Künstliche Intelligenz
KI-Update kompakt: BSI warnt vor Mythos, Muse Spark, KI-Urteil, Apple-Klage
BSI rechnet mit Konsequenzen durch Anthropics KI-Modell „Mythos“
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Anthropics neues KI-Modell Mythos sorgt für Unruhe, obwohl es öffentlich nicht verfügbar ist. Das Unternehmen hält das System zurück, weil es zu gefährlich sei, und teilt es vorerst nur mit IT-Sicherheitsfirmen und der Open-Source-Szene. Laut Anthropic hat Mythos tausende bislang übersehene Schwachstellen in großen Betriebssystemen, Browsern und sogar als besonders sicher geltender Software wie OpenBSD gefunden, teils Jahrzehnte alt. Das Neue: Die KI kann Lücken nicht nur finden, sondern auch ausnutzen und mehrere einzeln harmlose Schwachstellen zu wirksamen Angriffsketten kombinieren.
Unmittelbar nach der Bekanntmachung trafen sich zwei US-Minister mit den Chefs der großen Wall-Street-Banken und drängten sie, sich auf diese Gefahren vorzubereiten. Auch der US-Vizepräsident und der Finanzminister hatten vorab mit KI-Unternehmen über die Risiken gesprochen. In Deutschland erklärte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), es erwarte weitreichende Folgen für die gesamte Schwachstellenlandschaft, obwohl auch das BSI das Modell selbst noch nicht einsehen konnte. Man stehe aber in Kontakt mit Anthropic.

Aleph Alpha und Cohere verhandeln über Fusion
Das deutsche KI-Startup Aleph Alpha und das kanadische Unternehmen Cohere verhandeln laut Handelsblatt über eine Fusion. Dabei soll eine neue Firma mit Sitz in Deutschland und Kanada entstehen. Die Bundesregierung unterstützt den Deal aktiv und will offenbar Ankerkunde des neuen Unternehmens werden. Die Verhandlungen befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium.
Aleph Alpha war als große deutsche KI-Hoffnung angetreten, konnte die Erwartungen angesichts der US-Konkurrenz aber nicht erfüllen und positionierte sich zuletzt als KI-Dienstleister für die öffentliche Hand. Cohere erzielte laut CNBC im vergangenen Jahr rund 240 Millionen Dollar Umsatz und konzentriert sich auf KI-Angebote für Geschäftskunden mit Partnerschaften bei Oracle, Salesforce, SAP und Nvidia. Digitalminister Karsten Wildberger sieht die Fusion als wichtigen Schritt für die digitale Souveränität Deutschlands und Europas.
Meta stellt neues Flaggschiff-Modell Muse Spark vor
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Meta hat mit Muse Spark das erste Modell seiner neuen Muse-Serie vorgestellt. Das multimodale System verarbeitet sowohl Sprache als auch Bilder und kommt bereits in Metas KI-App und auf der Website zum Einsatz. In den kommenden Wochen soll es auch in WhatsApp, Instagram, Facebook, dem Messenger und den Ray-Ban-Smartbrillen verfügbar sein. Anders als bisherige Meta-Modelle bleibt Muse Spark geschlossen, künftige Modelle sollen dafür unter echten Open-Source-Lizenzen erscheinen, inklusive Trainingsdaten und Quellcode.
Laut Metas eigenen Tests schneidet Muse Spark bei Schreib- und Denkaufgaben deutlich besser ab als frühere Modelle des Unternehmens und nähert sich den Topmodellen von Google, OpenAI und Anthropic. Bei Programmieraufgaben hinkt es allerdings hinterher.
Meta investiert 21 Milliarden Dollar in CoreWeave-Deal
Meta baut seine Partnerschaft mit CoreWeave, einem auf KI spezialisierten Rechenzentrumsbetreiber, massiv aus. Der neue Vertrag sieht KI-Cloud-Kapazitäten im Wert von rund 21 Milliarden Dollar bis Dezember 2032 vor. Er ergänzt eine Vereinbarung vom September über 14,2 Milliarden Dollar.
CoreWeave stellt Hardware- und Cloud-Ressourcen bereit, die auf das Training und den Betrieb von KI-Modellen zugeschnitten sind. Auch OpenAI und Anthropic haben bei dem Unternehmen Cloud-Kapazitäten für die kommenden Jahre gebucht.
OpenAI sorgt mit neuen Pro-Plänen für Verwirrung
OpenAI hat sein Bezahlangebot um einen neuen 100-Dollar-Plan erweitert, doch die Unterschiede zum bestehenden 200-Dollar-Plan blieben vielen unklar. Ein Mitarbeiter versuchte, die Sache aufzuklären und vergrößerte die Verwirrung eher. Laut Thibault Sottiaux bietet der 100-Dollar-Plan mindestens die zehnfache Nutzung gegenüber dem günstigeren Plus-Abo, der 200-Dollar-Plan die zwanzigfache. Diese Werte gelten allerdings nur bis Ende Mai, weil OpenAI derzeit einen temporären Doppel-Bonus gewährt, der bereits in die angezeigten Limits eingerechnet ist.
Die Verwirrung entstand durch eine missverständliche Darstellung auf der Preisseite: Dort stand „5x oder 20x Nutzung“, was viele als Basiswerte vor dem Bonus interpretierten. Tatsächlich waren die verdoppelten Werte bereits eingerechnet. Wenn der Bonus Ende Mai ausläuft, dürften die Limits auf die fünffache beziehungsweise zehnfache Plus-Nutzung sinken. Konkrete Basiswerte nannte Sottiaux nicht.

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.
OpenAI legt Stargate-Projekt in Großbritannien auf Eis
OpenAI pausiert sein Rechenzentrumsprojekt Stargate UK. Als Gründe nennt das Unternehmen regulatorische Hürden und hohe Energiekosten. Großbritannien hat mit die höchsten Energiepreise weltweit.
Zusätzlich dürfte eine kürzlich getroffene Entscheidung der britischen Regierung beigetragen haben: Sie verwarf Vorschläge, KI-Firmen die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte zu erlauben, sofern Rechteinhaber nicht ausdrücklich widersprechen. Damit seien die Rahmenbedingungen für das Projekt derzeit nicht gegeben.
Verwaltungsgericht Kassel stärkt Universitäten bei KI-Täuschung
Das Verwaltungsgericht Kassel hat in zwei Urteilen den Einsatz von KI in Haus- und Abschlussarbeiten als Täuschung gewertet und sich auf die Seite der Universität Kassel gestellt. Ein Student hatte eine Hausarbeit, ein anderer eine Bachelorarbeit mithilfe von KI erstellt. Beide fielen nicht nur durch, sondern wurden auch von einer Wiederholung ausgeschlossen. Das Gericht stellte klar: „Jeder Einsatz von KI zur Generierung von Inhalten geschieht aktiv und willentlich.“ Wer KI-generierte Inhalte übernehme, begehe eine Täuschung, auch wenn nur Teile der Arbeit betroffen seien.
Zugleich erkannte das Gericht an, dass eine rein formale Überprüfung, etwa von Rechtschreibung und Grammatik, noch keine Täuschung darstellt. Wo genau die Grenze zur inhaltlichen Abänderung liegt, ließ es offen und ließ die Berufung zu. Die nächste Instanz soll klären, wann KI-Hilfe noch als eigenständige Leistung gilt und wann nicht. Zwischen den Zeilen forderten die Richter die Politik auf, einheitliche Regelungen in den Prüfungsordnungen zu schaffen, damit Studierende nicht von Kurs zu Kurs unterschiedlichen Maßstäben ausgesetzt sind. Mehr dazu in unserem Deep Dive.
Google bringt Notebooks in Gemini
Googles KI-Chatbot Gemini erhält eine neue Funktion namens Notebooks. Damit können Nutzer Dateien, frühere Unterhaltungen und eigene Anweisungen zu bestimmten Themen an einem Ort bündeln. Gemini zieht diese Sammlung dann als Kontext heran.
Die Funktion setzt Googles Strategie fort, Informationen strukturierter bereitzustellen. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Google sein Wissensmanagement-Tool NotebookLM als Quelle in die Gemini-App integriert. Auch OpenAI bietet seit 2024 mit der Projects-Funktion in ChatGPT eine ähnliche Möglichkeit.
Video-KI Happy Horse stürmt die Benchmarks
Ein neues KI-Videomodell namens Happy Horse ist aus dem Stand an die Spitze verschiedener Benchmarks gesprungen. Es gilt als eines der ersten Open-Weight-Modelle, das nativ Dialog, Umgebungsgeräusche und Effekte in Videos erzeugt. Für Laien sind die Ergebnisse nicht mehr als KI-generiert zu erkennen.
Wer hinter Happy Horse steckt, verrät die Website nicht. Das US-Technikmagazin The Information will unter Berufung auf anonyme Quellen die Alibaba Group, einen chinesischen Internetkonzern, als Urheber ermittelt haben.
Forscher definieren, was ein „Weltmodell“ ist
Der Begriff „Weltmodell“ taucht in der KI-Forschung immer häufiger auf, doch bisher konnte jeder etwas anderes darunter verstehen. Ein internationales Team um die Peking University und Kuaishou, einen chinesischen Videogenerator-Entwickler, will das mit dem Framework OpenWorldLib ändern. Ein KI-System gilt demnach als Weltmodell, wenn es seine Umgebung wahrnehmen, mit ihr interagieren und sich Dinge langfristig merken kann. Entscheidend sei nicht, was das Modell ausgibt, sondern ob es Eingaben aus der echten Welt nutzt, um darauf zu reagieren.
YouTuber verklagen Apple wegen KI-Training mit ihren Videos
Mehrere YouTuber haben vor einem US-Gericht Klage gegen Apple eingereicht. Sie werfen dem Konzern vor, ihre Videos ohne Erlaubnis für das Training von KI-Systemen genutzt zu haben. Die Kläger stützen sich auf Apples eigene Forschungsberichte, in denen der Konzern indirekt einräumte, die Trainingsdatenbank „Panda-70M“ verwendet zu haben, einen Datensatz mit annotierten YouTube-Videos. Laut der Klage stecken Inhalte aus 438 Videos der Kläger darin, darunter Ted Entertainment und Ersteller von Golf-Inhalten.
Die Kläger berufen sich auf das US-Urheberrechtsgesetz DMCA, das unter anderem das Umgehen von Kopierschutzmaßnahmen unter Strafe stellt. Sie gehen davon aus, dass „Panda-70M“ illegal entstanden ist und Apple dafür haftet. Hinter dem Datensatz stehen Forscher amerikanischer Hochschulen sowie das Social Network Snap. Apple hat sich bislang nicht geäußert.
Anthropic holt sich Rat von Kirchenvertretern
Ende März lud Anthropic mehr als ein Dutzend führende Persönlichkeiten der katholischen und protestantischen Kirche ein, um unter anderem zu besprechen, ob der KI-Chatbot Claude als „Kind Gottes“ gelten könne. Das machte die Washington Post unter Berufung auf vier Teilnehmer öffentlich. Im Zentrum der zweitägigen Veranstaltung stand die Frage, wie die „moralische und spirituelle Entwicklung“ des Chatbots bei komplexen ethischen Fragen gesteuert werden könne.
Diskutiert wurde auch, wie die KI mit Nutzern umgehen soll, bei denen die Gefahr von Selbstverletzung besteht. Laut dem Bericht war das Treffen nur der Auftakt zu einer Reihe weiterer Gespräche, bei denen auch Vertreter anderer Religionen und philosophischer Traditionen gehört werden sollen.
Datenleck bei Porno-KI-Plattform MyLovely.ai
Die KI-Plattform MyLovely.ai, auf der Nutzer „KI-Freundinnen“ samt Bild- und Videogenerierung erstellen können, hat ein Datenleck erlitten. Die Daten von mehr als 100.000 registrierten Nutzern stehen in einem Darknet-Forum. Das Projekt „Have I Been Pwned“ hat die Daten in seinen Fundus aufgenommen.
Neben E-Mail-Adressen umfasst der Datensatz die von Nutzern eingegebenen KI-Prompts sowie Links zu den daraus generierten Bildern und Videos. Bei einem Teil der Betroffenen sind auch Nutzernamen von Discord oder X enthalten.

(igr)
Künstliche Intelligenz
Geheimdienstliche Überwachung: Geplante Superbehörde schürt Spionageängste
Geheimdienste arbeiten am liebsten im Verborgenen. Über praktische Grenzen ihrer Befugnisse entscheidet hierzulande ein Gremium, das selbst ebenfalls kaum im Licht der Öffentlichkeit steht: In einem abhörsicheren Raum im Bundestag kommt einmal im Monat die G10-Kommission zusammen. Ihre fünf Mitglieder entscheiden über sensibelste Eingriffe in die Privatsphäre – sie genehmigen, ob das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), der Bundesnachrichtendienst (BND) oder der Militärische Abschirmdienst (MAD) Telefone abhören, E-Mails mitlesen oder Briefe öffnen dürfen. Damit setzen sie das grundgesetzlich geschützte Post- und Fernmeldegeheimnis außer Kraft.
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Grundlegende Änderung der Geheimdienstkontrolle
Dieses angestammte Kontrollmodell befindet sich Recherchen von WDR und NDR zufolge vor dem Aus. Die Bundesregierung plant im Rahmen einer umfassenden Neuordnung der Kompetenzen der Agenten demnach, auch das bisherige Gefüge der Geheimdienstüberwachung grundlegend zu überarbeiten.
Im Zentrum des Reformvorhabens steht laut dem Bericht die Übertragung der Aufgaben an den Unabhängigen Kontrollrat (UKRat). Diese Bundesbehörde nahm erst Anfang 2022 ihre Arbeit auf und besteht aus früheren Richtern, die sich bisher vor allem der „strategischen“ Auslandsaufklärung widmen. Streng gehen sie dabei offenbar bislang nicht vor.
Das Kanzleramt forciert nun eine Ausweitung ihrer Kompetenzen. Ab 2027 soll der Rat nach seinem Willen auch für die Einzelüberwachung von Zielpersonen im In- und Ausland zuständig sein. Damit reagiert die Politik auf Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts. Karlsruhe hatte 2024 eine Professionalisierung der Vorabkontrolle angemahnt, um den immer komplexer werdenden technischen Überwachungsmöglichkeiten gerecht zu werden.
Professionalisierung vs. politische Besetzung
Befürworter versprechen sich von der Konzentration beim UKRat einen besseren Überblick über die Aktivitäten der Dienste. Die G10-Kommission ist derzeit ehrenamtlich besetzt. Der Kontrollrat agiert dagegen als hauptamtliche Behörde. Eine stärkere Rolle für ihn soll auch die internationale Kooperationsfähigkeit der deutschen Dienste verbessern.
Bisher wurde der G10-Kommission, die oft mit ehemaligen Politikern besetzt ist, vielfach mangelnde Distanz zur Exekutive vorgeworfen. Beobachter sprachen von einem Gremium, das Anträge einfach durchwinke. Auch die Besetzungspraxis, die Juristen aus dem Umfeld der Parteien bevorzugte, stand wiederholt in der Kritik.
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Gegner formieren sich
Doch die geplante Reform ruft auch Skeptiker auf den Plan, die vor einer Zentralisierung warnen. Wenn künftig nicht nur technische Überwachung, sondern auch der Einsatz von V-Leuten durch eine einzige Behörde vorab kontrolliert werde, entstünden neue Risiken. In Sicherheitskreisen wächst die Sorge, dass beim UKRat ein Wissenspool über die sensibelsten Operationen der Republik entsteht, der ein attraktives Ziel für gegnerische Geheimdienste darstellen könnte.
Auch innerhalb der Politik herrscht Uneinigkeit. Eine engere Anbindung an die fachliche Expertise des Rates gilt grundsätzlich als konsensfähig. Doch Stimmen aus der Opposition wie der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz warnen, dass die Rückbindung an die Abgeordneten nicht verloren gehen dürfe. Die Kontrolle müsse zwar fachlich breiter aufgestellt werden, dürfe aber den direkten Austausch mit dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) nicht vernachlässigen.
(vbr)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste Akku-Luftpumpe im Test – Testsieger Bosch kostet nur 50 Euro
Akku-Luftpumpen kosten ab 21 Euro und pumpen elektrisch die Reifen von Fahrrad, Auto und Motorrad auf. Wir zeigen die 10 besten Modelle aus 30 Tests – darunter Testsieger, Bestseller und Preis-Leistungs-Tipps.
Die Verwendung erfordert keine körperliche Anstrengung – die Akku-Luftpumpe erledigt das Aufpumpen automatisch. Das macht sie auch für Rollstuhlfahrer praktisch, die sitzend einen platten Reifen auffüllen können.
Wir haben uns in den letzten Jahren insgesamt 30 Modelle besorgt und in unserem Akku-Luftpumpen-Test miteinander verglichen. Einige der Akku-Luftpumpen sind mittlerweile nicht mehr verfügbar. Bei der Auswahl beschränken wir uns auf Luftpumpen mit Akku. Diese Variante ist mobil, einfach zu handhaben und damit praktisch, wenn weder Steckdose noch Powerstation (Bestenliste) in der Nähe sind.
Die beste Akku-Luftpumpe – Testsieger und Empfehlungen
Die Bosch Easypump für 51 Euro (Alternate) ist unser Testsieger. Sie ist ausreichend kompakt, hochwertig verarbeitet, hat einen großen Akku, verstaut alle Ventile im Gerät und ist mit einer Luftleistung von 10 l/min und einem maximalen Druck von 10 bar für die meisten Anwendungen bestens gerüstet.
Die Cycplus AS2 Pro Max für 99 Euro (Amazon) ist unser Technologiesieger. Sie wiegt nur 205 g und ist trotzdem stark, schnell und ausdauernd. Perfekt für unterwegs!
Wer sparen will, greift zu unserem Preis-Leistungs-Tipp ATJ-8466 für 20 Euro (Amazon). Die elektrische Luftpumpe im handlichen Format meistert mit bis zu 10 bar und 32 l/min Luftstrom jede Befüllaufgabe in kurzer Zeit. Der üppige Akku sorgt für ausreichend lange Laufzeit.
Warum eine Akku-Luftpumpe? Vorteile gegenüber manuellen Pumpen
Akku-Luftpumpen bieten gegenüber einer klassischen Fahrradpumpe drei entscheidende Vorteile: Komfort und Präzision. Statt selbst zu pumpen, stellt man den gewünschten Druck ein und lässt das Gerät arbeiten. Die meisten Modelle schalten sich automatisch ab, wenn der Zieldruck erreicht ist. Das verhindert Überfüllung und erleichtert die Bedienung erheblich.
Die meisten Akku-Luftpumpen sind handlich genug, um in Rucksäcke oder Fahrradtaschen zu passen. Mini-Pumpen wie die Cycplus AS2 Pro Max wiegen nur 200 g, andere gar utner 100 g. Im Alltag eignen sich Akku-Luftpumpen für alle, die regelmäßig den Reifendruck an Fahrrad, E-Bikes oder Auto prüfen und korrigieren wollen.
Welche Produkte eignen sich zum Aufpumpen mit einer Akku-Luftpumpe?
Akku-Luftpumpen sind vielseitig einsetzbar. Die gängigsten Anwendungen:
- Fahrradreifen: Trekkingräder, Mountainbikes, Rennräder und E-Bikes
- Autoreifen und Motorrad: Reifendruck prüfen und nachfüllen
- Bälle: Fußbälle, Basketbälle, Volleybälle
- Luftmatratzen und Luftbetten: Für Camping oder zu Hause – entweder Niederdruckpumpe oder luftstarke Hochdruckpumpe
- Schlauchboote: Hier sind Modelle mit hoher Luftleistung und hohem Luftdurchfluss empfehlenswert – etwa Niederdruckpumpen
Für großvolumige Produkte wie Schlauchboote oder SUPs reichen Standard-Akku-Luftpumpen nicht aus. Dafür gibt es spezielle Niederdruckpumpen mit hohem Luftvolumen. Mehr dazu in unserer Bestenliste Die beste elektrische SUP-Pumpe.
Darauf gilt es beim Kauf zu achten
Beim Kauf einer Akku-Luftpumpe sollte man auf mehrere Faktoren achten. Der wichtigste: die Pumpleistung. Die Pumpe muss genügend Druck aufbauen. Bei einem Trekking-Rad sollten im Reifen zwischen 2,5 bar und 4,5 bar herrschen – das schaffen alle elektrischen Pumpen im Test. Bei einem Rennrad können es bis zu 10 bar sein, das können nicht alle Modelle. Eine richtig gute Akku-Luftpumpe sollte mindestens einen Druck von 10 bar erzeugen, um das Aufpumpen von Rennradreifen zu bewältigen.
Maximaler Betriebsdruck und Pumpleistung
Die meisten Akku-Luftpumpen im Test erreichen einen maximalen Betriebsdruck von 6 bis 10 bar. Das reicht für Hochdruckreifen bei Rennrädern. Für Autoreifen, Motorrad und E-Bikes genügen bereits 6 bis 8 bar. Die Pumpleistung variiert stark: Günstige Modelle liefern 10 l/min, leistungsstarke Modelle wie die Litheli U20 Akku-Luftpumpe schaffen deutlich mehr.
Die meisten Modelle verfügen über ein digitales Manometer und eine Vorwahlfunktion für den gewünschten Druck. Jemand stellt einfach den Zieldruck ein, und die Akku-Luftpumpe schaltet sich automatisch ab, wenn dieser erreicht ist. Das sorgt für präzise Druckeinstellungen beim Aufpumpen. Nur einige sehr kompakte Modelle wie die Laoti Z1 Mini verzichten auf ein Display.
Akkulaufzeit und Ladezeit
Die Akkulaufzeit entscheidet darüber, wie viele Reifen jemand mit einer Ladung aufpumpen kann. Eine hohe Akkukapazität von 2.000 bis 6.000 mAh ist ideal, um mehrere Reifen mit einer Ladung zu befüllen. Die Ladezeit variiert je nach Modell und Akkukapazität zwischen 2 und 5 Stunden. Viele Akku-Luftpumpen laden per USB-C – ein USB-C-Ladekabel liegt den meisten Modellen bei. Einige Modelle wie die Einhell-Geräte nutzen Wechselakkus aus dem hauseigenen Akku-System (Akku und Ladegerät separat erhältlich). Manche Akku-Luftpumpen lassen sich sogar als Powerbank nutzen, um unterwegs das Smartphone zu laden.
Ventiladapter und Kompatibilität
Die meisten Akku-Luftpumpen sind mit einem Schrader-Anschluss ausgestattet. Das macht sie direkt kompatibel zu Autoreifen und Mountainbike-Reifen. Für Rennräder mit Presta-Ventil (Sclaverand) und für viele City-Bikes mit Dunlop-Ventil liegen passende Ventiladapter bei. Zusätzlich enthalten die meisten Sets Nadeladapter für Bälle und Düsen für Luftmatratzen oder Luftbetten. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass alle benötigten Ventiladapter im Lieferumfang enthalten sind. Einige elektrische Luftpumpen wie die Bosch Easypump verstauen die Ventile am Gerät selbst.
Lautstärke beim Aufpumpen
Eines sollten Käufer wissen: Die elektrischen Akku-Luftpumpen sind ohne Ausnahme laut – vergleichbar mit einem Rasenmäher. Das macht sie für den Einsatz in ruhigen Umgebungen ungeeignet. Die Lautstärke variiert je nach Modell: Mini-Pumpen sind tendenziell hochfrequenter und lauter als größere Geräte.
Auch sind Akku-Luftpumpen verglichen mit einer manuellen Standpumpe langsam. Selbst die schnellsten Modelle benötigen knapp eine Minute, um einen komplett leeren Fahrradreifen auf 3,5 bar aufzupumpen.
LED-Leuchte und Zusatzfunktionen
In der Nacht oder bei schlechten Lichtverhältnissen ist eine LED-Leuchte an der Akku-Luftpumpe hilfreich. Viele Modelle im Test haben eine integrierte LED-Leuchte, die den Ventilbereich ausleuchtet. Auch die Bosch Easypump und mehrere Einhell-Modelle bieten diese Funktion. Beim Aufpumpen am Straßenrand sorgt die LED-Leuchte zusätzlich für Sichtbarkeit.
Wie viel Druck braucht man wirklich?
Der benötigte Luftdruck hängt vom Einsatzzweck ab:
- Autoreifen: 2,0 bis 2,5 bar – jede Akku-Luftpumpe im Test schafft das
- Motorrad: 2,0 bis 2,9 bar
- Fahrradreifen (Trekking/City): 2,5 bis 4,5 bar
- E-Bikes: 2,5 bis 5,0 bar
- Rennrad-Fahrradreifen: 6 bis 10 bar – hier trennt sich die Spreu vom Weizen
- Bälle: 0,6 bis 1,1 bar
Wer nur Autoreifen und Fahrradreifen pumpen will, kommt mit einem Modell mit maximal 8 bar Betriebsdruck aus. Für Rennräder empfehlen wir Modelle mit mindestens 10,3 bar. Die Bosch Easypump, die Litheli-Modelle und mehrere Einhell-Pumpen erreichen diesen Wert.
Geschwindigkeit im Test: Wie schnell pumpen die Modelle?
Die Fanttik X8 Apex überzeugte mit einer hohen Geschwindigkeit und befüllt einen Reifen der Größe 27,6 × 1,57 Zoll in nur einer Minute von null auf 4,5 Bar – schneller als viele Konkurrenten, die für vergleichbare Aufgaben 1:30 bis 2 Minuten benötigen. Die preisgünstige ATJ-8466 erreichte eine Förderleistung von 32 Litern pro Minute und pumpt einen Fahrradreifen in knapp 90 Sekunden.
Der Testsieger Bosch Easypump benötigt für einen leeren 27,5-Zoll-Fahrradreifen etwa zwei Minuten, um einen Druck von 2,5 Bar zu erreichen. Vergleichbare Zeiten erzielte die Anoutway AT1 Pro, die einen 26-Zoll-Trekkingreifen in zwei Minuten von leer auf 3,5 Bar bringt. Der Einhell CE-CC Akku-Kompressor füllt einen Gravelbike-Reifen von 2,5 auf 8 Bar in 1:30 Minuten. Damit liegen die Befüllzeiten für Fahrradreifen bei den meisten getesteten Modellen zwischen einer und zwei Minuten.
Für den Alltag reicht die Geschwindigkeit aller getesteten Akku-Luftpumpen aus. Wer regelmäßig Autoreifen oder E-Bikes pumpen muss, sollte auf Modelle mit hoher Luftleistung achten.
Bestseller: Die beliebtesten Akku-Luftpumpen
Neben unseren Testempfehlungen lohnt ein Blick auf die aktuellen Bestseller. Die Bestseller-Listen zeigen, welche Akku-Luftpumpen Käufer am häufigsten in den Einkaufswagen legen. Oft finden sich dort Modelle von Einhell, Bosch und Ryobi. Die Bestseller decken sich nicht immer mit unseren Testempfehlungen – manche Bestseller bieten weniger Pumpleistung, überzeugen aber durch niedrigen Preis. Unsere Empfehlungen basieren auf eigenen Tests, nicht auf Verkaufszahlen.
Akku-Luftpumpe für Auto, Motorrad und Fahrrad – welches Modell passt?
Nicht jede Akku-Luftpumpe eignet sich gleich gut für alle Einsatzzwecke. Wer hauptsächlich Autoreifen pumpen will, braucht ein Modell mit guter Luftleistung. Für Fahrradreifen an Trekking- und City-Bikes reichen auch einfache Modelle. Wer Auto, Motorrad und Fahrrad mit einem Gerät abdecken will, greift zu einem Allrounder wie der Bosch Easypump.
Für E-Bikes gelten ähnliche Anforderungen wie für normale Fahrräder. Der Reifendruck liegt meist zwischen 2,5 und 5 bar. Alle Modelle im Test schaffen diesen Druck problemlos. Wer auch Bälle und Luftmatratzen aufpumpen will, achtet auf die mitgelieferten Ventiladapter und Düsen.
Alternative CO₂-Luftpumpe
Nicht elektrisch, dafür unschlagbar leicht, kompakt und günstig sind CO₂-Luftpumpen (Amazon Kaufseite). Ihr Funktionsprinzip ist einfach: Eine CO₂-Kartusche mit Gewinde, auf die ein Adapter für das Fahrradventil geschraubt wird. Darin befindet sich ein Dorn, den der Nutzer zum Befüllen des Reifens in die Versiegelung der Kartusche schraubt.
Die Kosten liegen zwischen 5 und 20 Euro pro Pumpe. Pro Kartusche zahlt man 1 bis 4 Euro. Funktionell unterscheiden sich die Modelle kaum. Allerdings passen häufig nur Kartuschen mit Gewinde.
CO₂-Pumpen mit Griffstück
Für die optisch ähnlichen Patronen ohne Gewinde, die üblicherweise genutzt werden, um Schlagsahne aufzuschäumen, benötigt jemand spezielle CO₂-Pumpen mit Griffstück. Vorteil: Der Nutzer ist vor der plötzlich auftretenden Kälte an der Kartusche geschützt. Einige Hersteller liefern einen Schaumstoff- oder Neoprenüberzug für die CO₂-Patrone mit. Die Kartuschen lassen sich nicht wiederbefüllen und landen nach Nutzung im Hausmüll. Auf Flügen sind sie nicht erlaubt.
CO₂-Pumpen im Kurztest
Neben den oben erwähnten Modellen gibt es Versionen, die eine CO₂-Pumpe mit einer klassischen Handpumpe kombinieren. Für diesen Kurztest haben wir zwei minimalistische Modelle zum Aufschrauben auf die CO₂-Patrone genauer angeschaut: die Barbieri Mikrobo (etwa 5 Euro) und den CO₂-Inflator von Pro Bike Tool (etwa 15 Euro).
Beim Ausprobieren erweisen sich beide Varianten als eher umständlich in der Bedienung. Zunächst schraubt mam die Patrone bis zum Anschlag in den Kopf und bringt die CO₂-Pumpe am Ventil an. Beide funktionieren an Sclaverand- und Schraderventilen. Dann dreht man die Stellschraube mit dem Dorn in die Patrone und öffnet die Versiegelung. Der Reifen eines City-Bikes füllt sich innerhalb etwa fünf Sekunden auf nachgemessene 5 bar. Bei beiden kann die Patrone wieder geschlossen (aber nicht versiegelt) werden, um sie später für einen weiteren Aufpumpvorgang zu nutzen. Wir schaffen es so, einen zweiten, komplett geleerten Reifen auf 2 bar zu bringen. Einen Fatbike-Reifen aufzupumpen klappt nicht – hier bräuchte man wohl drei Patronen für das benötigte Luftvolumen.
Risiken bei CO₂-Pumpen
Die Nutzung der CO₂-Pumpe ist schwierig. Hat man sie nicht korrekt am Ventil befestigt und öffnet die Versiegelung, entleert sich die Patrone innerhalb weniger Sekunden. Auch sollte man beim Aufpumpen keinesfalls die Patrone selbst oder andere Metall-Elemente berühren. Diese kühlen extrem ab und können zu Verletzungen führen. Beim günstigen Barbieri Mikrobo ist das kritisch, da kein Patronenschutz vorhanden ist. Besonders problematisch: Im Zweifelsfall gibt es keinen zweiten Versuch. Entleert sich die Patrone versehentlich, gibt es keinen Weg zurück. Auf Touren oder Wettrennen sollte man mindestens eine Ersatzpatrone mitnehmen.
CO₂-Pumpen sind brauchbar und wegen ihres geringen Gewichts und des günstigen Preises verlockend. Man sollte aber zu Hause dringend probehalber ein paar Reifen aufpumpen, denn die Nutzung erfordert Übung.
Wie lädt man eine Akku-Luftpumpe auf?
Die meisten Akku-Luftpumpen im Test laden per USB C. Ein USB-C-Ladekabel liegt meist bei. Die Ladezeit beträgt je nach Akkukapazität zwischen 2 und 5 Stunden. Modelle von Einhell und Litheli nutzen Wechselakkus – hier kauft man Akku und Ladegerät separat und nutzt das Akku-System für weitere Geräte der Marke. Das spart im besten Fall Geld.
Einige Akku-Luftpumpen bieten zusätzlich eine Powerbank-Funktion. Über den USB-C-Anschluss lässt sich dann unterwegs ein Smartphone laden. Die Batterie der Akku-Luftpumpe fungiert so als mobile Stromquelle – praktisch auf Radtouren und beim Camping.
Akku-Luftpumpen für Camping und unterwegs
Beim Camping sind Akku-Luftpumpen besonders nützlich. Für Luftmatratzen und kleine Luftbetten reicht eine lesitungsstarke Standard-Akku-Luftpumpe. Für Schlauchboote empfehlen wir eine Niederdruckpumpe mit hoher Luftleistung – etwa den Einhell Pressito 18/25 Hybrid.
Auf Radtouren mit E-Bikes oder Fahrrädern gehört eine kompakte Akku-Luftpumpe ins Gepäck. Mini-Pumpen wie die Cycplus AS2 Pro Max oder die Laotie Z1 Mini wiegen unter 250 g und passen in jede Fahrradtasche. So hat man unterwegs immer eine elektrische Fahrradpumpe dabei.
Preisvergleich: Was kosten Akku-Luftpumpen?
Der Preis für Akku-Luftpumpen variiert stark. Günstige Modelle gibt es ab 20 Euro – etwa die ATJ-8466. Im mittleren Preissegment zwischen 30 und 60 Euro finden sich die meisten Bestseller, darunter die Bosch Easypump. Premium-Modelle wie die Cycplus AS2 Pro Max kosten bis zu 100 Euro. Die Einhell- und Litheli-Modelle liegen preislich dazwischen, benötigen aber teilweise separate Akkus.
Unser Tipp: Der Preis allein sagt wenig über die Qualität aus. Günstige Modelle pumpen oft genauso zuverlässig wie teure. Unterschiede zeigen sich bei Verarbeitung, Bedienung, Lautstärke und Akkulaufzeit. Wer nur gelegentlich Fahrradreifen pumpen will, fährt mit einem günstigen Modell gut. Für den regelmäßigen Einsatz an Auto, Motorrad und Fahrrad lohnt sich die Investition in den Testsieger.
Fazit: Die beste Akku-Luftpumpe im Test
Mobile elektrische Akku-Luftpumpen sind praktisch, um ohne Muskelkraft einen exakten Druck im Reifen aufzubauen – aber auch, um den Reifendruck zu prüfen. Im Akku-Luftpumpen-Test zeigen sich die Modelle flexibel: Egal ob Fahrradreifen, Autoreifen, Motorrad, E-Bikes, Bälle oder Luftbetten – die entsprechenden Ventiladapter liegen den meisten Modellen bei. Wer etwas großvolumiges wie ein Schlauchboot per Akku aufpumpen will, für den führt fast kein Weg am Einhell Pressito 18/25 Hybrid vorbei. Noch mehr gibt es hier: Bestenliste elektrische Luftpumpe mit Akku für SUP & Schlauchboot.
Große Unterschiede gibt es bei Bedienung, Pumpleistung und Maßen. Hier liegen die Akku-Luftpumpen von Bosch, Einhell, Xiaomi und Cycplus klar vorn. Die Bosch Easypump überzeugt als Testsieger dank ihres durchdachten Designs. Sie ist klein genug, um sie im Alltag mitzunehmen. Der Einhell CE-CC Akku-Kompressor ist zu groß für die Fahrradtasche, lässt sich aber besonders komfortabel bedienen und funktioniert mit Einhell-Akkus. Die ATJ-8466 funktioniert anstandslos und ist zudem sehr günstig. Wer auf besonders kompakten Formfaktor und geringes Gewicht Wert legt, sollte sich die Cycplus AS2 Pro Max genauer anschauen. Noch kleiner und günstiger sind CO₂-Pumpen – allerdings ist ihre Nutzung eher für den Notfall gedacht und gewöhnungsbedürftig.
Künstliche Intelligenz
Ultimatum an Meta: Philippinen verlangen Maßnahmen gegen Fake News
Die philippinische Regierung verlangt vom Facebook-Mutterkonzern Meta schärfere Maßnahmen gegen Falschnachrichten auf seinen Plattformen. Das Präsidialbüro und das Digitalministeriums drohen in einem Schreiben vom 10. April rechtliche Schritte an, sollte das Unternehmen nicht binnen einer Woche einen Umsetzungsplan vorlegen. Die Regierungsvertreter sprechen von einer Gefahr für die nationale Sicherheit und werfen dem Konzern Verstöße gegen geltende Gesetze vor.
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Hintergrund der Forderung sind laut den philippinischen Behörden kursierende Falschmeldungen, die angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage im Land zu Panik und Instabilität führen könnten. Die Regierung nennt als Beispiele erfundene Berichte über Krankheiten oder den Tod von Regierungsmitgliedern sowie irreführende Warnungen vor Energieengpässen, Preissteigerungen und Krisen im Finanzsektor. Dies stelle Risiken für die öffentliche Ordnung, wirtschaftliche Stabilität und nationale Sicherheit dar, so die Mitteilung.
In dem Schreiben an Meta-CEO Mark Zuckerberg verlangen die Behörden, Hochrisiko-Desinformation proaktiv zu erkennen. Zudem solle es etwa ein beschleunigtes Löschverfahren für Posts geben, die von staatlichen Stellen gemeldet werden, sowie einen rund um die Uhr erreichbaren Ansprechpartner auf Führungsebene. Meta solle strengere Abläufe bei der Bekämpfung von Falschnachrichten einführen und regelmäßige Transparenzberichte anfertigen.
Strafverfolgung angedroht
Lässt Meta das siebentägige Ultimatum ohne Umsetzungsplan für die geforderten Maßnahmen verstreichen, droht die philippinische Regierung dem US-Konzern mit juristischen Konsequenzen. Die Regierung behalte sich Maßnahmen vor, die von strafrechtlichen Ermittlungsverfahren bis hin zu Einschränkungen des Plattformbetriebs auf den Philippinen reichen können.
Als rechtlicher Hebel sollen Verstöße gegen das nationale Strafgesetzbuch sowie das Cybercrime-Gesetz und Beihilfe zu Straftaten im digitalen Raum dienen. Da Falschmeldungen laut den Behörden auch Panikkäufe und künstliche Preisverzerrungen auslösen können, wird Meta zudem für Verstöße gegen das nationale Preisgesetz mitverantwortlich gemacht. Hier drohen strafrechtliche Konsequenzen wegen Marktmanipulation, Wucher und dem illegalen Horten von Gütern. Eine Stellungnahme von Meta zu den philippinischen Forderungen liegt bisher nicht vor.
Verfahren in der EU noch offen
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Die Philippinen sind nicht das einzige Land, das von Meta mehr Maßnahmen gegen Falschnachrichten einfordert. In der EU wird das Vorhaben im seit 2022 geltenden Digital Services Act adressiert. Nach dessen Inkrafttreten hatte auch EU-Kommissar Thierry Breton einen mahnenden Brief an Mark Zuckerberg gerichtet. Die EU-Kommission begann danach eine Prüfung auf Gesetzesverstöße, wozu auch unzureichende Maßnahmen gegen Desinformationskampagnen zählen.
Insgesamt drohen dem Konzern hierbei Strafen in Höhe von bis zu 6 Prozent seines weltweiten Jahresumsatzes. Während der Abschluss des Verfahrens noch aussteht, zeigt eine Bertelsmann-Studie, dass sich die Mehrheit der EU-Bürger einen verstärkten Einsatz gegen Desinformation im Netz wünscht.
Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte sich über den DSA in der Vergangenheit kritisch geäußert und ihn zu einer „ständig wachsenden Anzahl von Gesetzen, die Zensur institutionalisieren“ gezählt. Als Zukunftsmodell sieht er daher, dass Nutzer stattdessen Inhalte selbst kontextualisieren können sollen, wie es etwa auf der Plattform X möglich ist. Dort wird ein von der Community bestbewerteter Hinweis dauerhaft unter einem Post angezeigt. Bisher beauftragte Faktenchecker seien politisch voreingenommen gewesen und hätten „zumindest in den USA mehr Vertrauen zerstört als geschaffen“, so Zuckerberg.
(hag)
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