Künstliche Intelligenz
Meta-Mitarbeiter soll 30.000 private Nutzerbilder heruntergeladen haben
Ein Mitarbeiter von Meta soll bei der Arbeit heimlich 30.000 private Bilder von Facebook-Nutzern heruntergeladen haben. Der Londoner soll ein selbst geschriebenes Computerprogramm verwendet haben, welches die internen Sicherheitsvorkehrungen umging und ihn unerkannt auf das Material zugreifen ließ. Als er damit aufflog, feuerte ihn Meta sofort und informierte die Polizei.
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Ihm wird nun ein Eingriff in die Privatsphäre etlicher Facebook-Nutzer vorgeworfen. Ein Vergehen, das in Großbritannien mit verschiedenen Gesetzen geregelt wird, etwa der britischen Datenschutzverordnung oder dem Data Protection Act.
Meta bestätigt den Vorfall
Der Vorfall ereignete sich schon vor über einem Jahr, wurde allerdings erst jetzt bekannt, nachdem Journalisten der britischen Mediengruppe Press Association entsprechende Gerichtsdokumente einsehen konnten. Während Cybercrime-Spezialisten in dem Fall weiterermitteln, ist der Mann unter Auflagen frei. Meta bestätigte den Fall der britischen Zeitung The Guardian. Die betroffenen Facebook-Nutzer seien demnach umgehend informiert worden. Ein Meta-Sprecher sagte außerdem, dass die internen Sicherheitsvorkehrungen nach dem Vorfall umgehend verbessert worden seien und der Konzern bei den Ermittlungen mit den Behörden kooperiere. In welchem Bereich der Beschuldigte bei Meta tätig war, ist nicht bekannt.
Der Jon Baines, Datenschutzspezialist der Rechtsberatung Mishcon de Reya, gab dem Guardian eine generelle Einschätzung, wie es für Unternehmen rechtlich aussieht, wenn einzelne Beschäftigte Verstöße wie im Fall des verdächtigen Ex-Meta-Mitarbeiters begehen. „Grundsätzlich gilt: Sofern der Arbeitgeber – in diesem Fall Meta – über angemessene technische und organisatorische Maßnahmen verfügt, um unbefugten Zugriff zu verhindern oder zumindest aufzudecken, haftet er nicht selbst“, erklärt Baines. Das Gesetz ziele nicht darauf ab, verantwortliche Organisationen für die Handlungen von korrupten Mitarbeitern zu bestrafen.
„Sollte jedoch der Datenschutzbeauftragte – oder ein Gericht – entscheiden, dass Meta keine angemessenen technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz der Kundendaten getroffen hat, könnte Meta (oder eine andere Organisation unter ähnlichen Umständen) möglicherweise mit erheblichen Geldstrafen oder Schadensersatzansprüchen belegt werden“, erklärt Baines weiter.
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Hierzulande läuft bereits eine große Sammelklage aufgrund einer anderen großen Datenpanne. Zwischen Mai 2018 und September 2019 waren Daten von mehr als 530 Millionen Nutzern in die Hände von Kriminellen geraten. 2021 tauchten sie dann im Darknet auf. Der „Verbraucherzentrale Bundesverband“ (vzbv) wirft Meta in Irland unter anderem Verstöße gegen das Datenschutzrecht vor. Der Musterfeststellungsklage haben sich nach Angaben des Anwalts inzwischen 27.000 Menschen angeschlossen. Aktuell steht ein Vergleich im Raum, der millionenschwer ausfallen dürfte. Beide Seiten können nun in den kommenden Wochen darüber beraten.
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(nen)
Künstliche Intelligenz
Dienstag: Papst thematisiert KI, Trump stoppt wichtige KI-Verordnung
Am verlängerten Pfingstwochenende dreht sich vieles um Künstliche Intelligenz (KI). Den Papst treibt das Thema schon länger um. In seiner ersten Enzyklika, eine Art päpstlicher Regierungserklärung, fordert Leo XIV. nun strenge internationale Richtlinien für den Umgang mit KI. US-Präsident Donald Trump dagegen vertagt bis auf Weiteres eine neue Verordnung, die der US-Regierung die Prüfung neuer KI-Modelle vor deren Veröffentlichung ermöglicht hätte. Trump begründete seinen Schritt mit einem Verweis auf China. Und die Kryptowährungsplattform Tether wird in Georgien zusammen mit der dortigen Regierung einen offiziellen Stablecoin einführen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Die erste Enzyklika des vor gut einem Jahr ins Amt gekommenen Papstes Leo XIV. ist mit Spannung erwartet worden. Das jetzt erschienene 100 Seiten lange „Rundschreiben“ – so die wörtliche Bedeutung – mit dem Titel „Magnifica Humanitas“ (Großartige Menschheit) gilt vielen Gläubigen als eine Art Regierungserklärung für Leos Pontifikat. In der Enzyklika, die den Untertitel „Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ trägt, betont der Papst, dass KI vielfach eine „wertvolle Hilfe“ sein könne, warnt jedoch zugleich vor deren Risiken und fordert strenge internationale Richtlinien für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI). Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. thematisiert Künstliche Intelligenz
In die entgegengesetzte Richtung bewegt sich allerdings US-Präsident Donald Trump. Nachdem das US-amerikanische KI-Unternehmen Anthropic von einer Veröffentlichung seines KI-Modell Claude Mythos Abstand genommen hatte, weil es dieses als zu gefährlich einstufte, um es der Allgemeinheit zugänglich zu machen, kamen in der US-Regierung Überlegungen auf, eine KI-Verordnung zu erlassen. Diese sollte es US-Bundesbehörden ermöglichen, neue KI-Modelle vor ihrer Veröffentlichung auf mögliche Cybersicherheitsrisiken unter die Lupe zu nehmen. Doch nun legte Trump die Unterzeichnung der neuen Verordnung vorerst auf Eis. Er glaube, die neue Verordnung könne der weltweiten Spitzenposition der USA in der KI-Entwicklung in die Quere kommen, begründete Trump den plötzlichen Kursschwenk in letzter Minute und verwies auf den Vorsprung vor China auf dem Gebiet. Trump stoppt wichtige Verordnung für KI-Modelle
Die US-Kryptowährungsplattform Tether emittiert mit dem USD₮ den weltweit größten Stablecoin. Nach eigenen Angaben hat dieser an den US-Dollar gekoppelte Kryptotoken heute eine Marktkapitalisierung von fast 190 Milliarden US-Dollar und sein tägliches Handelsvolumen übertrifft regelmäßig Zahlungsnetzwerke wie Visa und Mastercard. Gesichert ist der USD₮ durch Bargeld, Schuldverschreibungen, Unternehmensanleihen und andere Vermögenswerte in US-Dollar. Zuletzt war Tether auf großer Gold-Einkaufstour und sorgte damit für einiges Aufsehen. Nun wartet das Unternehmen mit einem ungewöhnlichen Projekt auf: Zusammen mit der Regierung Georgiens wird Tether einen offiziellen, an die Landeswährung Lari gekoppelten Stablecoin lancieren. Tether: Offizieller Stablecoin in Georgien vor der Einführung
Bereits im Jahr 2014 startete Facebook eine eigenständige Gruppen-App, stellte diese aber nur drei Jahre wieder ein. Jetzt unternimmt der Facebook-Mutterkonzern Meta einen zweiten Anlauf – dieses Mal mit deutlich mehr KI. Ohne großes Aufsehen wurde eine neue App für iOS veröffentlicht, die Facebook-Gruppen in den Mittelpunkt stellt. Die Anwendung namens „Forum“ richtet sich an Nutzer, die tiefere Diskussionen und Frage-Antwort-Formate suchen. Das Konzept erinnert stark an Reddit – inklusive KI und Pseudonymen. Meta testet Reddit-Konkurrenz: Neue App „Forum“ für Facebook-Gruppen
Der Sportwagenhersteller Porsche steckt in der Krise. Der Stuttgarter Autobauer kämpft mit rückläufigen Geschäften in China und Nordamerika, schwachen Verkäufen von Elektroautos sowie hohen Produktionskosten. Die Gewinnmarge des Konzerns schrumpfte im vergangenen Jahr auf einen mageren Prozentpunkt – verglichen mit 18 Prozent vor drei Jahren. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres verzeichnete Porsche deutliche Rückgänge bei Umsatz, Absatz und Gewinn. Werke wie Zuffenhausen oder Leipzig haben Überkapazitäten. Die Gemengelage zwingt zum Kurswechsel. Management, Strategie und Belegschaft – alles steht zur Disposition. Porsche-Chef Leiters plant umfassenden Konzernumbau
Auch noch wichtig:
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- Als Brücke zwischen Telefonie und Internet eingeführt, steht E.164 Number Mapping (ENUM) nun vor einer ungewissen Zukunft. Deutsche und niederländische Betreiber wehren sich gegen das Vorgehen. Streit über Zukunft von ENUM-Telefon-Domains
- Die IT-Branche zeigt ein robusteres Einstellungsverhalten, doch HR-Trends verschieben sich. Mitarbeiterbindung verliert an Fokus. IT-Branche: HR-Trends verschieben sich
(akn)
Künstliche Intelligenz
Delivery Hero: Übernahmepoker treibt Aktie weiter nach oben
Ubers Vorstand soll am Samstag über eine weitere Erhöhung des Übernahmeangebots für Delivery Hero beraten haben. Zuvor hatte der Konzern einem der größten Aktionäre des Berliner Lieferdiensts 38 Euro je Aktie angeboten, bliebt damit jedoch erfolglos, berichtet die Financial Times. Das Angebot hätte Delivery Hero mit rund 11,5 Milliarden Euro bewertet.
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Mehrere Aktionäre strebten für den gesamten Konzern einen Preis von mehr als 40 Euro je Aktie an, hieß es weiter. Das entspräche einem Aufschlag von 19 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag.
Es war bereits Ubers zweiter Vorstoß. Delivery Hero hat am Samstag bestätigt, dass Uber den Aktionären vergangene Woche ein unverbindliches Übernahmeangebot über 33 Euro je Aktie unterbreitet hat. Der Stellungnahme ging ein früherer Bericht der Financial Times voraus. Demnach flog Uber-Chef Dara Khosrowshahi vergangene Woche eigens nach Oslo, um für das Angebot zu werben, blitzte jedoch ab.
Delivery Heros Vorstand prüfe einen vollständigen Verkauf oder Transaktionen, bei denen das Nahost- und das Südkorea-Geschäft abgespalten werden könnten, sagen Quellen. Der Übernahmepoker trieb die Delivery-Hero-Aktie am Montag zeitweise auf rund 37,9 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Ende November 2024. Sie hat damit den elften Börsentag in Folge zugelegt, in Summe um mehr als 80 Prozent.
Auch DoorDash prüft Einstieg
Neben Uber hat auch DoorDash in den vergangenen Tagen mit mehreren Delivery-Hero-Aktionären über den Erwerb ihrer Anteile gesprochen, berichtet die Zeitung. Der Konkurrent sei vor allem am Nahostgeschäft interessiert, habe aber auch eine Übernahme des gesamten Konzerns geprüft. Offen sei, zu welchem Preis und zu welchen Bedingungen ein Eigentümerwechsel zustande kommen könnte. Beide Interessenten könnten sich noch zurückziehen.
Uber hat vor einer Woche offengelegt, dass der Konzern seine Beteiligung an Delivery Hero von rund sieben auf knapp 20 Prozent erhöht hat und über Optionen Zugriff auf weitere 5,6 Prozent hält. Damit ist Uber inzwischen der größte Anteilseigner, vor dem niederländischen Tech-Investor Prosus mit 16,8 Prozent und Aspex Management mit etwa 15 Prozent. Damals hieß es offiziell, Uber plane derzeit keine Übernahme und wolle die Kontrollschwelle von 30 Prozent der Stimmrechte nicht überschreiten. Schon die bestehende Beteiligung verschafft Uber jedoch eine starke Position und könnte für andere Bieter zum Hindernis werden.
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Delivery Hero hat seinen Sitz in Berlin, ist in Deutschland operativ aber nicht mehr aktiv. International zählt der Konzern mit Marken wie Talabat, Foodpanda und Glovo zu den größten Lieferplattformen der Welt. Uber betreibt mit Uber Eats selbst einen Essens- und Lieferdienst, auch in vielen deutschen Städten. Ein möglicher Deal wäre Teil einer größeren Konsolidierung im Liefermarkt, in dem DoorDash mit Deliveroo und Prosus mit Just Eat Takeaway zuletzt milliardenschwere Übernahmen angestoßen haben.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Samsung: Abstimmung über Boni von Hunderttausenden Euro pro Mitarbeiter
Über eine Jahresprämie von umgerechnet mehreren Hunderttausend Euro pro Kopf stimmen die Mitglieder der Samsung-Gewerkschaft nach einem abgewendeten Generalstreik ab. Die Abstimmung über eine vom Management vorgestellte Einigung solle noch bis zum 27. Mai andauern, meldete Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap.
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Der Kompromiss beinhaltet eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 6,2 Prozent sowie die Ausschüttung von 10,5 Prozent des Unternehmensgewinns an die Belegschaft. Laut Prognosen könnten die diesjährigen Boni für die Mitarbeiter der Halbleiterabteilung bis zu 600 Millionen Won betragen (rund 340.000 Euro). Eine Zustimmung der Gewerkschaft gilt als wahrscheinlich.
Streik abgewendet
Zuvor hatten beim weltweit größten Produzenten von Speicherchips rund 48.000 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter einen 18-tägigen Generalstreik angedroht. Hintergrund war ein Konflikt um die Höhe von Bonuszahlungen an die Belegschaft, nachdem der südkoreanische Elektronikriese im Zuge eines Booms rund um Künstliche Intelligenz Rekordgewinne erzielt hat. Allein der Betriebsgewinn für das erste Jahresquartal beträgt 57,2 Billionen Won (umgerechnet knapp 33 Milliarden Euro) – in etwa das Achtfache des Vorjahreszeitraums.
Die südkoreanische Zentralbank schätzte in einem internen Bericht, dass der angedrohte Generalstreik bei Samsung das Wirtschaftswachstum des Landes für dieses Jahr um 0,5 Prozentpunkte hätte bremsen können. Separat äußerte auch die US-amerikanische Handelskammer in Südkorea eine Warnung, in der es hieß, der Streik könne globale Lieferketten unterbrechen und Südkoreas Ruf als verlässlichen Technologie- und Produktionsstandort beschädigen.
(afl)
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