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Künstliche Intelligenz

Modemfehler: C1X im iPhone Air spuckt Hardware-Warnung aus


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Nach Berichten über Probleme mit Apple-Modemchips im Netz der Deutschen Telekom gibt es nun vereinzelt Hinweise über Störungen beim C1X aus dem iPhone Air. Wie verbreitet diese sind, bleibt unklar – dennoch sorgten entsprechende Postings auf Reddit am Donnerstag für Schlagzeilen in US-Techblogs.

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Das iPhone Air enthält den neuesten Modemchip von Apple, die Weiterentwicklung des C1 aus dem iPhone 16e. Der C1X bietet laut Apple einen doppelt so schnellen 5G-Durchsatz bei passender Gegenstelle. Der Modemchip steckt auch im iPad Pro M5. Ein betroffener Reddit-User meldet, sein C1X sei „plötzlich verstorben“. Als er am Morgen aufgewacht sei, habe es keinen Mobilfunkempfang gegeben. Dann prüfte er die Netzwerkeinstellungen. Dort fand sich dann ein Diagnosebericht. Darin heißt es, das iPhone habe ein Problem erkannt, „das Ihren mobilen Empfang beeinträchtigen“ könne. Als weiteren Schritt solle man die Apple-Support-App zur weiteren Fehlerüberprüfung nutzen.

Ein weiterer User im selben Thread meldet ähnliche Probleme samt der gleichen Diagnosemeldung. Allerdings soll sich der Modemchip später wieder berappelt haben. Beim iPhone 17, 17 Pro und 17 Pro Max verbaut Apple nach wie vor Qualcomm-Mobilfunktechnik. Beim iPhone Air, das weltweit über keinen physischen SIM-Kartenslot mehr verfügt, baute Apple das C1X ein. Das Debütmodell mit einem Apple-Mobilfunkchip war das iPhone 16e. Auch beim demnächst erwarteten Nachfolger iPhone 17e dürfte ein Apple-C-Chip verbaut sein.

Von dem Modemfehler betroffene Nutzer sollten – nach einer Durchführung der Diagnose in der Apple-Support-App – am besten gleich den Apple-Support kontaktieren. Die Geräte befinden sich allesamt noch in der Gewährleistungsphase, Apple muss also tauschen oder reparieren. Der Konzern hatte viele Jahre an einem eigenen Modemchip gearbeitet, nachdem in München der alte Intel-Mobilfunk-Standort übernommen worden war. Die Technik gilt als äußerst komplex. Eigene 5G-Chips sollen Apple von Lieferanten unabhängig machen. Der Traum ist zudem, 5G, WLAN und Bluetooth in einem Chip zu integrieren und so etwa MacBooks endlich 5G-Empfang zu verschaffen.

Zuletzt hatten Nutzer bestimmter iPhones und Apple-Watch-Modelle über Empfangsschwierigkeiten im Netz der Deutschen Telekom geklagt. Grund waren laut dem Carrier interne Anpassungen an der 5G-Infrastruktur, die unter anderem Red Cap (Apple Watch) und 5G+-Gaming in Mitleidenschaft zogen, dabei aber gleichzeitig den gesamten Empfang stören konnten. Die Telekom behauptete allerdings, dass das Problem mit allen dazu kompatiblen Modellen auftrat, nicht nur mit Apple-Modemchips.

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(bsc)



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Künstliche Intelligenz

Eigenstrom für Rechenzentren: Deutschland zieht nach – aber anders


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In den USA gibt es Baupläne für Kraftwerke, die niemals ans öffentliche Netz gehen werden. Stattdessen sollen sie exklusiv für neue Rechenzentren genutzt werden als sogenannte „Off-Grid-Kraftwerke“. Derzeit sind laut Branchendaten 47 solcher Projekte bekannt. Auch in Deutschland wird überlegt, wie dem Energiebedarf neuer Rechenzentren mit unkonventionellen Methoden Rechnung getragen werden kann. Allerdings sind die Rahmenbedingungen hier in einigen Punkten deutlich anders als in den USA.

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Das, was in Texas und West Virginia gerade aus dem Boden stampft, wäre in Deutschland nur unter deutlich strengeren regulatorischen und wirtschaftlichen Bedingungen möglich. Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) macht klare Vorgaben: Wer große Stromerzeugungsanlagen betreibt, unterliegt strengen Zulassungsverfahren, Emissionsvorschriften und den Regeln des europäischen Emissionshandels (EU-ETS). Die machen fossile Eigenstromerzeugung im Gigawatt-Maßstab finanziell deutlich teurer als in den USA.

Hinzu kommt das EU-Beihilferecht: Die staatlichen Erleichterungen, mit denen US-Bundesstaaten wie West Virginia Off-Grid-Projekte durchgewinkt haben, wären in der EU möglicherweise als unzulässige Beihilfe angreifbar. Und die Bundesnetzagentur wacht darüber, dass Stromerzeugung und Netzbetrieb sauber getrennt bleiben – was das US-Modell, bei dem Kraftwerk und Rechenzentrum in einer Hand liegen, erschwert.

Auch wenn Rechenzentren in Deutschland, deren Energieversorgung vollkommen off-grid ist, unwahrscheinlich bleiben, ist eine Tendenz zur eigenen Energieversorgung auch hierzulande spürbar. Der US-Betreiber CyrusOne etwa plant in Frankfurt ein eigenes kombiniertes System zur Erzeugung von Strom, Wärme und Kühlung – in Kooperation mit dem Energieversorger Eon. Dies wäre nicht vom Netz abgehängt, aber netzergänzend.

Laut dem Global Energy Monitor (GEM), der im Januar 2026 aktualisierte Daten veröffentlicht hat, sind für Rechenzentren in Mainz, Frankfurt, Birstein, Leipheim und Großkrotzenburg Gaskraftwerkskapazitäten von bis zu 1.950 Megawatt angekündigt oder im Bau. Das entspricht fast 13 Prozent des gesamten deutschen Gaskraftwerk-Zubaus.

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Hinzu kommt ein globales Lieferproblem, das sich auf Deutschland auswirken könnte: Siemens Energy-Chef Christian Bruch hat bereits im Herbst 2025 darauf hingewiesen, dass rund ein Drittel aller Slot-Reservierungen bei Gasturbinen mit Rechenzentren zusammenhängt. KI-Konzerne kaufen also genau die Turbinen weg, die Deutschland für seine eigene Energiewende-Kraftwerksstrategie dringend braucht.

Weil vollständige Netzunabhängigkeit in Europa weder regulatorisch noch wirtschaftlich kurzfristig realistisch ist, geht die Branche hier einen anderen Weg: sogenannte Microgrids. Das sind campus-eigene Stromnetze, die zwar an das öffentliche Netz angebunden bleiben, aber im Fehlerfall als eigenständige Insel funktionieren können.

Batteriespeicher stabilisieren dabei die Versorgung. Gaskraftwerke oder – perspektivisch – wasserstofffähige Anlagen übernehmen die Grundlast. EnBW und RWE planen solche Anlagen explizit als „Anker“ für Rechenzentrums-Cluster. Solche Lösungen wirken sich indirekt auf die Stromkunden aus: Wer sich ein eigenes Microgrid leistet, entlastet zwar das öffentliche Netz, zahlt aber auch weniger Netzentgelte. Die Kosten für die verbleibenden Nutzer steigen.


(mki)



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iX-Workshop: Industrial Security nach IEC 62443 – Ein Praxisleitfaden


Die internationale Cybersecurity-Norm IEC 62443 wird zunehmend als Standard für einen strukturierten Sicherheitsansatz in der Industrie akzeptiert. Sie richtet sich vor allem an Hersteller von Industrieprodukten und zielt darauf ab, Risiken in industriellen Netzwerken zu reduzieren, Sicherheitsprobleme zu verhindern und Schwachstellen im Produktlebenszyklus zu identifizieren.

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Der zweitägige Workshop IEC 62443: Industrial Security für Produkthersteller macht Sie mit den zentralen Aspekten der Norm IEC 62443 vertraut, insbesondere mit den Inhalten der beiden relevanten Normteile 4-1 und 4-2, die sich mit SDL-Anforderungen und technischen Sicherheitsanforderungen befassen. Sie lernen die zentralen Konzepte und Anforderungen einschließlich der 8 Praktiken aus 4-1 kennen, die die Grundlage für eine sichere Produktentwicklung und -wartung bilden. Sie erfahren, wie Sicherheitsstufen und Komponentenanforderungen definiert werden und wie Bedrohungsanalysen (Threat Modeling) in die Praxis umgesetzt werden.

April
14.04. – 15.04.2026
Online-Workshop, 09:00 – 13:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 17. Mrz. 2026
Juli
07.07. – 08.07.2026
Online-Workshop, 09:00 – 13:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 09. Jun. 2026
Oktober
20.10. – 21.10.2026
Online-Workshop, 09:00 – 13:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 22. Sep. 2026

Diese Schulung richtet sich an OT-Anwender, Entwickler von Automatisierungstechnik und Sicherheitsexperten aus der Industrie. Durch den Workshop führt Luise Werner. Als SDL- und OT-Security-Beraterin bei der secuvera GmbH begleitet sie Hersteller von ICS/OT-Komponenten erfolgreich auf dem Weg zu einer IEC 62443-4-1 Zertifizierung.


IT-Security-Workshops

IT-Security-Workshops


(ilk)



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Post zum Freitag: Windows zähmen, Hirnzellen rechnen lassen, Casio smart machen


Kennen Sie das? Sie setzen Windows 11 frisch auf, freuen sich über den sauberen Desktop – und stellen dann fest, dass das Betriebssystem munter Daten nach Redmond funkt, als gäbe es kein Morgen. Diagnose- und Telemetriedaten, Nutzungsprofile, Werbe-IDs: In den Werkseinstellungen ist Microsoft erstaunlich neugierig. Zum Glück lässt sich das eindämmen, und zwar ohne Informatikstudium. Mein Kollege Jan Schüßler hat die wichtigsten Datenschutz-Handgriffe für Windows 11 zusammengetragen – eine Pflichtlektüre für alle, die nicht zwischen Totalüberwachung und Linux-Umstieg wählen möchten.

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Doch Datenschutz ist nur ein Aspekt des Dauerprojekts Windows 11. Denn auch wer glaubt, sich nach der Installation gemütlich zurücklehnen zu können, hat die Rechnung ohne Microsoft gemacht: Die Bedienoberfläche ist eine permanente Baustelle, bei der sich Startmenü und Taskleiste gefühlt mit jedem Update verändern. Axel Vahldiek hat deshalb noch einmal eine umfassende Anleitung für die ersten Handgriffe nach dem Umstieg geschrieben. Denn der Umstieg fühlt sich bei Windows 11 ohnehin wie ein Dauerzustand an.

Wer sich im Unternehmensumfeld fragt, ob man Microsoft-Dienste überhaupt noch ohne Cloud betreiben kann, dem sei gesagt: Ja, das geht. Der Eindruck eines Cloud-Zwangs täuscht, auch wenn Microsoft seine Azure-Welt natürlich intensiv bewirbt. Exchange, SharePoint, die Office-Apps – all das gibt es weiterhin für den Betrieb im eigenen Rechenzentrum. Wir haben einen Überblick über die On-Premises-Optionen bei Microsoft zusammengestellt, der gerade für Unternehmen in sensiblen Bereichen Gold wert sein dürfte. Allerdings: Am Subscription-Modell führt auch dort kein Weg mehr vorbei.

Apropos Infrastruktur – aber dieses Mal die dunkle Seite: Dass das Internet auch eine Schattenwelt hat, ist bekannt. Doch wie dreist manche Akteure dabei vorgehen, hat mich dann doch überrascht. Meine Kollegen Jan Mahn und Christopher Kunz haben in einer aufwendigen Recherche das Firmengeflecht hinter sogenannten Bulletproof-Hostern offengelegt. Das sind Anbieter, die ihre Kunden – darunter Betreiber von Malware-Infrastruktur und DDoS-Angreifer – gezielt vor Strafverfolgern abschirmen. Briefkastenfirmen in Amsterdam und London, ein Internetunternehmer aus Hamburg, ein Dienstleister in der Türkei: Was wie ein Krimi klingt, ist leider real. Besonders ernüchternd: Das RIPE NCC, zuständig für die Verwaltung von Internet-Ressourcen in Europa, macht es den Akteuren offenbar nicht besonders schwer.

Von der dunklen Seite des Netzes zu den hellen Köpfen der deutschen KI-Szene, denn auch die gibt es. Trotz aller Unkenrufe über die doch bestimmt bald platzende KI-Blase gedeiht die hiesige Start-up-Landschaft. Gleich drei deutsche KI-Firmen haben 2025 den begehrten Einhorn-Status erreicht – also eine Bewertung von über einer Milliarde Dollar. Andrea Trinkwalder beleuchtet in ihrem Artikel, wie sich deutsche KI-Start-ups zwischen Milliardeninvestitionen und Blasen-Angst behaupten. Besonders spannend: Firmen wie Black Forest Labs oder DeepL sind mit vergleichsweise bescheidenen Budgets erstaunlich konkurrenzfähig gegenüber den US-Giganten.

Und wo ich schon bei KI bin: Was wäre, wenn die Zukunft der künstlichen Intelligenz gar nicht in immer größeren Rechenzentren liegt, sondern in lebenden Hirnzellen? Klingt nach Science-Fiction, ist aber schon Realität – zumindest im Kleinen. Die Schweizer Firma FinalSpark züchtet Organoide aus menschlichen Neuronen, die sich als lernfähig erweisen und dabei einen Bruchteil der Energie klassischer KI-Systeme verbrauchen. In einem Test hat ein solches Organoid aus 10.000 Neuronen ein Videospiel schneller gelernt als ein herkömmliches KI-Modell. Arne Grävemeyer erklärt, warum lebende Hirnzellen das Energieproblem der KI lösen könnten – und warum man diese biologischen Computer bereits über ein Web-API mieten kann … irgendwie faszinierend und gruselig zugleich.

Zum Schluss habe ich noch etwas fürs Handgelenk, aber sehr retro. Die Casio F-91W kennt vermutlich jeder: Diese kleine, unverwüstliche für knapp 20 Euro, die seit 1989 geschätzte 120 Millionen Mal über die Ladentheke ging. Smart war sie allerdings nie. Das ändert die Ollee Watch: Ein DIY-Bausatz für rund 50 Euro rüstet Bluetooth, Schrittzähler und Pulsmesser nach. Ob die Kult-Casio damit zur ernsthaften Konkurrenz für die Apple Watch wird? Nun ja, lesen Sie am besten selbst unseren Test der Ollee Watch – ich verrate nur so viel: Für das Feingefühl beim Einbau schadet es nicht, ruhige Hände zu haben.

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Passend zur Retro-Uhr könnte ich eigentlich mal wieder meinen alten Telefunken-Miniverstärker MA2 einschalten. Den hatte ich mir vor Jahren bei eBay „neu“ gekauft, nachdem mein Exemplar aus Teenagerzeiten nach meinem Auszug im Elternhaus auf mysteriöse Weise verschwunden war. Der alles andere als lineare Klang bei gedrückter Loudness-Taste weckt bei jedem Ton Erinnerungen an diese Zeit.

Bevor ich einen vollständigen Retroflash bekomme, wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende und eine gute Lesezeit.

Ihr
Volker Zota
(Chefredaktion heise online)


(vza)



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