Künstliche Intelligenz
Laser Limbo: Deutsches Mixed-Reality-Spiel für Meta Quest
„Laser Limbo“ begann als virtuelles Lasertag für VR-Spielhallen, hat sich inzwischen aber zu einer Sammlung familienfreundlicher Mixed-Reality-Partyspiele entwickelt, die man auch zuhause spielen kann.
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Was „Laser Limbo“ besonders macht, ist der lokale Multiplayer. Das heißt, dass zwei Spieler im selben Raum am gleichen Spielerlebnis teilhaben können, zwei Meta-Quest-Geräte vorausgesetzt. Nach der Einrichtung verwandelt „Laser Limbo“ Wohnungen und ganze Etagen in Multiplayer-Arenen für Mixed-Reality-Spiele, wobei Möbel und andere Einrichtungsgegenstände zu spielrelevanten Elementen werden und etwa zur Deckung genutzt werden können.
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Der offizielle Trailer
Das Spiel befand sich längere Zeit im Early Access und verlässt diesen am Freitag mit einem großen Update. Dieses führt Laserschwertkämpfe für Solo- und Koop-Modi ein. Außerdem kommen drei waffenfreie Spielmodi hinzu, in denen die Spieler durch ein sich ständig veränderndes Laserlabyrinth navigieren und Münzen sammeln, 3D-Puzzles zusammensetzen und Blasen zum Platzen bringen müssen.
Zu Hause oder in der Spielhalle erleben
Neben der Heimnutzung unterstützt „Laser Limbo“ weiterhin den Einsatz in VR-Spielhallen. Die beiden Entwickler Nico Uthe und Christoph Spinger betreiben in Berlin eine eigene Spielhalle für Laser Limbo. Diese ortsbasierte Version des Spiels unterstützt bis zu acht Spieler gleichzeitig und kann von Spielhallenbetreibern lizenziert werden. Private Nutzer können sie via Discord anfragen.
Wer „Laser Limbo“ zu Hause spielt, muss vor dem Spielstart die eigenen Räume und Möbel manuell markieren. Das ist zwar etwas aufwendiger als Metas automatisches System, bietet dafür aber mehr Kontrolle und Präzision. Für das kommende Jahr versprechen die Entwickler weitere Funktionen sowie neue MR-Spielmodi.
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Laser Limbo ist im Horizon Store für Meta Quest 2, 3 und 3S verfügbar, die Version 1.0 erscheint allerdings erst heute Abend. Mit dem Code „PRESS-C5B464“ gibt es 33 Prozent Rabatt.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Mobilitätsdaten: Deutsche Carsharing-Anbieter fürchten um ihre Existenz
Die geplante Neuregelung zur digitalen Bereitstellung von Mobilitätsdaten sorgt für Zündstoff in der deutschen Verkehrslandschaft. Die Bundesregierung will mit dem Rechtsrahmen die digitale Transformation des Sektors vorantreiben und europäische Vorgaben in nationales Recht umsetzen. Doch eine Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestags am Montag zeichnete ein Bild tiefer Verunsicherung.
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Im Kern geht es um die verpflichtende Weitergabe von Informationen über einen nationalen Zugangspunkt. Entsprechende Daten sollen nach dem Willen der Regierung unentgeltlich und ohne Zweckbindung zur Verfügung gestellt werden.
Besonders scharf kritisiert nun der Bundesverband Carsharing (bcs) die Vorlage. Dessen Geschäftsführer Gunnar Nehrke bezeichnete den Entwurf als existenzbedrohend für die gesamte Branche. Deutschland gilt dem bcs zufolge mit rund 5,5 Millionen angemeldeten Nutzern und über 45.000 Fahrzeugen als europäischer Leitmarkt für geteilte Autos. Dort gehörten viele mittelständische Anbieter weltweit zu den wenigen, die profitabel arbeiteten. Dieser Erfolg basiere maßgeblich auf jahrelangem Know-how bei der präzisen Steuerung von Fahrzeugverfügbarkeit und Auslastung.
Transparenz als Gefahr für Geschäftsgeheimnisse
Die Branche befürchtet jetzt, dass durch die geplante Offenlegung dynamischer Mobilitätsdaten genau diese Geschäftsgeheimnisse für jeden beliebigen Zweck nutzbar werden. Werden sensible Echtzeitdaten frei zugänglich, so die Sorge, könnten Wettbewerber aus dem In- und Ausland die bisher geschützten Geschäftsmodelle detailliert analysieren und kopieren. Aus den Daten ließen sich Informationen über die Flottengröße pro Standort, die spezifische Auslastung einzelner Gebiete und sogar Umsatzschätzungen rekonstruieren.
Dies könne vor allem die Expansion in die Fläche gefährden, befürchtet bcs. Bisher finanzierten stationsbasierte Anbieter nachfrageschwache Standorte in Stadtrandlagen oder im ländlichen Raum durch Gewinne aus urbanen Zentren quer. Wenn Wettbewerber nun punktgenau nur noch die lukrativsten Standorte angreifen könnten, breche dieses System zusammen. Dies könnte letztlich zu einem massiven Angebotsrückgang außerhalb der Großstädte führen, da die Perspektive auf einen Rückfluss der Investitionen fehlt.
Datenschutz und finanzielle Belastungen
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Auch der Datenschutz bereitet den Carsharing-Experten Kopfzerbrechen. Durch die Kombination von Kennzeichen und dynamischen Standortdaten ließen sich theoretisch Bewegungsmuster von Privatpersonen rekonstruieren. Dies berge das Risiko, dass Trackingtools entstehen könnten, mit denen Bewegungsprofile erstellt werden. Der Verband fordert daher eine Registrierungspflicht für Datennutzer sowie die Möglichkeit, den Einsatz auf legitime Zwecke wie Reiseauskünfte oder Forschung zu begrenzen.
Neben diesen strategischen Gefahren belasten bürokratische Hürden die Branche. Die Umstellung auf spezifische Datenformate sowie neue Pflichten zu Eigenerklärungen und zur Prüfung fremder IT-Fehlermeldungen würden immense Mehrkosten verursachen. Der bcs rechnet allein fürs erste Jahr mit einer Belastung von rund 4,5 Millionen Euro für die Mitglieder. Da das Gesetz gleichzeitig eine kostenlose Bereitstellung vorschreibe, könne keine Refinanzierung erfolgen. Die Kosten müssten so wohl an die Nutzer weitergegeben werden.
Digitale Souveränität gegen Mittelstandsschutz
Demgegenüber stehen Befürworter des Vorhabens wie Felix Gündling von der Firma Triptix, der in der Öffnung der Mobilitätsdaten eine Chance für die digitale Souveränität Europas sieht. Bisher hätten vor allem US-Konzerne wie Google oder Apple die Mittel, Verkehrsinformationen in großem Stil einzukaufen. Offene Daten seien ein notwendiger Grundbaustein, um auch kleineren deutschen Unternehmen die Entwicklung konkurrenzfähiger Routing-Dienste zu ermöglichen. Auch das Wuppertal Institut sieht Potenziale für klimaneutrale Mobilität, fordert jedoch eine noch weitreichendere Bereitstellungspflicht. Die Debatte verweist auf ein Dilemma der Verkehrswende: Während den einen die Öffnung von Daten als Innovationsmotor gilt, stehen etablierte mittelständische Strukturen vor der Zerreißprobe.
(mki)
Künstliche Intelligenz
Micron baut Speicherwerk für 24 Milliarden US-Dollar, aber über 10 Jahre
Auf Milliardeninvestitionen in New York folgen weitere Milliarden in Singapur: Micron kündigt eine Erweiterung seines dort vorhandenen Standorts zur Produktion von NAND-Flash-Speicher für SSDs an. Rund 24 Milliarden US-Dollar sollen in ein neues Halbleiterwerk in Singapur fließen. Das entspricht aktuell umgerechnet gut 20 Milliarden Euro.
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Erneut liegt die Krux beim Zeitplan: Micron gibt nicht direkt Vollgas, sondern plant die Investitionen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Erste NAND-Flash-Chips sollen in der zweiten Jahreshälfte 2028 vom Band rollen. Bis die Serienproduktion läuft, könnte es allerdings noch länger dauern. Das neue Halbleiterwerk ist final für 65.000 Quadratmeter Reinraumfläche ausgelegt.
Wenig in Stein gemeißelt
Je nachdem, wie sich die aktuelle Speicherkrise entwickelt, könnte Micron die Baupläne auch noch nach hinten schieben. „Micron wird bei der Steuerung des Kapazitätsausbaus in der neuen Anlage flexibel bleiben, um sich an die Marktnachfrage anzupassen“, heißt es in der Ankündigung.
Dieses Vorgehen zeigte sich bereits beim Ausbau im Onondaga County, in New York, USA. Im Herbst 2022 kündigte Micron dort Investitionen von 100 Milliarden Dollar über zehn Jahre hinweg an. Ein erstes Halbleiterwerk sollte 20 Milliarden Dollar kosten. 2025 verzögerte der Hersteller den Bau, 2026 beschleunigte er ihn wieder.
Aufgrund der Bauzeiten und der benötigten Zeit, um ein Halbleiterwerk nach der Fertigstellung hochzufahren, bringen die Ankündigungen keine kurzfristige Besserung der Speicherverfügbarkeit. Auch die Übernahme eines vorhandenen Halbleiterwerks resultiert erst 2027 in zusätzlicher Fertigungskapazität.
Die drei Speicher-Weltmarktführer SK Hynix, Samsung und Micron zeigen sich wegen des industriebekannten „Schweinezyklus“ bei kurzfristigen Neubauten zögerlich. Schon in der Vergangenheit kollidierten neue Halbleiterwerke mit einer abnehmenden Nachfrage, was in massiv sinkenden Speicherpreisen resultierte. 2023 mussten die Hersteller Speicherbausteine mit Verlust verkaufen.
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(mma)
Künstliche Intelligenz
Nanoleaf Sense+: Schalter nicht mit Expo-Vitrinen kompatibel
Eine Firma, inkompatible Hardware: Der auf smarte Beleuchtung spezialisierte Anbieter Nanoleaf hat eingeräumt, dass seine LED-Vitrinenserie Expo Display Cases, die bereits seit 2024 auf den Markt ist, nicht mit dem hauseigenen physischen Schalter Sense+ kompatibel ist – und das auch ohne Firmware-Update so bleiben wird. Zwar arbeitet das Unternehmen daran, kann aber keine zeitliche Abfolge nennen, wann diese denn fertig ist.
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Entweder zum Gerät laufen oder App nutzen
Wer Gegenstände von der Größe eines Paars Sneakers, Figuren oder andere Dinge hübsch beleuchtet ausstellen möchte, ist bei der Expo-Reihe eigentlich richtig. Die leicht aufzubauenden Kunststoffboxen sind mit einer LED-Beleuchtung ausgerüstet, die sich mittels Nanoleaf-App sowie – aktuell aber nur vereinfacht – via HomeKit kontrollieren lässt. Die Nanoleaf-App ermöglicht auch Farbmuster, Farbanimationen und die Anpassung an Raumklänge, zudem gibt es einen Katalog mit vorgefertigten Designs, aus dem man sich bedienen kann. Physisch schalten lassen sich die Vitrinen allerdings nur an diesen selbst, hierzu sind Sensorknöpfe verbaut. Die Fernbedienung ist nur per App möglich, obwohl Nanoleaf bereits für ein Viererpack 300 Euro aufruft.
Der 30 Euro teure Schalter Sense+ lässt sich zwar in der Nanoleaf-App hinterlegen, die Verbindung mit einer Expo-Display-Case-Installation scheitert aber sogleich. Die App teilt dann kryptisch mit, die Firmware der Vitrinen müsse aktualisiert werden. Allerdings wird diese Firmware nicht angezeigt, weder auf Neustart der App noch Neustart der Vitrinen noch mittels anderer Workarounds. Des Rätsels Lösung: Die Firmware existiert schlicht noch nicht, auch wenn sich das aus der App nicht erkennen lässt.
Noch kein Zeitrahmen
„Derzeit wird der Sense+-Wireless-Switch noch nicht für das Expo Display Case unterstützt. Die Kompatibilität wird voraussichtlich ab der Firmware-Version 12.x.x verfügbar sein. Derzeit gibt es jedoch noch keinen Zeitrahmen für die Veröffentlichung dieses Firmware-Updates“, so der Support von Nanoleaf auf Nachfrage. Das verwirrt, da neuere Produkte als die LED-Vitrinen bereits unterstützt werden, etwa die Standleuchten des Unternehmens.
Probleme macht bei manchen Nutzern unterdessen auch, den Sense+ in HomeKit zu hinterlegen, um ihn zur Steuerung von Apple-Home-Geräten zu verwenden. Dies ist aus der App heraus zum Teil nicht möglich, der Vorgang bricht ab und muss mehrfach wiederholt werden. Die Gesamtfunktionalität des Sense+ – unter anderem das Einstellen der Farbtemperatur – steht sowieso nur über die Nanoleaf-App zur Verfügung.
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(bsc)
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