Entwicklung & Code
Neu in .NET 10.0 [21]: Ausgabe der Befehle und Parameter in JSON bei SDK-Tools
Mit dem neuen Parameter --cli-schema erhalten Entwicklerinnen und Entwickler seit .NET 10.0 bei den .NET-SDK-Kommandozeilenbefehlen eine Ausgabe der Befehlsoptionen und Parameter in JavaScriot Object Notation (JSON).
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Dr. Holger Schwichtenberg ist technischer Leiter des Expertennetzwerks www.IT-Visions.de, das mit 53 renommierten Experten zahlreiche mittlere und große Unternehmen durch Beratungen und Schulungen sowie bei der Softwareentwicklung unterstützt. Durch seine Auftritte auf zahlreichen nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie mehr als 90 Fachbücher und mehr als 1500 Fachartikel gehört Holger Schwichtenberg zu den bekanntesten Experten für .NET und Webtechniken in Deutschland.
Zuvor waren diese Informationen bereits in reiner Textform über die Hilfefunktion abrufbar, allerdings durch mehrere Einzelbefehle, wie beispielsweise
dotnet package -h
dotnet package add -h
dotnet package list -h

Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt aus der Ausgabe des JSON-Schemas eines .NET-SDK-CLI-Befehls (Abb. 1).

Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt der Hilfeinformationen eines .NET-SDK-CLI-Befehls (Abb. 2).
(rme)
Entwicklung & Code
Sourcecode-Editor Zed erreicht Version 1.0
Der Code-Editor Zed liegt jetzt in Version 1.0 vor. Einzelne, neue Highlights benennen die Entwickler des Open-Source-Editors für ihr Release nicht.
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Stattdessen betonen sie, dass Version 1.0 nach jahrelanger Entwicklungszeit den Punkt markiert, an dem Zed erstmals den vollen Funktionsumfang eines modernen Editors für macOS, Windows und Linux erreicht hat. Als Beispiele nennen sie Features wie Debugging, Git‑Integration, SSH‑Remote-Entwicklung sowie die Unterstützung dutzender Sprachen.
Maximale Geschwindigkeit durch GPUI
Der komplett in Rust geschriebene Zed bedient sich keiner Browser‑Plattform als Systemfundament, sondern ist wie ein Videospiel aufgebaut, so die Entwickler. Der Editor verfügt über eine eigene GPU‑basierte UI‑Engine (GPUI), auf der auch das Agent Client Protocol läuft. Damit lassen sich KI-Agenten wie Claude Agent, Codex CLI, Cursor und OpenCode unterstützend zur Softwareentwicklung hinzuziehen. Seit Januar 2024 ist Zed unter GPL (Editor), AGPL (Server-Komponenten) und Apache 2.0 (GPUI-Framework) lizenziert.
Die Kombination aus Rust-Unterbau und GPUI verhilft Zed zu einem Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Web‑ oder Electron-basierenden Editoren wie Atom oder VS Code. Bereits im Mai 2025 hatte Zed-Entwicklerteam ihn in einem Blogbeitrag zum schnellsten KI-Code-Editor erklärt. Anwenderinnen und Anwender, die ohne KI-Support arbeiten wollen, können diesen in Zed ohne viel Aufhebens ausschalten. War dazu in früheren Versionen des Open-Source-Editors noch eine Einstellung in der settings.json-Datei erforderlich, funktioniert es nun direkt im UI.
(mro)
Entwicklung & Code
Geld für KI statt Open Source: pgBackRest-Projekt gibt auf
David Steele, der Maintainer des weitverbreiteten Postgres-Backup-Tools pgBackRest, hat keine Finanzierung für sein Projekt gefunden und es deswegen bei GitHub archiviert. Es ist nur noch lesbar.
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Steele schreibt auf GitHub, er habe „nach einer Stelle gesucht, die es mir erlauben würde, die Arbeit fortzusetzen, aber bisher war ich nicht erfolgreich. Auch meine Bemühungen, mir Sponsoren zu sichern, haben nicht zu dem geführt, was ich brauche, um das Projekt gangbar zu halten.“ Außerdem fordert er Interessenten an Forks dazu auf, sich einen neuen Namen zu suchen.
Kritik am einseitigen Ausnutzen von Open Source
Beobachter aus der Community erwarten Forks des im Postgres-Umfeld essenziellen Programms, kritisieren aber auch die IT-Industrie in ihrem Umgang mit Open Source. Laetitia Avrot, ehemaliges Mitglied des Postgres Code of Conduct Committee, weist beispielsweise darauf hin: „Das Open-Source-Modell funktioniert, wenn die Leute, die den Wert abschöpfen, auch zum Erhalt beitragen“. Große Firmen haben enorm von pgBackRest profitiert, aber: „Der KI-Goldrausch hat offensichtlich gründlich durchgerüttelt, was Firmen als bezahlenswert ansehen.“ Derzeit sei es offensichtlich wichtiger, RAM und GPUs bereitzustellen.
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In der Community beginnt nun die Suche nach einer Alternative. Für Anwenderinnen und Anwender bedeutet es, vorerst abzuwarten. Derzeit gibt es keine neuen Funktionen für pgBackRest und auch keine Bugfixes mehr. Probleme werden daher vermutlich spätestens mit neuen Versionen von Postgres auftauchen.
Ein grafischer Aufruf mit einer überarbeiteten Version des bekannten xkcd-Comics „Dependency“ appelliert daran, Open-Source-Projekte der Infrastruktur wie pgBackRest auch angemessen finanziell zu unterstützen.

(Bild: xkcd.com/2347/)
(who)
Entwicklung & Code
Red Hat baut Prototyp für agentisches Betriebssystem
KI-Agenten, die für ihre Betreiber automatisch Aufgaben erfüllen können, sind populär – etwa OpenClaw kann viele Dinge für Nutzerinnen und Nutzer übernehmen. Da die agentische KI auch Dinge machen kann, wie weitere Software installieren, stellen sich zwangsläufig Sicherheitsfragen. Außerdem ist Skalierbarkeit ein weiterer Punkt. Red Hat will das mit einem agentischen Betriebssystem beantworten.
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Die Grundidee ist einfach: Es braucht eine stabile und sichere Betriebssystem-Basis für KI-Agenten wie OpenClaw. Klassische Betriebssysteme verändern sich über die Zeit durch Softwareinstallationen und allgemeine Nutzung, was zu einer Drift der Konfiguration führt. In normalen virtuellen Maschinen wird die Reproduzierbarkeit dadurch schwierig, etwa um sicherzustellen, dass das System wie gewünscht funktioniert und sicher bleibt.
In einem Blog-Beitrag erklärt Red-Hat-Mitarbeiterin Sally O’Malley, wie sie einen Prototyp eines agentischen Betriebssystems in Form einer Containerdatei erstellt hat. Das setzt auf fedora-bootc auf, einem Community-Projekt, das ein bootbares Linux-Betriebssystem direkt in einer Containerdatei wie Docker-Container verfrachtet. Die Abbilder sollen sich auch in vollständige Disk-Images umwandeln lassen, etwa QCOW2 (QEMU Copy On Write version 2), AMI (Amazon Machine Image), ISO-9660-Image zum Brennen auf DVD oder CD, Google-Cloud-Image und weitere.
Agentisches Betriebssystem: Zielsetzung Sicherheit
Das Betriebssystem wird dadurch zum Build-Zeitpunkt definiert und zur Laufzeit ist man beschränkt auf Änderungen, die zuvor explizit erlaubt wurden. Nach dem Start stellt das Container-Abbild das Betriebssystem dar, mit Kernel, init-Prozess und root-Dateisystem. Der Großteil des Dateisystems ist im Nur-Lese-Zugriff. Es handelt sich damit um gehärtete Umgebungen, die einem definierten Standard folgen – ein unveränderliches System, was der Reproduzierbarkeit dient. Das unterbindet zudem die „Systemdrift“, wodurch einzelne Installationen voneinander aufgrund unterschiedlicher installierter Zusatzsoftware abweichen. Durch das agentische Betriebssystem sind im Beispiel der OpenClaw-Dienst, Helfer-Skripte, Nutzerkonten und systemd-Units zum Build-Zeitpunkt festgelegt und strikt von den veränderlichen Daten getrennt.
Updates der Umgebungen werden vereinheitlicht und kontrollierbar, da zur Aktualisierung einfach das neue Image in die Registry eingestellt wird. Alle laufenden Maschinen ziehen sich die Aktualisierung und booten sie. Updates werden dadurch transaktional, O’Malley vergleicht sie mit einem Git-Commit, wodurch auch Rollbacks trivial werden. Die Secrets, OpenClaw-Status und SSH-Keys bleiben unangetastet und intakt, während sich das Betriebssystem weiterentwickelt.
Der Ansatz macht agentische KI zudem skalierbar. Es lassen sich zahlreiche Abbilder etwa auf Server-Clustern starten, die zudem nicht alle einzeln individuell konfiguriert werdenmüssen. Alle Maschinen starten OpenClaw und der KI-Agent läuft dann genau wie erwartet. Versionen und Konfigurationen bleiben synchronisiert.
O’Malley will damit zunächst das Konzept eines agentischen Betriebssystems demonstrieren und vorstellen. Das steht jedoch auch auf der Roadmap von Red Hat. Konkret plant Red Hat dafür ein Projekt namens Kagenti als Teil von Red Hat AI – mit einer Preview noch 2026. Wer das mal ausprobieren möchte, findet die Dateien und Dokumentation im Repository von Red Hat.
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(dmk)
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