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KI-Start-up: Warum OpenAI jetzt auf Werbung setzt


OpenAI will bald Werbung bei ChatGPT einführen. Angesichts der enormen Summen, die der Betrieb von ChatGPT verschlingt, ist die Erschließung neuer Erlösquellen auch dringend notwendig, analysiert der Marketingexperte Mark Ritson in seiner Talking-Heads-Kolumne – und ordnet die wichtigsten Kennzahlen von OpenAI ein. 

Die Nachricht, dass OpenAI künftig mit Werbung auf einigen seiner Seiten experimentieren will, wurde von vielen Werbetreibenden begeistert aufgen

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Claude erstellt jetzt interaktive Diagramme – auch im Free Plan


Du kannst Claude einfach bitten, eine Visualisierung zu erstellen, manchmal schlägt die KI aber auch eine passende grafische Darstellung vor. So lassen sich etwa interaktive Zinseszinskurven, Marketing Funnel, klickbare Produktvergleiche oder wissenschaftliche Diagramme erstellen. Die Funktion geht auf Imagine with Claude zurück, eine experimentelle Visualisierungsfunktion, die Anthropic im Herbst 2025 erstmals vorgestellt hatte. Neu ist die Integration direkt im Chat statt in einem separaten Artifact Panel.

Das Feature erscheint wenige Wochen nach dem Modell-Update Claude Sonnet 4.6, das Anthropic im Februar vorgestellt hat. Das Modell bringt laut Unternehmen ein Kontextfenster von bis zu einer Million Tokens, stärkere Agent-Funktionen und verbesserte Coding Skills.


1 Million Tokens und stärkere Agents:
Anthropic stellt Claude Sonnet 4.6 vor

Claude Sonnet 4.6-Illustration.
© Anthropic via Canva

So nutzt du Claude für Charts und Datenanalysen

Statt eines statischen Diagramms erstellt Claude jetzt eine kleine Anwendung. Nutzer:innen können Elemente anklicken, Daten verändern und Zusammenhänge direkt im Chart erkunden. Im Hintergrund entstehen vollständige Interfaces mit Interaktionslogik und Visualisierungskomponenten. Die Anwendungen erscheinen direkt im Chat und lassen sich anschließend iterativ weiterentwickeln.

Anthropic demonstriert die Funktion anhand eines Anatomie-Explorers. Nutzer:innen können zwischen Ganzkörper- und Gehirnansichten wechseln, einzelne Strukturen anklicken und zusätzliche Informationen abrufen. Im Explorer lassen sich rund 40 anatomische Strukturen mit Lerninhalten erkunden, ergänzt durch Filter für Körpersysteme wie Skelett, Muskeln oder Nervensystem.

Screenshot eines interaktiven Anatomie-Explorers in Claude, der den menschlichen Körper mit anklickbaren Organen und Filtern für verschiedene Körpersysteme zeigt.
Interaktiver Anatomie-Explorer in Claude, © Anthropic

Das Prinzip lässt sich auch auf andere Anwendungen übertragen. Wer beispielsweise eine Lernanwendung erstellt, kann außerdem zusätzliche Funktionen wie Quiz-Modi, weitere Datensätze oder neue Visualisierungsebenen integrieren. Aus denselben Daten können zudem weitere Materialien entstehen, etwa ein PDF-Lernskript oder Anki-kompatible Flashcards, also digitale Lernkarten für die populäre Spaced Repetition App.

Wir haben die neue Funktion in Claude getestet und eine interaktive Weltkarte über die durchschnittlichen Internet-Download-Geschwindigkeiten weltweit erstellt; direkt im Chat, ohne eine einzige Zeile Code selbst schreiben zu müssen. Das Ergebnis lässt sich per Klick zwischen Festnetz- und Mobilfunkdaten umschalten und zeigt per Hover die Geschwindigkeit des jeweiligen Landes an.

Durchschnittliche Internet-Downloadgeschwindigkeit nach Land

Breitband-Festnetz & Mobil · Daten: Speedtest Global Index, Q4 2025 (illustrativ)

Ansicht:

Langsam

Schnell
Grau = keine Daten

Gerade für datengetriebene Arbeitsfelder könnte Claudes Update relevant werden. Marketer könnten Kampagnen-Performance oder Funnel-Daten direkt im Chat visualisieren, Forschende komplexe Datensätze oder Modelle interaktiv erkunden. Publisher wiederum könnten Entwicklungen in Traffic, Reichweite oder Audience-Daten als Diagramme aufbereiten und analysieren.

Die Visualisierungsfunktion steht laut Anthropic ab sofort als Beta bereit und ist bei allen Claude-Abonnements verfügbar, auch für Free User. Damit wandern Datenanalyse und Visualisierung dorthin, wo viele Arbeitsprozesse ohnehin schon stattfinden – direkt in den Chat.


Claude lässt dich ChatGPT Memory jetzt for free importieren
– Wechsel wird einfacher

Textfeld zum Import von Memory bei Claude, schwarzweiß auf beigefarbenem Hintergrund
© Anthropic via Canva





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Einfach Maps fragen: Google Maps erfindet sich mit Gemini neu


Google Maps verändert grundlegend die Fähigkeiten der Navigations-App und nutzt dafür Gemini. User können jetzt einfach komplexe Fragen stellen, personalisierte Hinweise erhalten und besser sehen, wohin sie fahren müssen.

Frage alles über jeden Ort. Google Maps wird zu einer Konversations-App mit AI Power und gibt dir jederzeit passende Antworten. Dabei sind diese sogar an deine Bedürfnisse angepasst und können viele Alltagsprobleme lösen. Gleichzeitig liefert Google Maps mit Immersive Navigation eine neue Ansicht, die in 3D, mit neuen Visuals und intuitiver Führung für mehr Übersicht sorgt. Sie stellt Googles größtes Navigations-Update seit über zehn Jahren dar. Miriam Daniel, VP & GM für Google Maps, meint:

Google Maps is fundamentally changing what a map can do […].


Gemini kommt zu Google Maps:

Praktische Hilfe für User, großes Werbepotenzial für Unternehmen

Gemini in Google Maps
© Google via Canva

Google Maps als Konversations-App: Einfach fragen und finden, was du brauchst

Mit der neuen Funktion Ask Maps können User der populären Navigations-App komplexe Fragen stellen und unmittelbar passende Antworten erhalten. Du suchst nach einem Tennisplatz, der Flutlicht hat und auch nachts geöffnet ist? Dein Smartphone ist leer und du brauchst einen Ort, an dem du es schnell aufladen kannst? Du benötigst eine Toilette, bei der du nicht lange anstehen musst?

All diese Fragen kannst du Google Maps mit der Gemini-unterstützten Funktion Ask Maps stellen und direkt eine Antwort samt personalisierter Karte erhalten, die die entsprechenden Vorschläge hervorhebt. Du kannst sowohl Fahrvorgaben und Ankunftsdaten als auch Insider-Tipps und Reviews erhalten. Google analysiert Informationen zu über 300 Millionen Orten und baut auf Input von mehr als 500 Millionen Contributors.

Individuell sind die Antworten auf deine Fragen insofern, als sie Kontextinformationen aus vorherigen Suchen oder von dir gespeicherten Orten miteinbeziehen. Dabei kann Maps zum Beispiel Restaurantvorschläge personalisieren, wenn die App von der Vorliebe für vegane Küche weiß. Mit Ask Maps können die Pläne für Routen oder die Tagesplanung auch schnell in die Tat umgesetzt werden, Google hilft bei der Buchung von Restaurants, speichert die Orte in Maps und liefert die Navigationsvorgaben. Ask Maps ist allerdings zunächst nur in den USA und Indien und nur mobil verfügbar.

Die Navigationsanzeige selbst wird indes in der App jetzt besser denn je.

Immersive Navigation: Nichts mehr verpassen dank 3D-Vorbereitung

Das Feature Immersive Navigation stellt laut Google das größte Google Maps Update seit über einem Jahrzehnt dar. Echtzeitinformationen sollen die User gepaart mit einer neuen 3D-Ansicht ideal unterstützen und ihnen in verschiedenen Kontexten Hilfestellung leisten. Die neue 3D-Ansicht zeigt Gebäude, Überführungen und das Terrain um dich herum an, sodass du dich rechtzeitig auf die Gegebenheiten einstellen kannst. Darüber hinaus werden auch Ampeln, Spuren auf der Straße – wichtig gerade bei kritischen Spurwechselmanövern –, Stoppschilder und Zebrastreifen angezeigt. Für die Anzeige setzt Google auf Gemini-Modelle, die Street View-Daten und Fotos aus der Luft zu einer möglichst zeitgemäßen Umgebungsdarstellung verbinden.

Nicht allein die Ansicht ist neu. Es gibt überdies ganz neue Funktionen für Immersive Navigation. User können künftig dank smarten Zooms und transparent dargestellten Gebäuden schon früh einen vor ihnen liegenden Teil der Route erkennen, um sich auf die nächsten Schritte vorzubereiten. Außerdem soll die sprachliche Führung mit natürlicherer Sprache daherkommen und dich quasi wie Freund:innen auf die kommenden Aktionen hinweisen. Zudem liefert Maps noch mehr Echtzeitinformationen zu etwaigen Problemen. Pro Tag bringen Contributors zehn Millionen Hinweise ein, weltweit reagiert Maps des Weiteren auf fünf Millionen Verkehrs-Updates. Dank dieser Daten schlägt Maps schnell neue Routen vor und liefert Erklärungen.

Vor der Ankunft können sich User schließlich noch mit der Umgebung beim Zielort vertraut machen. Dazu können sie Street View-Bilder nutzen und Parkinformationen einsehen. Bevor du dort bist, kann Maps Einfahrten und Parkmöglichkeiten hervorheben. Immersive Navigation kommt zuerst in den USA und wird demnächst weiter ausgerollt, für iOS- und Android-Geräte, CarPlay, Android Auto sowie Autos mit nativer Google-Integration.


Neue Gemini Workflows in Google Docs, Sheets, Slides und Drive

Visualisierung der neuen Gemini-Workflows in Google Workspace: Die KI verbindet Inhalte aus Google Drive, Docs, Sheets und Slides und ermöglicht es Nutzer:innen, direkt Fragen zu Dokumenten, Tabellen und Präsentationen zu stellen.
© Google Workspace





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Instagram Links in Captions sind da


Clickable Links in der Caption kommen endlich zu Instagram und bieten neue Traffic- und Conversion-Chancen. Allerdings gibt es klare Einschränkungen.

Den Link findest du in der Bio. Mit diesem Hinweis versehen Abermillionen Social Media Manager und Creator ihre Instagram-Inhalte, um auf weiterführenden Content wie Artikel oder Produkte zu verweisen. Denn während auf Instagram die ausgehende Verlinkung über die Stories und im Profil möglich ist, lassen Reels und Beiträge bisher kaum solche Möglichkeiten zu. Immerhin hat die Plattform 2023 endlich bis zu fünf Links in der Bio erlaubt, statt bis dato nur einen, und kürzlich sogar eine gedeckelte Anzahl an Links in Reels für Meta Verified User als Option bereitgestellt. Doch die Verlinkung direkt aus den Captions heraus, wie sie auf vielen anderen Plattformen längst möglich ist, blieb lange Zeit ein Wunschtraum der Creator – bis jetzt. Instagram testet offiziell Links in der Caption, aber auch die kommen mit einem Haken.


Instagram erlaubt Links in Reels, wenn du das machst

Hölzernes Instagram-Logo inmitten von grünen Pflanzen an weißer Wand, Treppengeländer im Vordergrund
© Meta via Canva

Erweitertes Link Sharing als Bezahlfunktion: Links in Captions gegen Geld

Die Hoffnung, dass bald alle Instagram Creator Links in der Caption nutzen können, erfüllt sich nicht. Denn der aktuelle Test, über den Engadget berichtet, bezieht sich auf eine Funktion für Meta Verified-Abonnent:innen. Gegenüber dem Publisher bestätigte Meta, dass die Option mit einigen Creatorn getestet wird. Dazu gehört Andrea Valeria, die auf Instagram den Account itsatravelod führt. Sie entdeckte die Funktion und teilte auf Threads Visuals, die den Einsatz in einem Post zeigen. Dabei erklärt Valeria im Threads Posts, dass sie eine Nachricht von Meta mit weiteren Details erhalten hat. Demnach kann sie nur zehn Links pro Monat in der Caption integrieren.

Damit ist die Funktion bereits doppelt limitiert. Genau wie die für Meta Verified User verfügbaren Links in Reels sind die Links in Captions in ihrer Anzahl begrenzt. Und Creator müssen zuerst einmal die Gebühr für Meta Verified zahlen. Die günstigste Variante, Business Standard, kostet 14,99 US-Dollar pro Monat. Jedoch hat dieses Modell in der Übersicht keine Link-Funktionen zu bieten. Die sind zumindest für Reels erst ab dem Modell Business Plus für 49,99 Euro pro Monat verfügbar. Dabei zeigt die offizielle Seite für Meta Verified aktuell noch keine Optionen für Links in Captions an.

Die aktuellen Meta Verified-Modelle mit Vorteilen, © Meta

Die besten Link-Sharing-Optionen für Reels – sechs Links im Monat – bietet das teuerste Abonnement Business Max für 499,99 US-Dollar monatlich. Wenn Meta die Links in Captions als Bezahlfunktion umfassend einführt, dürften die besten Optionen ebenfalls an teurere Abonnements geknüpft sein.

Eine weitere Limitierung ist die aktuelle Verfügbarkeit. Nur wenige können die Links in Captions testen. Und beim Beitrag von itsatravelod ist der Link für uns sowohl mobil als auch auf dem Desktop derzeit nicht mehr in der Caption zu sehen.

Wohl kein Ende von Link in Bio

Die Links in Captions würden aber die gängige Praxis, auf Links in der Bio oder auf der eigenen Seite hinzuweisen, kaum ablösen. Denn selbst wenn die Möglichkeit zur Verlinkung via Caption im Bereich Meta Verified standardmäßig integriert wird, werden kaum alle Creator auf diese Bezahloption zugreifen. Wer das aber nicht tut, muss weiterhin über die Bio, die Stories oder Notes Links verlinken.

Meta möchte indes mehr Accounts zum Abonnement von Meta Verified animieren, um den eigenen Umsatz zu steigern. Dafür sind heiß ersehnte Optionen wie die Links in Captions ein relevanter Hebel. Gerade Unternehmens-Accounts könnten diese Chance wahrnehmen, um die Captions künftig als weiteren Funnel für Conversions oder zumindest Traffic-Generierung zu nutzen. Auch die Integration von Affiliate Links ist vorstellbar. Im schlimmsten Fall werden Instagram User zudem vermehrt mit Spam Links konfrontiert. Die Begrenzung auf zehn Links pro Monat, die sich je nach Abomodell noch ändern könnte, dürfte in diesem Kontext aber dem Schutz vor übermäßigem Gebrauch Vorschub leisten.

Doch so weit ist es noch nicht und Instagram testet vorerst weiter limitiert, wie die Links in Captions zum Einsatz kommen. Ein offizielles Roll-out-Datum für die Funktion gibt es noch nicht.

Meta prüft indes bereits die Integration von weiteren Bezahlabonnements, die beispielsweise exklusive AI-Funktionen für User von Instagram, WhatsApp und Co. bereitstellen würden. Auch das soll den Umsatz mit der Social-Media-Nutzung parallel zum Werbeumsatz ankurbeln. 2025 lag der Jahresgewinn Metas bei satten 83,3 Milliarden US-Dollar. Vom gesamten Umsatz in Höhe von 201 Milliarden US-Dollar entfielen rund 196 Milliarden auf das Werbegeschäft. Daher setzt Meta verstärkt auf weitere Wege, um regelmäßige Einkünfte zu generieren. Die Zahl der potentiellen Abonnent:innen ist groß, schließlich nutzen allein mehr als drei Milliarden Accounts pro Monat Instagram – auf Facebook und WhatsApp ist die Zahl in einer ähnlichen Größenordnung anzusiedeln.


Diese Features könnten bald kosten:

Meta prüft Pay-Abo für wichtigste Apps

Hand hält Smartphone. Hier sind die App Icons von Meta drauf zu sehen.
Foto von Julian Christ auf Unsplash (Änderungen vorgenommen via Canva)





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