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Motorola Signature im Test: Dünnes Top-Smartphone mit hervorragender Kamera


Top-Kamera, dünn und trotzdem ausdauernd: Das Motorola Signature ist vielleicht die zarteste Versuchung, seit es Smartphones gibt.

Mit dem Signature bringt Motorola erstmals seit Jahren ein echtes Smartphone-Flaggschiff heraus. Bislang richtete sich die Edge-Reihe des Herstellers eher an Käufer der gehobenen Mittelklasse – echte Spitzenklasse suchte man im Portfolio vergeblich. Das Signature ändert das: Es ist geradezu absurd dünn, packt aber trotzdem eine vollwertige Top-Kamera-Ausstattung samt Periskop-Telelinse ins Gehäuse.

Warum das Motorola Signature unser Geheimtipp unter den High-End-Smartphones ist, klären wir in diesem Testbericht.

Design

Einen Preis hat Motorola mit dem Signature bereits gewonnen: Es ist definitiv das schönste Smartphone, das wir in den vergangenen Jahren getestet haben. Der Hersteller setzt seine Design-Sprache konsequent fort. Das Gerät mutet dank einer Rückseite, die an textile Materialien wie Twill erinnert, angenehm organisch an. Wie gewohnt spendiert Motorola dem Gerät auch eine Duftnote – was allerdings Geschmackssache sein dürfte. Wer sich daran stören sollte: Der Geruch verfliegt schnell.

Die Verarbeitung ist erstklassig. Der Rahmen besteht aus gebürstetem Aluminium – ein solches Gerät möchte man eigentlich nicht in eine Schutzhülle packen. Muss man auch nicht unbedingt, denn das flache Smartphone ist robuster, als es vielleicht den Eindruck erweckt. Es erfüllt einige Tests der US-Militärnorm MIL-STD-810H – zumindest einen Sturz aus Hüfthöhe sollte das Gerät also problemlos überstehen. Zudem ist es staub- und wasserdicht nach IP68 – kann also 30 Minuten in 1,5 m Tiefe baden gehen – sowie nach IP69, was sogar den Einsatz von Hochdruckreinigern erlaubt.

Trotz dieser Robustheit bleibt das Gerät bemerkenswert filigran. Während Apple mit dem iPhone Air und Samsung mit dem Galaxy S25 Edge wenig Erfolg hatten, weil große Kompromisse bei Kamera und Akkugröße eingegangen wurden, bleibt das Signature hauchdünn, ohne auf Top-Ausstattung verzichten zu müssen. Das Handy ist mit Abmessungen von 162,1 × 76,4 mm zwar ausladend, aber mit einer Dicke von 7 mm sehr dünn und mit 186 g zudem angenehm leicht.

Display

Absolut erstklassig ist zudem das OLED-Display mit LTPO-Technologie. Dieses regelt die Aktualisierungsrate dynamisch und stufenweise von 1 bis 165 Hz – das sorgt für eine geschmeidige Bildbewegung bei hoher Energieeffizienz. Die Diagonale beträgt 6,8 Zoll bei einer messerscharfen Auflösung von 2.780 × 1.264 Pixeln (449 PPI).

Die Bildqualität ist exzellent: tiefes Schwarz, ausgewogene Kontraste und kräftige Farben. Auch unter Sonnenschein bleibt die Anzeige stets ablesbar – laut Motorola sind kurzzeitig bis zu 6200 Nits möglich.

Kamera

Als Kamera setzt Motorola auf ein Triple-Setup – alle drei Linsen lösen mit 50 Megapixeln auf. Das Hauptobjektiv nutzt eine f/1.6-Blende sowie optische Bildstabilisierung (OIS). Das Periskop-Teleobjektiv bietet ebenfalls OIS und einen dreifachen optischen Zoom. Dazu gesellt sich die Ultraweitwinkellinse mit f/2.0 und Autofokus – allerdings ohne OIS. Auch die Selfie-Kamera löst mit 50 Megapixeln auf.

Die Fotos können sich wirklich sehen lassen – für uns ist das Signature schon jetzt die Kamera-Überraschung des Jahres. Bei Tageslicht gelingen mit der Hauptlinse exzellente Aufnahmen: Bilddetails sind ausgewogen, der Dynamikumfang sehr stimmig. Auch bei Dunkelheit hellt die Kamera Motive effektiv auf, ohne den Betrachter mit übermäßigem Bildrauschen zu quälen. Etwas Unschärfe ist vorhanden, das Ergebnis insgesamt aber dennoch gut.

Noch besser hat uns die Telelinse gefallen. Diese holt Objekte verlustfrei bis zum Faktor drei heran. Aber auch beim hybriden Zoom mit digitaler Verstärkung sehen höhere Zoomstufen wirklich gut aus – nahezu verlustfrei bei sechsfacher Vergrößerung, aber auch noch mehr als ordentlich bei zehnfachem Zoom. Selbst Motive mit 30-facher Vergrößerung sahen überraschend brauchbar aus. Auch bei Dunkelheit macht die Telelinse eine gute Figur.

Die Ultraweitwinkellinse weicht farblich nicht von der Hauptlinse ab und bietet ordentliche Bilddetails. Sie kommt zudem auch als Makrolinse zum Einsatz. Lediglich bei Dunkelheit kann die Ultraweitwinkellinse mangels OIS nicht mehr ganz mitspielen. Selfies gelingen ebenfalls und überzeugen mit natürlicher Farbgebung und hoher Bildschärfe – wenn auch nicht ganz auf dem Niveau der Flaggschiffe der Konkurrenz. Videos sind in 4K bei 60 FPS sowie in 8K bei 30 FPS in wirklich guter Qualität möglich.

Ausstattung

Kommen wir zur vielleicht ersten „Schwachstelle“ des Signature: An Bord arbeitet als Prozessor der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5 (SM8845) – Achtung, Verwechslungsgefahr! Es handelt sich also nicht um den Snapdragon 8 Elite Gen 5 (SM8850-AC), sondern um den Gen 5 ganz ohne den Zusatz „Elite“. Das ist also nicht der schnellste Chip aus dem Hause Qualcomm, sondern eine leicht abgespeckte Variante.

Diese bietet eine vergleichbare Performance wie der Top-Chipsatz des letzten Jahres, bei etwas höherer Effizienz. Im Alltag dürfte kaum jemand einen echten Unterschied feststellen – das Signature arbeitet rasant und ist auch voll Gaming-tauglich. Lediglich Benchmark-Fetischisten könnten hier unruhig werden. Für alle anderen liefert das Smartphone hohe Leistung auf Jahre hinaus. Das belegen auch die starken Benchmark-Werte – etwa 20.000 Punkte bei PCMark sowie 5800 Punkte bei 3DMark Wild Life Extreme. Im Stresstest erreicht es dabei eine solide Effizienz von etwa 69 Prozent.

Der flotte Speicher nach UFS 4.1 bietet 512 GB bei 16 GB RAM. Eine Variante mit 1 TB gibt es aktuell allerdings nicht, zudem ist die Erweiterung per microSD-Karte nicht möglich. Im Hinblick auf Schnittstellen ist alles auf neuestem Stand: USB-C 3.2, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 sowie NFC und sogar UWB. Die Ortung mittels Multiband-GNSS ist gewohnt präzise.

Software

Das Motorola Signature läuft bereits mit Android 16. Die Bedienoberfläche erinnert stark an Vanilla-Android, ist aber mit zusätzlichen praktischen Gesten gespickt – etwa dreimal schütteln, um den LED-Blitz als Taschenlampe zu aktivieren, oder zweimal herumdrehen, um die Kamera zu starten.

Sehr untypisch für Motorola: Der Hersteller verspricht tatsächlich Android-Updates sowie Sicherheits-Patches für sieben Jahre – also auf Augenhöhe mit Samsung, Google und Honor. Bislang stand Motorola eher nicht für besonders lange Update-Zeiträume, die Edge-Reihe muss mit deutlich kürzeren Update-Zyklen leben. Umso erfreulicher, dass das Signature hier die volle Sieben bekommt. Zum Testzeitpunkt war der Sicherheits-Patch entsprechend auch aktuell.

Die Software läuft zudem geschmeidig, der Play Store macht keine Zicken. Interessant: Motorola legt ein umfangreiches KI-Paket bei – die hauseigenen „Moto AI“-Features plus satte sechs Jahre Perplexity Pro. Den Zugang gibt es aber nur mit kostenlosem Motorola-Account.

Akku

Trotz des dünnen Gehäuses kommt das Signature auf ordentliche 5.200 mAh – Silizium-Karbon-Technologie macht es möglich. Damit wird es zwar nicht zum Dauerläufer, aber es übertrifft andere schlanke Smartphones wie das Samsung Galaxy S25 Edge deutlich.

Beim PCMark Battery Test kamen wir im simulierten Betrieb auf rund 14 Stunden. Das ist ein starker Wert und auf Augenhöhe mit den meisten Flagship-Smartphones der letzten Jahre. Einen Tag schafft das Signature problemlos, bei sparsamerer Nutzung auch etwas mehr. Flott geladen ist es ebenfalls: Kabelgebunden sind bis zu 90 W möglich, per Induktion immerhin 50 W.

Preis

Die UVP für das Motorola Signature fällt mit 999 Euro erstaunlich niedrig aus. Mittlerweile bekommt man es bereits ab 940 Euro. Für ein derart schlankes High-End-Smartphone ist das ein attraktiver Preis. Als Farben stehen Olivgrün und Schwarz zur Auswahl. Es gibt allerdings nur eine Speichervariante mit 16/512 GB.

Fazit

Das Motorola Signature ist das dünnste und schönste Top-Smartphone, das man derzeit bekommen kann. Das Display ist erstklassig, die Kamera ebenfalls – und für genügend Performance ist gesorgt, auch wenn nicht der Top-Prozessor von Qualcomm zum Einsatz kommt, sondern nur eine leicht abgespeckte Variante.

Motorola ist der erste Versuch eines Flaggschiff-Smartphones sichtlich gelungen. Besonders zeigt der Hersteller, dass dünne Smartphones nicht bei der Akkulaufzeit oder der Telelinse schwächeln müssen. Nennenswerte Schwächen sehen wir bei dem Gerät keine – zudem ist es deutlich günstiger als die Konkurrenz. Das macht es zu einer überaus charmanten Alternative zu Xiaomi, Samsung oder Honor.



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US-Regierung bezahlt zwei Energieunternehmen für Ausstieg aus Windprojekten


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die US-Regierung hat zwei Energieunternehmen aus Offshorewind-Pachtverträgen für einen hohen Betrag herausgekauft. Das US-Innenministerium hat nach eigenen Angaben Vereinbarungen mit den Energieunternehmen Bluepoint Wind und Golden State Wind getroffen. Diese haben sich bereit erklärt, aus Windprojekten, die gerade in der Entwicklung sind, auszusteigen. Stattdessen sollen beide in den Ausbau von fossilen Energieinfrastrukturen investieren.

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Das sei ein Schritt weg „von unbeständigen, kostenintensiven Energiequellen hin zu bewährten konventionellen Lösungen“, schreibt das Innenministerium in seiner Mitteilung. Den lässt sich die US-Regierung knapp 900 kosten: Bluepoint Wind erhält 765 Millionen US-Dollar, Golden State Wind 120 Millionen US-Dollar.

Im Frühjahr lockte die US-Regierung bereits das französische Energieunternehmen TotalEnergies in einen ähnlichen Deal: Für den Ausstieg aus zwei Offshore-Windparkprojekten und die Investition in fossile Energie bekam TotalEnergies eine knappe Milliarde US-Dollar.

Bluepoint Wind und Golden State Wind sei mit den Windenergieprojekten 2022 ein Produkt verkauft worden, „das nur dann praktikabel war, wenn massive durch Steuergelder subventioniert wurde“, sagte Innenminister Doug Burgum. Nun müssten „die hart arbeitenden Amerikaner nicht mehr die Zeche für teure, unzuverlässige und schwankende Energieprojekte zahlen“. Die Steuergelder steckt die US-Regierung stattdessen in den Ausbau der fossilen Energieinfrastruktur.

Die gegenwärtige US-Regierung unter Präsident Donald Trump setzt sich massiv für fossile Energien ein. Ende vergangenen Jahres hat sie die Bauarbeiten an fünf großen Offshore-Windparks an der Ostküste stoppen lassen. Die Begründung war, dass diese die nationale Sicherheit gefährdeten. Die davon betroffenen Unternehmen und US-Bundesstaaten klagten dagegen und bekamen in allen Fällen recht. Auch in den USA wächst der Anteil der erneuerbaren Energien.

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(wpl)



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Bit-Rauschen: Intel baut RISC-V-Controller in Prozessoren ein


Das ist ein Comeback: Der Aktienkurs von Intel schoss Mitte April auf mehr als 65 US-Dollar hoch. Damit hat er sich binnen Jahresfrist ungefähr verdreifacht und liegt so hoch wie nach dem Amtsantritt von Pat Gelsinger vor mittlerweile fünf Jahren. Das ist schön für Intel, aber möglicherweise nur ein Strohfeuer. Denn weshalb die Intel-Anleger so euphorisch sind, ist bei nüchterner Betrachtung schwer zu verstehen. Vermutlich spielt die Kooperation mit Elon Musk eine Rolle: Der plant nämlich gigantische Halbleiterfabriken, sogenannte Terafabs. Doch welche Rolle Intel dabei spielen soll, ist bisher ziemlich unklar. Jedenfalls meint Musk, in Zukunft riesige Mengen an Chips für autonome Autos, humanoide Roboter und KI-Rechenzentren im Weltall zu benötigen. Und die Fabs dafür will er unter anderem mit den Erlösen aus dem Space-X-Börsengang finanzieren.

Eine weitere Intel-Überraschung: In allen neuen Intel-Prozessoren der Baureihe Core Ultra 3 alias Panther Lake steckt auch ein kleiner RISC-V-Controller. Der 64-Bit-Controller erledigt Verwaltungsaufgaben in der Neural Processing Engine der fünften Generation (NPU 5). Er löst die bis zur NPU 4 verwendeten Leon-NN-Kerne mit SPARC-Mikroarchitektur ab. Die eigentliche Rechenarbeit in der NPU 5 leisten weiterhin Matrix-Rechenwerke sowie DSP-Kerne von Type ACT-SHAVE-512 mit VLIW-Technik, die ursprünglich die 2016 von Intel geschluckte Firma Movidius entwickelt hat.


Aufmacher: Prozessor-Kolumne Bit-Rauschen

Aufmacher: Prozessor-Kolumne Bit-Rauschen

Die Panther-Lake-Prozessoren bringen auch eine Neuheit mit dem schönen Namen FRED, der für Flexible Return and Event Delivery steht. Diese Technik soll die Verarbeitung von Interrupts optimieren und löst die verschachtelte Interrupt Descriptor Table (IDT) ab. Linux kann sie ab Kernelversion 7.1 nutzen und auch AMD wird FRED in die kommenden Zen-6-Ryzens einbauen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bit-Rauschen: Intel baut RISC-V-Controller in Prozessoren ein“.
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EU beschließt Chip-Pflicht für Hunde und Katzen


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Kleiner Chip mit großer Wirkung: Was bisher ein Flickenteppich aus nationalen Tierschutzvorgaben und freiwilligen Registern war, wird zu einem europaweiten Standard. Das EU-Parlament hat am Dienstag in Straßburg mit überwältigender Mehrheit von 558 Ja-Stimmen den Entwurf für eine Verordnung verabschiedet, die das Leben von Millionen Haustieren verändern wird. Im Zentrum steht die digitale Rückverfolgbarkeit.

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Erstmals schreibt die beschlossene Gesetzesinitiative eine obligatorische Mikrochip-Kennzeichnung für alle Hunde und Katzen vor – auch für Tiere in Privatbesitz. Damit reagiert die Gemeinschaft auf die Tatsache, dass rund 44 Prozent der EU-Bürger ein Haustier halten. Der Markt für Hunde und Katzen umfasst jährlich rund 1,3 Milliarden Euro.

Kern der Verordnung ist der Kampf gegen den illegalen Handel, der oft über anonyme Online-Plattformen abgewickelt wird. Laut der EU-Kommission kaufen 60 Prozent der Besitzer ihre Tiere im Internet. Um kriminelle Netzwerke auszuhebeln, setzen die Abgeordneten auf Technik. Die passiven Mikrochips, die meist von Tierärzten im Nacken unter die Haut implantiert werden, fungieren als eindeutige, 15-stellige Identifikationsnummer. Sie werden in nationalen Datenbanken gespeichert, die EU-weit interoperabel sind. Damit Behörden über Ländergrenzen hinweg die Herkunft eines Tieres prüfen können, muss die digitale Infrastruktur im Veterinärwesen ausgebaut werden.

Entlaufene Tiere können durch den Chip wesentlich schneller ihren rechtmäßigen Haltern zugeordnet werden, was die Kapazitäten in Tierheimen schont. Professionelle Akteure wie Züchter und Tierheime haben eine Vorbereitungszeit von vier Jahren. Privaten Haltern gewährt die EU deutlich längere Übergangsfristen. Wer sein Tier rein privat hält, muss die Chip-Pflicht für Hunde erst nach zehn Jahren und für Katzen nach 15 Jahren verbindlich umsetzen.

Ein weiterer Fokus liegt auf dem Schließen von Schlupflöchern beim Import. Künftig müssen alle Hunde und Katzen, die zum Verkauf aus Drittstaaten eingeführt werden, bereits vor der Einreise gechippt und registriert sein. Privatpersonen, die mit ihrem Tier in die EU einreisen, müssen dieses mindestens fünf Arbeitstage vorab in einer Datenbank registrieren, sofern es noch nicht in einer EU-Datenbank erfasst ist.

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Die Verordnung etabliert ferner ein Verbot von Inzucht zwischen eng verwandten Tieren wie Eltern und Nachkommen oder Geschwistern. Zugleich untersagt das Gesetz die gezielte „Qualzucht“ auf „übertriebene Merkmale“, die zu Gesundheitsrisiken führen können. Auch im Umgang mit den Tieren setzt die EU Grenzen: Verstümmelungen für Shows oder Wettbewerbe werden ebenso verboten wie das dauerhafte Anbinden von Tieren oder der Einsatz von Stachelhalsbändern ohne Sicherheitsvorrichtung.

Tilly Metz, Verhandlungsführerin der Grünen, spricht von einem klaren Signal gegen den tierschutzwidrigen Handel. Die Übergangsfristen seien aber zu lang bemessen. Bevor die Vorschriften in Kraft treten können, müssen sie noch formal vom Ministerrat angenommen werden. Nach der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt gilt die Verordnung unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Die ersten operativen Maßnahmen greifen dann nach einer zweijährigen Anlaufphase.


(wpl)



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