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Netzentgelte im Umbruch: Warum es für PV-Anlagenbesitzer teurer werden könnte
Für PV-Anlagenbesitzer greift eine einfache Logik: Weniger Netzbezug durch Eigenverbrauch bedeutet niedrigere Stromkosten und damit mehr Unabhängigkeit vom Strommarkt. Doch genau dieses Prinzip stellt die Bundesnetzagentur infrage.
Sie arbeitet daran, die Netzentgelte neu zu gestalten. Die zahlt man dafür, dass man das öffentliche Stromnetz nutzt – und zwar pro verbrauchte Kilowattstunde. PV-Anlagenbesitzer beteiligen sich aufgrund ihres Eigenverbrauchs weniger stark an den Kosten des Netzerhalts, so die BNetzA-Argumentation. Die Behörde lotet daher aus, wie man Solar-Haushalte stärker in die Pflicht nehmen kann – etwa durch höhere Grundpreise beim Netzentgelt oder kapazitätsbasierte Entgelte.
- Die Bundesnetzagentur (BNetzA) will die Netzentgeltsystematik neu ordnen, weil die aktuelle Verordnung dazu 2028 ausläuft.
- Die BNetzA sieht bei Prosumern eine Finanzierungslücke, weil Eigenverbrauch den Netzbezug reduziert, obwohl das Netz weiter als „Versicherung“ bereitstehen muss.
- Als Optionen diskutiert die BNetzA beispielsweise Prosumer‑Grundpreisaufschläge, saisonale Arbeitspreise und kapazitätsbasierte Entgelte – mit relevanten Verteilungs- und Akzeptanzwirkungen.
- Studien und Verbände betonen, dass Prosumer heterogen sind und PV‑Speichersysteme unter bestimmten Bedingungen Netze sogar entlasten können.
Dieser Artikel gibt einen Überblick darüber, was bislang geplant ist, wie der zeitliche Rahmen für die Reform ist und wie Verbraucherschützer und Marktakteure diese Pläne beurteilen. Außerdem schauen wir darauf, was weitere Pläne etwa rund um das Netzpaket finanziell für PV-Anlagenbetreiber bedeuten könnten.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Netzentgelte im Umbruch: Warum es für PV-Anlagenbesitzer teurer werden könnte“.
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Amazon übertrifft Erwartungen | heise online
Amazon hat zum Jahresauftakt in seiner Cloud-Sparte AWS die höchste Wachstumsrate seit 2022 verzeichnet. Der Umsatz des Segments legte in den ersten drei Monaten des Jahres im Jahresvergleich um 28 Prozent auf knapp 38 Milliarden Dollar (rund 32,5 Mrd Euro) zu.
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Insgesamt kletterten die Erlöse des Handels- und Technologiekonzerns um 17 Prozent auf 181,5 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn zog um 30 Prozent auf fast 24 Milliarden Dollar an. Erlöse und operatives Ergebnis fielen damit besser aus, als von Analysten erwartet worden war. Unterm Strich stieg der Gewinn um fast 77 Prozent auf 30,25 Milliarden Dollar.
Zudem übertraf auch die Umsatzprognose für das zweite Quartal die Markterwartungen. Wegen hoher Investitionen in den Ausbau des Geschäfts mit der Cloud und Produkten rund um die Künstliche Intelligenz (KI) ging allerdings der Zufluss an Zahlungsmitteln (Cashflow) deutlich zurück.
(mho)
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Microsoft steigert Einnahmen weiter, aber Speicherkrise verteuert Rechenzentren
Microsoft konnte auch im vergangenen Quartal sowohl Einnahmen als auch Gewinne weiter steigern. Das Cloud-Geschäft verzeichnete wie gewohnt die höchsten Wachstumsraten, was Microsoft-Chef Satya Nadella auf die steigende Nachfrage nach KI-Diensten zurückführt. Die Schattenseite: Speicherpreise sind deshalb zuletzt deutlich angestiegen, was auch Microsofts Rechenzentren trifft. Die Investitionen für das laufende Jahr sollen deutlich höher ausfallen als erwartet, wobei ein großer Teil auf steigende Komponentenpreise zurückgeführt wird.
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Im dritten Quartal des fiskalischen Geschäftsjahres 2026, das Ende März abgeschlossen wurde, hat Microsoft einen Umsatz von 82,9 Milliarden US-Dollar geschrieben. Das ist eine Steigerung von 18 Prozent gegenüber dem selben Zeitraum des Vorjahres, als Microsoft einen höheren Gewinn als erwartet verzeichnet hatte. Das ist auch jetzt der Fall, denn Marktbeobachter hatten zuletzt mit 81,39 Milliarden Dollar gerechnet. Auch Microsoft selbst war Ende Januar aufgrund eines schwächeren Cloud-Ausblicks von maximal 81,75 Milliarden Dollar und einem Anstieg von knapp 16 Prozent ausgegangen.
KI-Business wächst deutlich
Der Betriebsgewinn Microsofts ist in den ersten drei Monaten 2026 im Jahresabstand um 20 Prozent auf 38,4 Milliarden Dollar angestiegen, während der Nettogewinn sogar um 23 Prozent auf 31,8 Milliarden Dollar erhöht werden konnte. Die Geschäftsführung begründet dies mit dem KI-Boom. „Unser KI-Geschäft übertraf eine jährliche Umsatzrate von 37 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, erklärte Satya Nadella in der Firmenmitteilung. Das umfasst Cloud-Kunden, die KI-Dienste nutzen, sowie Umsätze der Microsoft-eigenen KI-Tools.
So ist dann auch das Cloud-Business weiterhin der Umsatztreiber des Konzerns. Microsoft konnte hier die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent auf insgesamt 54,5 Milliarden Dollar steigern. Der Umsatz der sogenannten „intelligenten Cloud“ einschließlich Azure ist sogar um 30 Prozent gewachsen und stellt mit 34,7 Milliarden Dollar den größten Teil des Cloud-Geschäfts dar.
Mehr Copilot-Nutzer und höhere Investitionskosten
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Zudem konnte Microsoft die Nutzerzahlen von Microsoft 365 Copilot, dem KI-Assistenten für das Cloud-Office, weiter steigern. Nachdem der Konzern im letzten Quartal erstmals berichtet hatte, dass 15 Millionen M365-Abonnenten die KI dazu gebucht hatten, sind es nun 20 Millionen Copilot-Nutzer. „Das wöchentliche Nutzungsverhalten ist mittlerweile auf dem gleichen Niveau wie bei Outlook, da immer mehr Nutzer Copilot zur Gewohnheit machen“, sagte Nadella laut CNBC im Gespräch mit Investoren. Und im laufenden Quartal soll die Zahl der Copilot-Nutzer weiter steigen.
Microsofts Investitionen in Infrastruktur sollen ebenfalls steigen, aber nicht nur freiwillig. Microsoft-Finanzchefin Amy Hood prognostiziert für das Gesamtjahr 190 Milliarden Dollar Investitionskosten, wobei sie mit Auswirkungen in Höhe von 25 Milliarden Dollar durch höhere Komponentenpreise rechnet. Branchenexperten hatten Jahresinvestitionen von 154,6 Milliarden Dollar erwartet.
PC- & Xbox-Geschäfte sinken, Prognose gemischt
Das Geschäft mit PC- und Gaming-Produkten stagniert dagegen weiter. Der Umsatz mit Windows-Lizenzen und -Geräten ist um 2 Prozent zurückgegangen, bei Xbox-Inhalten und -Diensten verzeichnet Microsoft sogar einen Rückgang um 5 Prozent. Das setzt die negative Entwicklung der Xbox-Sparte fort. Immerhin wurde der Umsatz mit der Internet-Suche (Bing) und News-Werbung um 12 Prozent gesteigert. Auch die Einnahmen des Karrierenetzwerks LinkedIn sind weiter gewachsen, nämlich um 12 Prozent, wobei Microsoft dies der Cloud-Sparte zurechnet.
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Für das laufende vierte Geschäftsquartal des fiskalischen Jahres 2026 prognostiziert Microsoft einen Umsatz zwischen 86,7 und 87,8 Milliarden Dollar, was etwas unterhalb der Erwartungen von Marktbeobachtern liegt. Allerdings soll das Wachstum der Azure-Cloud mit 39 bis 40 Prozent die von Analysten erwartete Steigerung von 37 Prozent übertreffen. Die Börse reagierte gemischt auf diese Zahlen. Zunächst ist der Aktienkurs von Microsoft nach Börsenschluss in die Höhe geschnellt, fiel dann aber schnell ins Minus. Zuletzt lag das Papier bei rund 0,3 Prozent unterhalb des Eröffnungskurses dieses Tages.
(fds)
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AI Act: Europäer können sich nicht über Digital-Omnibus einigen
Die Trilog-Verhandlungen über die Zukunft des AI Acts in Brüssel endeten am frühen Mittwochmorgen ergebnislos. Die Teams des EU-Parlaments, der Mitgliedstaaten und der Kommission gingen nach stundenlangen Gesprächen auseinander, ohne eine Einigung über den sogenannten Digital-Omnibus erzielt zu haben. Damit rückt das Ziel, Teile der KI-Verordnung zu reformieren und KI-gestützte „Nudifier“-Apps zu verbieten, in die Ferne.
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Die Fortsetzung der Gespräche sei vorerst auf unbestimmte Zeit vertagt worden, berichtet Politico unter Berufung auf Diplomaten und EU-Beamte. Eigentlich sollten die neuen Regeln für hochriskante KI-Anwendungen schon im August in Kraft treten. Das Scheitern der Verhandlungen bleibt für die Branche eine rechtliche Unsicherheit.
Ein Knackpunkt der Verhandlungen waren Forderungen der bürgerlich-konservativen EVP-Fraktion im Parlament, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) teilt. Sie dringen darauf, industrielle KI-Anwendungen – etwa in der Medizintechnik oder im Maschinenbau – weitgehend aus dem Anwendungsbereich des AI Acts herauszunehmen.
Das soll deutsche Schwergewichte wie Siemens oder Bosch vor einer doppelten Regulierung schützen und ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Befürworter dieses „Sektor-Exits“ argumentieren, dass diese Produkte bereits strengen sektoralen Gesetzen unterliegen und zusätzliche Anforderungen durch das KI-Gesetz unnötig Bürokratie schaffe.
Politischer Schlagabtausch
Doch dieses Ansinnen stößt auf Widerstand der Grünen und der Sozialdemokraten sowie mehrere EU-Länder. Die niederländische Abgeordnete Kim van Sparrentak sprach von einem „Putsch“ des deutschen Flügels der EVP. Sie warnte davor, dass die Industrie durch diese Blockadehaltung in ein rechtliches Chaos gestürzt werde. Grünen-Berichterstatter Sergey Lagodinsky warf Merz vor, den europäischen Gesetzgebungsprozess als Geisel zu nehmen.
Besonders schwer wiegt für die Kritiker, dass durch die Blockade auch gesellschaftspolitische Vorhaben wie das Verbot von sexualisierten Deepfakes ins Stocken geraten sind. Lagodinsky wirft CDU und CSU vor, das geplante Verbot für Entkleidungs-Apps zu verhindern.
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Der TÜV-Verband warnt davor, den horizontalen Ansatz des AI Acts aufzugeben. Die einheitliche Regulierung von Hochrisiko-KI über verschiedene Produktgruppen hinweg sei der Kern der Verordnung. Ein Rückzug in sektorale Einzelregelungen führe zu einem langen Regulierungsvakuum und einem Flickenteppich. Statt Bürokratie abzubauen, entstehen unterschiedliche Standards und Verfahren, die den Industriestandort Europa schwächten. Zudem gefährde ein solcher Schritt die Chance, europäische Standards als globale Messlatte für vertrauenswürdige KI zu etablieren.
Warnung vor mangelndem Grundrechtsschutz
AlgorithmWatch bemängelt, dass der KI-Omnibus ohnehin im Eiltempo durchgepeitscht werden solle, ohne die Folgen für die Grundrechte ausreichend zu beleuchten. Die Organisation fordert, dass ein Verbot von sexualisierenden Deepfakes nicht an technischen Definitionen von „intimen Körperteilen“ scheitern dürfe. Maßgeblich müsse die explizite Einwilligung Betroffener sein. Die Verzögerung der Verhandlungen biete Raum für Nachbesserungen. Zugleich wächst das Risiko, dass gar kein Schutzmechanismus verabschiedet wird.
Ben Brake, Direktor der Plattform-Lobby DOT Europe, bezeichnete den Abbruch der Gespräche als Rückschlag für die Digitalwirtschaft. Er mahnte, rasch an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Auch die Kommission zeigt sich besorgt: Vizepräsidentin Henna Virkkunen drängt auf eine schnelle Absprache, die einer qualitativ hochwertigen Gesetzgebung aber nicht im Weg stehen dürfe.
(wpl)
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