Apps & Mobile Entwicklung
Neue Funktion in Windows 11: Audio-Sharing für zwei Bluetooth-Kopfhörer gleichzeitig

Microsoft erweitert Windows 11 mit dem aktuellen Mai-Update um die neue Funktion „Shared Audio“, die erstmals die gleichzeitige Audio-Ausgabe auf zwei unterstützte Bluetooth-Kopfhörer ermöglicht. Technisch basiert das Feature auf Bluetooth LE Audio und erinnert stark an Apples bereits bekannte Audio-Sharing-Funktion für AirPods.
Zwei zum Preis von einem
Bereits zuvor hatte Microsoft erste Informationen zum derzeit ausgerollten Mai-Update für Windows 11 25H2 und 24H2 (KB5089573) veröffentlicht, die neue Funktion dort allerdings nur oberflächlich erwähnt. Inzwischen hat Windows Latest weitere Details direkt von Microsoft erhalten. Demnach führt Microsoft mit „Shared Audio“ erstmals eine native Möglichkeit ein, denselben Audio-Stream gleichzeitig an zwei Bluetooth-Audiogeräte auszugeben. Bislang war dies unter Windows nicht möglich, da das Betriebssystem keine parallele Nutzung mehrerer Bluetooth-Ausgabegeräte unterstützte. Diese Einschränkung soll nun entfallen und unter anderem neue Einsatzmöglichkeiten bei Audio-Chats, Video-Konferenzen oder gemeinsam genutzten Medien-Inhalten schaffen.
Gegenüber Windows Latest soll Microsoft bestätigt haben, dass die neue Unterstützung derzeit schrittweise verteilt wird und deshalb noch nicht unmittelbar auf allen Geräten verfügbar und aktiviert ist. Nach der Freischaltung erscheint in den Schnelleinstellungen von Windows 11 eine zusätzliche Option, die direkt über das Lautsprecher-Symbol in der Taskleiste erreichbar ist. Unterstützt das System „Shared Audio“, öffnet sich darüber ein neues Auswahlfenster mit kompatiblen Bluetooth-Geräten. Nutzer können dort zwei unterstützte Audio-Ausgänge auswählen und anschließend die gemeinsame Audioausgabe starten.
Nicht direkt erkennbar, ob neue Funktion unterstützt wird
Technische Grundlage der neuen Funktion bildet dabei Bluetooth LE Audio, entsprechend müssen auch die verwendeten Kopfhörer, Headsets oder auch kompatiblen Hörhilfen diesen Standard unterstützen. Zusätzlich muss der jeweilige PC die sogenannte „Audio Broadcast“-Funktion beherrschen. Wird die neue Option in den Einstellungen nicht angezeigt, fehlt mindestens eine der notwendigen Voraussetzungen. Eine direkte Möglichkeit zur Überprüfung stellt Microsoft derzeit allerdings nicht bereit. Laut Unternehmen basiert die Funktion auf standardisierten Bluetooth-LE-Audio-Broadcast-Streams, wodurch beide Audiogeräte denselben Stream parallel empfangen können.
Ein weiterer Indikator dürfte das Alter der jeweiligen Geräte sein. Bluetooth LE Audio wurde erstmals im Januar 2020 zusammen mit der Bluetooth-5.2-Spezifikation angekündigt. Entsprechend dürften überwiegend neuere Geräte mit der Funktion kompatibel sein, auch wenn einzelne Modelle teilweise noch mit älteren Bluetooth-Versionen ausgeliefert worden sein könnten.
Update bringt viele weitere Funktionen
Neben „Shared Audio“ bringt Build 26200.8524 zahlreiche weitere Neuerungen mit. Dazu zählt unter anderem auch das als „Low Latency Profile“ bekannte CPU-Boost-Feature, das Anwendungen unter Windows 11 schneller starten lassen soll. Darüber hinaus ermöglicht das Update künftig die gleichzeitige Nutzung einer Webcam in mehreren Anwendungen – ähnlich wie nun auch ein Audio-Stream parallel auf zwei Bluetooth-Geräten wiedergegeben werden kann.
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Tesla AI5-Chip: Samsung schließt Tape-out des 2-nm-Chips ab
Teslas AI5-Chip hat das Tape-out für Samsung-Fabriken geschafft. Im Jahr 2027 soll er dort parallel zu TSMC in einem 2-nm-Prozess gefertigt werden. Zwischen dem Tape-out und der Serienfertigung liegt in der Regel rund ein Jahr. Bis dahin ist dann auch die neue US-Fabrik in Taylor, Texas, einsatzbereit.
Samsungs Foundry profitiert von AI
Bei Samsung gibt es derzeit gleich mehrere positive Entwicklungen für die Foundry, die in Zeiten ohne den massiven AI-Boom so wohl nicht abgelaufen wären.
Eine wesentliche ist: Weil TSMC nicht ausreichende Kapazitäten für modernste Prozesse bieten kann, um jeden Kunden nicht nur zufrieden zu stellen, sondern überhaupt erst einmal bedienen zu können, kommen auch technologisch unterlegene Konkurrenten zum Zug. Davon profitiert auch die von unzähligen Rückschlägen geplagte Samsung Foundry, die dank der 4-nm-Base-Dies für eigenen HBM-Speicher und der fehlerbereinigten GAA-Prozesse nun langsam aus dem tiefen Tal steigt. Erfolgsmeldungen durch Tesla wie von Anfang April, als Elon Musk ein Sample des AI5 gezeigt hatte, das in der 13. Kalenderwoche 2026 in Korea gefertigt wurde, helfen Samsung auch öffentlichkeitswirksam dabei.
Nun legt ein Samsung-Angestellter nach und bestätigte, dass das sogenannte Tape-out dieses Chips erfolgreich verlaufen sei. Die Bekanntgabe erfolgte wohl zu früh oder ohne Erlaubnis, denn sein Posting auf LinkedIn ist mittlerweile wieder gelöscht.
Der Chip kommt auch aus den USA
Interessant an dem Beitrag sind neben dem Meilenstein als solchen auch einige bislang nicht bestätigte Details. So wird die Fertigung des Chips in den USA erfolgen. Noch ist die Fabrik in Taylor, Texas, aber gar nicht fertiggestellt. Erst im März dieses Jahres hatte Samsung erklärt, dass die Fabrik erst in diesem Jahr vollständig ausgerüstet wird und dann die Serienfertigung starten soll. Es könnte demnach eine Punktlandung für Teslas Chip werden.
An große Mengen von 2-nm-Chips von TSMC zu kommen, war für Tesla wohl nicht möglich oder man war zu spät dran. Schon vor über einem Jahr feierte AMD mit TSMC das Tape-out von Venice, dieser startet offiziell als fertiges Produkt in der kommenden Woche auf dem Event AMD Advancing AI 2026 als Zen-6-Server-Prozessor mit bis zu 256 Kernen.
Dennoch wird TSMC einige AI5-Chips für Tesla auch in Taiwan fertigen. Die Chips seien dadurch leicht unterschiedlich, die Software jedoch identisch, erklärte Elon Musk bereits Ende des letzten Jahres.
Direkter Vergleich mit TSMC möglich
Diesbezüglich dürfte sich erst nach einiger Zeit offenbaren, wie gut Samsungs Fertigung gegenüber TSMC wirklich aufgestellt ist; fernab von PowerPoint-Präsentationen und Unternehmensversprechen. Identische Chips von unterschiedlichen Herstellern gab es in der Vergangenheit immer mal wieder, sie waren in den vergangenen Jahren aber rar.
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Reader’s Choice Awards: Bester NAS-Hersteller 2026
ComputerBase ruft die Reader’s Choice Awards 2026 aus. Welcher NAS-Hersteller ist in diesem Jahr euer Favorit und konnte euch mit seinen Netzwerkspeichern, die immer mehr Server als nur lokale Cloud sind, am meisten überzeugen? Ihr entscheidet, welcher Hersteller den Preis erhält und sich mit eurer Auszeichnung schmücken darf.
ComputerBase hat eine Stimme. Die Testberichte werden nicht nur von Lesern, sondern auch von Herstellern geschätzt und tragen dazu bei, künftige Produkte zu verbessern. Doch nicht nur ComputerBase hat eine Stimme, sondern auch unsere Leser haben eine Stimme. Denn Hersteller schätzen auch die enorme Interaktion unserer Leser mit den Inhalten auf ComputerBase. Das Feedback unserer Community wird von den Herstellern wahr- und ernst genommen.
ComputerBase gibt der Community bei der Auszeichnung des besten NAS-Herstellers wieder eine Stimme – ihr vergebt den „ComputerBase Reader’s Choice Award“. Ob das kleine 1-Bay-NAS, das große 8-Bay-NAS mit zusätzlichen M.2-Schnittstellen für einen SSD-Cache, doch gleich das schnelle Flash-Only-NAS, das AI-NAS mit lokaler Künstlicher Intelligenz oder doch das Gesamtpaket aus Zuverlässigkeit und Software bei euch den Ausschlag für die Wahl gibt, bleibt euch überlassen. Bei der letzten Wahl war das Ergebnis mit über 50 Prozent noch sehr eindeutig, doch neue Akteure verändern den Markt immer weiter.
Unsere Leser wählen in den nächsten Wochen wieder ihren Favoriten in zahlreichen Hardware-Kategorien – ohne Vorauswahl, ohne Einschränkung, ohne Werbebudget der zur Wahl stehenden Unternehmen. Bereits über den besten Hersteller abgestimmt werden kann in den folgenden Kategorien:
Die in Deutschland relevanten und verfügbaren Hersteller der jeweiligen Kategorie stehen zur Wahl, um für ihre Produkte und ihren Support, die euch ganz persönlich überzeugt haben, ausgezeichnet zu werden.
Bester NAS-Hersteller 2026
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Amber
Historie: 0,2 % ➘ 0,1 %
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Aoostar
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Asustor
Historie: 4,3 % ➘ 2,9 %
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Buffalo
Historie: 0,5 % ➘ 0,1 %
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Emtec
Historie: 0,1 %
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Fantec
Historie: 0,2 % ➙ 0,2 %
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ioSafe
Historie: 0,0 % ➚ 0,1 %
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LenovoEMC
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Linksys
Historie: 0,8 % ➘ 0,5 %
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Minisforum
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Netgear
Historie: 2,1 % ➘ 0,7 %
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QNAP
Historie: 23,4 % ➘ 20,8 %
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Synology
Historie: 62,2 % ➘ 50,9 %
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TerraMaster
Historie: 1,3 % ➚ 1,8 %
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Toshiba
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Ubiquiti
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UGREEN
Historie: 19,6 %
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Western Digital
Historie: 2,6 % ➘ 1,6 %
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ZyXEL
Historie: 1,1 % ➘ 0,6 %
Und damit die Hersteller wissen, warum ihr gerade sie gewählt habt oder auch warum ihr ausgerechnet sie nicht gewählt habt, ist euer Feedback in den Kommentaren wie immer sehr gern gesehen: Denn ihr habt eine Stimme, die gehört wird!
Die Umfrage läuft 14 Tage und an ihr können nur bereits registrierte ComputerBase-Leser teilnehmen, da es sich um eine Auszeichnung der ComputerBase-Community handelt. In den darauffolgenden Tagen wird der Gewinner gekürt.
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Freier MP3-Codec: Großer Sprung auf LAME 4.0 bringt alte Versionsüberwachung

Wer angesichts des Sprungs von Version 3.101 auf 4.0 umfassende Neuerungen beim freien LAME-Codec erwartet, dürfte enttäuscht werden. Der neue Hauptversionszweig dient in erster Linie dazu, zur alten Versionsbezeichnung zurückzukehren. Inhaltlich konzentriert sich das Update vor allem auf die Behebung mehrerer Sicherheitslücken.
Seit fast 30 Jahren Standard für MP3-Kodierungen
1999 vollzog LAME („LAME Ain’t an MP3 Encoder“) den Sprung von Version 2.1f auf den anschließend über mehr als zwei Dekaden gepflegten Versionszweig 3.x, in dem der freie MP3-Codec kontinuierlich hinsichtlich seiner Qualität verbessert wurde. Mit LAME 4.0 hat die Open-Source-Gemeinschaft nun den nächsten Hauptversionszweig veröffentlicht.
Ausschlaggebend dafür ist vor allem die Rückkehr zur früheren Versionskennzeichnung: Das über lange Zeit in jeder kodierten MP3-Datei eingebettete LAME-Tag besitzt ein festes 9-Byte-Feld für die Versionszeichenfolge des Encoders. Seit Version 3.100 bot die dreistellige Nebenversion jedoch keinen Platz mehr für das abschließende Alpha-, Beta- oder Release-Kennzeichen, das seitdem stillschweigend entfiel. Mit Version 4.0 kehrt LAME zu den ursprünglichen Gepflogenheiten zurück.
Schwere Schwachstellen behoben
Zu den wichtigsten technischen Änderungen zählen die Schließung zweier Sicherheitslücken. Die schwerwiegendste betrifft dabei einen Stack-Buffer-Overflow in der Blade-kompatiblen Encoder-DLL (lame_enc.dll), bei der die übergebene Konfigurationsstruktur bislang ohne ausreichende Größenprüfung übernommen wurde. Künftig überprüft LAME die Größe der Struktur und verwendet sowohl für MSVC- als auch für GCC-/MinGW-Builds eine einheitliche Speicheranordnung. Darüber hinaus wurde eine Integer-Unterlauf-Schwachstelle im AIFF-Headerparser behoben, die zu einer Endlosschleife bei der Verarbeitung führen konnte.
Darüber hinaus wurde die Kompatibilität mit aktuellen Versionen von GCC und Clang verbessert. Neuere Compiler lehnten bislang bestimmte UTF-8-Funktionen für ID3-Tags aufgrund inkompatibler Zeigertypen ab, was nun nicht mehr auftreten soll. Gleiches gilt für einen Fehler, durch den bei Verwendung der Optionen --id3v2-utf8 und --tg fehlerhafte Genre-Informationen in MP3-Dateien gespeichert wurden. Zusätzlich exportiert die gemeinsam genutzte Bibliothek künftig die UTF-8-ID3-Funktionen id3tag_set_textinfo_utf8 und id3tag_set_comment_utf8, sodass diese auch externen Anwendungen zur Verfügung stehen.
Eine vollständige Übersicht aller Änderungen bieten die Release Notes.
Ab sofort verfügbar
LAME 4.0 steht ab sofort zunächst nur in Form des Quell-Codes auf der zugehörigen Projektseite auf Sourceforge zur Verfügung und muss für die eigene Verwendung zunächst kompiliert werden. Alternativ kann der freie MP3-Codec wie gewohnt bequem über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase bezogen werden.
Downloads
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4,9 Sterne
LAME ist ein freier und kostenloser MP3-Encoder mit sehr guter Audioqualität.
- Version 4.0
- Version 3.100.1
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