US-Dollar. Große US-Medienhäuser wie CNBC, CNN und Fox arbeiten inzwischen mit ihnen zusammen, blenden Prognosequoten und Marktdaten in TV-Sendungen ein und nutzen sie für die Berichterstattung.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wetten auf Kriege, Wahlen und Pandemien: Der Boom der Prognosemärkte“.
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Vodafone tauscht 400.000 ältere TV-Receiver aus


Frische Hardware für Vodafone-Bestandskunden: Der Netzbetreiber hat im Zuge der Breitbandmesse ANGA COM angekündigt, bis zum Ende des Jahres 2027 ältere Receiver gegen die neue Receiver-Generation GigaTV Home auszutauschen.

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Wie das Unternehmen schreibt, erhalten Besitzerinnen und Besitzer der älteren Receiver-Modelle GigaTV.Net, Giga Cable Box 1 sowie dem um die 10 Jahre alten Horizon die neueste Receiver-Generation GigaTV Home, von der die erste im Jahr 2024 eingeführt wurde.

Matthias Lorenz, Privatkundenchef bei Vodafone, sagt zum Hardwaretausch: „Wir verbessern kontinuierlich das TV-Erlebnis unserer Kunden. Unsere TV- und Entertainment-Zentrale GigaTV Home vereint TV-Sender, Streaming-Dienste, Mediatheken und Video-on-Demand auf einer Plattform – für Kabel oder Internet.“

Die im Januar dieses Jahres vorgestellte vierte Generation des Receivers verfügt unter anderem über 3 GByte RAM, 16 GByte Speicher, einen Quad-Core-Chip von Broadcom (BCM74127) und Wi-Fi 7. Das System basiert auf Android und bietet Chromecast-Support und Zugriff auf den Google Assistant. Ferner unterstützt die Box Dolby-Atmos-Sound und Dolby Vision als dynamisches HDR-Format.

Optional bietet Vodafone voraussichtlich ab Mitte Juni kompakte Lautsprecher als Erweiterung für die Variante GigaTV Home Sound an. In der TV-Box ist laut Unternehmen ein Soundsystem mit Lautsprechern „für ein raumfüllendes Dolby-Atmos-Klang-Erlebnis integriert“. Die Lautsprecher seien von den Akustik-Experten von Bang & Olufsen soundoptimiert worden, heißt es. Vodafones Giga TV ist primär als IPTV-Dienst (Internet Protocol Television) ausgelegt, die Giga TV Home Box verfügt zusätzlich über einen DVB-C-Tuner für den Kabelempfang.

Das Standard-Modell GigaTV Home kostet in den ersten sechs Monaten der 24-monatigen Vertragslaufzeit 9,99 Euro pro Monat, danach fallen monatlich 14,99 Euro an. Die Sound-Variante kostet 5 Euro mehr pro Monat. Das TV-Paket bietet Zugang zu 82 TV-Sendern in SD und 57 TV-Sendern in HD.

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(afl)



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