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+++ Neura Robotics +++ Generation Tech Partners +++ Gaius Capital +++ Emmi AI +++ Freshflow +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Neura Robotics – Deutschlands neues Super-Unicorn +++ Roll-up-VC Generation Tech Partners geht an den Start +++ Geld für die Unternehmensnachfolge: Gaius Capital +++ Emmi AI-Exit: Bewertung lag wohl bei 330 Millionen +++ StartupsToWatch: Freshflow +++

+++ Neura Robotics +++ Generation Tech Partners +++ Gaius Capital +++ Emmi AI +++  Freshflow +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Donnerstag, 11. Juni).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries

+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

#STARTUPTICKER

Neura Robotics
+++ Deutschlands neues Super-Unicorn! Das Metzinger Robotik-Unternehmen Neura Robotics steigt in die Champions League der europäischen Tech-Szene auf. US-Konzerne wie Amazon, NVIDIA, Qualcomm und Tether sowie weitere Investoren aus Europa stellen dem Unternehmen bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Im Zuge der Rekordrunde steigt die Bewertung von Neura Robotics wohl auf rund 7 Milliarden US-Dollar. Das 2019 von David Reger gegründete Unternehmen entwickelt kognitive Roboter, die mithilfe von KI sehen, hören und lernen können. Mit dem frischen Kapital möchte das Team die Produktion massiv ausbauen und bis 2030 mehrere Millionen Roboter fertigen. Eine Finanzierungsrunde dieser Größenordnung hat bislang noch kein deutsches Startup gestemmt. Neura Robotics verschafft sich damit im globalen Wettbewerb mit Robotik-Schwergewichten wie Tesla, Boston Dynamics und Unitree eine deutlich bessere Ausgangsposition. Bemerkenswert in Sachen Neura Robotics: Mit PRIMEPULSE, Vsquared Ventures und HV Capital halten drei deutsche Venture-Capital-Geber derzeit gemeinsam noch immer mehr als 30 % am neuen Unicorn. Bei Einhörnern dieser Größenordnung ist das längst keine Selbstverständlichkeit. Mehr über Neura Robotics

Generation Tech Partners
+++ Roll-ups bleiben en vogue! Mit Generation Tech Partners starten Sebastian Herfurth (Friendsurance), Daniel Szabo (Körber Digital) und Elias Bitzer (Afinum, Liqid) eine neue Beteiligungsgesellschaft, die auf die Konsolidierung mittelständischer Unternehmen setzt. Die Gründer vereinen dabei Startup-, KI- und Private-Equity-Erfahrung. Für die geplanten Übernahmen im Mittelstand kann das Team auf mehr als 50 Millionen Euro zurückgreifen. Im Fokus stehen inhabergeführte B2B-Dienstleister mit einem EBITDA zwischen 500.000 und 5 Millionen Euro. Nach der Übernahme sollen die Firmen durch KI-gestützte Prozesse und digitale Führungskonzepte weiterentwickelt werden. Der Trend zu Roll-ups und Nachfolgelösungen zieht derzeit immer mehr Gründerinnen und Gründer sowie Investoren an. Namen wie Arsipa, Entro und Aretea Group sowie Investoren wie Aven Capital Partners, Gaius Capital (siehe unten) und Tenet zeigen, dass sich rund um das Thema gerade ein eigenes Ökosystem formiert. Wer sich fragt, warum plötzlich so viele Gründerinnen und Gründer sowie Investoren auf Roll-ups setzen, sollte einen Blick auf unseren Artikel „Roll-ups – die neue Goldgrube der Startup-Szene“ werfen. Mehr über Roll-ups

Gaius Capital
+++ Geld für die Unternehmensnachfolge! Der junge Berliner Investor Gaius Capital verkündet das First Closing seines ersten Fonds (Gaius Nachfolgekapital I). Im Topf sind zunächst 40 Millionen Euro. Zudem verkündet das Team das Final Closing von Gaius Unternehmerkapital I. Die Beteiligungsgesellschaft, 2025 von Jan Mickel, Joscha Radeck und Lukas Klipper gegründet, tritt an, um mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Regelung ihrer Nachfolge zu unterstützen. „Gaius Capital strebt Mehrheitsbeteiligungen an gut aufgestellten mittelständischen Unternehmen an“, teilt das Team mit. Im Fokus stehen dabei insbesondere Versicherungs- und Finanzanlagevermittler, Prüf- und Zertifizierungsdienstleister, Umweltlabore sowie Unternehmen aus dem Bereich Aufzugswartung. Bis Ende 2026 möchte Gaius drei Unternehmensgruppen aufbauen, die durch Nachfolgelösungen und Zukäufe wachsen sollen. Die erste Plattform im Bereich Versicherungsmakler wurde bereits Ende 2025 gestartet. Der Fokus von Gaius kommt nicht von ungefähr: Tausende mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer stehen in den kommenden Jahren vor der Frage, wer ihr Lebenswerk fortführen soll. Der Generationenwechsel im Mittelstand könnte sich damit zu einem der spannendsten Investmentthemen des Landes entwickeln. Mehr über Gaius Capital

Emmi AI
+++ Bewertung enthüllt! Ende Mai übernahm der französische KI-Gigant Mistral AI das österreichische Startup Emmi AI. Nun gibt es erstmals konkrete Zahlen zum Deal. Wie Sifted unter Berufung auf interne Dokumente berichtet, bewertete Mistral das Linzer Unternehmen im Rahmen der Übernahme mit bis zu 330 Millionen Euro. Demnach handelt es sich um einen kombinierten Cash-und-Aktien-Deal. Bereits unmittelbar nach der Übernahme war in der Szene spekuliert worden, dass der Exit zu den größten der österreichischen Startup-Geschichte zählen könnte. Die nun bekannt gewordene Bewertung untermauert diese Einschätzung. Emmi AI wurde erst 2024 von Knip-Gründer Dennis Just, Johannes Brandstetter und Miks Mikelsons gegründet. Sollte sich die jetzt bekannt gewordene Bewertung bestätigen, dürfte der Deal zu den größten Exits der österreichischen Startup-Geschichte zählen – und zugleich zu den schnellsten KI-Exits Europas. (Sifted) Mehr über Emmi AI

Freshflow
+++ StartupsToWatch! Das Berliner Startup Freshflow, 2021 von Carmine Paolino und Avik Mukhija gegründet, hat sich vorgenommen, die weltweite Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Das Unternehmen setzt dabei auf Machine Learning, um die Nachbestellung frischer Lebensmittel im Handel zu automatisieren und vorausschauend zu optimieren. Für seine Software-Lösung konnte die Jungfirma bereits zahlreiche Investoren begeistern. Zuletzt sammelte das Team 10 Millionen US-Dollar von Reimann Investors, IBB Ventures sowie den Altinvestoren Capnamic, caesar Ventures, World Fund, Venture Stars und Catatumbo Capital ein. Insgesamt flossen damit bereits rund 18 Millionen Euro in das Unternehmen. Freshflow gehört damit zu den ClimateTech-Startups, die alle auf dem Schirm haben sollten. Mehr über Freshflow

Offline
+++ Auch 2026 sind leider schon wieder einige millionenschwere Startups gescheitert. Allen voran das Berliner MedTech-Startup Caresyntax, das millionenschwere Berliner Musikunternehmen Native Instruments und der Consumer-Good-Incubator Vivere. Mehr in unserer Offline-Übersicht

Startup-Radar
+++ Neue Gründerinnen und Gründer machen sich auf den Weg! Wir präsentieren heute folgende Auswahl frischer Startups, die man kennen sollte: BeatSquares, Execurater, Leadary, Rethinking Job und Lumina. Mehr im Startup-Radar

#JOBS

CHECK24
+++ Unser Job des Tages! CHECK24 sucht einen Junior Java Backend Entwickler (m/w/d) InsurTech. Als Java Entwickler (m/w/d) InsurTech bei CHECK24 gestaltest Du aktiv die Weiterentwicklung unserer digitalen Versicherungsprodukte. Bei uns entwickelst Du innovative Anwendungen, die den InsurTech-Bereich von CHECK24 auf das nächste Level heben.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen. Hier entlang zu unserer Jobbörse!

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Robotik-Überflieger Neura Robotics erhält 1,4 Milliarden (Bewertung: 7 Milliarden) +++ Infomedia aus Australien übernimmt Münchner Startup veact +++ Berliner BioTech MoleQlar kauft Wiener Startup Tomorrowlabs. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker



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Es gibt bereits genug Kleidung auf der Welt


#Interview

„Sally ist eine App, die deiner Kleidung ein zweites Leben schenkt“, sagt Gründer Paolo Coda. „Langfristig sehen wir das größte Potenzial im B2B-Bereich: Marken können Sally als SaaS-Lösung nutzen, um ihren Kund:innen After-Sales-Services anzubieten“, führt der Kölner weiter aus.

„Es gibt bereits genug Kleidung auf der Welt“

Das Kölner Startup Sacred Valley Tech, von Paolo Coda, Luca Urlacher und Santhoshkumar Sundararaj gegründet, möchte mit Sally eine Circular-Fashion-Plattform etablieren. „Sally ermöglicht es Nutzern, Kleidungsstücke per KI analysieren zu lassen und passende Tauschpartner zu finden“, erklärt Gründer Paolo Coda die Idee hinter Sally.

„Das langfristige Ziel ist eine All-in-One-Plattform für zirkuläre Mode – Tausch, Weiterverkauf, Reparatur, Recycling, Upcycling, Spende. Für Modemarken ermöglichen wir über Digital Product Passports erstmals, After-Sale-Services direkt zu monetarisieren“, führt der Jungunternehmer weiter aus.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt er Sally einmal ganz genau vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Sally erklären?
Sally ist eine App, die deiner Kleidung ein zweites Leben schenkt. Egal ob du ein Stück loswerden möchtest oder behalten willst, ob es noch wie neu ist oder einen Knopf verloren hat – Sally zeigt dir den besten Weg, damit es nicht im Schrank verstaubt oder im Müll landet. Tauschen, verkaufen, reparieren, spenden, recyceln: alles an einem Ort, in ein paar Klicks.

Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Der Einstieg läuft über unsere Swap-Funktion: Wer regelmäßig tauschen möchte, zahlt eine Jahresmitgliedschaft von 29,90 Euro – mit einem Monat kostenlos zum Ausprobieren. In einem zweiten Schritt werden wir auch die anderen Features wie Verkauf, Reparatur und Recycling monetarisieren. Langfristig sehen wir das größte Potenzial im B2B-Bereich: Marken können Sally als SaaS-Lösung nutzen, um ihren Kund:innen After-Sales-Services anzubieten – und so selbst an der Kreislaufwirtschaft zu verdienen.

Wie ist die Idee zu Sally entstanden?
Ich komme aus Peru, habe Modedesign studiert und danach in Textilfabriken in Italien gearbeitet – für Häuser, deren Namen jeder kennt. Was ich dort gesehen habe, hat mich nicht mehr losgelassen: Berge von Überproduktion, Müll in industriellem Maßstab. Die Erkenntnis war brutal einfach: Es gibt bereits genug Kleidung auf der Welt. Das Problem ist nicht Produktion – es ist Zirkulation. Als wir dann feststellten, dass 99,9 % der Menschen, mit denen wir sprachen, dasselbe Problem hatten – Kleidung zu Hause, die niemand mehr trägt, ohne klaren Weg nach vorne – wussten wir: Das ist unser Markt.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?
Ehrlich gesagt: Fundraising vor dem Launch. Fast alle Investor:innen wollten erst Traktion sehen – also echte Nutzer:innen und Transaktionen – bevor sie einsteigen. Das ist ein klassisches Henne-Ei-Problem für Pre-Launch-Startups: Um zu wachsen, braucht man Kapital. Aber um Kapital zu bekommen, muss man schon gewachsen sein. Wir haben uns deshalb entschieden, die ersten Schritte aus eigener Kraft zu gehen und mit echten Beta-Nutzer:innen Beweise zu schaffen, die für sich sprechen.

Wo steht Sally in einem Jahr?
Wir starten jetzt offiziell durch – und in einem Jahr soll Sally fest in Deutschland etabliert sein: mit einer wachsenden Community, aktiven Tausch- und Verkaufsaktivitäten auf der Plattform und ersten Markenpartnerschaften, die zeigen, dass Kreislaufwirtschaft auch für Unternehmen ein echtes Geschäftsmodell sein kann. Und ja: Wir planen, in diesem Zeitraum auch eine Finanzierungsrunde abzuschließen, um das Wachstum zu beschleunigen.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

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Foto (oben): Sacred Valley Tech





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Fußballer-Weltmeister, die in Startups investieren


#VentureCapital

Immer mehr Fußball-Weltmeister von 2014 investieren in Startups. Während Mario Götze zu den aktivsten Startup-Investoren unter Deutschlands Ex-Profis zählt, setzen andere wie Lukas Podolski oder Julian Draxler eher auf den Aufbau eigener Unternehmen.

Fußballer-Weltmeister, die in Startups investieren

Als Mario Götze am 13. Juli 2014 im WM-Finale gegen Argentinien das entscheidende Tor schoss, schrieb er Fußballgeschichte. Zwölf Jahre später sorgen er und einige seiner damaligen Teamkollegen erneut für Schlagzeilen – diesmal jedoch nicht auf dem Rasen, sondern in der Startup-Szene.

Immer mehr Weltmeister von 2014 investieren in junge Unternehmen oder treten selbst als Unternehmer in Erscheinung. Einige beteiligen sich gelegentlich an ausgewählten Startups, andere haben sich über die Jahre beachtliche Beteiligungsportfolios aufgebaut.

Ein Blick auf einige Helden von Rio, die heute auf junge Wachstumsunternehmen setzen.

Fußballer-Weltmeister, die in Startups investieren

Mario Götze
Unter den ehemaligen und aktiven Fußballspielern, die in Startups investieren, sticht Fußball-Weltmeister Mario Götze (Borussia Dortmund, FC Bayern München, PSV Eindhoven, Eintracht Frankfurt) eindeutig heraus. In den vergangenen Jahren investierte der Mittelfeldspieler bereits in über 70 Startups und mehr als 20 VCs. Zu den jüngsten Investments des Promi-Investors gehören unter anderem revel8, Performula und Daisytuner. revel8 aus Berlin entwickelt eine „KI-native Plattform für Cybersecurity Awareness“. Das Kölner HealthTech Performula setzt auf „hyper-personalisierte Nahrungsergänzung für leistungsorientierte Menschen“. Daisytuner aus Darmstadt möchte Programmierteams beim Tuning ihres Codes helfen. Zudem ist Götze an bekannten Unternehmen wie Lanch, Xaver, Sanity Group (Exit an Organigram), PowerUs, Comstruct, Metergrid, Qualifyze, Root, Codesphere und Parloa beteiligt. Auch wenn der Super Angel in der Regel nur kleine Anteile an den jeweiligen Unternehmen hält (meist nicht mehr als 0,5 %), muss sich der Fußballspieler mit dieser millionenschweren Sammlung nicht verstecken. Mehr über Mario Götze

Toni Kroos
Fußball-Weltmeister Toni Kroos, der 2024 seine Karriere beendete, investierte zuletzt in das Kölner Amateurfußball-Startup Prematch. Mit der Toni Kroos Academy setzt sich die Real-Madrid-Legende bereits seit Jahren für den Jugendfußball ein. Kroos investierte zuvor auch in das inzwischen gescheiterte Health-Startup Rebirth Active, das BioTech HMNC Brain Health, den Shop-Aggregator Razor Group und das gescheiterte Mobility-Startup Duke. Zudem ist der ehemalige Fußballer an der Kleinfeldliga The Icon League beteiligt. Zu guter Letzt stattet Kroos auch die beiden Investoren seed + speed ventures und Alstin Capital, die zum Imperium des TV-Löwen Carsten Maschmeyer gehören, mit Kapital aus. Mehr über Toni Kroos

Mats Hummels
In den vergangenen Jahren entdeckte auch Mats Hummels die Startup-Szene für sich. Zuletzt beteiligte sich der ehemalige Innenverteidiger von Bayern München und Borussia Dortmund am Sport-Startup PadelCity. Das Münchner Unternehmen, das 2022 von den früheren ProSiebenSat.1-Managern Marcus Englert und Sebastian Weil sowie Jonathan Sierck und Fußballtrainer Hansi Flick gegründet wurde, konnte bislang rund 15 Millionen Euro einsammeln. Zudem hält Hummels Anteile am Unternehmen By Nahni. Das Startup aus Hopferau setzt auf „alltagstaugliche, wirkungsvolle Ernährung“. Und auch bei Herbstmeister Wein ist der sportliche Investor an Bord. Das Unternehmen, an dem auch die Fußballer Christoph Kramer und Robin Gosens beteiligt sind, setzt auf Qualitätswein aus dem Zellertal. In der Vergangenheit investierte Hummels zudem in das Kölner SportsTech Street Pro, das inzwischen liquidiert wurde. Zu guter Letzt ist der ehemalige Fußballspieler auch an PlayersTech beteiligt. Das Unternehmen versteht sich als Plattform für strategische Startup-Investitionen im Sportbereich. Zu den Investments von PlayersTech gehört unter anderem Your Last Bottle, eine Unternehmen, das auf Trinkflaschen setzt. Mehr über Mats Hummels

André Schürrle
Fußball-Weltmeister André Schürrle investierte in den vergangenen Jahren in aufstrebende Startups wie das Berliner E-Bike-Startup Dance (Exit an Swapfiets), das Berliner Cannabis-Unternehmen Sanity Group (Exit an Organigram), das Berliner Food-Startup Lanch, das Berliner FinTech Bling und das französische Fantasy-Manager-Spiel Sorare. Gemeinsam mit David Rost, Gründer des Agenturnetzwerks MYTY, gründete der ehemalige Fußballspieler zudem das Unternehmen DRYLL. Das Berliner Startup setzt auf sogenannte Performance-Drinks. Darüber hinaus ist Schürrle auch bei den Venture-Capital-Investoren Planet A Ventures, Visionaries Club und Whitewater Ventures an Bord. Mehr über André Schürrle

Manuel Neuer
Rekord-Nationaltorhüter Manuel Neuer engagiert sich seit Jahren in der Startup-Szene. Anders als Super Angel Mario Götze setzt der Weltmeister-Torhüter dabei auf ein überschaubares Portfolio mit Schwerpunkten in den Bereichen Gesundheit, Lifestyle und Consumer Products. Zu seinen bekanntesten Investments zählt Vaha. Das Berliner Unternehmen entwickelte einen smarten Fitness-Spiegel und sammelte bis Ende 2020 rund 26 Millionen Euro Risikokapital ein – unter anderem von HV Capital, Global Founders Capital und Porsche Ventures. 2022 übernahm das britische HealthTech-Unternehmen bioniq das Startup. Darüber hinaus beteiligte sich Neuer an Unternehmen wie Alrighty, Health Yeah, Polly, purewave, Rad Race und VoteBase. Zuletzt wurde der langjährige FC Bayern-Torhüter zudem zum Markengesicht des Münchner Oral-Care-Unternehmens happybrush. Mehr über Manuel Neuer

Thomas Müller
Fußball-Weltmeister und Bayern-Legende Thomas Müller mischt ebenfalls im Startup-Umfeld mit. Zuletzt investierte er in poptop. Das Startup aus Traiskirchen, das von den woom-Gründern Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka gegründet wurde, entwickelt höhenverstellbare Kinderschreibtische. Zudem ist der dreizehnfache Deutsche Meister beim FoodTech-Unternehmen Organic Garden, das unter anderem auf Schulverpflegung setzt, sowie beim Food-Unternehmen Greenforce an Bord, das auf pflanzliche Produkte setzt. Mehr über Thomas Müller

Philipp Lahm
Ex-Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm investiert seit Jahren in Unternehmen. Im Vergleich zu seinen Weltmeister-Kollegen tritt der ehemalige Nationalmannschaftskapitän jedoch nur selten als Startup-Investor in Erscheinung. Bekannt wurde insbesondere sein Engagement beim Traditionsunternehmen Schneekoppe, das auf gesunde Ernährung und bewusste Lebensführung setzt. Insgesamt verfolgt Lahm als Investor einen deutlich zurückhaltenderen Ansatz als Mario Götze und Co. Mehr über Philipp Lahm

Lukas Podolski
Fußball-Weltmeister Lukas Podolski ist weniger als Startup-Investor bekannt, dafür umso mehr als Unternehmer. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Metin Dag baute er die Dönerkette Mangal x LP10 auf, die inzwischen auf mehr als 50 Standorte in Europa gewachsen ist. Darüber hinaus ist Podolski unter anderem mit seiner Eismarke Ice Cream United, dem Streetwear-Label Strassenkicker und der Freizeitanlage Strassenkicker Base unternehmerisch aktiv. Mehr über Lukas Podolski

Julian Draxler
Auch Fußball-Weltmeister Julian Draxler ist unternehmerisch aktiv. Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Mustafa Mostafa gründete der ehemalige Nationalspieler 2021 das Haarpflege-Unternehmen Haarwald. Nach mehreren Jahren Entwicklung und Produkttests mit Fußballstars wie Lionel Messi und Neymar brachte das Unternehmen seine Produkte auf den Markt. Anders als Mario Götze oder André Schürrle tritt Draxler bislang weniger als klassischer Startup-Investor in Erscheinung. Stattdessen setzt der ehemalige Nationalspieler auf den Aufbau eigener Marken. Mehr über Julian Draxler

Ob Startup-Investor, Unternehmer oder Venture-Capital-Anleger: Viele Weltmeister von 2014 nutzen ihr Kapital, ihre Bekanntheit und ihre Netzwerke inzwischen weit über den Fußball hinaus. Besonders Mario Götze und André Schürrle gehören mittlerweile zu den sichtbarsten Startup-Investoren im deutschen Fußball.

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Foto (oben): Shutterstock



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„Ich sterbe so oder so“: Arbeiten bis zum Umfallen? Dieser Gründer sagt Ja


Der KI-Unternehmer Nico Laqua schläft oft im Büro, arbeitet sieben Tage die Woche und kommt mit nur drei Stunden Schlaf aus.

„Ich sterbe so oder so“: Arbeiten bis zum Umfallen? Dieser Gründer sagt Ja

Arbeiten bis an die Grenze der Belastbarkeit? Für Nico Laqua ist das kein Problem. (Symbolfoto)
Westend61 / GettyImages

Nico Laqua würde nach eigenen Worten lieber Jahre seines Lebens opfern, als sein Startup scheitern zu sehen.

Der US-Unternehmer gründete 2024 das KI-Versicherungs-Startup Corgi mit. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Im Mai wurde das Unternehmen zum Einhorn und erreichte in einer Series-B-Finanzierungsrunde eine Bewertung von 1,3 Milliarden Dollar. Nur drei Wochen später verdoppelte sich diese in einer weiteren Finanzierungsrunde sogar auf 2,6 Milliarden Dollar.

Um sein Startup voranzubringen, lebt Laqua nach einem extremen Arbeitsrhythmus: Er arbeitet sieben Tage die Woche, schläft oft im Büro und kommt nach eigenen Angaben mit rund drei Stunden Schlaf pro Nacht aus.

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In einer Folge des „20VC“-Podcasts fragte Moderator Harry Stebbings Laqua: „Hättest du lieber, dass Corgi ein Billionen-Dollar-Unternehmen wäre, du aber mit 50 stirbst, oder dass es scheitert und du bis 80 lebst?“

„Die Antwort darauf ist ziemlich einfach“, sagte Laqua. „Ich sterbe so oder so.“

Mit seiner Haltung steht Laqua nicht allein da. In der Tech-Branche feiern viele Gründer den sogenannten „Grindset“ – eine Kultur, die maximale Leistung und Arbeit bis an die Belastungsgrenze verherrlicht. Beliebt ist etwa der „996“-Rhythmus: von 9 bis 21 Uhr arbeiten, sechs Tage die Woche. Manche verzichten dafür sogar auf Alkohol oder Sex.

Aber Laqua treibt es auf die Spitze. Hier ist, was er Stebbings im Podcast erzählte:

Das Büro als Schlafzimmer

Laqua sagte, er habe eine Matratze auf dem Boden des Corgi-Büros. Seine Mitarbeiter nennen es „Nicos Zimmer“.

„Ich verbringe nicht mehr jede einzelne Nacht dort“, sagte er. „Früher habe ich im Equinox eine Straße weiter geduscht, aber die schließen sehr früh, freitags schon um 20 Uhr. Das war also unangenehm.“

Als wir im September junge Gründer besuchten, zeigten mehrere ganz selbstverständlich auf Sofas oder Luftmatratzen in ihren Büros, für manche gehört das längst zum Startup-Alltag.

Doch die enge Vermischung von Arbeit und Privatleben hat ihre Schattenseiten. Was für manche funktioniert, kann auf Dauer auch zu Erschöpfung oder Burnout führen.

Laqua sagte außerdem, dass er nicht viel schläft. Er erklärte, dass er pro Nacht nur drei bis vier Stunden Schlaf bekommt. „Ich würde meine Lebensspanne lieber in Siegen als in Jahren messen“, sagte er.

Wochenende? Eher nicht

Manche Führungskräfte wollen eine Vier-Tage-Woche. Laqua strebt eine Sieben-Tage-Woche an. „Was auch immer du in fünf Tagen schaffst, ich verspreche dir, dass du in sechs und sieben Tagen noch mehr schaffen wirst“, sagte Laqua. „Du solltest alles geben.“

Laqua sagte, dass wachstumsstarke Startups in San Francisco an den Wochenenden voll besetzt sind. „Ich glaube nicht, dass das ein Zufall ist.“ Das bedeutet nicht, dass Corgi-Mitarbeiter keinen Ruhetag nehmen können. Laqua sagte, dass seine Mitarbeiter „ab und zu“ einen Tag frei nehmen – aber dass sie kein festes Wochenendprogramm haben. „Wenn deine freien Tage zufällig jede Woche Samstag und Sonntag sind, dann hast du bei Corgi keinen Platz“, sagte er.

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Karri Saarinen, Mitbegründer von Linear, schrieb auf X, dass Laquas Denkweise die vieler junger Gründer widerspiegele, „für die das Startup zu ihrer Identität wird“.

„Es fällt ihnen schwer, etwas anderes zu tun, und sie können nicht verstehen, dass deine Arbeit nicht die Person ist, die du bist“, schrieb Saarinen. „Aber Aktivitäten außerhalb der Arbeit können dich auch als Person wachsen lassen und dazu führen, dass du bessere Arbeit leistest.“ Laqua antwortete: „Wenn man von einem Problem besessen ist, arbeitet man hart.“

 





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