Künstliche Intelligenz
KI-Update kompakt: BSI warnt vor Mythos, Muse Spark, KI-Urteil, Apple-Klage
BSI rechnet mit Konsequenzen durch Anthropics KI-Modell „Mythos“
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Anthropics neues KI-Modell Mythos sorgt für Unruhe, obwohl es öffentlich nicht verfügbar ist. Das Unternehmen hält das System zurück, weil es zu gefährlich sei, und teilt es vorerst nur mit IT-Sicherheitsfirmen und der Open-Source-Szene. Laut Anthropic hat Mythos tausende bislang übersehene Schwachstellen in großen Betriebssystemen, Browsern und sogar als besonders sicher geltender Software wie OpenBSD gefunden, teils Jahrzehnte alt. Das Neue: Die KI kann Lücken nicht nur finden, sondern auch ausnutzen und mehrere einzeln harmlose Schwachstellen zu wirksamen Angriffsketten kombinieren.
Unmittelbar nach der Bekanntmachung trafen sich zwei US-Minister mit den Chefs der großen Wall-Street-Banken und drängten sie, sich auf diese Gefahren vorzubereiten. Auch der US-Vizepräsident und der Finanzminister hatten vorab mit KI-Unternehmen über die Risiken gesprochen. In Deutschland erklärte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), es erwarte weitreichende Folgen für die gesamte Schwachstellenlandschaft, obwohl auch das BSI das Modell selbst noch nicht einsehen konnte. Man stehe aber in Kontakt mit Anthropic.

Aleph Alpha und Cohere verhandeln über Fusion
Das deutsche KI-Startup Aleph Alpha und das kanadische Unternehmen Cohere verhandeln laut Handelsblatt über eine Fusion. Dabei soll eine neue Firma mit Sitz in Deutschland und Kanada entstehen. Die Bundesregierung unterstützt den Deal aktiv und will offenbar Ankerkunde des neuen Unternehmens werden. Die Verhandlungen befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium.
Aleph Alpha war als große deutsche KI-Hoffnung angetreten, konnte die Erwartungen angesichts der US-Konkurrenz aber nicht erfüllen und positionierte sich zuletzt als KI-Dienstleister für die öffentliche Hand. Cohere erzielte laut CNBC im vergangenen Jahr rund 240 Millionen Dollar Umsatz und konzentriert sich auf KI-Angebote für Geschäftskunden mit Partnerschaften bei Oracle, Salesforce, SAP und Nvidia. Digitalminister Karsten Wildberger sieht die Fusion als wichtigen Schritt für die digitale Souveränität Deutschlands und Europas.
Meta stellt neues Flaggschiff-Modell Muse Spark vor
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Meta hat mit Muse Spark das erste Modell seiner neuen Muse-Serie vorgestellt. Das multimodale System verarbeitet sowohl Sprache als auch Bilder und kommt bereits in Metas KI-App und auf der Website zum Einsatz. In den kommenden Wochen soll es auch in WhatsApp, Instagram, Facebook, dem Messenger und den Ray-Ban-Smartbrillen verfügbar sein. Anders als bisherige Meta-Modelle bleibt Muse Spark geschlossen, künftige Modelle sollen dafür unter echten Open-Source-Lizenzen erscheinen, inklusive Trainingsdaten und Quellcode.
Laut Metas eigenen Tests schneidet Muse Spark bei Schreib- und Denkaufgaben deutlich besser ab als frühere Modelle des Unternehmens und nähert sich den Topmodellen von Google, OpenAI und Anthropic. Bei Programmieraufgaben hinkt es allerdings hinterher.
Meta investiert 21 Milliarden Dollar in CoreWeave-Deal
Meta baut seine Partnerschaft mit CoreWeave, einem auf KI spezialisierten Rechenzentrumsbetreiber, massiv aus. Der neue Vertrag sieht KI-Cloud-Kapazitäten im Wert von rund 21 Milliarden Dollar bis Dezember 2032 vor. Er ergänzt eine Vereinbarung vom September über 14,2 Milliarden Dollar.
CoreWeave stellt Hardware- und Cloud-Ressourcen bereit, die auf das Training und den Betrieb von KI-Modellen zugeschnitten sind. Auch OpenAI und Anthropic haben bei dem Unternehmen Cloud-Kapazitäten für die kommenden Jahre gebucht.
OpenAI sorgt mit neuen Pro-Plänen für Verwirrung
OpenAI hat sein Bezahlangebot um einen neuen 100-Dollar-Plan erweitert, doch die Unterschiede zum bestehenden 200-Dollar-Plan blieben vielen unklar. Ein Mitarbeiter versuchte, die Sache aufzuklären und vergrößerte die Verwirrung eher. Laut Thibault Sottiaux bietet der 100-Dollar-Plan mindestens die zehnfache Nutzung gegenüber dem günstigeren Plus-Abo, der 200-Dollar-Plan die zwanzigfache. Diese Werte gelten allerdings nur bis Ende Mai, weil OpenAI derzeit einen temporären Doppel-Bonus gewährt, der bereits in die angezeigten Limits eingerechnet ist.
Die Verwirrung entstand durch eine missverständliche Darstellung auf der Preisseite: Dort stand „5x oder 20x Nutzung“, was viele als Basiswerte vor dem Bonus interpretierten. Tatsächlich waren die verdoppelten Werte bereits eingerechnet. Wenn der Bonus Ende Mai ausläuft, dürften die Limits auf die fünffache beziehungsweise zehnfache Plus-Nutzung sinken. Konkrete Basiswerte nannte Sottiaux nicht.

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.
OpenAI legt Stargate-Projekt in Großbritannien auf Eis
OpenAI pausiert sein Rechenzentrumsprojekt Stargate UK. Als Gründe nennt das Unternehmen regulatorische Hürden und hohe Energiekosten. Großbritannien hat mit die höchsten Energiepreise weltweit.
Zusätzlich dürfte eine kürzlich getroffene Entscheidung der britischen Regierung beigetragen haben: Sie verwarf Vorschläge, KI-Firmen die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte zu erlauben, sofern Rechteinhaber nicht ausdrücklich widersprechen. Damit seien die Rahmenbedingungen für das Projekt derzeit nicht gegeben.
Verwaltungsgericht Kassel stärkt Universitäten bei KI-Täuschung
Das Verwaltungsgericht Kassel hat in zwei Urteilen den Einsatz von KI in Haus- und Abschlussarbeiten als Täuschung gewertet und sich auf die Seite der Universität Kassel gestellt. Ein Student hatte eine Hausarbeit, ein anderer eine Bachelorarbeit mithilfe von KI erstellt. Beide fielen nicht nur durch, sondern wurden auch von einer Wiederholung ausgeschlossen. Das Gericht stellte klar: „Jeder Einsatz von KI zur Generierung von Inhalten geschieht aktiv und willentlich.“ Wer KI-generierte Inhalte übernehme, begehe eine Täuschung, auch wenn nur Teile der Arbeit betroffen seien.
Zugleich erkannte das Gericht an, dass eine rein formale Überprüfung, etwa von Rechtschreibung und Grammatik, noch keine Täuschung darstellt. Wo genau die Grenze zur inhaltlichen Abänderung liegt, ließ es offen und ließ die Berufung zu. Die nächste Instanz soll klären, wann KI-Hilfe noch als eigenständige Leistung gilt und wann nicht. Zwischen den Zeilen forderten die Richter die Politik auf, einheitliche Regelungen in den Prüfungsordnungen zu schaffen, damit Studierende nicht von Kurs zu Kurs unterschiedlichen Maßstäben ausgesetzt sind. Mehr dazu in unserem Deep Dive.
Google bringt Notebooks in Gemini
Googles KI-Chatbot Gemini erhält eine neue Funktion namens Notebooks. Damit können Nutzer Dateien, frühere Unterhaltungen und eigene Anweisungen zu bestimmten Themen an einem Ort bündeln. Gemini zieht diese Sammlung dann als Kontext heran.
Die Funktion setzt Googles Strategie fort, Informationen strukturierter bereitzustellen. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Google sein Wissensmanagement-Tool NotebookLM als Quelle in die Gemini-App integriert. Auch OpenAI bietet seit 2024 mit der Projects-Funktion in ChatGPT eine ähnliche Möglichkeit.
Video-KI Happy Horse stürmt die Benchmarks
Ein neues KI-Videomodell namens Happy Horse ist aus dem Stand an die Spitze verschiedener Benchmarks gesprungen. Es gilt als eines der ersten Open-Weight-Modelle, das nativ Dialog, Umgebungsgeräusche und Effekte in Videos erzeugt. Für Laien sind die Ergebnisse nicht mehr als KI-generiert zu erkennen.
Wer hinter Happy Horse steckt, verrät die Website nicht. Das US-Technikmagazin The Information will unter Berufung auf anonyme Quellen die Alibaba Group, einen chinesischen Internetkonzern, als Urheber ermittelt haben.
Forscher definieren, was ein „Weltmodell“ ist
Der Begriff „Weltmodell“ taucht in der KI-Forschung immer häufiger auf, doch bisher konnte jeder etwas anderes darunter verstehen. Ein internationales Team um die Peking University und Kuaishou, einen chinesischen Videogenerator-Entwickler, will das mit dem Framework OpenWorldLib ändern. Ein KI-System gilt demnach als Weltmodell, wenn es seine Umgebung wahrnehmen, mit ihr interagieren und sich Dinge langfristig merken kann. Entscheidend sei nicht, was das Modell ausgibt, sondern ob es Eingaben aus der echten Welt nutzt, um darauf zu reagieren.
YouTuber verklagen Apple wegen KI-Training mit ihren Videos
Mehrere YouTuber haben vor einem US-Gericht Klage gegen Apple eingereicht. Sie werfen dem Konzern vor, ihre Videos ohne Erlaubnis für das Training von KI-Systemen genutzt zu haben. Die Kläger stützen sich auf Apples eigene Forschungsberichte, in denen der Konzern indirekt einräumte, die Trainingsdatenbank „Panda-70M“ verwendet zu haben, einen Datensatz mit annotierten YouTube-Videos. Laut der Klage stecken Inhalte aus 438 Videos der Kläger darin, darunter Ted Entertainment und Ersteller von Golf-Inhalten.
Die Kläger berufen sich auf das US-Urheberrechtsgesetz DMCA, das unter anderem das Umgehen von Kopierschutzmaßnahmen unter Strafe stellt. Sie gehen davon aus, dass „Panda-70M“ illegal entstanden ist und Apple dafür haftet. Hinter dem Datensatz stehen Forscher amerikanischer Hochschulen sowie das Social Network Snap. Apple hat sich bislang nicht geäußert.
Anthropic holt sich Rat von Kirchenvertretern
Ende März lud Anthropic mehr als ein Dutzend führende Persönlichkeiten der katholischen und protestantischen Kirche ein, um unter anderem zu besprechen, ob der KI-Chatbot Claude als „Kind Gottes“ gelten könne. Das machte die Washington Post unter Berufung auf vier Teilnehmer öffentlich. Im Zentrum der zweitägigen Veranstaltung stand die Frage, wie die „moralische und spirituelle Entwicklung“ des Chatbots bei komplexen ethischen Fragen gesteuert werden könne.
Diskutiert wurde auch, wie die KI mit Nutzern umgehen soll, bei denen die Gefahr von Selbstverletzung besteht. Laut dem Bericht war das Treffen nur der Auftakt zu einer Reihe weiterer Gespräche, bei denen auch Vertreter anderer Religionen und philosophischer Traditionen gehört werden sollen.
Datenleck bei Porno-KI-Plattform MyLovely.ai
Die KI-Plattform MyLovely.ai, auf der Nutzer „KI-Freundinnen“ samt Bild- und Videogenerierung erstellen können, hat ein Datenleck erlitten. Die Daten von mehr als 100.000 registrierten Nutzern stehen in einem Darknet-Forum. Das Projekt „Have I Been Pwned“ hat die Daten in seinen Fundus aufgenommen.
Neben E-Mail-Adressen umfasst der Datensatz die von Nutzern eingegebenen KI-Prompts sowie Links zu den daraus generierten Bildern und Videos. Bei einem Teil der Betroffenen sind auch Nutzernamen von Discord oder X enthalten.

(igr)
Künstliche Intelligenz
Verbesserte Bordkarten in Apple Wallet: Diese neuen Features gibt es
Bordkarten in der Apple Wallet gibt es seit vielen Jahren. Mit iOS 26 hatte Apple hier eine Reihe neuer Features implementiert, die das Reisen mit einem iPhone weiter erleichtern sollten. Nach und nach machen nun immer mehr Fluggesellschaften mit. Ein Überblick, was der neue digitale Boarding Pass alles kann.
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Nicht nur QR-Code anzeigen
Bislang war die Apple Wallet für Bordkarten vor allem ein Anzeigeinstrument. Einmal hinzugefügt – etwa als E-Mail-Anhang oder direkt aus einer Airline-App – taucht die Karte samt QR-Code automatisch auf, wenn Zeit zum Abflug ist. Je nach Fluggesellschaft war es außerdem möglich, den Boarding Pass nachträglich zu aktualisieren, ein Feature, das allerdings nicht bei allen Fluggesellschaften zum Einsatz kam.
Mit iOS 26 gibt es hier eine Reihe von Verbesserungen, wobei es auch hier jeweils davon abhängt, was eine Airline unterstützen möchte und was nicht. Jüngstes Beispiel ist die gerade frisch auf Version 2026.10 gebrachte Anwendung von American Airlines. Sie zeigt gut, welches Spektrum die neuen Bordkarten in Apple Wallet beherrschen, wenn die Features auch umgesetzt werden. Manche Gesellschaften wie Delta (siehe Bild) hatten einige der neuen Features bereits aktiv geschaltet, sie mittlerweile aus technischen Gründen aber wieder deaktiviert.
Live-Aktivitäten mit Flugverlauf
Die neue American-Airlines-App kommt nun erstmals mit einer Integration der Karten-App bei den Bordkarten. So soll man leichter ans Gate finden. Integriert sind außerdem sogenannte Destination Guides für das Reiseziel sowie die „Wo ist?“-Funktion fürs Gepäck, sollte man diesem einen AirTag spendiert haben. Die Features gab es zwar vorher schon, doch die Wallet bringt sie nun zusammen. Bereits integriert hatte American Airlines Live-Aktivitäten für den Flugverlauf. Dabei zeigt die App im Sperrbildschirm, der Dynamic Island oder dem Smart Stack der Apple Watch den aktuellen Flugverlauf – laut Angaben der Gesellschaft „in Echtzeit“.
Andere Airlines, die die verbesserte Bordkarte unterstützen (oder unterstützen wollen) sind die Lufthansa-Gruppe, United, Virgin Austrlia, Qantas, Air Canada, JetBlue, Southwest sowie Jetstar. Wann Delta wieder mitmacht, ist derzeit noch unklar.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Nissan Juke EV: Elektro-Crossover auf Leaf-Basis mit „Charakter und Emotion“
Der kommende Nissan Juke wird ein Elektroauto. Von Nissans Elektroautos Micra, Ariya, Leaf und Townstar soll es sich wohl vor allem durch „Charakter und Emotion“ unterscheiden, technisch bleiben die Modelle aber eng verwandt.
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(Bild: Martin Franz / heise Medien )
Charakter und Emotion haben schon die herkömmlich motorisierten Generationen des 2010 vorgestellten Nissan Juke ausgezeichnet: Die für ein Kompakt-Crossover inspirierende Fahrdynamik machte ihn trotz seines, nun, unverwechselbaren Äußeren zu einem dauerhaften Erfolg. Wenn der Hersteller heute „agil, kompakt und unverkennbar Nissan“ schreibt, meint er die vergangene und die kommende Generation: Das Erfolgsmodell soll ins Zeitalter der E-Mobilität übertragen werden. Gleichzeitig soll der Juke EV augenscheinlich Kunden ansprechen, denen Ariya und Leaf zu bürgerlich erscheinen: „Der Juke stand schon immer für ein gewagtes Design, das sich über Konventionen hinwegsetzt“, sagt Nissan.
Die Palette bleibt kompakt
Das gilt auch für das Elektroauto, bei dem die Gestalter auf Kanten und Falten an unerwarteten Stellen zu setzen scheinen, während der Juke bisher eher durch schwungvolle Rundungen auffiel. Verwechslungsgefahr besteht jedenfalls keine. Nissan bleibt mit dem Juke EV aber einem gewissen Hang zur Kompaktheit bei seinen elektrischen Pkw treu. Er soll das Elektroauto-Programm aus dem neuen Kleinwagen Nissan Micra auf gemeinsamer Basis mit dem Renault 5 (Test), dem Kompaktauto Leaf in dritter Generation, dem ebenfalls nicht ausufernden Crossover Nissan Ariya (Test), dem Hochdachkombi Nissan Townstar und einem „weiteren Modell für das A-Segment“ ergänzen.

Nissan
)
Nissan hat noch keine Daten oder Abmessungen verraten, wegen der engen Verwandtschaft zum braven Leaf darf man beim Juke EV aber von den gleichen oder sehr ähnlichen technischen Eckdaten beim Antrieb ausgehen. Er dürfte also als Basismodell mit 130 kW und 345 Nm und einer Batteriekapazität von 52 kWh ausgestattet werden. Dann sind maximal 105 kW Ladeleistung möglich. Die gehobene Ausführung bietet mit 160 kW etwas mehr Leistung, der Akku mit 75 kWh und mit bis zu 150 kW etwas mehr Fassungsvermögen und Ladeleistung. Die Reichweite im WLTP gibt Nissan für den Leaf mit 436 und 604 km an, beim Juke könnten sich wegen der Karosseriegestaltung möglicherweise etwas geringere Werte ergeben.
Laut Hersteller soll der Leaf (und damit wahrscheinlich auch der Juke) an Gleichstrom mit beiden Akkus 250 km Reichweite in 14 Minuten nachfassen und in rund 30 Minuten 20 und 80 Prozent SoC kommen. Bei der kleinen Batterie wären das 31,2, bei der großen 45 kWh und rechnet sich in eine durchschnittliche Nettoladeleistung von etwa 62 oder 90 kW um. An Wechselstrom kann, wie bei den meisten E-Autos, dreiphasig mit 11 kW geladen werden.
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Mit V2G für die Zukunft gerüstet
Was für den Nissan Leaf schon seit der ersten Generation möglich war, soll nun beim Juke neu belebt werden: die in Japan längst etablierte und staatlich geförderte, bei uns aber bislang stiefmütterlich behandelte Vehicle-to-Grid-Technologie („V2G“). Sie weist in Europa noch in die Zukunft, obwohl eine großflächige Integration von Elektroautos schon längst die bei uns nötigen Abschaltungen regenerativer Energieerzeugung bei Überschüssen und das Hochfahren von Kraftwerken in Mangelphasen vermindern und damit mehr regenerativen Strom nutzen helfen könnte. Allein schon durch die bessere Netzstabilisierung würde sich nicht nur die Abhängigkeit von teuren und klimaschädlichen fossilen Energieimporten vermindern. V2G bietet darüber hinaus auch die lukrativen Möglichkeiten, Eigenstrom zu nutzen und am Stromhandel mitzuverdienen.
Der Nissan Juke Hybrid soll weiterhin im Programm bleiben. Der neue Nissan Juke wird konsequenterweise im britischen Nissan-Werk Sunderland gebaut, das bereits den Nissan Leaf produziert. Beide sind sich technisch so ähnlich, dass dabei bedeutende Skaleneffekte entstehen dürften. Nissan will seinen neuen Elektro-Crossover im Frühjahr 2027 ausliefern. Die Ähnlichkeit mit dem Nissan Leaf dürfte den Einstiegspreis unter 40.000 Euro halten lassen.
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(fpi)
Künstliche Intelligenz
Leitfaden für Unternehmen: Der Weg in die souveräne Cloud
Mit zunehmend komplexeren Cloud-Modellen kommt immer häufiger eine zentrale Frage auf: Wer hat die tatsächliche Kontrolle über Daten und Systeme und wie können Unternehmen gewährleisten, dass ihre Daten sicher und geschützt bleiben? Hier gewinnt der Begriff Souveränität in der Cloud an Bedeutung.
Dieser Artikel liefert einen strukturierten Leitfaden für den Weg in die souveräne Cloud.
- Cloud-Souveränität umfasst vier Bereiche: Daten-, wirtschaftliche, technische und politische Souveränität. Unternehmen sollten alle vier Aspekte bereits bei der Anbieterwahl berücksichtigen.
- Eine vierphasige Cloud Transformation Roadmap von Vision und Strategie über Planung und Architekturdesign bis hin zum Governance-Framework und zu Überlegungen zum langfristigen Betrieb strukturiert den Weg in die souveräne Cloud.
- Eine Exitstrategie als Teil einer Strategie für eine souveräne Cloud definiert, wie sich Daten und Systeme ohne Kontrollverlust zu einem anderen Anbieter migrieren lassen – besonders wichtig für regulierte Branchen wie Gesundheitswesen und Finanzsektor.
- Das Angebot souveräner Cloud-Lösungen wächst, die Anbieter unterscheiden sich aber deutlich im Souveränitätsniveau.

Sebastian Tappe arbeitet bei Rewion als Bereichsleiter Cloud und begleitet Unternehmen kompetent als Trusted Advisor auf ihrem Weg in die Cloud.
Was bedeutet Souveränität in der Cloud?
Der Begriff Souveränität ist weit gefasst und lässt sich unterschiedlich auslegen. Im Cloud-Kontext geht es in erster Linie darum, dass Organisationen konstante Kontrolle über und transparente Einsicht in ihre Daten, Systeme und Infrastrukturen behalten. In einer zunehmend globalen und komplexen Cloud-Landschaft ist es für Unternehmen besonders entscheidend, auf Datenhoheit, offene Standards und Transparenz zu achten. Oft wird die Cloud-Souveränität in vier einzelne Teilbereiche unterteilt, die das Fundament für eine souveräne Nutzung von Cloud-Diensten bilden.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Leitfaden für Unternehmen: Der Weg in die souveräne Cloud“.
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