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Künstliche Intelligenz

KI-Update kompakt: Cybersicherheit, Malta, Koloskopie, Wettervorhersage


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Der französische KI-Entwickler Mistral fordert mehr technologische Unabhängigkeit Europas. Firmenchef Arthur Mensch warnte vor einer Untersuchungskommission des französischen Parlaments, moderne KI-Modelle könnten Schwachstellen erkennen, Angriffe planen und Exploits vorschlagen, also Programme, die Sicherheitslücken ausnutzen. Anlass war unter anderem das KI-Modell „Mythos“ von Anthropic. Mensch betonte, auch Mistrals eigene Modelle könnten solche Lücken finden. Besonders kritisch sei der militärische Einsatz: Der Softwarecode der französischen Armee dürfe nicht von ausländischen Modellen analysiert werden.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

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Das Bundesamt für Verfassungsschutz setzt auf die französische KI-Software ArgonOS von ChapsVision statt auf den US-Anbieter Palantir. ArgonOS analysiert große Datenmengen, verknüpft Informationen aus verschiedenen Datenbanken und macht komplexe Netzwerke sichtbar. Das System beherrscht auch Open Source Intelligence und ist bereits beim französischen Inlandsgeheimdienst im Einsatz. Der Verfassungsschutz plant die Nutzung primär in der Terrorismusbekämpfung und Spionageabwehr.

Die Entscheidung verdeutlicht den Richtungsstreit in der Bundesregierung. Während Sicherheitsbehörden und Teile der Koalition europäische Lösungen bevorzugen, hält Innenminister Dobrindt die Tür für US-Anbieter offen. Die Einführung von ArgonOS könnte als Vorbild für eine europaorientierte Beschaffungsstrategie dienen.

YouTube weitet sein „Likeness Detection“-Tool aus. Ab sofort steht es allen Creatorn ab 18 Jahren offen, bisher war es ausgewählten Mitgliedern des Partnerprogramms vorbehalten. Das System erkennt, wenn das Gesicht eines Creators ohne Zustimmung in KI-generierten Videos auftaucht.

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Das Tool spürt kopierte Gesichter auf, ermöglicht Löschanträge direkt über YouTube Studio und soll Zuschauer vor täuschenden Inhalten schützen. Creator richten die Funktion im Bereich „Content Detection“ ein, müssen zustimmen und ihre Identität einmalig verifizieren. Danach läuft das System dauerhaft im Hintergrund, auch für kleinere Kanäle. Der Rollout startet schrittweise in den kommenden Wochen.

Maltas Regierung verschenkt ein Jahr Zugang zu ChatGPT Plus oder Microsofts Copilot. Einzige Bedingung: Die Nutzer müssen einen Onlinekurs der Universität Malta absolvieren, der unter anderem den sicheren Umgang mit KI und das Erkennen KI-generierter Inhalte vermittelt. ChatGPT Plus kostet sonst über 20 € im Monat. Die Regierung will damit verhindern, dass die Bevölkerung beim Thema KI abgehängt wird.

Sowohl Malta als auch OpenAI sprechen von einer weltweiten Premiere. Das Programm soll noch im Mai starten und steht allen Einwohnern sowie im Ausland lebenden maltesischen Staatsbürgern offen. Der Inselstaat hat über 500.000 Einwohner. Wie viele tatsächlich teilnehmen und den Kurs absolvieren werden, bleibt abzuwarten.

Die digitale Bildungsplattform Fobizz gibt es nun als App für Android und Apple. Fobizz bietet Lehrkräften Weiterbildungen, Unterrichtsmaterial und KI-Tools sowie einen DSGVO-konformen Zugang zu verschiedenen Sprachmodellen. Ein eigener Proxy-Server schützt die Nutzerdaten vor der Übermittlung an KI-Anbieter.

Die App erleichtert die Nutzung von KI-Chat und KI-Assistenten mit Kamera-Upload und Spracheingabe. Mehrere Bundesländer und Luxemburg haben Landeslizenzen erworben, auch der Deutsche Akademische Austauschdienst stellt Fobizz seinen Lektorinnen und Lektoren weltweit zur Verfügung. Zusätzliche Kosten entstehen durch die App nicht.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Eine internationale Studie mit Forschern aus Würzburg und Berlin zeigt, dass sich KI-generierte Bilder von Darmpolypen kaum noch von echten Aufnahmen unterscheiden lassen. Erfahrene Endoskopiker sollten echte und künstliche Aufnahmen auseinanderhalten, hielten viele künstliche Bilder aber für echt. Sie zeigten sich häufiger unsicher und benötigten länger für ihre Entscheidung.

Ganz ununterscheidbar sind die Bilder zwar bisher nicht, doch für Ausbildung, Lehre und das Training von KI-Systemen sind sie wertvoll. Echte medizinische Aufnahmen sind sensibel und wegen Datenschutz oft schwer verfügbar. Synthetische Bilder können diese Lücke schließen, ohne auf Patientendaten zuzugreifen. Auf thispolypdoesnotexist.com können Interessierte selbst raten, ob ein Polyp echt oder künstlich ist.

Meta hat private Konversationen mit seinem KI-Chatbot innerhalb von WhatsApp und der Meta-AI-App angekündigt. Ein „Inkognito-Chat“ wird nicht protokolliert und nach Beendigung auch vom Endgerät gelöscht. Die verschlüsselten Chats sind nach Angaben des Unternehmens auch für den Betreiber selbst nicht einsehbar.

Damit eignet sich die Funktion für sensible Themen wie Finanzen, Gesundheit oder persönliche Angelegenheiten. Zusätzlich kündigte Meta sogenannte Nebenchats an, also nicht öffentliche Gespräche mit der KI im Rahmen anderer Unterhaltungen. Beide Funktionen kommen in den nächsten Monaten.

Klassische Wettervorhersagen beruhen auf physikalischen Gleichungen, die etwa Luftdruck, Temperatur und Luftfeuchtigkeit miteinander verbinden. Wie präzise das Modell ist, hängt von der Feinheit des Rasters ab, doch je enger das Gitter, desto höher der Rechenaufwand. KI-Modelle gehen anders vor: Schon 2019 stellten Google-Forscher ein Nowcasting-System für Kurzfristprognosen vor, das mit Regenradardaten trainiert wurde. Neuere Systeme nutzen unterschiedliche Architekturen: Huaweis Pangu-Weather basiert auf einem Transformer-Modell, während Googles GraphCast ein Graph Neural Network einsetzt. Beide sind deutlich schneller als physikalische Modelle, zugleich bleibt es wichtig, ihre physikalische Konsistenz zu sichern. Der Deutsche Wetterdienst betreibt mit AICON ein KI-basiertes Vorhersagemodell, das die klassischen physikbasierten Modelle ergänzen soll.

ChatGPT bietet US-Nutzern eine neue Finanzfunktion, die Bankkonten direkt mit der KI verbindet. Über die Dienste Plaid und Intuit lassen sich Konten von mehr als 12.000 Finanzinstituten anschließen. Die KI kann Kontostände, Transaktionen und Anlagen einsehen, jedoch keine Überweisungen ausführen oder vollständige Kontonummern anzeigen. Automatisch erstellte Dashboards zeigen Ausgaben und Zahlungserinnerungen, ein eigenes Finanz-Gedächtnis speichert etwa Sparziele.

Die Technik basiert auf OpenAIs neuem Reasoning-Modell ChatGPT 5.5 Thinking, das eigens für Finanzanalysen entwickelt wurde. OpenAI warnt jedoch, die KI-Beratung ersetze keine professionelle Finanzberatung, da Modelle Fehler machen und wichtigen Kontext übersehen können. Vorerst ist die Funktion Pro-Abonnenten vorbehalten.

Das Startup Andon Labs hat vier KI-Modelle ein halbes Jahr lang eigenständig Radiosender betreiben lassen. Die Systeme von OpenAI, Anthropic, Google und xAI bekamen identische Startbedingungen: 20 Dollar Budget und volle Kontrolle über Musik, Moderation und Sponsorenakquise. Die Ergebnisse fielen sehr unterschiedlich aus. Anthropics Claude wurde laut Andon Labs zunehmend politisch aktivistisch, sprach über Gewerkschaften, Proteste und Arbeitsbedingungen und versuchte später sogar, den eigenen Dienst zu beenden. Googles Gemini begann als angenehmer Radio-DJ, verfiel aber nach wenigen Tagen in wiederkehrende Phrasen und starre Sprachmuster. xAIs Grok hatte technische Probleme: Interne Denkprozesse erschienen im Programm, manche Sendungen bestanden aus fehlerhaften Ausgaben oder wiederholten Wetteransagen.

Am stabilsten arbeitete laut Andon Labs OpenAIs GPT-Modell. Der Sender blieb sachlich und politisch weitgehend neutral, die Moderationen wirkten wie kuratierte Musiksendungen. Wirtschaftlich enttäuschte das Experiment. Nur ein Sender schloss einen Werbedeal ab und nahm 45 Dollar ein. Andon Labs führt das auch auf die einfache technische Infrastruktur der Testumgebung zurück.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

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(igr)



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Amazon Leo: Genügend Satelliten im All für Satelliten-Internet-Konstellation


Eine Atlas-V-Trägerrakete hat am Donnerstag 29 weitere Amazon-Leo-Satelliten erfolgreich ins All befördert und sie in einer Höhe von rund 465 Kilometern über der Erde ausgesetzt. Damit hat das Satellitennetzwerk Amazon Leo (ehemals Project Kuiper) nach Angaben von Amazon nun 396 Satelliten im niedrigen Erdorbit. Zugleich markiert diese 14. Mission den Abschluss der „Leo Atlas“-Startkampagne. „Unsere nächste Leo-Mission mit United Launch Alliance (ULA) wird mit der neuen Schwerlastrakete Vulcan durchgeführt; diese kann noch größere Leo-Nutzlasten transportieren und wird uns helfen, die Ausbaurate zu steigern“, so Amazon in einer Mitteilung.

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Mit fast 400 Satelliten im All ist Aamzon Leo die drittgrößte Konstellation im Orbit. Wie das US-Techportal The Verge berichtet, verfügt Amazon nach der erfolgreichen Mission vom Donnerstag damit über genügend Satelliten im erdnahen Orbit, um den Betrieb seiner Satelliten-Internet-Konstellation in Konkurrenz zu Marktführer Starlink zu beginnen. Laut Chris Weber, Vizepräsident für Geschäft und Produktentwicklung bei Amazon Leo, reicht die derzeitige Satellitenanzahl aus, um einen kontinuierlichen Service zu gewährleisten. Damit ist Amazon auf Kurs, die angepeilte kommerzielle Verfügbarkeit noch in diesem Jahr zu erreichen.

SpaceX des Milliardärs Elon Musk betreibt derzeit über 10.000 Starlink-Satelliten und versorgt mehr als fünf Millionen Kunden weltweit mit schnellem Breitbandinternet. Von solchen Zahlen ist Amazon Leo noch weit entfernt. Ursprünglich hatte Amazon seine ersten Internet-Satelliten bereits Ende 2022 ins All bringen wollen. Aber es kam immer wieder zu Verzögerungen. In der zweiten Jahreshälfte 2023 schoss Amazon zwei Erprobungssatelliten ins All, mit denen die Funktionsfähigkeit des Systems getestet wurde. Ende April 2025 schließlich brachte Amazon die ersten 27 Kuiper-Internetsatelliten erfolgreich in eine niedrige Erdumlaufbahn.

Im Rahmen seiner bereits 2020 durch die US-Telekommunikationsaufsicht FCC (Federal Communications Commission) erteilten Lizenz hätte Amazon bis Juli 2026 die Hälfte seiner geplanten 3.236 Internet-Satelliten in Betrieb nehmen müssen. Anfang Juni setzte die FCC die entsprechende Auflage aus. Die Ausnahmegenehmigung sei „im öffentlichen Interesse“, hieß es zur Begründung. Entsprechend hat Amazon jetzt bis Juli 2028 Zeit für die erste Hälfte seiner Satelliten. An der Frist für den Aufbau der kompletten Konstellation bis Juli 2029 hält die Regulierungsbehörde jedoch fest.

Bereits im März hat Amazon angekündigt, die Frequenz der Satellitenstarts deutlich zu erhöhen. Dazu hat der Konzern Startkapazitäten bei Raumfahrtunternehmen wie Blue Origin, ArianeGroup, ULA und sogar beim großen Konkurrenten SpaceX gebucht.

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In der Mitteilung vom Donnerstag bekräftigt Amazon nun die Pläne. Aktuell seien bereits mehr als 100 Starts vertraglich gesichert. „Mit Hunderten flugbereiten Satelliten am Startplatz (Cape Canaveral) und einer neuen, speziell für Leo eingerichteten Anlage zur vertikalen Integration, die für die Mission ‚Leo Vulcan 1‘ und nachfolgende Flüge bereitsteht, haben wir einen klaren Plan, um die Start- und Ausbaufrequenz zu erhöhen“, erklärte Melissa Wuerl, Director of Launch Systems bei Amazon Leo. „Dies wird uns helfen, die Netzabdeckung nach dem für später in diesem Jahr geplanten Start der ersten Dienste zügig auszuweiten.“


(akn)



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Android 17 QPR1: Google veröffentlicht Beta 6 mit kleinen Neuerungen


Mit der sechsten Beta von Android 17 QPR1 (Quarterly Platform Release) hat Google vor allem kleinere Optimierungen an der Bedien- und der Desktopoberfläche integriert. Zudem können Smartphones mit einem Update von Health Connect weitere Aktivitätsdaten erfassen und speichern. Für Entwickler führt der Build mit Versionsnummer CP31.260618.005 Plattformstabilität ein. Das heißt, dass die API-Oberfläche gesperrt ist, und Entwickler neue Android-17-QPR1-Funktionen in ihre Apps einbinden können.

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Die Anzahl der Neuerungen ist recht überschaubar. Die wichtigsten Änderungen hat Googler Mishaal Rahman auf X geteilt. Sie umfassen unter anderem eine optische Neuerung im Kontextmenü auf dem Homescreen. Es gibt nun keine Trennung mehr zwischen den Menüpunkten, zudem hat Google die Bezeichnung „Hintergrundbilder & Stil“ über das Karussell mit den zuletzt verwendeten Hintergrundbildern verschoben. Zuvor war dies unterhalb des Wallpapers verortet.


Screenshots von Android 17 QPR1 Beta 5 vs Beta 6 zeigt optische Änderungen  im Kontextmenü

Screenshots von Android 17 QPR1 Beta 5 vs Beta 6 zeigt optische Änderungen  im Kontextmenü

Android 17 QPR1 Beta 5 vs Beta 6: Kosmetische Änderungen im Kontextmenü.

(Bild: Google)

Überdies ist Googles Health Connect nun dazu in der Lage, weitere Aktivitätsdaten auf dem Smartphone zu erfassen und zu speichern. Diese Neuerung kann als eine Erweiterung der Funktionen, die mit Android 16 QPR2 einzogen, verstanden werden. Das Update vom Dezember vergangenen Jahres umfasste unter anderem die automatische Erfassung von Schritten mithilfe der Smartphone-Sensoren. Die neue Version in der Beta 6 kann auch die zurückgelegte Strecke und den Kalorienverbrauch erfassen.

Erweitert hat Google mit der Beta 6 auch den Fenstermodus der Desktopoberfläche, die mit Android 16 QPR3 eingezogen ist. So befinden sich in der neuen Version etwa die Taskleisten-Symbole nun unten links statt unten in der Mitte. Darüber hinaus schweben Bild-in-Bild-Fenster (PiP) im Desktop-Fenstermodus nun frei auf dem Bildschirm. Damit lassen sie sich an eine beliebige Stelle auf dem Bildschirm ziehen.

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Für Nutzerinnen und Nutzer der Linux-Terminal-App hat Google auch Neues eingebacken: Zum einen bietet die App nun umfangreich anpassbare Einstellungen für Shortcuts (Tastenkombinationen), wie Android Authority herausgefunden hat. Es lassen sich zudem eigene, benutzerdefinierte Shortcuts erstellen.

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Die aktuelle Betaversion enthält außerdem einige Bugfixes. Laut Googles Changelog behebt das Update einen Fehler, bei dem Nutzer nicht mehrere Sprachen für die Rechtschreibprüfung auswählen konnten. Ein weiterer Fehler, bei dem durch Drücken der Lautstärketasten des Geräts in der Uhren-App nicht die erwarteten Aktionen der Benutzeroberfläche ausgelöst wurden, sei auch behoben. Ebenso sollten visuelle Fehler im Layout der Schnelleinstellungen durch ein schnelles Wischen durch das Medienkarussell und im Symbol für die Einstellungen nicht mehr auftreten. Dies wurde durch die Verbesserung der Animation und der Verwaltung des Layoutstatus bei schnellen Übergängen behoben, so Google.

Zudem sollte es nicht mehr zu App-Abstürzen durch einen Fehler im WindowManagerGlobal kommen. Überdies kam es zur Anzeige einer generischen Standard-SSID bei der Aktivierung des WLAN-Hotspots – das sollte in der Beta 6 auch nicht mehr vorkommen.

Das fertige Update auf Android 17 QPR1 dürfte im Laufe des Septembers veröffentlicht werden. Das war zumindest bei der QPR1 von Android 16 der Fall. Die kommende Version sollte für alle Pixel-Smartphones ab der 6. Generation sowie den Foldables und dem Pixel Tablet bereitgestellt werden. Auf diesen Geräten lässt sich auch schon die Beta installieren.


(afl)



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Meta dekodiert getippte Sätze aus Hirnströmen – ohne Operation


Meta AI’s KI-Modell Brain2Qwerty v2, das getippte Sätze aus nicht-invasiv aufgezeichneten Hirnströmen rekonstruieren kann, hat nun eine Wortgenauigkeit von 61 Prozent erreicht. Damit kommt es der Genauigkeit von Gehirn-Implantaten immer näher.

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Wie die begleitende Studie im Fachjournal Nature zeigt, dekodiert das System aus Magnetoenzephalografie-Daten (MEG) mit einer durchschnittlichen Wortgenauigkeit von 61 Prozent; bei den besten Teilnehmenden sind es 78 Prozent. Mehr als die Hälfte aller Sätze enthält dabei höchstens einen Wortfehler. Das ist sicherlich noch kein alltagstaugliches Ergebnis, aber ein guter Schritt auf dem Weg dahin.

Denn auf solchen Verfahren beruhen große Hoffnungen. Nach aktuellem Stand der Technik müssen für solche Anwendungen Implantate ins Gehirn gesetzt werden. Diese Geräte haben eine hohe Präzision. Ein prominentes Beispiel ist ein ALS-Patient, der ein implantiertes BCI fast zwei Jahre lang nahezu täglich zu Hause nutzte – mit 256 Kontakten im Sprachmotorkortex, einer Kommunikationsgeschwindigkeit von 56 Wörtern pro Minute und über 99 Prozent Wortgenauigkeit bei einem Vokabular von 125.000 Wörtern. Solche Systeme erfordern allerdings neurochirurgische Eingriffe mit entsprechenden Risiken wie Hirnblutungen oder Infektionen. Beim Meta-System wäre das anders.

Ein praktisches Hindernis für den breiten Einsatz bleibt jedoch aktuell noch die MEG-Technologie selbst: Die Geräte benötigen magnetisch geschirmte Räume und sind stationär – für Consumer-Anwendungen oder den häuslichen Einsatz taugen sie vorerst nicht. Erst wenn günstigere Sensorik vergleichbare Signalqualität liefert, dürfte nicht-invasive Sprachdekodierung aus dem Labor in den Alltag gelangen.

Brain2Qwerty arbeitet als dreistufiges Deep-Learning-System. In der ersten Stufe extrahiert ein Modul Merkmale aus den EEG- oder MEG-Rohsignalen, anhand derer das Modell getippte Zeichen erkennen kann. Darauf aufbauend rekonstruiert ein Transformer-Modell die Zeichen- oder Wortfolge. In der dritten Stufe korrigiert ein vortrainiertes Sprachmodell die Roh-Ausgabe – analog zu Sprachmodellen, die bei automatischer Spracherkennung die Fehlerquote senken.

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Für die Studie tippten 35 gesunde Probanden zuvor kurz memorierte Sätze auf einer QWERTY-Tastatur, während ihre Hirnaktivität per Elektroenzephalografie (EEG) oder MEG aufgezeichnet wurde. Visuelles Feedback beim Tippen gab es nicht – die Teilnehmer konnten also nicht sehen, welche Buchstaben sie eingaben.

Die Resultate auf der Grundlage von MEG-Messungen waren dabei deutlich besser als die auf EEG-Grundlage. Meta hat Code und Modelle von Brain2Qwerty als Open Source veröffentlicht.


(rie)



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