Künstliche Intelligenz
Nur für neue ARM-CPUs: Windows 11 26H1 lässt AMD und Intel außen vor
Stellen Sie sich vor, es gibt eine neue Windows-11-Version, doch niemand kann sie bislang nutzen. Genau das ist just passiert: Microsoft hat am gestrigen 10. Februar Windows 11 in der frischen Variante 26H1 veröffentlicht. Doch die neue Version steht nicht der breiten Allgemeinheit zur Verfügung, sondern ist nur für Komplettsysteme mit neuen ARM-Prozessoren gedacht. Konkret nennt Microsoft derzeit einzig Qualcomms Snapdragon X2 als unterstützte Prozessorfamilie.
Details zu diesem Prozessor hat Qualcomm häppchenweise seit September 2025 veröffentlicht. Erste damit bestückte Notebooks wurden Anfang Januar 2026 auf der IT-Messe CES für März oder April angekündigt. Microsofts nun vermeldete Fertigstellung von Windows 11 26H1 bedeutet, dass die Notebookhersteller mit der Massenproduktion der Geräte starten können – denn dazu gehört ja auch eine Windows-Vorinstallation.
Keine Wiederholung vom doppelten 24H2
Uns wurde bereits auf der CES aus Herstellerkreisen bestätigt, dass Notebooks mit Snapdragon X2 (den es in Elite- und Plus-Varianten gibt) hardwareseitig fertig entwickelt sind, aber auf Windows 11 26H1 warten müssen. Bislang war unsere Vermutung, dass Microsoft den neuen Qualcomm-Systemen wieder einen zeitlichen Vorsprung gönnt: Im Frühsommer 2024 startete Windows 11 24H2 als Build 26000 exklusiv auf Notebooks mit der ersten Generation des Snapdragon X, weil zunächst nur diese eine NPU hatten, die stark genug für die neuen KI-Funktionen war, die Microsoft als Copilot+ vermarktet.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Nur für neue ARM-CPUs: Windows 11 26H1 lässt AMD und Intel außen vor“.
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Künstliche Intelligenz
Sony stellt Verkauf von Blu-ray-Recordern endgültig ein
Sony zieht einen Schlussstrich und stellt den Verkauf seiner Blu-ray-Disc-Recorder ein. Die Auslieferung aller bislang noch produzierten Modelle wird bereits diesen Monat beendet. Neue BD-Recorder gibt es schon seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Zuletzt kam mit dem BDZ-ZW1900 ein neues Modell 2024 auf den Markt. Auch möglichen Spekulationen um eventuelle Nachfolger erteilt Sony eine klare Absage.
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„Es wird keine Nachfolgemodelle geben“, schreibt Sony in einer Mitteilung auf seiner japanischen Website. Neben dem BDZ-ZW1900 hatte der Konzern bislang noch die BD-Recorder BDZ-FBT4200/FBT2200/FBW2200 aus dem Jahr 2023 produziert und verkauft. Das hat jetzt ein Ende gefunden, denn Sony erklärt wörtlich: „Ab Februar 2026 stellen wir die Auslieferung aller Blu-ray-Disc-Recorder ein“.
Abschied von BD-Recordern keine Überraschung
Dieser Schritt dürfte Marktbeobachter nicht überraschen, denn schon vor rund einem Jahr hatte Sony das Aus für BD-R, MiniDiscs und MiniDV verkündet. Beschreibbare Blu-ray-Medien von Sony selbst gibt es also bereits seit einer ganzen Weile nicht mehr. Da war das Ende der entsprechenden Blu-ray-Disc beschreibenden Geräte eigentlich abzusehen. Allerdings bietet Sony weiterhin Blu-ray-Player an. Ein Konkurrent hatte sich hier schon zurückgezogen, denn Ende 2024 hat LG seine Player für UHD-Blu-ray eingestellt.
Grundsätzlich passt dies auch zur derzeitigen Unternehmensstrategie Sonys, nämlich dem Verzicht auf die Produktion von Hardware. Erst im Januar wurde bekannt, dass Sonys TVs künftig unter chinesischer Flagge entstehen. Der japanische Konzern veräußert sein TV-Geschäft und plant dafür ein Joint-Venture mit dem chinesischen Unternehmen TCL. Künftig soll TCL TVs und Home-Entertainment-Geräte herstellen, aber unter den bekannten Markennamen Sony und Bravia vertreiben.
Verkäufe von BD-Recordern eingebrochen
Einen Grund für die Abkehr von BD-Recordern nennt Sony zwar nicht, aber das Geschäft mit diesen Geräten ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Das dürfte auf die zunehmende Verbreitung der Streaming-Dienste wie Netflix zurückzuführen sein. 2011 hatte Sony allein in Japan 6,39 Millionen BD-Recorder verkauft, aber 2025 waren es nur noch 620.000 Einheiten, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyōdō Tsūshinsha.
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Demnach verlagert das japanische Unternehmen seinen Schwerpunkt auf Geschäfte der Unterhaltungsindustrie wie Anime und Filme. Das soll die Expansionsstrategie beschleunigen, denn in diesen Bereichen verspricht sich Sony offenbar mehr Wachstum als beim Geschäft mit elektronischen Geräten.
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(fds)
Künstliche Intelligenz
Warum der ehemalige GitHub-Chef eine Entwicklerplattform für KI-Agenten aufbaut
Thomas Dohmke beobachtet, wie sich die Zeit, in der Menschen ausschließlich mit Menschen zusammenarbeiteten, allmählich dem Ende zuneigt. Er leitete knapp vier Jahre lang die Microsoft-Tochter GitHub als CEO. Nach seinem Ausstieg im September 2025 verfolgt er jetzt neue, ambitionierte Pläne. Wie das Handelsblatt berichtet, will Dohmke mit seinem Startup Entire eine neue globale Plattform aufbauen, auf der Entwickler mit KI-Agenten Hand in Hand arbeiten können. Auch Investoren zeigen sich von der Idee überzeugt.
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Eine neue Entwicklungsplattform für die KI-Ära
Github wurde 2008 als Plattform für Softwareentwickler gegründet und gehört seit 2018 zum Microsoft-Konzern. Entwickler nutzen sie unter anderem für Open-Source-Projekte und die kollaborative Arbeit am Code. Dohmke betont, dass er seine Position als CEO im Guten verlassen habe.
Dass Microsoft über seinen Investmentarm M12 in Entire investiert, wertet er als Zeichen der weiterhin guten Beziehung zu seinem früheren Arbeitgeber. Die bei GitHub gesammelten Erfahrungen möchte Dohmke jetzt bei Entire einbringen – und weiterentwickeln. „Wir leben in einem Agenten-Boom“, erklärt er dem Handelsblatt. „Agenten können massive Mengen an Code generieren, die ein Mensch nicht nachvollziehen könnte.“
Seiner Einschätzung nach bremst die bestehende Infrastruktur das Potenzial von KI-Agenten bislang aus. Auf der Website von Entire heißt es: „Das gesamte Software-Ökosystem wird durch ein manuelles Produktionssystem behindert, das von vornherein nicht für das Zeitalter der KI konzipiert wurde. Ein System, das nicht für die Zukunft nachgerüstet werden kann.“
Genau hier setzt Dohmke mit seinem Startup an. Er wolle nicht mit GitHub konkurrieren. Stattdessen adressiere er eine neue Zielgruppe: „GitHub dient 180 Millionen Entwicklern mit bestehenden Prozessen. Wir bauen für eine neue Welt, in der Agenten die Mehrheit des Codes schreiben.“ Dennoch seien Überschneidungen zwischen beiden Plattformen nicht ausgeschlossen.
Mehr Effizienz, mehr Nachvollziehbarkeit
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Der Gründer verfolgt die Vision einer Plattform, die von Grund auf für das KI-Zeitalter entwickelt wurde. Mensch und Maschine sollen dort gemeinsam arbeiten, voneinander lernen und Produkte entwickeln. Entire basiert dabei auf drei zentralen Komponenten. Erstens kombiniert eine Git-kompatible Datenbank Code, Zielsetzungen, Einschränkungen und Argumentationsketten in einem versionskontrollierten System. Zweitens ermöglicht eine universelle semantische Argumentationsschicht die Koordination mehrerer Agenten über einen gemeinsamen Kontextgraphen. Drittens integriert die Plattform einen KI-nativen Softwareentwicklungszyklus, der die Zusammenarbeit zwischen Agenten und Menschen neu strukturieren soll.
Ein erstes Produkt widmet sich sogenannten Checkpoints. Derzeit arbeiten viele KI-Agenten ineffizient, unter anderem aufgrund begrenzter Kontextfenster. Dadurch verlieren sie bei langfristigen Projekten oft den Überblick. Entire will diesen Kontext dauerhaft verfügbar machen. Checkpoints dokumentieren eine komplette Sitzung einschließlich Protokollen, Eingabeaufforderungen, betroffenen Dateien, Token-Nutzung und Tool-Aufrufen.
Nutzer können diese nach Zweigen durchsuchen, einzelne Sitzungen analysieren und nachvollziehen, wie sich der Code durch die Zusammenarbeit von Mensch und Agent Schritt für Schritt entwickelt hat. „Selbst drei Jahre später kann man noch nachvollziehen, warum der Agent eine Codezeile so geschrieben hat“, so Dohmke.
Investoren sind von der Geschäftsidee überzeugt
Mit seinem Vorhaben stößt Dohmke auf großes Interesse. In einer Seed-Finanzierungsrunde sammelte Entire 60 Millionen US-Dollar ein. Die Unternehmensbewertung liegt derzeit bei 300 Millionen Dollar. Die Runde wurde vom Wagniskapitalgeber Felicis aus San Francisco angeführt. Zu den weiteren Investoren zählen Y-Combinator-Chef Garry Tan, der deutsche Venture-Capital-Geber Cherry Ventures sowie Yahoo-Mitgründer Jerry Yang.
Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.
(jle)
Künstliche Intelligenz
Video: Coolify macht Homeserver einfacher!
Mit der kostenlosen Software Coolify lassen sich Anwendungen wie Jellyfin, Pi-Hole oder Minecraft-Server in Sekunden aufsetzen – ganz ohne Linux-Kenntnisse und Kommandozeilen-Gefrickel.
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Wer einen Heimserver betreiben möchte, kennt das Problem: Die Installation und Konfiguration einzelner Dienste erfordert normalerweise Linux-Kenntnisse, Docker-Befehle und viel Geduld. Die Open-Source-Software Coolify verspricht, diesen Prozess radikal zu vereinfachen. Sie vereint Docker für das Ausführen der Container-Anwendungen sowie Traefik als automatisierte Reverse-Proxy-Verwaltung unter einer Web-Oberfläche. Dienste wie Jellyfin, Pi-Hole, Minecraft-Server, WordPress-Blogs und viele mehr lassen sich damit mit wenigen Klicks installieren – inklusive automatischer SSL-Zertifikate für verschlüsselte Verbindungen.
Die Hardware-Anforderungen sind überschaubar: Ein alter Rechner, ein Raspberry Pi ab Generation 4 oder eine virtuelle Maschine auf einem NAS reichen aus, mindestens 30 Gigabyte Speicher sollten vorhanden sein. Die Installation von Coolify selbst besteht aus einer einzigen Befehlszeile. Anschließend ist die Oberfläche über den Browser erreichbar. Die komplette Installation, inklusive Ubuntu-Server, schauen wir uns in diesem Video an.
(mond)
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