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Künstliche Intelligenz

KI von Siemens: Eigen-Agent automatisiert Ingenieuraufgaben


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Siemens hat auf der Hannover Messe den „Eigen Engineering Agent“ vorgestellt. Er soll komplexe Aufgaben in einzelne Schritte separieren und damit Aufgaben eigenständig planen und ausführen können. Der Name leitet sich tatsächlich vom deutschen Begriff ab, sich etwas zu eigen zu machen. Auch Assoziationen mit den Begriffen Eigenwert und Eigenvektor aus der linearen Algebra sind durchaus beabsichtigt.

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Der Eigen Engineering Agent erstellt laut Siemens Steuerungsprogramme, konfiguriert Anlagen und prüft Ergebnisse. Er arbeitet in bestehenden Engineering-Umgebungen und führt Aufgaben vollständig aus, statt nur Hinweise zu geben.

Laut Siemens sollen Fachkräfte mit dem Eigen-Agent Aufgaben im Ingenieursalltag zwei- bis fünfmal schneller erledigen als ohne. Auch die Qualität der Ergebnisse verbessere sich: Bevor die Ergebnisse dem Ingenieur gezeigt werden, überprüft der Eigen Engineering Agent alle Resultate.

Der Eigen Engineering Agent wurde laut Siemens mit mehr als 100 Unternehmen weltweit getestet. Dabei kam er unter anderem bei der Programmierung von Steuerungen, der Visualisierung von Bedienoberflächen und der Konfiguration von Geräten zum Einsatz.

Das System ist Teil der bestehenden Siemens-Plattform für industrielle Automatisierung, dem sogenannten TIA Portal (Totally Integrated Automation). Unternehmen sollen die neue Technik damit in ihre bestehenden Prozesse integrieren können, ohne komplett neue Systeme einführen zu müssen.

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Der Eigen Engineering Agent verbindet digitale Planung mit realer Umsetzung und kann so Prozesse in der Industrie direkt steuern und verbessern. Der Agent ist damit Teil der Siemens-Strategie, KI stärker in industrielle Anwendungen einzubinden.

Ingenieure sollen unterm Strich nicht mehr jede Aufgabe selbst ausführen müssen, sondern Ziele vorgeben, die die KI eigenständig umsetzt. Dadurch entfallen wiederkehrende Arbeiten, und die Produktivität steigt.


(akr)



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Kindle Scribe Colorsoft im Test: Amazons erstes E-Ink-Tablet mit Farbdisplay


Optisch unterscheidet sich der Kindle Scribe Colorsoft auf den ersten Blick von seinem Vorgänger. Der Bildschirm mit seiner 11-Zoll-Diagonale ist ein wenig größer als der 10-Zöller des Vorgängers und sitzt nun symmetrisch im Gehäuse. Durch den gleichmäßigen, schmalen Rahmen sieht der Scribe Colorsoft schicker aus als sein Vorgänger mit dem einseitig breiten Rand. In ergonomischer Hinsicht allerdings ist es eine Verschlechterung, denn der breite Rand war praktisch, um das Gerät bei der Lektüre zu halten. Da das Tablet weniger als 400 Gramm wiegt, wird auch beim längeren Lesen der Arm nicht schwer.

Das Gehäuse besteht aus einer Unibody-Rückseite aus Aluminium und einer Bildschirmabdeckung aus mattiertem Kunststoff, nur unterbrochen von einer USB-C-Buchse an der Unterseite und dem Einschalter rechts. Das Gerät macht einen äußerst wertigen Eindruck, allerdings geht das Design zulasten der Reparierbarkeit. Um ans Innere des Tablets zu gelangen, muss der ins Gehäuse geklebte Bildschirm herausgelöst werden – Laien sollten die Finger davon lassen. Ersatzteile oder Reparaturanleitungen liefert Amazon nicht.

Die Hardware hat Amazon im Vergleich zum Erstling aufgemöbelt. Im Innern verrichtet ein nicht näher benannter Vierkernprozessor seinen Dienst, er ersetzt den Zweikerner des Vorgängers. Der Prozessor erreicht eine maximale Taktrate von 2 GHz. Zwar ist bei E-Ink-Tablets in der Regel eher die langsame Bildwiederholrate des Bildschirms der limitierende Faktor als der Prozessor. Doch da der Kindle mit Farbdisplay häufiger mal mit größeren Dateien wie Comics und PDFs hantieren dürfte als sein monochromer Kollege, scheint die Aufstockung angeraten. Amazon verkauft den Kindle in zwei Versionen mit 32 oder 64 GByte Speicher.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kindle Scribe Colorsoft im Test: Amazons erstes E-Ink-Tablet mit Farbdisplay“.
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Künstliche Intelligenz

Dienstag: Stühlerücken bei Apple, Vorwürfe gegen Amazon


Paukenschlag bei Apple: Konzernchef Tim Cook tritt ab; der bisherige Hardware-Chef John Ternus übernimmt zum 1. September. Der US-Bundesstaat Kalifornien wirft Amazon illegale Preisabsprachen vor. Der Online-Händler soll verschiedene namhafte Marken unter Druck gesetzt haben, damit sie konkurrierende Einzelhändler zu Preiserhöhungen bewegen. Das zeigen nun freigegebene Gerichtsdokumente. Und Googles KI-Agent Gemini krallt sich in El Salvador immer mehr Gesundheitsdaten – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Apple-CEO Tim Cook gibt nach fast 15 Jahren den Chefposten beim iPhone-Konzern auf und wechselt dann auf den Vorsitz des Verwaltungsrats. Übernehmen wird zum 1. September Hardware-Chef John Ternus. Das gab Apple am späten Montagabend bekannt. Die Personalie ist zwar keine Überraschung, sorgt aber dennoch für Aufsehen. Dass der bald 65-jährige Cook den Spitzenjob bei Apple nicht mehr ewig machen würde, war zwar klar, sein Rücktritt aber ist eine weitere Zäsur in der Unternehmensgeschichte von Apple. In Cooks Amtszeit fallen zahlreiche erfolgreiche Produkteinführungen wie die eigenen ARM-Prozessoren nicht nur für iPhone und iPad, sondern auch für inzwischen alle Macs. Der Konzergewinn vervielfachte sich. Sein Nachfolger Ternus muss nun Apples Übergang ins KI-Zeitalter bewerkstelligen. Machtwechsel bei Apple: Tim Cook übergibt an John Ternus

Vor vier Jahren, im Jahr 2022, reichte der US-Bundesstaat Kalifornien Kartellklage gegen den Online-Händler Amazon ein. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta beschuldigt in der Klage den Konzern, Drittanbietern Knebelverträge aufzuzwingen, die es ihnen verbieten, ihre Waren günstiger auf anderen Handelsplattformen zu verkaufen. Amazon nutze seine Marktmacht dazu, Endkundenpreise in die Höhe zu treiben, um seine Gewinnmargen zu schützen, so der Vorwurf. Aus am Montag freigegebenen Gerichtsdokumenten geht hervor, wie Amazon mutmaßlich namhafte Marken unter Druck setzte, um andere Händler zu Preiserhöhungen zu bewegen. Illegale Preisabsprachen: Kalifornien untermauert Vorwürfe gegen Amazon

Dass El Salvadors Präsident Nayib Bukele ein Faible für Kryprowährungen und globale Tech-Konzerne hat, ist bekannt. Im September 2021 erklärte der zentralamerikanische Staat als erstes Land der Welt Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel. Der Schritt wurde auf Druck des IWF mittlerweile wieder zurückgedreht. Ende vergangenen Jahres vereinbarte Bukele mit X-Chef Elon Musk den Einsatz des KI-Chatbots Grok in El Salvadors öffentlichen Schulen. Und mit Google Cloud schloss El Salvadors Regierung eine langjährige Vereinbarung, die das Land zu einem Technologiezentrum machen soll. Nun wird Googles KI-Agent Gemini sogar die Versorgung von Patienten mit chronischen Krankheiten im Land übernehmen. Google Gemini weitet Zugriff auf El Salvadors Gesundheitssystem aus

Zum Auftakt der Hannover Messe hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für eine Lockerung der europäischen Regeln für die industrielle Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) ausgesprochen. Er werde sich dafür einsetzen, die europäische KI-Regulierung zu erleichtern. Die industrielle KI solle „aus dem gegenwärtigen, zu engen Korsett der KI-Regulierung der EU“ herausgelöst werden, so der Kanzler. Gemeint ist der europäischen„AI Act“. Erste Teile des Regelwerks sind nach dreijährigen Verhandlungen im August 2024 in Kraft getreten. Bei der deutschen Industrie rennt Merz mit seiner Forderung offene Türen ein. Bundeskanzler Merz: „Europäische KI-Regulierung erleichtern“

Derzeit gibt es in vielen EU-Mitgliedstaaten Überlegungen, nach dem Vorbild Australiens ein Social-Media-Mindestalter einzuführen. Nun hat die im Spätsommer eingesetzte Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ ihre Befunde zum Status Quo vorgelegt. Auf über 120 Seiten gibt sie einen umfangreichen und keineswegs eindimensionalen Überblick über die Komplexität der Thematik – was vom frühestens Kindesalter bis zum Heranwachsenden tatsächlich als gefährlich, was als bedenklich und was als wissenschaftlich umstritten gilt. Mindestalter für Social Media: Kommission legt Bestandsaufnahme vor

Auch noch wichtig:

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(akn)



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Künstliche Intelligenz

BYD auf „Schwarzer Liste“: Brasiliens oberster Arbeitsinspektor entlassen


Die Auseinandersetzung um Ausbeutung und mutmaßliche Sklavenarbeit beim chinesischen Elektroautohersteller BYD in Brasilien ist um ein Kapitel reicher und erhitzt die Gemüter. Die Entlassung eines hohen Beamten hat der Regierung von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ein halbes Jahr vor den Präsidentschaftswahlen Vorwürfe beschert, Bedenken hinsichtlich von Arbeitsrechtsverstößen durch BYD zu unterdrücken.

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Was ist passiert? Brasiliens oberster Arbeitsinspektor, Luiz Felipe Brandão de Mello, wurde in der vergangenen Woche entlassen – nur wenige Tage, nachdem er den Autohersteller BYD in ein nationales Register von Arbeitgebern aufgenommen hatte, denen Verstöße gegen das nationale Arbeitsrecht vorgeworfen werden.

Mello habe eine Anweisung von Arbeitsminister Luiz Marinho missachtet, den chinesischen Konzern von dieser „Schwarzen Liste“ fernzuhalten, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf Quellen, die um Anonymität baten, um über die Angelegenheit zu sprechen. Der nationale Verband der Arbeitsinspektoren Brasiliens Anafitra warf Marinho daraufhin politische Einmischung vor. „Die Entlassung des Sekretärs [Mello, Anm.] signalisiert eine Eskalation der politischen Einflussnahme auf die Arbeitsaufsicht“, hieß es in einer Erklärung des Verbandes.

Marinho wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete die Entlassung als „einen Verwaltungsakt“, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Er beabsichtige nicht, irgendeinem Unternehmen Vorteile zu verschaffen, sagte er gegenüber der US-Tageszeitung New York Times, die über den Fall berichtete. Vielmehr arbeite er daran, sicherzustellen, dass die von seinem Team getroffenen fachlichen Entscheidungen fundiert seien. Der Minister sprach von einer routinemäßigen personellen Veränderung. „Veränderungen sind etwas Natürliches; sie gehören dazu“.

Im Zentrum des Konflikts steht das neue Werk von BYD in Camaçari im nordöstlichen Bundesstaat Bahia. Die umstrittene Fabrik ist Mitte vergangenen Jahres eingeweiht worden. Dort sollen jährlich 150.000 Fahrzeuge vom Band rollen. Brasilien ist für BYD der größte Markt außerhalb Chinas.

Noch in der Bauphase geriet das Projekt Ende 2024 wegen Vorwürfen von Arbeitsverstößen bis hin zum Verdacht auf Menschenhandel in die Schlagzeilen. Nach ersten Untersuchungen sprachen die brasilianischen Behörden von „sklavenartigen Bedingungen“ für 163 chinesische Arbeiter. Später wurden weitere 57 Arbeiter in einer ähnlich prekären Situation gefunden. Die brasilianische Arbeitsstaatsanwaltschaft (MPT) reichte daraufhin Zivilklage gegen BYD wegen „internationalem Menschenhandel“ und „der Sklaverei vergleichbarer“ Arbeitsbedingungen beim Bau des BYD-Werkes ein und forderte die Zahlung von Schadensersatz in Millionenhöhe. BYD machte einen Subunternehmer für die Situation verantwortlich. Eine Untersuchung kam zu dem Schluss, dass das Unternehmen beim Bau der Fabrik in Camaçari Menschenrechte verletzt habe.

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Anfang April wurde BYD dann in die „Schwarze Liste“ des Ministeriums für Arbeit und Beschäftigung (MTE) aufgenommen, wie die brasilianische Tageszeitung Folha de S. Paulo berichtete. Nach brasilianischem Recht muss die Liste der Arbeitsrechtsverletzungen alle sechs Monate aktualisiert werden. Kurz vor Ablauf der Frist gab Arbeitsinspektor Mello grünes Licht.

Die Aufnahme in die Liste kann für Firmen schwerwiegende Folgen haben: Neben dem Imageschaden erschwert sie bestimmte Bankkredite und macht die jeweiligen Unternehmen für Investoren weniger attraktiv. BYD erwirkte umgehend eine gerichtliche Verfügung, um von der Liste gestrichen zu werden. Ein Arbeitsgericht gab am 8, April dem Antrag des chinesischen Autoherstellers zur Aussetzung der Entscheidung statt – bis zu einer weiteren gerichtlichen Überprüfung der Frage, ob BYD für das Handeln seiner Subunternehmer zur Rechenschaft gezogen werden kann. Eine endgültige Entscheidung steht also aus. Arbeitsinspektor Mello aber erhielt vergangene Woche sein Entlassungspapier.


(akn)



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