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Nvidia DGX Station: GB300 mit 288 GB HBM3e für den Desktop ist jetzt bestellbar


Ein Jahr nach der Ankündigung der DGX Station lassen sich die von Nvidia und Partnern entwickelten AI-Workstations mit GB300 für den Desktop in Kürze vorbestellen. Entwickler erhalten damit den großen Datacenter-Chip GB300 mit 288 GB HBM3e – nur eben für den Schreibtisch. Die Auslieferung wird aber noch einige Monate brauchen.

Wem ein DGX Spark (Test) für die lokale KI-Entwicklung nicht genügend Rechenleistung zur Verfügung stellt, kann sich mittelfristig auch eine DGX Station auf den Schreibtisch stellen. Anstelle des „kleinen“ GB10 erhalten Käufer dann einen GB300, den großen Grace-Blackwell-Chip, wie er auch in den Datacenter-Racks von Nvidia zum Einsatz kommt. Dort bringt ein Server-Rack gleich 72 GPUs mit 36 CPUs zusammen.

GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip,

Auf dem Schreibtisch geht zwar alles eine Nummer kleiner vonstatten, die technischen Daten sind dennoch beachtlich. Die DGX Station setzt auf den GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip, der ein Blackwell-Ultra-Package mit zwei GPU-Dies und 288 GB HBM3e über einen 900 GB/s schnellen NVLink-C2C-Interconnect mit einer Grace-CPU verbindet, die 72 Neoverse-V2-Kerne von Arm und 496 GB LPDDR5X mit 396 GB/s bietet.

Nvidia gibt die AI-Leistung des Systems mit 20 PetaFLOPS an, wobei es sich dabei um 20 PetaFLOPS für FP4 mit Sparsity-Beschleunigung handelt, nachdem Blackwell Ultra im Data Center auf 15 PetaFLOPS für FP4 Dense und höhere 30 PetaFLOPS mit FP4 Sparsity kommt. Zum Vergleich: GB10 im kleineren DGX Spark bietet eine GPU mit 1 PetaFLOPS FP4-Leistung (mit Sparsity) – also nur 5 Prozent der Leistung.

DGX Station Board (r.)
DGX Station Board (r.) (Bild: Nvidia)

DGX Station als On-Demand-Node nutzen

KI-Entwickler erhalten somit eine Workstation mit 784 GB DRAM verteilt über den HBM der GPU und den SOCAMM-LPDDR5X der CPU. Sprachmodelle mit bis zu einer Billion Parametern sollen sich lokal ausführen lassen. Die Systeme lassen sich als eigener „AI Supercomputer“ oder aber remote als On-Demand-Node mit verteilter Rechenleistung für ein ganzes Team nutzen. Weil die Architektur dieselbe ist wie im Datacenter, sollen sich Projekte nahtlos von der lokalen Umgebung ins Rechenzentrum portieren lassen.

Developers can run and fine-tune state-of-the-art models on DGX Station — including OpenAI [gpt-oss-120b], Google Gemma 3, Qwen3, Kimi K2.5, Mistral Large 3, DeepSeek V3.2 and NVIDIA Nemotron — and tap into a wide variety of familiar tools and platforms from 1x, Aible AI, Anaconda, Docker, Red Hat, JetBrains, Docker, Inc., Ollama, llama.cpp, ComfyUI, LM Studio, Llm.c, Weights & Biases (acquired by CoreWeave), Odyssey, Roboflow, VLLM, SGLang, Unsloth, Learning Machine, Quali, Lightning AI and more.

Nvidia über die DGX Station

Bis zu 1.600 Watt kann eine DGX Station ziehen

Die einzige Voraussetzung für den Arbeitsplatz? US-Kunden empfiehlt Nvidia einen „20A circuit“, also eine Steckdose an einem Stromkreis mit 20A/120V, demnach bis zu 2.400 Watt. Üblich sind in den USA nämlich 15A/120V für maximal 1.800 Watt. Nvidia gibt den Leistungsbedarf einer DGX Station offiziell mit bis zu 1.600 Watt an.

Auslieferung in den kommenden Monaten

Während Nvidia bei dem DGX Spark auch ein eigenes Modell in Gold mit besonders viel Storage anbietet und Acer, Asus, Dell, Gigabyte, HP, Lenovo und MSI alternative, günstigere Designs mit demselben Board zur Auswahl stellen, hält sich Nvidia bei der DGX Station zurück und überlässt das Feld Asus, Dell, Gigabyte, MSI und Supermicro. Später im Jahr soll auch HP mit einer DGX Station folgen. Weil Nvidia nicht selbst mit einem System involviert ist, fehlen derzeit auch noch Preise. Bei den Partnern dürften Interessenten aber in jedem Fall fünfstellig tief ins Portemonnaie greifen müssen.

Apropos später im Jahr: Für eine DGX Station muss man weiterhin Geduld zeigen. Vorbestellungen seien laut Nvidia zwar ab dem 16. März möglich, doch die Auslieferung soll ohne konkreten Termin erst in den „kommenden Monaten“ erfolgen.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Nvidia unter NDA im Vorfeld und im Rahmen einer Veranstaltung des Herstellers in San Jose, Kalifornien erhalten. Die Kosten für An-, Abreise und fünf Hotelübernachtungen wurden vom Unternehmen getragen. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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Gefährliche Angriffe: Ein Klick und M365-Copilot Enterprise wird zum Da­ten­dieb


Forscher des Datensicherheitsunternehmens Varonis haben eine kritische Angriffskette entdeckt, mit der sich Microsoft 365 Copilot Enterprise zum Diebstahl vertraulicher Unternehmensdaten missbrauchen lässt. Betroffen sind Inhalte aus E-Mails, OneDrive und SharePoint. Für einen erfolgreichen Angriff genügt ein Klick.

Ein Klick für alles

Die als „SearchLeak“ bezeichnete Angriffskette nutzt eine mit der Kennung CVE-2026-42824 versehene Schwachstelle aus, die im Kern aus drei voneinander unabhängigen Sicherheitslücken besteht. Für sich genommen sollen die einzelnen Schwachstellen vergleichsweise begrenzte Auswirkungen haben, ihre Kombination macht jedoch die eigentliche Gefahr aus. Die Forscher sprechen deshalb von einer „Exploit Chain“, bei der mehrere Fehler gezielt ineinandergreifen.

Ein diebischer Dreiteiler

Im ersten Schritt setzt der Angreifer auf eine sogenannte „Parameter-to-Prompt-Injection“, bei der der Parameter „q“ in Microsoft 365 Copilot Enterprise Search missbraucht wird. Anders als der klassische Copilot erzeugt Copilot Enterprise Search keine Inhalte aus dem Nichts, sondern durchsucht Unternehmensdatenquellen wie Outlook-Postfächer, Kalender, SharePoint-Bibliotheken oder OneDrive-Speicher. Die entsprechende Anweisung lässt sich problemlos in einem präparierten Link unterbringen. Darüber hinaus kann gezielt nach bestimmten Inhalten gesucht werden, ohne dass weitere Interaktionen des Opfers erforderlich sind.

Der zweite Teil des Angriffs nutzt eine Race Condition bei der HTML-Darstellung aus. Während Copilot die Suchantwort an den Browser übermittelt, wird deren Inhalt kurzzeitig als rohes HTML dargestellt. Erst anschließend erfolgt die Umwandlung in einen sicheren, neutralisierten Code-Block. Dieses kurze Zeitfenster reicht offenbar aus, um schädliche HTML-Elemente wie etwa den Bild-Tag auszuführen. Im letzten Schritt kommt eine Server-Side Request Forgery (SSRF) in Bings Funktion „Search by Image“ zum Einsatz. Eigentlich sollen Content-Security-Policy-Regeln (CSP) verhindern, dass Websites beliebige externe Inhalte laden. Da die Bildanfrage jedoch über Microsofts Bing-Dienste abgewickelt wurde, stufte das System diese als vertrauenswürdig ein.

Auf diesem Weg kann Copilot die abgegriffenen Daten abschließend in eine Bild-URL einbetten, die anschließend über Bing vom Server des Angreifers abgerufen wird. Die darin enthaltenen Informationen werden dabei direkt übertragen. Anschließend genügt die Auswertung der Server-Protokolle, um an die Daten zu gelangen. Der gesamte Vorgang bleibt zudem zu jedem Zeitpunkt vollständig vor dem Opfer verborgen, das von dem Datendiebstahl nichts bemerkt – ein Umstand, der den Angriff besonders gefährlich macht.

Bekannte Schwachstellen bei KI besonders gefährlich

Der Vorfall zeigt erneut, wie anfällig KI-Systeme trotz gegenteiliger Verlautbarungen vieler Unternehmen weiterhin sind und dass ihr eigenständiger Zugriff auf sensible Daten sorgfältig abgewogen werden sollte. Gleichzeitig verdeutlicht der Angriff, dass auch KI-gestützte Anwendungen weiterhin mit klassischen Sicherheitsproblemen zu kämpfen haben.



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Teurer Spaß: Arc-G3-Handheld MSI Claw 8 EX AI+ kostet mind. 1.699 USD


Teurer Spaß: Arc-G3-Handheld MSI Claw 8 EX AI+ kostet mind. 1.699 USD

Bild: Intel

Die Vermutung lag zur Computex 2026 nahe, nun ist es Schwarz auf Weiß: Panther Lake im Handheld alias Arc G3 (Extreme) ist teuer, richtig teuer. Das MSI Claw 8 EX AI+ als Vorzeigemodell von Intel wird zu einem UVP von 1.799 US-Dollar direkt bei MSI gelistet, große US-amerikanische Shops unterbieten leicht.

Dritte Generation Intel-Handheld bei MSI

MSI gehörte zu den ersten Anbietern eines Intel-Handhelds, auch mit Panther Lake respektive dem für das Handheld neu benannten Intel Arc G3 Extreme ist das Unternehmen zum Marktstart in der kommenden Woche vorn dabei. MSI Claw 8 EX AI+ heißt die neue Lösung, im vorangegangenen Claw 8 AI+ steckte noch ein Intel Core Ultra 200V „Lunar Lake“. Der erste Claw basierte sogar auf Intel Meteor Lake – MSI ist folglich also schon in dritter Generation mit Intel-Hardware dabei, einen Handheld mit Ryzen Z2 Extreme hat man aber auch im Angebot.

MSI Claw 8 EX AI+
MSI Claw 8 EX AI+ (Bild: MSI)

Das Äußere verändert MSI dabei zu den letzten Modellen quasi nicht, auch viele innere Bauteile nutzt MSI weiter, wie der zuletzt genutzte 80-Wh-Akku. Das IPS-Display ist ebenfalls weiterhin 8 Zoll groß und löst mit 1.200p bei 500 nits und bis zu 120 Hz auf. Letztlich tauscht MSI nur die CPU samt zugehöriger Komponenten aus, sogar das Gesamtgewicht des Handhelds ist mit 795 Gramm exakt identisch zum Vorgänger mit Lunar Lake.

Ab 23. Juni für 1.699/1.799 US-Dollar

Waren zuletzt der Preis und Termin noch unklar, steht beides nun fest: Ab dem 23. Juni 2026 werden die Produkte verkauft, vorbestellt werden kann zum Teil bereits jetzt. Auf der MSI-Webseite beginnen die Preise hierfür bei 1.799 US-Dollar. In US-Shops wie Best Buy geht es mitunter bereits ab 1.699 US-Dollar los. Die deutsche MSI-eShop-Seite und auch der deutsche Handel listen die Modelle indes noch nicht, als Orientierung für den Euro-Preis dürften sich die US-Preise jedoch durchaus eignen und letztlich nicht groß abweichen.

Das kosten die Vergleichsmodelle im eigenen Haus

MSI erstes Claw mit Intel Meteor Lake startete damals bei 699 Euro und ist im Abverkauf ab 549 Euro zu haben, den noch aktuellen MSI Claw 8 AI+ mit Core Ultra 7 258V, 32 GB RAM und 1 TB SSD gibt es ab 926 Euro. Gegenüber diesem Modell kann der Neuling letztlich nur die neue CPU mit deutlich stärkerer GPU vorweisen, der Rest ist identisch – für rund 700 bis 800 US-Dollar/Euro Aufpreis. Auch die AMD-Alternative kostet dann quasi nur die Hälfte: den MSI Claw A8 mit Ryzen Z2 Extreme, 24 GB RAM und 1 TB SSD gibt es ab 888 Euro.



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Grafikkarten mit viel VRAM: RTX Pro 6000 und RTX 5090 kosten aktuell deutlich mehr


Grafikkarten mit viel VRAM: RTX Pro 6000 und RTX 5090 kosten aktuell deutlich mehr

Nvidias Profi-Grafikkarte RTX Pro 6000 Blackwell mit 96 GB VRAM kostet auf dem Marketplace des Herstellers jetzt 55 Prozent mehr als zur Ankündigung vor über einem Jahr: 13.250 US-Dollar. Unterdessen ist aber auch der Preis von Nvidias Consumer-Flaggschiff, der GeForce RTX 5090, wieder weit entfernt von dem Tal im Sommer 2025.

Grafikkarten und Systeme mit viel RAM sind stark gefragt

Leistungsfähige Desktop-Grafikkarten wie die RTX Pro 6000 Blackwell passen aufgrund ihrer großzügigen Speicherbestückung perfekt in das Beuteschema von KI-Entwicklern, die ihre Modelle und Apps lokal ausführen wollen. Aus diesem Grund erleben auch Systeme mit großem Unified Memory eine besonders hohe Nachfrage, wie etwa Apples Mac Studio zeigt. Apple hat dessen RAM bereits auf von 512 GB auf 256 GB und zuletzt 96 GB beschränkt, dennoch verkauft sich das System wie geschnitten Brot, sodass aktuell mit mindestens 13 Wochen Lieferzeit (Ende September) gerechnet werden muss.

Während bei Apple das Portfolio eingeschränkt wird und die Lieferzeiten stark zugenommen haben, bleiben die Preise stabil. Nvidia wiederum geht die gestiegene Nachfrage nach dedizierten Grafikkarten mit viel Speicher mit deutlich höheren Preisen an.

RTX Pro 6000 Blackwell klettert auf 13.250 US-Dollar

Das beste Beispiel dafür ist derzeit das Workstation-Flaggschiff RTX Pro 6000 Blackwell mit 96 GB GDDR7. Nvidia hatte die Grafikkarte vor über einem Jahr zur GTC 2025 vorgestellt und ursprünglich 8.565 US-Dollar vor Steuern dafür verlangt. Auf dem Marketplace von Nvidia ist die Grafikkarte seit kurzem aber erst für 13.250 US-Dollar gelistet – 55 Prozent mehr als zum Start.

RTX Pro 6000 Blackwell im US-Marketplace von Nvidia
RTX Pro 6000 Blackwell im US-Marketplace von Nvidia

5.000 Euro mehr als zu Weihnachten

Ein deutsches Pendant für den US-Marketplace von Nvidia gibt es für die RTX Pro 6000 Blackwell nicht, doch der Blick in den Preisvergleich offenbart eine ähnlich dramatische Preisentwicklung. Dort ist die Retail-Version der Grafikkarte aktuell ab 12.942 Euro zu finden. Vor rund einem Monat waren es noch 3.000 Euro, zur Weihnachtszeit sogar 5.000 Euro weniger.

RTX 5090 ist aktuell fast 50 Prozent teurer

Aber auch Consumer-Grafikkarten von Nvidia, die mit viel Speicher bestückt sind, zeigen sich großer Beliebtheit bei KI-Entwicklern und treiben damit den Preis für Spieler nach oben. Exemplarisch muss dafür die GeForce RTX 5090 mit 32 GB GDDR7 herhalten, andere Nvidia-Modelle und AMD-Grafikkarten sind hingegen weniger respektive kaum vom Preisanstieg betroffen.

Im Median liegt die GeForce RTX 5090 im ComputerBase-Preisvergleich mit Stand 12. Juni bei 3.925 Euro. Das sind 48 Prozent mehr als noch Mitte August 2025, als der Median für die Grafikkarte ermittelt werden konnte. Damals lag der Preis im Mittelwert bei 2.650 Euro. Die „Preiserholung“ des Topmodells scheint definitiv vorbei zu sein.

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