Künstliche Intelligenz
Neues KI-Tool von Anthropic: Nächster schwarzer Börsentag für Software-Branche
Die Vorstellung neuer KI-Werkzeuge für die Arbeit an Rechtsdokumenten durch Anthropic hat die Sorge um die Konkurrenzfähigkeit von Software- und Finanzunternehmen an der Börse erneuert und einen weiteren Ausverkauf ausgelöst. Für Adobe und Salesforce kam es mit einem Kursrutsch von jeweils etwa 7 Prozent nicht ganz so hart wie für Firmen, die Tools für die Arbeit an Rechtsdokumenten anbieten und teils weit über 10 Prozent im Minus landeten. Die Aktie von PayPal sackte um mehr als 20 Prozent ab. Die Geschäftszahlen des Zahlungsdienstleisters haben die Aktionäre enttäuscht, und auch die Vorstellung eines neuen CEO wurde nicht gut aufgenommen. Derweil ging es auch für den Bitcoin weiter nach unten: Die wichtigste Kryptowährung kostet aktuell rund 76.000 US-Dollar.
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Auslöser des Ausverkaufs war laut Beobachtern die Vorstellung neuer Funktionen für den KI-Agenten „Cowork“ von Anthropic. Der lässt schon seit Wochen die Kurse von Softwareunternehmen purzeln, weil sich an den Börsen die Überzeugung durchsetzt, dass damit der oft versprochene Produktivitätssprung durch KI Realität wird. Konkret hat Anthropic jetzt angekündigt, dass damit die Prüfung von Verträgen und Geheimhaltungsvereinbarungen sowie die Arbeitsabläufe für Compliance-Dokumente und rechtliche Vorlagen automatisiert werden könnten. In der Folge sackten zuerst Kurse von Firmen an, die dafür bislang die Werkzeuge lieferten, später weitete sich der Abverkauf auf die Software- und Finanzbranche aus.
Der Kursrutsch von insgesamt 285 Milliarden US-Dollar hat einmal mehr eine Branche getroffen, die an den Finanzmärkten schon enorm unter Druck steht. Der Kurs von Salesforce hat sich innerhalb eines Jahres halbiert, Adobe verzeichnet in dem Zeitraum ein Minus von 45 Prozent. Auch für Microsoft ging es am Dienstag noch einmal um drei Prozent nach unten, die Aktien des Software-Konzerns haben in fünf Tagen mehr als 13 Prozent verloren. Der Software-Konzern hat die Finanzmärkte vorige Woche mit dem Eingeständnis verschreckt, dass für den Aufbau der KI-Infrastruktur mehr Geld ausgegeben wird, als erwartet, während das damit verbundene Cloud-Wachstum hinter den Erwartungen liegt. Zudem hat vorige Woche die Vorstellung eines neuen KI-Werkzeugs von Google Aktien der Gaming-Branche abstürzen lassen.
(mho)
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Kostenlose Bildbearbeitung: Einstieg in Affinity V3
Das australische Softwareunternehmen Canva hat im Herbst 2025 die Grafiksuite Affinity kostenlos freigegeben, nachdem es die Software gut ein Jahr zuvor vom britischen Hersteller Serif übernommen hatte. Affinity V3 vereint professionelle Bildbearbeitung, Vektorgrafik und Schriftsatz in einem Programm. Die Einzelprogramme Affinity Photo, Affinity Designer und Affinity Publisher kosteten zuletzt jeweils 85 Euro. Nun sind diese als die Arbeitsbereiche „Pixel“, „Vektor“ und „Layout“ repräsentiert.
Einsteiger und Gelegenheitsanwender stehen an verschiedenen Stellen des Affinity-Workflows vor scheinbar unüberwindlichen Hürden. Die folgenden Beispiele zeigen, wie man Fotos entwickelt, selektiv bearbeitet und mit Effekten sowie Texttiteln versieht. Die Arbeitsbereiche Vektor und Layout bleiben weitgehend außen vor. In einem weiteren Artikel erklären wir, wie Sie mit Affinity Layout Fotobücher gestalten.
- Affinity V3 steht seit Herbst 2025 kostenlos zur Verfügung und bietet professionelle Bildbearbeitung ohne Abozwang.
- Das Programm gliedert sich in drei kostenlos nutzbare Arbeitsbereiche für „Pixel“, „Vektor“ und „Layout“ sowie einen für kostenpflichtige KI-Funktionen.
- Der Praxisleitfaden zeigt, wie Sie Fotos entwickeln, mit Ebenen und Masken bearbeiten sowie Einstellungen und Effekte nichtdestruktiv einsetzen.
Canva bindet Affinity V3 nach und nach in seine Web-App für Social-Media-Grafik ein. Das Programm funktioniert aber weiterhin lokal und eigenständig. Um Affinity (Download) herunterladen und nutzen zu können, muss man sich mit einem Canva-Konto anmelden, das man kostenlos auf canva.com erstellen kann. Außer auf Affinity kann man damit auch auf die kostenlosen Grundfunktionen der Mobil- und Web-App von Canva zugreifen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kostenlose Bildbearbeitung: Einstieg in Affinity V3“.
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Künstliche Intelligenz
Google-Kartellstreit: US-Regierung legt Berufung ein
Der Kartellstreit um Googles Suchmaschinenmonopol geht in die nächste Runde: Das US-Justizministerium kündigte an, das Schlussurteil des Gerichts anzufechten, das die Maßnahmen gegen Google definiert. Worauf der Rechtsbehelf genau abzielen wird, ist zwar noch unklar, doch der Schritt signalisiert, dass die US-Regierung die bisherigen Auflagen für unzureichend hält.
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Das Gericht hatte im August 2024 geurteilt, dass Google in der Tat ein illegales Suchmaschinenmonopol innehabe. Ein Jahr darauf entschied sich Richter Amit Mehta jedoch gegen härtere Maßnahmen wie den Zwangsverkauf von Chrome oder Android. Auch die zweistelligen Milliardenzahlungen an Apple, um als voreingestellte Suchmaschine auf neuen Geräten präsent zu sein, durften fortbestehen. Kritiker bezeichneten das Urteil nicht ausreichend und riefen nach strengeren Gesetzen.
Datenfreigabe statt Zerschlagung
Anstelle einer Aufspaltung entschied sich das Gericht für eine kontrollierte Marktöffnung: Google muss seine Suchdaten künftig für Rivalen zugänglich machen. Zudem untersagte das Urteil künftige Exklusivverträge für eigene Such- oder KI-Werkzeuge, mit denen der Konzern bisher versucht hatte, konkurrierende Angebote vom Markt fernzuhalten. Das abschließende Urteil wurde im Dezember erlassen.
Im Januar legte Google Berufung ein und bat den Richter, die Anordnung zur Datenfreigabe an Wettbewerber auszusetzen, während das Berufungsverfahren läuft. Auf diese Berufung folgt nun eine eigene Berufung der Kläger, die sich gegen die vom Gericht erlassenen Maßnahmen richtet. Damit geht der Rechtsstreit in die nächste Instanz, wobei jetzt sämtliche Aspekte des Urteils, von der Monopol-Feststellung bis zu den Abhilfemaßnahmen, auf dem Prüfstand stehen. Sollte keine der Parteien das Urteil der nächsten Instanz akzeptieren, könnte der Fall letztlich vor dem Obersten Gerichtshof landen.
Das Kartellrechtsverfahren geht noch auf die erste Trump-Administration zurück und dauert bereits mehr als fünf Jahre an. Das Verfahren gilt als wegweisend für die künftige Regulierung der gesamten Techbranche. Es könnte weitreichende Folgen dafür haben, wie digitale Märkte weltweit funktionieren.
(tobe)
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iX-Workshop: Backstage für Admins – IDP im Unternehmen aufbauen und betreiben
Mit einer Internal Developer Platform (IDP) wie Backstage können Unternehmen ihren Softwareentwicklern eine zentrale Entwicklungs-, Test- und Produktionsumgebung bereitstellen.
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Im iX-Workshop Backstage für Admins: Internal Developer Platform aufbauen, konfigurieren und betreiben lernen Sie die konkreten Einsatzmöglichkeiten von IDPs kennen und erfahren, wie Sie Backstage effektiv einrichten, konfigurieren und verwalten.
Backstage in die bestehende Infrastruktur integrieren
Zunächst lernen Sie die Voraussetzungen kennen, die für einen reibungslosen Betrieb in Ihrer bestehenden IT-Infrastruktur erfüllt sein müssen. Darauf aufbauend trainieren Sie praxisnah, wie Sie eine Entwicklungsumgebung in Backstage einrichten und Container-Images verwalten. Dabei nehmen Sie auch Kubernetes in den Blick und erfahren, wie Sie beide Anwendungen miteinander verknüpfen. Abschließend üben Sie das Anlegen von Datenbanken in Backstage, das Einrichten von Authentifizierungen sowie die Anpassung der IDP mithilfe von Plug-ins an die individuellen Anforderungen Ihres Unternehmens.
Zudem lernen Sie den Umgang mit dem Software-Katalog kennen und erfahren, wie Sie Metadaten nachverfolgen. Sie üben, Software-Vorlagen zu importieren und eigene Vorlagen zu erstellen, um individuelle Komponenten für Backstage aufzubauen. Darüber hinaus erhalten Sie einen umfassenden Einblick in TechDocs, mit denen Sie eigenständig Code-Dokumentationen erstellen, anbinden und veröffentlichen können.
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März 23.03. – 24.03.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 23. Feb. 2026 |
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Oktober 12.10. – 13.10.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 14. Sep. 2026 |
Besonders geeignet ist dieser Workshop für Administratoren und DevOps-Engineers, die mit Backstage eine IDP in ihrem Unternehmen aufbauen, einsetzen und verwalten wollen. Ebenfalls richtet er sich an Entwickler, die die Architektur und den Funktionsumfang von Backstage verstehen und umfassend nutzen möchten.
Referent des zweitägigen Workshops ist Dr. Guido Söldner, Geschäftsführer und Principal Consultant bei Söldner Consult. Sein Fokus liegt auf den Bereichen DevOps, Automatisierung und Cloud-Infrastruktur. Neben der Automatisierung von VMware und der AWS Cloud ist er auf die Google Cloud sowie Microsoft Azure spezialisiert.
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Um einen intensiven Austausch und ausreichend Zeit für Diskussion und Fragen zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl auf 16 Personen begrenzt.

(ilk)
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