Künstliche Intelligenz
LXD 6.7 unterstützt AMD-GPUs und verbessert Cluster-Verwaltung
Canonical hat LXD 6.7 veröffentlicht: Die neue Version des Container- und VM-Managers erweitert den GPU-Support auf AMD-Hardware und bringt Verbesserungen für den Betrieb in Clustern.
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Mit der neuen Version können Nutzer AMD-Grafikkarten an Container durchreichen. LXD unterstützt dazu das AMD Container Device Interface (CDI), das im Snap-Paket enthalten ist. Der Befehl lxc config device add bindet eine einzelne GPU ein, mit id=amd.com/gpu=all lassen sich alle verfügbaren AMD-Grafikkarten durchreichen. Das AMD CDI funktioniert analog zum bereits bekannten Nvidia Container Device Interface.
LXD 6.7 integriert QEMU 10.2 und die EDK2-Firmware 2025.02 – zuvor waren QEMU 8.2.2 und EDK2 2023.11 an Bord. Die aktualisierte Virtualisierungsschicht unterstützt dynamische MMIO-Window-Größen, was die Kompatibilität mit modernen Grafikkarten erhöht.
Für Prozessoren mit x86-64-v3-Befehlssatz können Admins nun optimierte Container-Images verwenden. Die als amd64v3 bezeichneten Varianten nutzen moderne CPU-Instruktionen wie AVX, AVX2, BMI1, BMI2 und FMA. Das steigert die Performance auf CPUs der letzten zehn Jahre, funktioniert aber nicht auf älteren Prozessoren. Ob ein System die Architekturvariante unterstützt, zeigt der Befehl ld.so --help | grep '\-v[0-9]' an.
Cluster-Recovery und Placement Groups
Für Cluster-Umgebungen führt LXD 6.7 einen Recovery-Mechanismus für Storage Pools ein. Die neue Option source.recover beim Erstellen von Storage Pools erlaubt es, existierende Pools zu scannen, ohne Daten zu modifizieren. Das erweitert das bereits vorhandene lxd recover-Kommando um Cluster-Funktionen und hilft beim Disaster Recovery.
Mit Placement Groups lässt sich die Verteilung von Instanzen in Clustern steuern. Die Funktion lässt sich auf zwei Wegen einsetzen: „spread“ verteilt Instanzen über verschiedene Cluster-Member (Hochverfügbarkeit), „compact“ gruppiert sie auf einem einzelnen Member (minimale Latenz). Admins können die Platzierung strikt erzwingen oder permissiv gestalten. Der Befehl lxc placement-group create my-pg policy=spread rigor=strict erzeugt eine solche Gruppe. Die LXD-Weboberfläche unterstützt die Konfiguration und Nutzung von Placement Groups.
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Die API ermöglicht nun das erzwungene Löschen von Projekten und Instanzen – auch wenn diese noch laufen oder eingefroren sind. Der asynchrone DELETE-Befehl zeigt an, welche Entities betroffen sind. Diese Funktion ist nur vorwärtskompatibel.
Vereinfachter Zugang zur Weboberfläche
Der initiale Zugang zur LXD-Weboberfläche erfolgt nun über einen temporären Link mit Bearer-Token, der einen Tag gültig ist. Die Befehle lxd init oder lxd init --ui-initial-access-link generieren den Zugangslink. Nach dem ersten Login richtet man eine permanente Authentifizierung über Browser-Zertifikate mit Trust-Token oder über mTLS beziehungsweise OIDC ein. Browser warnen bei selbstsignierten Zertifikaten – was zumindest für lokale oder geschützte Installationen akzeptabel ist.
LXD 6.7 führt außerdem Bearer-Authentifizierung als neuen Identity-Typ ein. Der API-Endpoint /1.0/auth/identities/current zeigt für Bearer- und TLS-Identities das Ablaufdatum an. Die neue Authentifizierungsmethode orientiert sich an OAuth-Standards.
Bei der Abfrage des Instance-Status können Admins nun einzelne Felder abrufen. Der Parameter recursion in Kombination mit fields – etwa ?recursion=2;fields=state.disk – vermeidet teure Disk- oder Network-Abfragen und reduziert die Last auf dem System.
Die Weboberfläche hat diverse Verbesserungen erhalten: Konfiguration von Placement Groups, Netzwerkkonfiguration mit IP-Reservierung und ACLs, Cloud-init-Editor im Vollbildmodus, aussagekräftige Tooltipps für Cluster-Member und Netzwerke sowie eine Liste der Cluster-Member mit Speicherinformationen. Hinzu kommen lokale Peerings für OVN-Netzwerke, vereinheitlichte Fehlerbildschirme und die Option, Storage Volumes zwischen Cluster-Membern zu migrieren.
LXD 6.7 steht ab sofort im Snap-Kanal 6/candidate zur Verfügung und wird nächste Woche in 6/stable übernommen. Die Installation erfolgt mit snap install lxd --channel=6/stable. Unter macOS können Anwender brew install lxc nutzen, unter Windows choco install lxc. Weitere Details finden sich in der offiziellen Ankündigung.
(fo)
Künstliche Intelligenz
Sony World Photography Awards 2026: Mexikanerin gewinnt Hauptpreis
Die Sony World Photography Awards 2026 haben ihre Gewinner bekannt gegeben. Den Titel „Photographer of the Year 2026“ erhält die mexikanische Fotografin Citlali Fabián. Sie überzeugte die Jury mit ihrer Serie „Bilha, Stories of my Sisters“ und gewann damit in der Kategorie „Creative“.
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Fabián gehört einer indigenen Gemeinschaft aus dem Süden Mexikos an und lebt heute in Großbritannien. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit Fragen von Identität, Herkunft und Gemeinschaft auseinander. Ihre Bildserie zeigt Aktivistinnen und Künstlerinnen aus indigenen Regionen Mexikos.
Die Jury hebt hervor, dass die porträtierten Frauen aktiv an der Darstellung ihrer Geschichten mitwirken. Die Fotografin arbeitet eng mit ihnen zusammen. So entstehen Bilder, die nicht nur dokumentieren, sondern gemeinsam entwickelt werden. Das Ziel besteht darin, Frauen sichtbar zu machen, die oft wenig Beachtung finden.
Fabián erhält ein Preisgeld von 25.000 US-Dollar sowie eine Kameraausrüstung. Zudem wird ihre Arbeit im kommenden Jahr in einer Einzelausstellung präsentiert.

Citlali Fabián
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Wettbewerb mit globaler Beteiligung
Die Sony World Photography Awards zählen zu den weltweit wichtigsten Fotowettbewerben. In diesem Jahr reichten die Teilnehmer mehr als 430.000 Bilder ein. Die Beiträge kamen aus über 200 Ländern und Regionen.
Neben dem Hauptpreis vergab die Jury Auszeichnungen in mehreren Kategorien. Dazu zählen die Kategorien Architektur, Dokumentation, Umwelt, Sport und Porträt. Zu den Gewinnern gehören unter anderem Joy Saha im Bereich Architektur, Santiago Mesa für Dokumentarprojekte und Isadora Romero in der Kategorie Umwelt.
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Weitere Auszeichnungen für Nachwuchs und Einzelbilder
Auch Nachwuchsfotografen wurden ausgezeichnet. Den Titel „Jugendfotograf des Jahres“ sicherte sich der 16-jährige Philip Kangas aus Schweden. Auf seinem Bild sind Feuerwehrleute zu sehen, die Kunstwerke aus einem brennenden Gebäude retten.
Jubair Ahmed Arnob wurde als „Studentenfotograf des Jahres“ ausgezeichnet. In seiner Serie dokumentiert er den Wandel einer Wohngegend in Bangladesch.
In der offenen Kategorie für Einzelbilder gewann die Australierin Elle Leontiev. Ihr Foto zeigt einen Vulkanforscher vor einer aktiven Vulkanlandschaft.
Ausstellung in London gestartet
Die prämierten Arbeiten sind ab dem 17. April 2026 im Somerset House in London zu sehen. Die bis zum 4. Mai laufende Ausstellung zeigt mehrere Hundert Fotografien.
Zusätzlich würdigt der Wettbewerb den Fotografen Joel Meyerowitz für sein Lebenswerk. Auch seine Arbeiten sind Teil der Ausstellung.
(vat)
Künstliche Intelligenz
Vorfall bei Vision-Pro-Filmproduktion: Tödlicher Crash in Jordanien
Apples sogenannte Immersive-Videos sind bekannt für spektakuläre Aufnahmen: Da geht es dann beispielsweise aufs Hochseil, in den Dschungel zu wilden Tieren, über die Dächer von Paris oder zu Events des Funsport- und Brausekonzerns Red Bull. Beim Versuch, eines dieser mit Spezialkameras gefilmten Videos aufzuzeichnen, kam es nun allerdings zu einem tragischen Unglück: In der jordanischen Wüste stürzte die Pilotin in einem Kleinflugzeug ab.
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Bericht: Millionen für kurze Videos
Der Vorfall mit dem Microlight, an dem eine 3D-Kamera montiert war, ereignete sich bereits im Sommer 2024, also zu einem Zeitpunkt, als die Vision Pro nur wenige Monate auf dem Markt war. Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg konnte jetzt im Rahmen einer Untersuchung durch britische Regierungsstellen erste Informationen zu dem Unglück veröffentlichen.
Opfer war Claire Lomas, eine britische Frau mit Querschnittslähmung, die mit Hilfe eines Exoskeletts den Londoner Marathon absolviert hatte. Sie war auch professionell ausgebildete Pilotin. Das Video war Teil einer Apple-Immersive-Video-Serie namens „Adventure“. Die Idee war dabei, mit dem Kleinflugzeug über die Wüste Jordaniens zu fliegen und dabei 3D-Naturaufnahmen zu filmen. Lomas hatte ihre Fluglizenz seit zwei Jahren und war schon vorher mit den Microlights unterwegs gewesen. Die 44-jährige war bei dem Absturz zwar nicht sofort tot, starb aber mehrere Wochen später an den Verletzungen, so die britischen Behörden. Laut Bloomberg hatte Apple für „Adventure“ die britische Produktionsfirma Atlantic Studios engagiert. Angeblich war Apple bereit, pro Folge Millionen US-Dollar auszugeben, obwohl die Immersive-Videos nicht abendfüllend sind, oft sind sie 10 bis 20 Minuten lang.
Apple schickte Sicherheitsbeauftragten
Weder Apple noch Atlantic Studios wollten sich zu Lomas‘ Unfall äußern. Apple kommentierte gegenüber Bloomberg gar nicht, Atlantic Studios teilte mit, aufgrund des aktuell laufenden Verfahrens könne man nicht antworten. Auch die Familienanwälte von Lomas gaben keine Informationen heraus. In den kommenden Wochen soll es aber ein Hearing des UK Coroner’s Office (Amt für Gerichtsmedizin) geben. Warum dies so lange dauerte, ist unklar. Laut Bloomberg gab es Kritik an der Durchführung der „Adventure“-Serie.
Mitarbeiter klagten über lange Arbeitszeiten, die sie als unsicher empfanden. Apple soll nach Beschwerden Beauftragte für Gesundheit und Sicherheit geschickt haben. Bis auf das Unglück mit Lomas soll es keine weiteren bekanntgewordenen Vorfälle gegeben haben. Das Video aus Jordanien sollte verschiedene bekannte Orte in dem Land zeigen. Bislang erschienen fünf Folgen der „Adventure“-Serie.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Bitwig Studio 6 im Test: Wenn Kurven elektronische Musik steuern
Automationsdaten steuern im Verlauf eines Stücks verschiedene Parameter: Sie können die Lautstärke bestimmter Klänge verändern, die Grenzfrequenz eines Filters öffnen oder Instrumente im Stereopanorama verschieben. Dazu zeichnet man sie gewöhnlich als Kurven zu den einzelnen Audio- und MIDI-Spuren einer Musikproduktion ein. In vielen Digital Audio Workstations (DAW) sind diese Automationskurven aber nur ein Anhängsel: Sie lassen sich nur mühsam editieren und bremsen oft den kreativen Fluss. Die Software Bitwig Studio 6 macht aus ihnen ein Gestaltungsmittel und behandelt Automationskurven erstmals als eigenständige musikalische Bausteine, die sich frei mit Audio- und MIDI-Spuren kombinieren lassen.
- Bitwig Studio 6 stellt das klassische DAW-Prinzip infrage und behandelt Automation als eigenständiges musikalisches Material.
- Der Test untersucht, wie sich Automation-Clips, Modulation und Workflow-Änderungen im Studio- und Live-Einsatz bewähren.
- Wir klären, ob der Fokus auf Verbesserungen am Workflow und der Bedienstruktur ohne weitere Instrumente und Effekte den großen Versionssprung rechtfertigt.
Mit seinen Automation-Clips bearbeitet Bitwig Steuerdaten wie Audio- oder MIDI-Clips. Anwender organisieren sie unabhängig von ihrer ursprünglichen Spur, loopen, kombinieren und setzen sie sogar als Modulatoren ein. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Variationen und Live-Performances, bei denen schnelle Eingriffe und flexible Strukturen entscheidend sind. Im Test klären wir, ob das den Workflow der DAW tatsächlich beschleunigt oder nur die Komplexität erhöht.
Bitwig Studio 6 verzichtet auf neue Instrumente oder Effekte und konzentriert sich stattdessen auf den Workflow. Entscheidend ist, wie weit Automation-Clips im Alltag tragen – im Arrangement, im Live-Set und im Zusammenspiel mit Hardware. Da Bitwig Studio noch nicht jedem geläufig ist, gehen wir zunächst auf die Eigenheiten dieser DAW ein, bevor wir die Neuerungen der Version 6 genauer beleuchten.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bitwig Studio 6 im Test: Wenn Kurven elektronische Musik steuern“.
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