Künstliche Intelligenz
Jonr X9 Pro im Test: Saugroboter erkennt Teppiche gut und hebt die Wischwalze an
Ausfahrbare und anhebbare Wischrolle, Station mit Absaugung, heißem Wasser und warmer Luft, außerdem tolle Navigation und Xiaomi-App – was kann der X9 Pro?
Jonr dürfte in Europa und vor allem in Deutschland bislang wenigen Menschen ein Begriff sein. Das Unternehmen gehört zu Suzhou New Ebao Technology und hat seinen Sitz in Hongkong. Mit dem Jonr X9 Pro versucht sich der Hersteller im Oberklasse-Segment bei Saug- und Wischrobotern. Dafür ist er mit seitlich ausfahrbarer und anhebbarer Wischwalze ausgestattet, die kontinuierlich mit Frischwasser besprüht und direkt nach der Nutzung mechanisch wieder abgestreift wird. Dank KI soll er Hindernissen optimal ausweichen, bei Dunkelheit nutzt der Roboter sein eigenes LED-Licht zur Aufhellung. Dazu kommt eine Station mit Staubbeutel, Waschfunktion und Heißlufttrocknung – also alles spitze?
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Jonr X9 Pro?
Jonr nennt für den runden Roboter Maße von 35 cm im Durchmesser und 11 cm in der Höhe. Damit ist das Modell durchschnittlich groß, aber am festen Laserturm etwas höher als die meisten Konkurrenzprodukte. Unter niedrigen Möbeln kann das aber zum Problem werden.
Der Roboter sieht mit seinem dunklen Grauton und hellerer Oberseite ausreichend hochwertig aus, an der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Auffällig: Die Oberseite dürfen Nutzer zwar vollständig abnehmen, sie wird aber nicht magnetisch, sondern nur mechanisch gehalten – wegen nicht ganz perfekter Genauigkeit wirkt das etwas weniger wertig.
Jonr X9 Pro – Bilderstrecke
Abgesehen von der Wischwalze fällt unten die ausfahrbare, aber mehr vorn statt seitlich installierte Seitenbürste ins Auge. Durch ihre Positionierung wirkt der Ausfahrbereich überschaubar. Zudem hat sie nur einen einzigen Borstenarm.
Die Station fällt naturgemäß deutlich größer aus, sie misst rund 46 x 35 x 43 cm. Im Vergleich zu vielen Konkurrenzprodukten ist aber auch das eher moderat, zudem sieht die sehr eckige Station mit ihren hintereinander angeordneten und offen zur Schau gestellten Frisch- und Abwassertanks ziemlich schick aus. Die Farbgebung mit einer Mischung aus dunklem Grau und einem warmen Bronzeton tut ihr Übriges dazu, obwohl als Material nur Kunststoff zum Einsatz kommt.
Etwas schade: Der Hersteller packt in den Lieferumfang nichts außer einem Handbuch in Papierform – nicht mal einen weiteren Beutel für die Absaugstation.
Einrichtung: Wie schnell ist der Jonr X9 Pro betriebsbereit?
Wer nach einer Jonr-App sucht, sucht vergeblich. Stattdessen erfolgt die Verbindung zwischen Smartphone und Roboter über die Xiaomi-Home-App. Zum Koppeln wird ein QR-Code genutzt, der unter der abnehmbaren oberen Abdeckung zu finden ist. App und erforderliches Nutzerkonto sind kostenfrei. Die Anleitung nennt als Voraussetzung ein 2,4-GHz-WLAN. 5 GHz wird nicht unterstützt, genauso wenig wie das WEP-Verschlüsselungsverfahren. Das ist im Jahr 2026 etwas dürftig.
Für die erste Kartierung startet der Roboter von der Station aus und fährt im Schnelldurchgang jeden erreichbaren Raum ab. Dank Lidar-Technik erstellt er sich so in wenigen Minuten eine genaue Karte seiner Umgebung. Im Test funktionierte das zwar gut, die anschließende Raumaufteilung musste aber stark nachbearbeitet werden – das dürfte jedoch weniger ein Problem des Saugers als vielmehr der Xiaomi-App sein und dank gutem Feature-Umfang konnte das im Nachgang manuell gut bearbeitet werden.
Insgesamt bietet die App gewohnt viele Einstellungsmöglichkeiten, darunter Optionen zur Teppichreinigung, Station, Hindernisvermeidung und natürlich Standards wie virtuelle Grenzen, Zeitpläne und Firmware-Updates. Im Detail bleibt die Xiaomi-App aber hinter Anbietern wie Roborock und Dreame zurück.
Navigation: Wie gut erkennt der Jonr X9 Pro Hindernisse?
Als Navigation nennt der Hersteller LDS, also laserbasierte Positionierung mittels drehendem Lidar-Sensor (Light Detection and Ranging) auf der Oberseite. Dazu kommen strukturiertes Licht und eine KI-gestützte Kamera zur Hindernis- und Kantenerkennung. Jonr wirbt mit millimetergenauer Kartierung und Erkennung von 200 Objekten. Bei schlechtem Umgebungslicht unterstützt eine Front-LED, die der Roboter automatisch zur Unterstützung der Kamera steuert.
Im Test funktionierte das insgesamt ziemlich gut. Der Roboter zieht strukturierte Bahnen, fährt zuvor Ränder ausreichend nah und verlässlich ab und hat sich auch auf mittelhohem Teppich nicht festgefahren – fast. Ernste Probleme hatte er mit Schwingstühlen. Auf deren Gestell fuhr er problemlos auf, kam aber nur schwer und teils erst nach Minuten wieder runter. Die vom Hersteller angegebene Kletterfähigkeit von 5 cm halten wir daher gelinde gesagt für übertrieben, zumal es keine sichtbaren Kletterhilfen wie bei Dreame oder Roborock gibt. Auf einem Bild dazu – echte Zahlenwerte gibt es auf der Herstellerseite kaum – werden aber für die Schwellenüberwindung auch zwei Stufen von vermutlich je 2 cm Höhe gezeigt – das entspricht schon eher der Kletterfähigkeit, die damit nur durchschnittlich ist.
Auf die Hinderniserkennung würden wir uns nicht verlassen. Sie funktioniert zwar bei etwas größeren Dingen wie einem glänzenden, niedrigen Futternapf oder einer Geldbörse, ein Kabel wurde hingegen trotz teilweiser Erkennung später aufgesaugt und ein Smartphone mit deaktiviertem Display komplett ignoriert. Das haben wir schon besser gesehen.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Jonr X9 Pro?
Die maximale Saugleistung gibt der Hersteller mit 20.000 Pascal an. Das ist längst kein Spitzenwert mehr, der liegt 2026 bei 35.000+. Trotzdem macht der X9 Pro seine Sache ordentlich. Auf Hartboden gibt es wenig überraschend keine Probleme, hier wird alles an Schmutz aufgenommen. Einschränkungen gibt es in erster Linie in Ecken. Die zuvor angesprochene, scheinbar etwas kurze und nicht genug ausfahrende Seitenbürste kommt in Kombination mit der einarmigen Konstruktion der Seitenbürste oft nicht ganz bis in Ecken und entsprechend bleibt dort Schmutz liegen.
Auch auf Teppich macht der X9 Pro eine ordentliche Figur. Hier entfernt er zumindest oberflächlichen Schmutz ganz gut, aber Tierhaare haken sich gern an der Auslegeware fest, sodass der Roboter sie nicht mehr angehoben bekommt. Dann reicht die Saugkraft nicht mehr, gerade tief sitzender Schmutz ist der Endgegner – nicht nur für den Jonr, sondern für Saugroboter generell.
Für Haare setzt der Hersteller übrigens auf eine dreifache Technik gegen Verheddern. Dazu gehören ein Kamm als erste Ebene, dann eine Bürste sowie Klingen, die die Haare vor der Absaugung in der Station zerschneiden sollen. Das klappt grundsätzlich auch, vereinzelt wickeln sich trotzdem einige wenige Haare um die Rollenbürste. Gerade seitlich an den Aufhängungen der Rolle verheddern sich zudem vermehrt Haare, die regelmäßig händisch entfernt werden wollen.
Beim Wischen leistet der Roboter hingegen sehr gute Arbeit. Die ausfahrbare Wischrolle lässt aufgrund der Konstruktion zwar einige Millimeter am Rand ungewischt, ansonsten schafft er satt und gleichmäßige feuchte Bahnen und entfernt dabei auch hartnäckigeren Schmutz ordentlich und weitgehend streifenfrei. Auf Laminat ist uns allerdings schon die Feuchtigkeitszufuhr über 16 Düsen auf dem mittleren von drei Graden zu hoch, weshalb wir hier auf das Minimum gegangen sind. Die Station wäscht die Wischrolle anschließend vernünftig mit Wasser und trocknet sie mit heißer Luft.
Auffällig ist die gute Teppicherkennung mit schneller Reaktion beim Anheben und Absenken der Wischwalze um 1 cm, sodass wenig Platz am Teppichrand ungewischt bleibt. Die Walze hebt der Roboter dann auch an, fährt im Gegensatz zu vielen Konkurrenz aber nicht eine Schutzkappe darüber, wodurch gerade auf längerem Flor die Oberfläche feucht werden kann.
Insgesamt ist der X9 Pro lauter als die Konkurrenz. Das gilt fürs Saugen, aber auch fürs Wischen. Letzteres macht zudem ein leicht leierndes Surr-Geräusch – nicht wirklich schlimm, aber etwas störend. Etwas seltsam ist auch der Umstand, dass der Roboter auf Deutsch mal mit Männer-, mal mit Frauenstimme spricht.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Jonr X9 Pro?
Der Hersteller nennt eine Akkukapazität von 5.200 mAh – das ist Durchschnitt. Offenbar haushaltet der Roboter damit aber gut, im Test schaffte er damit rund 120 m² am Stück. Dabei schafft er fast 1 m² pro Minute, was für einen Roboter mit Hinderniserkennung vergleichsweise schnell ist. Die Ladezeit bei 20 Prozent Restakku liegt bei etwa 3 Stunden.
Preis: Was kostet der Jonr X9 Pro?
Eine UVP für Deutschland nennt der Hersteller offenbar nicht. In seinem Shop wird ein aktueller Preis von 916,95 Euro sowie ein durchgestrichener Vergleichspreis von 1.840,95 Euro angezeigt. Bei Amazon kostet das Modell 900 Euro, aktuell sinkt der Preis aber durch das Anwählen eines 150-Euro-Coupons auf 750 Euro.
Fazit
Der Jonr X9 Pro bietet auf dem Papier ein modernes Konzept. Die Kombination aus ausfahrbarer und anhebbarer Wischwalze, ausfahrbarer Seitenbürste sowie Station mit Absaugung, aktiver Walzenreinigung sowie Trocknung macht auf dem Papier einen guten Eindruck. Im Test zeigte der Roboter gute Navigation, ordentliche Saug- und sehr gute Wischleistung. Probleme gab es wenige und die sind auch eher untergeordneter Natur.
Allerdings macht der Hersteller auf seiner Produktseite große Versprechen, liefert aber insgesamt kaum verwertbare Daten. Auch die Preisangabe dort ist alles andere als eindeutig: über 1800 Euro für den X9 Pro wären eine Frechheit, die aktuellen über 900 Euro immer noch zu viel und wegen des hohen „Rabatts“ wirkt das zudem wenig seriös. So bleibt unterm Strich ein eigentlich guter Roboter, der mehr am unprofessionellen Auftreten des Herstellers als unter eigenen Fehlern leidet.
Für 1800 Euro gäbe es 1,5 Sterne, für über 900 Euro immerhin 3,5 Sterne. Denn ein Ecovacs Deebot X8 Pro Omni mit Wischwalze ist mittlerweile teils schon für unter 600 Euro neu zu bekommen und es gibt wenig Gründe, dann zu einem unbekannten Jonr-Modell für 900 Euro zu greifen – obwohl es gut ist.
Künstliche Intelligenz
CPU-Markt schrumpft, aber x86-Anteil von AMD und ARM-Anteil wachsen
Die gute Nachricht zuerst: Im ersten Quartal 2026 stiegen die Verkaufszahlen von Serverprozessoren um rund 10 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings sanken die verkauften Stückzahlen von Prozessoren für Notebooks, Desktop-PCs, Spielkonsolen und Embedded Systems (Internet of Things, IoT). Das meldet das Marktforschungsunternehmen Mercury Research.
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AMD konnte seinen Marktanteil an allen x86-Prozessortypen im Jahresvergleich von 27,1 Prozent auf 32,6 Prozent auf Kosten von Intel weiter deutlich steigern, also um 5,6 Prozentpunkte.
| Marktanteile AMD an x86-Prozessoren (Quelle: Mercury Research) | |||
| Kategorie | Q1/26 | Q4/25 | Q1/25 |
| Server | 33,2 % | 28,8 % | 27,2 % |
| Desktop-PC | 33,2 % | 36,4 % | 28,0 % |
| Notebooks | 28,3 % | 26,0 % | 22,5 % |
| x86-Gesamt* | 32,6 % | 31,4 % | 27,1 % |
| *einschließlich IoT, Embedded Systems, Spielkonsolen | |||
Die Segmente entwickelten sich aber unterschiedlich: Bei Servern beispielsweise wuchs der AMD-Anteil noch stärker, nämlich um 6 Punkte auf nun 33,2 Prozent. Bei Desktop-PCs legte AMD im Jahresvergleich hingegen nur um 5,1 Punkte auf ebenfalls 33,2 Prozent zu, musste gegenüber dem vierten Quartal 2025 aber einen Rückgang hinnehmen.
Lieferengpässe
Als Grund dafür nennt Mercury Research die außergewöhnliche Entwicklung: Wegen der sich verschärfenden RAM-Knappheit hatten viele PC-Hersteller Ende 2025 größere Vorräte beschafft, auch bei Prozessoren. Und im Jahresvergleich brachen die Verkaufszahlen bei Desktop-PC-Prozessoren im Q1/2026 besonders stark ein, nämlich um 20 Prozent.
Absolute Zahlen nennt Mercury Research in seinen kostenlosen Veröffentlichungen nicht.
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Die Verkaufszahlen von Serverprozessoren steigen, weil agentische KI-Systeme im Trend liegen und von hoher CPU-Performance profitieren.
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Wegen der hohen Nachfrage nach Serverprozessoren hat Intel Produktionskapazitäten dorthin verlagert. Das führt im Gegenzug zu Knappheiten bei bestimmten Prozessoren für Desktop-PCs und Notebooks.
ARM-Wachstum dank Apple und Nvidia
Die Firma Mercury Research betont, dass sie keinen so detaillierten Einblick in die Verkaufszahlen von Notebookprozessoren mit ARM-Technik hat wie bei x86-Chips.
Den Marktanteil von ARM-Chips an den Client-Rechnern schätzt Mercury Research auf nun 14,4 Prozent, ein sequenzielles Wachstum um 0,5 Prozentpunkte. Eingeschlossen sind dabei auch Apple MacBooks und Google Chromebooks. Separate Zahlen für den Marktanteil der Snapdragon-Prozessoren von Qualcomm für Windows-11-Notebooks weist Mercury Research bisher nicht öffentlich aus.
Die Verkaufszahlen von Serverprozessoren mit ARM-Kernen haben sich laut Mercury Research im Jahresvergleich ungefähr verdoppelt, vor allem weil Nvidia sehr viele „Grace“-Prozessoren in den KI-Systemen Blackwell NVL72 verkauft hat. Dennoch wuchs der Anteil von ARM-Serverprozessoren am gesamten Markt moderat auf nun 13,2 Prozent, weil auch die Stückzahlen von x86-Prozessoren deutlich stiegen.
(ciw)
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NASA beendet Maven-Mission offiziell | heise online
Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) hat die Mission der Marssonde Maven für beendet erklärt. Der Kontakt zu der Sonde brach vor einem halben Jahr ab und konnte nicht wiederhergestellt werden.
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In einer knapp 40 Minuten langen Online-Konferenz gab die NASA das Ende der Mission bekannt. Die Sonde, deren Abkürzung für Mars Atmosphere and Volatile Evolution, hat die obere Atmosphäre des Mars erforscht. Daneben diente sie Relais für die Kommunikation mit den Marsrovern.
Den letzten Kontakt mit der Sonde habe es am 6. Dezember 2025 gegeben, erzählte Maven-Projektmanager Mike Moreau. Danach sei die Sonde hinter dem Mars verschwunden. Als sie etwa eine halbe Stunde später wieder hervorgekommen sei, sei kein Kontakt mehr möglich gewesen.
Kontaktversuche waren erfolglos
Das NASA-Team versuchte auf verschiedene Arten, wieder Kontakte mit Maven aufzunehmen. „Leider waren alle diese Versuche, die Kommunikation wiederherzustellen, erfolglos“, sagte Moreau. Es gelang lediglich einige Stunden später, einige Telemetriedaten zu empfangen. Daraus ließ sich rekonstruieren, dass die Sonde in Trudeln geraten war. Sie drehte sich demnach 2,7 Mal in der Minute. Normalerweise ist die Position einer Sonde stabil.
Die Folge sei gewesen, dass die Solarpaneele nicht mehr auf die Sonne ausgerichtet gewesen seien und die Sonde ihre Akkus nicht mehr habe laden können. Diese hätten sich „über einen Zeitraum von mehreren Stunden entladen“, was dazu geführt haben, „dass das Kommunikationssystem schließlich keinen Strom mehr hatte und das Raumfahrzeug in einen nicht mehr wiederherstellbaren Zustand geriet.“
Die NASA ist noch dabei, die Fehlerursache zu ermitteln. Moreau wollte sich dazu aber nicht äußern. Der Abschlussbericht wird voraussichtlich in einigen Monaten vorliegen.
Sechs Missionsverlängerungen
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Maven startete im November 2013 und erreichte im September 2014 den Mars. Die Primärmission war auf ein Jahr angesetzt. 2025 war die Sonde laut Moreau in der sechsten Verlängerung ihrer Mission.
Die Aufgabe von Maven war die Erforschung der Marsatmosphäre. Das Hauptziel der Mission habe darin bestanden, herauszufinden, weshalb die Atmosphäre verschwunden ist, sagte Shannon Curry, wissenschaftliche Leiterin der Mission. Die Marsatmosphäre, die früher so dicht war wie die Erdatmosphäre, ist heute nur noch sehr dünn.
Mithilfe von Maven fanden die Forscher heraus, dass der Sonnenwind und die Strahlung der Sonne der Grund für den Großteil des Verlusts waren. „Wir haben heute ein besseres Verständnis des atmosphärischen Entweichens auf dem Mars als auf jedem anderen Planeten, einschließlich der Erde“, resümierte Curry.
Neben ihrer wissenschaftlichen Mission war Maven ein wichtiges Relais für die Kommunikation mit den Rovern auf der Marsoberfläche, aber nicht das einzige. Es stehen noch vier weitere Relaisstationen zur Verfügung – Mars Odyssey und Mars Reconnaissance Orbiter der NASA sowie die europäischen Sonden Mars Express und Trace Gas Orbiter.
Seit dem Ausfall komme es allerdings „gelegentlich zu leichten Verzögerungen“, weil jetzt weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, um die wissenschaftlichen Daten zu übertragen, sagte Tiffany Morgan, Leiterin des Mars-Erkundungsprogramms der NASA. Im Betrieb der Rover habe es kleine Änderungen gegeben, ergänzte NASA-Manager Greg Heckler. „Aber wir erwarten kein wissenschaftliches Defizit.“
(wpl)
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Fotofilter im Check: Was Polfilter & Co. besser können als Photoshop
Polfilter, Graufilter, Verlaufsfilter – das Zubehör eines Landschaftsfotografen kann schnell mehrere Hundert Euro kosten und das Rucksackgewicht spürbar erhöhen. Gleichzeitig bieten Bildbearbeitungsprogramme wie Lightroom, Photoshop und die Nik Collection digitale Werkzeuge, die viele Filtereffekte am Bildschirm nachahmen können. Die Frage, ob physische Glasfilter in der digitalen Fotografie noch eine Berechtigung haben oder durch Software ersetzbar sind, gehört zu den Dauerdebatten unter Landschaftsfotografen – und die Antwort fällt je nach Filtertyp sehr unterschiedlich aus.
In diesem Beitrag nehme ich sechs gängige Filtertypen systematisch unter die Lupe: UV-, Pol-, Grau-, Verlaufs-, Diffusions- und Lichtverschmutzungsfilter. Ich erkläre die Funktionsweise jedes Filters, prüfe den praktischen Nutzen und zeige konkret, wie sich der Effekt in Lightroom, Photoshop oder der Nik Collection nachbilden lässt – jeweils mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Grundlage sind 20 Jahre Erfahrung in der professionellen Landschaftsfotografie.
Dabei zeigt sich: Manche Filter leisten physikalisch Dinge, die keine Software nachbilden kann, bei anderen hat die digitale Alternative das Glas in Flexibilität und Präzision längst überholt. Und bei einigen Filtertypen liefert die Praxis ein Ergebnis, das überraschen dürfte – auch erfahrene Fotografen. Der Vergleich mündet in konkrete Empfehlungen, was ins Gepäck gehört und was man sich künftig sparen kann.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Fotofilter im Check: Was Polfilter & Co. besser können als Photoshop“.
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