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KI-Startup Lovable steigert Jahresumsatz in nur einem Monat um 100 Millionen


Das schwedische KI-Startup Lovable wächst in einem Tempo, das selbst im aktuellen AI-Boom heraussticht.

KI-Startup Lovable steigert Jahresumsatz in nur einem Monat um 100 Millionen

Lovable-Gründer Anton Osika.
Sam Barnes/Sportsfile for Web Summit via Getty Images

Das schwedische Vibe-Coding-Startup Lovable, das mit 6,6 Milliarden Dollar bewertet wird, hat sein ohnehin rasantes Wachstum in den vergangenen Monaten weiter beschleunigt – selbst während Anthropics Claude Code viral ging.

Das Unternehmen berichtet, dass sein jährlich wiederkehrender Umsatz (Annual Recurring Revenue, ARR) innerhalb eines einzigen Monats um mehr als 30 Prozent gestiegen ist – von 300 Millionen auf 400 Millionen Dollar. Bis zum Jahresende könnte der Wert sogar über eine Milliarde Dollar erreichen, sagte Lovables Chief Revenue Officer Ryan Meadows in einem Interview mit Business Insider. ARR bezeichnet die vorhersehbaren Einnahmen, die ein Unternehmen über ein Jahr hinweg aus Abonnements oder wiederkehrenden Verträgen erwartet.

Umsatz wächst rasant

Lovables starkes Wachstum findet inmitten eines allgemeinen Booms von KI-gestützten Coding-Tools statt. Dazu gehören neben Claude Code auch das Startup Cursor, das zuletzt mit fast 30 Milliarden Dollar bewertet wurde. Ende 2025 erklärte Cursor, bereits eine Milliarde Dollar annualisierten Umsatz erreicht zu haben.

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Die Startup-Bubble hat eine neue Religion: ARR

Lovable startete Ende 2024 und erreichte nur acht Monate später 100 Millionen Dollar ARR. Bis Ende 2025 hatte sich dieser Wert bereits auf 200 Millionen Dollar verdoppelt.

Programmieren ohne Programmierer

Vibe Coding ermöglicht es auch Menschen mit wenig Programmiererfahrung, mithilfe von KI Code zu erstellen. Lovable, gegründet von Anton Osika und Fabian Hedin, will das Programmieren noch zugänglicher machen und auch Nicht-Ingenieuren ermöglichen, Software und Anwendungen zu entwickeln. In einer Finanzierungsrunde im Dezember, angeführt von CapitalG und dem Anthology-Fonds von Menlo Ventures, wurde das Unternehmen mit 6,6 Milliarden Dollar bewertet.

„Das Wachstum beschleunigt sich deutlich“, sagte Meadows. „Allein in den letzten Monaten hat sich die Zahl der täglich aktiven Nutzer verdoppelt.“ Laut Meadows hat Lovable inzwischen mehr als 15 Millionen täglich aktive Nutzer. Jeden Tag entstehen rund 200.000 neue Vibe-Coding-Projekte auf der Plattform.

Wachstum im Enterprise-Geschäft

Der Großteil der Lovable-Nutzer sind weiterhin nicht-technische Gründer und Unternehmer. Das schnellste Wachstum beobachtet das Unternehmen jedoch im Enterprise-Geschäft, das erst im August gestartet wurde.

Anthropic ist dabei eher Partner als Konkurrent.

Zusammenarbeit mit Anthropic

Der jüngste Wachstumsschub von Lovable setzte nach der Veröffentlichung von Claude Code ein. Laut Meadows hat das jedoch nicht zu Marktanteilsverlusten geführt, da viele Kunden beide Tools nutzen. Professionelle Softwareentwickler und Engineering-Teams greifen eher zu Claude, während nicht-technische Mitarbeitende Lovable bevorzugen.

„Das hebt den gesamten Markt“, sagte er. „Wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir gerade sehen.“

Neue Büros und viele Einstellungen

Lovable basiert selbst auf Claude, und als Anthropic diese Woche seinen neuen Marketplace startete, wurde Lovable dort prominent präsentiert.

„Sie sind sehr daran interessiert, gemeinsam mit uns Geschäft zu generieren“, sagte Meadows. „Wir werden weiterhin in diese Partnerschaft investieren.“

Team wächst stark

Lovable hat die Marke von 400 Millionen Dollar ARR mit einem vergleichsweise kleinen Team von nur 146 Mitarbeitern erreicht, sagte Meadows. In diesem Jahr plant das Unternehmen eine große Einstellungswelle, vor allem in den Bereichen Produkt und Engineering. Bis Ende des Jahres soll das Team auf etwa 350 Mitarbeiter wachsen.

Während das Engineering-Team weiterhin in Stockholm bleiben soll, eröffnet Lovable in diesem Jahr sein erstes US-Büro in Boston für Go-to-Market-Rollen.

„Wir können gar nicht schnell genug einstellen“, sagte Meadows.





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„Ich sterbe so oder so“: Warum dieser Mann bis zum Umfallen arbeiten will


Der KI-Unternehmer Nico Laqua schläft oft im Büro, arbeitet sieben Tage die Woche und kommt mit nur drei Stunden Schlaf aus.

„Ich sterbe so oder so“: Warum dieser Mann bis zum Umfallen arbeiten will

Arbeiten bis an die Grenze der Belastbarkeit? Für Nico Laqua ist das kein Problem. (Symbolfoto)
Westend61 / GettyImages

Nico Laqua würde nach eigenen Worten lieber Jahre seines Lebens opfern, als sein Startup scheitern zu sehen.

Der US-Unternehmer gründete 2024 das KI-Versicherungs-Startup Corgi mit. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Im Mai wurde das Unternehmen zum Einhorn und erreichte in einer Series-B-Finanzierungsrunde eine Bewertung von 1,3 Milliarden Dollar. Nur drei Wochen später verdoppelte sich diese in einer weiteren Finanzierungsrunde sogar auf 2,6 Milliarden Dollar.

Um sein Startup voranzubringen, lebt Laqua nach einem extremen Arbeitsrhythmus: Er arbeitet sieben Tage die Woche, schläft oft im Büro und kommt nach eigenen Angaben mit rund drei Stunden Schlaf pro Nacht aus.

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In einer Folge des „20VC“-Podcasts fragte Moderator Harry Stebbings Laqua: „Hättest du lieber, dass Corgi ein Billionen-Dollar-Unternehmen wäre, du aber mit 50 stirbst, oder dass es scheitert und du bis 80 lebst?“

„Die Antwort darauf ist ziemlich einfach“, sagte Laqua. „Ich sterbe so oder so.“

Mit seiner Haltung steht Laqua nicht allein da. In der Tech-Branche feiern viele Gründer den sogenannten „Grindset“ – eine Kultur, die maximale Leistung und Arbeit bis an die Belastungsgrenze verherrlicht. Beliebt ist etwa der „996“-Rhythmus: von 9 bis 21 Uhr arbeiten, sechs Tage die Woche. Manche verzichten dafür sogar auf Alkohol oder Sex.

Aber Laqua treibt es auf die Spitze. Hier ist, was er Stebbings im Podcast erzählte:

Das Büro als Schlafzimmer

Laqua sagte, er habe eine Matratze auf dem Boden des Corgi-Büros. Seine Mitarbeiter nennen es „Nicos Zimmer“.

„Ich verbringe nicht mehr jede einzelne Nacht dort“, sagte er. „Früher habe ich im Equinox eine Straße weiter geduscht, aber die schließen sehr früh, freitags schon um 20 Uhr. Das war also unangenehm.“

Als wir im September junge Gründer besuchten, zeigten mehrere ganz selbstverständlich auf Sofas oder Luftmatratzen in ihren Büros, für manche gehört das längst zum Startup-Alltag.

Doch die enge Vermischung von Arbeit und Privatleben hat ihre Schattenseiten. Was für manche funktioniert, kann auf Dauer auch zu Erschöpfung oder Burnout führen.

Laqua sagte außerdem, dass er nicht viel schläft. Er erklärte, dass er pro Nacht nur drei bis vier Stunden Schlaf bekommt. „Ich würde meine Lebensspanne lieber in Siegen als in Jahren messen“, sagte er.

Wochenende? Eher nicht

Manche Führungskräfte wollen eine Vier-Tage-Woche. Laqua strebt eine Sieben-Tage-Woche an. „Was auch immer du in fünf Tagen schaffst, ich verspreche dir, dass du in sechs und sieben Tagen noch mehr schaffen wirst“, sagte Laqua. „Du solltest alles geben.“

Laqua sagte, dass wachstumsstarke Startups in San Francisco an den Wochenenden voll besetzt sind. „Ich glaube nicht, dass das ein Zufall ist.“ Das bedeutet nicht, dass Corgi-Mitarbeiter keinen Ruhetag nehmen können. Laqua sagte, dass seine Mitarbeiter „ab und zu“ einen Tag frei nehmen – aber dass sie kein festes Wochenendprogramm haben. „Wenn deine freien Tage zufällig jede Woche Samstag und Sonntag sind, dann hast du bei Corgi keinen Platz“, sagte er.

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Karri Saarinen, Mitbegründer von Linear, schrieb auf X, dass Laquas Denkweise die vieler junger Gründer widerspiegele, „für die das Startup zu ihrer Identität wird“.

„Es fällt ihnen schwer, etwas anderes zu tun, und sie können nicht verstehen, dass deine Arbeit nicht die Person ist, die du bist“, schrieb Saarinen. „Aber Aktivitäten außerhalb der Arbeit können dich auch als Person wachsen lassen und dazu führen, dass du bessere Arbeit leistest.“ Laqua antwortete: „Wenn man von einem Problem besessen ist, arbeitet man hart.“

 





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Es gibt bereits genug Kleidung auf der Welt


#Interview

„Sally ist eine App, die deiner Kleidung ein zweites Leben schenkt“, sagt Gründer Paolo Coda. „Langfristig sehen wir das größte Potenzial im B2B-Bereich: Marken können Sally als SaaS-Lösung nutzen, um ihren Kund:innen After-Sales-Services anzubieten“, führt der Kölner weiter aus.

„Es gibt bereits genug Kleidung auf der Welt“

Das Kölner Startup Sacred Valley Tech, von Paolo Coda, Luca Urlacher und Santhoshkumar Sundararaj gegründet, möchte mit Sally eine Circular-Fashion-Plattform etablieren. „Sally ermöglicht es Nutzern, Kleidungsstücke per KI analysieren zu lassen und passende Tauschpartner zu finden“, erklärt Gründer Paolo Coda die Idee hinter Sally.

„Das langfristige Ziel ist eine All-in-One-Plattform für zirkuläre Mode – Tausch, Weiterverkauf, Reparatur, Recycling, Upcycling, Spende. Für Modemarken ermöglichen wir über Digital Product Passports erstmals, After-Sale-Services direkt zu monetarisieren“, führt der Jungunternehmer weiter aus.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt er Sally einmal ganz genau vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Sally erklären?
Sally ist eine App, die deiner Kleidung ein zweites Leben schenkt. Egal ob du ein Stück loswerden möchtest oder behalten willst, ob es noch wie neu ist oder einen Knopf verloren hat – Sally zeigt dir den besten Weg, damit es nicht im Schrank verstaubt oder im Müll landet. Tauschen, verkaufen, reparieren, spenden, recyceln: alles an einem Ort, in ein paar Klicks.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Der Einstieg läuft über unsere Swap-Funktion: Wer regelmäßig tauschen möchte, zahlt eine Jahresmitgliedschaft von 29,90 Euro – mit einem Monat kostenlos zum Ausprobieren. In einem zweiten Schritt werden wir auch die anderen Features wie Verkauf, Reparatur und Recycling monetarisieren. Langfristig sehen wir das größte Potenzial im B2B-Bereich: Marken können Sally als SaaS-Lösung nutzen, um ihren Kund:innen After-Sales-Services anzubieten – und so selbst an der Kreislaufwirtschaft zu verdienen.

Wie ist die Idee zu Sally entstanden?
Ich komme aus Peru, habe Modedesign studiert und danach in Textilfabriken in Italien gearbeitet – für Häuser, deren Namen jeder kennt. Was ich dort gesehen habe, hat mich nicht mehr losgelassen: Berge von Überproduktion, Müll in industriellem Maßstab. Die Erkenntnis war brutal einfach: Es gibt bereits genug Kleidung auf der Welt. Das Problem ist nicht Produktion – es ist Zirkulation. Als wir dann feststellten, dass 99,9 % der Menschen, mit denen wir sprachen, dasselbe Problem hatten – Kleidung zu Hause, die niemand mehr trägt, ohne klaren Weg nach vorne – wussten wir: Das ist unser Markt.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?
Ehrlich gesagt: Fundraising vor dem Launch. Fast alle Investor:innen wollten erst Traktion sehen – also echte Nutzer:innen und Transaktionen – bevor sie einsteigen. Das ist ein klassisches Henne-Ei-Problem für Pre-Launch-Startups: Um zu wachsen, braucht man Kapital. Aber um Kapital zu bekommen, muss man schon gewachsen sein. Wir haben uns deshalb entschieden, die ersten Schritte aus eigener Kraft zu gehen und mit echten Beta-Nutzer:innen Beweise zu schaffen, die für sich sprechen.

Wo steht Sally in einem Jahr?
Wir starten jetzt offiziell durch – und in einem Jahr soll Sally fest in Deutschland etabliert sein: mit einer wachsenden Community, aktiven Tausch- und Verkaufsaktivitäten auf der Plattform und ersten Markenpartnerschaften, die zeigen, dass Kreislaufwirtschaft auch für Unternehmen ein echtes Geschäftsmodell sein kann. Und ja: Wir planen, in diesem Zeitraum auch eine Finanzierungsrunde abzuschließen, um das Wachstum zu beschleunigen.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Sacred Valley Tech





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+++ Neura Robotics +++ Generation Tech Partners +++ Gaius Capital +++ Emmi AI +++ Freshflow +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Neura Robotics – Deutschlands neues Super-Unicorn +++ Roll-up-VC Generation Tech Partners geht an den Start +++ Geld für die Unternehmensnachfolge: Gaius Capital +++ Emmi AI-Exit: Bewertung lag wohl bei 330 Millionen +++ StartupsToWatch: Freshflow +++

+++ Neura Robotics +++ Generation Tech Partners +++ Gaius Capital +++ Emmi AI +++  Freshflow +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Donnerstag, 11. Juni).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries

+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

#STARTUPTICKER

Neura Robotics
+++ Deutschlands neues Super-Unicorn! Das Metzinger Robotik-Unternehmen Neura Robotics steigt in die Champions League der europäischen Tech-Szene auf. US-Konzerne wie Amazon, NVIDIA, Qualcomm und Tether sowie weitere Investoren aus Europa stellen dem Unternehmen bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Im Zuge der Rekordrunde steigt die Bewertung von Neura Robotics wohl auf rund 7 Milliarden US-Dollar. Das 2019 von David Reger gegründete Unternehmen entwickelt kognitive Roboter, die mithilfe von KI sehen, hören und lernen können. Mit dem frischen Kapital möchte das Team die Produktion massiv ausbauen und bis 2030 mehrere Millionen Roboter fertigen. Eine Finanzierungsrunde dieser Größenordnung hat bislang noch kein deutsches Startup gestemmt. Neura Robotics verschafft sich damit im globalen Wettbewerb mit Robotik-Schwergewichten wie Tesla, Boston Dynamics und Unitree eine deutlich bessere Ausgangsposition. Bemerkenswert in Sachen Neura Robotics: Mit PRIMEPULSE, Vsquared Ventures und HV Capital halten drei deutsche Venture-Capital-Geber derzeit gemeinsam noch immer mehr als 30 % am neuen Unicorn. Bei Einhörnern dieser Größenordnung ist das längst keine Selbstverständlichkeit. Mehr über Neura Robotics

Generation Tech Partners
+++ Roll-ups bleiben en vogue! Mit Generation Tech Partners starten Sebastian Herfurth (Friendsurance), Daniel Szabo (Körber Digital) und Elias Bitzer (Afinum, Liqid) eine neue Beteiligungsgesellschaft, die auf die Konsolidierung mittelständischer Unternehmen setzt. Die Gründer vereinen dabei Startup-, KI- und Private-Equity-Erfahrung. Für die geplanten Übernahmen im Mittelstand kann das Team auf mehr als 50 Millionen Euro zurückgreifen. Im Fokus stehen inhabergeführte B2B-Dienstleister mit einem EBITDA zwischen 500.000 und 5 Millionen Euro. Nach der Übernahme sollen die Firmen durch KI-gestützte Prozesse und digitale Führungskonzepte weiterentwickelt werden. Der Trend zu Roll-ups und Nachfolgelösungen zieht derzeit immer mehr Gründerinnen und Gründer sowie Investoren an. Namen wie Arsipa, Entro und Aretea Group sowie Investoren wie Aven Capital Partners, Gaius Capital (siehe unten) und Tenet zeigen, dass sich rund um das Thema gerade ein eigenes Ökosystem formiert. Wer sich fragt, warum plötzlich so viele Gründerinnen und Gründer sowie Investoren auf Roll-ups setzen, sollte einen Blick auf unseren Artikel „Roll-ups – die neue Goldgrube der Startup-Szene“ werfen. Mehr über Roll-ups

Gaius Capital
+++ Geld für die Unternehmensnachfolge! Der junge Berliner Investor Gaius Capital verkündet das First Closing seines ersten Fonds (Gaius Nachfolgekapital I). Im Topf sind zunächst 40 Millionen Euro. Zudem verkündet das Team das Final Closing von Gaius Unternehmerkapital I. Die Beteiligungsgesellschaft, 2025 von Jan Mickel, Joscha Radeck und Lukas Klipper gegründet, tritt an, um mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Regelung ihrer Nachfolge zu unterstützen. „Gaius Capital strebt Mehrheitsbeteiligungen an gut aufgestellten mittelständischen Unternehmen an“, teilt das Team mit. Im Fokus stehen dabei insbesondere Versicherungs- und Finanzanlagevermittler, Prüf- und Zertifizierungsdienstleister, Umweltlabore sowie Unternehmen aus dem Bereich Aufzugswartung. Bis Ende 2026 möchte Gaius drei Unternehmensgruppen aufbauen, die durch Nachfolgelösungen und Zukäufe wachsen sollen. Die erste Plattform im Bereich Versicherungsmakler wurde bereits Ende 2025 gestartet. Der Fokus von Gaius kommt nicht von ungefähr: Tausende mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer stehen in den kommenden Jahren vor der Frage, wer ihr Lebenswerk fortführen soll. Der Generationenwechsel im Mittelstand könnte sich damit zu einem der spannendsten Investmentthemen des Landes entwickeln. Mehr über Gaius Capital

Emmi AI
+++ Bewertung enthüllt! Ende Mai übernahm der französische KI-Gigant Mistral AI das österreichische Startup Emmi AI. Nun gibt es erstmals konkrete Zahlen zum Deal. Wie Sifted unter Berufung auf interne Dokumente berichtet, bewertete Mistral das Linzer Unternehmen im Rahmen der Übernahme mit bis zu 330 Millionen Euro. Demnach handelt es sich um einen kombinierten Cash-und-Aktien-Deal. Bereits unmittelbar nach der Übernahme war in der Szene spekuliert worden, dass der Exit zu den größten der österreichischen Startup-Geschichte zählen könnte. Die nun bekannt gewordene Bewertung untermauert diese Einschätzung. Emmi AI wurde erst 2024 von Knip-Gründer Dennis Just, Johannes Brandstetter und Miks Mikelsons gegründet. Sollte sich die jetzt bekannt gewordene Bewertung bestätigen, dürfte der Deal zu den größten Exits der österreichischen Startup-Geschichte zählen – und zugleich zu den schnellsten KI-Exits Europas. (Sifted) Mehr über Emmi AI

Freshflow
+++ StartupsToWatch! Das Berliner Startup Freshflow, 2021 von Carmine Paolino und Avik Mukhija gegründet, hat sich vorgenommen, die weltweite Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Das Unternehmen setzt dabei auf Machine Learning, um die Nachbestellung frischer Lebensmittel im Handel zu automatisieren und vorausschauend zu optimieren. Für seine Software-Lösung konnte die Jungfirma bereits zahlreiche Investoren begeistern. Zuletzt sammelte das Team 10 Millionen US-Dollar von Reimann Investors, IBB Ventures sowie den Altinvestoren Capnamic, caesar Ventures, World Fund, Venture Stars und Catatumbo Capital ein. Insgesamt flossen damit bereits rund 18 Millionen Euro in das Unternehmen. Freshflow gehört damit zu den ClimateTech-Startups, die alle auf dem Schirm haben sollten. Mehr über Freshflow

Offline
+++ Auch 2026 sind leider schon wieder einige millionenschwere Startups gescheitert. Allen voran das Berliner MedTech-Startup Caresyntax, das millionenschwere Berliner Musikunternehmen Native Instruments und der Consumer-Good-Incubator Vivere. Mehr in unserer Offline-Übersicht

Startup-Radar
+++ Neue Gründerinnen und Gründer machen sich auf den Weg! Wir präsentieren heute folgende Auswahl frischer Startups, die man kennen sollte: BeatSquares, Execurater, Leadary, Rethinking Job und Lumina. Mehr im Startup-Radar

#JOBS

CHECK24
+++ Unser Job des Tages! CHECK24 sucht einen Junior Java Backend Entwickler (m/w/d) InsurTech. Als Java Entwickler (m/w/d) InsurTech bei CHECK24 gestaltest Du aktiv die Weiterentwicklung unserer digitalen Versicherungsprodukte. Bei uns entwickelst Du innovative Anwendungen, die den InsurTech-Bereich von CHECK24 auf das nächste Level heben.

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#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Robotik-Überflieger Neura Robotics erhält 1,4 Milliarden (Bewertung: 7 Milliarden) +++ Infomedia aus Australien übernimmt Münchner Startup veact +++ Berliner BioTech MoleQlar kauft Wiener Startup Tomorrowlabs. Mehr im Deal-Monitor

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